DE2037258C3 - Geschlossene Rührwerksmühle - Google Patents
Geschlossene RührwerksmühleInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C17/00—Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
- B02C17/16—Mills in which a fixed container houses stirring means tumbling the charge
- B02C17/161—Arrangements for separating milling media and ground material
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Description
Die Erfindung betrifft eine geschlossene Rührwerksmühle
zur Zerkleinerung und Verteilung von Feststoffen in Flüssigkeiten, mit einem — insbesondere
stehenden — teilweise mit Mahlkörpern gefüllten Mahlbehälter, in dem ein hochtourig antreibbares
Rührwerk angeordnet ist, wobei der Mahlbehälter einen Zulauf für Feststoff und Flüssigkeit und einen
Auslaß aufweist, vor dem ein im Mahlbehälter befindlicher Siebkörper zur Trennung der Mahlkörper
von der Feststoff-Flüssigkeits-Dispersion angeordnu ist, Derartige Rührwerksmühlcn werden kontinuierlieh
betrieben.
Aus der Patentschrift 69 998 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Berlin ist eine derar-
#:Λ« ..1I ι: 1: i- n::i ι ::lu u„
«ig^/ unliving:» ui.£^viiut* nuiii Tri.1 ivaiiiuiin. n.-
kannt, bei der der Siebkörper als konzentrisch zur Rührwerkswellenachse angeordneter seitlich durch
die Behälterwandung herausnehmbarer Siebkasten ausgebildet ist. Dieser Siebkörper ist lediglich dem
im Bereich der Rührwerkswelle in deren Achsrichtung wirkenden Staudruck der Mahlgui-Mahlkörper-Strömung
ausgesetzt, so daß dieses Sieb sich von innen nach außen zusetzt. Die weitere Folge des auf
das Sieb einwirkenden Staudrucks ist die Gefahr, daß dieses Sieb eingedrückt wird. Außerdem ist es einem
hohen Verschleiß durch die Mahlkörper ausgesetzt. Darüber hinaus ist die Siebfläche verhältnismäßig
klein. Darüber hinaus wird durch die Ausbildung des Siebkörpers im Bereich des Auslasses ein großer Totraum
iiebchaffen, in dem keine Flüssigkeitsströmung
staufindet. Dadurch bedingt ist eine Reinigung dieser bekannten Rührwerksmühle in geschlossenem Zustand
nur schwer oder gar nicht möglich. Des weiteren kann dieser bekannte Siebkörper hei der häufigsten
Ausführungsform von Rührwerksmühlen, niirnlich bei von unten nach oben durchströmten Rührwerksmüiilen.
bei denen die Rührwerkswelle oben fliegend gelagert ist. nicht angewendet werden, da ein
solcher konzentrisch zur Rührwerksweile angeordneter Siebkasten nur dort angeordnet werden kann.
wo die Rührwerkswelle den Mahlbehälter nicht durchdringt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei
einer Rührwerksmühle der eingangs beschriebenen Art den Siebkörper so auszugestalten, daß er eine
optimale Oberfläche hat und zur Vermeidung des Zusetzcns von der Mahlgut-Mahlkörper-Strömun«
allseitig gut umspült wird.
Diese Aufgabe wird erlindungsgemaß dadurch gelöst,
daß als Siebkörper ein oder mehrere rohrformige
Siebpatronen dienen, die in den Raum /wischen Wellenachse und Behälterwand hineinragen. Durch
die Ausgestaltung des Siebkörpers als an sich bekannte rohrförmige Siebpatronen wird cmc groHe
Sichfläche auf kleinstem Raum ei/ielt. Durch die crfindungsgemäßi.
Anordnung jeder Siebpatrone w;rd erreicht, daß diese stets von der sich in der Rühr werksmühle
einstellenden Strömung allseitig mit der Folge umspült werden, daß ein Zusetzen der Siebpatronen
vermieden wird und daß ein harter Aufprall der Mahlkörper und der dadurch bedingte Verschleiß
weitgehend unterbunden wird. Dadurch, tij'i jede Siebpatrone bei der erfindungsgemäßen Anordnung
von der Mahlgut-Mahlkörperströmung völlig frei umflossen wird, können sich auch keine toten
Zonen bilden, die hei einer Reinigung der Rührwerksmühle
mit SpülflüssigkuMt nicht erfaßt würden.
Daher ermöglicht die trtmdungsgcmäße Anordnung auch ein einfaches, wirkungsvolles und schnelles Reinigen
einer solchen Rührwerksmühle in geschlossenem Zustand. Die Anordnung der Siebpatrone
oder -patronen ist an praktisch jeder Stelle des Mahlbehältcrs
möglich, ohne daß auf die Rührwerksausbildung und Anordnung nennenswerte Rücksicht genommen
werden muß. Durch die crfindungsgemaßeii
Maßnahmen wird die Ausbildung der Mahlgut-Mahlkörper-Slrömung
in Mahlbehälter nicht beeinträchtigt. Der konstruktive Aufwand ist gering, da die
.Siebpatronen leicht herstellbar sind und als Teile mit \erhältnismäßig (.!einem Ouerschnitt nur kleine Bereiche
für ihre Mindurchführung durch die Behälterwand erfordern. Dadurch wird auch der in vielen
mantel nur an einer verhältnismäßig kleinen Stelle gestört.
In der Praxis hat sich eine Ausbildung als besonders vorteilhaft erwiesen, bei der beidseitig neben der
Rührwerkswelle je eine Siebpatrone seitlich vorbeigeführt ist. Hierbei wird das Oplimum an großer
Oberfläche und guter Umspülung erreicht.
Alternativ und kumulativ kann es auch zweckmäßig sein, wenn eine Siebpatrone radial angeordnet ist.
die mit <hrcm freien Ende dicht bis an die Rührwerkswelle
her.inrcicht. Auch hierbei wird eine gute Umspülung erreicht, ohne daß konstruktiv auf die
Ausgestaltung des Rührwerks Rücksicht genommen werden muß.
Wenn gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaitung
der Erfindung die Siebpatronen achsparallel zur Rührwerkswelle in Ausnehmungen der Deckelplatte der Rührwerksmühle eingesetzt sind, wird eine
gute Umspülung gewährleistet und gleichzeitig die Bildung von Toträumen — insbesondere hei stehenden
Maschinen — vollständig ausgeschlossen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. I einen Längsschnitt durch den oberen Teil
einer Rührwerksmühle mit Siebpatronen.
F i g. 2 einen Querschnitt durch die Rührwerksmühle nach Fig. 1 gemäß der Schnittlinie IE-II in
Fig. 1 und
Fig.3 einen Längsr-chniu di\"-h den oberen Teil
einer Rührwerksmühle mit c-;-<' snüeren Anordnung
der Siebpatronen.
Bei der Rührwerksn ...Ie nach Fig. 1 und 2 ist in einem Mahlbehä' -^r ι ^in hochtouri«; angetriebenes
Rührwerk angeonj ■ t, das aus einer Rührwerkswelle
2 und mehreren Rührscheiben 3 besteht. Es handelt sich hierbei um eine stehende, an ihrem oberen
Ende geschlossene Rührwerksmühle. F.ine elastische Ringscheibe 4 ist einerseits mittels eines angeschraubten
Ringes 5 mit dem Mahlbehälter 1 und andererseits mittels eines ebenfalls angeschraubten Ringes
6 mit einem Lagerkörper? für die Rührwerkswelle 2 verbunden. Durch die elastische Ausbildung
der Ringscheibe 4 wird erreicht, daß irotz des am oberen Ende der Rührwerkswelle 2 befindlichen, in
der Zeichnung nicht dargestellten Antrieb"s mit einseitiger (fliegender) Lagerung der Rührwerkswelle 2
letztere in gewissem geringem Maß seitliche Bewegungen ausführen kann.
Das Mahlgut wird in bekannter Weise dem Mahlbehälter 1 an dessen unteren — in der Zeichnung
nicht dargestellten —Ende zugeführt. Der Innenraum des Mahlbehälters 1 ist zu 50 bis 70 ° ο mit klein
η kugelförmigen Mahlkörpern mit einem Durchmesser von beispielsweise 0,2 bis 3 mm, gefüllt Im
Mahlbehältcr I stellt sich eine Mahlgut-Dispersions-Strömung
ein, die von unten nach oben gerichtet ist. Das Mahlgut verläßt die Rührwerksmühle über einen
ais Auslaß dienenden Äusiaßsiiiijen S. An diesen
Auslabstutzen 8 sind bei dem Ausführungsbeispiel niu;h Fig. Ί und 2 drei rohrförmige Siebpatronen9,
10, H angeschlossen. Diese Siebpatronen sind am oberen Ende des Mahlbehälters 1 durch dessen
Wand hindurchgeführt. Sie sind in Hülsen 12, 13 und i4 angeordnet, die in Ausnehmungen der Behälterwand
eingesetzt sind. Das Einsetzen und Herausnehmen der Siebpatronen 9, 10, 11 ist möglich, ohne daß
die Rührwerksmühle geöffnet werden muß.
Die Siebpatronen 9 und 11 sind an der Rührwerkswelle 2 seitwärts vorbeigeführt, während die Siebpatrone
10 kurzer ausgebildet ist und bis dicht an die Rührwerkswelle 2 heranreicht.
Durch die Anordnung dieser Siebpatronen 9, 10, 11 wird also der Antrieb des Rührwerkes über die
Rührwerkswelle2 nicht behindert. Es könnte z.B. auch oberhalb der Siebpatronen 9, 10, 11 auf der
Ruhrwerkswelle 2 eine weitere Rührscheibe 3 angeordnet werden. Aber auch ohne eine solche zusätzliche
Rührscheibe ist bei der dargestellten Anordnung der Siebpatronen die Gewähr dafür gegeben,
daß die Mahlgut-Dispersions-Strömung sich vom unteren E-nde der Rünrwerkswelle 2 bis zum oberen
verschlossenen Ende des Mahlbehälters 1 voll ausbilden kann mit der Folge, daß die Siebpatronen allsei-
is tig von der Strömung umspüit werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 sind zwei jeweils einen oberen Randflansch 17 bzw. 18
aufweisende Siebpatronen 15 bzw. 16 mittels Gewindestopfen 19 bzw. 20 in eine Deckeiplatte 21 der
ao Rührwerksmühle fest eingesetzt. Zum Einschrauben
der Gewindestopfen 19 b?w. 20 in die Deckelplatte 21 dienen Vierkante 22 uzw. 23. Die Gewindestopfen
19 bzw. 20 weisen je einen Hohlraum 24 bzw. 25 auf und sind mit radial verlaufenden Kanälen 26
as bzw. 27 versehen, die zu einem den Lagerungskörper
31 der Rührwerkswelle 2 umgebenden Sammelraum 30 führen. Dieser Sammelraum 30 steht n. : einem
als Auslaß dienenden Auslaßstutzen 32 in Verbindung.
Auch in diesem Falle be-vegt sich die Mahlgut-Dispersions-Strömung
von dem in der Zeichnung nicht dargestellten unteren Ende der Rührwerksmühle nach oben. Sie umspült hierbei die Siebpatronen 15
und 16. Die Mahlkörper werden an der Außenfläche der Siebpatronen. zurückgehalten; die fertig bearbeitete
Mahlgutdispersion gelangt dann durch die Innenräume der Siebpatronen in die Hohlräume 24
bzw. 25 der Gewi.idestopfen 19 bzw. 20. Von dort Hießt die Mahlgut-Dispersion über die Radialkanäle
26 bzw. 27 und den Sammelraum 30 zum Auslaßstutzen 32.
Es ist ersichtlich, daß der Austausch der Siebpatronen 15 und 16 — sei es :um Zweck der Reinigung,
sei es zum Einsetzen einer neuen Siebpatrone
— s'-ch sehr bequem durch Herausschrauben der zugehörigen
Gewindestopfen 19 bzw. 20 durchführen läßt. Die Deckelp'.atte 21 braucht hierzu nicht von
dem Mahlbehälter 1 abgenommen zu werden.
Damit die Rührwerkswelle 2 zusammen mit der
So Deckelplatie 21 und den Siebpatronen 15 bzw. 16
auch in diesem Falle geringe seitliche Pendelbewegungen durchführen kann — das untere Ende der
Rührwerkswelle 2 ist nicht gelagert — ist die Deckelplatte 21 mit dem Mahlbehälter 1 über einen elasti-
sehen Uumminng Äs verbunden
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Geschlossene Rührwerksmühle zur Zerkleinerung
und Verteilung von Feststoffen in Flüssigkeilen, mit einem — insbesondere stehenden —
teilweise mit Mahlkörpern gefüllten Mahlbehälter, in dem ein hochtourig antreibbares Rührwerk
angeordnet ist, wobei der Mahlbchälter einen Zulauf
für Feststoff und Flüssigkeit und einen Auslaß aufweist, vor dem ein im Mahlbehälter befindlicher
Siebkörper zur Trennung der Mahlkörper von der Feststoff-Flüssigkeits-Dispersion angeordnet
ist, dadurch gckennyeichn. i,
daß als Siebkörper ein oder mehrere rohrförmige Siebpatronen (9, 10, Ii bzw. 15, 16) dienen, die
in den Raum zwischen Wellenachse und Behälterwand hineinragen.
2. Rührwerksmühle nach Anspruch I, dadurch gekennz--;chnet, daß beidseitig neben der RührwerksweSie
(2) je eine Siebpatrone (9, 11 bzw. 15,16) seitlich vorbeigeführt ist.
3. Rührwerksmühle nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß eine Siebpatrone
(10) radial angeordnet ist, die mit ihrem freien Ende dicht bis an die Rührwerkswelle (2) heranreicht.
4. Rührwerksmühle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebpatronen (15, 16)
achspa'allel zur Rührwerkswelle (2) in Ausnehmungen
der Deckelplatte (21) der Rührwerksmühle eingesetzt sind.
Priority Applications (8)
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