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DE20313924U1 - Scharnier für eine Motorhaube in einem Kraftfahrzeug - Google Patents

Scharnier für eine Motorhaube in einem Kraftfahrzeug Download PDF

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DE20313924U1
DE20313924U1 DE20313924U DE20313924U DE20313924U1 DE 20313924 U1 DE20313924 U1 DE 20313924U1 DE 20313924 U DE20313924 U DE 20313924U DE 20313924 U DE20313924 U DE 20313924U DE 20313924 U1 DE20313924 U1 DE 20313924U1
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Takata AG
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    • B60R21/38Protecting non-occupants of a vehicle, e.g. pedestrians using means for lifting bonnets
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05DHINGES OR SUSPENSION DEVICES FOR DOORS, WINDOWS OR WINGS
    • E05D11/00Additional features or accessories of hinges
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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    • E05Y2900/50Application of doors, windows, wings or fittings thereof for vehicles
    • E05Y2900/53Type of wing
    • E05Y2900/536Hoods

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Scharnier für eine Motorhaube in einem Kraftfahrzeug mit
– einem Basisteil (1), welches an der Kraftfahrzeugkarosserie festzulegen ist,
– einem Oberteil (2), welches an der Motorhaube festzulegen ist,
– einem dem Oberteil (2) zugeordneten Gelenk (G), mittels dem das Oberteil (2) bezügliche des Basisteiles (1) verschwenkbar ist,
– einem Verbindungselement (3), über das das Oberteil (2) mit dem Basisteil (1) verbunden ist, und
– einer Arretierungseinrichtung (4), mittels der das Verbindungselement (3) an dem Basisteil (1) und/oder dem Oberteil (2) arretierbar ist, so dass sich das Verbindungselement (3) bezüglich des entsprechenden Teiles (1, 2) nicht bewegen lässt, wobei die Arretierungseinrichtung (4) in einem Crash-Fall entriegelbar ist, um das Oberteil (2) bezüglich des Basisteiles (1) anheben zu können.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Scharnier für eine Motorhaube in einem Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Ein derartiges Scharnier umfasst ein Basisteil, das an der Kraftfahrzeugkarosserie festlegbar ist; ein Oberteil, das an der Motorhaube festlegbar ist; sowie ein dem Oberteil zugeordnetes Gelenk, mittels dem das Oberteil bezüglich des Basisteiles verschwenkbar ist, um die Motorhaube um das Gelenk verschwenken zu können.
  • Derartige Scharniere werden zu beiden Seiten des windschutzscheibenseitigen Endes einer Motorhaube angeordnet, wobei die Verbindungslinie zwischen den Gelenken eine Achse bildet, die sich parallel zur vorderen Unterkante der Windschutzscheibe erstreckt, so dass durch Verschwenken des Oberteiles des Scharnieres um das Gelenk das der Windschutzscheibe abgewandte, vordere Ende der Motorhaube in bekannter Weise aufgestellt werden kann, um den Zugang zu den unterhalb der Motorhaube befindlichen Bestandteilen des Antriebs des Kraftfahrzeugs, wie z. B. zu dem Fahrzeugmotor, zu ermöglichen.
  • Darüber hinaus ist es bekannt, in einem Crash-Fall die Motorhaube auch im Bereich ihres windschutzscheibenseitigen, hinteren Endes, also dort, wo sich das Scharnier zum Aufklappen der Motorhaube befindet, etwas anzuheben, um beim Aufprall eines Fußgängers oder Radfahrers auf die Motorhaube das Verletzungsrisiko zu reduzieren, insbesondere den Aufprall des Kopfes oder Oberkörpers auf den Motorblock zu verhindern.
  • Der Erfindung liegt das Problem zu Grunde, ein Scharnier für eine Motorhaube der eingangs genannten Art zu schaffen, das neben einem Verschwenken der Motorhaube zum Aufstellen der Vorderseite der Motorhaube gleichzeitig mit einfachen Mitteln ein zuverlässiges Anheben der Motorhaube im Bereich ihres hinteren, windschutzscheibenseitigen Endes gestattet.
  • Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Schaffung eines Scharnieres mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Danach ist bei einem Scharnier der eingangs genannten Art ferner ein Verbindungselement vorgesehen, über das das Oberteil mit dem Basisteil des Scharnieres verbunden ist und das mittels einer Arretierungseinrichtung derart am Basisteil und/oder am Oberteil arretierbar ist, dass es im verriegelten Zustand der Arretierungseinrichtung nicht bezüglich des Basisteiles bzw. Oberteiles bewegbar ist, wobei die Arretierungseinrichtung in einem Crash-Fall entriegelbar ist, um die Motorhaube im Scharnierbereich, d. h. an ihrem windschutzscheibenseitigen (unabhängig von der oben erläuterten, zum Aufstellen der Vorderseite der Motorhaube dienenden Schwenkbewegung) Ende anheben zu können.
  • Die Erfindung beruht auf dem technischen Prinzip, das Anheben der Motorhaube in ihrem windschutzscheibenseitigen Scharnierbereich dadurch zu ermöglichen, dass ein das Oberteil mit dem Basisteil verbindendes Element (Verbindungselement) in einem Crash-Fall in geeigneter Weise bewegt wird. Im Normalbetrieb des Kraftfahrzeugs wird eine das windschutzscheibenseitige Ende der Motorhaube aufstellende Bewegung dieses Verbindungselementes jedoch durch eine Arretierungseinrichtung verhindert, mittels der das Verbindungselement am Basisteil bzw. am Oberteil des Scharnieres arretiert ist.
  • Die Arretierungseinrichtung kann beispielsweise zur formschlüssigen Arretierung des Verbindungselementes am Basis- und/oder am Oberteil vorgesehen sein, z. B. mittels einer Rastverbindung, gebildet durch ein Eingriffselement, das in eine zugeordnete Öffnung eingreift. Dabei ist das Eingriffselement vorzugsweise gemeinsam mit einer pyrotechnischen Baugruppe am Basis- oder Oberteil des Scharnieres angeordnet, so dass die Arretierungseinrichtung in einem Crash-Fall durch Zünden der pyrotechnischen Baugruppe entriegelt werden kann.
  • Gemäß einer Variante der Erfindung wird das Verbindungselement durch eine Hebeleinrichtung mit mindestens einem Hebelelement gebildet, das einerseits mit dem Basisteil und andererseits mit dem Oberteil des Scharnieres gelenkig verbunden ist, so dass ein Anheben des Oberteiles bezüglich des Basisteiles des Scharnieres durch Verschwenken des mindestens einen Hebelelementes erfolgt. Die Hebeleinrichtung kann beispielsweise durch einen einzelnen Verstellhebel oder durch ein Gelenkhebelpaar gebildet werden.
  • Im verriegelten Zustand der Arretierungseinrichtung werden solche Schwenkbewegungen des mindestens einen Hebelelementes der Hebeleinrichtung verhindert, die zu einem Anheben der Motorhaube im Scharnierbereich führen würden.
  • Nach einer anderen Variante der Erfindung ist das Verbindungselement lösbar mit dem Basis- oder dem Oberteil des Scharnieres verbunden, z. B. durch Lagerung in einer entsprechenden Aufnahme des Basis- oder Oberteiles, so dass es sich bei einer Entriegelung der Arretierungseinrichtung von dem zugeordneten Teil lösen kann, wodurch ein Anheben der Motorhaube im Scharnierbereich, d. h. an ihrem windschutzscheibenseitigen Ende, ermöglicht wird.
  • Bei beiden Erfindungsvarianten ist das Verbindungselement in dem Zustand, in dem die Motorhaube im Scharnierbereich angehoben ist, bevorzugt nicht verriegelt, so dass einem anschließenden Absenken der Motorhaube nicht entgegen gewirkt wird.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden bei der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren deutlich werden.
  • Es zeigen:
  • 1a eine perspektivische Darstellung eines Scharnieres für eine Motorhaube eines Kraftfahrzeuges bestehend aus einem Basisteil, einem Oberteil, einem durch ein Gelenkhebelpaar gebildeten Verbindungselement zwischen Oberteil und Basisteil sowie einer Arretierungseinrichtung;
  • 1b das Scharnier aus 1a nach einer Entriegelung der Arretierungseinrichtung in einem Zustand, in dem die Motorhaube im Scharnierbereich angehoben ist;
  • 2a u. 2b eine Abwandlung des Scharnieres aus 1a mit einem durch einen einteiligen Verstellhebel gebildeten Verstellelement im arretierten Zustand sowie im entriegelten Zustand nach einem Anheben der Motorhaube;
  • 3a u. 3b eine weitere Abwandlung des Scharnieres aus den 1a und 1b mit einem lösbar mit dem Basisteil verbundenen Verbindungselement im arretierten Zustand sowie im entriegelten Zustand nach einem Anheben der Motorhaube.
  • 1a zeigt ein Scharnier für eine Motorhaube bestehend aus einem Basisteil 1, einem Oberteil 2 und einem Verbindungselement 3 zur Verbindung des Oberteiles 2 mit dem Basisteil 1.
  • Das Basisteil 1 wird gebildet durch einen plattenförmigen Grundkörper 10 mit Ausnehmungen 15 zur Befestigung des Basisteiles an der Fahrzeugkarosserie unterhalb der vorderen Unterkante der Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges.
  • Das Oberfeil 2 wird gebildet durch einen längserstreckten, hebelartigen Grundkörper 20 mit einem mit Befestigungsöffnungen 25 versehenen abgewinkelten Abschnitt zur Befestigung des Oberteiles 2 an der Motorhaube eines Kraftfahrzeuges. Das Oberteil 2 ist um ein Gelenk G verschwenkbar. Bei paarweiser Anordnung zu beiden Seiten des windschutzscheibenseitigen Endes einer Motorhaube bildet die Verbindungslinie zwischen den Gelenken eine parallel zur Unterkante der Windschutzscheibe des entsprechenden Kraftfahrzeugs verlaufende Schwenkachse bildet. Durch Verschwenken des Oberteiles 2 um das Gelenk G kann die zugeordnete Motorhaube im Bereich ihres vorderen, der Windschutzscheibe abgewandten Endes aufgestellt werden, um die unter der Motorhaube befindlichen Bestandteile des Antriebs eines Kraftfahrzeugs, wie z. B. den Motorblock, zu Pflege-, Wartungs- oder Reparaturzwecken, zugänglich zu machen.
  • Das Basisteil 1 und das Oberteil 2 des Scharnieres sind über ein Verbindungselement 3 in Form eines Gelenkhebelpaares 31, 32 miteinander verbunden, dessen einer Verstellhebel 31 an einem Ende mittels eines Gelenkes 31b schwenkbar an dem Grundkörper 10 des Basisteiles 1 angelenkt ist und an seinem anderen Ende mittels eines weiteren Gelenkes 31a schwenkbar an dem anderen Verstellhebel 32 angelenkt ist. Der andere Verstellhebel 32 ist wiederum an seinem dem einen Verstellhebel 31 abgewandten Ende mittels des Gelenkes G gelenkig mit dem Oberteil 2 des Scharnieres verbunden, das ein Umklappen des Oberteiles 2 zum Zwecke des Aufstellens der Vorderseite der Motorhaube ermöglicht.
  • In dem in 1a gezeigten Zustand befinden sich die beiden Verstellhebel 31, 32 des Gelenkhebelpaares jeweils in einer Position (Schwenklage) in der das Oberteil 2 des Scharnieres unmittelbar über dem Basisteil 1 angeordnet ist, so dass eine mit dem Oberteil 2 verbundene Motorhaube im Bereich ihres hinteren, windschutzscheibenseitigen Endes sich unterhalb der Unterkante der Windschutzscheibe erstreckt. In diesem Zustand sind die beiden Verstellhebel 31, 32 einerseits mittels eines abgewinkelten Abschnittes 11 des plattenartigen Grundkörpers 10 des Basisteiles 1 abgestützt und andererseits mittels einer Arretierungseinrichtung 4 verriegelt, die ein in eine zugeordnete Eingriffsöffnung 35 (vgl. 1b) des zweiten Verstellhebels 32 eingreifendes Eingriffselement 45 aufweist. In diesem Zustand können daher die beiden Verstellhebel 31, 32 des Gelenkhebelpaares nicht bewegt werden, so dass die Lage des Gelenkes G des Oberteiles 2 bezüglich des Basisteiles 1 des Scharnieres fixiert ist. Es lässt sich lediglich das Oberteil 2 um jenes Gelenk G verschwenken, um die Motorhaube an ihrer Vorderseite aufstellen zu können.
  • In einem Crash-Fall, der zum Aufprall einer Person auf die Motorhaube eines mit dem in 1a dargestellten Scharnieres ausgerüsteten Fahrzeuges führen kann, wird die Arretierungseinrichtung 4 durch Zündung einer pyrotechnischen Baugruppe 40 der Arretierungseinrichtung 4 entriegelt, die das Eingriffselement 45 pyrotechnisch außer Eingriff mit der zugeordneten Eingriffsöffnung 35 bringt. Gleichzeitig wird in bekannter Weise die Motorhaube angehoben, um das Verletzungsrisiko einer auf die Motorhaube aufprallenden Person zu minimieren, beispielsweise mittels einer hierfür vorgesehenen pneumatischen Einrichtung zum Anheben der Motorhaube.
  • Dieses Anheben der Motorhaube wird begleitet von einem Verschwenken der nun entriegelten Verstellhebel 31, 32, so dass sich das Oberteil 2 des Scharnieres gemeinsam mit dem zugeordneten Gelenk G von dem Basisteil 1 des Scharnieres entfernt, vgl. 1b, entsprechend einem Anheben der Motorhaube an ihrem windschutzscheibenseitigen, hinteren Ende.
  • Zusammenfassend ermöglicht also das in den 1a und 1b dargestellte Scharnier einerseits ein Verschwenken des Oberteiles 2 um ein zugeordnetes Gelenk G, um eine Motorhaube an ihrem vorderen Ende zu Pflege-, Wartungs- oder Reparaturzwecken anheben zu können, sowie andererseits in einem Crash-Fall, nach einem Entriegeln der Arretierungseinrichtung 4 ein Anheben des Oberteiles 2 zusammen mit dem Gelenk G bezüglich des Basisteiles 1, und zwar im wesentlichen in vertikaler Richtung weg von dem Basisteil 1, um ein Anheben des hinteren Endes der Motorhaube mittels einer hierfür vorgesehenen Hebevorrichtung, z. B. einer pneumatischen Einrichtung, zu ermöglichen.
  • Wesentlich ist, dass das Oberteil 2 im Normalbetrieb des Fahrzeugs lediglich um das Gelenk G bezüglich des Basisteiles 1 des Scharnieres verschwenkt werden kann, während in einem Crash-Fall ein Anheben (Verschieben) des Oberteiles 2 bezüglich des Basisteiles 1 des Scharnieres möglich ist. Hierbei bewegt sich das zuvor am Basisteil 1 arretierte Verstellelement 3 sowohl bezüglich des Basisteiles 1 als auch bezüglich des Oberteiles 2 durch Verschwenken seiner beiden Verstellhebel 31, 32.
  • Dabei ist das Gelenkhebelpaar 31, 32 in dem in 1b gezeigten Zustand, in dem das Oberteil 2 bezüglich des Basisteiles 1 (maximal) angehoben ist, nicht verriegelt, so dass es einem Rückführen der angehobenen Motorhaube (z.B. unter der Wirkung des Aufpralles einer Person) nicht entgegensteht.
  • In den 2a und 2b ist eine Abwandlung des Scharnieres aus den 1a und 1b dargestellt, wobei ein wesentliche Unterschied darin besteht, dass das durch einen plattenförmigen Grundkörper 10 gebildete Basisteil 1 mit dem durch einen längserstreckten Grundkörper 20 gebildeten Oberteil 2 durch ein Verbindungselement 3 in Form eines einteiligen Verstellhebels 30 verbunden ist. Der Verstellhebel 30 ist an seinem einen Ende mittels eines Gelenkes G verschwenkbar an dem Basisteil 1 des Scharnieres und mit seinem anderen Ende an einem weiteren Gelenk 31a in einer Längsführung 21 des Oberteiles 2 des Scharnieres angelenkt.
  • Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen der in den 2a und 2b dargestellten Anordnung und dem Scharnier aus den 1a und 1b besteht darin, dass vorliegend die Arretierungseinrichtung 4 mit dem Eingriffselement 45 und der pyrotechnischen Baugruppe 40 am Grundkörper 20 des Oberteiles 2 des Scharnieres angeordnet ist und durch einen Eingriff des Eingriffselementes 45 in eine zugeordnete Eingriffsordnung 35 des Verstellhebels 30 (vgl. 2b) den Verstellhebel 30 am Oberteil 2 arretiert, wie in 2a dargestellt. Eine zusätzliche Lagefixierung des Verstellhebels 30 am Oberteil 2 erfolgt durch einen Bolzen 24 des Oberteiles 2 der in eine zugeordnete Aussparung 34 des Verstellhebels 30 (vgl. 2b) eingreift, so dass das Oberteil 2 und der Verstellhebel 30 einander überdecken.
  • Zum Aufstellen der Vorderseite der Motorhaube lassen sich bei dem in 2a dargestellten Zustand das Oberteil 2 und der Verstellhebel 30 gemeinsam um das Gelenk G verschwenken, über das der Verstellhebel 30 am Basisteil 1 des Scharnieres angelenkt ist. Bei paarweiser Anordnung zu beiden Seiten des windschutzscheibenseitigen Endes einer Motorhaube definiert auch hier die Verbindungslinie zwischen den Gelenken eine im Wesentlichen parallel zu der Unterkante der Windschutzscheibe verlaufende Achse definiert.
  • In einem Crash-Fall, der zum Aufprall einer Person auf die Motorhaube des entsprechenden Fahrzeugs führen könnte, wird die Arretierungseinrichtung 4 pyrotechnisch entriegelt, so dass das Eingriffselement 45 nicht mehr in die zugeordnete Eingriffsöffnung 35 eingreift und das Oberteil 2 einerseits und der Verstellhebel 30 andererseits um das in der Schiebeführung 21 angeordnete Gelenk 31a zueinander verschwenkt werden können, wobei der am Oberteil 2 vorgesehene Bolzen 24 außer Eingriff mit der zugeordneten Aussparung 34 gerät, vgl. 2b. Hierdurch wird das Oberteil 2 bezüglich des Basisteiles 1 im Wesentlichen senkrecht angehoben, entsprechend einem Anheben des mit dem Oberteil 2 über die Befestigungsstellen 25 verbundenen, hinteren, windschutzscheibenseitigen Endes einer Motorhaube.
  • Bei Anheben der Motorhaube im Crash-Fall schwenkt das Oberteil 2 entgegen dem Uhrzeigersinn. Die Drehachse liegt hierbei im vorderen Motorhaubenbereich. Dagegen schwenkt das Verbindungselement 3 im Uhrzeigersinn um das Gelenk G. Durch die Bewegung des Gelenkes 31a, über das der Verstellhebel 30 am Oberteil 2 angeordnet ist, in der zugeordneten Längsführung 21 kann dabei die Aufwärtsbewegung des Oberteiles 2 bezüglich des Basisteiles 1 bis in seine Endstellung realisiert werden.
  • Auch im vorliegenden Fall ist also im Normalbetrieb des entsprechenden Kraftfahrzeugs lediglich ein Verschwenken des Basisteiles 2 (gemeinsam mit dem hieran arretierten Verstellelement 3) bezüglich des Basisteiles 1 um das Gelenk G möglich, während in einem Crash-Fall das Oberfeil 2 bezüglich des Basisteiles 1 durch Verschieben angehoben wird, wobei das Verbindungselement 3 (durch Verschwenken des Verstellhebels 30) sowohl bezüglich des Basisteiles 1 als auch bezüglich des Oberteiles 2 bewegt wird.
  • Die 3a und 3b zeigen eine weitere Abwandlung des Scharnieres aus den 1a und 1b, bei der das Oberteil 2 mit dem Unterteil 1 des Scharnieres über ein Verbindungselement 3 in Form eines Zwischenstückes 33 verbunden ist, das einerseits mittels eines Gelenkes G am Grundkörper 20 des Oberteiles 2 angelenkt ist und andererseits in einer gabelförmigen Aufnahme 30 des Basisteiles 1 aufgenommen ist. Dort ist das Zwischenstück 33 mittels der am Grundkörper 10 des Basisteiles 1 angeordneten Arretierungseinrichtung verriegelt, wobei das Eingriffselement 45 der Arretierungseinrichtung 4 in eine zugeordnete Eingriffsöffnung 35 des Zwischenstückes 33 eingreift.
  • Im Normalbetrieb des Kraftfahrzeugs lässt sich das Oberteil 2 des Scharnieres bezüglich des Basisteiles 1 um das Gelenk G verschwenken, über das das Oberteil 2 an dem bezüglich des Basisteiles 1 arretierten Zwischenstück 33 angelenkt ist, wie in 3a dargestellt.
  • In einem Crash-Fall wird die Arretierungseinrichtung 4 mittels der pyrotechnischen Baugruppe 40 entriegelt, so dass das Eingriffselement 45 außer Eingriff mit der zugeordneten Eingriffsöffnung 35 des Zwischenstückes 33 gerät und das Zwischenstück 33 kann zusammen mit dem Oberteil 2 aus der gabelförmigen Aufnahme 13 des Basisteiles 1 hinaus angehoben werden, vgl. 3b.
  • Bei dem in den 3a und 3b dargestellten Ausführungsbeispiel eines Scharrnieres werden also in einem Crash-Fall das Oberteil 2 und das Basisteil 1 vollständig voneinander getrennt, in dem das Zwischenstück 33 aus der zugeordneten gabelförmigen Aufnahme 13 des Grundkörpers 10 des Basisteiles 1 herausgeführt wird.

Claims (17)

  1. Scharnier für eine Motorhaube in einem Kraftfahrzeug mit – einem Basisteil (1), welches an der Kraftfahrzeugkarosserie festzulegen ist, – einem Oberteil (2), welches an der Motorhaube festzulegen ist, – einem dem Oberteil (2) zugeordneten Gelenk (G), mittels dem das Oberteil (2) bezügliche des Basisteiles (1) verschwenkbar ist, – einem Verbindungselement (3), über das das Oberteil (2) mit dem Basisteil (1) verbunden ist, und – einer Arretierungseinrichtung (4), mittels der das Verbindungselement (3) an dem Basisteil (1) und/oder dem Oberteil (2) arretierbar ist, so dass sich das Verbindungselement (3) bezüglich des entsprechenden Teiles (1, 2) nicht bewegen lässt, wobei die Arretierungseinrichtung (4) in einem Crash-Fall entriegelbar ist, um das Oberteil (2) bezüglich des Basisteiles (1) anheben zu können.
  2. Scharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (4) zur formschlüssigen Arretierung des Verbindungselementes (3) am Basisteil (1) und/oder am Oberteil (2) vorgesehen ist.
  3. Scharnier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (4) zur Herstellung einer Rastverbindung zwischen dem Verbindungselement (3) und dem Basisteil (1) bzw. dem Oberteil (2) vorgesehen ist.
  4. Scharnier nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (4) ein Eingriffselement (45) umfasst, das mit einer zugeordneten Eingriffsöffnung (35) in Eingriff bringbar ist.
  5. Scharnier nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (45) am Basisteil (1) oder am Oberteil (2) vorgesehen ist und dass die Eingriffsöffnung (35) am Verbindungselement (3) vorgesehen ist.
  6. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (4) mittels einer pyrotechnischen Baugruppe (40) pyrotechnisch entriegelbar ist.
  7. Scharnier nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die pyrotechnische Baugruppe (40) am Basisteil (1) oder am Oberteil (2) angeordnet ist.
  8. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (3) nach Entriegelung der Arretierungseinrichtung (4) bezüglich des Basisteiles (1) und des Oberteiles (2) beweglich ist, um das Oberteil (2) relativ zu dem Basisteil (1) und damit die Motorhaube bezüglich der Karosserie anheben zu können.
  9. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (3) durch eine Hebeleinrichtung gebildet wird, die sowohl mit dem Basisteil (1) als auch mit dem Oberteil (2) gelenkig verbunden ist.
  10. Scharnier nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebeleinrichtung durch einen einzelnen Verstellhebel (30) gebildet wird.
  11. Scharnier nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebeleinrichtung durch ein Gelenkhebelpaar (31, 32) gebildet wird.
  12. Scharnier nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung (4) im verriegelten Zustand ein solches Verschwenken der Elemente (30; 31, 32) der Hebeleinrichtung bezüglich des Basisteiles (1) und des Oberteiles (2) verhindert, das zu einem Anheben des Oberteiles (2) bezüglich des Basisteiles (1) führen würde.
  13. Scharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (3) mittels der Arretierungseinrichtung (4) lösbar mit dem Basisteil (1) oder dem Oberteil (2) verbunden ist.
  14. Scharnier nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Verbindungselement (3) nach Entriegelung der Arretierungseinrichtung (4) von dem Basisteil (1) oder dem Oberteil (2) vollständig lösen lässt.
  15. Scharnier nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (3) mittels der Arretierungseinrichtung (4) in einer Aufnahme (13) des Basisteiles (1) oder des Oberteiles (2) arretiert ist.
  16. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (3) in der nach Entriegelung der Arretierungseinrichtung (4) einzunehmenden Position, in der das Oberteil (2) bezüglich des Basisteiles (1) angehoben ist, nicht verriegelt wird.
  17. Scharnier nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (3) einem späteren Absenken des Oberteiles (2) in Richtung auf das Basisteil (1) nicht entgegensteht.
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