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DE20380220U1 - Scheinwerfer mit Regeleinrichtung - Google Patents

Scheinwerfer mit Regeleinrichtung Download PDF

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DE20380220U1
DE20380220U1 DE20380220U DE20380220U DE20380220U1 DE 20380220 U1 DE20380220 U1 DE 20380220U1 DE 20380220 U DE20380220 U DE 20380220U DE 20380220 U DE20380220 U DE 20380220U DE 20380220 U1 DE20380220 U1 DE 20380220U1
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dimmer
fluorescent lamp
electronic ballast
headlight
phase
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    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B41/00Circuit arrangements or apparatus for igniting or operating discharge lamps
    • H05B41/14Circuit arrangements
    • H05B41/36Controlling
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    • H05B41/392Controlling the intensity of light continuously using semiconductor devices, e.g. thyristor
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    • H05B47/1985Creation of lighting zones or scenes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Lighting Device Outwards From Vehicle And Optical Signal (AREA)

Abstract

Scheinwerfersystem mit Regeleinrichtung, umfassend mindestens eine kodierbare digitale Schnittstelle und mindestens je eine Leuchtstofflampe sowie einen Phasenanschnittdimmer, einen elektronischen Ballast und ein elektronisches Vorschaltgerät für die Leuchtstofflampe, wobei der elektronische Ballast als Pulsgerät ausgebildet und mit dem elektrischen Vorschaltgerät verbunden ist und der elektronische Ballast über den Phasenanschnittdimmer von der Schnittstelle mit einem Signal beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtstofflampe (10, 20, 30, 40) als Kompaktleuchte mit einseitigem Sockel (110, 120, 130, 140) und nicht geradliniger Röhre ausgebildet ist, deren Helligkeit durch den Dimmer (14, 24, 34, 44) in einem Bereich von 0–100% stufenlos regelbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Scheinwerfersystem mit Regeleinrichtung, umfassend mindestens eine kodierbare digitale Schnittstelle und mindestens je eine Leuchtstofflampe sowie einen Phasenanschnittdimmer, einen elektronischen Ballast und ein elektronisches Vorschaltgerät für die Leuchtstofflampe, wobei der elektronische Ballast als Pulsgerät ausgebildet und mit dem elektrischen Vorschaltgerät verbunden ist und der elektronische Ballast über den Phasenanschnittdimmer von der Schnittstelle mit einem Signal beaufschlagbar ist sowie die Verwendung einer einseitig mit einem Sockel versehenen Kompaktleuchte.
  • In Theatern und Studios spielt die Beleuchtung eine wichtige Rolle. Lichteffekte werden beispielsweise verwendet, um die Dramaturgie einer Szene zu unterstützen. Hierbei werden häufig verschiedene Scheinwerfertypen eingesetzt, um verschiedene Effekte zu erzielen. Es werden zum Beispiel Flächenscheinwerfer oder Fluter eingesetzt, die in ihrer einfachsten Form meist aus Rinnenspiegeln in einer Kombination mit einem Halogenbrennstab bestehen, um Horizonte und Hintergründe flächig auszuleuchten.
  • Zwei wesentliche Anforderungen, die an die Lichttechnik in einem Theater oder einem Studio gestellt werden, sind das Verändern der Helligkeit und das Verändern der abgestrahlten Lichtfarbe einer Lichtquelle. Dabei wird das Verändern der Helligkeit meistens mit Dimmern realisiert, welche die Stromzufuhr zu einer Lichtquelle steuern.
  • Das Dimmen von Lichtquellen ist bereits in vielen Bereichen des Alltags verbreitet. Es wird beispielsweise in privaten Wohnbereichen verwendet, um die räumliche Atmosphäre zu verändern, oder beim Anstrahlen von Objekten genutzt, um bestimmte Effekte zu erzielen. Neben dem Wunsch nach mehr Komfort spielen aber auch immer mehr wirtschaftliche Gründe eine Rolle für den Dimmbetrieb einer Lichtquelle.
  • Die einfachste Möglichkeit des Dimmens ist es, einen veränderbaren Ohm'schen Vorwiderstand zu verwenden, der den Strom zur Lichtquelle regelt. Dies ist jedoch unwirtschaftlich, weil die über den Widerstand aufgenommene Leistung in Wärmestrahlung umgesetzt.
  • Handelsübliche Dimmer für Leuchtstofflampen verwenden alternativ Phasenanschnitt- oder Phasenabschnittschaltungen, z.B. ReguLux der Firma Mörup, Kopenhagen, DK, welche den elektrischen Strom Impulsweise zu einer Leuchtstofflampe durchschalten. Dabei bestimmt das Verhältnis der Impulslängen zwischen durchgeschaltetem elektrischem Strom und unterbrochenem elektrischem Stromfluss über die Helligkeit der Leuchtstofflampe. Je kürzer die Impulslänge des durchgeschalteten Stromes ist, umso geringer ist die Helligkeit der Leuchtstofflampe. Dabei ist das Impulslängenverhältnis bei bekannten Dimmern nicht beliebig veränderbar. Mit bekannten Dimmern lässt sich ein Regelverhältnis von etwa 1:20 erzielen, womit eine stufenlose Helligkeitssteuerung einer Leuchtstofflampe in einem Bereich von 5–100% realisierbar ist.
  • Weil das menschliche Auge im Bereich von 0–10% Lichtintensität extrem empfindlich ist, werden unregelmäßige oder sprunghafte Veränderungen der Beleuchtungsstärke in diesem Bereich als unangenehm empfunden oder verstärkt zur Kenntnis genommen. So wird es beispielsweise in einem Kino von vielen Personen als unangenehm empfunden, wenn nach Beendigung eines Filmes, nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, die Zuschauerraumbeleuchtung mit einem Helligkeitssprung eingeschaltet wird. Es ist daher ein Nachteil, dass bekannte Dimmer ein stufenloses Regeln der Helligkeit einer Leuchtstofflampe nur in einem Bereich von etwa 5–100% ermöglichen.
  • Zum Regeln der Helligkeit einer Leuchtstofflampe auch im Bereich von 0–5% ist ein Verfahren bekannt, dass darauf beruht, dass an den Dimmer ein Pulsgerät gekoppelt ist.
  • Dabei kann das Pulsgerät beispielsweise ein von der Schweizer Firma „se Lightmanagement AG" unter der Bezeichnung VIP90 bekanntes Pulsgerät sein. Das Pulsgerät erzeugt in Verbindung mit dem Phasenanschnittdimmer bei jeder Periode der Spannung einen starken Puls, der eine Leuchtstofflampe sicher zündet. Dadurch lässt sich ein Regelverhältnis von bis zu 1:10.000 erzielen. Standardleuchtstoffröhren mit einem Durchmesser von 26 mm lassen sich somit in ihrer Helligkeit in einem Bereich von 0–100% stufenlos regeln. Bei einseitig gesockelten Kompaktleuchtstofflampen, z.B. mit einem Sockeltyp 2G11, ist die Kombination von Dimmer und Pulsgerät für ein stufenloses Regeln der Helligkeit in einem Bereich von 0–100% allerdings auf eine Leistungsgröße bis 36 W begrenzt.
  • Ein weiteres Erfordernis bei Scheinwerfern im Theater- oder Studiobereich ist das Variieren der abgestrahlten Lichtfarbe. Ein farbliches Steuern eines einzelnen Scheinwerfers ist nur in Grenzen möglich. Daher werden in der Regel Scheinwerfer mit farbigen Vorsatzgläsern versehen oder es werden einzelne Scheinwerfer mit unterschiedlich abstrahlendem Farblicht eingesetzt. Mit dieser Vorgehensweise lässt sich jedoch meist nicht das gesamte Farbspektrum mit stufenlosen Farbübergängen abdecken.
  • Weil bei vielen Effekten auf Theaterbühnen oder in Studios ein Verändern der Helligkeit in Kombination mit einer Farbveränderung erforderlich ist, wobei eine Vielzahl von Einzelkomponenten gleichzeitig anzusteuern sind, kommen heute bei der Beleuchtungstechnik oftmals digitale Steuerungsanlagen zum Einsatz, welche einen reibungsfreien und störungsfreien Betrieb solcher komplexer Lichtanlagen gewährleisten, z.B. unter Verwendung des Protokolls DMX512. Dabei besteht eine technische Problematik in der Gestaltung der Schnittstellen zwischen Steuerpulten; Dimmern, Multifunktionsgeräten und einer Vielzahl von Scheinwerfern unterschiedlicher Typen und unterschiedlicher Farbabstrahlung.
  • Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, bekannte Scheinwerfersysteme, die insbesondere für Effektbeleuchtungen in Theatern und Studios geeignet sind, weiterzuentwickeln.
  • Die Lösung des Problems ergibt sich durch den Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruches 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Der Erfinder hat erkannt, dass die Ursache für die mangelnde Regelbarkeit nicht genau feststellbar ist. Es wird beobachtet, dass an der Biegung der Kompaktleuchtstofflampe dunkle Zonen auftreten. An diesen dunklen Zonen wird ein Nachzünden der Gasentladung bei Spitzen in der Versorgungsspannung beobachtet. Dieses Nachzünden scheint das stufenlose Herunterregeln bis auf 0% unmöglich zu machen. Bei höheren Leistungen solcher Kompaktleuchtstofflampen ist ein stufenloses Regeln der Helligkeit in einem Bereich von etwa 0–100% allein durch die Kombination von Phasenanschnittdimmer und Pulsgerät daher nicht möglich und der Erfinder hat daher das Scheinwerfersystem weiterentwickelt.
  • Hierbei umfasst ein Scheinwerfersystem mit Regeleinrichtung mindestens eine Leuchtstofflampe, wobei der Leuchtstofflampe ein Phasenanschnittdimmer, ein elektronischer Ballast und ein elektronisches Vorschaltgerät zugehörig sind, wobei der elektronische Ballast ein Pulsgerät mit einem vorgeschalteten Widerstand umfasst, wobei ein von einer kodierbaren digitalen Schnittstelle empfangenes Signal den elektronischen Ballast, welcher mit dem elektrischen Vorschaltgerät verbunden ist, über den Phasenanschnittdimmer derart beaufschlagt, dass die Helligkeit der Leuchtstofflampe bei Wahrnehmung durch ein menschliches Auge in einem Bereich von 0–100% stufenlos regelbar ist.
  • Ein erfindungsgemäßes Scheinwerfersystem vereint dabei mehrere Vorteile. Eine Ansteuerung mittels digitaler Signale ermöglicht das genaue Reproduzieren von vorher festgelegten Ergebnissen, d. h. Helligkeitsstufen. Die digitale Schnittstelle ermöglicht das Einbeziehen des Scheinwerfersystems in eine komplexe Lichtsteueranlage, welche durch eine digitale Signalsteueranlage koordiniert wird. Dabei bildet das erfindungsgemäße Scheinwerfersystem bereits eine Einheit, in der die Einzelkomponenten bereits aufeinander abgestimmt sind und bei der keine zusätzlichen Schnittstellen für die Einzelkomponenten benötigt werden. Ein weiterer Vorteil ist die stufenlose Helligkeitssteuerung des erfindungsgemäßen Scheinwerfersystems in einem Bereich von 0–100%. Dabei leistet ein mit dem Phasenanschnittdimmer gekoppeltes Pulsgerät, welches Bestandteil des elektronischen Ballasts ist, einen wesentlichen Anteil daran, dass das erfindungsgemäße Scheinwerfersystem auch in einem Helligkeitsbereich von 0–5% stufenlosregelbar ist.
  • Das Problem, dass eine Kompaktleuchte in U-Form mit einer Leistung von mehr als 36 W allein durch Phasenanschnittdimmer und Pulsgerät nicht bis auf 0% herunter regelbar ist, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass dem Phasenanschnittdimmer Kondensatoren vor- und nachgeschaltet sind. Darüber hinaus ist dem Phasenanschnittdimmer ein Ohm'scher Widerstand nachgeschaltet. Die kapazitiven Widerstände „filtern" das Signal und glätten es auf eine sinusartige Form. Der Ohm'sche Widerstand realisiert eine Grundlast am System, was dazu führt, dass Schwankungen im Stromfluss nicht so stark ins Gewicht fallen. Durch diese Maßnahmen werden Impulsspitzen in Spannung und Strom vermieden und das Nachzünden der Leuchtstofflampe an den dunklen Stellen verhindert. Dadurch ist die Helligkeit der Leuchtstofflampe auch im Bereich unter 1 % regelbar.
  • Bei einer Ausführungsform bildet ein gesamtes Scheinwerfersystem eine bauliche Einheit. Dadurch ergibt sich eine kompakte Bauform, die an einem Einsatzort nur noch einen geringen Verkabelungsaufwand erfordert. Dimmer, Netzteil, Pulsgerät, Vorschaltgerät und Leuchtstofflampe, die vorzugsweise gemeinsam in einem kompakten Blechgehäuse angeordnet sind, sind bereits aufeinander abgestimmt und erfordern keine zusätzlichen Schnittstellen.
  • Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, ein Scheinwerfersystem in mehrere bauliche Einheiten aufzuteilen. Beispielsweise kann eine Regeleinrichtung bestehend aus kodierbarer digitaler Schnittstelle, Digital-Analog-Wandler, Phasenanschnittdimmer, Pulsgerät und elektronischem Vorschaltgerät eine bauliche Einheit bilden und die Leuchtstofflampe eine separate bauliche Einheit bilden. Dadurch kann die Regeleinrichtung flexibler eingesetzt werden.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform ist der Phasenanschnittdimmer ein Dimmer mit einem digitalen Eingang. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass der Phasenanschnittdimmer direkt mit der kodierbaren digitalen Schnittstelle verbunden werden kann.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird als kodierbare digitale Schnittstelle eine Schnittstelle eingesetzt, die an eine Signalsteueranlage angeschlossen werden kann, welche ein so genanntes DMX512-Protokoll verwendet. Dies ist das in der Bühnentechnik derzeit meist verwendete Protokoll. Damit können bis zu 512 Regelkreise mit jeweils 256 Intensitätswerten gleichzeitig und unabhängig voneinander angesteuert werden. Dabei werden die 256 Intensitätswerte über den Helligkeitsbereich einer Leuchtstofflampe derart verteilt, dass für ein menschliches Auge der Übergang von einem Intensitätswert zu einem nächst höheren oder nächst tieferen Intensitätswert als stufenlos erscheint. Erreicht wird dieses, indem die Intensitätswerte über den Helligkeitsbereich einer Leuchtstofflampe logarithmisch verteilt werden, d. h. in einem Helligkeitsbereich von 0–10%, in welchen die Wahrnehmung einer Helligkeitsveränderung am stärksten ist, ist die Intensitätswertedichte am höchsten. Die Information des Steuerkanals wird in digitaler Form, Kanal für Kanal, also nacheinander in der so genannten Multiplextechnik über eine Steuerleitung gesendet. Die Schnelligkeit, womit dies stattfindet, ist dermaßen hoch, dass es wie gleichzeitig geschieht. Beim erfindungsgemäßen Scheinwerfersystem ergibt sich dadurch der Vorteil, mehrere Phasenanschnittdimmer und somit Leuchtstofflampen gleichzeitig ansteuern zu können, wobei jeder Leuchtstofflampe jeweils ein Phasenanschnittdimmer, ein Pulsgerät und ein elektronisches Vorschaltgerät zugeordnet sind. Dabei ist die Helligkeit jeder Leuchtstofflampe in einem Bereich von 0–100% stufenlos regelbar. Jeder digitalen Schnittstelle wird eine der 512 DMX-Adressen zugeteilt, welcher dann einen Lichtkanal regelt. Dabei kann eine DMX-Adresse mehreren digitalen Schnittstellen zugeteilt werden, deren zugehörige Leuchtstofflampen dann in ihrer Helligkeit synchron geregelt werden. Die 512 ansteuerbaren Regelkreise können somit mehr als 512 Einzelkomponenten umfassen.
  • Bei einer alternativen Ausführungsform ist der Phasenanschnittdimmer ein externer Dimmer mit einem analogen Eingang, der beliebig außerhalb der baulichen Einheit angeordnet sein kann. Dem Phasenanschnittdimmer ist dann ein Digital/Analog-Wandler vorgeschaltet. Dadurch ergibt sich eine noch flexiblere Einstellbarkeit von Helligkeitsstufen, weil der Phasenanschnittdimmer mit analogem Eingang stufenlos beaufschlagt werden kann. Allerdings ist die Schnittstelle dann nicht mehr kodierbar. Es müssen feste Einstellungen oder ein separates Steuerpult für jeden Scheinwerfer verwendet werden.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst ein Scheinwerfersystem mindestens zwei Leuchtstofflampen mit unterschiedlichen Farben. Durch die separate Helligkeitssteuerung der Leuchtstofflampen lassen sich verschiedene Farbeffekte bei der Gesamtabstrahlung des Scheinwerfersystems erzielen.
  • Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform bei der ein Scheinwerfersystem vier Leuchtstofflampen mit den Farben weiß, rot, grün und blau umfasst. Vorzugsweise bildet das Scheinwerfersystem dabei eine bauliche Einheit. Es wäre jedoch auch möglich, beispielsweise die Leuchtstofflampen als separate bauliche Einheit auszubilden. Da die einzelnen Leuchtstofflampen unabhängig voneinander in ihrer Helligkeit in einem Bereich von 0–100% stufenlos regelbar sind, lässt sich durch das Mischen der drei Farben rot, grün und blau in der Gesamtabstrahlung des Scheinwerfersystems jeder natürliche Farbton mit stufenlosen Übergängen realisieren. Die weiße Leuchtstoffröhre dient dabei zum Entsättigen. Auf einer Theaterbühne kann dadurch beispielsweise ein Horizont mit hoher Gleichmäßigkeit eingefärbt sowie mit Farbverläufen oder Farbakzenten versehen werden.
  • Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Scheinwerfersystems besteht darin, dass ein solches Scheinwerfersystem Leuchtstofflampen mit unterschiedlichen Leistungsparametern umfassen kann. Dadurch wird eine noch höhere Flexibilität erreicht.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst ein Scheinwerfersystem 4-polige Sockelleuchtstofflampen mit einem Sockeltyp 2G11. Diese kompakten Leuchtstofflampen strahlen eine sehr hohe Lichtleistung ab, ermöglichen aber dennoch ein Scheinwerfersystem mit sehr geringen Abmaßen. Dadurch sind solche Scheinwerfersysteme einfacher zu handhaben und erzeugen nur eine geringe Wärmeabstrahlung, was besonders in kleinen Studios von Vorteil ist.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Figuren zeigen:
  • 1 den schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Scheinwerfersystems mit Regeleinrichtung und
  • 2 den schematischen Aufbau eines Scheinwerfers mit vier Kompaktleuchtstofflampen in einem Blechgehäuse.
  • In der 1 ist ein Stromnetz 7 dargestellt, in welchem ein Netzteil 1 unterschiedliche Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 mit der notwendigen Elektroenergie versorgt. Dabei ist die Leuchtstofflampe 10 beispielsweise eine Kompaktleuchtstofflampe mit einer Leistung von 55 W und einem Sockeltyp 2G11. Diese Kompaktleuchte weist eine Röhre auf, die an einem Ende den Sockel 110 bzw. 120, 130, 140 hat, während der Röhrenkörper sich aus zei parallel geführten Röhrenteilen 11, 122 zusammensetzte, die an anderen Röhrenende durch ein u-förmiges Röhrenteil 113 verbunden sind. Diese nicht geradlinigen Röhren können erfindungsgemäß auch eine andere Form haben. Alle Röhren mit von der geraden Form abweichenden Röhrenteilen können das Problem ungleichmäßiger Lichtverteilung aufweisen, wenn sie nicht die erfindungsgemäßen Dimmer mit zugehörigen Widerständen aufweisen. Die Leuchtstofflampe 10 könnte jedoch auch einen anderen Typ und/oder eine andere Leistung aufweisen. Die Leuchtstofflampen 20, 30 und 40 sind ebenfalls Leuchtstofflampen des selben Typs, wobei die Leuchtstofflampe 20 rotes Licht abstrahlt, die Leuchtstofflampe 30 grünes Licht abstrahlt und die Leuchtstofflampe 40 blaues Licht abstrahlt. Hierbei können beispielsweise handelsübliche Leuchtstofflampen mit hitzebeständiger farbiger Folie überzogen werden, damit eine Leuchtstofflampe eine entsprechende Lichtfarbe abstrahlt. Von einer kodierbaren digitalen Schnittstelle 3 mit einem Eingang 6 und einem Ausgang 5, für den Anschluss an eine Signalsteueranlage mit DMX512-Signalcharakter, sowie einem Kodierer 4 führt ein Flachbandkabel 2 als Verbindung zu dem Netzteil 1, welches ein digitales Signal von der Schnittstelle 3 empfängt und damit die Phasenanschnittdimmer 14, 24, 34, 44 beaufschlagt. Bei Verwendung von Phasenanschnittsdimmern 14, 24, 34, 44 mit analogem Eingang muss noch jeweils ein Digital/Analog-Wandler 19, 29, 39, 49 vorgeschaltet werden. Anstelle der Einzelbauteile 1–3 kann auch eine kompakte Platine eingesetzt werden.
  • Bei einem Phasenanschnittdimmer wird der gepulste elektrische Stromfluss zu einer Leuchtstofflampe gesteuert, indem der Lampenzündpunkt während einer 50 Hz Netzspannungshalbwelle variabel gestaltet wird. Als Leistungsschalter werden dabei Triacs oder Thyristoren verwendet, bei denen die Eigenschaft ausgenutzt wird, dass diese bei jedem 0-Durchgang der Netzspannungswelle den Stromfluss unterbrechen. Der elektrische Strom fließt also von einem Zündpunkt bis zum nächsten 0-Durchgang der Netzspannung. Derartige Dimmer sind recht einfach aufgebaut und die verwendeten Bauteile können kurzzeitige Überlastungen vertragen.
  • Wie aus der 1 ersichtlich ist, sind die Phasenanschnittdimmer 14, 24, 34, 44 stufenlos von 0 bis +10 V ansteuerbar. Dabei werden die Phasenanschnittdimmer 14, 24, 34, 44 mit 256 Intensitätswerten beaufschlagt. Die Intensitätswerte sind über den gesamten Ansteuerbereich der Phasenanschnittdimmer 14, 24, 34, 44 derart verteilt, das der Übergang von einem Intensitätswert zu einem nächst höheren oder nächst tieferen Intensitätswert eine Veränderung der Helligkeit der zugehörigen Leuchtstofflampe 10, 20, 30, 40 zur Folge hat, die von einem menschlichen Auge über den gesamten Helligkeitsbereich von 0–100% als stufenlos wahrgenommen wird.
  • Ein elektronischer Ballast 11 mit entsprechenden Anschlüssen 13 und ein elektronisches Vorschaltgerät 12 für die Leuchtstofflampe 10 sind dem Phasenanschnittdimmer 14 nachgeschaltet. Dabei umfasst der elektronische Ballast 11 ein Pulsgerät, welchem ein Widerstand 15 vorgeschaltet ist. Das Pulsgerät mit Vorwiderstand in Kombination mit dem Phasenanschnittdimmer bewirkt eine stufenlose Regelbarkeit der Helligkeit der Leuchtstofflampe 10 in einem Bereich von 0–100%. In analoger Weise ist die rote Leuchtstofflampe 20 über einen elektronischen Ballast 21, entsprechenden Anschlüssen 23 und einem Vorschaltgerät 22 mit dem Phasenanschnittdimmer 24 gekoppelt, der über die kodierbare digitale Schnittstelle 3 und das Netzteil 1 beaufschlagt wird. In analoger Weise arbeiten der Phasenanschnittdimmer 34 für die grüne Leuchtstofflampe 30 und der Phasenanschnittdimmer 44 für die blaue Leuchtstofflampe 40.
  • Ein erster Kondensator 16 am Eingang des Phasenanschnittdimmers 14 „filtert" Impulsspitzen aus der Spannung heraus und glättet so die Spannung aus dem Netz 7 vor dem Eintritt in den Phasenanschnittdimmer 14. Der Ausgang des Phasenanschnittdimmers 14 und die direkte Phase 18 sind durch einen zweiten Kondensator 17 verbunden. Der zweite Kondensator 17 glättet die regelbare Ausgangsspannung des Phasenanschnittdimmers 14, indem er Impulsspitzen „herausfiltert", so dass das Ausgangssignal eine annähernd sinusartige Form annimmt. Der Vorwiderstand 15 hat die Aufgabe einer Ohm'schen Vorlast. Dadurch fließt ein Strom auf einem bestimmten Niveau, und die Impulsspitzen im Stromfluss werden gedämpft. Durch die Verwendung der Kondensatoren 16, 17 und des Ohmschen Widerstandes 15 entfallen Strom- und Spannungsspitzen, und die Leuchtstofflampe 10 kann auch als einseitig gesockelte Kompaktleuchte mit einer Leistung von mehr als 36 W im gesamten Bereich zwischen 0 und 100% stufenlos geregelt werden.
  • Als Vorschaltgeräte 12, 22, 32, 42 werden erfindungsgemäß moderne elektronische Vorschaltgeräte verwendet, die eine flackerfreie Zündung und ein flimmerfreies Licht bei hoher Wirtschaftlichkeit und geringen Energiekosten garantieren. Die elektronischen Vorschaltgeräte 12, 22, 32, 42 wandeln die Netzspannung in eine Hochfrequenzschwingung von etwa 35 bis 50 kHz um.
  • Dadurch wird das 100 Hz-Flimmern, auch Stroboskopeffekt genannt, deutlich schwächer und praktisch unsichtbar.
  • Die Helligkeit aller Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 kann über ein von der kodierbaren digitalen Schnittstelle 3 empfangenes Signal gleichzeitig, unabhängig voneinander und für ein menschliches Auge stufenlos wahrnehmbar in einem Bereich von 0–100 % geregelt werden, so dass ohne Rücksicht auf die jeweilige Leistung einer Leuchtstofflampe 10, 20, 30, 40 eine stufenlose Farbüberblendung eines zu beleuchtenden Punktes in einem Theater oder an einem Objekt möglich ist. Helligkeits- oder Farbsprünge sind somit vermeidbar. Dadurch ist beispielsweise der Effekt eines Sonnenaufgangs oder Sonnenuntergangs vorteilhafter darstellbar. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Verwendung von einseitig gesockelten Kompaktleuchtstofflampen mit einem Sockeltyp 2G11, z.B. der Bauart Osram Dulux L 55W der Firma Osram, Berlin, DE, mit denen eine hohe Lichtausbeute bei kompakten Abmaßen erzielt wird, wobei im erfindungsgemäßen Scheinwerfersystem Kompaktleuchtstofflampen dieses Typs gerade mit einer Leistung oberhalb von 36 W verwendet: werden können und eine Helligkeitssteuerung in einem Bereich von 0–100% stufenlos erfolgt.
  • In der 2 ist ein Scheinwerfer 50 schematisch als Blechgehäuse mit vier Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 dargestellt, die als Kompaktleuchtstofflampen ausgebildet sind. Die Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 weisen eine U-Form auf, so dass die Enden der Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 jeweils nebeneinander liegen und nur ein Sockel 110, 120, 130, 140 pro Leuchtstofflampe 10, 20, 30, 40 benötigt wird. Dadurch ist diese Ausführungsform eines Scheinwerfers besonders kompakt. Für die Sockel 110, 120, 130, 140 ist hier der Sockeltyp 2G11 gewählt worden. Kompaktleuchtstofflampen dieses Typs haben Leistungen von 55 W oder höher. Bevorzugt liefert die Leuchtstofflampe 10 weißes, die Leuchtstofflampe 20 rotes, die Leuchtstofflampe 30 grünes und die Leuchtstofflampe 40 blaues Licht. Anstelle der Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 können auch nur weiße Leuchtstofflampen 10, rote Leuchtstofflampen 20, grüne Leuchtstofflampen 30 oder blaue Leuchtstofflampen 40 verwendet werden. Bei größerer Helligkeitsanforderung ist vorgesehen, diese Kompakteinheit weißer, roter, grüner und blauer Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 zu vervielfachen. Das farbige Licht erhält man dadurch, dass die U-förmigen Leuchtstofflampen mit einem farbigen Überzug versehen werden. Als Überzug werden vorzugsweise hitzebeständige Folien verwendet, die als der Bauform der Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 angepasste Schläuche ausgeformt sind. Derartige schlauchförmige Überzüge können über die Leuchtstofflampen 10, 20, 30, 40 geschoben und bei Bedarf, wie z.B. bei Farbwechsel oder Lampenaustausch, wieder entfernt werden. Außerdem verfügt der Scheinwerfer 50 über einen Reflektor, der aus vier Reflektorteilen 51, 52, 53, 54 besteht, die an seitlich am Scheinwerfer 50 angebracht sind. Diese Reflektoren sind verspiegelt und verbessern die Lichtausbeute.

Claims (14)

  1. Scheinwerfersystem mit Regeleinrichtung, umfassend mindestens eine kodierbare digitale Schnittstelle und mindestens je eine Leuchtstofflampe sowie einen Phasenanschnittdimmer, einen elektronischen Ballast und ein elektronisches Vorschaltgerät für die Leuchtstofflampe, wobei der elektronische Ballast als Pulsgerät ausgebildet und mit dem elektrischen Vorschaltgerät verbunden ist und der elektronische Ballast über den Phasenanschnittdimmer von der Schnittstelle mit einem Signal beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtstofflampe (10, 20, 30, 40) als Kompaktleuchte mit einseitigem Sockel (110, 120, 130, 140) und nicht geradliniger Röhre ausgebildet ist, deren Helligkeit durch den Dimmer (14, 24, 34, 44) in einem Bereich von 0–100% stufenlos regelbar ist.
  2. Scheinwerfersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Scheinwerfersystem eine bauliche Einheit (50) bildet.
  3. Scheinwerfersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kodierbare digitale Schnittstelle (3), der Phasenanschnittdimmer (14, 24, 34, 44), der elektronische Ballast (13, 23, 33, 43) und das elektronische Vorschaltgerät (12, 22, 32, 42) eine bauliche Einheit bilden.
  4. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Phasenanschnittdimmer mit einem digitalen Eingang oder mit einem analogen Eingang, welchem ein Digital/Analog-Wandler (19, 29, 39, 49) vorgeschaltet ist, ausgebildet ist.
  5. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Phasenanschnittdimmer (14, 24, 34, 44) eingangsseitig ein kapazitiver Widerstand (16, 26, 36, 46) für die Glättung der Netzspannung vorgeschaltet und ausgangsseitig ein kapazitiver Widerstand (17, 27, 37, 47) für die Glättung der Regelspannung sowie ein Ohmscher Widerstand (15, 25, 35, 45) als Grundlast für das System nachgeschaltet ist.
  6. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die kodierbare digitale Schnittstelle (3) mit einer Signalsteueranlage koppelbar ist, deren Funktion auf einem DMX512-Protokoll beruht.
  7. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Scheinwerfersystem mehrere Leuchtstofflampen (10, 20, 30, 40) umfasst, deren Helligkeit der Leuchtstofflampen getrennt voneinander bei Wahrnehmung durch ein menschliches Auge in einem Bereich von 0–100% stufenlos regelbar ist.
  8. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung mehrerer Leuchtstofflampen (10, 20, 30, 40) im System diese in voneinander verschiedenen Farben strahlen.
  9. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Scheinwerfersystem mindestens je eine weißes, rotes, grünes und blaues Licht abstrahlende Leuchtstofflampe (10, 20, 30, 40) umfasst.
  10. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung mehrerer Leuchtstofflampen (10, 20, 30, 40) im System diese voneinander verschiedene elektrische Leistungen aufweisen.
  11. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtstofflampe (10, 20, 30, 40) eine Leistung von mindestens 40 W, vorzugsweise 55 W oder mehr, aufnimmt.
  12. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtstofflampe (10, 20, 30, 40) als Kompaktleuchte ausgebildet ist, deren Röhre aus zwei parallel angeordneten und an einem Ende mit dem Sockel verbunden Röhrenteilen (111, 112) besteht, die am anderen Ende durch ein U-förmiges Röhrenteil (113) miteinander verbunden sind.
  13. Scheinwerfersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Scheinwerfer (50) ein in sich geschlossenes Blechgehäuse, vorzugsweise aus Aluminium, mit mindestens einem Eingangsstecker für das Netz, mindestens einem DMX512-Eingang, mindestens je einem Phasenanschnittdimmer (14, 24, 34, 44), einem Vorschaltgerät (12, 22, 32, 42), einer Fassung für eine Leuchtstofflampe (10, 20, 30, 40), einem Reflektor, einer am Gehäuse angebrachte Aufhänge- und Verstelleinrichtung sowie dem Phasenanschnittdimmer zugeordneten Kondensatoren (16, 17; 26, 27; 36, 37; 46, 47) und Widerständen (15, 25, 35, 45) für die stufenlose Regelung umfasst.
  14. Scheinwerfersystem für Effektbeleuchtungen in Theatern, in Studios und auf Bühnen sowie bei Objektbestrahlungen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einseitig mit einem Sockel versehene Kompaktleuchte mit einer Leistung größer als 40 W, stufenlos regelbar im Bereich von 0–100% Helligkeit.
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