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Mu££-Hands chun-Kombination Die Erfindung betrifft BekleidungsstUcke
im allgemeinen und insbesondere eine neuartige Kombination eines Handschuhpaares
mit einem besonderen, muffartigen Behälter, welcher dazu vorgesehen ist, je eine
Hand zweier Personen verschiedenen Geschlechts, die eine Anziehungskraft aufeinander
ausüben, aufzunehmen und warmzuhalten.
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Handschuhe sind natürlich genauso wie zum Tragen fUr eine Person bestimmte
Muffe seit Jahrhunderten in unzähligen Formen bekannt. Beispiele für Muffe sind
zu finden in dem
im Jahre 1869 an Bernhard Levey verliehenen Patent
der Vereinigten Staaten Nr. 95,240 und dem 1889 an Otto Kaehler verliehenen Patent
Nr. 405,097. Das in jüngerer Zeit, im Jahre 19ru3 an Elizabeth Kertesz verliehene
Patent der Vereinigten Staaten Nr. 2,321,091 offenbart ein Kleidungsstück, das entweder
als Handschuh oder mit einem zweiten gleichen Kleidungsstück als Handschuh-Muff-Kombination
dienen kann. Es wurden jedoch bisher keine Patente ermittelt, welche die besondere,
neuartige Kombination der vorliegenden Erfindung oder die darin gezeigte Konstruktion
eines muffartigen Behälters offenbaren, auch scheint in keinem der früheren Patente
ein Kleidungsstück vorgesehen zu sein, das die Zwecke der vorliegenden Erfindung
erfüllen würde.
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Bis Setzt ist es so in Gegenden mit kaltem Klima, daß wenn zwei Personen
verschiedenen Geschlechts zusammen draußen sind und jeweils den Wunsch haben, die
Hand des Partners zu halten, sie dies jetzt mit behandschuhten Händen tun oder ihre
Hände der Kälte aussetzen müssen, falls sie versuchen sollten, sich an den Händen
zu halten, ohne Handschuhe an den vereinigten Händen zu tragen. In letzterem Falle
riskieren sie, daß der eine oder beide der nicht benutzten Handschuhe verloren gehen,
insbesondere wenn versucht wird, die Hand des Anderen während einer Fahrt im Skilift
auf einen Berg hinauf oder während eines aufregenden Fußballspieles oder bei einem
anderen Sportereignis in einer gedrängten Menschenmenge zu halten.
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Da weiterhin die OfNnungen in einem konventionellen Muff normalerweise
koaxial angebracht sind, kann ein solcher
Muff nicht bequem von
zwei Leuten benutzt werden, die nebeneinander sitzen und jeweils die rechte und
die linke Hand benutzen. Der von den beiden Mufföffnungen gebildete Winkel von 1800
gestattet kein bequemes Einschieben zweier benachbarter Hände fn den Muff. Außerdem
ist es bisher nicht möglich gewesen, daß zwei solche Personen ihre Zusammengehörigkeit
durch gleiche Kleidung demonstrieren, außer durch gleiche Handschuhe, von denen
der eine jeweils von einer Hand entfernt werden muß, falls sie den Wunsch haben,
sich bei Händen zu halten. Zwar ist in dem oben erwähnten an Kaehler und andere
verliehenen Patente ein geldbeutelartiges Fach im Muff vorgesehen, doch würde dies
nicht dazu geeignet sein, viele oder große Stücke aufzunehmen und zu verwahren,
auch sind die bisher vorhandenen muffartigen Gegenstände nicht mit an der Gesamtkonstruktion
des Beutelkörpers mit Reißverschluß befestigten einsteckbaren Stulpen versehen,
und können nicht mit Hilfe eines Tragriemens über der Schulter getragen werden.
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Die Erfindung betrifft also einen muffartigen Behälter zum Aufnehmen
von Händen, gekennzeichnet durch einen hohlen, biegsamen, fellartigen Körper, der
groß und weit genut ist, um bequem ein Paar Hände aufzunehmen, und an dem sich zwei
radial zu seiner Mitte angebrachte Offnungen befinden, deren Achsen einen Winkel
von im allgemei-0 nen weniger als 180 bilden, Reißverschlüsse zum Öffnen und Schließen
der genannten oeffnungen, und ein Paar biegsamer Stulpen, von denen jeweils das
eine Ende in eine der Öffnungen eingeführt und an der Innenseite des Körpers befestigt
ist, die beide leicht schräggestellt außen
am Körper angebracht
sind, und die sich nach innen wenden und durch die oeffnungen in den Körper schieben
lassen, in dem sie an einem Ende befestigt sind, wodurch sie sich völlig innerhalb
des Körpers befinden, der mittels der Reißverschlüsse verschließbar ist.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß der Behälter bei geschlossenen
Reißverschlüssen zur Aufnahme von Kosmetika und anderen ähnlichen Artikeln dienen
kann. Weiterhin kann mit dem vorgesehenen Tragriemen der Behälter über die Schulter
getragen werden.
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Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Bekleidungselementes ist es leicht
möglich, daß Paare nebeneinander sitzen und sich im Schutz des wärmespeichernden
Behälters an den Händen halten, während die anderen Hände von zu der Kombination
gehörigen Handschuhen oder Fausthandschuhen bedeckt sein können. Für diese Beschreibung
und die dazugehörigen Ansprüche steht der Ausdruck "Handschuhe" sowohl für "Fausthandschuhe",
eine "£austhandschuhahnliche" Handbekleidung, als auch für Fingerhandschuhe. Kombiniert
mit dem Paar dazupassender Handschuhe wird ein solcher Gegenstand eine große Anziehungskraft
insbesondere auf junge, verliebte Paare und andere ausüben, die den Wunsch haben,
bei einer im Freien stattfindenden Veranstaltung wie z.B. Fußball, Eishockey oder
in einem Bergskilift Hand in Hand zu sitzen. Weiterhi ann dieser Behälter von einer
Person des Paares leicht zu der Stelle getragen werden, wo sie Hand in Hand sitzen
wollen. Bei der bevorzugten Kombination ist ein Paar Handschuhe vorgesehen, das
bei Nichtgebrauch in dem Behälter aufbewahrt werden kann. Natürlich ist es wünschenswert,
daß eine der beiden Personen ein
eigenes Paar dazupassender Handschuhe
auf dem Weg zu dem Trerfplatz und zurück trägt, und es sollte, wenn der erfindungsgemäße
Bellälter und die dazugehörige Handschuhkombination verwendet wird, das eine Paar
Handschuhe oder je ein ergänzender Handschuh jeden Paares in einer Tasche oder einem
anderen zweckmäßigen Aufbewahrungsort verwahrt werden.
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Dadurch, daß die Stulpen in den Behälter eingesteckt werden können
und durch das Vorhandensein der Reißverschlüsse an den oeffnungen ist es möglich,
den Behälter als Ganzes in einem minimal kleinen Raum zusammenzuhalten und ihn so
bequem zu transportieren. Weiterhin entfällt für ein weibliches Wesen die Notwendigkeit,
eine Handtasche mitzunehmen, da sie gewisse Gegenstände, die sie braucht, in dem
Behälter aufbewahren kann. Diese erwünschten Merkmale der Erfindung macht sie insbesondere
für junge Paare anziehend.
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Fig. 1 ist die Ansicht eines jungen Paares in einem Skilift, die die
erfindungsgemäße Kombination tragen, Fig. 2 ist eine genaue Darstellung des Behälters
der Kombination mit ausgezogenen Stulpen, Fig. 3 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig.
2, jedoch mit eingezogenen Stulpen und geschlossenen Reißverschlüsseln, Fig. 4 ist
eine auseinandergezogene Ansicht der Behälterteile vor Zusammenbau.
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Aus Fig. 1 ist zu entnehmen, daß der erfindungsgemäße muffartige Behälter
10 von einem Paar in der gezeigten Art und Weise anwendbar ist. Bei dieser Darstellung
ist die linke Hand des Mannes durch die eine Stulpe 12a und die rechte Hand der
Frau durch die andere Stulpe 12b in den Behälter eingesteckt, so daß beide Hände
sioh in der vom Uberzug 16 umgebenen fellgefütterten Tasche 14 vereinigen können.
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In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Behälter
10 aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt, die in Fig. 4 einzeln gezeigt
sind. Der Behälter wird wie folgt zusammengesetzt: Ein Stück Schaffell oder fellbedeckte
Haut ist zu der symmetrischen Form 18 zugeschnitten, die in der Grundform des Beutels
als Uberzug 16 dienen soll. Ein Stück des gleichen Felles ist zu zwei Stulpenteilen
zugeschnitten, wie sie beide in Fig. 4 dargestellt sind und als Grundlage für die
Überhandschuhe 12a und 12b dienen.
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Eine Reihe Löcher 21 ist an den entgegengesetzten Enden des Stückes
20 für eine Schnürverbindung eingestanzt. Aus einem vorzugsweiseweichen Stück Leder
von ansprechendem Aussehen wird jeweils ein Paar Einsteckstulpen 22 in der in Fig.
4 gezeigten Form und ein Streifen 24 zum Verbinden der Kanten zu der symmetrischen
Form zugeschnitten, die ebenfalls in dieser Figur gezeigt ist. Außerdem ist ein
Paar Reißverschlüsse 26 notwendig, die beide eine der Länge der Kanten 22f, 22g
entsprechende Länge aufweisen, und zwar jeweils an den Punkten 22d und 22e der Einsteckstulpen
22 beginnend, welche bei der dargestellten Ausführungsform knapp 18 cm betragen.
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Der Behälter 10 kann aus diesen verschiedenen Bestandteilen am besten
in folgender Weise zusammengesetzt werden: Die Reißverschlüsse 26 werden zuerst
auseinandergezogen und jeweils die eine Hälfte 26a wird auf den inneren Bereich
der Kante 220 der eine. Einsteckstulpe 22 und die andere Hälfte 26b wird über den
inneren Bereich der Kante 22b der Stulpe geheftet.
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Die beiden Stulpenformen 20 werden dann als nächstes an die Einsteckstulpen
22 geheftet, wobei die Kanten 20d, 20e und 20c der Stulpenrorm 20 jeweils an die
Kanten 22b, 22c und 22a der Zwickeleinsätze angenäht werden. Dann werden die mit
den Stulpenformen 20 kombinierten Einsteckstulpen 22 an die Beutelform 18 dadurch
angeheftet, daß die Kanten 18g, 18h der letzteren jeweils an die. Kanten 22f, 22g
der Einsteckstulpen 22 angenäht werden. Der Riemen 28 wird durch Falten der Hälften
28a, 28b an der Faltlinie 28c und Anheften der Kante 28d an die entgegengesetzte
Kante 28e hergestellt, wonach der fertiggestellte Riemen 28 in die Schnalle 30 eingezogen
wird. Diese Riemen-Schnallenkombination wird an einer Seite des Beutels 18 angebracht,
und die andere Schnalle 32 wird an der anderen Seite befestigt. Die bogenförmigen
Kanten 18e, 18f des Beutels 18 werden dann zusammengenäht. Die Stulpen 20 werden
nun mit einem Stück der Verschnürung 34 zusammengeschnürt, wodurch die Stulpenkanten
20a und 20b vereinigt werden. Nun wird die Riemenschlinge 36 an der Mitte des die
Kanten vereinigenden Streifens 24 und parallel zu diesem angenäht. Dann wird als
nächstes der Streifen 24 über dem Saum am Boden des Beutels festgenäht, was wie
bereits festgestellt, durch Zusammenheften der bogenförmigen Kanten 18 18f bewerkstelligt
wird. Weiterhin wird der
Streifen 24 um die Stulpenöffnungen 36a,
36b in der Weise gelegt, daß die inneren und äußeren Lochreihen 24e, 24g, 24S, 24h
auf die Kante des Beutels aufgelegt und auf die Kante der Oeffnungen 36a> 36b
geheftet werden, und zwar als Verbindungs- oder Zierleisten, um den Saum zu verdecken,
welcher durch Annähen der Einsteckstulpen 22 an den Beutel 18 entstanden ist. In
diesem Zusammenhang soll darauf hingewiesen werden, daß der Streifen 24 gerade so
lang vorgesehen ist, daß zwei Schlaufen geformt werden können, die beim Schließen
der Reißverschlüsse zum Halten dienen.
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Der Behälter wird normalerweisè so getragen, wie es in Fig. 3 gezeigt
ist, wobei beide Stulpen 12a, 12b eingesteckt sind, so daß sie in der mit Schafwolle
oder Fell gefütterten Tasche 14 zu liegen kommen, und wobei die Reißverschlüsse
26 zugezogen sind und die oeffnungen 36a, 36b verschlossen halten, durch welche
die Stulpen 12a, 12b eingesteckt oder herausgezogen werden können.
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Der Riemen 28 ist so eingestellt, daß der Beutel entweder über die
Schulter des Benutzers oder mit der Hand getragen werden kann. Der Benutzer kann
auch einen oder mehrere persönliche Stücke wie z.B. Lippenstift, Zigarettenanzünder,
Puder usw. in der Tasche aufbewahren.
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Wenn zwei Personen den Behälter 10 zusammen benutzen wollen, werden
die Reißverschlüsse 26 nach unten gezogen und beide Stulpen werden durch die öffnungen
36a, 36b in die in Fig. 2 gezeigte langgezogene Stellung zum Aufnehmen der Hände
herausgezogen. Der Riemen 28 kann dann nach Wunsch so gestrafft werden, daß er dem
Umfang des
Behälters entspricht und bei einer gemeinsamen Benutzung
des letzteren nicht stört, wie es in Fig. 1 gezeigt und oben erwähnt ist.
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Zusammen mit dem Behälter 10 sollte vorzugsweise ein mit Schaffell
oder Pelz gefüttertes Paar Fausthandschuhe gebraucht werden, das aus dem gleichen
Material hergestellt ist, wie es bei der Herstellung des Behälters 10 und der Stulpen
12a, 12b verwendet wurde, so daß Behälter und Fausthandschuhe zusammenpassen, wenn
sie'in der in Fig. 1 gezeigten Art und Weise von zwei Personen getragen werden.
Solche Fausthandschuhe sind jedoch in einer nach dem Stand der Technik wohlbekannten
Art und Weise herzustellen und werden nicht, außer in Kombination mit dem Behälter
10> für sich als die vorliegende Erfindung beansprucht.