DE2031752B2 - Gleitschutzregler für druckluftgebremste Fahrzeuge - Google Patents
Gleitschutzregler für druckluftgebremste FahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gleitschutzregler für druckluftgebremste Fahrzeuge mit einer Überwacheinrichtung,
welche beim Ansprechen des Gleitschutzreglers nach einem durch öffnen eines ersten Ventils
bewirkten Entlüften eines zuvor mit einem zum Blockieren der gebremsten Räder neigenden Druck
beaufschlagten Bremszylinders mittels eines zweiten Ventils ein Wiederbeaufschlagen des Bremszylinders
mit einem gegenüber dem genannten Bremsdruck verminderten Bremsdruck bewirkt, wobei in eine vom
ersten Ventil zur Atmosphäre führende Verbindung eine Düse eingeordnet ist, wobei in dem vom zweiten
Ventil überwachten Ströirungsweg eine veränderliche
Drosselstelle eingeordnet ist, deren eines Teil beweglich gelagert und mittels eines Kolbens gesteuert ist, welcher
einerseits von einer Feder und andererseits von einem pneumatischen Staudruck in einem über eine Düse mit
der Atmosphäre verbundenen Raum belastet ist, und wobei das zweite Ventil mit einem Kolben gekoppelt ist,
der von einer Feder und dem Druck im Bremszylinder entgegen dem Druck in einem über ein Rückschlagventil
mit dem Bremszylinder verbundenen, eine Entlüftungsdüse aufweisenden Raum belastet ist. 6^
Gleitschutzregler der vorstehenden Art gehen auf einen in der DT-OS 20 05 631 veröffentlichten Vorschlag
zurück. Hat ein solcher Gleitschutzregler während einer Bremsung eine Blockiergefahr gemeldet,
steigt der Bremszylinderdruck auf Grund von Totzeiten noch bis zu einem Blockierdruck an, ehe er entlang einer
einstellbaren Druckkurve gedrosselt, bis auf einen tiefsten Bremszylinderdruck abfällt, von dem nach dem
Rückschalten des Gleitschutzreglers entlang einer einstellbaren Druckkurve gedrosselt bis auf einen
verminderten Bremszylinderdruck ansteigt, der vorzugsweise etwas niedriger ist als der, bei dem der
Gleitschutzregler eine Blockiergefahr gemeldet hat. Der verminderte Bremszylinderdruck bleibt gemäß
einer bevorzugten Ausführung nach der DT-OS 20 05 631 während einer bestimmten Wartezeit um die
konstante Druckdifferenz Δρ unter dem Blockierdruck, ehe der Bremszylinder wieder belüftet wird.
Diese nach der bestimmten Wartezeit einsetzende Druckbeaufschlagung des Bremszylinders erreicht bei
schlechter werdenden Slraßenverhältnissen nicht die sich bei gleichmäßig gut bleibender Straßenbeschaffen
heit einstellende Druckhöhe. Der Druckanstieg erfolgt wesentlich langsamer, bedingt durch den der Bewegung
des Schaltkolbens entgegenwirkenden Druck, da dieser nach der Wartezeit U nur über eine Düse langsam
abgebaut werden kann und somit die von der Stellung des mit dem Schaltkolben gekoppelten Drosselorgans
abhängige Entlüftungsöffnung nicht schlagartig vergrößert wird. Auf diese Weise kann der Bremszylinderdruck
vom Zeitpunkt des erneuten Ansprechens des Gleitschulzreglers an während der konstanten Verzögerungszeit
/<· des Reglers lediglich bis auf einen
wesentlich unter dem nach dem ersten Ansprechen des Gleitschuureglers liegenden Druck ansteigen. Da der
Gleitschutzregler gemäß der DT-OS 20 05 631 bei jedem Ansprechen den Bremszylinderdruck gegenüber
dem vorherigen Druck um einen bestimmten unveränderlichen Betrag auf einen während der Wartezeit
anstehenden Druck absenkt, liegt beim zweiten Ansprechen des Gleitschutzreglers der Druck während
der Wartezeit /* stets um eine bestimmte Druckdifferenz
niedriger, als für eine Bremsung bei kurzmöglichstem Bremsweg wünschenswert wäre.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Gleitschutzregler der eingangs genannten Art zu
schaffen, welcher gegenüber dem wie vor beschriebenen
wesentliche Verbesserungen aufweist, so daß die oben aufgezeigten Nachteile vermieden werden, d. h.,
daß auch bei einem wiederholten Ansprechen des Gleitschutzreglers der Druckanstieg im Bremszylinder
innerhalb der Wartezeit t» auf einen um keinen Differenzbetrag verminderten, kurzmöglichsten Bremsweg
gewährleistenden Bremsdruck anzusteigen vermag. Bei der baulichen Ausbildung dieses Gleitschutzreglers
ist eine nur geringe Eingriffe in bestehende Ausführungsformen benötigende Lösung zu suchen, so
daß neben der Verbesserung der Wirkung auch wirtschaftliche Gesichtspunkte eine gebührende
Berücksichtigung finden.
Um diese. Ziel zu erreichen, wird der Gleitschutzregler
nach der Erfindung derart ausgebildet, daß der mit dem pneumatischen Staudruck beaufschlagbare Raum
eine zweite Entlüftungsdüse aufweist, welche unterhalb eines bestimmten verminderten Staudrucks den Raum
zusätzlich zur ersten Entliiltungsdüse mit der Atmosphäre verbindet.
Die weitere Ausbildung der Erfindung kann dem Unteranspruch entnommen werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der
Erfindung schematised dargestellt und in der folgenden
Beschreibung naher erläutert. An Hand eines Bremsdruckdiagramms wird die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen
Gleitschutzreglers verdeutlicht. Es zeigt pig.l einen erfindungsgemäßen Gleitschutzregler
"" ρ j g 2 ein Bremsdruckdiagramm.
Das Steuerventil 1 besteht aus einem Ventilgehäuse 2
mit einem Schaltkolben 3, der einen Raurr 4 mit einer
nicht dargestellten Verbindung zur Atmosphäre von einem Raufci 5 trennt. In dem Raum 4 befindet sich eine
den Kolben 3 belastende Feder 6. In einer öffnung zu
dem Raum 4 ist ein Rohr 7 eingesetzt, das an seinem in den Raum 4 hineinragenden Ende als oberer Anschlag 8
für den Kolben 3 ausgebildet ist. Das Rohr 7 ist mittels einer Stellschraube 9 hinsichtlich seiner Eintauchtiefe in
den Raum 4 einstellbar. An dem Kolben 3 befindet sich ehe Stange 10. die druckdicht durch eine Wandung 11
des Gehäuses 1 geführt ist und über einen anschließenden Raum 12 sich mit seinem kolbenartigen Fortsatz 13
an seinem freien Ende in den Raum 14 erstreckt. Der Raum 12 weist einen Anschluß 15 für eine Leitung 16 zu
einem Motorbremsventil 17 auf. Die Stange 10 weist innerhalb des Raumes 12 eine Querbohrung 18 auf, die
mn einer Längsbohrung 19 in Verbindung steht, die zum freien Ende der Stange hin offen ist. Der Raum 14 ist
durch einen ersten Kolben 20 von dem Raum 21 getrennt, der durch einen zweiten über ein offenes Rohr
22 mit dem ersten Kolben 20 verbundenen Kolben 23 von dem Raum 24 getrennt ist. Das Rohr 22 steht mit
dem Raum 14 in Verbindung. Die Stange 10 ragt mit Spie! durch die öffnung 25 in der Wandung 26 in den
Raum 14, in den ein die öffnung 25 umschließender Ventilsitz 27 ragt. Zum Abschluß des Raumes 14 von
dem Raum 21 ist der Kolben 20 gegen den Ventilsitz 27 drückbar. Die Stange 10 an dem Kolben 3 vermag sich
mit dem kolbei.artigen Fortsatz 13 auf dem Kolben 20 abzustützen. Der Fortsatz 13 und die die öffnung 25
umgebenden seitlichen Wandungen sind derart ausgebildet, daß mit fortschreitendem Anheben der Stange 10
mit dem Kolben 3 gegen die Kraft der Feder 4 der freie Öffnungsquerschnitt zwischen den beiden Räumen 12
und 14 immer kleiner wird. In einer oberen Endstellung .inn der Fortsatz 13 die öffnung 25 vollständig
abdichten, so daß der Raum. 12 nur 1 >eh über die
Bohrungen 18,19 mit dem Raum 14 in Verbindung steht.
Das Rohr 22 ist über eine öffnung 33 mit einem Rückschlagventil 32 verbunden, das über eine Düse
den Durchtritt von Luft aus dem Raum 21 in das Rohr und den anschließenden Raum 14 gestaltet. Der Kolben
23 enthält ebenfalls ein Rückschlagventil 29, das ungedrosselt den Durchtritt von Luft aus dem Raum
in den Raum 21 gestattet. Der Kolben 23 ist von einer Feder 31 in Schließrichtung des Ventils 20, 27 belastet.
Dabei ist die Feder 31 schwächer als die Feder ausgelegt. Der Raum 5 steht über eine Düse 61 mit der
Atmosphäre in Verbindung. Außerdem befindet sich in einer Trennwand zwischen den Räumen 4 und 5 eine
zusätzliche Düse 61'. In der gezeichneten unteren Stellung des Kolbens 3 bei voll geöffneter öffnung
und offenem Ventil 20,27 wird der Raum 5 zusätzlich zu der Düse 61 über die Düse 6Γ und den Raum 4 entlüftet.
Dabei ist die ständige Entlüftung des Raumes 4 nicht besonders dargestellt. In der Abschlußstellung des
Ventils 20,27 bei weiter aut dem Kolben 20 auflastenden Fortsatz 13 an der Kolbenstange 10 ist der Raum 5 über <>5
die Düse 61' mit dem entlüfteten Raum 4 in Verbindung. Zu Beginn des Anhebens des Kolbens 3 entgegen der
Kraft der Feder 6 wird die Düse 61' von dem Kolben überschliffen, so daß eine weitere Entlüftung des
Raumes 5 über die Düse 61' und Raum 4 unterbunden ist.
Her Raum 14 erweitert sich zu dem Raum 36, der über eine öffnung 35 in einer Gehäusewandung 37 mit dem
Raum 40 verbunden ist. In der öffnung 35 ist druckdicht
ein offenes Rohr 38 verschiebbar, das mit einem Kolben 39 verbunden ist. Der Raum 40 isl durch den Kolben 39
von dem Raum 41 getrennt, der über eine öffnung 42 im Gehäuse 2 mit der Atmosphäre in Verbindung steht. In
dem Raum 41 befindet sich eine Feder 42', die den Kolben 39 gegen einen Gehäuseanschlag 43' zu drücken
sucht. Das freie Ende des Rohres 38 ist als Ventilsitz 43 ausgebildet, der von einer Ventilplatte 44 an einer
Stange 45 abschließbar ist. Die Ventilplatte steht unter der Last einer Feder 46', die sich an Gehäusewandungen
abstützt und die Ventilplatte 44 gegen den Ventilsitz 43 zu drücken sucht. In dem Kolben 39 befindet sich in
einer öffnung eine auswechselbare Düse 47, die den Raum 41 mit dem Innenraum des Rohres 38 verbindet.
Die öffnung 37 ist zum Raum 36 hin von einem Ventilsitz 46 umgeben, der ebenfalls von der Ventilplatte
44 abschließbar ist. Bei Abschluß des Ventilsitzes 46 von der Ventilplatte 44 entsteht ein von den Räumen 36
und 40 abgeschlossener Raum 48. der über einen Kanal 49 im Gehäuse 2 mit dem Raum 24 verbunden ist und
mit einem Anschluß 50 in Verbindung steht, an den eine Leitung 51 zu einem Bremszylinder 52 angeschlossen ist.
Die Stange 45 ist druckdicht durch eine öffnung 53 in einer Gehäusewandung geführt, die den Raum 36 von
dem Raum 54 trennt, und trägt an ihrem oberen Ende eine zweite Ventilplatte 55, die einen Ventilsitz 56 an
einem offenen Rohr 57 abzuschließen vermag, das in abgeschlossenem Zustand den Raum 54 von einem
Raum 58 trennt, in dem eine Feder 59 gehalten ist, die das Rohr 57 gegen einen Ansatz abstützt. Der Raum 54
steht über einen Kanal 60 mit dem Raum 5 in Verbindung, der eine öffnung für den Einsatz einer
Düse 61 aufweist, über die der Raum 5 mit der Atmosphäre in Verbindung steht. Der Raum 58 führt zu
einem Anschluß 62 für eine Leitung 63, die mit einem Vorratsbehälter 64 verbunden ist. Die Leitung 63 ist
außerdem über eine Leitung 65 mit dem Motorbremsventil 17 verbunden. Der Raum 58 enthält weiter einen
Ventilsitz 66 zu einem Raum 67 mit einer Ventilplatte an einer Stange 69. Die Ventilplatte ist in Schließrichtung
von einer Feder 70 belastet, die sich an Gehäusewandungen abstützt. Die Stange 69 ragt in
einen Kanal 71 mit einem Ventilsitz 72, der von einem Ventilteller 73 an der Stange 69 vei schließbar ist. Bei
geöffnetem Ventil 72, 73 steht der Raum 67 über eine öffnung 73' im Gehäuse mit der Atmosphäre in
Verbindung. Außerdem ist der Raum 67 über einen Kanal 74 an den Raum 40 angeschlossen. Die Stange
ist durch einen Hubmagneten 80 entgegen der Kraft der Feder 70 derart verschiebbar, daß das Ventil 66,
öffnet und das Ventil 72, 73 schließt. Über eine elektrische Leitung 75 ist der Hubmagnet 80 zu seiner
Steuerung an eine elektronische Steuereinrichtung ungeschlossen, die über eine Leitung 77 Schaltbefehle
von einem Sensor 78 in Verbindung mit einem vom Bremszylinder 52 abbremsbaren Rad 79 des Fahrzeuges
erhält.
Die erfindung%gemäße Bremseinrichtung arbeitet wie
folgt: In der Lösestellung ist der Raum 5 über die Düse 61 entlüftet. Da die Feder 6 kräftiger ist a!s die Feder 31,
drückt der von der Feder 6 belastete Kolben 3 über die auf dem Kolben 20 aufsitzende Stange 10 den über das
Rohr 22 mit dem Kolben 20 starr verbundenen Kolben 23 entgegen der Kraft der Feder 31 auf den Anschlag 34.
In dieser Stellung ist der Kolben 20 vom Ventilsitz 27
abgehoben, so daß der Raum 12 mit dem Anschluß 15 über die öffnung 25 mit den Räumen 14 und 36 in
Verbindung steht. Über die Bohrungen 18, 19 steh', der Raum 12 auch mit dem Rohr 22 in Verbindung, so daß
über die Düse 28 und das Rückschlagventil 32 mit der Öffnung 33 zum Rohr 22 Luft aus dem Raum 21
abströmen kann. Die von der Feder 46' belastete Ventilplatte 44 liegt dicht auf dem Ventilsitz 43 des
Rohres 38 auf. Die Feder 59 drückt den Ventilsitz 56 am Rohr 57 gegen den über die Stange 45 mit dem
Ventilteller 44 starr verbundenen Ventilteller 55. Die Kräfte der Federn 46' und 59 sind zusammen schwächet
als die Kraft der gegen den Kolben 39 wirkenden Feder 42', die daher den Kolben 39 entgegen den Kräften der
Federn 46' und 59 mit dem Anschlag 43 gegen die Vcntilplatte 44 drückt und letztere vom Ventilsitz 46
abgehoben hält. Damit steht der Raum 36 in Lösestellung über das offene Ventil 44,46, den Raum 48
und den Anschluß 50 mit dem Bremszylinder 52 in Verbindung. Außerdem ist die Verbindung von dem
Raum 24 unter dem Kolben 23 über den Kanal 49 und das Ventil 44, 46 zum Raum 36 freigegeben. Der über
den Kanal 60 mit dem Raum 5 in Verbindung stehende Raum 54 ist ebenfalls über die Düse 61 entlüftet. In der
Lösestellung ist der Hubmagnet 80 entregt, so dal? das Ventil 66, 68 von der Feder 70 gegen den Druck des
Vorratsbehälters in dem Raum 58 in Schließstellung gehalten wird. Gleichzeitig ist das Ventil 72,73 geöffnet,
so daß der Raum 40 über den Kanal 74 den Raum 67 mit dem anschließenden Kanal 71 entlüftet ist. In der
Lösestellung sind damit sämtliche Räume im Ventilgehäuse 2 entlüftet. Lediglich der Raum 58 steht unter dem
Druck des Vorratsbehälters 64.
Beim Bremsen ohne Hlockiergefahr ist der Hubmagnet 80 dauernd entregt. Damit vermag Bremsluft vom
Motorbremsventil 17 über die Leitung 16, die Räume 14, 36, 48 und die Leitung 51 ungehindert in den
Bremszylinder 52 zu strömen. Außerdem gelangt Bremsluft über das geöffnete Ventil 44, 46 und den
Kanal 49 in den Raum 24 und weiter über das Rückschlagventil 29 in den Raum 21, so daß der Kolben
23 zusätzlich zu der Kraft der Feder 6 durch den Druck in dem Raum 21 auf den Anschlag 34 gedruckt wird.
Damit stehen die Räume 12, 21, 36, 48, 24 unter Bremsluft, und die Räume 40,67 und 5,54 sind entlüftet.
Der Raum 41 ist ständig entlüftet. Nach dem Bremsen ohne ein Blockieren kann die Bremsluft aus den Räumen
12, 21, 36,48, 24 und aus dem Bremszylinder 52 wieder abströmen, da die öffnung 25 des kolbenartigen
Fortsatzes 13 geöffnet bleibt. Über die Düse 28 strömt jedoch die BremsluFt nur langsam aus dem Raum 21 ab.
Droht das gebremste Rad 79 zu blockieren, wird von dem Sensor 78 an die Steuereinrichtung 76 ein
Schaltbefehl weitergegeben, um den Hubmagneten 80 zu erregen. Hierdurch wird die Stange 69 mit der
Ventilplatte 68 gegen die Kraft der Feder 67 in den Magneten hineingezogen, wobei das Ventil 66, 68
geöffnet und das Ventil 72, 73 geschlossen wird. Über das geöffnete Ventil 66,68 gelangt schlagartig Luft aus
dem Vorratsbehälter 64 über die Räume 58,67 und den Kanal 74 in den Raum 40 und verschiebt den Kolben 39
gegen die Kraft der Feder 42' bis an seinen unteren 6^
Anschlag 43". Hierdurch wird das Ventil 44, 46 geschlossen und das Venti! 43, 44 geöffnet. Der
Bremszylinderdruck entweicht über den Raum 48. das Rohr 38 und die Düse 47. Der gewählte Düsenquer
schnitt der Düse 47 bestimmt den Verlauf de vorbestimmten Druckabsenkung Kh.
Mit der Verschiebung des Kolbens 39 auf scinci unteren Anschlag 43" öffnet auch das Ventil 55, 56, d;
der Kolben 57' an dem Rohr 57 bereits nach einen Hubweg an dem Anschlag 57" zur Anlage kommt, de
kleiner ist als der Weg der Ventilplatte 44 in dii
Schließstellung auf dem Ventilsitz 46. Hierdurch füllt di< Vorratsluft aus dem Vorratsbehälter 64 übei die Räuim
58 und 54 schlagartig den Raum 5 und wirkt entgegei der Kraft der Feder 6 von unten auf den Kolben 3, de
dabei an dem Anschlag 8 zur Anlage kommt. Die Düsci 61 und 6Γ sind derart bemessen, daß sich bei de
Belüftung des Raumes 5 unter dem Kolben 3 ein Drucl aufzubauen vermag, durch den der Kolben 3 enlgcgei
der Kraft der Feder 6 in seine obere Endstellunf verschoben wird. Dabei überschleift wie gesagt de
Kolben 3 die Düse 61'. wodurch eine Entlüftung de; Raumes 5 über die Düse 6Γ und Raum 4 unterbunder
wird und eine Entlüftung nur noch über die Düse 61 erfolgt. Je nach der Einstellung des Anschlages 8 mit dei
Stellschraube 9 taucht der kolbenartige Fortsatz 13 ar der Stange 10 mehr oder weniger in die öffnung 25 eir
und bewirkt eine der Eintauchtiefe entsprechende Querschnittsverengung des Bremsluftdurchganges vorr
Raum 12 in den Raum 14 und den anschließenden Raurr 36. Die nur noch über die Düse 61 aus dem Raum f
abströmende Vorratsluft ist gering und beeinträchtigt den in bestimmter Weise gedrosselten Druckaufbau ir
den Räumen 14,36 nicht Indem Maße wieder Druck irr
Bremszylinder 52 abgesenkt wird, sinkt auch der Druck in dem Raum 24, der über den Kanal 49 mit dem Raurr
48 in Verbindung steht. Der Druck in dem Raum 21 bleibt jedoch erhalten. Dadurch bleibt der Kolben 23
entgegen der Wirkung der Feder 31 an seinem unterer Anschlag 34 festgehalten.
Infolge der Druckabsenkung in dem Bremszylinder 52 vermag das zu stark abgebremste Rad 79 wieder zu
beschleunigen, bis es wieder eine vorbestimmte Mindestgeschwindigkeit erlangt hat, die durch die
elektronische Steuervorrichtung 76 bestimmt ist. Bei Erlangung dieser vorbestimmten Geschwindigkeit wird
der Hubmagnet 80 entregt, und das Ventil 66, 68 wird durch die Feder 70 geschlossen. Gleichzeitig wird das
Ventil 72, 73 geöffnet, so daß der weitgehend klein gehaltene Raum 40 über den Kanal 74, den Raum 67 und
den Kanal 71 schlagartig entlüftet wird. Der dadurch druckentlastete Kolben 39 wird durch die Kraft der
Feder 42' in seine obere Endlage verschoben, wobei das Ventil 43,44 geschlossen und das Ventil 44,46 geöffnet
wird. Außerdem wird das Ventil 55, 56 wieder geschlossen. Der Druck in dem Raum 36 expandiert
daraufhin über den Raum 48 und die Leitung 51 in den Bremszylinder 5Z und in Abhängigkeit von der
Querschnittsverengung durch die bestimmte Lage des Fortsatzes 13 an der Stange 10 des Kolbens 3 erfolgt ein
gedrosselter Druckanstieg Ka in den Räumen 12,36,48,
24 und in dem Bremszylinder 52. Diesel Druckanstieg bis etwa unterhalb des Ansprechdruckes des Gleitschutzreglers
ist wesentlich flacher als der vorgeschriebene Druckanstieg beim Bremsen vor dem Ansprechen
des Gleitschutzreglers. Hierbei erfolgt über die Düse 28 im Raum 21, in dem noch immer der Bremszylinderdruck
vor der Druckabsenkung herrscht, eine geringe Druckabsenkung Kd über das Rohr 22 und die Bohrung
18,19 bzw. über den nicht dichten metallischen Sitz des Fortsatzes 13 auf dem Kolben 20 Bei einer bestimmten
Druckabsenkung wird der Kolben 23 durch die Kraft der Feder 31 in seine obere Endlage verschoben, wobei
der Kolben 20 sich dichtend auf den Ventilsitz 27 legt. Dadurch wird ein weiterer Druckanstieg in den Räumen
14, 36 und 48 und dem Bremszylinder 52 unterbunden. Der beim Schließen des Ventils 20, 27 erreichte Druck
ist damit um eine bestimmte Druckdifferenz Δρ niedriger als der Blockierdruck kurz nach dem Erregen
des Hubmagneten 80. Die Größe der Druckdifferenz Δρ ist so gewählt, daß der noch folgende Druckanstieg
während der zeitlichen Verzögerung zwischen der Abgabe des Signals zur Erregung des Hubmagneten 80
und dem Beginn der Druckabsenkung mit Sicherheit kompensiert wird. Der erreichte Bremszylinderdruck
nach einer Blockiergefahr des Rades liegt also mit Sicherheit unter dem Blockierdruck, bei dem eine
Druckabsenkung einsetzte.
Nach dem Schließen des Ventils 20,27 entweicht über die Düse 61 weiter Luft aus dem Raum 5. Damit nimmt
der Druck unter dem Kolben 3 immer mehr ab, bis die Kraft der Feder 6 überwiegt und die Kolben 3,20 und 23
wieder in ihre unteren Ausgangsstellungen zurückgedrückt werden. Der Raum 5 und die Düse 61 sind
derart bemessen, daß das Umschalten des Kolbensystems erst nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit t*
erfolgt, während der verminderte Bremsdruck konstant gehalten wird. Nach dem Umschalten des Kolbensystems
steigt der Bremsdruck entsprechend dem vorbestimmten Bremsdruckverlauf bei fehlender Blokkiergefahr
wieder auf seine volle Höhe an, wobei der Raum 5 über die Düse 61 und 6Γ rasch entlüftet wird.
Für die Höhe der Druckfifferenz Δρ ist jeweils die Stärke der Feder 31 und das Maß der möglichen
Druckabsenkung Kd über die Düse 28 maßgebend.
Für den bestimmten Druckabfall Ke ist die Düse 47 und für den bestimmten Druckanstieg Ka ist die
bestimmte Drosselung der öffnung 25 verantwortlich. Die Düse 61 in Verbindung mit dem Volumen des
Raumes 5 bestimmt die Zeit tw für die Konstanthaltung des vermindert eingesteuerten Bremsdruckes Pk, und
die zusätzliche Düse 61' gewährleistet einen raschen restlichen Druckanstieg im Bremszylinder.
Der Fortsatz 13 läßt sich auch als Ventilkörper ausbilden, der von dem Kolben 3 in die Abschlußstellung
gehoben wird. Hierbei enthält der Fortsatz 13 eine nicht dargestellte auswechselbare Düse, über die in jedem
Falle der Druckanstieg erfolgt. Die besondere Einstellung des Rohres 7 als Anschlag 8 für den Kolben 3
erübrigt sich dann. Zur Änderung des Druckanstiegs muß die Düse ausgewechselt oder der Düsenquerschnitt
verändert werden, was sich leicht durch eine verschließbare öffnung 81 im Gehäuse ermöglichen läßt, die einen
Zugang zu dem die auswechselbare oder einstellbare Düse tragenden Fortsatz 13 durch das Rohr 22 erlaubt.
In dem in Fig.2 Ober der Zeit aufgetragenen
Druckverlauf des Bremszylinders 52 steigt bei einer anfänglichen VoHbremsung der Druck in vorgeschriebener
Weise bis auf einen Blockierdruck Ps unterhalb des maximalen Bremsdruckes Pm an. Durz vorher (gekennzeichnet
durch einen Pfeil) spricht der Gleitschutzregler bei einem Druck Ps" an und öffnet das Ventil 66, 68.
Durch Verzögerung im Regler selbst steigt der Druck während der Zeit Tu bis zum Blockierdruck Ps noch
etwas an. ehe der Druckabfall Kn im Bremszylinder 52
über die Düse 47 in vorbestimmter Weise abfällt.
Kur/, vor Erreichen des verringerten Bremsdruckes
Pi spricht der Gleitschutzregler erneut an, wenn das Rad
ίο wieder eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht hat,
und schließt das Ventil 66,68 bei Entlüf'ung des Raumes
40. Der Druck im Bremszylinder 52 steigt demzufolge im Maße der Querschnittsverengung der öffnung 25
bzw. der Düsen 19 längs des Kurvenabschnittes Ka bis zum Bremsdruck Pk etwas unterhalb desDruckes Pi' an,
bei dem durch die Wirkung der Feder 31 und der Düse 28 das Ventil 20, 27 geschlossen und damit eine weitere
Druckerhöhung im Bremszylinder 52 unterbunden wird. Der Druckabfall in dem Raum 21 über die Düse 28 ist
durch den Kurvenabschnitt Kd verdeutlicht. Die Druckdifferenz Δρ1 zwischen dem abgesenkten Druck in
dem Raum 21 und dem wieder eingesteuerten, verminderten Bremsdruck Pk entspricht der Kraft der
Feder 31. Die Druckdifferenz Δρ ergibt sich aus dem
Blockierdruck Ps vermindert um den Bremsdruck Pi..
Die Zeit tw, während der der Bremsdruck Pk konstant gehalten wird, ist durch den Querschnitt der Düse 61
und das Volumen des Raumes 5 bestimmt. Nach dem Umschalten des Schaltkolbens 3, 10 erfolgt durch die
Entlüftung des Raumes 5 über die Düsen 61 und 6Γ ein erneuter schneller Druckanstieg Ka2 entsprechend dem
Verlauf eines normalen Druckanstieges bis auf die Höhe des Blockierdruckes Pv. Sofern die Straßenverhältnisse
sich nicht geändert haben, wird kurz vorher erneut ein Signal vom Gleitschutzregler abgegeben, durch den
nach der Zeit rf ein entsprechender Bremsdruckverlauf
nach der Erfindung zum Ablauf kommt. Würde die Entlüftung des Raumes 5 nach dem Umschalten des
Schaltkolbens 3, 10 etwa nur über die die Zeit tu
bestimmende Düse 61 erfolgen, so ergäbe sich ein wesentlich langsamerer Druckanstieg Kai entlang der
gestrichelten Kurve. Bei unveränderten Straßenverhältnissen würde nach der Zeit te erst der Blockierdruck PV
erreicht sein, der wesentlich unter dem Blockierdruck Pi
bliebe. Da in einem solchen Falle eine erneute Druckabsenkung Kf mit anschließendem Druckaufbat
Ka in der vorbeschriebenen Weise von dem verminder ten Blockierdruck PV eingeleitet würde, würde dei
Druck im Bremszylinder auch nur bis zu einerr entsprechend verminderten Druck Pk' ansteigen, dci
wesentlich unter dem vorangegangenen Druck P*. bein
ersten Bremsspiel bleiben würde, weil die siel unverändert einstellende Druckdifferenz Δρ den Druck
unterschied zwischen dem verminderten Blockierdrucl Ps" und dem verminderten Druck Pk' bestimmen würd«
Der Bremszylinderdruck wäre demnach um di Druckdifferenz Af/ niedriger, als für eine Bremsung b{
kürzestmöglichem Bremsweg wünschenswert wäre.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
509 533/1
Claims (2)
1. Gleitschutzregler für druckluftgebremste Fahrzeuge mit einer Überwachungseinrichtung, welche
beim Ansprechen des Gleitschutzreglers nach einem durch öffnen eines ersten Ventils bewirkten
Entlüften eines zuvor mit einem zum Blockieren der gebremsten Räder neigenden Druck beaufschlagten
Bremszylinders mittels eines zweiten Ventils ein Wiederbeaufschlagen des Bremszylinders mit einem
gegenüber dem genannten Bremsdruck verminderten Bremsdruck bewirkt, wobei in eine vom ersten
Ventil zur Atmosphäre führende Verbindung eine Düse eingeordnet ist, wobei in dem vom zweiten
Ventil überwachten Strömungsweg eine veränderte Drosselstelle eingeordnet ist, deren eines Teil
beweglich gelagert und mittels eines Kolbens gesteuert ist, welcher einerseits von einer Feder und
andererseits von einem pneumatischen Staudruck in einem über eine Düse mit der Atmosphäre
verbundenen Raum belastet ist, und wobei das zweite Ventil mit einem Kolben gekoppelt ist, der
von einer Feder und dem Druck im Bremszylinder entgegen dem Druck in einem über ein Rückschlagventil
mit dem Bremszylinder verbundenen, eine Entlüftungsdüse aufweisenden Raum belastet ist.
dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem pneumatischen Staudruck beaufschlagbare Raum (5)
eine zweite Entlüftungsdüse (61) aufweist, welche unterhalb eines bestimmten verminderten Staudrukkes
den Raum (5) zusätzlich zur ersten Entlüftungsdüse (61) mit der Atmosphäre verbindet.
2. Gleitschutzregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Eritlüftungsdüse (61')
in der Wandung eines den vom Staudruck beaufschlagbaren Kolben (3) aufnehmenden
Führungszylinders in dem Bereich zwischen den beiden Endstellungen des Kolbens (3) angeordnet ist.
40
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702031752 DE2031752C3 (de) | 1970-06-26 | Gleitschutzregler für druckluftgebremste Fahrzeuge | |
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| AT552771A AT319072B (de) | 1970-06-26 | 1971-06-25 | Gleitschutzregler für druckluftgebremste Fahrzeuge |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702031752 DE2031752C3 (de) | 1970-06-26 | Gleitschutzregler für druckluftgebremste Fahrzeuge |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2031752A1 DE2031752A1 (de) | 1971-12-30 |
| DE2031752B2 true DE2031752B2 (de) | 1975-08-14 |
| DE2031752C3 DE2031752C3 (de) | 1976-03-25 |
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ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE362037B (de) | 1973-11-26 |
| RO56920A7 (de) | 1974-12-15 |
| DE2031752A1 (de) | 1971-12-30 |
| AT319072B (de) | 1974-12-10 |
| FR2096519A1 (de) | 1972-02-18 |
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| FR2096519B1 (de) | 1975-02-07 |
| GB1353193A (en) | 1974-05-15 |
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