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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine O/W – Emulsion
umfassend ein Emulgatorsystem, enthaltend PEG-40-Stearat und Glycerylstearat,
sowie Ascorbinsäure
und/oder Ascorbylverbindungen. Die Emulsion weist einen pH-Wert
im Bereich 6 bis 8 auf. Als kosmetische oder dermatologische Zubereitung
mit Ascorbinsäure
und/oder Ascorbylverbindungen erfolgt deren Verpackung bevorzugt
in Tuben geringer Sauerstoffdurchlässigkeit. Die Zubereitung ist über einen
langen Zeitraum stabil lagerfähig.
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L-Ascorbinsäure {(R)-5-[(S)-1,2-Dihydroxyethyl]-3,4-dihydroxy-5-H-furan-2-on,
auch unter der Bezeichnung Vitamin C bekannt} zeichnet sich durch
die Strukturformel
aus. Ascorbinsäure ist
leicht löslich
in Wasser, sowohl in der Säureform
als auch als Salz, und gut löslich
in Alkohol, dagegen unlöslich
in Fetten und Ölen.
Ascorbinsäure
ist ein Endiol und wirkt als Reduktionsmittel stark reduzierend.
Ascorbinsäure
ist in wässrigem
Milieu wärmeempfindlich
und wird insbesondere in Gegenwart von Schwermetallspuren sowie
in alkalischem Milieu durch Licht und Luftsauerstoff zersetzt. In
reinem, trockenem Zustand ist sie dagegen relativ beständig gegen
Licht, Luft und Wärme.
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Ascorbinsäure ist ein hochwirksamer und
wasserlöslicher
Hautpflegewirkstoff, der sich aber durch seine sehr begrenzte Stabilität auszeichnet.
Die wenigen und bekannten am Markt verfügbaren Produkte die 3 Gew.%
oder mehr Ascorbinsäure
enthalten, sind entweder wasserfreie oder wasserarme Formulierungen
oder sie sind W/O-Emulsionen. Diese Formulierungen weisen O/W-Emulsionen
gegenüber
erhebliche sensorische Defizite auf. Der Einsatz von mehr als 1
Gew.% Ascorbinsäure
in O/W-Emulsionen gelang bisher nicht zufriedenstellend, weil Hydrodispersionen
bzw. O/W-Emulsionen im Allgemeinen nicht beständig gegen erhöhte Elektrolytkonzentrationen
sind.
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Vitamin C ist seit langem für seinen
positiven Einfluss auf das Erscheinungsbild der Haut bekannt. So wird
durch Ascorbinsäure
beispielsweise die Produktion von Kollagen im menschlichen Hautbindegewebe
angeregt. Kollagen ist das für
die Haut wichtigste Protein. Es gehört zu den Faserproteinen, ist
wesentlich für
die Festigkeit des Gewebes und zeichnet sich durch eine hohe Wasserbindungsfähigkeit
aus. Eine Erhöhung
des Kollagengehaltes der Haut führt
zu einer besseren Festigkeit des tieferen Hautschichten, wodurch
letztendlich Falten und Fältchen
gemildert werden können.
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Ascorbinsäure gehört darüber hinaus auch zur Gruppe
der Antioxidantien. Antioxidantien sind Stoffe, welche Oxidationsprozesse
verhindern. Sie sind chemische Substanzen unterschiedlichster Struktur
und hemmen oder unterbinden unerwünschte, durch Sauerstoff-Einwirkungen,
UV-Strahlung und andere oxidative Prozesse bedingte Veränderungen
in den zu schützenden
Stoffen. Antioxidantien werden insbesondere eingesetzt, um organische
Produkte zu schützen,
namentlich beispielsweise Fette und Öle, aber auch z. B. kosmetische
und dermatologische Wirk- und Zusatzstoffe wie beispielsweise Aromastoffe
und dergleichen. Lipide mit Doppelbindungen, insbesondere ungesättigte Fettsäuren, unterliegen
unter normalen Lagerbedingungen einem Verderb, der auch als Ranzigkeit
bezeichnet wird. Die dadurch hervorgerufenen Veränderungen bewirken eine deutliche
Beeinflussung der organoleptischen und anwendungsbezogenen Eigenschaften,
im Extremfall kann sich sogar die dermatologische Verträglichkeit
eines Rohstoffes drastisch verschlechtern. Diesem Prozess kann durch
Zusatz von Antioxidantien entgegengewirkt werden. Der Schutz von
Hautlipiden vor unerwünschten
oxidativen Prozessen ist zusätzliche
eine wichtige Aufgabe von Antioxidantien, welche damit einen aktiven
Beitrag zum Hautschutz innehaben.
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Die Schrift WO 98/22075 beschreibt
kosmetische Zubereitungen mit Ascorbinsäureverbindungen, bestimmten
niedrigschmelzenden Zucker- oder Zuckeralkoholcarboxylaten sowie
entweder bestimmten Alkylbenzoesäurealkylestern
oder aber bestimmten Isoalkylcarbonsäurealkylestern.
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Die Schrift WO 96/05797 beschreibt
kosmetische Zubereitungen, die neben zahlreichen anderen Komponenten
0,5 – 1
% Ascorbinsäure
enthält.
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Die Schrift
US 6024942 beschreibt Lichtschutzformulierungen
aus bestimmten Anteilen an Lichtschutzmitteln, an hydrophoben Bestandteilen,
hydrophlien oberflächenaktiven Substanzen,
Verdickungsmitteln, Wasser und einem die Haut aufhellenden Stoff,
welcher auch Ascorbinsäure
sein kann.
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Die Schrift
EP 771557 beschreibt den Einsatz von
Ascorbinsäure
in einem kosmetischen Verfahren zur Behandlung der Seborrhoe.
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Die Schrift
EP 779071 beschreibt kosmetische und/oder
dermatologische W/O/W-Emulsionen
mit einer wässrigen
Phase mit einer Wasseraktivität
von höchstens
0,85, in der mindestens ein wasserempfindlicher Wirkstoff enthalten
ist.
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Die Schrift
DE 19650473 beschreibt kosmetische
Zubereitungen, die Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside, Polyolpoly-12-hydroxystearat
und Dihydroxyaceton enthalten.
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Die
EP
666735 beschreibt den Einsatz von Mitteln, die die Haut
aufhellen, wie zum Beispiel Ascorbinsäure in Kombination mit bestimmten
teilveretherten Hydrochinonen oder Hydroxyhydrochinonen sowie Retinolderivaten
zur Verminderung oder Verhinderung von durch UV-Licht erzeugten
Hautschädigungen
und/oder zur Hautaufhellung.
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Die Schrift
EP 839520 beschreibt kosmetische und/oder
dermatologische Zubereitungen in Form von transparenten Gelen, die
unter anderem mindestens ein Polyol und mindestens einen C5-7-Kohlenhydrat-Fettsäureester
enthalten.
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Die Schrift
US 6024942 beschreibt Lichtschutzformulierungen,
die neben Lichtschutzmitteln, oberflächenaktiven Substanzen, Verdickern
und Wasser auch ein Mittel zur Hautaufhellung enthalten, welches
auch Ascorbinsäure
sein kann.
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Der Artikel „Topical Vitamin C in Aging" von R.M. Colven
und S.R. Pinnell in der Zeitschrift Clinics in Dermatology, Band
14, Seiten 227-234 aus dem Jahr 1996 beschreibt die vorteilhafte
Wirkung von Ascorbinsäure
zur Bekämpfung
von Oxidativem Stress, insbesondere im Zusammenhang mit der Hautalterung.
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Der Artikel „The effects of topical L(+)
lactic acid and ascorbic acid on skin whitening" von W. P. Smith, International Journal
of Cosmetic Science, Band 21, Seiten 33-40 aus dem Jahr 1999 beschreibt,
das Ascorbisäure
in Kombination mit Milchsäure
einen die Pigmentierung aufhellenden Effekt hat.
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Der Artikel „Stabilization of ascorbic
acid by microencapsulation in liposomes" von C. J. Kirby und anderen in der
Zeitschrift International Journal of Food Science and Technology,
Band 26, Seiten 437-449 aus dem Jahr 1991 beschreibt, dass sich
Ascorbinsäure
durch Verkapselung in Liposomen stabilisieren läßt.
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Der Artikel „Effect of Stabilizers on
the Color Stability of Ascorbic Acid Creame Determined by Tristimulus
Colorimetry" von
T.-C. Lin und anderen in der Zeitschrift The Chinese Pharmaceutical
Journal, Band 48, Seiten 127-137 aus dem Jahr 1996 beschreibt die
Stabilisierung von Ascorbinsäure
durch Dicarbonsäuren, Aminosäuren, Cycliodextrine
und organischen Säuren
und deren Salzen.
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Der Artikel „Protective effect against
sunburn of combined systemic ascorbic acid (vitamin C) and d-⎕-tocopherol
(vitamin E)" von
B. Eberlein-König
und anderen in der Zeitschrift Journal of the American Academy of
Dermatology, Band 38, Seiten 45-48 aus dem Jahr 1998 beschreibt
einen das Auftreten von Sonnenbrand mildernden Effekt von Vitamin
C und Vitamin E.
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Der Artikel „Regulation of Collagen Synthesis
in Human Dermal Fibroblasts by the Sodium and Magnesium Salts of
Ascorbyl-2-Phosphate" von
J. C. Geesin und anderen in der Zeitschrift Skin Pharmacology, Band
6, Seiten 65-71 aus dem Jahr 1993 beschreibt die Verwendung von
in Wasser gegenüber
freier Ascorbinsäure
stabilerem Ascorbinsäure-2-Phosphatester zur
Stimulation der Collagenbiosynthese.
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Der Artikel „Histopathological, morphometric
and stereological studies of ascorbic acid and magnesium ascorbyl
phosphate in a skin care formulation" von G.M. Silva und P.M.B.G. Maia Campos
in der Zeitschrift International Journal of Cosmetic Science, Band
22, Seiten 169-179 aus dem Jahr 2000 beschreibt ebenfalls die Verwendung
von in Wasser gegenüber
freier Ascorbinsäure
stabilerem Ascorbinsäurederivaten
zur Stimulation der Collagenbiosynthese in Formulierungen zur Hautpflege.
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Der Artikel „Effects of Ascorbic Acid
on Proliferation and Collagen Synthesis in Relation to the Donor Age
of Human Dermal Fibroblasts" von
C.L. Phillips und anderen in der Zeitschrift Journal of Investigative
Dermatology, Band 103, Seiten 228-232 aus dem Jahr 1994 beschreibt
den die Zellproliferation sowie Kollagensynthese anregenden Effekt
von Ascorbinsäure.
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Aus dem vorliegenden Schrifttum geht
hervor, dass es nicht an Versuchen gefehlt hat, gegenüber Wasser
empfindliche Wirkstoffe stabil in kosmetische Formulierungen einzuarbeiten,
dies aber bisher nicht in befriedigender Weise gelang. Ausgehend
hiervon zeigt die Erfindung einen Weg auf, den wasserempfindlichen Wirkstoff
Ascorbinsäure
stabil, einfach und bioverfügbar
in O/W-Emulsionen einzuarbeiten.
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Die kosmetische Hautpflege dient
in erster Linie dazu, die natürliche
Funktion der Haut als Barriere gegen Umwelteinflüsse und gegen den Verlust von
körpereigenen
Stoffen, neben Wasser auch natürliche
Fette, Elektrolyte etc., zu stärken
oder wiederherzustellen.
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Ziel der Hautpflege ist es ferner,
den durch tägliches
Waschen verursachten Fett- und Wasserverlust der Haut auszugleichen.
Dies ist gerade dann wichtig, wenn das natürliche Regenerationsvermögen nicht
ausreicht. Zudem sollen Hautpflegeprodukte vor Umwelteinflüssen, insbesondere
vor Sonne und Wind, schützen und
die Hautalterung verzögern.
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Den bei weitem wichtigsten Produkttyp
im Bereich der Hautpflegemittel stellen Emulsionen dar. Emulsionen
sind disperse Zwei- oder Mehrphasensysteme, wobei kosmetische Emulsionen
aus mindestens einer Fettphase, Fette und mineralische Öle, Fettsäureester,
Fettalkohole etc., und mindestens einer Wasserphase, Wasser, Glycerin,
Glykole usw., bestehen, die mit Hilfe von Emulgatoren in Form feinster
Tröpfchen
ineinander verteilt werden. Liegt die Ölphase fein verteilt in der
Wasserphase vor, so handelt es sich um eine Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W-Emulsion).
Der Grundcharakter einer O/W-Emulsion ist durch das Wasser geprägt. Im Gegensatz
zu einer W/O-Emulsion wirkt sie daher weniger fettend auf der Haut,
ist eher mattierend und zieht schneller in die Haut ein. O/W-Emulsionen
werden aufgrund dieser sensorischen Vorteile für Cremes und Lotionen verwendet,
die keinen sichtbaren Fettglanz auf der Haut hinterlassen sollen,
wie beispielsweise für
Tages-, Gesichtscremes oder -lotionen.
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Aus dem bisher gesagten geht hervor,
dass der Einsatz von Vitamin C und/oder seinen Derivaten in kosmetischen
und dermatologischen Formulierungen sehr wünschenswert ist. Unglücklicherweise
ist Vitamin C aber eine sehr instabile Substanz, welche insbesondere
in wässrigen
Medien schnell zerfällt.
Da aber gerade O/W-Forrnulierungen in diesem Zusammenhang als wässrige Systeme
anzusehen sind, stellt die Einarbeitung von Vitamin C und/oder seinen
Derivaten in diesen Formulierungstyp bisher ein erhebliches Problem
dar. Da diese Wirkstoffe darüber
hinaus schlecht öllöslich ist,
lässt sich
auch in nicht-wässrigen
Systemen nur schwer eine wirksame Konzentration an Vitamin C erreichen.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es eine O/W-Emulsion bereit zu stellen, die Vitamin C enthält und über einen
längeren
Zeitraum stabil gelagert werden kann.
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In kosmetischen und dermatologischen
Zubereitungen werden anstatt der Ascorbinsäure oftmals auch Ascorbylverbindungen,
bevorzugt Ascorbylester von Fettsäuren, besonders bevorzugt Ascorbylpalmitat,
sowie Phosphorsäureester,
bevorzugt Natriumascorbylphosphat, eingesetzt, da die Empfindlichkeit
dieser Verbindungen auf oxidativen Einfluss gegenüber der
Ascorbinsäure
herabgesetzt ist und insbesondere das Ascorbylpalmitat zumeist besser öllöslich sind,
was galenische Vorteile bieten kann. Allerdings steht auch hier
die erzielte Wirkung weit hinter der gewünschten zurück.
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Zwar kennt der Stand der Technik
die Verwendung von Ascorbinsäure
in Emulsionen unter Verwendung von Siliconemulgatoren bei niedrigem
pH-Wert (EP-B 670 157). Auch wird die Verwendung von Ascorbinsäure in wasserarmen
Grundlagen (EP-A 770 381) bzw. Emulsionen, die einen hohen Gehalt
an Polyolen aufweisen (EP-A 755 674) beschrieben. Ferner offenbart
die WO-Schrift WO 98/00103-A1 als geeignete Grundlagen für eine Ascorbinsäureformulierung
Wasser-in-Siliconöl-Systeme.
Allerdings ist diesen Schriften keinerlei Hinweis zu entnehmen,
welcher in die Richtung der vorliegenden Erfindung weisen könnte.
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Insbesondere in den O/W-Emulsionen
des Standes der Technik zerfielen Vitamin C und seine Derivate sehr
schnell. In der Publikation von R. Austria, A. Semenzato und A.
Bettero (J. Pham. Biomed. Anal. 15 (1997) 795-801) wird z. B. die
Stabilität
von Ascorbinsäure
und einigen Derivaten in verschiedenen O/W-Emulsionen sowie in Lösung untersucht.
Die Autoren stellten dabei einen Aktivitätsveilust von bis zu 60 % nach
2 Monaten bei Raumtemperatur in wässriger Lösung fest.
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Weiterer Nachteil Vitamin C haltiger
O/W-Emulsionen ist, dass aufgrund der Instabilität eine Lagerung in relativ
luftdichten Verpackungen nicht möglich
war, da die Zersetzung des Vitamin C unter Gasentwicklung erfolgen
kann. Insbesondere wenn der pH-Wert der Vitamin C haltigen Zubereitung
im Bereich zwischen 4 und 6 lag, wurde eine Zersetzung unter Gasentwicklung
beobachtet, die dazu führte,
dass die luftdichten Verpackungen aufblähten und platzten. Gerade aber
der pH-Wert zwischen 6 und 8 stellt einen technisch und kosmetisch
vorteilhaften Bereich dar, so dass die Aufgabe darin bestand, Vitamin
C haltige Zubereitungen auch in relativ luftdichten Verpackungen
im pH-Wertbereich zwischen 6 und 8 zur Verfügung zu stellen.
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Gelöst wird dieses Bündel an
Aufgaben durch eine O/W-Emulsion entsprechend den Hauptansprüchen. In
den Unteransprüchen
sind bevorzugte Ausführungsformen
der Emulsion offenbart. Die Erfindung umfasst darüber hinaus
auch kosmetische oder dermatologische Zubereitungen und deren Verpackung.
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Es war überraschend und für den Fachmann
außerordentlich
erstaunlich, dass die gestellten Aufgaben gelöst werden können durch eine Zubereitung
umfassend eine O/W – Emulsion
umfassend ein Emulgatorsystem, enthaltend PEG-40-stearat und Glycerylstearat,
sowie Ascorbinsäure
und/oder Ascorbylverbindungen, wobei die Zubereitung in einer Verpackung
mit einer geringen Sauerstoffdurchlässigkeit verpackt ist. Als geringe
Sauerstoffdurchlässigkeit
wird ein Wert definiert von kleiner 1000 cm³/(m² *bar*d) (entsprechend den Diffusionsraten).
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Es war besonders überraschend, dass sich durch
das erfindungsgemäße Emulgatorsystem
Vitamin C in O/W-Emulsionen ausgezeichnet stabilisieren läßt.
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Der Vorteile der erfindungsgemäßen Emulsion
und kosmetischen Zubereitung gegenüber bisherigen Zubereitungen
ist, dass sie zudem sensorisch sich leichter und angenehmer anfühlt und
dennoch ausrechend Stabilität
besitzt.
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Die Emulgatoren PEG-40-stearat und
Glycerylstearat bilden erfindungsgemäß ein Emulgatorsystem für O/W-Emulsionen
in denen in Kombination mit Ascorbinsäure dessen Stabilität gewährleistet
ist.
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Bevorzugt enthält die O/W-Emulsion zusätzlich einen
Gehalt an unverzweigten, gesättigten
und/oder ungesättigten,
aliphatischen Fettalkoholen, die eine Kettenlänge von C14 bis C60 haben,
wobei die genannten Alkohole sowohl einzeln als auch im Gemisch
vorliegen können.
Bevorzugt werden die Fettalkohole aus der Gruppe Stearylalkohol,
Behenylalkohol, Ceteylalkohol gewählt. Der Anteil an einem oder
mehreren erfindungsgemäß verwendeten
Fettalkoholen in der Emulsion wird vorteilhaft im Bereich von 0,1
bis 10,0 Gew.%, bevorzugt 0,5 bis 5,0 Gew.% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Emulsion.
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Es ist erfindungsgemäß weiter
bevorzugt, den beschriebenen Emulsionen Komplexbildner zuzufügen.
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Komplexbildner sind an sich bekannte
Hilfsstoffe der Kosmetologie bzw. der medizinischen Galenik. Durch
die Komplexierung von störenden
Metallen wie Mn, Fe, Cu und anderer können beispielsweise unerwünschte chemische
Reaktionen in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen verhindert
werden.
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Komplexbildner, insbesondere Chelatoren,
bilden mit Metallatomen Komplexe, welche bei Vorliegen eines oder
mehrerer mehrbasiger Komplexbildner, also Chelatoren, Metallacyclen
darstellen. Chelate stellen Verbindungen dar, in denen ein einzelner
Ligand mehr als eine Koordinationsstelle an einem Zentralatom besetzt.
In diesem Falle werden also normalerweise gestreckte Verbindungen
durch Komplexbildung über
ein Metall-Atom od. -lon zu Ringen geschlossen. Die Zahl der gebundenen
Liganden hängt
von der Koordinationszahl des zentralen Metalls ab. Voraussetzung
für die
Chelatbildung ist, daß die
mit dem Metall reagierende Verbindung zwei oder mehr Atomgruppierungen
enthält,
die als Elektronendonatoren wirken.
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Der oder die Komplexbildner können vorteilhaft
aus der Gruppe der üblichen
Verbindungen gewählt werden,
wobei bevorzugt mindestens eine Substanz aus der Gruppe bestehend
aus Weinsäure
und deren Anionen, Citronensäure
und deren Anionen, Aminopolycarbonsäuren und deren Anionen (wie
beispielsweise Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) und deren Anionen,
Nitrilotriessigsäure
(NTA) und deren Anionen, Hydroxyethylendiaminatriessigsäure (HOEDTA)
und deren Anionen, Diethylenaminopentaessigsäure (DPTA) und deren Anionen,
trans-1,2-Diaminocyclohexantetraessigsäure (CDTA) und deren Anionen)
oder Iminodisuccinat (IDS).
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Der oder die Komplexbildner sind
erfindungsgemäß vorteilhaft
in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen bevorzugt zu
0,01 Gew.% bis 10 Gew.%, bevorzugt zu 0,05 Gew.% bis 5 Gew.%, insbesondere
bevorzugt zu 0,1 – 1,0
Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Emulsion, enthalten.
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Zusätzlich enthält die Emulsion bevorzugt einen
oder mehrere Wirkstoffe, die bevorzugt gewählt werden aus der Gruppe Ubichinon,
Ubichinol, Retinol und Derivate, Dehydroepiandrosteron (DHEA), Isoflavonoide
(insbes. Genistein, Daidzein), Creatin, Vitamin B1 bis B12, Folsäure, Niacinamid,
Coffein, Phytoöstrogene, Östrogen, Östradiol
und Derivate, Niacinamid, Polyphenole (AGR). Vorteilhaft ist es
der erfindungsgemäßen Emulsion
als Wirkstoff Isoflavonoide zu zusetzen.
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Die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen
Zubereitungen können
kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen
verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel, Bakterizide, Parfüme, Substanzen
zum Verhindern des Schäumens,
Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende
Wirkung haben, Verdickungsmittel, oberflächenaktive Substanzen, Emulgatoren,
weichmachende, anfeuchtende und/oder feuchhaltende Substanzen, Fette, Öle, Wachse
oder andere übliche
Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung
wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte,
organische Lösemittel
oder Silikonderivate.
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Erfindungsgemäße Emulsionen im Sinne der
vorliegenden Erfindung sind z.B. Cremes, Lotionen, kosmetische Milchzubereitungen,
Mousse-Creme, die aus einem Aerosolbehälter austragbar sind. Diese
enthalten z.B. Fette, Öle,
Wachse hrere Emulgatoren, wie sie üblicherweise für einen
solchen Typ der Formulierung verwendet werden.
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Insbesondere können erfindungsgemäß verwendete
Emulsionen auch mit Antioxidantien und/oder Radikalfängern kombiniert
werden.
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Vorteilhaft werden solche Antioxidantien
gewählt
aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin,
Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Urocaninsäure) und
deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin
und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin,
(β-Carotin, Lycopin)
und deren Derivate, Chlorogensäure
und deren Derivate, Liponsäure
und deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil
und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin,
Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-,
Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und
Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat,
Thiodipropionsäure
und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside
und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine,
Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin)
in sehr geringen verträglichen
Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg),
ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z.B.
Citronensäure,
Milchsäure,
Apfelsäure),
Huminsäure,
Gallensäure,
Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate,
ungesättigte
Fettsäuren
und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und
deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Tocopherole
und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-palmitat)
sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, Butylhydroxytoluol,
Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon,
Harnsäure
und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Sesamol, Sesamolin,
Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4)
Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren
Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten
Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und
Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
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Die Menge der vorgenannten Antioxidantien
(eine oder mehrere Verbindungen) in der Emulsion beträgt vorzugsweise
0,001 bis 30 Gew.%, besonders bevorzugt 0,05 – 20 Gew.%, insbesondere 0,1 – 10 Gew.%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Emulsion.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Emulsion
ist der Zusatz an ein oder mehreren verdickende Polymerverbindungen.
Bevorzugt werden der oder die Polymere gewählt werden aus der Gruppe Xanthan,
AMPS-Polymer, Polyacrylsäure
und Celluloseethern. Beispiele für
Celluloseether sind Hydroxyethyl- oder Hydroxypropylmethylcellulose.
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Bevorzugt im Sinne der vorliegenden
Erfindung ist Xanthan (CAS-Nr. 11138-66-2), auch Xanthan Gummi genannt,
welches ein anionisches Heteropolysaccharid ist, das in der Regel
durch Fermentation aus Maiszucker gebildet und als Kaliumsalz isoliert
wird. Es wird von Xanthomonas campestris und einigen anderen Species
unter aeroben Bedingungen mit einem Molekulargewicht von 2x106 bis
24x106 produziert. Xanthan wird aus einer Kette mit β-1,4-gebundener
Glucose (Cellulose) mit Seitenketten gebildet. Die Struktur der Untergruppen
besteht aus Glucose, Mannose, Glucuronsäure, Acetat und Pyruvat. Xanthan
ist die Bezeichnung für
das erste mikrobielle anionische Heteropolysaccharid. Es wird von
Xanthomonas campestris und einigen anderen Species unter aeroben
Bedingungen mit einem Molekulargewicht von 2-15 106 produziert.
Xanthan wird aus einer Kette mit β-1,4-gebundener
Glucose (Cellulose) mit Seitenketten gebildet. Die Struktur der Untergruppen
besteht aus Glucose, Mannose, Glucuronsäure, Acetat und Pyruvat. Die
Anzahl der Pyruvat-Einheiten bestimmt die Viskosität des Xanthans.
Xanthan wird in zweitägigen
Batch-Kulturen mit einer Ausbeute von 70-90 %, bezogen auf eingesetztes
Kohlenhydrat, produziert. Dabei werden Ausbeuten von 25-30 g/l erreicht.
Die Aufarbeitung erfolgt nach Abtöten der Kultur durch Fällung mit
z. B. 2-Propanol. Xanthan wird anschließend getrocknet und gemahlen.
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Die erfindungsgemäßen AMPS-Polymere sind wasserlöslich und
durch radikalische Copolymerisation von
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- A) einem oder mehreren Makromonomeren, enthaltend
eine zur Polymerisation befähigte
Endgruppe, einen hydrophilen Teil, der auf Polyalkylenoxiden basiert,
und einen hydrophoben Teil, der Wasserstoff oder einen gesättigten
oder ungesättigten,
linearen oder verzweigten, aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen
(C1-C3o)-Kohlenwasserstoffrest umfasst,
und
- B) einem oder mehreren olefinisch ungesättigten Comonomeren, die Sauerstoff,
Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Chlor und/oder Fluor enthalten,
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herstellbar.
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Bevorzugt handelt es sich bei den
Makromonomeren A) um solche der Formel R¹-Y-(R²-O)x-R³, worin R¹ einen Vinyl-,
Allyl-, Acryl- oder Methacrylrest; R² (C2-C4)-Alkylen; x eine ganze Zahl zwischen 1
und 500; Y Sauerstoff, Schefel, PH oder NH und R³ Wasserstoff oder einen gesättigten
oder ungesättigten,
linearen oder verzweigten, aliphatischen, cycloaliphatischen oder
aromatischen (C1 bis C30)-Kohlenwasserstoffrest
bedeuten.
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R¹ steht
besonders bevorzugt für
einen Acryl- oder Methacrylrest. R² steht besonders bevorzugt
für einen
Ethylen- oder Propylenrest. x steht besonders bevorzugt für eine Zahl zwischen
3 und 50, insbesondere bevorzugt für eine Zahl zwischen 7 und
30. Bei R³ handelt
es sich bevorzugt um aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe,
die gesättigt
oder ungesättigt
sein können.
R³ steht
besonders bevorzugt für
einen (C6 bis C18)-Kohlenwasserstoffrest,
insbesondere bevorzugt für
einen (C12 bis C18)-Kohlenwasserstoffrest.
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Die Monomerenverteilung der Makromonomeren
A) und Comonomeren B) in den Polymeren kann beispielsweise alternierend,
blockartig (auch Multiblock) oder auch statistisch (auch Gradient)
sein. Die Polymere weisen im allgemeinen ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von 1000 bis 20.000.000 g/mol, bevorzugt 20.000 bis 5.000.000, insbesondere
bevorzugt 100.000 bis 1.500.000 g/mol, auf.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
sind die endungsgemässen
Polymere vernetzt, d. h. sie enthalten mindestens einen Vernetzer
mit mindestens zwei Doppelbindungen, der in das Polymer einpolymerisiert ist.
Geeignete Vernetzen sind insbesondere Methylenbisacryl- und -methacrylamid,
Ester ungesättigter
Mono- oder Polycarbonsäuren
mit Polyolen, z. B. Diacrylate oder Triacrylate, wie z. B. Butandiol-
und Ethylenglykoldiacrylat bzw. -methacrylat und Trimethylolpropantriacrylat,
Allylverbindungen, wie z. B. Allyl(meth)acrylat, Triallylcyanurat,
Maleinsäurediallylester,
Polyallylester, Tetraallyloxyethan, Triallylamin, Tetraallylethylendiamin, Allylester
der Phosphorsäure
und/oder Vinylphosphonsäurederivate.
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Endungsgemäß vorteilhafte Polymere werden
beispielsweise in der
DE
100 29 462 A1 beschrieben, die hiermit zum Offenbarungsgehalt
der vorliegenden Endung zählt.
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Kosmetische oder dermatologische
Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung enthalten – bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen – vorteilhaft 0,05 bis 5 Gew.%,
insbesondere 0,1 bis 3 Gew.% an einem oder mehreren hydrophobisierten
Acrylamidomethylpropylsulfonsäure-Polymeren.
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Die polymeren Verdickungsmittel,
welches oder welche vorteilhaft gewählt werden können aus
der Gruppe der Polyacrylate, bevorzugt ein Polyacrylat aus der Gruppe
der sogenannten Carbopole, beispielsweise Carbopole der Typen 980,
981, 1382, 2984, 5984, Ultrez, ETD 2001, 2020 sowie 2050, jeweils
einzeln oder in Kombination.
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Der Anteil an verdickenden Polymeren
beträgt
vorteilhaft 0,01 – 1,00Gew.%.
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Die Ascorbylverbindung oder die Ascorbylverbindungen,
insbesondere Vitamin C, ist bzw. sind erfindungsgemäß vorteilhaft
zu 0,001 Gew.% bis 10 Gew.%, bevorzugt zu 0,1 Gew.% bis 5 Gew.%,
insbesondere bevorzugt zu 1 bis 3,5 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Emulsion, enthalten.
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Es ist auch vorteilhaft, wenngleich
selbstverständlich
nicht zwingend, Ascorbinsäure
und/oder Ascorbylverbindungen in verkapselter Form darzureichen,
z. B. in Kollagenmatrices und anderen üblichen Verkapselungsmaterialien,
z. B. als Celluloseverkapselungen, in Gelatine, Wachsmatrices oder
liposomal verkapselt. Insbesondere Wachsmatrices wie sie in der
DE-OS 43 08 282 beschrieben
werden, haben sich als günstig
herausgestellt. Besonders vorteilhafte Verkapselungsformen im Sinne
der vorliegenden Erfindung sind ferner Cyclodextrinkomplexe von
Vitamin C und/oder seinen Derivaten.
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Die erfindungsgemäß verwendeten kosmetischen
oder dermatologischen Zubereitungen können wie üblich zusammengesetzt sein
und zur Behandlung, der Pflege und der Reinigung der Haut und/oder
der Haare und als Schminkprodukt in der dekorativen Kosmetik dienen.
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Als Ölphase der O/W-Emulsion können die
bekannten Lipide oder Öle
gewählt
werden. Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung wird als Oberbegriff
für Fette, Öle, Wachse
und dergleichen gelegentlich der Ausdruck „Lipide" verwendet, wie dem Fachmanne durchaus
geläufig
ist. Auch werden die Begriffe „Ölphase" und „Lipidphase" synonym angewandt.
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Öle
und Fette unterscheiden sich unter anderem in ihrer Polarität, welche
schwierig zu definieren ist. Es wurde bereits vorgeschlagen, die
Grenzflächenspannung
gegenüber
Wasser als Maß für den Polaritätsindex
eines Öls
bzw. einer Ölphase
anzunehmen. Dabei gilt, daß die
Polarität
der betreffenden Ölphase
umso größer ist,
je niedriger die Grenzflächenspannung
zwischen dieser Ölphase
und Wasser ist. Erfindungsgemäß wird die
Grenzflächenspannung
als ein mögliches
Maß für die Polarität einer
gegebenen Ölkomponente
angesehen.
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Die Grenzflächenspannung ist diejenige
Kraft, die an einer gedachten, in der Grenzfläche zwischen zwei Phasen befindlichen
Linie der Länge
von einem Meter wirkt. Die physikalische Einheit für diese
Grenzflächenspannung
errechnet sich klassisch nach der Beziehung Kraft/Länge und
wird gewöhnlich
in mN/m (Millinewton geteilt durch Meter) wiedergegeben. Sie hat
positives Vorzeichen, wenn sie das Bestreben hat, die Grenzfläche zu verkleinern.
Im umgekehrten Falle hat sie negatives Vorzeichen. Als polar im
Sinne der vorliegenden Erfindung werden Lipide angesehen, deren
Grenzflächen-spannung
gegen Wasser weniger als 20 mN/m beträgt als unpolar solche, deren
Grenzflächenspannung
gegen Wasser mehr als 30 mN/m beträgt. Lipide mit einer Grenzflächenspannung
gegen Wasser zwischen 20 und 30 mN/m werden im allgemeinen als mittelpolar
bezeichnet.
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Polare Öle, sind beispielsweise solche
aus der Gruppe der Lecithine und der Fettsäuretriglyceride, namentlich
der Triglycerinester gesättigter
und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12 bis 18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride
können beispielsweise
vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, wie
z.B. Olivenöl,
Sonnenblumenöl,
Sojaöl,
Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Rizinusöl, Weizenkeimöl, Traubenkemöl, Distelöl, Nachtkerzenöl, Macadamianußöl und dergleichen
mehr.
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Besonders vorteilhafte polare Lipide
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind alle nativen Lipide, wie z.
B. Olivenöl,
Sonnenblumenöl,
Sojaöl,
Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Rizinusöl, Weizenkeimöl, Traubenkernöl, Distelöl, Nachtkerzenöl, Macadamianußöl, Maiskeimöl, Avocadoöl und dergleichen
sowie die im folgenden aufgelisteten.
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Ferner kann die Ölphase vorteilhaft
gewählt
werden aus der Gruppe der Dialkylether, der Gruppe der gesättigten
oder ungesättigten,
verzweigten oder unverzweigten Alkohole. Es ist insbesondere vorteilhaft,
wenn die Ölphase
einen Gehalt an C
12_
15-Alkylbenzoat aufweist
oder vollständig
aus diesem besteht.
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Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden
aus der Gruppe der Guerbetalkohole. Guerbetalkohole sind benannt
nach Marcel Guerbet, der ihre Herstellung erstmalig beschrieb. Sie
entstehen nach der Reaktionsgleichung
durch Oxidation eines
Alkohols zu einem Aldehyd, durch Aldol-Kondensation des Aldehyds,
Abspaltung von Wasser aus dem Aldol- und Hydrierung des Allylaldehyds.
Guerbetalkohole sind selbst bei niederen Temperaturen flüssig und
bewirken praktisch keine Hautreizungen. Vorteilhaft können sie
als fettende, überfettende
und auch rückfettend
wirkende Bestandteile in Haut- und Haarpflegemitteln eingesetzt
werden. Die Verwendung von Guerbet-Alkoholen in Kosmetika ist an
sich bekannt. Solche Species zeichnen sich dann meistens durch die
Struktur
aus. Dabei bedeuten
R
1 und R
2 in der
Regel unverzweigte Alkylreste.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft werden der oder
die Guerbet-Alkohole gewählt
aus der Gruppe, bei denen R1 = Propyl, Butyl,
Pentyl, Hexyl, Heptyl oder Octyl und R2 =
Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Tridecyl oder
Tetradecyl.
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Erfindungsgemäß bevorzugte Guerbet-Alkohole
sind das 2-Butyloctanol – es
hat die chemische Struktur
und ist beispielsweise
unter der Handelsbezeichnung Isofol
® 12
von der Gesellschaft Condea Chemie GmbH erhältlich – und das 2-Hexyldecanol – es hat
die chemische Struktur
und ist beispielsweise
unter der Handelsbezeichnung Isofol
® 16
von der Gesellschaft Condea Chemie GmbH erhältlich. Auch Mischungen von
erfindungsgemäßen Guerbet-Alkoholen sind erfindungsgemäß vorteilhaft
zu verwenden. Mischungen aus 2-Butyloctanol
und 2-Hexyldecanol sind beispielsweise unter der Handelsbezeichnung
Isofol
® 14
von der Gesellschaft Condea Chemie GmbH erhältlich.
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Die Gesamtmenge an Guerbet-Alkoholen
in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen
wird vorteilhaft aus dem Bereich bis 25,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 – 15,0 Gew.-%
gewählt,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
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Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten
sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen.
Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein, Wachse, beispielsweise
Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase einzusetzen.
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Besonders vorteilhafte mittelpolare
Lipide im Sinne der vorliegenden Endung sind die im folgenden aufgelisteten
Substanzen:
Unpolare Öle sind
beispielsweise solche, welche gewählt werden aus der Gruppe der
verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, insbesondere
Vaseline (Petrolatum), Paraffinöl,
Squalan und Squalen, Polyolefine und hydrogenierte Polyisobutene.
Unter den Polyolefinen sind Polydecene die bevorzugten Substanzen.
Besonders vorteilhafte unpolare Lipide im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind die im folgenden aufgelisteten Substanzen:


Es ist
jedoch auch vorteilhaft, Gemische aus höher- und niederpolaren Lipiden
und dergleichen zu verwenden. So kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden
aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe
und -wachse, der Dialkylether, der Gruppe der gesättigten
oder ungesättigten,
verzweigten oder unverzweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride,
namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12 – 18
C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride
können
beispielsweise vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, z.B.
Olivenöl,
Sonnenblumenöl,
Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Pamöl, Kokosöl, Palmkernöl und dergleichen
mehr, sofern die im Hauptanspruch geforderten Bedingungen eingehalten
werden.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendende
Fett- und/oder Wachskomponenten können aus der Gruppe der pflanzlichen
Wachse, tierischen Wachse, Mineralwachse und petrochemischen Wachse
gewählt werden.
Erfindungsgemäß günstig sind
beispiels weise Candelillawachs, Camaubawachs, Japanwachs, Espartograswachs,
Korkwachs, Guarumawachs, Reiskeimölwachs, Zuckerrohrwachs, Beerenwachs,
Ouricurywachs, Montan-wachs, Jojobawachs, Shea Butter, Bienenwachs,
Schellackwachs, Walrat, Lanolin (Wollwachs), Bürzelfett, Ceresin, Ozokerit
(Erdwachs), Paraffinwachse und Mikrowachse, sofern die im Hauptanspruch
geforderten Bedingungen eingehalten werden.
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Weitere vorteilhafte Fett- und/oder
Wachskomponenten sind chemisch modifzierte Wachse und synthetische
Wachse, wie beispielsweise die unter den Handelsbezeichnungen Syncrowax
HRC (Glyceryltribehenat), und Syncrowax AW 1C (C18-36 – Fettsäure) bei
der CRODA GmbH erhältlichen
sowie Montanesterwachse, Sasolwachse, hydrierte Jojobawachse, synthetische
oder modifizierte Bienenwachse (z. B. Dimethicon Copolyol Bienenwachs
und/oder C30-50-Alkyl Bienenwachs), Polyalkylenwachse,
Polyethylenglykolwachse, aber auch chemisch modifzierte Fette, wie
z. B. hydrierte Pflanzenöle
(beispielsweise hydriertes Ricinusöl und/oder hydrierte Cocosfettglyceride),
Triglyceride, wie beispielsweise Trihydroxystearin, Fettsäuren, Fettsäureester
und Glykolester, wie beispielsweise C20-40-Alkylstearat,
C20-40-Alkylhydroxystearoylstearat und/oder Glykolmontanat.
Weiter vorteilhaft sind auch bestimmte Organosiliciumverbindungen,
die ähnliche
physikalische Eigenschaften aufweisen wie die genannten Fett- und/oder
Wachskomponenten, wie beispielsweise Stearoxytrimethylsilan sofern
die im Hauptanspruch geforderten Bedingungen eingehalten werden.
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Erfindungsgemäß können die Fett- und/oder Wachskomponenten
sowohl einzeln als auch im Gemisch vorliegen. Auch beliebige Abmischungen
solcher Öl-
und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden
Erfindung einzusetzen.
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Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus
der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol, Isotridecylisononanoat,
Butylen Glycol Dicaprylat/Dicaprat, 2-Ethylhexylcocoat, C12_15-Alkylbenzoat,
Capryl-Caprinsäure-triglycerid,
Dicaprylylether sofern die im Hauptanspruch geforderten Bedingungen
eingehalten werden.
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Besonders vorteilhaft sind Mischungen
aus Octyldodecanol, Capryl-Caprinsäuretriglycerid, Dicaprylylether,
Dicaprylyl Carbonat, Cocoglyceriden, oder Mischungen aus C12_15-Alkybenzoat
und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C12-15-Alkybenzoat
und Butylen Glycol Dicaprylat/Dicaprat sowie Mischungen aus C12-15-Alkybenzoat, 2-Ethylhexylisostearat
und Isotridecylisononanoat sofern die im Hauptanspruch geforderten
Bedingungen eingehalten werden.
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Von den Kohlenwasserstoffen sind
Paraffinöl,
Cycloparaffin, Squalan, Squalen, hydriertes Polyisobuten bzw. Polydecen
vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden. sofern
die im Hauptanspruch geforderten Bedingungen eingehalten werden.
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Es kann ebenfalls vorteilhaft sein,
die Ölphase
der erfindungsgemäßen Zubereitungen
teilweise oder vollständig
aus der Gruppe der cyclischen und/oder linearen Silicone zu wählen, welche
im Rahmen der vorliegenden Offenbarung auch als „Siliconöle
„ bezeichnet
werden. Solche Silicone oder Siliconöle können als Monomere vorliegen,
welche in der Regel durch Strukturelemente charakterisiert sind,
wie folgt:
Silikonöle sind
hochmolekulare synthetische polymere Verbindungen, in denen Silicium-Atome über Sauerstoff-Atome
ketten- und/oder netzartig verknüpft
und die restlichen Valenzen des Siliciums durch Kohlenwasserstoff-Reste
(meist Methyl-, seltener Ethyl-, Propyl-, Phenyl-Gruppen u. a.)
abgesättigt
sind.
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Als erfindungsgemäß vorteilhaft einzusetzenden
linearen Silicone mit mehreren Siloxyleinheiten werden im allgemeinen
durch Strukturelemente charakterisiert wie folgt:
wobei die Siliciumatome
mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Arylresten
substituiert werden können,
welche hier verallgemeinernd durch die Reste R
1 – R
4 dargestellt sind (will sagen, daß die Anzahl der
unterschiedlichen Reste nicht notwendig auf bis zu 4 beschränkt ist).
m kann dabei Werte von 2 – 200.000 annehmen.
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Systematisch werden die linearen
Silikonöle
als Polyorganosiloxane bezeichnet; die methylsubstituierten Polyorganosiloxane,
welche die mengenmäßig bedeutendsten
Verbindungen dieser Gruppe darstellen und sich durch die folgende
Strukturformel auszeichnen
werden auch als Polydimethylsiloxan
bzw. Dimethicon (INCI) bezeichnet. Dimethicone gibt es in verschiedenen
Kettenlängen
bzw. mit verschiedenen Molekulargewichten. Dimethicone unterschiedlicher
Kettenlänge und
Phenyltrimethicone sind besonders vorteilhafte lineare Silikonöle im Sinne
der vorliegenden Erfindung.
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Besonders vorteilhafte Polyorganosiloxane
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner beispielsweise Dimethylpolysiloxane
[Poly(dimethylsiloxan)], welche z. B. unter den Handelsbezeichnungen
ABIL 10 bis 10 000 bei Th. Goldschmidt erhältlich sind. Ferner vorteilhaft
sind Phenylmethylpolysiloxane (INCI: Phenyl Dimethicone, Phenyl
Trimethicone), cyclische Silicone (Octamethylcyclotetrasiloxan bzw.
Decamethylcyclopentasiloxan), welche nach INCI auch als Cyclomethicone
bezeichnet werden, aminomodifizierte Silicone (INCI: Amodimethicone)
und Siliconwachse, z. B. Polysiloxan-Polyalkylen-Copolymere (INCI: Stearyl Dimethicone
und Cetyl Dimethicone) und Dialkoxydimethylpolysiloxane (Stearoxy
Dimethicone und Behenoxy Stearyl Dimethicone), welche als verschiedene
Abil-Wax-Typen bei Th. Goldschmidt erhältlich sind.
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Besonders vorteilhaft im Sinne der
vorliegenden Erfindung sind ferner die im folgenden aufgelisteten Silikonöle:
Erfindungsgemäß vorteilhaft
einzusetzende cyclische Silicone werden im allgemeinen durch Strukturelemente charakterisiert,
wie folgt
wobei die Siliciumatome
mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Arylresten
substituiert werden können,
welche hier verallgemeinernd durch die Reste R
1 – R
4 dargestellt sind (will sagen, daß die Anzahl der
unterschiedlichen Reste nicht notwendig auf bis zu 4 beschränkt ist).
n kann dabei Werte von 3/2 bis 20 annehmen. Gebrochene Werte für n berücksichtigen,
daß ungeradzahlige
Anzahlen von Siloxylgruppen im Cyclus vorhanden sein können.
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Besonders vorteilhafte cyclische
Silikonöle
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Cyclomethicone, insbesondere
Cyclomethicone D5 und/oder Cyclomethicone D6.
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Vorteilhafte Silkonöle bzw.
Silikonwachse im Sinne der vorliegenden Erfindung sind cyclische
und/oder lineare Silikonöle
und Silikonwachse.
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Es ist besonders vorteilhaft im Sinne
der vorliegenden Erfindung das Verhältnis von Lipiden zu Silikonölen in etwa
wie 1 : 1 (allgemein x : y) zu wählen.
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Vorteilhaft wird Phenyltrimethicon
als Siliconöl
gewählt.
Auch andere Silikonöle,
beispielsweise Dimethicon, Phenyldimethicon, Cyclomethicon (Octamethylcyclotetrasiloxan)
beispielsweise Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan),
Cetyldimethicon, Behenoxydimethicon sind vorteilhaft im Sinne der
vorliegenden Erfindung zu verwenden.
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Vorteilhaft sind ferner Mischungen
aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, sowie solche aus Cyclomethicon
und 2-Ethylhexylisostearat.
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Es ist aber auch vorteilhaft, Silikonöle ähnlicher
Konstitution wie der vorstehend bezeichneten Verbindungen zu wählen, deren
organische Seitenketten derivatisiert, beispielsweise polyethoxyliert
und/oder polypropoxyliert sind. Dazu zählen beispielsweise Poly-siloxan-polyalkyl-polyether-copolymere
wie das Cetyl-Dimethicon-Copolyol sowie das Cetyl-Dimethicon-Copolyol
(und) Polyglyceryl-4-Isostearat (und) Hexyllaurat.
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Die wässrige Phase der endungsgemäßen Zubereitungen
enthält
gegebenenfalls vorteilhaft Alkohole, Diole oder Polyole niedriger
C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Methylpropandiol,
Butylenglycol Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyloder
-monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, – monoethyl- oder -monobutylether,
Ethylhexylglycerin, Diethylenglykolmonomethyl- oder – monoethylether
und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z. B. Ethanol,
Isopropanol, 1,2-Propandiol, Glycerin.
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Insbesondere werden Gemische der
vorstehend genannten Lösemittel
verwendet. Bei alkoholischen Lösemitteln
kann Wasser ein weiterer Bestandteil sein.
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Gele gemäss der Endung enthalten üblicherweise
Alkohole niedriger C-Zahl, z. B. Ethanol, Isopropanol, 1,2-Proparidiol,
Glycerin und Wasser bzw. ein vorstehend genanntes Öl in Gegenwart
eines Verdickungsmittels, das bei ölig-alkoholischen Gelen vorzugsweise
Siliciumdioxid oder ein Aluminiumsilikat, bei wassrig-alkoholischen
oder alkoholischen Gelen vorzugweise ein Polyacrylat ist.
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Aus dem Stand der Technik ist bekannt,
dass Vitamin C haltige Emulsionen im pH Bereich oberhalb 4 zu einem
Wirkstoffabbau unter Gasentwicklung neigen. Das führt u.a.
dazu, dass diese Zubereitungen in Verpackungen gelagert werden müssen, die
ein Entweichen des Kohlendioxids ohne Verformung des Packmittels gewährleisten
Erfindungsgemäß ist es
aber nun möglich,
Vitamin C haltige O/W-Emulsionen unter Vermeidung einer Gasentwicklung
und unter Gewährleistung
einer hohen Wirkstoffstabilität
zu lagern. Damit ist auch eine luftundurchlässige, gasdichte Lagerung der
Vitamin C haltigen Zubereitungen erst möglich geworden. Die erfindungsgemäßen Emulsionen
weisen einen pH-Wert im Bereich 6 bis 8, bevorzugt zwischen 6,5
und 7,5 auf. Durch Zusatz an Alkalien, z.B. Natriumhydroxid, tertiären Aminen
oder bekannten Puffersystemen lässt
sich der gewünschte
pH-Wert einstellen. Dies ist ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Emulsionen
als kosmetische Zubereitung.
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Obwohl sich die erfindungsgemäß erzielten
kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen durch erhöhte Stabilität gegenüber oxidativem
Einfluss auszeichnen, sind doch Lagerungsformen bevorzugt, in welchen
ein verminderter Zutritt von Luftsauerstoff gegeben ist. So ist
beispielsweise die Befüllung
unter Inertgas, insbesondere Stickstoff, vorteilhaft. Als vorteilhafte
Verpackung haben sich insbesondere Aluminiumtuben sowie beschichtete,
luftundurchlässige
Kunststofftuben herausgestellt.
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Bevorzugt sind auch Laminattuben,
die aus abwechselnden Schichten von Polyethylen und Aluminiumlaminat
aufgebaut sind, wobei das Aluminium eine der inneren Schichten darstellt.
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Das Packmittel der erfindungsgemäßen Zubereitung
ist bevorzugt eine Tube mit einem Tubenvolumen von ca. 10 – 100 ml.
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Als Laminattube besteht diese vorteilhaft
aus mindestens 3 Schichten, wobei die äußere und innere Schicht aus
Kunststoff, bevorzugt Polyethylen, und die Zwischenschicht in der
Mitte eine Sperrschicht für
Wasser und Sauerstoff (Gas), bevorzugt aus Aluminium, besteht.
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Das Packmittel, die Tube verfügt bevorzugt über einen Öffnungsbereich
mit Schraubgewinde oder einem Stecksystem für den Verschluß, die Kappe.
Die Tubenöffnung
kann vorteilhaft mit Aluminium oder Kunststoffstreifen versiegelt
sein, um einen Originalitätsverschluß zu gewährleisten.
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Die Tube hat bevorzugt einen abgeflachten
Deckel oder Kappe, so dass sie auf dem Kopf stehend gelagert werden
kann.
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Erfindungsgemäße kosmetische und dermatologische
Zubereitungen können
in verschiedenen Formen vorliegen. So können sie z.B. eine Lösung, ein
Gel, einen festen Stift, eine Salbe oder auch ein Aerosol darstellen.
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Es ist auch möglich und vorteilhaft im Sinne
der vorliegenden Erfindung, die erfindungsgemässen Emulsionen in wässrige Systeme
bzw. Tensidzubereitungen zur Reinigung der Haut und der Haare einzufügen.
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Zur Anwendung werden die kosmetischen
und dermatologischen Zubereitungen erfindungsgemäß in der für Kosmetika üblichen
Weise auf die Haut und/oder die Haare in ausreichender Menge aufgebracht.
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Die nachfolgenden Beispiele sollen
die vorliegende Endung verdeutlichen, ohne sie einzuschränken. Alle
Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders
angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen bezogen.
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Beispiele
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Beispiele 1-5: O/W-Cremes