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Die
Erfindung betrifft ein Scheinwerfersystem mit Regeleinrichtung,
umfassend mindestens eine kodierbare digitale Schnittstelle und
mindestens je eine Leuchtstofflampe sowie einen Phasenanschnittdimmer,
einen elektronischen Ballast und ein elektronisches Vorschaltgerät für die Leuchtstofflampe,
wobei der elektronische Ballast als Pulsgerät ausgebildet und mit dem elektrischen
Vorschaltgerät
verbunden ist und der elektronische Ballast über den Phasenanschnittdimmer
von der Schnittstelle mit einem Signal beaufschlagbar ist sowie
die Verwendung einer einseitig mit einem Sockel versehenen Kompaktleuchte.
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In
Theatern und Studios spielt die Beleuchtung eine wichtige Rolle.
Lichteffekte werden beispielsweise verwendet, um die Dramaturgie
einer Szene zu unterstützen.
Hierbei werden häufig
verschiedene Scheinwerfertypen eingesetzt, um verschiedene Effekte
zu erzielen. Es werden zum Beispiel Flächenscheinwerfer oder Fluter
eingesetzt, die in ihrer einfachsten Form meist aus Rinnenspiegeln in
einer Kombination mit einem Halogenbrennstab bestehen, um Horizonte
und Hintergründe
flächig auszuleuchten.
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Zwei
wesentliche Anforderungen, die an die Lichttechnik in einem Theater
oder einem Studio gestellt werden, sind das Verändern der Helligkeit und das
Verändern
der abgestrahlten Lichtfarbe einer Lichtquelle. Dabei wird das Verändern der
Helligkeit meistens mit Dimmern realisiert, welche die Stromzufuhr
zu einer Lichtquelle steuern.
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Das
Dimmen von Lichtquellen ist bereits in vielen Bereichen des Alltags
verbreitet. Es wird beispielsweise in privaten Wohnbereichen verwendet, um
die räumliche
Atmosphäre
zu verändern,
oder beim Anstrahlen von Objekten genutzt, um bestimmte Effekte
zu erzielen. Neben dem Wunsch nach mehr Komfort spielen aber auch
immer mehr wirtschaftliche Gründe
eine Rolle für
den Dimmbetrieb einer Lichtquelle.
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Die
einfachste Möglichkeit
des Dimmens ist es, einen veränderbaren
Ohm'schen Vorwiderstand zu
verwenden, der den Strom zur Lichtquelle regelt. Dies ist jedoch
unwirtschaftlich, weil die über
den Widerstand aufgenommene Leistung in Wärmestrahlung umgesetzt.
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Handelsübliche Dimmer
für Leuchtstofflampen
verwenden alternativ Phasenanschnitt- oder Phasenabschnittschaltungen,
z.B. ReguLux der Firma Mörup,
Kopenhagen, DK, welche den elektrischen Strom Impulsweise zu einer
Leuchtstofflampe durchschalten. Dabei bestimmt das Verhältnis der Impulslängen zwischen
durchgeschaltetem elektrischem Strom und unterbrochenem elektrischem Stromfluss über die
Helligkeit der Leuchtstofflampe. Je kürzer die Impulslänge des
durchgeschalteten Stromes ist, umso geringer ist die Helligkeit
der Leuchtstofflampe. Dabei ist das Impulslängenverhältnis bei bekannten Dimmern
nicht beliebig veränderbar.
Mit bekannten Dimmern lässt
sich ein Regelverhältnis
von etwa 1:20 erzielen, womit eine stufenlose Helligkeitssteuerung
einer Leuchtstofflampe in einem Bereich von 5–100% realisierbar ist.
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Weil
das menschliche Auge im Bereich von 0–10% Lichtintensität extrem
empfindlich ist, werden unregelmäßige oder
sprunghafte Veränderungen
der Beleuchtungsstärke
in diesem Bereich als unangenehm empfunden oder verstärkt zur
Kenntnis genommen. So wird es beispielsweise in einem Kino von vielen
Personen als unangenehm empfunden, wenn nach Beendigung eines Filmes,
nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, die Zuschauerraumbeleuchtung
mit einem Helligkeitssprung eingeschaltet wird. Es ist daher ein
Nachteil, dass bekannte Dimmer ein stufenloses Regeln der Helligkeit
einer Leuchtstofflampe nur in einem Bereich von etwa 5–100% ermöglichen.
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Zum
Regeln der Helligkeit einer Leuchtstofflampe auch im Bereich von
0–5% ist
ein Verfahren bekannt, dass darauf beruht, dass an den Dimmer ein
Pulsgerät
gekoppelt ist.
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Dabei
kann das Pulsgerät
beispielsweise ein von der Schweizer Firma „se Lightmanagement AG" unter der Bezeichnung
VIP90 bekanntes Pulsgerät sein.
Das Pulsgerät
erzeugt in Verbindung mit dem Phasenanschnittdimmer bei jeder Periode
der Spannung einen starken Puls, der eine Leuchtstofflampe sicher
zündet.
Dadurch lässt
sich ein Regelverhältnis von
bis zu 1:10.000 erzielen. Standardleuchtstoffröhren mit einem Durchmesser
von 26 mm lassen sich somit in ihrer Helligkeit in einem Bereich
von 0–100% stufenlos
regeln. Bei einseitig gesockelten Kompaktleuchtstofflampen, z.B.
mit einem Sockeltyp 2G11, ist die Kombination von Dimmer und Pulsgerät für ein stufenloses
Regeln der Helligkeit in einem Bereich von 0–100% allerdings auf eine Leistungsgröße bis 36
W begrenzt.
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Ein
weiteres Erfordernis bei Scheinwerfern im Theater- oder Studiobereich
ist das Variieren der abgestrahlten Lichtfarbe. Ein farbliches Steuern
eines einzelnen Scheinwerfers ist nur in Grenzen möglich. Daher
werden in der Regel Scheinwerfer mit farbigen Vorsatzgläsern versehen
oder es werden einzelne Scheinwerfer mit unterschiedlich abstrahlendem
Farblicht eingesetzt. Mit dieser Vorgehensweise lässt sich
jedoch meist nicht das gesamte Farbspektrum mit stufenlosen Farbübergängen abdecken.
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Weil
bei vielen Effekten auf Theaterbühnen oder
in Studios ein Verändern
der Helligkeit in Kombination mit einer Farbveränderung erforderlich ist, wobei
eine Vielzahl von Einzelkomponenten gleichzeitig anzusteuern sind,
kommen heute bei der Beleuchtungstechnik oftmals digitale Steuerungsanlagen
zum Einsatz, welche einen reibungsfreien und störungsfreien Betrieb solcher
komplexer Lichtanlagen gewährleisten,
z.B. unter Verwendung des Protokolls DMX512. Dabei besteht eine
technische Problematik in der Gestaltung der Schnittstellen zwischen
Steuerpulten; Dimmern, Multifunktionsgeräten und einer Vielzahl von
Scheinwerfern unterschiedlicher Typen und unterschiedlicher Farbabstrahlung.
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Der
Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, bekannte Scheinwerfersysteme,
die insbesondere für
Effektbeleuchtungen in Theatern und Studios geeignet sind, weiterzuentwickeln.
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Die
Lösung
des Problems ergibt sich durch den Gegenstand mit den Merkmalen
des Anspruches 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Der
Erfinder hat erkannt, dass die Ursache für die mangelnde Regelbarkeit
nicht genau feststellbar ist. Es wird beobachtet, dass an der Biegung
der Kompaktleuchtstofflampe dunkle Zonen auftreten. An diesen dunklen
Zonen wird ein Nachzünden
der Gasentladung bei Spitzen in der Versorgungsspannung beobachtet.
Dieses Nachzünden
scheint das stufenlose Herunterregeln bis auf 0% unmöglich zu machen.
Bei höheren
Leistungen solcher Kompaktleuchtstofflampen ist ein stufenloses
Regeln der Helligkeit in einem Bereich von etwa 0–100% allein durch
die Kombination von Phasenanschnittdimmer und Pulsgerät daher
nicht möglich
und der Erfinder hat daher das Scheinwerfersystem weiterentwickelt.
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Hierbei
umfasst ein Scheinwerfersystem mit Regeleinrichtung mindestens eine
Leuchtstofflampe, wobei der Leuchtstofflampe ein Phasenanschnittdimmer,
ein elektronischer Ballast und ein elektronisches Vorschaltgerät zugehörig sind,
wobei der elektronische Ballast ein Pulsgerät mit einem vorgeschalteten Widerstand
umfasst, wobei ein von einer kodierbaren digitalen Schnittstelle
empfangenes Signal den elektronischen Ballast, welcher mit dem elektrischen
Vorschaltgerät
verbunden ist, über
den Phasenanschnittdimmer derart beaufschlagt, dass die Helligkeit
der Leuchtstofflampe bei Wahrnehmung durch ein menschliches Auge
in einem Bereich von 0–100%
stufenlos regelbar ist.
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Ein
erfindungsgemäßes Scheinwerfersystem
vereint dabei mehrere Vorteile. Eine Ansteuerung mittels digitaler
Signale ermöglicht
das genaue Reproduzieren von vorher festgelegten Ergebnissen, d.
h. Helligkeitsstufen. Die digitale Schnittstelle ermöglicht das
Einbeziehen des Scheinwerfersystems in eine komplexe Lichtsteueranlage,
welche durch eine digitale Signalsteueranlage koordiniert wird.
Dabei bildet das erfindungsgemäße Scheinwerfersystem
bereits eine Einheit, in der die Einzelkomponenten bereits aufeinander
abgestimmt sind und bei der keine zusätzlichen Schnittstellen für die Einzelkomponenten
benötigt
werden. Ein weiterer Vorteil ist die stufenlose Helligkeitssteuerung
des erfindungsgemäßen Scheinwerfersystems
in einem Bereich von 0–100%.
Dabei leistet ein mit dem Phasenanschnittdimmer gekoppeltes Pulsgerät, welches
Bestandteil des elektronischen Ballasts ist, einen wesentlichen Anteil
daran, dass das erfindungsgemäße Scheinwerfersystem
auch in einem Helligkeitsbereich von 0–5% stufenlosregelbar ist.
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Das
Problem, dass eine Kompaktleuchte in U-Form mit einer Leistung von
mehr als 36 W allein durch Phasenanschnittdimmer und Pulsgerät nicht bis
auf 0% herunter regelbar ist, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
dem Phasenanschnittdimmer Kondensatoren vor- und nachgeschaltet
sind. Darüber
hinaus ist dem Phasenanschnittdimmer ein Ohm'scher Widerstand nachgeschaltet. Die
kapazitiven Widerstände „filtern" das Signal und glätten es auf
eine sinusartige Form. Der Ohm'sche
Widerstand realisiert eine Grundlast am System, was dazu führt, dass
Schwankungen im Stromfluss nicht so stark ins Gewicht fallen. Durch
diese Maßnahmen
werden Impulsspitzen in Spannung und Strom vermieden und das Nachzünden der
Leuchtstofflampe an den dunklen Stellen verhindert. Dadurch ist
die Helligkeit der Leuchtstofflampe auch im Bereich unter 1 % regelbar.
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Bei
einer Ausführungsform
bildet ein gesamtes Scheinwerfersystem eine bauliche Einheit. Dadurch
ergibt sich eine kompakte Bauform, die an einem Einsatzort nur noch
einen geringen Verkabelungsaufwand erfordert. Dimmer, Netzteil,
Pulsgerät, Vorschaltgerät und Leuchtstofflampe,
die vorzugsweise gemeinsam in einem kompakten Blechgehäuse angeordnet
sind, sind bereits aufeinander abgestimmt und erfordern keine zusätzlichen
Schnittstellen.
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Es
besteht jedoch auch die Möglichkeit,
ein Scheinwerfersystem in mehrere bauliche Einheiten aufzuteilen.
Beispielsweise kann eine Regeleinrichtung bestehend aus kodierbarer
digitaler Schnittstelle, Digital-Analog-Wandler, Phasenanschnittdimmer, Pulsgerät und elektronischem
Vorschaltgerät
eine bauliche Einheit bilden und die Leuchtstofflampe eine separate
bauliche Einheit bilden. Dadurch kann die Regeleinrichtung flexibler
eingesetzt werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
ist der Phasenanschnittdimmer ein Dimmer mit einem digitalen Eingang.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass der Phasenanschnittdimmer
direkt mit der kodierbaren digitalen Schnittstelle verbunden werden
kann.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
wird als kodierbare digitale Schnittstelle eine Schnittstelle eingesetzt,
die an eine Signalsteueranlage angeschlossen werden kann, welche
ein so genanntes DMX512-Protokoll verwendet. Dies ist das in der Bühnentechnik
derzeit meist verwendete Protokoll. Damit können bis zu 512 Regelkreise
mit jeweils 256 Intensitätswerten
gleichzeitig und unabhängig
voneinander angesteuert werden. Dabei werden die 256 Intensitätswerte über den
Helligkeitsbereich einer Leuchtstofflampe derart verteilt, dass
für ein
menschliches Auge der Übergang
von einem Intensitätswert zu
einem nächst
höheren
oder nächst
tieferen Intensitätswert
als stufenlos erscheint. Erreicht wird dieses, indem die Intensitätswerte über den
Helligkeitsbereich einer Leuchtstofflampe logarithmisch verteilt werden,
d. h. in einem Helligkeitsbereich von 0–10%, in welchen die Wahrnehmung
einer Helligkeitsveränderung
am stärksten
ist, ist die Intensitätswertedichte am
höchsten.
Die Information des Steuerkanals wird in digitaler Form, Kanal für Kanal,
also nacheinander in der so genannten Multiplextechnik über eine
Steuerleitung gesendet. Die Schnelligkeit, womit dies stattfindet,
ist dermaßen
hoch, dass es wie gleichzeitig geschieht. Beim erfindungsgemäßen Scheinwerfersystem
ergibt sich dadurch der Vorteil, mehrere Phasenanschnittdimmer und
somit Leuchtstofflampen gleichzeitig ansteuern zu können, wobei
jeder Leuchtstofflampe jeweils ein Phasenanschnittdimmer, ein Pulsgerät und ein
elektronisches Vorschaltgerät
zugeordnet sind. Dabei ist die Helligkeit jeder Leuchtstofflampe
in einem Bereich von 0–100%
stufenlos regelbar. Jeder digitalen Schnittstelle wird eine der
512 DMX-Adressen zugeteilt, welcher dann einen Lichtkanal regelt.
Dabei kann eine DMX-Adresse mehreren digitalen Schnittstellen zugeteilt
werden, deren zugehörige
Leuchtstofflampen dann in ihrer Helligkeit synchron geregelt werden.
Die 512 ansteuerbaren Regelkreise können somit mehr als 512 Einzelkomponenten
umfassen.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
ist der Phasenanschnittdimmer ein externer Dimmer mit einem analogen
Eingang, der beliebig außerhalb
der baulichen Einheit angeordnet sein kann. Dem Phasenanschnittdimmer
ist dann ein Digital/Analog-Wandler vorgeschaltet. Dadurch ergibt
sich eine noch flexiblere Einstellbarkeit von Helligkeitsstufen, weil
der Phasenanschnittdimmer mit analogem Eingang stufenlos beaufschlagt
werden kann. Allerdings ist die Schnittstelle dann nicht mehr kodierbar.
Es müssen
feste Einstellungen oder ein separates Steuerpult für jeden
Scheinwerfer verwendet werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
umfasst ein Scheinwerfersystem mindestens zwei Leuchtstofflampen
mit unterschiedlichen Farben. Durch die separate Helligkeitssteuerung
der Leuchtstofflampen lassen sich verschiedene Farbeffekte bei der
Gesamtabstrahlung des Scheinwerfersystems erzielen.
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Besonders
vorteilhaft ist eine Ausführungsform
bei der ein Scheinwerfersystem vier Leuchtstofflampen mit den Farben
weiß,
rot, grün
und blau umfasst. Vorzugsweise bildet das Scheinwerfersystem dabei
eine bauliche Einheit. Es wäre
jedoch auch möglich,
beispielsweise die Leuchtstofflampen als separate bauliche Einheit
auszubilden. Da die einzelnen Leuchtstofflampen unabhängig voneinander
in ihrer Helligkeit in einem Bereich von 0–100% stufenlos regelbar sind,
lässt sich
durch das Mischen der drei Farben rot, grün und blau in der Gesamtabstrahlung
des Scheinwerfersystems jeder natürliche Farbton mit stufenlosen Übergängen realisieren.
Die weiße
Leuchtstoffröhre
dient dabei zum Entsättigen.
Auf einer Theaterbühne
kann dadurch beispielsweise ein Horizont mit hoher Gleichmäßigkeit
eingefärbt
sowie mit Farbverläufen
oder Farbakzenten versehen werden.
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Ein
weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Scheinwerfersystems besteht
darin, dass ein solches Scheinwerfersystem Leuchtstofflampen mit unterschiedlichen
Leistungsparametern umfassen kann. Dadurch wird eine noch höhere Flexibilität erreicht.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfasst ein Scheinwerfersystem 4-polige Sockelleuchtstofflampen
mit einem Sockeltyp 2G11. Diese kompakten Leuchtstofflampen strahlen
eine sehr hohe Lichtleistung ab, ermöglichen aber dennoch ein Scheinwerfersystem
mit sehr geringen Abmaßen.
Dadurch sind solche Scheinwerfersysteme einfacher zu handhaben und
erzeugen nur eine geringe Wärmeabstrahlung,
was besonders in kleinen Studios von Vorteil ist.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Die
Figuren zeigen:
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1 den schematischen Aufbau
eines erfindungsgemäßen Scheinwerfersystems
mit Regeleinrichtung und
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2 den schematischen Aufbau
eines Scheinwerfers mit vier Kompaktleuchtstofflampen in einem Blechgehäuse.
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In
der 1 ist ein Stromnetz 7 dargestellt, in
welchem ein Netzteil 1 unterschiedliche Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 mit
der notwendigen Elektroenergie versorgt. Dabei ist die Leuchtstofflampe 10 beispielsweise
eine Kompaktleuchtstofflampe mit einer Leistung von 55 W und einem
Sockeltyp 2G11. Diese Kompaktleuchte weist eine Röhre auf,
die an einem Ende den Sockel 110 bzw. 120, 130, 140 hat, während der
Röhrenkörper sich
aus zei parallel geführten
Röhrenteilen 11, 122 zusammensetzte,
die an anderen Röhrenende
durch ein u-förmiges
Röhrenteil 113 verbunden
sind. Diese nicht geradlinigen Röhren
können
erfindungsgemäß auch eine
andere Form haben. Alle Röhren
mit von der geraden Form abweichenden Röhrenteilen können das
Problem ungleichmäßiger Lichtverteilung
aufweisen, wenn sie nicht die erfindungsgemäßen Dimmer mit zugehörigen Widerständen aufweisen.
Die Leuchtstofflampe 10 könnte jedoch auch einen anderen
Typ und/oder eine andere Leistung aufweisen. Die Leuchtstofflampen 20, 30 und 40 sind
ebenfalls Leuchtstofflampen des selben Typs, wobei die Leuchtstofflampe 20 rotes
Licht abstrahlt, die Leuchtstofflampe 30 grünes Licht
abstrahlt und die Leuchtstofflampe 40 blaues Licht abstrahlt.
Hierbei können
beispielsweise handelsübliche
Leuchtstofflampen mit hitzebeständiger farbiger
Folie überzogen
werden, damit eine Leuchtstofflampe eine entsprechende Lichtfarbe
abstrahlt. Von einer kodierbaren digitalen Schnittstelle 3 mit
einem Eingang 6 und einem Ausgang 5, für den Anschluss
an eine Signalsteueranlage mit DMX512-Signalcharakter, sowie einem
Kodierer 4 führt
ein Flachbandkabel 2 als Verbindung zu dem Netzteil 1, welches
ein digitales Signal von der Schnittstelle 3 empfängt und
damit die Phasenanschnittdimmer 14, 24, 34, 44 beaufschlagt.
Bei Verwendung von Phasenanschnittsdimmern 14, 24, 34, 44 mit
analogem Eingang muss noch jeweils ein Digital/Analog-Wandler 19, 29, 39, 49 vorgeschaltet
werden. Anstelle der Einzelbauteile 1–3 kann auch eine kompakte
Platine eingesetzt werden.
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Bei
einem Phasenanschnittdimmer wird der gepulste elektrische Stromfluss
zu einer Leuchtstofflampe gesteuert, indem der Lampenzündpunkt
während
einer 50 Hz Netzspannungshalbwelle variabel gestaltet wird. Als
Leistungsschalter werden dabei Triacs oder Thyristoren verwendet,
bei denen die Eigenschaft ausgenutzt wird, dass diese bei jedem 0-Durchgang
der Netzspannungswelle den Stromfluss unterbrechen. Der elektrische
Strom fließt
also von einem Zündpunkt
bis zum nächsten
0-Durchgang der Netzspannung. Derartige Dimmer sind recht einfach
aufgebaut und die verwendeten Bauteile können kurzzeitige Überlastungen
vertragen.
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Wie
aus der 1 ersichtlich
ist, sind die Phasenanschnittdimmer 14, 24, 34, 44 stufenlos
von 0 bis +10 V ansteuerbar. Dabei werden die Phasenanschnittdimmer 14, 24, 34, 44 mit
256 Intensitätswerten
beaufschlagt. Die Intensitätswerte
sind über den
gesamten Ansteuerbereich der Phasenanschnittdimmer 14, 24, 34, 44 derart
verteilt, das der Übergang
von einem Intensitätswert
zu einem nächst höheren oder
nächst
tieferen Intensitätswert
eine Veränderung
der Helligkeit der zugehörigen
Leuchtstofflampe 10, 20, 30, 40 zur
Folge hat, die von einem menschlichen Auge über den gesamten Helligkeitsbereich
von 0–100%
als stufenlos wahrgenommen wird.
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Ein
elektronischer Ballast 11 mit entsprechenden Anschlüssen 13 und
ein elektronisches Vorschaltgerät 12 für die Leuchtstofflampe 10 sind
dem Phasenanschnittdimmer 14 nachgeschaltet. Dabei umfasst
der elektronische Ballast 11 ein Pulsgerät, welchem
ein Widerstand 15 vorgeschaltet ist. Das Pulsgerät mit Vorwiderstand
in Kombination mit dem Phasenanschnittdimmer bewirkt eine stufenlose
Regelbarkeit der Helligkeit der Leuchtstofflampe 10 in einem
Bereich von 0–100%.
In analoger Weise ist die rote Leuchtstofflampe 20 über einen
elektronischen Ballast 21, entsprechenden Anschlüssen 23 und
einem Vorschaltgerät 22 mit
dem Phasenanschnittdimmer 24 gekoppelt, der über die
kodierbare digitale Schnittstelle 3 und das Netzteil 1 beaufschlagt
wird. In analoger Weise arbeiten der Phasenanschnittdimmer 34 für die grüne Leuchtstofflampe 30 und
der Phasenanschnittdimmer 44 für die blaue Leuchtstofflampe 40.
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Ein
erster Kondensator 16 am Eingang des Phasenanschnittdimmers 14 „filtert" Impulsspitzen aus
der Spannung heraus und glättet
so die Spannung aus dem Netz 7 vor dem Eintritt in den
Phasenanschnittdimmer 14. Der Ausgang des Phasenanschnittdimmers 14 und
die direkte Phase 18 sind durch einen zweiten Kondensator 17 verbunden.
Der zweite Kondensator 17 glättet die regelbare Ausgangsspannung
des Phasenanschnittdimmers 14, indem er Impulsspitzen „herausfiltert", so dass das Ausgangssignal
eine annähernd
sinusartige Form annimmt. Der Vorwiderstand 15 hat die
Aufgabe einer Ohm'schen
Vorlast. Dadurch fließt
ein Strom auf einem bestimmten Niveau, und die Impulsspitzen im Stromfluss
werden gedämpft.
Durch die Verwendung der Kondensatoren 16, 17 und
des Ohmschen Widerstandes 15 entfallen Strom- und Spannungsspitzen, und
die Leuchtstofflampe 10 kann auch als einseitig gesockelte
Kompaktleuchte mit einer Leistung von mehr als 36 W im gesamten
Bereich zwischen 0 und 100% stufenlos geregelt werden.
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Als
Vorschaltgeräte 12, 22, 32, 42 werden
erfindungsgemäß moderne
elektronische Vorschaltgeräte
verwendet, die eine flackerfreie Zündung und ein flimmerfreies
Licht bei hoher Wirtschaftlichkeit und geringen Energiekosten garantieren.
Die elektronischen Vorschaltgeräte 12, 22, 32, 42 wandeln
die Netzspannung in eine Hochfrequenzschwingung von etwa 35 bis
50 kHz um.
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Dadurch
wird das 100 Hz-Flimmern, auch Stroboskopeffekt genannt, deutlich
schwächer
und praktisch unsichtbar.
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Die
Helligkeit aller Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 kann über ein
von der kodierbaren digitalen Schnittstelle 3 empfangenes
Signal gleichzeitig, unabhängig
voneinander und für
ein menschliches Auge stufenlos wahrnehmbar in einem Bereich von 0–100 % geregelt
werden, so dass ohne Rücksicht auf
die jeweilige Leistung einer Leuchtstofflampe 10, 20, 30, 40 eine
stufenlose Farbüberblendung
eines zu beleuchtenden Punktes in einem Theater oder an einem Objekt
möglich
ist. Helligkeits- oder Farbsprünge
sind somit vermeidbar. Dadurch ist beispielsweise der Effekt eines
Sonnenaufgangs oder Sonnenuntergangs vorteilhafter darstellbar.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Verwendung von einseitig
gesockelten Kompaktleuchtstofflampen mit einem Sockeltyp 2G11, z.B.
der Bauart Osram Dulux L 55W der Firma Osram, Berlin, DE, mit denen
eine hohe Lichtausbeute bei kompakten Abmaßen erzielt wird, wobei im
erfindungsgemäßen Scheinwerfersystem
Kompaktleuchtstofflampen dieses Typs gerade mit einer Leistung oberhalb
von 36 W verwendet: werden können
und eine Helligkeitssteuerung in einem Bereich von 0–100% stufenlos
erfolgt.
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In
der 2 ist ein Scheinwerfer 50 schematisch
als Blechgehäuse
mit vier Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 dargestellt,
die als Kompaktleuchtstofflampen ausgebildet sind. Die Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 weisen
eine U-Form auf, so dass die Enden der Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 jeweils
nebeneinander liegen und nur ein Sockel 110, 120, 130, 140 pro
Leuchtstofflampe 10, 20, 30, 40 benötigt wird.
Dadurch ist diese Ausführungsform
eines Scheinwerfers besonders kompakt. Für die Sockel 110, 120, 130, 140 ist
hier der Sockeltyp 2G11 gewählt
worden. Kompaktleuchtstofflampen dieses Typs haben Leistungen von
55 W oder höher.
Bevorzugt liefert die Leuchtstofflampe 10 weißes, die Leuchtstofflampe 20 rotes,
die Leuchtstofflampe 30 grünes und die Leuchtstofflampe 40 blaues
Licht. Anstelle der Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 können auch
nur weiße
Leuchtstofflampen 10, rote Leuchtstofflampen 20,
grüne Leuchtstofflampen 30 oder blaue
Leuchtstofflampen 40 verwendet werden. Bei größerer Helligkeitsanforderung
ist vorgesehen, diese Kompakteinheit weißer, roter, grüner und
blauer Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 zu
vervielfachen. Das farbige Licht erhält man dadurch, dass die U-förmigen Leuchtstofflampen
mit einem farbigen Überzug
versehen werden. Als Überzug
werden vorzugsweise hitzebeständige
Folien verwendet, die als der Bauform der Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 angepasste
Schläuche
ausgeformt sind. Derartige schlauchförmige Überzüge können über die Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 geschoben
und bei Bedarf, wie z.B. bei Farbwechsel oder Lampenaustausch, wieder
entfernt werden. Außerdem
verfügt
der Scheinwerfer 50 über
einen Reflektor, der aus vier Reflektorteilen 51, 52, 53, 54 besteht,
die an seitlich am Scheinwerfer 50 angebracht sind. Diese
Reflektoren sind verspiegelt und verbessern die Lichtausbeute.