DE2140603A1 - Verfahren zur herstellung von baugrubenumschliessungen, hang- und gebaeudesicherungen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von baugrubenumschliessungen, hang- und gebaeudesicherungenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D17/00—Excavations; Bordering of excavations; Making embankments
- E02D17/02—Foundation pits
- E02D17/04—Bordering surfacing or stiffening the sides of foundation pits
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D5/00—Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
- E02D5/74—Means for anchoring structural elements or bulkheads
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Baugrubenumschließungen, Hang- und Gebäudesicherungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Baugrubenumschließungen, Hang- und Gebäudesicherungen.
- Bei ausreichendem Arbeitsraum zwischen Baugrubenwand und abzustützendem Bauk8rper ist es bekannt, die Baugrube mittels gerammtentSpundbohlenverbau aus Stahl, Stahlbeton oder Holz, gebohrtem oder gerammtem TrNgerverbau aus Stahl, Stahlbeton oder Holz, Ortbetonbohrpfahlwänden aus aber schneidend, tangierend oder auf LUcke angeordneten Ortbetonbohrpfählen oder mittels Schlitzwnden' aus Stahlbeton zu sichern.
- Je nach Erfordernis arbeiten die bekannten-Verfahren mit oder ohne Verankerun-g in das angrenzende Badenmaterial.
- Die genannten Verfahren sind nur dann ausführbar, wenn ein Verlust an Bebauungsfläche bzw. Bauraum in Kauf genommen werden kann, dessen Größe mindestens den Abmessungen des jeweils verwendeten Stützmittels entspricht.
- Das Spundbohlenverfahren hat den zusätzlichen Nachteil, daß die beim RAmmen auftretenden Erschütterungen die ç Stabilitt der angrenzenden Bebauung gefährden.
- Darüberhinaus tritt bei solchen Rammarbeiten eine für die Anrainer unzumutbare Lärmbelästigung auf.
- enn kein Arbeitsraum zwischen Baugrubenwand und abzustützendem Baukörper zur Verfügung steht, k8nnen die bereits genannten Verfahren nicht zur Anwendung kommen.
- Der Fachmann behilft sich dann mit einer abschnittweise durchgefilhrten Unterfangung der bestehe-den GebSude mittels vermörteltem Mauerwerk oder Beton. Dabei können Setzungen bestehender Gebäude nicht ausgeschlossen werden.
- Diese führen zu Rissen in den Gebäudewänden. FUr gröRere Baugrubentiefen kann dieses Verfahren ohne zusätzliche Maßnahmen nicht mehr angewendet werden. Solche Maßnahmen, wie z. B. eine Abstützung in die BaugrubeSbedeuten jedoch in jedem Fall Mehrkosten und eine beträchtliche Behinderung der weiteren Arbeiten in der Baugrube.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit welchem Baugruben von beliebiger Tiefe ohne Verlust an Bebauungsfläche und ohne zusitzliche Abstützungen in die Baugrube hergestellt werden können.
- Die Erfindung 18st diese Aufgabe dadurch, daß der Aushub der Baugrube etantenweise, durch aufeinanderfolgendes Abtragen horizontaler Bodenschichten, erfolgt, und daß die durch jede Aushubetanpe freigelegte Baugrubenwand in dem die Baugrube umgebenden Boden verankert wird.
- Es versteht sich von selbst, däß das erfindungsgemäße Verfahren an die besonderen Verhältnisse einer Baugrube angepaßt angewendet wird. So kommt es beim Aushub der Baugrube lediglich darauf an, mindestens die an die Baugrubenwand angrenzenden Bodenbereiche zu erfassen um genÜgend RAum für die Durchführung der Verankerungsarbeiten zu schaffen. Selbstverständlich wird man eine Verankerung nur in dem Abschnitt der Baugrubenwand vornehmen, wo eine Absicherung erforderlich ist.
- Das erfindungsgemäße Verfahren beseitigt sämtliche Nach--teile des Standes der Technik; es kommt ohne Verlust an BebauungsSlRche aus, vermeidet jegliche größere Lärmentwicklung, erzeugt keine gePährlichen Erschütterungen und eignet sich auch für sehr tiefe Baugruben. Durch das etappenweise Abtragen und Abstützen ist ein arbeitstechnisches problemloses und sicheres Arbeiten möglich.
- Das Verankern kann nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung während oder nach jeder Aushubetappe erfolgen. Je nach Festigkeit des Bodens wird man die Anker entweder unmittelbar nach dem jeweiligen Freilegen eines neuen Wandbereiches oder erst nach dem Aushub der gesamten Bodenschicht einer Arbeitsetappe anbringen.
- Um ein praktisches und problemloses Arbeiten zu ermöglichen schlägt die Frfindung vor, daß pro Aushubetappe eine Schicht von etwa 1 m Dicke abgetragen wird.
- Gemäß einer im RAhmen des Erfindungsgedankens wesentlichen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß zum Abstutzen der Baugrubenwand mit den äußeren Enden eines oder mehrerer Anker verbundene, flächig ausgedehnte, z.B, plattenförmige oder lSngsgestreckte, Stützelemente verwendet werden.
- Bei Verwendung plattenförmiger StÜtzelemente können diese auf Lücke angeordnet werden, wobei die jeweils aufeinanderfolgenden Höhenlagen angehörigen Stützelemente gegeneinander versetzt angeordnet werden.
- Im Rahmen der Erfindung können die plattenförmigen StUtzelemente aber auch so angeordnet bzw. ausgebildet werden, daß sie in horizontaler und/oder in vertikaler Richtung praktisch unmittelbar aneinander anschließen.
- Bei Verwendung längsgestreckter Sützelemente können diese nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung horizontal d oder teils horizontal, teils vertikal oder schrSg angeordnet werden, derart daß die Baugrubenwand durch ein Netz von Stützelementen abgestützt wird.
- Schließlich besteht erfindungsgemäß noch die Möglichkeit, die Stützelemente aus flächenbewäVhrtemSnriteton an Ort und Stelle herzustellen. Bei dieser Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens werden beispielsweise Bewährungs- -matten an der Wand angebracht Und in Sptitzbeton eingebettet.
- Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es mögloch, die Stützelemente an der Wandoberfläche von dieser abstehend anzuordnen; die Stützelemente können aber auch in der Wandoberfläche versenkt angeordnet werden.
- Soll eine Baugrube unmittelbar an vorhandene Gebäudewände anschließen, so ist es nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ohne weiteres möglich, den Aushub unmittelbar entlang und unterhalb der Fluchtlinie der vorhandenen Fundamente durchzuftthren.
- Auf der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Verfahren £reinen Anwendungsfall dargestellt. Es zeigt: Fi;. 1 Einen Querschnitt durch die Baugrubenwand unterhalb einer vorhandenen Bebauung Fig. 2 Eine Ansicht auf die Baugrubenwand gemäß Fig. 1.
- In Fig. 1 schließt sich die Baugrube unmittelbar unterhalb einer vorhandenen Bebauung 1 an. Die Baugrubenwand 3 fluchtet mit der der Baugrubenand.zuGewandten Seite des BAuwerks 1. Die oberste Reihe der Stützplatten 5 wird unmittelbar unterhalb dem Fundament 2 des Bauwerks 1 in der Baugrubenwand versenkt angebracht. Jede Stützplatte 5 ist mittels eines Erd- oder Felsanker bzw. eines sogenannten Injektionsankers gehalten. Im allgemeinen wird man vorgespannte Anker verwenden. Zur Befestigung der äußeren Enden der Anker bzw. zum Spannen der Anker erhalten die Platten in ihrem Zentrum von außen. zugängliche, vertieft angeordnete Widerlager 7. Die erdinneren Enden der Anker 9 werden in der üblichen Weise in. dem die Baugrube umgebenden Boden 6 verankert.
- Der Erdaushub erfolgt etappenweise, In der ersten Etappe wird die Baugrube etwa bis zur Tiefe T1 (Fig. 2) ausgehoben. Nach, oder bereits während des Aushubs werden die Platten 5 der obersten REihe verankert.
- Danach wird die Baugrube bis zur Tiefe T2 ausgehoben und die auf diese Weise neu freigelegte Baugrubenwand wird durch eine unterhalb der ersten Reihe angeordnete zweite tl Reige von Stützplatten befestigt. Je nach Tiefe der Baugrube kannen entsprechende viele Reihen von Stützplatten vorgesehen werden, unter sukzessiver Vertiefung der Baugrube bis zur endgültigen planmäßigen Baugrubensohle. Je nach Bodenbeschaffenheit kann die Baugrubenwand zwischen den Sttzplatten austorkretiert oder im Naturzustand belassen werden.
- Wenn mad~von der Vorstellung einer im Querschnitt kreisförmigen Baugrube ausgeht, so würde der Aushub bei Anwendung der Lehre des erfindungsgemäßen Verfahrens mindestens,an der Wand der Baugrube entlang in Form von Spiralen vorzunehmen sein, wobei eine dem Fortschritt der Aushubarbeiten entsprechende Zahl von Ankern in das angrenzende Bodenmaterial zu setzen ist. Zur Vereinfachung der Verankerungsarbeiten ist es wGnschenswerts die Stützplatten nach einem handlichen Maß zu dimensionieren, beispielsweise in Form quadratischer Platten etwa von einem halben bis einem Meter Seitenlänge.
- - Patentansprüche -
Claims (7)
- P a t e n t a n s p r ü c h e ============================= 1. Verfahren zur Herstellung von BaugrubenumschlieRungen, Hang- und GebSudesicherungen, dadurch gekennzeichnet, da-der Aushub der Baugrube et#appenweise, durch aufeinanderfolgendes Abtragen horizontaler Bodenschichten erfolgt, und daß die durch jede Aushubetappe freigelegte Baugrubenwand (3) in dem die Baugrube umgebenden Boden (6) verankert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verankern währendoder nach jeder Aushubetappe erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß pro Aushubetappe eine Bodenschicht von etwa 1 m Dicke abgetragen wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichhet, daß zum Abstützen der Baugrubenwand (3) mit den äußeren Enden eines oder mehrerer Anker (-4) verbundene, flächig ausgedehnte, z,B plattenförmige oder längsgestreckte Stützeleniente (5) verwendet werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung plattenförmiger Stützelemente diese auf Lücke angeordnet werden und die jeweils aufeinanderfolgenden Höhenlagen angehörigen Stiltzelemente gegeneinander versetzt angeordnet werden.
- 6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung lUngsgestreckter StUtzelemente diese horizontal oder teils horizontal, teils vertikal und/oder schräg angeordnet werden.
- 7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente aus flächenbewährtem Spritzbeton an Ort und Stelle hergestellt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712140603 DE2140603A1 (de) | 1971-08-13 | 1971-08-13 | Verfahren zur herstellung von baugrubenumschliessungen, hang- und gebaeudesicherungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19712140603 DE2140603A1 (de) | 1971-08-13 | 1971-08-13 | Verfahren zur herstellung von baugrubenumschliessungen, hang- und gebaeudesicherungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2140603A1 true DE2140603A1 (de) | 1973-02-22 |
Family
ID=5816657
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712140603 Pending DE2140603A1 (de) | 1971-08-13 | 1971-08-13 | Verfahren zur herstellung von baugrubenumschliessungen, hang- und gebaeudesicherungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2140603A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2545572A1 (de) * | 1975-10-10 | 1977-04-14 | Hans Ribbert | Bauverankerung |
| WO2024037586A1 (zh) * | 2022-08-19 | 2024-02-22 | 中建三局集团(浙江)有限公司 | 一种双基坑双工况建造方法 |
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1971
- 1971-08-13 DE DE19712140603 patent/DE2140603A1/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2545572A1 (de) * | 1975-10-10 | 1977-04-14 | Hans Ribbert | Bauverankerung |
| WO2024037586A1 (zh) * | 2022-08-19 | 2024-02-22 | 中建三局集团(浙江)有限公司 | 一种双基坑双工况建造方法 |
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