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DE2031915C3 - Legierung zum Löten von Diamant - Google Patents

Legierung zum Löten von Diamant

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Publication number
DE2031915C3
DE2031915C3 DE19702031915 DE2031915A DE2031915C3 DE 2031915 C3 DE2031915 C3 DE 2031915C3 DE 19702031915 DE19702031915 DE 19702031915 DE 2031915 A DE2031915 A DE 2031915A DE 2031915 C3 DE2031915 C3 DE 2031915C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloys
diamond
silicon
alloy
aluminum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702031915
Other languages
English (en)
Other versions
DE2031915A1 (de
DE2031915B2 (de
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
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Filing date
Publication date
Priority claimed from NL6910115A external-priority patent/NL6910115A/xx
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE2031915A1 publication Critical patent/DE2031915A1/de
Publication of DE2031915B2 publication Critical patent/DE2031915B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2031915C3 publication Critical patent/DE2031915C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer Legierung zum Löten von Diamanten.
Es ist bekannt, daß eine mechanisch sehr steife Befestigung eines Diamenten, z. B. bei der Herstellung von Werkzeugen, mit Hilfe eines titanhaltigen Lotes auf der Basis von Silber und Kupfer erhalten werden kann. Dabei wird die Benetzung der Diamantoberfläche mit der Legierung durch das Titan oder eine sich bei der Löttemperatur bildende Verbindung von Titan und einem der anderen Metalle bewirkt. Titan kann auch gesondert der Lötstelle zugeführt werden. Die Anwendung von Titan hat den Nachteil, daß sich sehr leicht Oxyd oder Nitrid bildet; Titanoxyd und Titannitrid tragen nicht zur Benetzung des Diamanten bei. Der Lötvorgang muß daher bei diesem bekannten Verfahren im Vakuum oder in einer inerten Atmosphäre durchgeführt werden.
Nach einem anderen bekannten Verfahren wird als Lot eine Legierung von Gold mit mindestens 1%, vorzugsweise 5%, Tantal und/oder Niob verwendet. Diese Legierungen sind in bezug auf Sauerstoff und Stickstoff weniger reaktiv, so daß der Lötvorgang in einem weniger hohen Vakuum oder in einer weniger reinen Edelgasatmosphäre als bei Anwendung der vorerwähnten titanhaltigen Kupfer-Silber-Legierungen durchgeführt werden kann.
Ein Nachteil der beiden beschriebenen bekannten Verfahren besteht darin, daß der Lötvorgang bei Anwendung der titanhaltigen Silber-Kupfer-Legierungen bei einer Temperatur von 10000C und bei Anwendung von Legierungen von Gold mit Tantal und/oder Niob bei einer Temperatur zwischen 1200 und 14000C durchgeführt werden muß, weil die verwendeten Legierungen hohe Schmelzpunkte aufweisen.
Zum Hartlöten von Aluminium und Aluminiumlegierungen sind schon Legierungen von Aluminium und Silicium bekannt (DT-AS 10 16 098,US-PS 16 91 532).
An sich sind als Bindemittel für Diamantkörner in Schleifwerkzeugen bereits Aluminium-Silicium-Legierungen vorgeschlagen worden. Es handelt sich hierbei um Legierungen, die z. B. 50 bis 70% Silicium enthalten. Solche Legierungen sinci zum Löten von Diamanten wegen ihrer hohen Schmelzpunkte nicht geeignet. Ferner weisen diese Legierungen eine gewisse Sprödigkeil auf und es wird bei Anwendung derselben eine weniger feste Verbindung mit den Diamanten erhalten. Dadurch können sich während der Benutzung der Werkzeuge stumpf gewordene Diamantkörner lockern, was bei Schleifwerkzeugen erwünscht ist. Mit derartigen spröden Legierungen läßt sich keine mechanisch steife Befestigung einzelner Diamanten erzielen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gut haftende Lötverbindung mit einem Diamanten zu schaffen, wobei der Lötvorgang bei niedrigeren als den vorerwähnten Temperaturen durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Verwendung einer Aluminium-Silicium-Legierung mit 8 bis 18% Silicium gelöst.
Vorzugsweise werden Legierungen mit 10 bis 12% Silicium verwendet, weil diese die niedrigsten Schmelzpunkte aufweisen.
Die ungefähr eutektischen Legierungen von Aluminium und Silicium, die nach der Erfindung Verwendung finden, schmelzen bei Temperaturen zwischen 570 und 6700C. Bei Verwendung dieser Legierungen kann der Lötvorgang bei 7000C durchgeführt werden.
Ein weiterei Vorteil der Erfindung ist der, daß der Lötvorgang in bezug auf die Schutzatmosphäre unter weniger kritischen Bedingungen durchgeführt werden kann. Um einer Oxydation der Legierungen und einer Beschädigung des Diamanten entgegenzuwirken, werden die Lötverbindungen, wie bei den bekannten Verfahren, im Vakuum oder in einem Schutzgas, z. B. Stickstoff, Wasserstoff oder Edelgas, durchgeführt. Das Vorhandensein einer geringen Sauerstoffmenge ist weniger störend als bei den bekannten Verfahren.
Ein zusätzlicher Vorteil ist der, daß die Aluminium-Silicium-Legierungen derart duktil sind, daß sie sich gut zu Draht und Folie verarbeiten lassen. Diese Materialformen vereinfachen die Durchführung des Lötens.
Es ist ferner günstig, wenn ungefähr eutektische Aluminium-Silicium-Legierungen verwendet werden, denen eine geringe Menge eines Elements zugesetzt worden ist, das beim Löten als Desoxydierungsmittel wirken kann, während das daraus gebildete Oxyd eine benetzende Wirkung hat. Dieses Element kann z. B. Lithium sein.
Mit den gemäß der Erfindung verwendeten Legierungen können Diamanten auch sehr fest mit Gegenständen verbunden werden, die aus Materialien bestehen, deren Ausdehnungskoeffizienten von dem der Diamanten verschieden sind, wie Quarz, Siliciumcarbid, Graphit, keramisches Material, und Metalle, z. B. Wolfram, Molybdän, Nickel und Stahl. Die Tatsache, daß in allen diesen Fällen eine sehr feste Verbindung erhalten wird, die gegen Temperaturänderungen wenig empfindlich ist, ist möglicherweise auf die Duktilität der Legierungen zurückzuführen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger Beispiele und der Zeichnung näher erläutert.
Beispiel 1
Ein Diamantmeißel wird, wie schematisch im Schnitt in Fig. 1 dargestellt ist, dadurch hergestellt, daß eine Diamantplatte 1 mit Abmessungen von 5x2x1 mm mit Hilfe einer Lotschicht 4 auf der Fläche 3 eines Stahlhalters 2 befestigt wird.
Zu diesem Zweck wird ein Stück Folie (Dicke 20 μπι) aus einer Aluminium-Silicium-Legierung mit 12% Silicium auf die Fläche 3 des Stahlhalters 2 gelegt und der Diamant derart daraufgesetzt, daß er zum Teil seitlich aus dem Halter hervorragt.
Dann wird die Diamar.tplatte 1, während sie z. B. mit Hilfe eines (in der Figur nicht dargestellten) keramischen Stiftes in bezug auf den Stahlhalter 2 mechanisch fixiert ist, in einem Ofen für die Dauer einer Minute in einer Atmosphäre aus technischem Argon auf 7000C erhitzt.
Beispiel 2
Eine Diamantnadel für einen Schallplattenspieler wird auf folgende Weise an e'nem Molybdänträger befestigt (F ig. 2):
Ein stabförmiger Diamant 11 (Länge 0,5 mm, Durchmesser 0,2 mm) wird mit Hilfe einer aus Molybdändraht bestehenden Wendel 12 an einem Ende eines !vi^lybdänstabes 13 (Durchmesser 0,8 mm) festgeklemmt. Dann wird dieses Ende 10 Sekunden lang in eine Aluminium-Silicium-Legierung 14 mit 11% Silicium getaucht, die in einem Kohletiegel 15 in einer Stickstoffaimosphäre bei 75O°C im geschmolzenen Zustand gehalten wird. Die Legierung breitet sich dabei gut auf dem Diamanten und dem Molybdän aus und ergibt eine steife Befestigung. Schließlich wird der auf diese Weise befestigte Diamant geschliffen.
Beispiel 3
für Präzisionsinstrumente, z. B.
Diamantlager
Uhren(Fig. 3).
Diamantlager 21 mit kegeliger Bohrung werden auf einer aus rostfreiem Stahl bestehenden Montageplatte mit Hilfe einer Aluminium-Silicium-Legieiung 23 (mit 13% Silicium) festgelötet. Zu diesem Zweck werden die Lager unter Zwischenfügung einer Folie aus dieser Legierung an vorher bestimmten Stellen mechanisch fixiert, wonach das Ganze 30 Sekunden lang in einer Stickstoffatmosphäre auf 700°C erhitzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verwendung einer Aluminium-Silicium-Legierung mit 8 bis 18% Silicium zum Löten von Diamant.
2. Verwendung nach Anspruch 1» dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminiurn-Silicium-Legierung 10 bis 12% Silicium enthält.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminium-Silicium-Legierung ein Desoxydierungsmittel enthält, dessen Oxyd eine benetzende Wirkung hat.
DE19702031915 1969-07-02 1970-06-27 Legierung zum Löten von Diamant Expired DE2031915C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL6910115A NL6910115A (de) 1969-07-02 1969-07-02
NL6910115 1969-07-02

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2031915A1 DE2031915A1 (de) 1971-01-14
DE2031915B2 DE2031915B2 (de) 1977-05-05
DE2031915C3 true DE2031915C3 (de) 1977-12-22

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