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Spachtelmaschine Die Erfindung betrifft eine Spachtelmachine, bei
welcher die Werkstücke unter einem mit einem Auslaufschlitz versehenen Spachtelbehälter
und einer Glätteinrichtung hinwegbewegt werden, insbesondere für profilierte Holzwerkstücke.
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Bei den beispielsweise durch die DPS 501 369 und die DAS 139 410 bekannten
Spachtelmaschinen dieser Art ist der Auslaufschlitz des Spachtelbehälters in einem
gewissen Abstand von dem zu spachtelnden Werkstück entfernt, so daß die Spachtelmasse
im freien all auf das Werkstück gelangt und durch eine besondere Verteileinrichtung
auf dem Werkstück verteilt werden muß. Eine genaue Dosierung ist dabei nicht möglich,
so daß ein besonderer Sammelbehälter für die überschüssige Spachtelmasse notwendig
ist.
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Auch ist eine Spachtelung von profilierten Werkstücken in einem Arbeitsgang
mit den bekannten Maschinen nicht möglich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spachtelmaschine zu
schaffen, bei welcher dieser Nachteil vermieden ist, und bei @@lcher darübedrhinaus
eine bessere Haftung der Spachtelmasse auf dem Molz erzielt wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch @elöst, daß der Spachtelbehälter
auf seiner Unterseite ein dem Profil des Werkstückes entsprechendes Profil aufweist,
daß das Werkstück gegen den Spachtelbehälter anpressbar ist, und daß die im Spachtelbehälter
befindliche Spachtelmasse von einem Pressags beaufschlagbar ist.
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Die Haftung der Spachtelmasse auf dem Werkstück kann nach einem weiteren
Erfindungsmerkmal dadurch verbessert werden, daß das Werkstück vor dem Spachteln
einer Vakuumbehandlung unterzogen wird. Zu diesem Zweck ist dem Spachtelbehälter
eine hinsichtlich der Unterseite gleichgestaltete, an eine Vakuumleitung anschließbare
Absaugkamer vorgeschaltet.
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Um eine einwandfreie und gleichmäßige Anpressung des Werkstückes an
die Absaugkammer und den Spachtelbehälter zu erzielen, und zugleich die Justierung
der Glätteinrichtung zu erleichtern, sind nach einem weiteren Erfindungsmerkmal
der Spachtelbehälter, die vorgeschaltete Absaugkammer und die nachgeschaltete Glätteinrichtung
in einem einheitlichen Spachtelwerkzeug vereinigt, das außer der Abszugkammer eine
den Spachtelbehälter bildende Spachtelkammer und eine offene, die Glätteinrichtung
enthaltende Kammer aufweist.
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Ein weiteres Erfindungsmerkmal ist dadurch gekennzeichnet, daß Rollen
mit horizontaler Achse und Rollen mit vertikaler achse vorgesehen sind, welche an
der nicht zubearbeitenden unteren und seitlichen Fläche des Verkstückes zum Anliegen
kommen und
vorzugsweise durch Federn beaufschagt sind. Damit wird
ein einwandfreies Anliegen des Werkstückes in zwei Ebenen zn das Spachtelwerkzeug
über dessen Gesamtlänge bewirkt und somit die Spachtelung an zwei Ebenen des Werkstückes
in einem Arbeitsgang ermöglicht.
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Um auch die &ls'1tung an zwei Ebenen in einem Arbeitsgang zu ermöglichen,
sind zwei dem Profil des Werkstückes angepaßte Ziehklingen vorgesehen, von denen
die eine, wie bekannt, um eine horizontale schse schwenkbar ist und auf die obere
Fläche des Werkstückes einwirkt, während die andere um eine vertikale @chse schwenkbar
ist und auf die seitliche Fläche des Werkstückes einwirkt.
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Die Erfindung wird anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert,
darin zeigen: Fog. 1 einen Längsschnitt gemäß der Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 einen
Querschnitt genäß der Linie II-II der Pig. 1.
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Der Übersichtlichkeithalber sind in der Zeichnung nur die Einzelteile
dargestellt, welche unmittelbar von dem ErSindungsgedanken beeinflußt sind, während
die übrigen Teile, beispielsweise das Maschinengestell und der Antrieb, die beliebig
gestaltet sein können, in der Zeichnung nicht berücksichtigt sind.
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In der Zeichnung ist das Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem
die Absaugeinrichtung, die Spachteleinrichtung und die Glätteinrichtung zu einem
einheitlichen Spachtelwerkzeug 1 vereinigt sind. Dieses enthält die Sapchtelkammer
2, die Absaugkammer
3 und die offene Glättkammer 4. Das Spachtelwerkzeug
1 weist auf seiner Unterseite Im Bereich aller drei Kammern das Profil des Werketückes
6 auf, dessen obere Fläche 61 und dessen eine seitliche Fläche 62 gespachtelt werden
sollen.
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Der quer über die ganze Unterseite des Spachtelwerkzeuges sich erstreckende
Auslaufschlitz besteht aus einem horizontal verlaufenden, der Oberseite 61 des Werkstückes
zugeordneten Dchlitzteil 21 und einem im Winkel dazu verlaufenden Schlitzteil 22,
welcher der Seitenfläche 62 des Werkstückes zugeordnet ist.
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Ähnlich sind die Schlitze 31 und 32 an der Absaugkammer gestaltet
Außer dem nicht gezeichtneten Einhüllstutzen für die Spachtelmasse ist der Spachtelbehälter,
bzw. die Spachtelkammer 2 mit einem Anschlußstutzen 23 für das Preßgas und die Absaugkammer
3 mit einem Saugstutzen 33 versehen.
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In der Kammer 4 sind die Ziehklingen 41 und 42 befestigt. Die Ziehklingen
41, die der Glättung der oberen Fläche 61 des Werkstückes dient, ist in der Höhe
verstellbar und um eine horizontale Achse schwenkbar. Die Ziehklinge 42 dient der
Glättung der seitlichen Fläche 62 des Werkstückes 6 und ist in horizontaler Richtung
verstellbar um eine vertikale Achse schwenkbar.
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Für den Transprot des Werkstückes 6 sin Rollen 51 mit einer horizontalen
Achse vorgesehen, von denen eine ode mehrere motorisch angetrieben sein können,
Zur seitlichen Führung
des Werketückes sind Rollen 52 mit lotrechten
achsen angeordnet. Die Rollen 51 und 52 dienen aber auch zugleich zur Anpressung
des Werkstückes 6 an die einen dem Werkstück entsprechenden horizontalen und einen
vertikalen Teil aufweisende Unterseite des Werkzeuges 1. Zu diesem Zweck können
die Rollen 51,52 beliebig beaufschlagt sein. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel
stehen die Rollen unter der Einwirkung von Federn 55. Dadurch wird die obere Seite
61 des Werkstückes an den horizontalen Teil und die Seitenfläche 62 des Werkstückes
an den vertikalen Teil des Spachtelwerkzeuges angepresst, und zwar auf der ganzen
Lange des Werkzeuges 1.
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Mit der beschriebenen Spachtelmaschine läßt sich ein neuartiges Spachtelverfahren
durchführen, das eine bessere Haftung der Spachtelmasse auf dem Werkstück bewirkt.
Durch die Absaugeinrichtung wird nicht nur die Oberfläche des Werkstückes gereinigt,
sondern auch, wenn die Absaugkammer und die Spachtelka;iier in einem Werkzeug vereinigt
sind, die Luft aus den Poren des Holzes entfernt. Dadurch kann beim anschließenden
Spachteln die Spachtelmasse tiefer in des Holz eingedrückt werden. Dies wird dtdurch
ermöglicht, daß die in der Spachtelkammer 2 befindliche Spachtelmasse von einem
Pressgas beaufschlagt ist, wobei mit dem Druck, der bis zu 6 atü betragen kann,
die Menge der @pachtelmasse geregelt werden kann.
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Die Steuerung für die Ein- und lLbschaltung des Unterdruckes in der
Absaugkammer und des Überdruckes in der Spachtelkammer erfolgt durch bekannte Mittel,
wenn das Werkstück in den Bereich
der Schlitze kommt, bzw. diesen
verläßt. In der Spachtelkammer 2 kann zusätzlich ein Schieber angeordnet sein, welcher
die Schlitzöffnung verdeckt.