DE203227C - - Google Patents
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-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10C—PIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
- G10C3/00—Details or accessories
- G10C3/16—Actions
- G10C3/20—Actions involving the use of hydraulic, pneumatic or electromagnetic means
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10C—PIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
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-
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- G10C3/18—Hammers
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- Electromagnetism (AREA)
- Electrophonic Musical Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— M 203227 KLASSE 51 δ. GRUPPE
KUHL & KLATT in BERLIN.
Es sind bereits Vorrichtungen zum mechanischen Spielen von Tasteninstrumenten, und
zwar sogenannte »Vorsetzer« bekannt, welche mit einer Einrichtung zur Regelung der Stärke
des Tastenanschlages versehen sind. Diese Regelung erfolgt derartig, daß außer den
Antriebsorganen für die Tastenanschlaghämmer unmittelbar an den Anschlaghämmern
angreifende Hemmungsorgane, z. B. Hemmungsbälge oder einstellbare Federn, vorgesehen
sind.
Diese Vorrichtungen besitzen aber eine verhältnismäßig
große Anzahl ineinandergreifender Teile, so daß deren Benutzung in unmittelbarer
Verbindung mit dem Tasteninstrument selbst schon wegen der räumlichen Verhältnisse
im Gehäuse desselben nicht durchführbar erscheint. Andererseits beruhen diese Vorrichtungen im wesentlichen darauf, daß
entweder von vornherein ein Druck oder Zug auf den Anschlaghammer ausgeübt wird, was
■ vielfach hindert, einen freien Anschlag auf
die Taste unfl einen klaren Ausdruck des Tones zu erzielen.
Nach vorliegender Erfindung wird die Regelung der Tonstärke bzw. die Erzeugung
von Tönen geringster Stärke und von trotzdem ausgesprochen klarem Ausdruck des Tones durch eine Vorrichtung erzielt, die im
wesentlichen von den als bekannt hervorgehobenen Mitteln, nämlich Hemmungsbälgen,
Federn u. dgl., Gebrauch macht, jedoch in solcher Anordnung, daß dieselben unmittelbar
oberhalb des durch das Gehäuse verdeckten Teiles der Tasten liegen und, pneumatisch
eingestellt, gegebenenfalls der als Folge des Anschlages ausgeführten Bewegung entgegenwirken. Diese pneumatisch einzustellenden,
d.h. zu schließenden Bälge dienen also mittelbar oder unmittelbar als Puffer bei
der Ausschwingung der Taste, derart, daß trotz gleichbleibender Anschlagstärke durch
die Abdämpfung der Tastenbewegung eine Herabsetzung des gegen die Saite geführten
Anschlages bewirkt wird.
Im allgemeinen wird in dieser Weise die Abschwächung der Töne für alle Saiten gemeinschaftlich
und gleichzeitig durchgeführt. Es ist aber auch angängig, nur bei einem
Teil der Saiten, also z. B. dem Baß oder dem Diskant oder bei einzelnen Tönen, die
Abschwächung hervorzurufen.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι ist ein Grundriß des Tasten Werkes eines Pianos.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-B in Fig. ι mit in Ruhe befindlicher Hemmvorrichtung.
Fig. 3 ist ein gleicher Schnitt mit zur Tätigkeit eingestellter Hemmvorrichtung.
Oberhalb der Tasten α ist ein Kanal b vor- >
gesehen, der in an sich bekannter Weise mit einem Luftschöpfwerk verbunden ist. Dieses
kann entweder ständig in Tätigkeit sein oder nur' zeitweise in Betrieb gesetzt werden. Ist
ersteres der Fall, dann wird eine Ventil- oder Drosselungseinrichtung angeordnet, die " in
irgendeiner geeigneten Weise, also z. B. von dem Notenblatt aus gesteuert wird,, und zwar derart,
daß der Kanal b mit dem Luftschöpfwerk verbunden ist, sobald die Abschwächung
der.Töne eintreten soll. Es klappen dann nämlich die mit diesem Kanal verbundenen
Bälge c zusammen, so daß sie also aus der Stellung gemäß Fig. 2 in die in Fig. 3 dargestellte
Stellung gebracht werden. Dabei wird Anschlagkopf d, welcher mit einer Filzlage
e versehen ist, nach der Taste zu versetzt. Der Anschlagkopf d sitzt zweckmäßig
einstellbar an einer " Schraube /, die durch einen Ansatz g geführt ist, der in fester
Verbindung mit dem beweglichen Flügel des Balges c steht.
Beim Anschlag der betreffenden Taste a wird, wie üblich, die Mechanik h mitgenommen.
Die Anschlagbewegung der Taste wird dann dadurch, daß dieselbe bei geschlossenem Balg gegen den Filzbelag e des Anschlagkopfes
d gerät, federnd gehemmt. Eine Federung tritt dabei tatsächlich ein, da der
bewegliche Flügel des Balges beim Anschlage der Taste gegen ihn etwas nachgibt. Die
Größe dieser Nachgiebigkeit kann durch Änderung der Stärke der im Kanal b herrschenden
Luftverdünnung beeinflußt werden.
Soll die normale Anschlagstärke wieder eintreten, so wird in den Kanal b normale
Luft eingeführt, worauf die Bälge sich unter Einwirkung von in bekannter Weise angebrachten
Federn wieder öffnen.
In ähnlicher Art und Weise könnten Hemmeinrichtungen verwandt werden, bei denen die
Anschlagköpfe, gegen welche die Tasten beim Anschlage bewegt werden, auf einer für beliebig
viele Anschlagköpfe gemeinschaftlichen Haltevorrichtung angebracht werden, die auf
dem beschriebenen pneumatischen oder einem ähnlichen Wege in eine solche Stellung gebracht
werden kann, daß die Anschlagbewegung der Tasten begrenzt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einrichtung zur Regelung der Tonstärke beim mechanischen Spielen von Tasteninstrumenten, dadurch gekennzeichnet, daß mit Anschlägen versehene Hemmungsbälge oberhalb des durch das Gehäuse verdeckten Teiles der Tasten derart angeordnet sind, daß sie nach pneumatisch erfolgender Einstellung den Ausschlag jenes Tastenteiles begrenzen und dadurch die Anschlagstärke regeln. 'Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE203227C true DE203227C (de) |
Family
ID=465651
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT203227D Active DE203227C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE203227C (de) |
-
0
- DE DENDAT203227D patent/DE203227C/de active Active
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