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DE2039329A1 - Verfahren zur Verbesserung der Transportfaehigkeit von paraffinreichen Rohoelen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Transportfaehigkeit von paraffinreichen Rohoelen

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Publication number
DE2039329A1
DE2039329A1 DE19702039329 DE2039329A DE2039329A1 DE 2039329 A1 DE2039329 A1 DE 2039329A1 DE 19702039329 DE19702039329 DE 19702039329 DE 2039329 A DE2039329 A DE 2039329A DE 2039329 A1 DE2039329 A1 DE 2039329A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crude oil
pour point
paraffin
crude
oils
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702039329
Other languages
English (en)
Inventor
Pratt Roy Earl
Castagnos Jun Leonce Francis
Youngblood Douglas James
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Texaco Development Corp
Original Assignee
Texaco Development Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Texaco Development Corp filed Critical Texaco Development Corp
Publication of DE2039329A1 publication Critical patent/DE2039329A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G31/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by methods not otherwise provided for
    • C10G31/06Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by methods not otherwise provided for by heating, cooling, or pressure treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

Patentassessor Homberg, den 30. Juli 1970
Dr. G. Schupfner T 70 022
Deutsche Erdöl A.G. (D 70,973) 4102 Homberg/Ndrh.
Baumstr. 31
TEXACO DEVELOPMENT CORPORATION
135 East 42nd Street New York, N.Y. 10017
U.S.A.
Verfahren zur Verbesserung der Transportfähigkeit von paraf-
finreichen Rohölen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Fließeigenschaften von rohen Erdölen, die hohe Stockpunkte und hohen Paraffinanteil besitzen.
Die Gewinnung paraffinreicher Rohöle wird in den nächsten Jahren vermutlich erheblich ansteigen. Viele dieser Rohöle sind wegen ihres niedrigen Schwefelgehalts vorteilhaft, weil sie zur Herstellung von Mitteldestillaten und Heizöl mit geringer Luftverschmutzungsgefahr keine oder nur wenig Hydrierbehandlung benötigen. Da die Luftverschmutzung, die durch Verbrennung von schwefelhaltigen Heizölen hervorgerufen wird, sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Westeuropa steigende Bedeutung erlangt, ist die verstärkte Gewinnung von paraffininischen Rohölen mit geringem Schwefelgehalt sehr erwünscht.
Leider kann jedoch die Handhabung und der Transport dieser paraffinreichen Rohöle wegen ihrer verhältnismäßig hohen Stockpunkte insbesondere in geographischen Gebieten mit kalter
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Witterung zu Schwierigkeiten führen. Viele dieser paraffinreichen Rohöle haben beispielsweise Pour points im Bereich von etwa -1 bis- 10,O0C oder höher. Dieser Temperaturbereich wird während kalter Witterung in großen Teilen der Vereinigten Staaten und Westeuropas häufig angetroffen. In den kalten Jahreszeiten besteht daher immer die Möglichkeit, daß der Rohölstrom in Rohrleitungen (Pipelines) und Lagereinrichtungen beeinträchtigt wird. Der Transport dieser Rohöle kann nicht nur unterbrochen werden, sondern es ist auch erheblicher Aufwand an Zeit, Arbeit und Geld notwendig, um die normalen Fließeigenschaften dieser Rohöle wieder herzustellen. Um diese kostspieligen und störungsreichen Handhabungs- und Transportprobleme zu lösen, ist es wesentlich, den Pour point dieser paraffinreichen Rohöle auf etwa -1.0C oder darunter abzusenken.
Zur Herabsetzung der Stockpunkte von paraffinreichen Rohölen sind im wesentlichen die folgenden drei Verfahren gebräuchlich:
1. Verdünnen des Rohöls mit einem geeigneten Verschnittmittel (cutter fluid) mit einem niedrigen Stockpunkt.
2. Vermischen des Rohöls mit anderen Rohölen, die einen wesentlich geringeren Stockpunkt besitzen.
J>. Destillation und Lösungsmittel-Entparaffinierung.
Es wurde jedoch gefunden, daß keines dieser bekannten Verfahren völlig befriedigend ist. Die Verdünnung von paraffinreichen Rohölen mit Verschnittmitteln erfordert z.B. den Zusatz derselben mit bis zu 50 % des Rohölvolumens. Das ist nicht nur kostspielig, sondern die große Menge Verschnittmittel setzt auch die Rohölmenge herab, die man. durch eine Rohrleitung (pipeline) pumpen kann. Ferner muß das Verschnittmittel aus wirtschaftlichen Gründen zuruckgewoimen werden. Das bedingt jedoch wiederum verhältnismäßig teure Rückgewinnungsverfahren, wie etwa Destillation, und erfordert die Verschiffung großer Volumina Verschnittmittel zur 1I^Iz zsur Rohölquelle. Auch die Vermischung der paraffinreichen Rohöle mit anderen Rohölen von geringem Stockpunkt kann Schwierigkeiten verursachen, besonders
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wenn die niedrigstockenden Rohöle in großen Raumanteilen verwendet -werden. So besitzen "beispielsweise viele der Rohöle, die für eine Vermischung genügend niedrige Stockpunkte haben, verhältnismäßig hohe Schwefelgehalte. Dadurch wird jedoch der Vorteil des schwefelarmen Rohöls mit hohem Stockpunkt zunichte, weil das Rohölgemisch einen verhältnismäßig hohen Schwefelgehalt besitzt. Da man ferner dem paraffinreichen Rohöl bis zu 70 Vol.% des tieferstockenden Rohöls zusetzen muß, wird das Volumen des paraffinreichen Rohöls, das man transportieren kann, erheblich vermindert. Schließlich ist die mit einer Lösungsmittel-Entparaffinierungsbehandlung verbundene Destillation nicht nur teuer sondern vermindert die Produktausbeute. Pur die großen Mengen gewonnenen Paraffins entsteht überdies ein erhebliches Lagerungs- und Verwertungsproblem.
Angesichts der Nachteile der bekannten Verfahren besteht eine Notwendigkeit für eine praktikable, verhältnismäßig billige Arbeitsweise zur Verminderung des Stockpunkts von paraffinreichen Rohölen, ohne daß die Ausbeute der daraus erhältlichen Produkte verringert wird.
Es wurde nun gefunden, daß man den Stockpunkt paraffinhaltiger Rohöle überraschenderweise durch eine milde Wärmebehandlung beträchtlich senken kann. Diese Wärmebehandlung läßt sich mit den gegenwärtig gebräuchlichen Verarbeitungsanlagen ohne die beschriebenen Nachteile der bekannten Verfahren durchführen und hat in vielen Fällen überdies den Vorteil, daß die Ausbeute an den stärker gefragten Mitteldestillaten ansteigt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verbesserung der Transportfähigkeit von paraffinreichen Rohölen mit einem Pour point von etwa -1 bis 30°C oder höher, dadurch gekennzeichnet, dass man das rohe Erdöl unter einem Druck, der von etwas unter atmosphärischem Druck bis zu etwa 176 atü reicht, auf eine Temperatur von etwa 300- - 650°C erhitzt, bis sein "Pour point" beträchtlich abgenommen ist. Eine erste Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung sieht vor, ein paraffinreiches Rohöl mit einem anfänglichen Pour ρ ο ir t von
etwa -1 bis 30,40G unter einem Druck, der von etwas unter atmosphärischem Druck bis zu etwa 176 atü reicht bis auf eine Temperatur von etwa 340 - 65O0C zu erhitzen, bis der Pour point beträchtlich herabgesetzt und ein leichter handhabungs- und transportfähiges Rohöl hergestellt ist.
In einer zweiten Ausführungsform der Erfindung soll ein paraffinreiches Rohöl, das einen Pour point von -1 bis 160G oder höher besitzt, 1 - 120 Minuten lang unter einem Druck von 0-53 atü auf eine Temperatur von 371 - 538°C erhitzt werden, bis der Pour point wenigstens bis unter I0C gefallen ist.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein paraffinreiches.Rohöl, das ursprünglich eine Viskosität von weniger als etwa 300 Centistokes bei 50°C und einen ursprünglichen Pour point von etwa -1,11 bis 4,440C oder höher besitzt, 1-10 Minuten lang unter einem Druck von 17,6 - 52,7 atü auf eine Temperatur von 399 - 5380C erhitzt, bis ohne wesentliche Änderungen von Viskosität oder Siedebereich des Rohöls sein Pour point unter etwa -3,89°C gefallen ist.
Zum besseren Verständnis der Erfindung sollen die folgenden Begriffe näher erläutert werden:
A) Transportfähigkeit. Die Erfindung beruht darauf, daß man den Transport, das Pumpen, Mischen und Handhaben gewisser paraffinreicher Rohöle durch eine milde Wärmebehandlung verbessern kann, welche den Stockpunkt ohne eine gleichzeitige Verminderung der Viskosität oder Änderung in der Siedepunktsverteilung herabsetzt. Diese Verbesserung der Eigenschaften wird allgemein als Transportfähigkeit bezeichnet. Um die Transportfähigkeit zu verbessern, ist es notwendig, den Stockpunkt beträchtlich herabzusetzen. Als beträchtliche Verminderung wird hier eine Herabsetzung von etwa 50 % bei den Rohölen, die einen Pour point von 4,44 - 29,40C besitzen oder eine Verminderung um wenigstens 25 % bei den Rohölen, deren anfäng-
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licher Pour point bei etwa -1,11 - 4-,44° C liegt, bezeichnet. Vorzugsweise soll der Pour point sogar auf -3»890C oder darunter herabgesetzt werden.
B) Paraffinanteil. Die Erfindung bezieht sich auf die Behandlung von Rohölen mit einem hohen anfänglichen Paraffinanteil. Veil der Paraffingehalt eines gegebenen Rohöls je nach der ■ angewandten Bestimmungsmethode erheblich schwanken kann, werden hier zur Kennzeichnung von Rohölsubstraten, die sich für die erfindungsgemäße Behandlung eignen, andere Merkmale benutzt, nämlich ihre Viskositäten und Pour points. Die nach dem Verfahren der Erfindung zu behandelnden Rohöle sollen ursprünglich Viskositäten unter etwa 300 Centistokes bei 500O und einen Pour point von etwa -1,1 - 29,4°C oder höher besitzen. Dies stellt eine indirekte, jedoch zweckmäßigere Bezeichnungsweise für die Eigenschaften der dem Verfahren der Erfindung zugänglichen Rohöle dar.
G) Typen paraffinreicher Rohöle. Die verwendbaren paraffinreichen Rohöle sollen eine Viskosität unter etwa 300 Centistokes bei 500C und einen Pour point von etwa 1,11 -
2J-0C aufweisen. Vorzugsweise sollen diese Rohöle schwefelarm sein, d.h., etwa 0,05 - 1,0 Gew.% Schwefel enthalten. Diese Rohöle werden deshalb bevorzugt, weil sie in großen Mengen zugänglich sind und sich billig zu schwefelarmen Heizölen raffinieren lassen.
D) Die Anlage. Die milde Wärmebehandlung, die gemäß der Erfindung zur Verbesserung der Transportfähigkeit paraffinreicher Rohöle erforderlich ist, bedarf keiner besonderen Anlage. Vielmehr läßt sich jede direkt beheizte Heizanlage verwenden, die aus einer Brennkammer besteht, welche von Rohren umgeben ist, durch die das öl fließt und die in der Brennkammer erzeugte Wärme sowohl durch Strahlung als auch Konvektion aufnimmt. Beispiele dafür "' sind große Heizkesselanlagen mit getrennten Teilen für die steigenden oder fallenden Konvektionsströme. Derarti-
ge Heizanlagen sind in der technischen sowie 3?at ent liberator hinreichend beschrieben, z.B. in dem "Petroleum Processing Handbook", Teil 4, herausgegeben von Bland und Davidson, McGraw-Hill Verlag, 1967. Um die Verweilzeit zu erhöhen, kann man einen direktbeheizten Kessel auch mit einem Speicherbehälter ("soaking drum") verbinden.
E) ReaktionsbejLngungen:
1. Die G-renzen der Arbeitstemperatur bewegen sich zwischen etwa 343 - 64-9, vorzugsweise 399 - 5380G.
2. Der Druck kann sich von etwas untartialb des Atmosphärendrucks bis zu 176 atü bewegen, wobei ein Bereich zwischen dem Atmosphärendruck und etwa 52,7 atü bevorzugt wird. Da sich die Heizkosten vermindern, wenn ein hoher Anteil des Rohöls im flüssigen Zustand verbleibt, wird ein Druckbereich von 17,6 - 52,7 atü besonders bevorzugt.
3. Reaktionszeit. Je nach der Eigenart des behandelten Rohöls, der Erhitzungstemperatur und dem angewandten Druck kann sich die Reaktionszeit von Bruchteilen einer Sekunde (0,1 see.) bis zu 50 Stunden bewegen. Ein vorteilhafter Bereich der Reaktionszeit beträgt etwa 1 120 Minuten, wenn ein typisches Rohöl mit einem Pour point von -1,11 - 29,40C in den bevorzugten Temperatur- und Druckgebieten erhitzt wird. Die bevorzugten Reaktionszeit bewegt sich bei etwa 1-10 Minuten.
In den folgenden Beispielen wird das Verfahren der Erfindung weiter erläutert. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich Teile und Prozentsätze auf das Gewicht.
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Beispiel 1: Milde Wärmebehandlung eines Orito-Rohöls
In diesem Beispiel werden zwei Proben eines columbianischen Orito-Rohöls , das ursprünglich, eine kinematische Viskosität von 4,77 Gentistokes bei 50°C, einen Schwefelgehalt von 0,5 Gew.% und einen Pour point von 4,440C besitzt, in einer üblichen Spiral-Versuchscrackanlage unter den in Tabelle 1 für die Versuche Nr. 9285 A und 9286 C angegebenen Bedingungen erhitzt. Die Eigenschaften der beiden erfindungsgemäß behandelten Hohöle sind mit denen des unbehandelten ursprünglichen (virgin) Hohöls verglichen. Die in Tabelle 1 wiedergegebenen Werte zeigen eine erhebliche Verminderung des Pour points der behandelten Eohöle, verglichen mit dem unbehandelten, und diese Pour point-Herabsetzung wird sogar nach drei Monaten Lagerzeit beibehalten. Außerdem sind die Ausbeuten an den stärker gefragten Mitteldestillaten bei den wärmbehandelten Rohölen höher. Eine wesentliche Änderung der Viskosität trat nicht ein.
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Tabelle 1 Orito-Rohöl
Reaktionsbedingungen
Unbehandelts Versuchslauf Versuchslauf ursprüngliches Nr. 9285 A Nr. 9286 C Rohöl
Beschickungsgeschwindigkeit , g/h
Heizkesseldruck, atü
Heizkesseltemperatur, C
Reaktionszeit, Minuten
3350 3010
24,6 24,6
480 498,5
2,0 2,2
Ausbeute, Gew.% von frischer Beschickung
Gas, gesamt 0,7 0,4 0,7
Naphtha,
Kp. 46,1-121,1°C
18,1 18,1 18,6
Leichtgasöl,
Kp. 177-343°C
35,5 55,6 55,9
Rückstand,
343OC
47,9 45,9 44,8
Vi sko sität, cSt
bei 50°C 4,77 4,55 5,58
bei 98,9°C 2,08 2,07 1,77
Pour point,0G
des gesamten JTlüssigprodukts
Nach 3 Monaten Lagerung
4,44
-28,9
-28,9
-37,2 -57,2
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Beispiel 2; Milde Wärmebehandlung eines Pennington-Rohöls
In diesem Beispiel wurde eine Probe einesnigerianischen Pennington-Rohöls, das anfangs eine Viskosität von 2,7 cSt bei 500C, einen Schwefelgehalt von 0,07 Gew.% und einen Pour point von 12,8°C besaß, in einer herkömmlichen Spiral-Crackversuchsanlage unter den in Tabelle 2 für Versuch Nr. 9289 B angegebenen Bedingungen erhitzt. Wie im Beispiel 1 wurde der Pour point des behandelten Rohöls beträchtlich gesenkt (verglichen mit dem unbehandelten Rohöl), ohne daß die Viskosität sich wesentlich geändert hätte.
Reaktionsbedingungen
Tabelle 2 Pennington-Rohöl
Uribehandeltes
ursprüngliches
Pennington-Rohöl
Versuch Nr. 9289 B
Beschickungsgeschwindigkeit, g/h
Heizkesseldruck, a tu Heizkesseltemperatur.
0C
Reaktionszeit,Min.
Ausbeute, Gew.%
der frischen Beschikkung
des gesamten Flüssigprodukts
Stabiler Pour point
12,8
12,8
3054 3,52
482,5 2,2
Siedebeginn -177°C 17,9 17,1
Leichtgasöl,
Kp. 177-343 C
55,7 54,6
Rückstand 3430C 26,4 28,3
Viskosität, cSt
bei 500C
bei 98,90C
2,7
1,35
2,54
1,28
Pour point, 0C
-9,44; -6,67 1,67; 1,67
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Beispiel 3'- Milde Wärmebehandlung eines Amna-Rohöls
In diesem Beispiel wurde eine Probe eines lybischen Amna-Rohöls (Versuch Nr.9288 G), das anfänglich eine Viskosität von 11,5 cSt bei 500O, einen Schwefelgehalt von 0,17 Gew.% und einen Pour point von 21,10G hatte, in einer üblichen Spiral-Grackversuchsanlage unter den in Tabelle 3 für Versuch Nr. 9288 G angegebenen Bedingungen erhitzt. WMerum war der Pour point des behandelten Rohöls wesentlich niedriger als der des unbehandelten Rohöls. In diesem Falle trat
__ . der Viskosität 3 __,_ _,,.._, ., . , eine Verminderung."des behandelten Rohöls (verglichen mit dem unbehandelten) ein, und eine dementsprechende Verschiebung in der Siedebereichsverteilung des behandelten Rohöls wurde beobachtet. Die Ausbeuten an höher geschätztem Mitteldestillat waren erhöht.
Reaktionsbedingungen
Beschickungsgeschwindigkeit , g/h
Heizkesseldruck, atü
Heizkesseltemperatur,
Reaktionszeit, Min. -
Ausbeute, Gew.%
der frischen Beschik-
kunp;
Siedebeginn -177°C 16,3
Leichtgasöl,
Kp. 177-3430C
26,6
Rückstand 34-3°C 57,1
Viskosität, cSt
bei 50°C
bei 98,9°C
11,5
2,8
Pour point,0C
des gesamten j?1üs-
sigprodukts
21,1
Stabiler Pour point 21,1
Tabelle 3 Versuch Nr
9288 G
Amna - Rohöl 6181
Unbehandeltes
ursprüngliches
Amna-Rohöl
3,52
- 4-70,5
7,3
-
-
15,6
33,5 50,9
,7 2,1
-6,67 -6,67
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Beispiel 4;
In diesem Beispiel wurde eine Probe eines Amna-Rohöls, mit Versuch 9403 "bezeichnet, die einen Sehwefelgehalt von 0,17 Gew.% und einen Pour point von 21,'10C hatte, unter den in Tabelle 4 angegebenen Arbeitsbedingungen in einer Eesselanlage mit Speichergefäß (soaking drum) erhitzt. Me Eigenschaften des erhitzten Rohöls wurden mit unbehandeltem ^ursprünglichen (virgin) Rohöl verglichen. Die Werte von Tabelle bestätigen nicht nur, daß die erwünschte wesentliche Herabsetzung des Pour points eingetreten ist, sondern auch während drei Monaten Lagerzeit erhalten bleibt und daß die Ausbeuten der stärker gefragten Mitteldestillate durch das Yerfahren der Erfindung erhöht sind.·
Tabelle 4 Versuch Nr.9403
Amna-Sohöl
Amna - Rohöl
Eeaktionsbedingungen Unbehandeltes
Amna-Hohöl
Atmo sphär.Druck
Be schickungsge schwin-
digkeit, g/h
385
Druck, atü 6 Std.
Temperatur, 0C -
Reaktionszeit 36,9
Physikal.Konstanten -12,2
Dichte, 0API 35,2 - 9,44
Pour point, C 21,1
Stabiler Pour point, 0C 21,1 17,2
Ausbeute, Gew.% der
frischen Beschickung
33,9
Siedebeginn -177°C 16,3 48,9
177 - 343°C 26,6
343°C + 57,1
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Beispiel 5:
Vergleichs-In diesem<Beispiel wird der Pour point des Amna-Rohöls von Beispiel 3 durch Vermischen mit schwefelreichem Rohöl von niedrigem Pour point herabgesetzt.
In diesem Beispiel wird das unbehandelte Amna-Rohöl von Beispiel 3» das einen Pour point von 21,10C besitzt, mit einem arabischen Rohöl vermischt, das einen Pour point von -28,9°C sowie einen Schwefelgehalt von 1,6 Gew.% besitzt, um den Einfluß des bereits erwähnten Mischverfahrens auf die Herabsetzung des Pour points auf ein annehmbares Maß zu untersuchen. Die in Tabelle 5 wiedergebenen Werte zeigen, daß dieses Mischverfahren verhältnismäßig unwirksam ist. Wie daraus beispielsweise hervorgeht, muß man 70 Vol.% des arabischen Rohöls mit 30 Vol.% des unbehandelten Amna-Rohöls vermischen, um einen auch nur halbwegs annehmbaren Pour point zu erreichen. Dadurch wird die transportierbare Menge des paraffinreichen Amna-Rohöls stark herabgesetzt,und der Schwefelgehalt des Gemische ist beträchtlich größer als der anfängliche Schwefelgehalt des Amna-Rohöls. Diese? erhebliche Anstieg im Schwefelgehalt ist besonders unerwünscht, da er zur Herstellung von Mitteldestillat-Heizölen und Rückstandsölen führt, die zur Luftverschmutzung beitragen.
- 13 109819/1692
- 13 Tabelle 5
Zusammensetzung des Rohöl-Gemischs Vol.%
Pour point Gew.% S
Unbehandeltes Ainna-Eohöl
100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0
Arabisches
Rohöl
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
21,1 0,17
17,8 0,33
12,8 0,46
10,0 0,60
10,0 0,74
4,44 0,89
1,67 1,03
-1,11 1,17
-3,89 1,31
13,3 1,46
28,9 1,60
Beispiel 6;
Vergleichs-In diesem«Beispiel wird der Pour point des Amna-Rohöls von Beispiel 3 mit Hilfe Verschnittmitteln herabgesetzt.
Es sollte versucht werden, den Pour point des Amna-Rohöls von Beispiel 3 mit verschiedenen Verschnittmitteln unter -1,1°C zu senken. Die nachfolgende Tabelle 5a zeigt, daß man bis zu 45 Vol.% verschiedener Verschnittmittel zusetzen kann, ohne die gewünschte Herabsetzung des Pour points zu erreichen, selbst wenn die Verschnittmittel Pour points von -1600C besitzen.
- 14 -
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- 14 Tabelle 5a
Verschnittmittel Leichtes "FC"- Leichtes Iso- n-Butan
Kreislauf- "straight pentan Gasöl run"
naphtha
Pour point, C
Vol.-% Verschnittmittel
10 14 15 20 25 29 35 40 4-5
-26,1
-98,84 ' -160 -138,2
Pour points der Mischung, C
21,1
12,8 7,22
21,1 21,1
- 23,9
23,9 21,1
18,3 18,3
18,3 18,3
18,3 18,3
12,8 1218
4,44 4,44
21,1
21,1
Wie die vorstehende Beschreibung und Beispiele erkennen lassen, ist das erfindungsgemäße Verfahren in verschiedener Hinsicht vorteilhaft. Das Verfahren bietet beispielsweise eine preiswerte Methode zur Verbesserung der Transportfähigkeit von Rohölen, die sowohl einen hohen Paraffingehalt wie hohe Pour points haben, ohne daß die bisher bekannten, verhältnismäßig kostspieligen Misch-, Destillations- und Verdünnungsverfahren angewandt werden müssen. Das Verfahren der Erfindung läßt sich ferner unter Verwendung der in der Erdölverarbeitung vorhandenen und gebräuchlichen Ausrüstung durchführen. Bei dem Verfahren der Erfindung braucht man weiterhin keine Lösungsmittel zurückgewinnen und für das Paraffin weder Lagerungs- noch Vertriebsprobleme in Kauf zu nehmen. Schließlich kann man nach dem neuen Verfahren paraffinreiche Rohöle, die hohen Pour point und niedrigen Schwefelgehalt besitzen, zur Herstellung
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von Mitteldestillat-Heizölen verwenden, die bei ihrer brennung nur ganz unwesentlich zur luftverschmutzung beitragen. Hingegen erhöht das bekannte Vermischungsverfahren, obwohl es den Pour point verbessert, die Luftverschmutzungsgefahr der paraffinreichen Rohöle, weil die zum Vermischen benutzten Rohöle wesentlich höheren Schwefelgehalt haben.
Das Verfahren der Erfindung führt weiterhin ein wichtiges und unerwartetes Ergebnis herbei, verglichen mit den schon bekannten milden Wärmebehandlungen von Rückstandsölen. Insofern nämlich, als nach dem Verfahren der Erfindung eine wesentliche Herabsetzung des Pour points des gesamten Rohöls erhalten werden kann, ohne gleichzeitig die Viskosität des behandelten Rohöls wesentlich zu beeinträchtigen. Im Gegensatz dazu bewirkt die bereits bekannte milde Wärmebehandlung von Rückstandsölen eine wesentliche Herabsetzung sowohl des Pour points wie auch der Viskosität. Wie "bereits erwähnt wurde, ist jedoch für manche Verwendungszwecke, wie die Herstellung von Schmierölen, die Beibehaltung der ursprünglichen Vikosität des behandelten Rohöl sehr erwünscht.
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Claims (4)

- 16 - T 70 Patentansprüche
1. Verfahren zur Verbesserung der Transportfähigkeit von paraffinreichen Rohölen mit einem Pour point von etwa -1 bis 300C oder höher, dadurch gekennzeichnet, dass man das rohe Erdöl unter einem Druck, der von etwas unter atmosphärischem Druck bis zu etwa 176 atü reicht, auf eine Temperatur von etwa 340 - 6500C erhitzt, bis sein "Pour point" beträchtlich abgenommen hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohöl auf etwa 370 - 5400C erhitzt wird.
3· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Wärmebehandlung der Pour point des Rohöls unter etwa -I0C gesenkt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1-3» dadurch gekennzeichnet, daß man ein Rohöl, das hohen Paraffingehalt, einen Schwefelgehalt von etwa 0,05 - 1,0 Gew.%, eine Viskosität von unter 3OO Centistokes bei 500C sowie einen Pour point von etwa -1 bis 100C besitzt,- unter einem Druck von etwa 17 - 53 atü auf eine Temperatur von etwa 400 - 54O0C erhitzt, wobei Siedepunkt und Viskosität des Rohöls im wesentlichen unverändert "äeiben.
5· Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Amna-, Orito- oder Pennington-Rohöl mit einem anfänglichen Pour point von etwa -I0C bis 15,6; -1 bis 100C oder -1 bis 4,440C, ausgegangen wird.
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COPY
DE19702039329 1969-10-28 1970-08-07 Verfahren zur Verbesserung der Transportfaehigkeit von paraffinreichen Rohoelen Pending DE2039329A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US87195769A 1969-10-28 1969-10-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2039329A1 true DE2039329A1 (de) 1971-05-06

Family

ID=25358541

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
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Country Status (6)

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CA (1) CA956255A (de)
DE (1) DE2039329A1 (de)
ES (1) ES384047A1 (de)
FR (1) FR2065553B1 (de)
GB (1) GB1315696A (de)
NO (1) NO127197B (de)

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