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DE20320383U1 - Anordnung zur Steuerung eines Injektors mit einer Registerdüse sowie Injektor - Google Patents

Anordnung zur Steuerung eines Injektors mit einer Registerdüse sowie Injektor Download PDF

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DE20320383U1
DE20320383U1 DE20320383U DE20320383U DE20320383U1 DE 20320383 U1 DE20320383 U1 DE 20320383U1 DE 20320383 U DE20320383 U DE 20320383U DE 20320383 U DE20320383 U DE 20320383U DE 20320383 U1 DE20320383 U1 DE 20320383U1
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pressure
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needle
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Continental Automotive GmbH
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Siemens Corp
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Abstract

Anordnung zur Steuerung eines Injektors (21) eines Einspritzsystems einer Brennkraftmaschine, mit einer Registerdüse (1), die in einem Düsengehäuse (9) eine äußere Düsennadel (2) aufweist, die als Hohlnadel mit einer zentralen Längsbohrung (8) ausgebildet ist und in der eine innere Düsennadel (3) axial beweglich angeordnet ist, und wobei die äußere Düsennadel (2) eine obere Spritzlochreihe (6) und die innere Düsennadel (3) eine untere Spritzlochreihe (7) steuert, die am unteren Ende des Düsengehäuses (9) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet , dass die äußere Düsennadel (2) an ihrem Kopfende einen Steuerdruckraum (19) für die innere Düsennadel (3) aufweist, der mittels einer Druckleitung (13) mit einem Steuerventil (11) verbunden ist, dass die innere Düsennadel (3) an ihrem Kopfende einen Druckkolben (20) aufweist, der durch den Druck im Steuerdruckraum (19) betätigbar ist, und dass das Steuerventil (11) durch Vorgabe des Druckes in dem Steuerdruckraum (19) und in Abhängigkeit von der Position der äußeren Düsennadel (2) das...

Description

  • Anordnung zur Steuerung eines Injektors mit einer Registerdüse sowie Injektor
  • Die Erfindung geht entsprechend dem Oberbegriff der nebengeordnete Ansprüche 1 und 10 von einer Anordnung zur Steuerung eines Injektors eines Einspritzsystems einer Brennkraftmaschine beziehungsweise von einem Injektor aus, der mit einer Registerdüse ausgebildet ist. Die Registerdüse weist in einem Düsengehäuse eine äußere Düsennadel mit einer zentralen Längsbohrung (Hohlnadel) auf, in der eine innere Düsennadel axial beweglich angeordnet ist. Die äußere Düsennadel ist mittels einer ersten Druckstufe steuerbar. Am unteren Ende des Düsengehäuses ist ein erster Ventilsitz mit einer ersten Spritzlochreihe angeordnet ist, deren Spritzlöcher von einer Dichtfläche der äußeren Düsennadel geöffnet oder verschlossen werden. Darunter befindet sich ein zweiter Ventilsitz mit einer zweiten Spritzlochreihe, deren Spritzlöcher von der inneren Düsennadel steuerbar sind.
  • Eine ähnliche Kraftstoff-Einspritzdüse (Injektor) für Brennkraftmaschinen ist beispielsweise aus der DE 4023223 A1 bekannt. Hier wird vorgeschlagen, dass die beiden Düsennadeln unabhängig von einander steuerbar sind. Die beiden Spritzlochreihen werden durch eine fest eingebaute Trennhülse von einander getrennt und können sich nicht gegenseitig beeinflussen. Für eine Voreinspritzung liefert zuerst eine zweite Einspritzpumpe den notwendigen Kraftstoffdruck für die innere Düsennadel, die dann die untere Spritzlochreihe öffnet. Danach liefert für eine Haupteinspritzung eine erste Einspritzpumpe den notwendigen Kraftstoffdruck an die äußere Düsennadel, die daraufhin die obere Spritzlochreihe freigibt. Diese Druckschrift beschreibt im wesentlichen die Herstellung der Einspritzdüse mit zwei getrennt steuerbaren Düsennadeln. Die Herstellung und Bearbeitung einer solchen Kraftstoff-Einspritzdüse erscheint sehr aufwändig, da insbesondere die Trennhülse eingebaut und besonders abgedichtet werden muss, damit sich die beiden Spritzlochreihen nicht gegenseitig beeinflussen können. Erschwerend kommt hinzu, dass zur Ansteuerung der beiden Düsennadeln zwei Druckpumpen benötigt werden, um die beiden Düsennadeln unabhängig von einander steuern zu können. Wie der Druckschrift weiter zu entnehmen ist, werden die beiden Düsennadeln lediglich für eine Vor- und eine Haupteinspritzung verwendet. Wie die verschiedenen Betriebszustände der Brennkraftmaschine, beispielsweise bei Teillast oder bei Volllast gesteuert werden, ist nicht erkennbar.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Steuerung eines Injektors mit einer Registerdüse beziehungsweise einen entsprechenden Injektor zu schaffen, bei dem die innere Düsennadel in Abhängigkeit von der Position der äußeren Düsennadel steuerbar ist. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche 1 und 10 gelöst.
  • Bei der erfindungsgemäßen Anordnung zur Steuerung eines Injektors mit einer Registerdüse beziehungsweise bei dem Injektor für die Kraftstoffeinspritzung mit den kennzeichnenden Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche 1 und 10 ergibt sich gegenüber dem bekannten Stand der Technik der Vorteil, dass die Konstruktion des Injektors relativ einfach ist und kostengünstig ausgeführt werden kann, da keine Trennhülse oder dergleichen für eine getrennte Ansteuerung der beiden Düsennadeln benötigt wird. Vielmehr werden die beiden Düsennadeln in gegenseitiger Abhängigkeit so gesteuert, dass sie die Spritzlöcher unter Berücksichtigung von momentan vorliegenden Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine freigeben. So kann beispielsweise im Teillastbetrieb nur die obere Spritzlochreihe, die zum Beispiel kleinere Spritzlöcher aufweist, bevorzugt geöffnet werden, während die untere Spritzlochreihe mit ihren größeren Spritzlöchern geschlossen bleibt. Für den Volllastbetrieb werden dann die Spritzlöcher der unteren Spritzlochreihe hinzugeschaltet. Als besonders vorteilhaft wird dabei angesehen, dass die Steuerung der beiden Spritz lochreihen mit einem einfachen Steuerventil durchgeführt werden kann. Insbesondere können die Spritzlöcher der unteren Spritzlochreihe nur in Abhängigkeit von der Position der äußeren Düsennadel geöffnet werden. Dadurch ist sichergestellt, dass beispielsweise bei geringem Kraftstoffbedarf der einzuspritzende Kraftstoff besser und genauer dosiert werden kann. Auf diese Weise können bei jedem Betriebszustand optimale Abgasbedingungen, ein geringer Verbrauch und geringe Geräuschemissionen erzielt werden und dennoch steht die maximale Motorleistung zur Verfügung.
  • Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in den nebengeordneten Ansprüche 1 und 10 angegebenen Anordnung beziehungsweise des Injektors gegeben. Als besonders vorteilhaft wird dabei angesehen, dass die innere Düsennadel nur dann von ihrem Ventilsitz abgehoben werden kann, wenn die äußere Düsennadel bereits von ihrem Ventilsitz abgehoben hat. Das wird auf einfache Weise dadurch erreicht, dass die äußere Düsennadel durch ihr Anheben von ihrem Ventilsitz einen Kraftstoffkanal freigibt, durch den die innere Ventilnadel über eine entsprechende weitere Druckstufe in Richtung Öffnen gedrückt werden kann. Solange der Kraftstoffkanal geschlossen ist, ist die weitere Druckstufe wirkungslos, so dass die innere Düsenadel die Spritzlöcher der unteren Spritzlochreihe weiterhin verschlossen hält.
  • Eine konstruktiv einfache Lösung wird auch darin gesehen, dass die weitere Druckfläche unterhalb des ersten Ventilsitzes an der inneren Düsennadel angeordnet ist. Dadurch wird eine einfache Steuerungsmöglichkeit für die innere Düsennadel geschaffen, da der Kraftstoffzufluss zur weiteren Druckfläche nur möglich ist, wenn die äußere Düsennadel abgehoben hat und dabei einen entsprechend ausgebildeten Zuflusskanal zur weiteren Druckfläche freigibt.
  • Vorteilhaft erscheint auch die Lösung, am Kopfende der inneren Düsennadel eine Druckfeder anzuordnen, die die innere Düsennadel im nicht angesteuerten Zustand gegen den zweiten Ventilsitz presst und somit die zweite Spritzlochreihe in Abhängigkeit von dem Umgebungsdruck geschlossen hält. Dadurch ist sichergestellt, dass aus den Spritzlöchern der unteren, zweiten Spritzlochreihe kein Kraftstoff austreten kann, der unter Umständen zu einer unerwünschten Störung bei der Kraftstoffverbrennung führen könnte.
  • Zur Steuerung der inneren Düsennadel erscheint besonders vorteilhaft, mit dem Steuerventil einfach den Druck im Steuerdruckraum zu reduzieren. Der überschüssige Kraftstoff wird dann über das Steuerventil in den Kraftstofftank zurückgeleitet. Durch den Druckabfall in dem Steuerdruckraum reicht die Hubkraft des Kraftstoffs an der weiteren Druckfläche aus, um die innere Düsennadel gegen die Federkraft der Druckfeder nach oben zu bewegen, so dass dabei die Spritzlöcher der zweiten Spritzlochreihe freigegeben werden.
  • Vorteilhaft erscheint des weiteren, als Steuerventil ein 2/2-Wegeventil zu verwenden, da nur zwei Wege benötigt werden. Als besonders vorteilhaft wird auch angesehen, dass mit nur einem 2/2 Wegeventil alle mit diesem Ventil in Verbindung stehenden Injektoren individuell gesteuert werden können. Denn der Kraftstoff kann aus der ersten Auskesselung eines individuellen Injektors erst dann austreten, wenn der entsprechende piezoelektrische Aktor das Ventil zur ersten Auskesselung geöffnet hat.
  • Besonders günstig ist eine externe Anordnung des Steuerventils außerhalb des Injektors. Dadurch kann ein handelsübliches Steuerventil verwendet werden, das kostengünstig erhältlich ist. Auch für den Reparaturfall erscheint diese Lösung vorteilhaft, da bei einem Fehler des Steuerventils nicht auch der Injektor ersetzt werden muss.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Die 1a und 1b zeigen in schematischer Darstellung einen Anordnung zur Steuerung eines Injektors mit einer Registerdüse,
  • 2 zeigt in zwei Darstellungen ausschnittweise einen oberen und einen unteren Teil der Registerdüse, wenn beide Düsennadeln die beiden Spritzlochreihen geschlossen halten,
  • 3 zeigt die beiden Ausschnitte von 2, bei denen jedoch die äußere Düsennadel von dem ersten Ventilsitz abgehoben hat und
  • 4 zeigt die beiden Ausschnitte von 2, bei denen beide Düsennadeln von ihren Ventilsitzen abgehoben haben und alle Spritzlöcher geöffnet sind.
  • In den 1a und 1b ist in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Anordnung mit einem Injektor 21 mit einer Registerdüse 1 entnehmbar. Aus Übersichtlichkeitsgründen ist in 1a im wesentlichen der Antrieb für den Injektor 21 mit seinen Steuerelementen dargestellt, während 1b eine Einspritzdüse 1 zeigt, die als Registerdüse ausgebildet ist. Die beiden Teile sind an der gestrichelten Linie x zusammengesetzt.
  • Im Folgenden wird zunächst 1a erläutert. Das Schnittbild von 1a zeigt schematisch ein Einspritzsystem mit einem Injektor 21, einer Druckpumpe 10, einem Steuerventil 11 und einem Tank 12, die durch entsprechende Kraftstoffleitungen 13 miteinander verbunden sind. Der Injektor 21 weist ein Injektorgehäuse 30 auf, in das eine zentrale Bohrung 31 eingebracht ist. In der zentralen Bohrung 31 ist ein erster Steuerkolben 32 angeordnet. Oberhalb des ersten Steuerkolbens 32 befindet sich ein erster Steuerraum 33, welcher über eine Zulaufdrossel 34 und eine Ablaufdrossel 35 verfügt. Oberhalb der Ablaufdrossel 35 ist eine erste Auskesselung 36 angeordnet, welche im oberen Bereich über einen Ventilpilz 37 verschlossen werden kann. Der Ventilpilz 37 läuft durch eine weitere Auskesselung 40 und ist mittels eines Ventilkolbens 38 mit einem piezoelektrischen Aktor 39 verbunden. Die weitere Auskesselung 40 weist eine Leckagebohrung 41 auf, die mit einer in 1a nicht dargestellten Kraftstoffleitung mit dem Tank 12 verbunden ist.
  • Des weiteren ist an dem Injektorgehäuse 30 im rechten Teil von 1a eine Bohrung 42 vorgesehen, über die mittels der Zulaufdrossel 34 der erste Steuerraum 33 und eine unterhalb der gestrichelten Linie befindliche Hochdruckleitung 14 der Einspritzdüse/Registerdüse 1 mit unter Hochdruck stehendem Kraftstoff versorgt wird.
  • Der erste Steuerkolben 32 weist eine weitere Bohrung 44 auf, die nach außen geführt ist und über Kraftstoffleitungen 13 mit dem Steuerventil 11 und der Druckpumpe 10 verbunden ist. Die Kraftstoffpumpe 10 ist eingangseitig mit dem Tank 12 verbunden. Das Steuerventil 11, beispielsweise ein 2/2-Wegeventil kann dagegen Kraftstoff von einem Steuerdruckraum 19, der sich im oberen Teil der äußeren Düsennadel 2 befindet, in den Tank 12 zurückfließen lassen.
  • Die Steuerung der beiden Düsenadeln 2,3, die zu 1b noch später erläutert werden, erfolgt mit der Anordnung in 1a und funktioniert nach folgendem Schema. Ist der Ventilpilz 37 geschlossen, herrscht in der ersten Steuerkammer 33 oberhalb des ersten Steuerkolbens 32 ein Hochdruck. Durch die größere Fläche des ersten Steuerkolbens 32, der mit seinem unteren Ende die äußere Düsennadel 2 nach unten drückt, ist die Schließkraft für die äußere Düsennadel 2 größer als die Kraft, die an einer ersten Druckstufe 5, 5a (1b) auf die äußere Düsennadel 2 wirkt. Dadurch bleiben alle Spritzlö cher der Einspritzdüse 1 geschlossen. Wird nun der Ventilpilz 37 mittels des piezoelektrischen Aktors 16 betätigt und dabei das Ventil zur ersten Auskesselung 36 geöffnet, dann strömt Kraftstoff über die Ablaufdrossel 35 und die Leckagebohrung 41 in den Kraftstofftank 12 zurück. Durch eine gezielte Drosselabstimmung der beiden Drosseln 34 und 35 sinkt der Druck im ersten Steuerraum 33. Die Schließkraft durch den ersten Steuerkolben 32 wird dadurch reduziert und die äußere Düsennadel 2 öffnet ihre Spritzlochreihe 6, wie noch zu den 2 bis 4 im Detail erläutert wird.
  • Ist das Steuerventil 11, welches vorzugsweise außerhalb des Injektors 1 angeordnet ist, geöffnet, kann Kraftstoff aus einem Steuerdruckraum 19 in den Tank 12 abfließen. In dem Steuerdruckraum 19 der äußeren Düsennadel 2 herrscht dann der Umgebungsdruck. Somit entsteht keine Kraft, welche die innere Düsennadel 3 geschlossen hält. Nach einer kurzen Zeitspanne baut sich an der weiteren Druckstufe 15, die durch die Öffnung der äußeren Düsenadel 2 über einen Spalt 18 mit Kraftstoff versorgt wurde, die innere Düsennadel 3 von einem zweiten Ventilsitz 17 ab und öffnet ihrerseits eine zweite Spritzlochreihe 7 (3).
  • Soll die innere Düsennadel 3 geschlossen bleiben, z.B. im Teillastbetrieb der Brennkraftmaschine, dann wird das 2/2 Wegeventil 18 geschlossen, so dass sich in dem Steuerdruckraum 19 oberhalb des Druckkolbens 20 ein sogenannter Steuerdruck aufbaut. Durch diesen Steuerdruck wird die innere Düsennadel 3 geschlossen. Die Druckpumpe 10 ist eine separate Pumpe und ist nicht mit dem eigentlichen Hochdruckbereich des Einspritzsystems gekoppelt.
  • Schließt der Ventilpilz 37 das Ventil in der ersten Auskesselung 36 mit Hilfe des Ventilkolbens 38 und dem piezoelektrischen Aktor 39, dann steigt der Druck im ersten Steuerraum 33 an. Dadurch wächst die Kraft auf den ersten Steuerkolben 32, so dass die äußere Düsenadel 2 geschlossen wird.
  • War die inneren Düsennadel 3 bei dem Einspritzvorgang zu diesem Zeitpunkt ebenfalls geöffnet, dann wird diese nun mittels einer Druckfeder 4 geschlossen. Die Federkraft reicht aus, da der Druck an der weiteren Druckstufe 15 aufgrund des Schließens der äußeren Düsennadel 2 abfällt und somit keine Öffnungskraft mehr vorhanden ist.
  • 1b zeigt die Registerdüse 1, bei der in einer zentralen Längsbohrung 8 im Düsengehäuse 9 die äußere Düsennadel 2 mit der koaxial angeordneten inneren Düsennadel 3 erkennbar ist. Im rechten Teil von 1b ist die Hochdruckleitung 14 erkennbar, über die der unter Druck stehende Kraftstoff zu den beiden Spritzlochreihen 6, 7 geführt wird. Des weiteren ist eine erste Druckstufe 5, 5a vorgesehen, die von der Hochdruckleitung 14 gespeist wird und eine Hubkraft für die äußere Düsennadel 2 erzeugt. Die erste Druckstufe 5, 5a ist an einer entsprechenden Stelle im Düsengehäuse 9 angeordnet und kann alternativ auch im unteren Düsenbereich liegen. Des weiteren ist der Steuerdruckraum 19 mit dem Druckkolben 20 erkennbar, wie zuvor beschrieben wurde. Die Ausschnitte y, z sowie die Funktion dieser Anordnung werden nachfolgend zu den 2 bis 4 erläutert
  • Die 2 bis 4 zeigen ausschnittsweise jeweils einen oberen Teil (Ausschnitt Y) beziehungsweise einen unteren Teil (Ausschnitt Z) der Registerdüse 1. Der obere Teil von 2 zeigt einen Längsschnitt am Kopfende der Registerdüse 1 mit dem Düsengehäuse 9, der äußeren Düsennadel 2 und der inneren Düsennadel 3, wie sie zuvor beschrieben wurden. Des weiteren ist am Kopfende der äußeren Düsennadel 2 der Steuerdruckraum 19 ausgebildet, in dem der Druckkolben 20 der inneren Düsennadel 3 eingepasst ist. In dem Steuerdruckraum 19 ist die Druckfeder 4 angeordnet. Sie wird vorzugsweise an einem Verlängerungszapfen der inneren Düsennadel 3 geführt und drückt mit einer vorgegebenen Federkraft die inneren Düsennadel 3 gegen ihren zweiten Ventilsitz 17, wie dem unteren Teil von
  • 2 entnehmbar ist. Da die Druckpumpe 10 über die Druckleitung 13 ebenfalls mit dem Steuerdruckraum 19 verbunden ist, drückt im Ruhezustand, d.h. wenn keine Ansteuerung für die innere Düsennadel 3 erfolgt, der Kraftstoffdruck zusätzlich zur Federkraft die inneren Düsennadel 3 gegen den zweiten Ventilsitz 17 und hält die zweite Spritzlochreihe 7 geschlossen.
  • Unterhalb des Druckkolbens 20 ist für den Druckkolben 20 ein Leerhub vorgesehen. Dadurch wird verhindert, dass der Druckkolben 20 die innere Düsennadel 3 mitreißt, wenn sich die äußere Düsennadel 2 nach oben bewegt. Die innere Düsennadel 3 wird somit nicht direkt durch mechanische Kopplung mit der äußeren Düsenadel 2 sondern hydraulisch gesteuert.
  • Im unteren Teil von 2 sind die beiden Spritzlochreihen 6,7 erkennbar, die untereinander liegend angeordnet sind. Die äußere Düsennadel 2 liegt im Ruhezustand mit einer Dichtfläche auf dem ersten Ventilsitz 16 auf und verschließt dadurch die weiter unten liegende erste Spritzlochreihe 6. Oberhalb des Ventilsitzes 16 bildet sich zwischen dem Düsengehäuse 9 und einer Außenfläche der äußeren Düsennadel 2 ein Spalt 18 (3), der mit der Hochdruckleitung 14 verbunden ist, wenn die äußere Düsennadel 2 abgehoben hat. Solange die äußere Düsennadel 2 auf dem ersten Ventilsitz 16 aufliegt, sind die Spritzlöcher der ersten Spritzlochreihe 6 geschlossen. Durch den Kraftstoffdruck, der in der Hochdruckleitung 14 aufgebaut wird, kann die äußere Düsennadel 2 über die erste Druckstufe 5, 5a angehoben werden.
  • Die inneren Düsennadel 3 ist nach unten etwas verlängert ausgebildet. Ihre Spitze weist ebenfalls eine Dichtfläche auf, die auf einem zweiten Ventilsitz 17 aufliegt. Dadurch verschließt sie die zweite Spritzlochreihe 7, die unterhalb der ersten Spritzlochreihe 6 angeordnet ist. Des weiteren weist die inneren Düsennadel 3 an ihrem unteren Ende eine weitere Druckstufe 15 auf. Diese Druckstufe 15 ist jedoch so angeord net, dass sie unterhalb des ersten Ventilsitzes 16 liegt. Sie bleibt wirkungslos, solange die äußere Düsennadel 2 fest auf dem ersten Ventilsitz 16 aufliegt. Wird dagegen die äußere Düsennadel 2 von dem ersten Ventilsitz 16 angehoben, dann bewirkt der Kraftstoffdruck in der Hochdruckleitung 14 eine axiale Druckkraft an der weiteren Druckstufe 15, die die innere Düsennadel 3 nach oben anhebt.
  • Solange beide Düsennadeln 2, 3 auf ihrem Ventilsitz 16, 17 aufliegen, sind alle Spritzlöcher geschlossen.
  • Die beiden Teile von 3 zeigen nun den Fall, wenn die äußere Düsennadel 2 durch die erste Druckstufe 5a angehoben wurde. Durch das Anheben der äußere Düsennadel 2 entsteht zwischen dem ersten Ventilsitz 16 und dem Dichtsitz der äußeren Düsennadel 2 vorzugsweise ein ringförmiger Spalt 18, durch den der Kraftstoff zur ersten Spritzlochreihe 6 fließen kann. Er wird nun über die Spritzlöcher in den Brennraum der Brennkraftmaschine, einem Diesel- oder Benzinmotor, eingespritzt. Gleichzeitig baut sich an der weiteren Druckstufe 15 der inneren Düsennadel 3 eine Druckkraft auf, die gegen die Federkraft der Druckfeder 4 wirkt. Sie kann jedoch die innere Düsennadel 3 nicht nach oben anheben, so lange das Steuerventil 11 noch geschlossen ist und der Kraftstoffdruck im Steuerdruckraum 19 die Federkraft unterstützt. Die zweite Spritzlochreihe 7 bleibt somit weiter geschlossen.
  • Im oberen Teil von 3 ist erkennbar, dass die äußere Düsennadel 2 sich etwas nach oben bewegt hat, während die innere Düsennadel 3 ihre Position nicht verändert hat.
  • Die beiden Teile von 4 zeigen die Situation, bei der beide Düsennadeln von ihren Ventilsitzen 16, 17 abgehoben haben. Im oberen Teil von 4 ist erkennbar, dass sich im Vergleich zu 2 beide Düsennadeln 2, 3 nach oben bewegt haben. Das wurde dadurch ermöglicht, dass nun das Steuerventil 11 beispielweise über eine nicht näher dargestellte Steu erelektronik angesteuert wurde. Das Steuerventil 11 hat nun die Kraftstoffleitung 13 zwischen dem Steuerdruckraum 19 und dem Tank 12 geöffnet, so dass der Steuerdruckraum 19 dadurch den Umgebungsdruck annimmt. Dadurch kann der an der weiteren Druckstufe 15 wirkende Kraftstoffdruck die innere Düsennadel 3 gegen den wirkenden Federdruck der Druckfeder 4 anheben, so dass zusätzlich zur ersten Spritzlochreihe 6 auch die Spritzlöcher der zweiten Spritzlochreihe 7 geöffnet werden.
  • Im unteren Teil von 4 ist erkennbar, wie beide Düsennadeln 2, 3 von den beiden Ventilsitzen 16, 17 abgehoben haben und dadurch beide Spritzlochreihen 6, 7 zum Einspritzen von Kraftstoff freigegeben sind.

Claims (12)

  1. Anordnung zur Steuerung eines Injektors (21) eines Einspritzsystems einer Brennkraftmaschine, mit einer Registerdüse (1), die in einem Düsengehäuse (9) eine äußere Düsennadel (2) aufweist, die als Hohlnadel mit einer zentralen Längsbohrung (8) ausgebildet ist und in der eine innere Düsennadel (3) axial beweglich angeordnet ist, und wobei die äußere Düsennadel (2) eine obere Spritzlochreihe (6) und die innere Düsennadel (3) eine untere Spritzlochreihe (7) steuert, die am unteren Ende des Düsengehäuses (9) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet , dass die äußere Düsennadel (2) an ihrem Kopfende einen Steuerdruckraum (19) für die innere Düsennadel (3) aufweist, der mittels einer Druckleitung (13) mit einem Steuerventil (11) verbunden ist, dass die innere Düsennadel (3) an ihrem Kopfende einen Druckkolben (20) aufweist, der durch den Druck im Steuerdruckraum (19) betätigbar ist, und dass das Steuerventil (11) durch Vorgabe des Druckes in dem Steuerdruckraum (19) und in Abhängigkeit von der Position der äußeren Düsennadel (2) das Abheben der inneren Düsennadel (3) von einem zweiten Ventilsitz (17) steuert.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (11) ausgebildet ist, die innere Düsennadel (3) nur dann von dem zweiten Ventilsitz (17) abzuheben, wenn die äußere Düsennadel (2) von einem ersten Ventilsitz (16) bereits abgehoben hat.
  3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Düsennadel (3) eine weitere Druckfläche (15) aufweist, die unterhalb des ersten Ventilsitzes (16) für die äußere Düsennadel (2) angeordnet ist.
  4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Kopfende der inneren Düsennadel (3) eine Druckfeder (4) angeordnet ist, die die innere Düsen nadel (3) im nicht angesteuerten Zustand gegen den zweiten Ventilsitz (17) presst und dabei die Spritzlöcher der zweiten Spritzlochreihe (7) verschließt.
  5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (11) ausgebildet ist, durch Druckabbau in dem Steuerdruckraum (19) die innere Düsennadel (3) von dem zweiten Ventilsitz (17) abzuheben.
  6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (11) ein 2/2-Wege-Ventil ist.
  7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (11) schnellschaltend ausgebildet ist.
  8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventils (11) außerhalb des Injektors (21) angeordnet ist.
  9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Druckleitung (13) für Kraftstoff, mit der ein Tank (12), eine Druckpumpe (10), der Injektor (21), der Steuerdruckraum (19) der äußeren Düsennadel (2), das Steuerventil (11) und der Tank (12) seriell verbunden sind.
  10. Injektor mit einer Registerdüse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Düsennadel (2) zum Abheben von dem ersten Ventilsitz (16) eine erste Druckstufe (5,5a) und die innere Düsennadel (3) zum Abheben von dem zweiten Ventilsitz (17) eine weitere Druckstufe (15) aufweisen und dass die weitere Druckstufe (15) im unteren Teil des Düsengehäuses (9) unterhalb des ersten Ventilsitzes (16) der äußeren Düsennadel (2) angeordnet ist.
  11. Injektor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Düsennadel (3) an ihrem Kopfende als Druckkolben (20) ausgebildet ist, der in einem Steuerdruckraum (19) angeordnet ist.
  12. Injektor nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Druckkolbens (20) eine Druckfeder (4) angeordnet ist.
DE20320383U 2003-06-06 2003-06-06 Anordnung zur Steuerung eines Injektors mit einer Registerdüse sowie Injektor Expired - Lifetime DE20320383U1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102010037187A1 (de) * 2010-08-26 2012-03-01 Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft Brennkraftmaschine mit Hochdruckkraftstoffeinspritzung

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