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Die Erfindung bezieht sich auf einen
Feststeller für
eingenutete Rückwände an Kastenmöbeln mit
zumindest einem im Winkelbereich zwischen der Rückwand sowie einer genuteten
Seitenwand und zumindest einer weiteren im Winkelbereich zwischen der
Rückwand
sowie einem genuteten Boden und/oder Oberboden ansetzbaren Stützelement,
wobei die Stützelemente
jeweils rechtwinklig zueinander stehende Anlageseiten und diagonal
zu diesen Anlageseiten ein Durchgangsloch zur Aufnahme einer Fixierschraube
oder eines Fixierstiftes aufweisen.
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In bekannter Ausführung sind solche Feststeller
Einzelelemente in Gestalt kleiner Böckchen oder Konsolen, die man
im rückwärtigen Inneneckenbereich
zwischen der Rückwand
und der dahinter verbleibenden Brüstung der Seitenwände und
der Böden
ansetzt, um sie mittels einer Schraube oder eines Nagels, die durch
das diagonale Durchgangsloch einzubringen sind, zu befestigen. Dadurch
werden die Rückwand
sowie der betreffende Boden oder Oberboden und die jeweilige Seiten wand
eines Kastenmöbels
in einem Winkel von 90 Grad zueinander fixiert.
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Die Handhabung solcher kleinteiligen
Feststeller ist schwierig, und es besteht die Gefahr, daß bei nicht
richtig angesetztem Feststeller beim Einbringen der Fixierschraube
oder Einschlagen des Fixiernagels die rückwärtige Brüstung an dem jeweiligen Boden
oder der Seitenwand des Kastenmöbels wegbricht.
Da die Nuten an den Seitenwänden
und den Böden
des Kastenmöbels
in aller Regel um ein Spielmaß weiter
ausgeführt
werden als die aufzunehmende Rückwand
dick ist, besteht weiter die Schwierigkeit, mittels der bekannten,
kleinteiligen Feststeller die Rückwand
spielfrei fixieren zu können.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe
zugrunde, einen Feststeller der eingangs genannten Art zu schaffen,
der einfacher zu handhaben ist und mit dem beim Aufbau eines Kastenmöbels, insbesondere
eines Mitnahme-Möbels,
eine sicherere Fixierung der im Eckbereich jeweils unter einem Winkel
von 90 Grad zueinander miteinander zu verbindenden Kastenmöbelelemente,
nämlich
der Rückwand,
des Bodens oder des Oberbodens sowie der betreffenden Seitenwand,
erreicht werden kann.
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Diese Aufgabe wird bei einem Feststeller
der weiter oben genannten Art nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die zumindest
zwei Stützelemente einstückig in
zwei im rechten Winkel zueinander stehende Schenkel eines Eckwinkels
integriert sind, wobei an jedem der Schenkel wenigstens eines der Stützelemente
ausgebildet ist.
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Für
die Erfindung ist wesentlich, daß der Eckwinkel mit den zumindest
zwei darin integrierten Stützelementen
ein größeres, einfacher
zu handhabendes Teil ist, welches sich leicht rückwärtig an der Rückwand des
betreffenden Kastenmöbels
in die Ecke zwischen der Rückwand,
dem jeweiligen Boden oder Oberboden und der benachbarten Seitenwand ansetzen
und danach durch Einbringen der Fixierschrauben oder -nägel befestigen
läßt. Dadurch
wird zum einen die Rückwand
mit dem Boden oder dem Oberboden, auch Deckel genannt, und zum zweiten die
Rückwand
mit der benachbarten Seitenwand fixiert, so daß auch die Seitenwand und der
Boden relativ zueinander unter einem Winkel von 90 Grad festgelegt
sind. Dies erleichtert den Aufbau von Mitnahme-Kastenmöbeln, der
im Do-it-yourself-Verfahren erfolgen muß, erheblich. So erreicht man
schon nach dem Zusammenfügen
eines Bodens oder Oberbodens, einer Seitenwand und der in deren
Nuten eingeführten
Rückwand
nach dem Anbringen des erfindungsgemäßen Feststellers im dadurch
gebildeten Eckbereich des Kastenmöbels eine hohe Stabilität und Winkelgenauigkeit
dieser drei Teile zueinander, die den Anbau der weiter zugehörigen Teile
des Kastenmöbels
erleichtert. In der Regel genügt
es, im Bereich zweier einander diagonal gegenüberliegender Ecken der rechteckigen
oder quadratischen Rückwand
je einen Feststeller vorzusehen, um dem Kastenmöbel eine ausreichende Festigkeit
zu verleihen.
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Vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Hiervon sind die federartigen
Stege besonders zu erwähnen,
die an den voneinander abliegenden Anschlagseiten der Schenkel des
Eckwinkels nach außen
vorstehend angeformt sind. Diese Stege haben eine sol che Dicke,
daß sie
neben der Rückwand
in die diese aufnehmenden Nuten des jeweiligen Bodens oder Oberbodens
und der benachbarten Seitenwand eingeführt werden können, um
das Spiel der Rückwand
zu beseitigen, die – wie
erwähnt – wegen der
erforderlichen Toleranzen in der Regel gegenüber der Weite der sie aufnehmenden
Nuten eine geringere Dicke aufweist.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
noch näher
erläutert.
Dabei zeigen:
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1 die
Seitansicht eines Feststellers,
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2 die
Draufsicht auf den Feststeller gemäß 1 mit der umkreisten Einzelheit in vergrößerter Darstellung,
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3 eine
perspektivische Darstellung des Feststellers nach den 1 und 2 und
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4 eine
perspektivische Darstellung der Einbaulage des Feststellers nach
den vorangehenden Figuren.
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Im einzelnen zeigt 1 einen einstückigen Eckwinkel 1 mit
zwei Schenkeln 2, die senkrecht zueinander stehen. Wie
aus der vergrößerten Darstellung
von 2 und der perspektivischen
Wiedergabe von 3 hervorgeht,
besteht jeder der beiden Schenkel 2 des Eckwinkels 1 aus
einem Winkelprofil, welches jeweils aus zwei rechtwinklig zueinanderstehenden
Stützstegen 3 und 4 gebildet
ist. Diese Stützstege 3, 4 weisen
nach außen
hin jeweils ebene Anschlagsei ten 5, 6 auf, die
ebenfalls rechtwinklig zueinander verlaufen. Wie vor allem 3 deutlich macht, liegen
die an den Stützstegen 3 der
Schenkel 2 des Eckwinkels 1 ausgebildeten Anschlagseiten 5 voneinander
ab und stehen unter einem Winkel von 90 Grad zueinander. Hingegen
befinden sich die an den Stützstegen 4 der
Schenkel 2 des Eckwinkels 1 vorhandenen Anschlagseiten 6 in
einer gemeinsamen Ebene.
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Die beiden Schenkel 2 des
Eckwinkels 1 sind an ihren Innenseiten 7 mittels
Versteifungsstegen 8 miteinander verbunden, an deren Stelle
auch eine durchgehende Platte vorgesehen werden kann. Die Versteifungsstege 8 schließen an die
Stützstege 4 an und
haben die gleiche Dicke wie die Stützstege 4 der Schenkel 2.
Die einen breiteren Außenseiten 9 der Versteifungsstege 8 liegen
in einer gemeinsamen Ebene mit den Anschlagseiten 6 der
Stützstege 4 der Schenkel 2,
wie man vor allem der kleineren Darstellung von 2 entnimmt. Die Schenkel 2 haben
an ihren freien Enden eine zu ihrer Längserstreckung rechtwinklig
stehende Abschlußfläche, über welche die
die Schenkel 2 verbindenden Versteifungsstege 8 des
Eckwinkels 1 nicht vorstehen.
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Weiter weisen die Schenkel 2 des
Eckwinkels 1 an ihren freien Enden besonders ausgeformte Stützelemente 10 auf,
die grundsätzlich
unabhängig von
der sonstigen Ausbildung der Schenkel 2 des Eckwinkels 1 für den beabsichtigten
Einsatzzweck als Feststeller fungieren können. In bevorzugter Ausführung sind
sie jedoch entsprechend der zeichnerischen Darstellung in die Schenkel 2 des
Eckwinkels 1 integriert und stehen mit ihrem inneren Endbereich in
dem Zwickelraum, dem Inneneckenbereich, zwischen den Stützstegen
3, 4 der
Stege 2 vor. So weisen die integrierten Stützelemente 10 eine
rückwärtige Stirnfläche 11 auf,
die sich im 45-Grad-Winkel zu den Stützstegen 3, 4 der
Schenkel 2 erstreckt und mithin zur Diagonalebene der Innenecke
zwischen den Versteifungsstegen 8 und dem betreffenden Schenkel 2 senkrecht
steht. In Richtung der Diagonalen der Innenecke zwischen den Stützstegen 3, 4 des jeweiligen
Schenkels 2 ist ein Durchgangsloch 12 angeordnet,
welches an der Stirnseite 11 des vorstehenden, verdickten
Bereichs der Stützelemente 10 sich
zu seiner Einstecköffnung 13 erweitert.
Das Durchgangsloch 2 erstreckt sich bis zur äußeren Eckkante
zwischen den Stützstegen 3, 4 der
Schenkel 2 und dient zur Aufnahme eines Befestigungsmittels, worauf
nachstehend noch eingegangen werden wird.
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Die Schenkel 2 des Eckwinkels 1 gehen
mittels eines Zwischensteges 14 ineinander über, dadurch
ist im Scheitelbereich des Eckwinkels 1 eine äußere Abflachung 15 gebildet.
Weiter sind an den Außenseiten
der Schenkel 2 federartige Stege 16 an den Eckwinkel 1 angeformt,
die eine ebene Längsseite 17 aufweisen,
welche in einer gemeinsamen Ebene mit den Anschlagseiten 6 der
Stützstege 4 der Schenkel 2 sowie
den Außenseiten 9 der
die Schenkel 2 verbindenden Versteifungsstege 8 liegen.
Zu den freien, parallel zur Längsrichtung
der Schenkel 2 verlaufenden Längskanten 18 hin verjüngen sich
die Federstege 16 keilförmig.
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4 veranschaulicht
den Einsatzzweck eines Eckwinkels 1 der vorbeschriebenen
Art, der als Feststeller bei Kastenmöbeln dient. Von einem solchen
Kastenmöbel
ist in 4 einer der unteren
Eckbereiche wiedergegeben. So erkennt man hier einen Boden 19,
nämlich
einen sogenannten Unterboden, auf den rechtwinklig eine Seitenwand 20 des
Kastenmöbels
aufgesetzt ist. Der Boden 19 und die dazu unter einem rechten
Winkel zu fixierende Seitenwand 20 weisen nahe ihren rückwärtigen Schmalseitenflächen parallel
dazu eingelassene Nuten 21 auf, die beide miteinander in
einer gemeinsamen Ebene verlaufen. So kann in diesen Nuten 21 eine
rechteckige Rückwand 22 aufgenommen
werden, die in der Regel eine etwas geringere Dicke relativ zu der
Weite der Nuten 21 hat.
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Von der Vorderseite des Kastenmöbels aus gesehen,
befindet sich hinter der angesetzten, eingenuteten Rückwand 22 jeweils
noch eine Brüstung 23 des
Bodens 19 und der Wand 20. Auf diese Brüstungen 23 wird
der als Feststeller dienende Eckwinkel 1 aufgesetzt, und
zwar mit den unter einem Winkel von 90 Grad zueinander stehenden
Anschlagseiten 5 seiner Schenkel 2. Dies geschieht
in der Weise, daß die federartigen
Stege 16 am Eckwinkel 2, die an beiden Schenkeln 2 nach
außen
vorstehen, neben der Rückwand 22 in
die Nuten 21 des Bodens 19 und der Seitenwand 20 eingreifen.
Aufgrund der Keilwirkung der federartigen Stege 16 wird
im Bereich des Eckwinkels 1 die Rückwand 22 zugleich
spielfrei in den Nuten 21 verspannt, wobei sich der Eckwinkel 1 mit
den ebenengleichen Anschlagseiten 6 seiner Stege 2 sowie
den ebenen Außenseiten 9 seiner
Versteifungsstege 8 an die Rückwand 22 anlegt.
Danach werden in die integrierten Stützelemente 10 der
Schenkel 2, die somit insgesamt als Stützglieder wirken, je eine Schraube 24 durch
die Durchgangsbohrung 12 hindurch bis in das Material der
Rückwand 22 und
des Bodens 19 bzw. der Seitenwand 20 hinein eingedreht.
Dies kann nur exakt bei rechtwinkliger Ausrichtung des Bodens 19 und
der Seitenwand 20 zueinander geschehen, die sowohl über den
Eckwinkel 1 als auch über
die eingenutete, fixierte Rückwand 22 zueinander
winkelgenau stabilisiert werden.