DE2036132B2 - - Google Patents
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-
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Description
45
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trennung von unlöslichen Bestandteilen aus Flüssigkeiten unter
Verwendung eines Behiilters und einer sich darin drehenden
Filtertrommel, auf deren Oberfläche eine Schicht eines Vorbescriichtungsmaterials aufgebracht
wird, die nach erfolgter Abnutzung in gewissen Zeitab-Ständen durch Eintauchen der Trommel in einen in den
Behälter eingebrachten Brei des Vorbeschichtungsmaierials erneuert wird, ind anschließenden teilweisem
Eintauchen der mit der Schicht aus dem Vorbeschichtungsmaterial versehenem Trommel in eine in den Behälter
eingeführte, die unlöslichen Bestandteile enthallende Flüssigkeit, wobei ein Druckgefälle zwischen
dem Äußeren und dem Inneren der Trommel aufrechterhalten und die sieh auf der Trommel ablagernde
Schicht aus unlöslichem Material und ein kleiner Teil der Schicht aus Vorbeschichtungsmaterial von dem aus
der Flüssigkeit herausragenden Abschnitt der Trommel unmittelbar vor dem Wiedereintauchen dieses Abschnitts
in die Flüssigkeit kontinuierlich entfernt wird. &5
Bei einem vorbekanni:en Verfahren der angegebenen Art (US-PS 21 20 455) ist nur teilweises Eintauchen des
Trommelfilters sowohl in den Vorbeschichtungsbrei als auch in die die unlöslichen, auszufilternden Bestandteile
enthaltene Flüssigkeit vorgesehen.
Bei einem anderen vorbekannten Verfahren (US-PS 25 76 275) soll völliges Untertauchen der Trommel in
der Flüssigkeit sowohl während der Vorbeschichfting als auch während des eigentlichen Filterns stattfinden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde schwerwiegende Mißstände zu überwinden, die sich bei
dem bekannten Verfahren zur Abtrennung von unlöslichen Bestandteilen aus Flüssigkeiten mit einer Vorbeschichtung
aufweisenden Trommel ergaben.
Bei Eintauchen der Filtertrommel mit weniger als 70% ihrer Oberfläche bekommt die Schicht aus Vorbeschichtungsmaterial
Brüche und Spalten, die zum Durchfließen von ungefilterter Flüssigkeit führen. Andererseits
ist es natürlich bekannt, daß die Filteruommel
aus der Flüssigkeit hervorragen muß, damit die Schicht aus unlöslichen Bestandteilen überhaupt trocknet,
ehe sie sich abschaben läßt. Somit können die bekannten Verfahren, bei denen die Trommel in der die
abzuscheidenden Bestandteile enthaltenden Flüssigkeit ständig völlig untergetaucht ist, überhaupt nicht zur Bildung
eines brauchbaren Filterkuchens führen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Aufbringung des Vorbescliichtungsmaterials
die gesamte Filteroberfläche der umlaufenden Trommel in einen in einem Behälter enthaltenen Brei
aus Vorbeschichtungsmaterial völlig untergetaucht wird, ehe dann, wie im ersten Absatz dieser Beschreibung
angegeben, die so vorbeschichtete Trommel nur teilweise in einen die die unlöslichen Bestandteile enthaltende
Flüssigkeit aufnehmenden Behälter eingetaucht wird.
Das zunächst völlige Eintauchen der Trommel in den Brei aus Vorbeschichtungsmaterial und die sich daran
anschließende Heraushebung der Trommel, so daß ein kleinerer Teil ihrer Oberfläche der Atmosphäre ausge
setzt ist. ist durch den Stand der Technik nicht nahegelegt. Außerdem scheint für ein derartiges, gegenüber
bekannten Verfahren komplizierteres Verfahren, zunächst kein Grund vorzuliegen.
Andererseits ergibt sich durch die erfindungsgemäße Aufeinanderfolge von Verfahrensschritten einerseits
eine einwandfreie Vorbeschichtung mit von Brüchen und Spalten freier Schicht und andererseits ein zum
Abschaben geeigneter, die ausgefilterten Festbestandteile enthaltender Filterkuchen.
Besonders vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens nach Anspruch 1 ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Das beanspruchte Verfahren wird an Hand eines Auführungsbeispiels erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht eines Vakuumfilters mit umlaufender Trommel.
F i g. 2 eine Stirnansicht des Filters der F i g. 1, wobei
zur Veranschaulichung von Einzelheiten der Konstruktion Teile weggebrochen sind,
F i g. 3 eine Teilansicht eines Filters mit einer abgewandelten Filterkuchenaustragseinrichtung,
F i g. 4 einen Schnitt längs der Linie 4-4 in F i g. 3 und
F i g. 5 eine ähnliche Ansicht wie F i g. 4, bei der jedoch die Filterkuchenaustragseinrichtung zur Anpassung
an den völlig untergetauchten Zustand nach oben geschwenkt ist.
In den Figuren ist ein insgesamt mit 11 bezeichneter
Filter mit umlaufender Trommel gezeigt, der eine in einem Behälter 13 drehbare Trommel 12 enthält. Die
Trommel 12 weist Lagerzapfen 14 und 16 auf, die in
Lagern 14' bzw. 16' gelagert sind.
Die Trommel wird mittels eines Antriebes 17 gedreht der einen Motor 18, ein Untersetzungsgetriebe
19, eine Schnecke 21 und ein gekapseltes Schneckenrad 22 enthält Die äußere Oberfläche 23 der Trommel ist
mittels Teiiern 24 in Sektoren unterteilt zwischen denen nicht besonders gezeigte, mit Stoff bedeckte Entwässerungsgitter
26 befestigt sind. Vakuumröhre 27 verbinden getrennt jeden Abschnitt mit dem Hohlraum
im Inneren des Unken Lagerzapfens 16, der wiederum über eine Verbindung 28 mit einer geeigneten Vakuumquelle
in Verbindung fcteht
Der Behälter ist mit unteren Reinigungsöffnungen 29 sowie abgedeckten Inspektionsöffnungen 31 versehen.
Das Vorbeschichtungsmaterial bzw. die zu filtrierende Flüssigkeit werden über eine Leitung 32 zugeführt,
über die wahlweise Material aus einer ersten mit einem Ventil versehenen Abzweigleitung 33 oder einer zweiten
mit einem Ventil versehenen Abzweigleitung 34 entnommen werden kann. Die eine der beiden Ab-Zweigleitungen
kann zur Zufuhr des Vorbeschichtungsmaterials und die andere zur Zufuhr der zu filternden
Flüssigkeit verwendet werden.
Der Behälterinhalt wird mittels eines konventionellen Rührwerks 36 gerührt das über ein Kurbelrad 38 ^s
mittels eines Motors 37 angetrieben ist.
Die Höhe des Materials im Behälter wird mittels eines unteren mit einem Ventil versehenen Auslasses
39 und eines oberen, ohne Ventil arbeitenden Überlaufes 40 reguliert. 1st der mit einem Ventil versehene Auslaß
39 geschlossen, so wird das Material im Behälter durch den Überlauf 40 auf einer Höhe gehalten, bei der
die vorzubeschichtende Trommel völlig untertaucht Ist der Auslaß 39 geöffnet so fällt der Flüssigkeitspegel so
weit, daß ein vorherbestimmter Anteil der Trommel frei liegt Dieser Anteil sollte erfindungsgemäß 30%
der gesamten Filteroberfläche nicht überschreiten, so daß wenigstens 70% der Filteroberfläche untergetaucht
bleiben.
Eine insgesamt mit 42 bezeichnete Abstreichmesser-Anordnung dient zum Abstreichen oder Abkratzen des
Filterkuchens unmittelbar vor dem Wiedereintauchen. Bei der in F i g. 2 gezeigten Ausführungsform weist die
Anordnung eine sich verjüngende Schurre 43 auf, die mit einem geschlossenen rohrförmigen Gehäuse 44 in
Verbindung steht Das rohrförmige Gehäuse weist einen Auslaß 45 (F i g. 1) auf, innerhalb dessen eine mit
hoher Drehzahl umlaufende Schnecke 46 durch einen Antrieb 47 angetrieben montiert ist
Die Drehung der Schnecke mit hoher Geschwindigkeit bewirkt eine Pumpwirkung in dem Rohr, wodurch
das Austragen und die Entfernung des Filterkuchens unterstützt wird. Die Abstreichmesser-Anordnung ist
so angebracht, daß beim Beginn des Filtrierzyklus, wenn die Vorbeschichtung ihre maximale Stärke erreicht
hat. die Schurre sich selbst leicht nach oben verschwenkt. 1st der Filtrierzyklus beendet und die Vorbeschichtung
annähernd vollständig entfernt, so liegt die Kuchen-Austragschurre annähernd horizontal. Wie in
F i g. 2 in gestrichelten Linien gezeigt ist, kann das Abstreichmesser während der Bildung der Vorbeschichtung
vollständig aus dem Weg gekippt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Trennung von unlöslichen Bestandteilen aus Flüssigkeiten unter Verwendung
eines Behälters und dner sich darin drehenden Filtertrommel,
auf deren Oberfläche eine Schicht eines Vorbeschichtungsmaierials aufgebracht wird, die
«ach erfolgter Abnutzung in gewissen Zeitabsländen durch Eintauchen der Trommel in einen in den
Behälter eingebrachten Brei des Vorbeschichtungsmaterials erneuert wird, und anschließendem icilweisem
Eintauchen der mit der Schicht aus dem Vorbeschichtungsmai erial versehenen Trommel in
eine in den Behälter angeführte, die unlöslichen Se- «5
standteile enthaltende Flüssigkeit, wobei ein Druckgefälle
zwischen dem Äußeren und dem Inneren der Trommel aufrechterhalten und die sich auf der
Trommel ablagernde Schicht aus unlöslichem Material und ein kleiner Teil der Schicht aus Vorbe-Schichtungsmaterial
von dem aus der Flüssigkeit herausragenden Abschnitt der Trommel unmittelbar
vor dem Wiedereintauchen dieses Abschnitts in die Flüssigkeit kontinuierlich entfernt wird, d a durch
gekennzeichnet, daß zur Aufbringung des Vorbeschichtungsmaterials die gesamle
Filteroberfläche der umlaufenden Trommel in einen in einem Behälter enthaltenen Brei aus Vorbeschichtungsmaienal
völlig untergetaucht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Absenkung des Flüssigkeitsbzw. Breispiegels im Behälter der zur Atmosphäre
freiliegende kleiner«· Abschnitt des Trommelumfangs auf wenigstens 30% bis herab zu 10% der
gesamten Filteroberlläche gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor Absenkung des Pegel? die das unlösliche
Material enthaltende Flüssigkeit in den Behälter eingeführt und ein Filterkuchen aus unlöslichem
Material auf der Vorbeschichtung gebildet wird.
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