DE2035793C2 - Getriebeschraubenschlüssel - Google Patents
GetriebeschraubenschlüsselInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Getriebeschraubenschlüssel mit einem zwischen Eingangsvclle
und Ausgangswdlc liegenden Zahnradgetriebe, bei welchem wenigstens ein Gehäuseteil mit einer das
Mitdrehen dieses Teiles verhindernden, an einen Fixpunkt ansetzbaren Abstützung versehen ist
Derartige Getriebeschraubenschlüssel dienen aer Drehmomentenverstärkung. Mit ihnen können
Schrauben oder Muttern mit hohem Drehmoment festgezogen werden, ohne daß es einer entsprechenden
körperlichen Anstrengung bedarf. Getriebeschraubenschlüssel werdeu auch häufig zum Lösen
festgerosteter Schrauben oder zum Lösen solcher Schrauben benutzt, die sich im Laufe der Zeit infolge
der Beanspruchung selbst festgezogen haben.
Es sind Planetenradgetriebe bekannt, bei denen die Eingangswelle und die Ausgangswelle in einer
Flucht liegen. Zwischen beiden Wellen ist das mit einer Innenverzahnung versehene Getriebegehäuse
angeordnet. Die Eingangswelle ist innerhalb des Getriebegehäuses mit einem Ritzel versehen, das von
mehreren Planetenrädern umgeben ist, die einersi. ts
mit der Verzahnung des Ritzels und andererseits mit der Innenverzahnung des Getriebegehäuses kämmen.
Die Achsen der Planetenräder sind untereinander verbunden, und das Verbindungsstück geht in die
Ausgangswelle über. An eine derartige Getriebe^ te kann sich erforderlichenfalls eine weitere Getriebestufe
anschließen, die in gleicher Weise aufgebaut ist und auf deren Ausgangswelle die Aufstecknuß mit
der entsprechenden Schlüsselweite befestigt ist. Bei derartigen Getriebeschraubenschlüsseln wird das
Eingangsdrehmoment über ein als Hebel dienendes Einsteckrohr od. dgl. auf die Eingangswelle übertragen.
Um za verhindern, daß sich das gesamte Getriebe ohne Drehmomentenverstärkung mitdreht,
muß die Reaktionskraft auf einen Fixpunkt abgeleitet werden. Dies geschieht über eine am Getriebegehäuse
angebrachte Abstützung, die wahrend des Gebrauchs des Schraubenschlüssels an ein feststehendes Maschinenteil
angesetzt wird, so daß ein Mitdrehen des Getriebegehäuses verhindert wird.
Derartige Getriebeschraubenschlüssel bestehen aus zahlreichen einzelnen Konstruktionsteilen. Wegen der
Verwendung kompletter Planetenradgetriebe mit mindestens drei Planetenrädern sind sie aufwendig
und teuer, so daß sich ihr Einsatz nur bei speziellen Anwendungsfälien lohnt. Sie sind außerdem wegen
der erforderlichen massiven Konstruktion schwer.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Getriebeschraubenschlüssel der eingangs genannten
Art zu schaffen, der als verhältnismäßig b:!liges Gerät
auch dort eingesetzt werden kann, wo sich der Einsatz hochwertiger Getriebeschraubenschlüssel
nicht lohnt. Hierbei ist insbesondere an die Verwendung als Zubehörteil für Personenkraftwagen
oder als Werkzeug für Heimwerker gedacht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
das Getriebegehäuse aus zwei gegeneinander verdrehbaren Gehäuseteilen besteht, von denen der mit der
Abstützung versehene erste Gehäuseteil als Lager für mindestens ein Antriebsritzel dient, während der
zweite Gehäuseteil mit einer mit der Verzahnung des Ritzels !kämmenden Innenverzahnung ausgestattet
und drehbar mit der Ausgangswelle verbunden ist.
Der erfindungsgemäße Getriebeschraubenschlüssel besitzt ein zweiteiliges Getriebegehäuse, dessen beide
Teile gegeneinander verdrehbar sind und jeweils eine wichtige Funktion des Schraubenschlüssels übernehmen.
Der erste Gehäuseteil dient als Lager für das Antriebsritzel und gleichzeitig als Befestigungs-
3 4
element für die Abstützung. Während des Gebrauchs Der zweite Gehäuseteil 3 übergreift teilweise den
des Getriebeschraubenschlüssels wird er unverdreh- ersten Gehäuseteil mit seinem rohrformigem £y-
bar festgelegt, während alle übrigen Konstruktions- lindermantel 8. Der Zylindermantel ist an semer
teile Drehbewegungen ausführen. Der zweite Ge- Innenseite mit einer Verzahnung 9 'ausgestattet, m ehe
häuseteil ist mit der Innenverzahnung versehen. Er 5 die Verzahnung 10 des Antriebsritzels 11 emgreiiL
wird durch das Antriebsritzel angetrieben und nimmt Dieses Antriebsritzel ist mit seiner Welle 12 ui üei
die Ausgangswelle mit, mit der er drehfest ver- Stirnwand des ersten Gehäuseteils 2 bzw. auf dem
bunden ist. Kopfkreis der Verzahnung Ii des Ritzels 10 gelagert.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung Wird die Antriebswelle 12 gedreht, so dreht sich
ergibt sich dadurch, daß die Welle des Antriebsritzels io gleichzeitig das Stirnrad und treibt über die Innen-
als Eingangswelle aus dem Getriebegehäuse geführt verzahnung den zweiten Gehäuseteil 3 an sorem
und mit Mitteln zum Ansetzen eines Hebels ausgestat- sichergestellt ist, daß der erste Gehäuseteil Z unver-
tet ist . drehbar festliegt.
Die Ausgangswelle kann mit einer durch das Über die Antriebswelle 12 ist em Secnstentkopt
Innere des Getriebegehäuses führenden, im zweiten 15 13 geschoben und mit einem Scherstift 14 so beiesügt
Gehäuseteil drehbar gelagerten Verlängerung aus- daß er nicht gegen die Welle 12 verdrenbar ist, Aur
gestattet sein, welche Anschläge zur axialen Fest- den Sechskantkopf 13 kann in bekannter Weise ein
legung der Gehäuseteile gegeneinander besitzt. Di Steckschlüssel 15 mit quer /erlaufenden AutstecK-
Ausgangswelle mit ihrer Verlängerung dient somit rohren 16 aufgesetzt werden, ü^er den die manuelle
nicht nur der Kraftübertragung, sondern auch der 20 Betätigungskraft des Getriebes aufgebracht w|[d·
Befestigung der beiden Gehäuseteile. Da sie ohnehin Zur besseren Zentrierung ist der erste Ijehause-
mittig durch das Gehäuse verläuft, eignet sie sich be- teil 2 mit einem in das Rohrstuck 8 eingreifenden
sonders gut als Verbindungsteil zwischen den beiden Zylindermantel 17 versehen, der allerdings unvoii-
Gehäuseteilen. ständig ist, da er den Raum, in den das Antnebs-
Grundsätzlich ist es möglich, überhaupt keine Aus- 25 ritzel 11 eingreift, frei läßt. Ferner ist eine parallel
gangswelle in Form eines gesonderten Bauteiles zu zum Zylindermantel 17 verlaufende Kippe ι» zwi-
verwenden. sondern den zweiten Gehäuseteil so aus- sehen der Verlängerung4 von Ausgangszeile5 und
zubilden, daß er die Funktion der Ausgangswelle mit dem Ritzel 11 vorgesehen, die der besseren /„entne-
übcrnimmt. In einem derartigen Fall muß allerdings rung dient. .
ein gesondertes Konstruktionsteil zum Verbinden der 30 Die AusgangsweHe 5 hat die Querscnnittsrorm
beiden Gehäuseteile vorgesehen sein. . eines Vierkantes. Sie ist in eine entsprechende Aus-
Eine besonders günstige konstruktive Lösung er- nehmung des zweiten Gehäuseteil« 3 eingesetzt, üei
gibt sich dadurch, daß die Ausgangswelle einen zur Befestigung der AusgangsweHe mit einem zur
mehrkantigen Querschnitt besitzt und ir eine diesem Ausgangsseite hin vorstehenden Ansatz 19 versenen
Querschnitt angepaßte Ausnehmung am zweiten Ge- 35 ist. Die Ausgangswelle 5 steht so weit aus dem An-
häusetei' eingreift und daß mindestens eine auf den satz 19 hervor, daß die Aufstecknuß 20 aut ihm Be-
aus dem Gehäuse herausragenden Teil der Ausgangs- festigt werden kann,
welle passende Aufstecknuß vorgesehen ist. Um den ersten Gehäuseteil 2 beim Gebrauch des
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung Getriebeschrauben jhlüssels festlegen zu können,
sind der nachfolgenden Beschreibung einer bevor- 40 ist dieser Gehäuseteil mit zwei seiUch vorstehenden
zugten Ausführungsform sowie den Unteransprüchen Backen 21. 22 versehen, zwischen denen die Abstut-
zu entnehmen. zung 23 an einem beide Backen 21, 22 verbindenden
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezug- Scharnierbolzen schwenkbar befestigt ist. uie Annahme
auf die Figuren an einem Ausfühningsbeispiel Stützung 23 ist in Form eines Handgriffs ausgearbeinäher
erläutert. 45 tet, damit es möglich ist, in dem Fall, daß kein ge-
Fig. 1 zeigt emen Getriebeschraubenschlüssel eigneter Ansatzpunkt zur Verfugung steht, mit der
nach der Erfindung teilweise geschnitten, und Hand an ihr anzugreifen.
F i g. 2 zeigt eine Draufsicht des Schraubenschlüs- Zwischen den Backen 21, 22 und de>
Abstut-
sels bei abgenommenem Steckschlüssel. zung 23 sind Tellerfedern 25 angebracht, um zu ver-
Der dargestellte Getriebeschraubenschlüssel be- 50 hind^ .1, daß die Abstützung 23 s.ch unbeabsichtigt
sitzt ein zweiteiliges Getriebegehäuse 1 mildern ersten verschwenken kann, da hierdurcn ein Abgleiten der
Gehäuseteil 2 und dem zweiten Gehäuseteil 3. Beide die Reaktionskraft aufnehmenden Abstutzung „3 von
Gehäuseteile 2, 3 besitzen im wesentlichen zylindri- inrern Ansatzpunkt stattfinden konnte,
sehen Querschnitt und sind koaxial zueinander an- Beim Gebrauch des Getriebeschraubenschlüssel*
geordnet Entlang ihrer Mittelachse sind sie durch die 55 wird der Steckschlüssel i5 in bekannter Weise geVerlängerung
4 der Ausgangswelle 5 miteinander ver- dreht. Diese Drehbewegung wird auf die Welle5IZ
bunden und in axialer Richtung dadurch festgelegt, und das Antriebsritzel 11 übertragen. Wird die Abdaß
der konische Rcreich 6 der Welle 5 in einen ent- Stützung 23 festgehalten und bleibt somit der erste
sprechend gestalteten Bereich des zweiten Gehäuse- Gehäuseteil 2 in der eingenommenen Lage, so reibt
teils 3 eingreift und die aus dem ersten Gehäuseteil 60 das Ritzel 1,·. den zweiten Gehäuseteil an, und dieser
herausragende Verlängerung 4 mit einer Schnell- dreht sich zusammen mit der Ausgangswelle 5 und
befestigung? abgeschlossen ist, die etwa die Wir- der Aufstecknuß 20. Diese Drehung ist entsprechend
kung eines Sprengringes hat und verhindert, daß der dem gewählten übersetzungsverhältnis zwischen R.terste
Gehäuseteil 2 sich von der Au.gangswelle 5 zcl 11 und Innenverzahnung 9 verlangsamt so daß
b'w ihrer Verlängerung 4 lösen kann. Der erste Ge- 65 das Drehmoment in gleichem Maße erhöht ist. Durch
häuseteil 2 ist um die mit zylindrischem Querschnitt Verwendung von Innenzahnkranz und Ritzel ist Emausgestattele
Verlängerung 4 dreh bar. und Ausgangsdrehsinn gleich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Getriebeschraubenschlüssel mit einem zwischen Eingangswelle und Ausgangswelle liegenden
Zahnradgetriebe, bei welchem wenigstens ein Gehäuseteil mit einer das Mitdrehen dieses Teiles
verhindernden, an einen Fixpunkt ansetzbaren Abstützung versehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß ^.as Getriebegehäuse aus zwei
gegeneinander verdrehbaren Gehäuseteilen (2,3) besteht, von denen der mit der Abstützung (23)
versehene erste Gehäuseteil (2) als Lager für mindestens
ein Antriebsritzel (11) dient, während der zweite Gehäuseteil (3) mit einer mit der Verzahnung
(10) des Ritzels (11) kämmenden Innenverzahnung (9) ausgestattet und drehfest mit der
Ausgangswelle (5) verbunden ist.
2. Getriebeschraubenschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle
(12) des Antriebsritzels (11) als Eingangswelle aus dem Getriebegehäuse (1) geführt und mit Mitteln
(13) zum Ansetzen eines Steckschlüssels (15) ausgestattet ist.
3. Getriebeschraubenschlüssel nach Anspruch
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangswelle (5) mit einer durch das Innere des
Getriebegehlijses (1) führenden, im zweiten Gehäuseteil
(3) drehfest gelagerten Verlängerung (4) ausgestattet ist, welche Anschläge (6,7) zur axialen
Festlegung der Gehäusete'e (2, 3) gegeneinander besitzt.
4. Getriebeschraubenschlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgangswelle (S) einen mehrkantigen Querschnitt besitzt und in eine diesem Querschnitt angepaßte
Ausnehmung am zweiten Gehäuseteil (3) eingreift und daß mindestens eine auf den aus
dem Gehäuse (1) herausragenden Teil der Ausgangswelle passende Aufstecknuß (20) vorgesehen
ist.
5. Getriebeschraubenschlüssel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangswelle
(12) von einem drehfest mit ihr verbundenen Mehrkantkopf (13) umschlossen ist, auf welchen ein Steckschlüssel (15) aufsteckbar
ist.
6. Getriebeschraubenschlüssel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichne;,
daß die Abstützung (23) scharnierartig zwischen zwei Backen (21,22) des ersten Gehäuseteils
(2) befestigt ist und ddß zwischen jeder Backe (21,22) und der Abstützung (23)
Tellerfedern (25) vorhanden sind.
7. Getriebeschraubenschlüssel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Anordnung eines Innenzahnkranzes mit Ritzel der Eingangs- und Ausgangsdrchsinn
der ein- und ausgehenden Teile gleich ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702035793 DE2035793C2 (de) | 1970-07-18 | 1970-07-18 | Getriebeschraubenschlüssel |
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| US10723014B2 (en) | 2012-05-15 | 2020-07-28 | Wagic, Inc. | Tool holder for holding multiple tools of different sizes |
| US9387579B2 (en) | 2012-05-15 | 2016-07-12 | Wagic, Inc. | Adjustable tool handle for holding a tool during use |
| US9193062B2 (en) | 2013-03-15 | 2015-11-24 | Wagic, Inc. | Post lock tool holder for L-shaped wrenches |
-
1970
- 1970-07-18 DE DE19702035793 patent/DE2035793C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2035793B1 (de) | 1972-03-16 |
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