DE2140372A1 - Altpapier-aufbereitungsanlage - Google Patents
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Description
2H0372
a p/A 3101 J.M, Voith GmbH
Kennwort: "Leichtstoffloser" Heidenheim (Brenz)
Altpapier-Aufbereitungsanlage
Die Erfindung betrifft eine Altpapier-Aufbereitungsanlage mit
einem stofflöser zum Auflösen und Sortieren von Altpapier mit
einem Behälter zum Aufnehmen der Stoffsuspension, einem nahe der Behälterwand angeordneten Rotor zum Zerkleinern des Altpapiers,
einer im Bereich des Rotors an den Behälter angeschlossenen Ablaufleitung für den Gutstoff sowie einem der Ablaufleitung vorgeschalteten
Sieb*
im Altpapier sind oft leichte Bestandteile* wie E.B. Schaumstoff,
Gummi, Folien usw., enthalten, die weder durch den Gutstoffauslaß noch durch den Auslaß für den ausgeschiedenen Grobatoff abführbar
sind» Diese leichten Verunreinigungen reichern sich nach einer Betriebszeit von einigen Tagen im Behälter in einem solchen
Maße an", daß der Stofflöser abgestellt und vollständig entleert werden muß. Oft beträgt die Betriebszelt zwischen zwei Totalentleerungen
nur zwei bis drei Tage. Diese Betriebsunterbrechungen verursachen natürlich beträchtliche Kosten. Es wurde deshalb bereits
vorgeschlagen, aus dem Stofflöser einen Teilstrom der Altpapiersuspension
abzuleiten, diesen in einer zusätzlichen Nachzerkleinerungsmaschine sowie in einem dieser nachgeschalteten Grobsortierer
nachzubehandeln und dann wieder in den Stofflöser einzuleiten. Aber auch dieser Weg verursacht Kosten für den Investitionsaufwand
und Energiebedarf der Nachzerkleinerungsmaschine.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Altpapier-Aufbereitungsanlage
so zu gestalten, daß eine möglichst große Betriebszeit ohne Totalentleerung ermöglicht wird.
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if..
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in dem dem Rotor gegenüberliegenden Wandbereich eine Ablaufleitung zum
Abführen von spezifisch leichten Verunreinigungen vorgesehen wird.
Es wurde nämlich gefunden, daß die durch den Rotor im Innern des StofflÖsers erzeugte Strömung' ein Ansammeln der Leichtstoffe
in diesem Bereich bewirkt. Bringt man nun in diesem Bereich eine Ablaufleitung in der dem Rotor gegenüberliegenden Wand an,
so fließen die Leichtstoffe durch diese Ablaufleitung aus dem
Stofflöser ab* Um einen zu hohen Verlust an ßutstoff zu vermeiden,
ist es dabei zweckmäßig» diese Ablaufleitung geschlossen
zu halten und nur von Zeit zu Zeit kurzzeitig zu öffnen. Durch
die Erfindung lassen sich Betriebszeiten der Anlage ohne Totalentleerung des StofflÖsers erreichen, die mehrere Wochen betragen.
Es gibt bekanntlich Stofflöser, an deren Behälter im genannten
Wandbereich ein Rohr zum Herausführen eines Zopfes aus verspinnenden
Verunreinigungen angeschlosseri'ist. In diesem-Falle kann auch
das Rohr die Ablaufleitung für die leichten Verunreinigungen aufweisen oder nogar selbst diese Ablaufleitung bilden.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist an der zum Ableiten von Leichtstoffen vorgesehenen Ablaufleitung ein
Saugorgan, wie z.B. eine Pumpe oder ein Fallrohr, angeschlossen. Dadurch wird das Abführen der leichten Verunreinigungen auch bei
offenen, d.h. nicht unter Überdruck stehenden Stofflör;t;rn auf
einfache Weise ermöglicht.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt auch darin,
daß der Behälter eine ringförmige, zur Rotordrehachse koaxiale Ausbuchtung mit einem Auslauf zum Sammeln und Abführen von Schwerteilen
aufweist. Durch diese Ausbildung werden gleichzeitig mit dem Ausscheiden der extrem leichten Bestandteile auch die besonders schweren Teile aus der Suspension entfernt.
Eine vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäflen StofflÖsers
liegt darin, daß die koaxial zur Rotordrehachse verlaufende, vom Rotor hervorgerufene Wirbelströmung einen Wirbelkern aufweist,
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der vom Rotor zur gegenüberliegenden Wand des Stofflösergehäuses
reicht. Dadurch -wird dieser Wirbelkern im Gehäuse zentriert, womit
die Aussoheidunßsstelle der leichten Verunreinigungen genau
festliegt.
Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Altpapier-Aufbereitungsanlage
ergibt sich, wenn erfindungsgemäß dem zum Abführen von spezifisch leichten Verunreinigungen vorgesehenen
Stofflöser (Leichtstofflöser) ein weiterer Stofflöser vorgeschaltet
ist, der gegenüber dem Leichtstofflöser ein verhältnismäßig
weitmaschiges Sieb aufweist und durch dessen dem Rotor gegenüberliegendem Wandbereich in an sich bekannter Weise ein Ableitrohr
für zopfförmig verspinnende Suspensionsbestandteile an den Behälter angeschlossen ist. Durch eine derartig ausgebildete Altpapier-Aufbereitungsanlage
ist es möglich, alle im Altpapier enthaltenen Verunreinigungen weitgehend auszuscheiden. Der Energieaufwand
für den zweite^,Staffloser ist dabei verhältnismäßig gering.
Er wird im .wesentlichen zur weiteren Zerfaserung genutzt,
wobei als erwünschte Nebenwirkung, die genannten Strömungen auftreten,
die eine: Entfernung von Fremdstoffen ermöglichen.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Schaubild eines geschlossenen Leichtstofflösers,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen oben offenen
Stofflöser mit Ableitung des Leichtstoffes und
Fig. 3 eine aus zwei hinterninandergeschalteten Stofflösern
bestehende Altpapier-Aufbereitungsanlage ebenfalls im Schnitt.
Die in Fig. 1 nicht weiter dargestellte Altpapier-Aufbereitungs-·
anlage weist einen Leichtstofflöser 1 auf, der ein etwa zylinder-
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förmiges geschlossenes Gehäuse 2 hat, dessen Symmetrieachse horizontal
verläuft. In den Mantel des Stofflösergehäuses mündet in'
der Nähe der einen Stirnseite etwa tangential eine Zulaufleitung
für aus Altpapier hergestellte Suspension. An der gleichen Gehäusestirnseite ist eine Ablaufleitung 4 für Leichtstoff angeordnet.
Durch die gegenüberliegende Stirnseite des Gehäuses ragt eine Antriebswelle 5 eines nicht weiter dargestellten Motors ins Gehäuseinnere. Am inneren Ende dieser Welle ist ein Rotor 6 angeordnet,
der zum Zerkleinern des Altpapiers und zum Durchtreiben des sogenannten.
Gutstoffes durch ein in der Stirnseite vorgesehenes Sieb 7 dient. Die Rotordrehachse und die Längsachse der Mündung der Leichtstoff-Ablaufleitung
4 fallen· dabei zusammen. Hinter dem Sieb 7 ißt
stirnseitig an das Gehäuse 2 ein Sammelraum 8 für den Gutstoff angebracht, aus dem eine Leitung 9 herausführt. In der Umfangewand
des Stofflösergehäuses 2 ist eine ringförmige Ausbuchtung 10 vorgesehen,
an die ein Auslauf 11 angeschlossen ist. Beim Antreiben des Rotors 6 entsteht im Stofflöser eine Strömung, die in Pig. I
durch Pfeile angedeutet ist. Die aus der tangential einmündenden Zulauf leitung J>
einströmende Suspension wird noch in der Nähe der Behälterstirnwand in eine in Richtung der Rotordrehachse verlaufende
Strömung gebracht, die auf den Rotor zu verläuft. Der sögenannte Gutstoff gelangt dann durch das hinter dem Rotor angeordnete
Sieb zur Leitung 9# während die am Rotor noch nicht genügend zerkleinerten
Suspensionsbestandteile im wesentlichen entlang der Behälterumfangswand
zur einlauföeitigen Stirnwand zurückströmen. Sehr schwere Suspensionsbestandteile, wie z.B. Eisenteile, setzen
sich bei dieser Strömung in der ringförmigen Ausbuchtung 10 ab, während sich sehr leichte Bestandteile, wie z.B. Schaumstoff,
Gummi u.dgl., nahe der einlaufseitigen Stirnseite in der Verlängerung
der Rotordrehachse ansammeln und durch die Ablaufleitung 4 abgeleitet werden. Die Ablaufleitung 4 ist dabei zweckmäßigerweise
mit einem Absperrorgan (nicht dargestellt) versehen, das normalerweise geschlossen ist und die Ablaufleitung von Zeit zu
Zelt öffnet. Dadurch wird vermieden, daß mit dem Lelchtstoff eine unnötig große Menge Gutstoff abfließt.
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Durch die Zentrierung des Wirbelkernes einerseits durch den Rotor 6 und andererseits durch die gegenüberliegende Wand liegt
dieser im Gehäuse genau fest. Die im Wirbelkern erfolgende Ausscheidung
der leichten Verunreinigungen liegt damit ebenfalls fest, wodurch deren Abführung erleichtert wird.
Der Stofflöser I1 in Fig. 2 gleicht im wesentlichen dem in Fig.
dargestellten Stofflöser] er ist jedoch an seiner Oberseite offen.
Durch die dem Rotor 6 gegenüberliegende Wand mündet in das Gehäuse 21 ein Rohr 18, das zum Abführen von zopfförmig verspinnenden
Verunreinigungen vorgesehen ist. An dieses Rohr 18 ist die Ablaufleitung 4' für die spezifisch leichten Verunreinigungen angeschlossen.
Die Ablaufleitung für diese Leichtstoffe ist mit einer Saugeinrichtung in Form einer Pumpe P versehen. Zur Bildung
einer Saugeinrichtung kann jedoch auch die Ablaufleitung seibat als sogenanntes Fallrohr ausgebildet sein.
In Fig. jj i3t eine Altpapier-Aufbereitungeanlage dargestellt,
bei der dem Leichtstofflöser 1 ein weiterer Stofflöser 21 vorgeschaltet
ist. Dieser Stofflöser 21 hat einen oben offenen Behälter 22, dem das zu Ballen gepreßte Altpapier 2J zugeführt wird.
Durch-eine Leitung 24 wird Flüssigkeit zum Auflösen des Altpapiers
in den Stofflöserbehälter eingelassen. Durch eine Seitenwand des Behälters 22 ist eine Antriebswelle 25 eines Antriebsmotors 25!
hindurchgeführt. Am ins Behälterinnere hineinragenden Ende der* Welle 25 i$t ein Rotor 26 angeordnet, der zum Zerkleinern des
Altpapiers und Durchtreiben des Gutstoffes durch das in der hinter
dem Rotor liegenden Wand eingesetztes Sieb 27 dient. An der
dem Rotor 26 gegenüberliegenden Wand führt aus dem Behälter ein Rohr 23, das zum Abführen von zopffönnlg verspinnenden Suspensions»
bestandteilen 29 dient. Am Ende des Rohres 28 ist eine aus swei
Rollen 30 bestehende Zopfwinde zum Herausziehen äee "Zopfee 29"
aus dem Stofflöser angeordnet* Der Boden des Behälters 22 ist mi%
einer Ablauf leitung % für schwere (i sioSi dort ablagern«!©
sionsbaatandteile, wie z.B· Elsenteile,
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leitung 31 ist durch einen Absperrschieber 32 verschlossen, der
die Leitung von Zeit zu Zeit zum Abführen der angesammelten schweren Teile öffnet. Hinter dem Sieb 27 liegt eine Kammer >3#
aus der eine Ablaufleitung für den Gutstoff herausführt. Diese
Ablaufleitung bildet gleichzeitig die Zulaufleitung 3 für den
nachgeschalteten Leichtstofflöser 1.
Dieser Leichtstofflöser 1 gleicht im wesentlichen dem Stofflöser aus Fig. 1. Der Behälter 2 des Leichtstofflösers 1 hat im wesentlichen
ebenfalls zylindrische Form» lediglich die stirnseitigen Endabschnitt sind kegelstumpfförmig ausgebildet. Der Behälter des
Leichtstofflösers könnte jedoch auch, wie der vorgeschaltete Stofflöser,
an seiner Oberseite offen sein. Durch den Rotor entsteht bei dessen Antrieb durch den Motor 51 die durch die Pfeile angedeutete
Wirbelströmung. Dabei wird am Sieb 7 der Gutstoff aussortiert und über die hinter dem Sieb/iiegende Kammer 8 und die Leitung 9
abgeleitet. Aus der Wirbelströmung werden an der dem Rotor gegenüberliegenden Seite die Leichtatoffe ausgeschieden, die Über die
Leitung 4 nach öffnen des Absperrschiebars 4" abgeleitet werden; zur Unterstützung der Ableitung kann wieder ein. Saugorgan vorgesehen
sein. In der ringförmigen Ausbuchtung 10 sammeln sich dagegen die noch in der Suspension enthaltenen schweren Teile, die über
die Leitung 11 und den Absperrschieber II1 abfUhrbar sind.
Das Sieb 27 im Stofflöser 21 hat eine verhältnismäßig große
Maschenweite - zwischen 14 und 25 mm gegenüber 4 bis 14 mm beim
Leichtstofflöser -, wodurch die leichten Bestandteile den ersten Stofflöser mit dem Gutstoff verlassen. Dadurch wird verhindert,
daß diese leichten Teile den Stofflöser nach verhältnismäßig kurzer Zeit blookieren. Die verspinnbaren Suspensionsbestandteile
werden dagegen nahezu vollständig im ersten Stofflöser aus der
Suspension entfernt. Im zweiten Stofflöser» dem sogenannten Leioht«
etoffloser,werden dagegen die Leiehtsfcoffe nahezu vollständig aus*
der Suspension entfernt« so daß auoh hier eine Ansammlung von nicht
abftinrbaren Bestandteilen vermieden iat. Dabei kann das Behälter-
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volumen des nachgeschalteten Leichtstofflösers bedeutend geringer sein als das des ersten Stofflösers. In der Praxis ergeben
sich Größenverhältnisse von 10 : 1, wobei Volumen von 20 - 40 nr
für den ersten Stofflöser und um 3>,5 xv? für den nachgeschalteten
Leichtstofflöser sich als zweckmäßig erwiesen haben.
Heidenheim, den 11. August 1971
HUZ/MM 309809/0031
Claims (5)
- „/_2U0372ap/A 5101 " J.M. Voith GmbHKennwort: "Leichtetoffloser" Heidenheim (Brenz)Pa tentansprücheΓΐΛ Altpapier-Aufbereitungsanlage mit einem Stofflöser zum Auflösen und Sortieren von Altpapier, einem Behälter zum Aufnehmen der Stoffsuspension, einem nahe der Behälterwand angeordneten Rotor, einer im Bereich des Rotors an den Behälter angeschlossenen Ablaufleitung für den Gutstoff sowie einem der Ablaufleitung vorgeschalteten Sieb, dadurch gekennzeichnet, daß in dem dem Rotor (6) gegenüberliegenden Wandbereieh eine Ablaufleitung (4) zum Abführen von spezifisch leichten Verunreinigungen vorgesehen ist.
- 2. Altpapier-Aufbereitungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der zum Ableiten von Leichtstoffen vorgesehenen Ablaufleitung (4) ein Saugorgan, wie z.B. eine Pumpe (P) oder ein Fallrohr, angeschlossen ist.
- 3· Altpapier-Aufbereitungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2, 2') eine ringförmige, zur Rotordrehachse koaxiale Ausbuchtung (10) mit einem Auslauf (11) zum Sammeln und Abführen von Schwerteilen aufweist.
- 4. Altpapier-Aufbereitungsanlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die koaxial zur Rotordrehachse verlaufende, vom Rotor (6) hervorgerufene Wirbelströmung einen Wirbelkern aufweist, der vom Rotor zur gegenüberliegenden Wand des Stofflösergehäuses reicht.
- 5. Altpapier-Aufbereitungsanlage nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem zum Abführen von spezifisch309809/0031-V-leichten Verunreinigungen vorgesehenen Stofflöser (1, 1!) (Leichtstofflöser) ein weiterer Stofflöser (21) vorgescnaltet ist, der gegenüber dem Leichtstofflöser ein verhältnismäßig weitmaschiges Sieb (27) aufweist und durch dessen dem Rotor (26) gegenüberliegendem Wandbereich in an sich bekannter Weise ein Ableitrohr (28) für zopfförmig verspinnende Suspensionsbestandteile (29) an den Behälter (22) angesohlossen ist. .Heidenheira, den IX. August 1971
Huz/MRÖ309809/0031
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