DE2032197A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von hochviskosen Werkstoffen, insbesondere Kautschuk-Mischungen, in Einschnecken-Ex trudern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von hochviskosen Werkstoffen, insbesondere Kautschuk-Mischungen, in Einschnecken-Ex trudernInfo
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Description
PATENTANWÄLTE ΖΌόά. 15.7
DR.-1NG. VON KREISLER DR.-JNG. SCHDNWALD
DR.-BNG. TH. MEYER DR. FUES DIPL-CHEM. ALEK VON KREISLER
DiPL-CHEM. CAROLA KELLER DR.-ING. KLOPSCH
KÖLN 1, DEICHMANNHAUS
29. Juni 1970 Sch/pa
Uniroyal Englebert Deutschland AG, 51 Aachen, Hüttenstr.7
Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von hochviskosen Werkstoffen, insbesondere Kautschuk-Mischungen,
in Einschnecken-Extrudern
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verarbeitung von hochviskosen Werkstoffen,
insbesondere Kautschuk-Mischungen mit beliebigen Anteilen an Naturkautschuk und Füllstoffen in Einschnecken-Extrudern,
wobei der Werkstoff einem- Mischeffekt während der Förderung durch die Schnecke unterworfen
wird.
Bei der Verarbeitung von Werkstoffen, wie Kautschuk-Mischungen
u. dgl., ist es bekannt, die Werkstoffmischung
bei Erwärmung während der Förderung durch den Extruder dadurch einer intensiven Vermischung zu unterwerfen,
daß sie zunächst eine vorbestimmte Wegstrecke lang gestaut, teils rückwärts gefördert und bei starker
Khetung in eine turbulente Strömung übergeführt wird,
worauf danach eine Aufteilung der Werkstoffmischung in
kommunizierende Teilströme erfolgt. Durch eine solche Zweistufigkeit der Verarbeitung soll zunächst eine Grobmischung
hergestellt werden, bei der der Werkstoff bereits weitgehend durchgeknetet, mastiziert und plastiziert ist.
Die nachfolgende Verarbeitungszone soll eine Feinmisch-zone sein, in der die Mastizierung und Plastizierung bis
zur fertigen Mischung vervollständigt wird. Hierbei ist/
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die Schnecke selbst mit einem Abschnitt mit gegenläufigem
Schneckenteil versehen^, wobei die Schneckenstege Unterbrechungen aufweisen«, Bei dem weiteren Abschnitt der Schnecke sind zwei Schneckenstege von unterschiedlicher
Steigung vorgesehen* wobei man ein Übertreten der Werkstoffmischung von dem einen
Schneckenkanal zu dem anderen durch Nuten in den Schneckenstegen zuläßt.
^ Bei einer solchen Methode der ¥erarbeitung der
Kautschuk-Mischung u. dgl. erhält man zwar einen guten Mischungseffekt, das Zwischenschalten eines
rückläufigen Strömungsteiles des Werkstoffes in der Schnecke verlangsamt, jedoch die Durchsatzgeschwindigkeit.
Es ist ferner möglich^daB sich zu hohe Teraperatüren
in dem Werkstoff einstellen» Die gute Duretimischung
findet insbesondere in dem Randgebiet an
den Schneckenstegen statt»
Aufgabe der Erfindung ist es, einen guten Misehtmgseffekt
für den Werkstoff bei einem erhöhten Durciisatz durch den Extruder zu ermöglichen» Die Mlselrangs-P
temperatur soll nicht über einen bestimmten* vom
Werkstoff abhängigen* zulässigen Höchstwert ansteigen,
der beispielsweise bei Kautschuken in der Mähe von 120 ° C liegt. Die Verarbeitung von hoohvlskosen
Werkstoffen, insbesondere Kautschuk-Mischungen u.
dgl., in Einsehnecken-Extrudern,, zeichnet sich gemäß
der Erfindung dadurch aus* daß der Strom der
Werkstoffmischung während der Förderung durch den Extruder in der Vorwärtsrichtung einem vielfachen
Jo Wechsel des Teilens und Weder -susammenf ührens unterworfen
wird.- Die Aufteilung des Werkstoffstromes in mehrere Teilströme und das WiederzusamiBenfuhren saun
Ganzen oder in eine geringere Anzahl von. Teilstroeeii geschieht
hierbei vorteilhaft in unregelmäßiger Folge.
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Durch eine solche Verarbeitungsweise der Kautschuk-Mischung
erzielt man einen hochgradigen Mischungseffekt, ohne die Förderrichtung des Gutes zu stören oder zu
beeinträchtigen. Es findet kein Zerreißen des Werkstoffstromes
mehr statt. Bei der Aufteilung des Werkstoffstromes in mehrere Teilströme wird eine Steigerung der
Geschwindigkeit des Werkstoffstromes in Förderrichtung
veranlaßt. Die Unterteilung des Werkstoffstromes in
mehrere Teilströme hat zur Folge, daß eine Vielzahl von Randgebieten durch das Vorhandensein mehrerer
■:j. Schneekenstege entsteht, an denen eine gute Durchmif
schung des Werkstoffes gewährleistet ist. Dadurch wird auch das Temperaturgefälle innerhalb der Stromdicke
geringer, was für die Erzielung einer Gleichmäßigkeit
der Durchmischung von Bedeutung ist. Wenn die Teilströme wieder zu einem breiten, einzigen Werkstoffstrom
zusammenfließen, ergibt sieh wieder eine Geschwindigkeitsänderung
des Werkstoffstromes mit entsprechender Verdichtung, da sich die Geschwindigkeit des Werkstoffstromes
durch den größeren Querschnitt verlangsamt. Danach erfolgt wieder ein Aufteilen des großen Werkstoff
stromes. Infolge des stetigen Wechselns der Werkstoffströme von einem breiten Gang in mehrere schmale
Gänge und umgekehrt, wobei bei der Aufteilung die Anzahl
* der Gänge wieder unterschiedlich ist, erzielt man einen hohen Mischungseffekt bei schnellem und glatten Durchgang
der Werkstoffmischung durch den Extruder. Zugleich
ist die Schnecke selbstreinigend, da die Stromrichtung
nicht geändert wird.
Die Schnecke selbst, die in einem Extruder drehbar gelagert
ist und Schneckenabsehnitte unterschiedlicher Gestaltung aufweist, ist vorteilhaft so gestaltet, daß
in dem von einem durchlaufenden Schneckensteg gebildeten Gang mindestens ein auf eine vorbestimmte Länge
begrenzter Teilschneckensteg angeordnet ist» Hierbei kann zwischen dem Wechsel der Anzahl der Teilschnecken-
• 109882/1599
stege, d.h. von dem Ende eines Teilschneckensteges bis
zu einem Beginn des nachfolgenden Schneckensteges ein von jeglichem Teilschneckensteg freier Raum vorgesehen
sein. In diesem Raum sammelt' sich die Werkstoffen
mischung wieder im ganzen mit einer gewissen Verlangsamung der Fördergeschwindigkeit und damit einem Ineinanderschieben
der Teilströme bei gleichzeitiger Verdichtung.
Um die Förderschnecke für die verschiedensten Arten der Aufteilung in Teilströme nutzen zu können, können
die Teilschneckenstege zweckmäßig auf Schalen angeordnet sein, die in dem Raum zwischen dem durchlaufenden
Schneckensteg auf dem Schneckenkörper befestigt werden
können. Die Schalen haben vorteilhaft die Form von Teilbogenstücken und sind zweckmäßig in Aussparungen
des Schneckenkörpers eingelassen. Auf diese Weise wird erreicht, daß jede gewünschte Aufteilung hinsichtlich
des Wechsels der Anzahl der Teilströme u.^gl. schnell
und einfach durchgeführt werden kann, wie das beispielsweise erforderlich ist, wenn man die günstigste Art
der Aufteilung in bezug auf den zu verarbeitenden Werkstoff ermitteln will. Sobald diese Aufteilung festliegt,
wird man bei der späteren, serienmäßigen Herstellung von
Schnecken alle Schneckenstege, d.h. auch die Teilschnekkenstege in der üblichen Weise aus dem Vollen drehen
und fräsen. Die Erfindung wird anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter AusfUhrungsbeispiele nachstehend
erläutert.
Fig. 1 zeigt die Ausbildung einer Schnecke gemäß der Erfindung in Ansicht.
Fig. 2, 3 und 4 sind Teilschnitte nach den Linien II-II,
III-III und3V-IV der Fig. 1 zur Darstellung der Schalenprofile
für die Aufteilung des Gutstromes.
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Fig. 5 zeigt einen Querschnitt gemäß der Linie V-V durch die Schnecke zur Veranschaulichung der Lage der
Schneckenschalen.
Fig. 6 veranschaulicht, eine Abwicklung des Umfanges
der Schnecke der Fig. 1 zur Darstellung der Aufteilung
der Werkstoffströme und der Zusammensetzung der die Stege tragenden Schalen:
Die Schnecke 1 des Extruders zur Verarbeitung von
hochviskosen Werkstoffen, insbesondere Kautschukmischungen mit beliebigen Anteilen an Naturkautschuk
und Füllstoffen ist mit einem Schneckensteg 2 versehen, der von der Einzugszone 3 bis zu der Ausstoßzone 4
ununterbrochen durchläuft. Innerhalb des Abschnitts 3 der Einzugszone und auch des Abschnittes 4 der Ausstoß-
^ zone kann zusätzlich ein weiterer Schneckensteg 2' vorgesehen sein, zur Erhöhung der Gangzahl der Schnecke 1 in
den betreffenden Zonen J5 und/oder 4.
In dem Mittelabschnitt 5 der Schnecke 1 ist der Gang
zwischen dem durchgehenden Schneckensteg 2 vielfach
und unterschiedlich aufgeteilt, und zwar durch Anordnung von einem Schneckensteg 6 oder zwei Schneckenstegen
7 zur Aufteilung des Werkstoffstromes in zwei
oder drei Teilströme. Diese Schneckenstege 6 und 7 habai
eine begrenzte Länge. Man kann auch mehr als zwei Schnekkenstege begrenzter Länge dazwischenfügen. Der Wechsel
der Zwischenstege begrenzter Länge kann und soll sehr
unterschiedlich sein. Zwischen dem Ende eines Zwischensteges und dem Beginn weiterer Zwischenstege begrenzter
Länge können Gänge zwischen dem durchlaufenden Schneckensteg
2 vorgesehen werden, die verschieden lang sein können. Diese von Zwischenstegen freien Gänge 8,9,10
tragen dazu bei, einerseits die geteilten Werkstoffströme
zusammenzuführen und andererseits dadurch eine Mischung der Masse der Teilströme untereinander zu veranlassen.
Je nach der freien Länge der freien Gänge ,
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- in Förderrichtung gesehen - haben die Ströme Gelegenheit
ineinander zu dringen und sich zu verdichten, um darauf sogleich wieder in mehrere Unterströme
aufgeteilt zu werden. Dieser ständige Wechsel in der Teilung des Werkstoffstromes Über die ganze Länge der
Schnecke führt zu einer intensiven Durchmischung des Werkstoffes bei ungehindertem Durchsatz. Die Zwischenstege
haben dieselbe Höhe wie der durchlaufende Schneckensteg 2. Sie können dieselbe Stegbreite wie
der Steg 2 aufweisen. Sie können aber auch breiter oder weniger breit sein. Die Zwischenstege beginnen
und enden zweckmäßig in einer zugespitzten Form 11, die aus einer ein- oder zweiseitigen Abschrägung bestehen
kann.
Der Aufbau der Schnecke ist vorteilhaft so vorgesehen,
daß der eigentliche Schneckenkörper 12, der eine zentrale Bohrung IjJ zum Durchtritt von Heiz- oder
Kühlmedien besitzt,mit dem durchgehenden Schneckensteg 2 ausgestattet ist. Die Zwischenstege 6 oder 7
go werden von Schalen 14,15 getragen, die in entsprechende
Aussparungen 16 des Schneckenkörpers 12 angeordnet und eingelassen sind. Zur Befestigung dienen Schrauben
17. Auch an den Stellen, wo sich die von Zwischenstegen freien Gänge 8,9*Io befinden, sind zweckmäßigerweise
Schalen l8 in den schraubenförmig entsprechend der Steigung des durchgehenden Schneckensteges
verlaufenden Aussparungen l6 vorgesehen. Dadurch ist man in der Lage, daß man einen beliebigen
Wechsel hinsichtlich der Anzahl der Zwischenstege und
-xo der Länge der von Zwischenstegen freien Gänge vornehmen
kann, und zwar in Abhängigkeit von der zu verarbeitenden Werkstoffmischung. Die Schalen 14,15,
18 stellen dem Radius des Schneckenkörpers 12 angepaßte Bogenstücke dar, die eine gleiche Winkelerstreckung
« von beispielsweise 60 ° aufweisen. Die Bogenstücke mit
einem, zwei oder mehr als zwei Zwisohenstegen und auch die Bogenstücke, die von Zwischenstegen frei sind,
haben dieselbe Grundfläche und lassen sich gegen-
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,■■■■- 7 - .
einander austauschen.
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Claims (7)
- - 8 - AnsprücheVerfahren zur Verarbeitung von hochviskosen Werkstoffen, insbesondere Kautschuk-Mischungen mit beliebigen Anteilen an Naturkautschuk und Füllstoffen in Einschnecken-Extnidern, bei dem der Werkstoff einem Mischeffekt unterworfen wird,, wobei eine Aufteilung der Werkstoffmischung In kommunizierende Teilströme erTolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom der Werkstoffmischung während der Förderung durch den Extruder in der Vorwärtsrichtung einem vielfachen Wechsel des Teilens und Wiederzusammenführens unterworfen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufteilung des Werkstoffstromes in mehrere Teilströme und das Wiederzusammenführen zum Ganzen oder in eine geringere Anzahl von Teilströmen in unregelmäßiger Folge geschieht.
- j5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, bei der eine Schnecke in einen Extruder drehbar gelagert ist und Schneckenabschnitte unterschiedlicher Gestaltung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gang zwischen einem durchgehenden Schneckensteg (2) mindestens ein auf eine vorbestimmte Länge begrenzter Teilschneckensteg (6, 7) angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch j5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Wechsel der Anzahl der Teilschneckenstege (6,7)"ein von einem Teilschneckensteg freier Teil des Ganges (8,9,10) vorgesehen ist.109882/1599
- 5· Vorrichtung nach Anspruch Λ, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilschneckenstege (6,7) in einer zugespitzten Form (11) münden.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilschneckenstege (6,7) auf Schalen (14,15) angeordnet sind, die in dem Raum zwischen dem durchlaufenden Schneckensteg (2) auf dem Schneckenkörper (12) befestigt sind, wobei von einem Teilschneckensteg freie Schalen (l8) • -zwischengeschaltet sind.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalen in Form von Teilbogenstücken in Aussparungen (16) des Schneckenkörpers (12) eingelassen sind.109882/1599Leerseite
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| US3946998A (en) | 1976-03-30 |
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