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DE2039130C - Verfahren zum Beseitigen von zer kleinerten, festen, radioaktiven Abfall stoffen - Google Patents

Verfahren zum Beseitigen von zer kleinerten, festen, radioaktiven Abfall stoffen

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Publication number
DE2039130C
DE2039130C DE19702039130 DE2039130A DE2039130C DE 2039130 C DE2039130 C DE 2039130C DE 19702039130 DE19702039130 DE 19702039130 DE 2039130 A DE2039130 A DE 2039130A DE 2039130 C DE2039130 C DE 2039130C
Authority
DE
Germany
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radioactive
waste
cement
liquid
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702039130
Other languages
English (en)
Other versions
DE2039130A1 (de
DE2039130B2 (de
Inventor
Joel M Duncan OkIa Stogner (V St A )
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Halliburton Co
Original Assignee
Halliburton Co
Filing date
Publication date
Application filed by Halliburton Co filed Critical Halliburton Co
Priority to DE19702039130 priority Critical patent/DE2039130C/de
Publication of DE2039130A1 publication Critical patent/DE2039130A1/de
Publication of DE2039130B2 publication Critical patent/DE2039130B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2039130C publication Critical patent/DE2039130C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

3 ' 4
Gefahr des Auslösens durch unterirdisches Wasser mischt und der stark aktive, zerkleinerte, feste Abfall
sorgfältig gegen die umgebende Formation abgcdich- in die Mischung eingeführt, wobei seine Menge zur
let werden. Begrenzung der radioaktiven Bestandteile der Mi-
Hs ist bekannt, schwach- und mittelaktive Abfall- schung gemessen wird. Dieser Mischung werden Mitstollc in unterirdische Kammern oder Kavernen ein- 5 tel zugemisclu, die das Abbinden der Zementkompo-/ulühren, die mit Zement oder anderen Mitteln ab- nente der Mischung beim Einführen in das Bohrloch gedichtet sind. Schwachaktive Abfallstofle bestehen und in die Formalionsaufbrüche verzögern und eine im allgemeinen aus flüssigen Lösungen, in denen ver- Wasserphase in der Mischung aufrechte!halten. Nach haltnismäßig geringe Mengen radioaktiver Stoffe ge- dem Einbringen der radioaktiven Zementmischung löst sind. Diese Lösungen erfordern große Speicher- io in die Formationsaufbrüche wird ein keine radiovoluincn im Verhältnis zu dem Gewicht der in der aktiven Bestandteile enthaltender Zementschlamm in Lösung enthaltenen radioaktiven Stolle. Da die Er- das Bohrloch gepumpt und härtet hierin zur Bildung xeugung radioaktiver Stoffe stark zunimmt, ist eine eines Abschlusses. Vorzugsweise wird der keine radioderartige Beseitigung der schwachaktiven Abfallstoffe aktiven Bestandteile enthaltende Zementschlamm in unbefriedigend, weil die verfügbaren unterirdischen 15 die Formationsaufbrüche in radialer Richtung zwi-Forma'.ionen eine beschränkte Aufnahmefähigkeit sehen dem Bohrloch und der radioaktiven Zementhaben, mischung eingebracht, und es wird durch das Bohr-
Starkaktive Abfallstoff enthalten feste, unlösliche loüi über den Formationsbrüchen Wasser geleitet, Partikeln, die in hohem Maße Strahlungsenergie er- um aus dem Bohrloch Ze me-* zu entfernen und einen zeugen. Man hat sie bisher durch Gieren von diese 20 Abschlußring aus Zement zu bilden, der keine radio-Partikeln enthaltenden Betonblöcken beseitigt, die aktiven Stoffe enthält und radial zwischen dem Bohrdann in tiefes Wasser des Ozeans versenkt werden. loch und dem radioaktiven Material liegt. Hierbei Die von diesen festen hochaktiven Abfallstoffen aus- wird in der Weise vorgegangen, daß In einen entgehende starke Strahlung erfordert eine entspre- stehenden ersten Formationsaufbruch eine erste Michende Abschirmung dieser Abfallstoffe. Solche Ab- 15 schung von flüssigem Zement und radioaktivem Maschirmungen sind kostspielig. Außerdem besteht terial eingeführt und hierin zum Härten gebracht immer die Gefahr eines Brechens der Schirme und wird, daß anschließend eine zweite Mischung von des Mitreißens freigewordener radioaktiver Abfall- flüssigem Zement und radioaktivem Material in einen stoffe durch die Meeresströmungen. entstehenden zweiten Formationsaufbruch eingeführt
Aus der USA.-Patentschrift 3 262 274 ist ein Ver- 30 wird, der vertikal über dem ersten Aufbruch liegt und
fahren zum Beseitigen von festen radioaktiven Ab- an diesen angrenzt und dort abbindet, und daß
fallstoffen bekannt, bei dem trockener Zement mit schließlich zur Bildung des Abschlußringes der keine
wäßriger Flüssigkeit gemischt und anschließend eine radioaktiven Bestandteile enthaltende Zement-
den festen Abfall und Zement enthaltende Mischung schlan; η in den Formationsaufbruch radial zwischen
unter Aufrechterhaltung einer fortlaufenden Flüssig- 35 dem Bohrloch und jedem der vertikal übereinander-
keitsphase in ein Bohrloch gepumpt wird. Diese Mi- liegenden und unabhängig vor.cinarder gehärteten
schung \.ird in der Nähe einer Formation unter Druck Mischungen von Zement und radioaktivem Material
gesetzt, um diese aufzubrechen, worauf die Mischung geführt wird.
in diese Formationsaufbrüche gedrückt wird und die Die Erfindung soll im einzelnen an Hand der
Mischung innerhalb der Aufbrüche abbindet. 40 Zeichnung erläutert werden, in der schematisch eine
Aus der britischen Patentschrift 1 054 740 ist es Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsge-
ferner bekannt, einer flüssigen radioaktiven Zement- mäßen Verfahrens beispielsweise veranschaulicht ist.
mischung Mittel beizumischen, die das Abbinden der Es zeigt
Zementkomponente der Mischung beim Einführen in F i g. 1 ein Bohrloch und eine Mischvorrichtung
das Bohrloch und in die Formationsautbrüche ver- 45 zum schnellen Mischen von trockenem Zement, Flüs-
zögern und eine rlüssigkeitsphase in der Mischung sigkeit und festen radioaktiven Stoffen zur Einfüh-
aufrechterhalten, sowie nach dem Einbringen der rung in eine Erdformation durch das Bohrloch; radioaktiven Zementmischung in die Formaiionsauf- F i g. 2 zeigt ein wirksames Verfahren zum Einfüh-
brüche einen keine radioaktiven Bestandteile enthal- ren von radioaktiven Abfallstoffen in eine ringförtenden Zementschlamm in das Bohrloch zu pumpen oo mige unterirdische Zone und den Abschluß der
und hierin zur Bildung eines Abschlusses zu härten. radioaktiven Stoffe durch einen ringförmigen, nicht
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein radioaktiven zementhaltigen Veifchluß, der das Bohr-
Verfahren zum Beseitigen von festen radioaktiven loch umgibt, und
Abfallstoffen zu enwickeln, bei dem die in Forma- Fig. 3 eine Modifikation der Fig. 2, worin ein
tionsbrijche gepumpten festen Abfallstoffe dazu ver- 55 einziger, nicht radioaktiver Zementring zum Isolieren
wendet werden, diese Brüche offen zu halten, und mehrerer übereinanderliegender radioaktiver Schichbei dem die festen Abfallstoffe fortlaufend in einer ten gegen ein Bohrloch verwendet wird, wasserhaltigen Zementmischung suspendiert und In F i g. 1 ist ein durch eine Formation 2 niederge-
hierin gleichmäßig verteilt werden. brachtes Bohrloch mit einem einzementierten Futter-
Gemäß der Erfindung wird in der Weise verfahren, 60 rohr 4 dargestellt. In dem Futterrohr 4 verläuft in daß trockener Zement mit einer mindestens üblicher Weise ein Zementierungsrohrstrang 6 mit 95 Volumprozer.i. Wasser enthaltenden Flüssigkeit einem Packer 8, der schematisch auf dem unteren gemischt, dieses Gemisch gerührt und in die flüssige Ende des Rohrstranges 6 angedeutet ist. In geeigne-Zementmischung der zerkleinerte, feste, radioaktive ter Tiefe wird der Packer 8 expandiert, um eine For-Abfall unter gleicnzeiligem Rühren eingegeben wird. 65 mationszone 10 zu isolieren, die nach dem erfin-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird dungsgemäßen Verfahren aufgebrochen werden soll, zur Herstellung der Mischung der trockene Zement Das Futterrohr 4 ist in konventioneller Weise in der mit wasserhaltigem, flüssigem, radioaktivem Abfall ge- Zone 10 perforiert, um zwischen ihr und dem Inneren
des Futterrohres 4 cine Verbindung herzustellen. Das sich unter die Zone 1(1 erstreckende Futterrohr 4 kann auch in Forlfall kommen, oder sein unteres Hilde kann über der Zone 10 liegen, in welchem Falle es vor dem Aufbrechen der Formation nicht perforiert /u werden braucht.
Zum Mischen von trockenem pniverförmigem Zement mit trockenem, körnigem, wasserunlöslichem, starkaktivem, radioaktivem Abfall dient eine in F i g. 1 gezeichnete Mischvorrichtung. Der Zement wird in einem Behälter 12 gespeichert und zur Bildung eines Schlamms mit Flüssigkeit gemischt, die aus mittel-oder starkaktivem radioaktivem Abfall und Wasser besteht und aus einem Speicherbehälter 14 zugeführt ist. Eine derartige Vorrichtung zum Mischen von trockenem Zement und Flüssigkeit zur Bildung eines Zementschlamms ist z. B. beschrieben in Kapitel 14 des Buches »Petroleum-Engineering« von Gatlen (Prentiss Hall Inc. I960). Der wäßrige Zementschlamm wird in einen Mischbehälter 16 gefördert, in dem ein kraftangetriebener Rührer 18 zur fortlaufenden Bewegung der Flüssigkeit angeordnet ist. Aus einem Behälter 20 wird trockener, körniger, starkaktiver, fester radioaktiver Abfall in den Mischbehälter 16 in einem bestimmten Verhältnis zur Menge des dem Behälter 12 r ugeführten Zements gefördert, was laufend überwacht und gemessen wird, wie z. B. in den USA.-Patentschriftcn Hathorn et al 3 161 203 oder Copland et al 3IWO4.« beschrieben ist. Durch solche Messung kann das Verhältnis der radioaktiven festen Stoffe zu der gesamten Menge der Mischung geregelt werden. Dadurch kann eine Betriebsperson mit Sicherheit erreichen, daß genügend feste Stoffe zum Abstützen der Formation verwendet werden und ein zu hoher Gehalt an festen Stoffen vermieden wird, der die Mischlings- und Aufbrechungsvorgänge hindern würde.
In dem Behälter 16 werden mit dem Zementschlamm Mittel zur Verringerung der Reibung und zur Verzögerung des Abbindens des Zements gemischt. Solche Mittel zum Verzögern des Abbindens von Zement in einem Bohrloch sind z. B. in dem angezogenen Buch von Gatlen auf Seite 273 beschrieben.
Wenn der Schlamm vollständig durchgemischt und der feste radioaktive Abfall gleichmäßig in ihm verteilt ist, wird er unter Druck mittels einer Pumpe 22 in das Zementierungsrohr 6 eingeführt. Der Druck der Zementierungsflüssigkeit muß genügend groß sein, um in der Zone 10 seitliche Aufbrüche 24 hervorzurufen, in welche der Zemcntschlamm fließt. Da in dem Schlamm festes radioaktives Abfallgranulat enthalten ist, werden die Abfallstoffe in den Aufbrüchen 24 eingebettet. Das Pumpen wird fortgesetzt, bis im wesentlichen alle starkaktiven Abfallstoffe in den Aufbrüchen abgelagert worden sind.
In dem Aufbruch 24 wirkt das feste radioaktive Abfallgranulat G als Abstützmittel, das den Aufbruch offenhält. Dies wird durch die Wände 24a und IAb des Aufbruches im Zusammenwirken mit dem festen Abfallstoff sichergestellt, wodurch gleichzeitig verhindert wird, daß dieser während des Abbindens des Schlamms aus dem Bohrloch austritt.
In das Zemcnticrungsrohr 6 wird nach dem radioaktiven Schlamm zusätzlicher Zemcntschlamm eingeführt, der keine radioaktiven Stoffe enthält und in dem Behälter !6 gemischt worden ist, wodurch das Futterrohr 4 oberhalb des Packers 8 abgedichtet wird.
Hs empfiehlt sich, den Schlamm mit Mitteln zur Verzögerung des Abbindens zu mischen, damit genügend Zeit zum Pumpen des Schlamms in die Aufbrüche verbleibt, bevor der Schlamm umpumpbar wird.
Der feste, slarkaktivc Abfall hat gewöhnlich die Form von Sand oder Kies. Die gewöhnlich scharfwinklige Gestalt dieser Stoffe ist bei Durchführung des Aufbrechvorganges entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren besonders vorteilhaft. Die scharfen Ecken der Partikeln widerstehen ihrer Verschiebung gegeneinander und gegen die Wände des Aufbruches, und die Partikeln wirken dadurch als eingeschlossene Abstützmitlel zum Offenhalten der Aufbriiehe, wenn der Zement in die Formation gepumpt wird und während der Zement härtet.
Um die Beseitigung von radioaktiven Abfallstoffen zu unterstützen, ist es zweckmäßig, den flüssigen radioaktiven Abfall mit Wasser zu mischen, bevor die
so sich ergebende Flüssigkeit mit Zement gemischt wird.
Der gesamte radioaktive Gehalt des Schlamms sollte jedoch geniigem) niedrig gehalten werden, um die Gesundheit des Arbeitspersonals nicht zu gefährden.
Es <st besonders wichtig, daß das entstehende
as Betongcbilde für Flüssigkeiten undurchlässig ist. Da Wasser durch oder um die Formation fließen kann, in welche der radioaktive Abfall abgelagert worden ist, besteht die Gefahr, daß radioaktive Stoffe aus dem Beton ausgewaschen werden, wenn er genügend porös ist, um dem Wasser den Durchfluß durch das Innere des Betons zu ermöglichen. Es hat sich gezeigt, daß der erfindungsgemäße Schlamm ein unporöses Betongebilde ergibt, da er keine Emulsionsbildner oder nennenswerte Mengen von öl oder anderen Zusätzen enthält, die eine Porosität des Betons hervorrufen könnten. Insbesondere muß der Zcmcnlschlamm weniger als 5°/o öl oder andere Flüssigkeiten enthalten, die mit dem hydraulischen Zement keine Reaktion ergeben. Wenn größere Mengen von Öl oder anderen Flüssigkeiten in dem Schlamm enthalten sind, können sie Gas erzeugen oder die Bildung von Taschen hervorrufen oder allgemein zu einer durchlässigen Betonbildung beitragen, was unerwünscht ist.
In F i g. 2 ist ein Verfahren veranschaulicht, um eine in Zement verteilte radioaktive Ma.se gegen ein Bohrloch zu isolieren.
Wie dargestellt, ist eine linsenförmige Zementschicht 25, die festes radioaktives Material 26 enthält, in der oben beschriebenen Weise in einen Formationsbruch 27 eingeführt worden. Nach dem das radioaktive Material enthaltenden Zementschlamm wird ein nicht mit radioaktiven Stoffen versetzter Zementschlamm, z. B. ein ven radioaktivem Material freier wasserhaltiger Zement, in das Bohrloch eingeführt und in die Formation zuruckgepumpt.
Auf diese Masse oder diesen Pfropfen aus radioaktivfreiem Zement wird Wasser so weit in das Bohrloch 29 eingefüllt, daß innerhalb des Aufbruches 27 ein ringförmiger Abschluß 28 gebildet wird. Dieser Abschlußring 28 kann härten, während das Wasser in dem Bohrloch 29 unter Druck gehalten wird. Der gehärtete Zementabschlußring 28 bildet einen wirksamen Stopfen und isoliert das Bohrloch 29 gegen die radioaktiven Schichten 25, wodurch die Gefahr eines Austritts oder Auswaschens von radioaktivem Material aus den linsenförmigen Ablagerungen 26 in das Bohrloch verringert Aird.
7 8
Γ i g. 3 zeipt eine weitere Ausgestaltung der F i g. 2. Durch Messen der festen radioaktiven AbfallstorTe
Nach Bildung der linsenförmigen radioaktiven Ab- während des Mischvorganges wird eine wirksame lagerungcn 25 wird der nicht radioaktive Abschluß- Kontrolle erhalten. Die in der Mischung enthaltenen ring 28 gehärtet und eine nachfolgende linsenförmige Feststoffe können genau reguliert werden, so daß Ablagerung 30 aus radioaktivem Material gebildet, 5 eine Mischung erhalten wird, die durch ein Bohrloch wu dies im wesentlichen an Hand der Fig. 1 be- gepumpt werden kann. Zum Regulieren der in der schrieben worden ist. Dieser Vorgang zur Bildung Mischung enthaltenen Feststoffe wird der gesamte übereinandergelagerter benachbarter Schichten aus Gehalt der Mischung an radioaktivem Material beradioaktivem zementhaltigem Material kann fortge- einflußt. Durch Dispersion der Feststoffe in dem setzt werden, bis eine Reihe mehrerer aufeinander- io Schlamm sowie ihren Einschluß in den von ihnen abgestapelter linsenförmiger Schichten gebildet worden gestützten Aufbrüchen oder Formationsspalten wird ist. das radioaktive Material wirksam in der Formation
Die aufbrechende Wirkung jeder linsenförmigen verteilt, dies verringert die schädlichen Wirkungen
Schicht wird nach Bildung einer vorherigen Schicht der durch das radioaktive Material erzeugten Hitze,
erleichtert durch die Unebenheit der vorher gebilde- 15 Die Verwendung der festen radioaktiven Stoffe als
ten Schichten und der benachbarten Formationen. Mittel zum Abstützen der Aufbrüche hat zwei Wir-
Infolge dieser Unebenheit kann die Zone leicht auf- kungen. Das Material hält durch eine »boot-strab«-
brechen. Technik die Formationsaufbrüche offen, so daß diese
Nachdem die gewünschte Anzahl von überein- größere Mengen des radioaktiven Abfalls aufnehmen anderliegenden Schichten gebildet worden ist, kann ao können. Die als Abstützmittel dienenden festen radioeine Abschlußschicht 31 aus radioaktivem freiem aktiven Stoffe werden wirksam in den Aufbrüchen Zement eingebracht werden, wie dies bei dem Ab- durch die Formation selbst eingeschlossen. Infolgeschlußring 28 der F i g. 2 beschrieben worden ist. dessen wird die Gefahr, daß feste hochaktive Abfall-
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die stoffe in das Bohrloch zurückwandern, bevor der
Beseitigung von starkaktivem festem Abfall in ein- »5 Zement abgebunden hat, wesentlich verringert oder
fächer und sicherer Weise ohne die Gefahr einer sogar vollständig vermieden.
Schädigung des Personals. Da der feste Abfall in Der ringförmige radioaktive freie Abschluß, der
fester Form abgelagert wird, ist das zur Ablagerung radial zwischen dem Bohrloch und einem durch
erforderliche Volumen bedeutend kleiner als bei radioaktives Material gebildeten Aufbruch angebracht
anderen Verfahren, bei denen die Feststoffe gelöst 30 ist, verhindert in überaus einfacher, aber besonders
oder sonstwie in Flüssigkeiten umgewandelt werden, wirksamer Weise eine radioaktive Verseuchung des
die dann beseitigt werden. Außerdem können zur Bohrlochs. Mit diesem Abschluß kann das Bohrloch
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens immer wieder ohne Gefahr, die von der Anwesenheit
vorhandene Zementierungsvorrichtungen verwendet radioaktiver Stoffe in dem Bohrloch hervorgerufen
werden, so daß keine zusätzlichen oder neuen Vor- 35 wird, zum Einführen radioaktiver Stoffe verwendet
richtungen beschafft zu werden brauchen. werden. Dieser Vorteil hinsichtlich der Sicherheit
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht wird erreicht, ohne daß das Bohrloch selbst blokdarin, daß zum Mischen des zementhaltigen Materials kiert oder verstopft werden muß.
und der festen radioaktiven Abfalls nur eine geringe Der ringförmige Abschluß wird vorzugsweise verZeit benötigt wird. Infolge dieser Zeitersparnis wird 40 wendet, um mehrere übereinandergelagerte linsenauch die Gefahr von Strahlungsschäden beim Mi- förmige Schichten von eingeführtem radioaktivem sehen von trockenem Zement mit flüssigem radio- Material zu isolieren. Diese Ausnutzung des ringaktivem Abfall und dem anschließenden unmittel- förmigen Abschlusses erspart Zeit für die Durchfühbaren Zusetzen zu dem festen radioaktiven Abfall rung des Abschlußvorganges sowie die hierfür erfor wesentlich verringert. 45 derlichen Materialien und Vorrichtungen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

1 2 der vertikal übereinanderliegenden und unabhän- Patentansprüche: gig voneinander gehärteten Mischungen von Zement und radioaktivem Material geführt wird.
1. Verfahren zum Beseitigen von zerkleinerten,
festen, radioaktiven Abfallstoffen, bei dem eine 5
die zerkleinerten Abfallstoffe und Wasser enthal-
tende flüssige Zementmischung unter Aufrechterhaltung einer kontinuierlich verteilten Flüssigkeitsphase in ein Bohrloch gepumpt und diese Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Mischung in der Nähe einer Formation unter io Beseitigen von zerkleinerten, festen, radioaktiven Ab-Druck gesetzt wird, um diese aufzubrechen, wor- faüstoffen, bei dem eine die zerkleinerten Abfallstoffe auf die Mischung in die entstehenden Forma- und Wasser enthaltende flüssige Zementmischung tionsaufbrüche gedrückt wird und innerhalb der unter Aufrechterhaltung einer kontinuierlich verteil-Aufbrüche abbindet, dadurch gekenn- ten Flüssigkeitsphase in ein Bohrloch gepumpt und zeichnet, daß die Mischung vor ihrem Pum- 15 diese Mischung in der Nähe einer Formation unter pen in das Bohrloch dadurch hergestellt wird, daß Druck gesetzt wird, um diese aufzubrechen, worauf trockener Zement mit einer mindestens 95 Volum- die Mischung in die entstehenden Formationsaufprozent Wu:.ser enthaltenden Flüssigkeit ge- brüche gedrückt wird und innerhalb der Aufbrüche mischt, dieses Gemisch gerührt und in die flüssige abbindet.
Zementmischung der zerkleinerte, feste, radio- 20 Die Verwendung der Atomenergie zur Kxafterzeu-
aktive Abfall unter gleichzeitigem Rühren einge- gung oder für andere Zwecke hat eine Anhäufung
geben wird. von radioaktiven Abfallstoffen zur Folge, die so be-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- seitigt werden müssen, daß sie die öffentliche Sicherkennzeichnet, daß zur Herstellung der Mischung heit nicht gefährden. Die Radioaktivität dieser Stoffe der trockene Zement mit wasserhaltigem, fiüssi- 35 zerfällt so langsam, daß viel Zeit vergeht, bevor die gern, radioaktivem Abfall gemischt wird, daß der Abfallstoffe genügend harmlos sind, damit sie durch stark aktive, zerkleinerte, feste Abfall in die Mi- Auflösung oder andere konventionelle Verfahren beschung einge: inrt, wobei seine Menge zur Be- seitigt werden können. Die radioaktiven Abfallstoffe grenzung der radioaktiven Pestandteile der Mi- müssen während ihres Zerfalls abgeschirmt werden, schung gemessen wird, und daß dieser Mischung 30 wobei die Abschirmung genügend undurchlässig sein Mittel zugemischt werden, die Jas Abbinden der muß, damit die radioaktiven Stoffe nicht durch oder Zementkomponente der Mischung beim Einfüh- um die Abschirmung herum austreten können.
ren in das Bohrloch und in die Formationsauf- Flüssiger radioaktiver Abfall wird im allgemeinen
brüche verzögern und eine Wasserphase in der in die drei Gruppen schwachaktiv, mittelaktiv und
Mischung aufrechterhalten. 35 starkaktiv eingeteilt. Schwachaktiver Abfall hat im
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch allgemeinen flüssige Form mit Lösung der radioaktigekennzeichnet. daß nach dem Einbringen der ven Bestandteile in einer Flüssigkeit, die Wasser oder radioaktiven Zementmischung in die Formations- eine andere Flüssigkeit sein kann. Zum Beispiel kann aufbrüche ein keine radioaktiven Bestandteile der schwachaktive Abfall eine Lösung sein, die radioenthaltender Zementschlamm in das Bohrloch ge- 40 aktive Isotopen, wie Strontium 90 und Cäsium 137, pumpt wird und hierin zur Bildung eines Ab- enthält. Das spezifische Gewicht der schwachaktiven Schlusses härtet. Abfallösung kann größer als 1 sein, und die Radio-
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch ge- aktivität des Abfalls ist kleiner als 10 B Curie je kennzeichnet, daß der keine radioaktiven Be- Gallone.
standteile enthaltende Zementschlamm in die 45 Mittelaktiver flüssiger Abfall hat einen Radio-Formationsaufbrüche in radialer Richtung zwi- aktivitätsspiegel in der Größenordnung von 0.01 bis sehen dem Bohrloch und der radioaktiven 1,0 Curie je Gallone. Dieser Abfall entsteht haupi-Zementmischung eingebracht wird und daß sächlich in der chemischen Aufarbeitung von bedurch das Bohrloch über den Formationsbrüchen strahlten Brennelementen, die spiltbares Material Wasser geleitet wird, um aus dem Bohrloch 50 enthalten.
Zement zu entfernen und einen Abschlußring aus Hochaktiver flüssiger Abfall hat eine Radioaktivi-
Zement zu bilden, der keine radioaktiven Stoffe tat größer als 100 Curie je Gallone. Dieser hochenthält und radial zwischen dem Bohrloch und aktive flüssige Abfall entsteht beim Aufarbeiten von dem radioaktiven Material liegt. Brennelementen. Hochaktive Flüssigkeiten und
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch ge- 55 Schlämme sind gewöhnlich wäßrige Lösungen oder kennzeichnet, daß in einen entstehenden ersten dünnflüssige Suspensionen von Zerfallprodukten. Im Formationsaufbruch eine erste Mischung von allgemeinen haben diese flüssigen Abfälle eine Radioflüssigem Zement und radioaktivem Material ein- aktivität zwischen 500 und 10 000 Curie je Gallone, geführt und hierin zum Härten gebracht wird, Außer diesen verschiedenen flüssigen Abfällen daß anschließend eine zweite Mischung von flüs- 60 müssen auch feste Abfallstoffe beseitigt werden, die sigem Zement und radioaktivem Material in einen stark radioaktiv sind. Hochaktiver fester Abfall hat entstehenden zweiten Formationsaufbruch einge- eine Radioaktivität zwischen 500 und 100 000 Curie führt wird, der vertikal über dem ersten Aufbruch je Gallone. Feste Abfälle können verbrauchtes Spaltliegt und an diesen angrenzt und dort abbindet, material, das gesintert ist, oder körnige Produkte aus und daß anschließend zur Bildung des Abschluß- 65 einem Wirbelbett enthalten, durch das hochaktiver ringes der keine radioaktiven Bestandteile enthal- flüssiger Abfall in körnige Feststoffe umgewandelt tende Zementschlamm in den Formationsauf- wird. Wenn diese festen Stoffe unterirdisch gespeibruch radial zwischen dem Bohrloch und jedem chert werden, müssen die Speichersteilen wegen der
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