DE2032793C3 - Anlage und Verfahren zum Ein-, Entschalen, Reinigen und Leeren von Formwagen - Google Patents
Anlage und Verfahren zum Ein-, Entschalen, Reinigen und Leeren von FormwagenInfo
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Description
| I. At- | Db | Ga | Kd |
| Ii. Bc | Eb | Ha | Bd |
| III. Cc | Fb | ||
| IV. Dc | Gb | ||
| V. Ec | Hb | ||
usw.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zum Ein-, Entschalen. Reinigen und Leeren von Formwagen, die
auf Gleisen einer Fertigungsstraße und einer parallel dazu angeordneten Härtestraße in entgegengesetzter
Richtung verschiebbar sind, wobei die Formwagen auf Verschiebebühnen zwischen der Fertigungsstraße und
der Härtestraße verschiebbar sind, sowie auf ein Verfahren zum -aktmäßigen Einschalen, Entschalen,
Reinigen und Leeren von Formwagen.
Das Entschalen, Leeren der Wagen, Reinigen und darauffolgende Einschalen für einen neuen Fertigungsprozeß ist bisher in einander folgenden Arbeitsstationen
erfolgt. Ein Nachteil dieser Anlagen liegt darin, daß das Schalmaterial, das in der Entschalstation von den
Formwagen abgenommen wird, zur Einschaltstation transportiert werden muß. Die Arbeitstaktfolge ist nicht
leicht einzuhalten, da für die verschiedenen Arbeitsvorgänge in den einzelnen Stationen unterschiedliche
Zeiten benötigt werden. Es ist für jeden Formwagen in jeder Station eine Verschiebebühne notwendig, wobei
die Verschiebebühne nicht auf dem Weg zurückfahren kann, auf welchem sie die Formwagen durch die
einzelnen Stationen geführt hat, da dieser Weg durch die nachfolgenden Bühnen und Formwagen blockiert
ist. Dies bedeutet einen großen Platz- und Arbeitsaufwand für die Verschiebebühnen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anlage und ein Verfahren zu schaffen, womit der Platz- und Arbeitsaufwand
für die Verschiebebühne reduziert werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Anlage nach der Erfindung dadurch gelöst, daß zum Transport der
Formwagen zwischen dem Anfang der Fertigungsstraße und dem Ende der Härtestraße zwei bzw. mehrere
auf einem Gleis getrennt verschiebbare Verschiebebühnen angeordnet sind, wobei sich die Verschiebungsbereiche
überschneiden, und daß mindestens eine Abhebe- und Ausweichstation im Überschneidungsbereich zum
Herunterführen der Formwagen von einer ersten Verschiebebühne und Führen auf eine zweite Verschiebebühne
nach entsprechender Verschiebung der Verschiebebühnen angeordnet ist. Man hat dadurch die
Möglichkeit, mit den Verschiebebühnen auf dem gleichen Gleis zurückzufahren, wenn der Formwagen
nach dem Fahren in die Ausweichstation auf die nachfolgende Verschiebebühne weitergegeben worden
ist. Durch die Überlappung der Verschubbereiche kann man auch mit einer zweiten Verschiebebühne in eine
Station zurückfahren, in der Arbeitsvorgänge auf der ersten Verschiebebühne durchgeführt wurden. Es ist
beispielsweise möglich, die Entschalung auf einer Verschiebebühne in einer Station vorzunehmen, die
Seitenschalungen in dieser Station zu lagern, dann nach Verschieben auf eine zweite Verschiebebühne weitere
Arbeitsgänge wie Entleeren und Reinigen der Formwagen vorzunehmen und mit der zweiten Verschiebebühne
wieder zur Entschalstation zurückzufahren und dort die Einschalung auf der zweiten Verschiebebühne vorzunehmen, während in der gleichen Zeit die erste
Verschiebebühne den nächsten Formwagen zur Entschalung von der Härtestraße holt Durch entsprechende Abstimmung der Arbeitszeiten und Takte kann man
so eine optimale Auslastung der Anlage und ihrer Stationen mit einem Minimum an Totzeiten und
Transportleistungen erhalten. Insbesondere wird vorgeschlagen, daß die Abhebe- und Ausweichstation in
Verlängerung der Fertigungsstraße, unterbrochen durch die Bahn der Verschiebebühne, angeordnet ist
Diese Abhebe- und Ausweichstation ist vorteilhaft gleichzeitig mit einer Einrichtung zum Abheben der
Platten von den Formwagen ausgebildet. Während der Verschubzeiten der Verschiebebühnen ka-.n ein Formwagen
in der Ausweichstation stehen. Die Zeit kann dazu benützt werden, einen wesentlichen Arbeitsvorgang,
nämlich das Abheben der Platten von den Formwagen, durchzuführen. Der Formwagen wird
dabei zweckmäßig gekippt, und das Abheben der Platte erfolgt in an sich bekannter Weise. Es wird weiter
vorgeschlagen, daß längs der Bahn der Verschiebebühnen eine Schal- und Entschalstation angeordnet ist, eine
Verschiebebühne von der Härtestraße über die Entschalstation bis zur Abhebe- und Ausweichstation
und die zweite Verschiebebühne von der Schalstation bis zu einer vorzugsweise zur Wagenreinigung ausgestatteten
Reinigungsstation über die Abzweigung zur Ausweichstation hinaus verschiebbar ist. Mit einer so
ausgebildeten Anlage werden mit jedem von der Härtestraße kommenden Formwagen folgende Arbeitsschritte durchgeführt:
A. Jeweils einer der Formwagen wird mit der fertigen Bauplatte von der Härtestraße auf eine erste
Verschiebebühne geführt.
B. Der Formwagen wird mit der Verschiebebühne zur Schal- und Entschalstation geführt und dort
entschalt.
C. Der Formwagen wird zu einer Verteilerstation und in die Ausweichstation geführt.
D. Dort wird die Bauplatte abgehoben, während die erste Verschiebebühne zur Aufnahme des nächsten
Wagens zur Härtestraße zurückfährt.
E. Von der Ausweichstation fährt der Formwagen leer auf die zweite Verschiebebühne.
f. Zur Reinigung fährt der Formwagen mit der zweiten Verschiebebühne über die Verteilerstation
hinaus.
G. Der Formwagen fährt mit der zweiten Verschiebebühne zur Schalstation und wird dort neu
eingeschalt.
H. Der Formwagen wird mit der zweiten Verschiebebühne zur Verteilerstation geführt und auf die
Fertigungsstraße geschoben. Auf der Fertigungsstraße erfolgt in an sich bekannter Weise die
Fertigung durch Einlegen der Bewehrung, Einbringen des Materials usw.
Auf den Verschiebebühnen und in den Fertigungssta tionen werden dabei gleichzeitig mehrere Schalwagen
bearbeitet, es werden dabei an Fertigungswagen a. b, c gleichzeitig zu den Zeitpunkten I bis V folgende Schritte
A bis H nach folgendem Schema durchgeführt:
| I. Af | Di | Ga | Ad |
| II. Bc- | Ei | Ha | Bd |
| III. Cf | Fi | ||
| IV. Df | Gi | ||
| V. Et- | Hi | ||
Nach den Schritten zum Zeitpunkt V folgen wieder die Schritte wie zum Zeitpunkt I.
Die Erfindung ist an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert Die
Fig. 1, 2 und 3 zeigen schematisch eine Ansicht von oben einer Anlage zum Entschalen, Reinigen und
Leeren sowie Einschalen von Formwagen als Teil einer Fertigungsanlage für Wand- und Deckenplatten zur
Errichtung von Gebäuden, Bavverken u.dgl. Die verschiedenen Figuren zeigen die Anlage zu verschiedenen
Zeitpunkten.
Die Fertigungsanlage besteht aus einer Fertigungsstraße 7, längs der in mit Schalung versehenen
Formwagen a, b, c, d die Bewehrung, eventuell die Instaiiation, Türen, Fenster, Betonmasse usw. eingebracht
wird sowie einer Härtestraße 8, deren oberes Ende in den Zeichnungen zu sehen ist längs der die
Formwagen auf Gleisen 9 in entgegengesetzter Richtung als auf den Gleisen 11 der Fertigungsstraße
bewegt werden. Zwei Schiebebühnen 1 und 2 sind auf Gleisen 10 senkrecht zu den Gleisen 9 und 11 bewegbar.
Auf die Schiebebühnen 1,2 können Formwagen a, b, c, d geführt werden. Die Verschiebebühnen 1, 2 dienen zum
Transport der Formwagen a, b, c, dzu einer Schal- und
Entschalstation 3 bzw. zu einer Verteilerstelle 4, von dort zu einer Abhebestation 5, die gleichzeitig eine
Ausweichstation ist, durch Führen des Formwagens über ein Gleis 12 bzw. zu einer Reinigungsstation 6.
Neben der Schal- und Entschalstation 3 ist ein "orratslager von Schalteilen 13 angeordnet. Die Schal-
und Entschaltstation 3 kann mit Vorrichtungen zum automatischen Einschalen und Entschalen ausgestattet
sein, wobei die Ein- und Entschalvorrichtungen programmgesteuert
sein können. In der Abhebestation 5 wird in an sich bekannter Weise der Formwagen
gekippt und danach die Platte mit einem Abhebekran 14 abgehoben und zu einem Plattenablegeplatz 15
gebracht. Jeder aus der Härtestraße 8 kommende Wagen wird folgenden Arbeitsschritten unterworfen:
A. Er wird über das Gleis 9 von der Härtestraße 8 auf die Verschiebebühne 1 geschoben.
B. Der Wagen wird mit der Verschiebebühne 1 zur Schal- und Entschalstation 3 geführt und dort
entschalt.
C. Nach dem Entschalen wird er zur Verteilerstelle 4 mit der Verschiebebühne 1 geführt und von der
Verschiebebühne 1 in die Abhebestation 5 geführt.
D. Der Forrm agen wird gekippt, die Platte mit dem Abhebekran 14 abgehoben und am Plattenablegeplatz
15 abgestellt bzw. abtransportiert. Während dieses Zeitraumes fährt die Verschiebebühne 1
zurück zum Härtetunnel und holt den nächsten Wagen. Die Verschiebebühne 2 folgt mit dem
vorhergehenden gereinigten Wagen der Verschiebebühne 1 bis zur Schal- und Entschalstation 3, wird
dort mit der Schalung versehen und fährt wieder bis zur Verteilerstcllc 4.
E. Es wird der leere Formwagen nach dem Abheben der Platte von der Abhebestation 5 auf die auf der
Verteilerstelle 4 stehende Verschiebebühne 2 geführt und gleichzeitig der bereits eingeschalte
vorhergehende Formwagen von der Verschiebebühne 2 auf das Gleis 11 der Fertigungsstraße 7
gestoßen. Während dieser Zeit fährt die Verschiebebühne 1 zur Entschalstation, wo die Entschalung
des nachfolgenden Wagens vorgenommen wird.
F. Danach fährt die Verschiebebühne 2 mit dem
leeren Formwagen zu der Reinigungsstation 6 und gibt die Verteilerstelle 4 für die Verschiebebühne
frei, wo mit dem nächsten Wagen der Schritt C durchgeführt wird.
G. Die zweite Verschiebebühne 2 fährt mit dem gereinigten Formwagen zur Schalstation, während
die Verschiebebühne 1 zum Härtetunncl fährt und
H. Nach dem Einschalen fährt die Verschiebebühne 2 mit dem eingeschalten Formwagen zur Verteilerstelle
4, wo der Formwagen auf die Fertigungsstraße 7 bzw. deren Gleis 11 gestoßen wird, während
gleichzeitig der nachfolgende Formwagen von der Abhebestation 5 auf die Verschiebebühne 2 geführt
wird.
Aus dem folgenden Schema kann man entnehmen,
welche Schritte A bis H gleichzeitig mit den Formwagen a, b, c, d vorgenommen v/erden. Die gleichen Zeitfolgen
sind mit römischen Ziffern gezeichnet:
| I. | Ar | I) Λ | Gu | Ad |
| II. | Hi | ι·:/) | Wa | Br/ |
| Ill | Cr | I·'/; | ||
| IY | I)< | G/> | ||
| V | !·:<· | Wb | ||
F i g. i zeigt die Anlage zum Zeitpunkt I, I· i g. 2 zum
Zeitpunkt 11 und F i g. 3 zum Zeitpunkt III. Werden in
F i g. I bzw. 2 die Formwagen a, b, c. durch die iiäclifolgriiucii ruttiiwageii υ, ν, ocisei/.i, M) eriiäii man
die Anlage zum Zeitpunkt IV bzw. V. Die Schrittfolgen wiederholen sich kontinuierlich. Durch die erfindungsgemäße
Anordnung kommt man mit einer Schal- und Entschalstation aus und benötigt ein einziges Verschubgleis
mit zwei Verschiebebühnen.
Claims (6)
1. Anlage zum Ein-, Entschalen, Reinigen und Leeren von Formwagen, die auf Gleisen einer
Fertigungsstraße und einer parallel dazu angeordneten Härtestraße in entgegengesetzter Richtung
verschiebbar sind, wobei die Formwagen auf Verschiebebühnen zwischen der Fertigungsstraße
und der Härtestraße verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zum Transport der
Formwagen (a, b, c, d) zwischen dem Anfang der
Fertigungsstraße (7) und dem Ende der Härtestraße (8) zwei bzw. mehrere auf einem Gleis (10) getrennt
verschiebbare Verschiebebühnen (1, 2) angeordnet sind, wobei sich die Verschiebungsbereiche überschneiden,
und daß mindestens eine Abhebe- und Ausweichstation (5) im Überschneidungsbereich
zum Herunterführen der Formwagen (a, b, c, d) von einer ersten Verschiebebühne (1) und Führen auf
eine zweite Verschiebebühne (2) nach entsprechender Verschiebung der Verschiebebühnen (1, 2)
angeordnet ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abhebe- und Ausweichstation (5) in
Verlängerung der Fertigungsstraße (7), unterbrochen durch die Bahn der Verschiebebühnen (1, 2),
angeordnet ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abhebe- und Ausweichstation
(5) nit einer Einrichtung zum Abheben der Platten von den Formwagen (a, b, c, d) ausgebildet
ist.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daJ längs der Bahn der
Verschiebebühne (I, 2) eine Schal- und Entschalstation (3) angeordnet ist, eine Verschiebebühne von
der Härtestraße (8) über die Entschaltstation (3) bis zur Abhebe- und Ausweichstation (5) und die zweite
Verschiebebühne von der Schaltstation bis zu einer vorzugsweise zum Wagenreinigen ausgebildeten
Reinigungsstation (6) über die Abzweigung zur Ausweichstation (5) hinaus verschiebbar ist.
5. Verfahren zum taktmäßigen Ein-, Entschalen, Reinigen und Leeren von Formwagen auf einer
Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß folgende Schritte durchgeführt
werden:
A. jeweils einer der Formwagen (a, b, c, d)w\rd mit
der eingeschalten fertigen Bauplatte von der Härtestraße (8) auf eine erste Verschiebebühne
(1) geführt.
B. mit der Verschiebebühne (1) zur Schal- und Enischalstation (3) gefahren und dort entschalt,
C. zu einer Verteilerstation (4) und in die Ausweichstation (5) geführt, wo
D. die Bauplatte abgehoben wird, während die erste Verschiebebühne (1) zur Aufnahme des
nächsten Wagens (d) zur Härtestraße (8) zurückfährt,
V.. der Formwagen wird von der Ausweichstation
(5) leer auf die zweite Verschiebebühne (2)
gefahren,
F. zur Reinigung über die Verteilerstation (4) mit der /weiten Verschiebebühne (2) in die Reini-
F. zur Reinigung über die Verteilerstation (4) mit der /weiten Verschiebebühne (2) in die Reini-
gungsstntion (6) hinausgeführt,
ίϊ. nut der /weiten Schiebebühne (2) zur Schaltstai'on (3) gefahren und eingeschalt und
ίϊ. nut der /weiten Schiebebühne (2) zur Schaltstai'on (3) gefahren und eingeschalt und
H. zur Verteilerstation (4) und Fertigungsstraße geführt und auf die Fertigungsstraße (7)
geschoben.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig zu den Zeitpunkten I bis V
mit verschiedenen Formwagen (a, b, c, d) aufeinanderfolgend
folgende Schritte(A bis H) erfolgen:
Applications Claiming Priority (1)
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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-
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Also Published As
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