-
Gebiet der Erfindung
-
Die Erfindung betrifft einen Satz
von Aktivierelementen sowie ein Trainingsgerät zur Kopplung mit einem Aktivierelement.
-
Stand der Technik
-
Zur Maximierung des Trainingserfolgs,
insbesondere aber auch zur Sicherstellung therapeutischer Ziele
bei der Verwendung von Trainingsgeräten werden für einzelne
Benutzer individuelle Fitnesspläne
erstellt. Diese dienen beispielsweise der allgemeinen Verbesserung
der Fitness, der Begleitung von Reha-Maßnahmen, stellen aber auch
sicher, dass Risikopatienten oder ältere Menschen bei der Benutzung
von Trainingsgeräten
keine über
das medizinisch zuträgliche
Maß hinausgehende
Belastung erfahren. Um Benutzern von Trainingsgeräten ein
gesundes und effektives Fitnesstraining nahezubringen, kann über einen
Internetanbieter (Perfectum-Fitness) ein individueller Fitnessplan
abgerufen werden. Dieser individuelle Fitnessplan enthält alle wichtigen
Angaben über
Belastungszeit, Intensität der Belastung,
Trainingshäufigkeit
und maximal empfehlenswerte Herzfrequenz.
-
Die aus dem individuellen Fitnessplan
resultierenden Vorgaben müssen
vom Benutzer in entsprechend konfigurierbare Trainingsgeräte eingegeben
werden. Dies ist zum einen aufgrund der herstellerbedingten, recht
unterschiedlichen Eingabeelemente und -verfahren recht schwierig
und zudem fehlerbehaftet.
-
Darstellung
der Erfindung
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Möglichkeit
zu schaffen, um einem Benutzer von Trainingsgeräten auf möglichst einfache Weise ein individuelles
Trainingsprogramm zu ermöglichen.
-
Diese Aufgabe wird durch einen Satz
von Aktivierelementen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Ein
Trainingsgerät
mit einer Steckaufnahme zur Aufnahme des Anschlusselements eines
Aktivierelements aus dem Satz mehrerer Aktivierelemente wird durch
die Merkmale des Anspruchs 4 beschrieben. Bevorzugte Ausführungsformen
folgen aus den übrigen
Ansprüchen.
-
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, einen
Satz von Aktivierelementen bereit zu stellen, wobei jedes Aktivierelement
so geformt ist, dass das zugehörige
Trainingsgerät
einen Satz von Trainingsdaten betreffend einen Trainingsplan identifizieren kann.
Konkret können
die Trainingsdaten Angaben wie den Maximalpuls und ein spezifisches
Belastungsprofil sein. Jedes Aktivierelement umfasst ein Anschlusselement,
das mit einem Trainingsgerät
verbindbar ist und über
den die Information in Bezug auf die im Trainingsgerät abgespeicherten
Trainingsdaten zu dem Trainingsgerät übertragbar sind. Einzelne Aktivierelemente
sind durch mindestens ein individuelles, optisch wirkendes Unterscheidungsmerkmal von
den anderen Aktivierelementen des Satzes von Aktivierelementen unterschiedlich,
wobei dem mindestens einen individuellen, optisch wirkenden Unterscheidungsmerkmal
jeweils ein definierter Satz von Trainingsdaten zugeordnet ist.
Mit anderen Worten gibt es in einem vorhandenen Satz von Aktivierelementen
individuelle Aktivierelemente, die einen definierten Satz von Trainingsdaten
aktivieren und sich durch mindestens ein individuelles, optisch
wirkendes Unterscheidungsmerkmal von Aktivierelementen zur Aktivierung
eines unterschiedlichen Satzes von Trainingsdaten unterscheiden.
Je nach einem vorgegebenen, individuellen Fitnessprogramm kann somit dem
Benutzer ein Aktivierelement zugeteilt werden, mittels dessen der
Benutzer am Fitnessgerät
einen definierten Satz von Trainingsdaten aktiviert.
-
Nach einer bevorzugten Ausführungsform
ist das mindestens eine individuelle, optisch wirkende Unterscheidungsmerkmal
die Farbgebung des Aktivierelements. So kann einem Benutzer entsprechend dem
individuellen Trainingsplan beispielsweise das rote oder grüne Aktivierelement
zugeordnet sein. Indem das entsprechende Aktivierelement mit einem Trainingsgerät verbindbar
ist, wodurch die Trainingsdaten im Trainingsgerät abrufbar sind, kann der Benutzer
mit dem individuellen Aktivierelement das zugehörige Trainingsgerät mit seinem
Aktivierelement aktivieren und automatisch auf seinen individuellen Trainingsplan
einstellen.
-
Nach einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Anschlusselement ein Steckanschluss, der in eine entsprechend
geformte Steckaufnahme im Trainingsgerät einführbar ist. Das Aktivierelement
wirkt somit wie ein Schlüssel,
der nach dem Einführen
in das Trainingsgerät
dieses aktiviert und gleichzeitig dazu veranlasst, die individuellen
Einstellungen entsprechend dem gewünschten individuellen Fitnessplan
durchzuführen.
-
Damit dies möglich ist, umfasst das Trainingsgerät einen
zentralen Datenspeicher und eine zentrale Datenverarbeitungseinrichtung,
die in Abhängigkeit
von dem Satz von Trainingsdaten, die durch ein mit dem Trainingsgerät verbindbares
Aktivierelement vorgebbar ist, Steuersignale an benutzerspezifische
Einstelleinrichtungen ausgibt. Über die
benutzerspezifischen Einstellvorrichtungen sind definierte Trainingsbedingungen
des Trainingsgerätes
erzeugbar. So kann beispielsweise ein vorgegebenes Belastungsprofil
in Form von Berg- und Talprogrammen eingestellt werden und dem Benutzer
ein Vorschlag für
eine sinnvolle Trainingsdauer unterbreitet werden.
-
Vorzugsweise umfasst das Trainingsgerät weiterhin
eine Einrichtung zur Erfassung der Pulsfrequenz des Benutzers, die
mit der zentralen Datenverarbeitungseinrichtung in Datenverbindung
steht. Über
die Erfassung der Pulsfrequenz kann stets sichergestellt werden,
dass diese einen in den Trainingsdaten enthaltenen Maximalpuls nicht überschreitet. Über die
laufende Übertragung
der gemessenen Pulsfrequenz an die zentrale Datenverarbeitungseinrichtung
lassen sich somit die benutzerspezifischen Einstelleinrichtungen
so steuern, dass die Belastung des Benutzers sich im Rahmen der
individuellen Trainingsziele bewegt. Ist das Trainingsgerät in einem
konkreten Beispiel ein Laufband, so kann über den Informationsfluss zwischen
Pulsmesser und zentraler Datenverarbeitungseinrichtung die Bandgeschwindigkeit
so eingeregelt werden, dass ein in dem Satz von Trainingsdaten abgelegter
Maximalpuls des Benutzers nicht überschritten
wird.
-
Vorzugsweise umfasst das Trainingsgerät weiterhin
eine Displayeinrichtung, die mit der zentralen Datenverarbeitungseinrichtung
in Informationsverbindung steht. Über eine Displayeinrichtung
kann der Benutzer über
Trainingsdauer, Einstellungen der Trainingseinrichtungen, Pulsfrequenz
oder andere trainingsspezifische Einstellungen informiert werden oder
aber auch in Abhängigkeit
von dem Satz von Trainingsdaten ein Vorschlag für die Trainingsdauer unterbreitet
werden.
-
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Trainingsgerät
weiterhin eine in die Displayeinrichtung integrierte oder separat
vorgesehene Eingabeeinrichtung. Wenn die Eingabeeinrichtung in die
Displayeinrichtung integriert ist, kann es sich beispielsweise um
einen sogenannten Touchscreen handeln, mit dem der Benutzer auf
von der zentralen Datenverarbeitungseinrichtung vorgegebene Vorschläge z.B.
in Bezug auf die Trainingsdauer reagieren kann. Ist die Eingabeeinrichtung
separat vorgesehen, so kann es sich beispielsweise um eine Tastatur
handeln, über
die der Benutzer direkt Daten an den zentralen Datenspeicher übermitteln kann.
-
Das Trainingsgerät selbst kann jegliches Trainingsgerät sein,
wie z.B. ein Ergometer, ein Crosstrainer oder ein Laufband.
-
Bei der Verwendung eines Aktivierelements wird
wie folgt verfahren: das Aktivierelement wird mit dem Anschlusselement
in die Steckaufnahme eines Trainingsgeräts eingesteckt. Hierdurch kommt
es zum Informationsaustausch zwischen dem Aktivierelement und der
zentralen Datenverarbeitungseinrichtung im Trainingsgerät. Ausgehend
von den Trainingsdaten werden individuelle Belastungsprofile zugeteilt
und dem Benutzer ein Vorschlag zur Trainingsdauer für das jeweilige
Trainingsgerät
unterbreitet.
-
Kurze Beschreibung
der Figuren
-
1 zeigt
schematisch ein Aktivierelement aus dem erfindungsgemäßen Satz
von Aktivierelementen; und
-
2 zeigt
schematisch ein Trainingsgerät und
die Informationsverbindungen zu den einzelnen Komponenten.
-
Wege zur Ausführung der
Erfindung
-
Der in 1 dargestellte
Fitness-Schlüssel 10 ist
ein Aktivierelement, das ein Gehäuse 12 sowie einen
Steckanschluss 14 umfasst, der in eine entsprechend geformte
Steckaufnahme an einem Trainingsgerät einführbar ist. Über den Steckanschluss 14 lassen
sich die in der Form oder Gestaltung des Steckanschluss enthaltenen
Informationen mechanisch oder aber elektrisch abtasten und im Trainingsgerät verarbeiten.
Um sicherzustellen, dass ein Benutzer das Speicherelement 10 nicht
verlegt, ist eine geeignete Befestigung 16 in Form einer
am Handgelenk oder um den Hals zu tragenden Schlinge angebracht.
Damit der Benutzer nicht in seinen Trainingsbewegungen behindert
ist, wenn das Aktivierelement 10 in das Trainingsgerät gesteckt
ist, kann zudem eine Schnellkupplung 18 vorgesehen sein,
um das Aktivierelement 10 von der Schlinge zu lösen und schnell
wieder daran anzubringen.
-
Der in 1 dargestellte
Schlüssel
(Aktivierelement) ist nur einer aus einem Satz von Aktivierelementen
wobei jedes einzelne Aktivierelement durch mindestens ein individuelles,
optisch wirkendes Unterscheidungsmerkmal von den anderen Aktivierelementen
unterscheidbar ist. Die einfachste Möglichkeit eines derartigen
Unterscheidungsmerkmales ist die Farbgebung des Aktivierelementes 10.
-
Um optimale Trainingsbedingungen
sicherzustellen, muss bei der Verwendung des in 1 dargestellten Aktivierelements 10 der
Benutzer zunächst
persönliche
Daten und Fitnessziele über
einen Fragebogen ermitteln oder in ein Computerprogramm eingeben
und dabei gesundheitliche Fragen beantworten. Die eingegebenen Daten
werden von einem geeigneten Datenverarbeitungsprogramm oder durch
Auswertung eines Fragebogens verarbeitet und über eine Matrix das Fitnessprogramm
ausgewählt,
das am besten mit den persönlichen
Daten, Fitnesszielen sowie der gesundheitlichen Konstitution des
Benutzers in Übereinstimmung
ist. Es ergibt sich ein Satz von Trainingsdaten, der beispielsweise die
maximale Pulsfrequenz und ein für
den Benutzer besonders geeignetes Belastungsprofil in Form von Berg-
und Talprogrammen enthält.
Für den
Benutzer wird lediglich die geeignete Farbe des Schlüssels ausgegeben.
Dies hat den Vorteil, dass es für
den Benutzer besonders einfach ist, sich die entsprechende Farbe
des Schlüssels
zu merken, um bei einer erneuten Trainingseinheit nicht wieder die
zunächst
erforderliche Eingabe der Daten und Fitnessziele durchführen zu
müssen,
sowie persönliche
Fragen beantworten zu müssen.
-
Beim Einstecken des Schlüssels in
die Steckaufnahme 28 des in 2 schematisch
dargestellten Trainingsgeräts 20 wird
automatisch das individuelle Fitnessprogramm aktiviert und ein Vorschlag zur
Trainingsdauer unterbreitet. Dies kann über ein geeignetes Display 30 von
der zentralen Datenverarbeitungseinrichtung 21 des Trainingsgerätes dem Benutzer
ausgegeben werden. Gleichzeitig werden die benutzerspezifischen
Einstelleinrichtungen auf das für
den Benutzer geeignete Trainingsprogramm eingestellt. Dies beinhaltet
beispielsweise sowohl die eingestellte Geschwindigkeit bei einem
Laufband wie auch die Einstellung individueller Widerstände an anderen
Trainingsgeräten
wie Ergometer. Bei der Verarbeitung der maximalen Pulsfrequenz als
ein Teil der Trainingsdaten muss der Benutzer entweder einen Pulsmesser 22 anlegen
oder der Puls wird über geeignete
Handgriffe automatisch abgenommen und in der zentralen Datenverarbeitungseinrichtung 21 des
Trainingsgerätes
verarbeitet. Auf diese Weise lassen sich die benutzerspezifischen
Einstelleinrichtungen 24, 26 in Abhängigkeit
von der Pulsfrequenz einstellen und bei einem zu hohen Ansteigen
der Pulsfrequenz für
einen optimalen Trainingsverlauf nachstellen. Konkret kann dies
bedeuten, dass bei einem unerwünschten
Ansteigen der Pulsfrequenz die Geschwindigkeit eines Laufbandes
reduziert wird oder aber sogar bei einem deutlichen Überschreiten der
Pulsfrequenz der Benutzer dazu aufgefordert wird, die Trainingsübung abzubrechen
oder für
einen gewissen Zeitraum zu unterbrechen.
-
In dem Satz von Aktivierelementen
kann ein Aktivierelement (Schlüssel)
mit enthalten sein, das alle vorgegebenen Profile deaktiviert, damit
ein Benutzer die Möglichkeit
besitzt, die Belastungsprofile am Trainingsgerät selbst einzustellen. Zu diesem Zweck
besitzt das Trainingsgerät
geeignete Eingabeeinrichtungen 32 für den Benutzer, die entweder
separat vorgesehen sind oder aber in die oben beschriebene Displayeinrichtung
integriert sein können.
-
Das beschriebene Trainingsgerät kann ein Ergometer,
ein Crosstrainer oder ein Laufband. sein, doch ist die Erfindung
nicht auf diese genannten Typen von Trainingsgeräten beschränkt.