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DE20313920U1 - Rücklauf-Bremseinheit - Google Patents

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DE20313920U1
DE20313920U1 DE20313920U DE20313920U DE20313920U1 DE 20313920 U1 DE20313920 U1 DE 20313920U1 DE 20313920 U DE20313920 U DE 20313920U DE 20313920 U DE20313920 U DE 20313920U DE 20313920 U1 DE20313920 U1 DE 20313920U1
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freewheeling
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DE20313920U
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Dewert Antriebs und Systemtechnik GmbH and Co KG
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Dewert Antriebs und Systemtechnik GmbH and Co KG
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D51/00Brakes with outwardly-movable braking members co-operating with the inner surface of a drum or the like
    • F16D51/10Brakes with outwardly-movable braking members co-operating with the inner surface of a drum or the like shaped as exclusively radially-movable brake-shoes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D63/00Brakes not otherwise provided for; Brakes combining more than one of the types of groups F16D49/00 - F16D61/00
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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    • F16H25/00Gearings comprising primarily only cams, cam-followers and screw-and-nut mechanisms
    • F16H25/18Gearings comprising primarily only cams, cam-followers and screw-and-nut mechanisms for conveying or interconverting oscillating or reciprocating motions
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    • F16H25/24Elements essential to such mechanisms, e.g. screws, nuts
    • F16H25/2454Brakes; Rotational locks
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D2127/00Auxiliary mechanisms
    • F16D2127/001Auxiliary mechanisms for automatic or self-acting brake operation
    • F16D2127/004Auxiliary mechanisms for automatic or self-acting brake operation direction-responsive

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Rücklauf-Bremseinheit (1) für ein drehbares Antriebselement, das über eine Rücklaufsperre mit einem Schneckenrad (10) gekoppelt ist, wobei das Schneckenrad (10) mit einer Bremsschnecke (14) nicht selbsthemmend zusammenwirkt, so daß das Antriebselement in einer ersten Drehrichtung (48) reibungsarm gegenüber dem Schneckenrad (10) drehbar ist und in einer dazu entgegengesetzten Sperrichtung (46) drehfest damit zusammenwirkt und die Bremsschnecke (14) antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufsperre durch eine wenigstens teilweise reibschlüssig wirkende Freilaufkupplung gebildet ist, die ein erstes Freilaufelement (18) mit ersten Sperrflächen (30) und ein zweites Freilaufelement (22) aufweist, wobei den ersten Sperrflächen (30) Sperrelemente (36) zugeordnet sind, die in Sperrichtung (46) mit dem zweiten Freilaufelement (22) wenigstens teilweise reibschlüssig zusammenwirken.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Rücklauf-Bremseinheit für ein drehbares Antriebselement, das über eine Rücklaufsperre mit einem Schneckenrad gekoppelt ist, wobei das Schneckenrad mit einer Bremsschnecke nicht selbsthemmend zusammenwirkt, so daß das Antriebselement in einer ersten Drehrichtung reibungsarm gegenüber dem Schneckenrad drehbar ist und in einer dazu entgegengesetzten Sperrichtung drehfest damit zusammenwirkt und die Bremsschnecke antreibt, insbesondere bei einem Antrieb für ein verstellbares Möbel.
  • Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 299 06 081 U1 ist ein Linearantrieb mit einem nicht selbsthemmenden Antriebszug bekannt, der im wesentlichen aus einem Antriebsmotor, einem Untersetzungsgetriebe, einer rotierend antreibbaren Spindel und einer darauf aufgesetzten, gegen Drehung gesicherten Spindelmutter besteht und dem eine Rücklaufsperre zum Halten der Last bei abgeschaltetem Motor zugeordnet ist. Bei dieser Konstruktion weist die Rücklaufsperre ein Bremselement mit einem nach An eines Freilaufs gestalteten Mitnehmer auf, der in einer Drehrichtung der Spindel keine wesentlichen Reibungskräfte erzeugt und in der anderen Drehrichtung (Sperrichtung) bei eingeschaltetem Antriebsmotor gegen eine Bremskraft das Antriebselement mitnimmt, d.h. dieses in Drehung versetzt. Der Mitnehmer ist bei diesem Stand der Technik durch eine schlingfederartige, einenends mit mehreren Windungen einen zylindrischen Ansatz des Schneckenrades des Untersetzungsgetriebes umgreifende Feder gebildet, die anderenends mit dem der Bremsschnecke zugeordneten Schneckenrad gekoppelt ist, so daß ein Antrieb der Bremsschnecke und damit eine Bremswirkung in Sperrichtung gewährleistet ist.
  • Obwohl sich diese Bauart grundsätzlich bewährt hat, besteht dennoch das Bestreben nach einer Rücklaufsperre, die unmittelbar nach einer Drehrichtungsumkehr des Antriebselements wirksam wird, und die zur Übertragung auch von größeren Drehmomenten sicher in der Lage ist.
  • Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Rücklauf-Bremseinheit erfindungsgemäß gelöst durch die Maßnahme, daß die Rücklaufsperre durch eine wenigstens teilweise reibschlüssig wirkende Freilaufkupplung gebildet ist, die ein erstes Freilaufelement mit ersten Sperrflächen und ein zweites Freilaufelement aufweist, wobei den ersten Sperrflächen Sperrelemente zugeordnet sind, die in Sperrichtung mit dem zweiten Freilaufelement wenigstens teilweise reibschlüssig zusammenwirken.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird alternativ bei einer gattungsgemäßen Rücklauf-Bremseinheit durch die Maßnahme gelöst, daß die Rücklaufsperre durch eine formschlüssig wirkende Freilaufkupplung mit einem ersten und einem zweiten Freilaufelement gebildet ist, wobei das erste oder zweite Freilaufelement drehfest mit dem Schneckenrad verbunden ist. Hierbei kann vorgesehen sein, daß an dem ersten Freilaufelement Sperrelemente gehalten sind, die in Sperrichtung formschlüssig in Sperrflächen des zweiten Freilaufelements eingreifen.
  • Es kann vorgesehen sein, daß die Sperrelemente durch Klemmrollen gebildet sind. Auch können die Sperrelemente durch Klemmkörper gebildet sein.
  • Bevorzugt sieht die Erfindung vor, daß die Sperrelemente durch bogenförmige Bremskeile gebildet sind, die jeweils gegen eine in der ersten Drehrichtung radial ansteigende erste Sperrfläche anliegen und an dem ersten Freilaufelement in Umfangsrichtung begrenzt verschieblich gehalten sind.
  • Die Erfindung sieht weiter vor, daß die ersten Sperrflächen einen gleichmäßig radial ansteigenden Abschnitt und einen stufenartigen Übergang zu einer benachbarten ersten Sperrfläche aufweisen.
  • In bevorzugter Weiterbildung ist vorgesehen, daß das zweite Freilaufelement eine zylindrische zweite Sperrfläche aufweist. Hierbei kann jeder Bremskeil eine zylindersektorförmige Außenfläche und eine relativ dazu exzentrisch angeordnete, zylindersektorförmige Innenfläche aufweisen.
  • Zur Gewährleistung einer sicheren Sperrwirkung bei Drehrichtungsumkehr kann vorgesehen sein, daß auf einer Außenfläche jedes Bremskeils ein Rastvorsprung und in einer zweiten Sperrfläche des zweiten Freilaufelements eine Anzahl von Rastausnehmungen angeordnet sind, in die die Rastvorsprünge formschlüssig einrastbar sind. Weiter kann zu dem genannten Zweck vorgesehen sein, daß die Bremskeile durch ein mit dem zweiten Freilaufelement verbundenes Reibelement mit einer Reibungskraft beaufschlagt sind, die einer Bewegung der Bremskeile relativ zu dem zweiten Freilaufelement entgegenwirkt. Das Reibelement kann durch ein nachgiebiges, eine Reibungskraft erzeugendes Element gebildet sein, insbesondere durch einen O-Ring oder eine gewellte federnde Scheibe. Das Reibelement kann durch eine Aufnahmehülse an dem zweiten Freilaufelement gehalten sein.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, daß das erste Freilaufelement, das Schneckenrad und die Bremsschnecke in einem gemeinsamen Gehäuse gelagert sind, welches Anbringungsmittel wie z.B. einen Befestigungsflansch aufweisen kann. Das erste Freilaufelement kann mit einer abzubremsenden Antriebsspindel insbesondere eines Möbelantriebs verbunden sein, wobei das Gehäuse ortsfest fixiert sein kann. Dabei sieht die Erfindung bevorzugt vor, daß das erste Freilaufelement eine zentrische Aufnahmeöffnung für die Antriebsspindel aufweist, insbesondere mit Innengewinde oder Mehrkantquerschnitt.
  • Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, daß das zweite Freilaufelement formschlüssig mit dem Schneckenrad verbunden ist. Soweit ein Reibelement vorgesehen ist, kann das zweite Freilaufelement einen Stützring zum Andrücken der Bremskeile gegen das Reibelement aufweisen.
  • Zur Erhöhung des Bedienkomforts kann weiter vorgesehen sein, daß den Sperrelementen ein Mittel zum manuellen oder motorisch betätigten Lösen aus einer mit dem zweiten Freilaufelement zusammenwirkenden Sperrstellung zugeordnet ist, bspw. um das Antriebselement bei Stromausfall oder einer sonstigen Störung des zugeordneten Antriebsmotors von Hand in Sperrichtung bewegen zu können.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, wobei auf eine Zeichnung Bezug genommen ist, in der
  • 1 und 2 jeweils eine perspektivische Ansicht aus unterschiedlichen Blickwinkeln einer erfindungsgemäßen Rücklauf-Bremseinheit zeigen,
  • 3 und 4 Vorder- und Seitenansichten der Rücklauf-Bremseinheit zeigen,
  • 5 eine perspektivische Ansicht der Rücklauf-Bremseinheit mit abgenommenem Gehäusedeckel zeigt,
  • 6 und 7 Längs- und Querschnittsansichten der Rücklauf-Bremseinheit entlang Linien VI – VI in 3 bzw. VII – VII in 4 zeigen,
  • 8 und 9 auseinandergezogene Darstellungen der Einzelteile der Rücklauf-Bremseinheit in perspektivischer Ansicht und Seitenansicht zeigen,
  • 10 in einer Querschnittsansicht eine modifizierte Ausführungsform erläutert, und
  • 10 und 11 ein an sich bekannte Freilaufkupplung zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen Rücklauf-Bremseinheit erläutern.
  • 1 bis 4 zeigen eine im Ganzen mit 1 bezeichnete erfindungsgemäße Rücklauf-Bremseinheit in unterschiedlichen Ansichten von außen, wobei man zunächst ein Gehäuse 2 mit einem dieses verschließenden Gehäusedeckel 4 erkennt. Das Gehäuse 2, das z.B. durch Spritzgießen aus Kunststoff oder Metall hergestellt sein kann, weist an einer ebenen Stirnseite 3 vier Befestigungsansätze 6 auf, mit denen es mittels Befestigungsschrauben ortsfest angebracht werden kann, bspw. an einem Verstellmöbel, das mit einem motorischen Verstellantrieb versehen ist, mit dem die Rücklauf-Bremseinheit zusammenwirkt, oder unmittelbar an einem Antriebsmotor.
  • 5 zeigt die Rücklauf-Bremseinheit in einer etwas vergrößerten Darstellung mit abgenommenem Gehäusedeckel 4, wobei man ein um eine Längsachse bzw. Drehachse 8 der Rücklauf-Bremseinheit 1 drehbares Schneckenrad 10 sowie eine damit in Eingriff stehende, um eine Drehachse 12 drehbar gelagerte Bremsschnecke 14 erkennt. Bremsschnecke 14 und nicht dargestellte Lager, z.B. Gleit- oder Kugellager, sind in einem Gehäuseansatz 16 aufgenommen, der ebenfalls von dem Gehäusedeckel 4 abgedeckt ist.
  • 6 zeigt in einer Längsschnittansicht gemäß Linie VI – VI in 3 die wesentlichen Komponenten der Rücklauf-Bremseinheit 1, nämlich zunächst das Gehäuse 2 mit Gehäusedeckel 4 sowie das Schneckenrad 10 und die damit in Eingriff stehende Bremsschnecke 14. Ein Rotor 18 ist relativ zu dem Gehäuse 2 und auch gegenüber dem Schneckenrad 10 drehbar und ist durch ein schematisch angedeutetes Lager 20 gegenüber dem Schneckenrad abgestützt. Das Schneckenrad 10 ist seinerseits mit einer Trommel 22 drehfest verbunden oder auch einteilig ausgebildet, auf der endseitig ein Stützring 24 aufgesetzt ist. Die Trommel 22 weist einen flanschartigen Haltesteg 26 auf, gegen den eine Aufnahmehülse 28 mit C-förmigem Querschnittsprofil anliegt, die zur Aufnahme eines O-Rings 29 dient.
  • Bei dieser Ausführungsform, die Anspruch 1 entspricht, ist das erste Freilaufelement durch den Rotor 18 und das zweite Freilaufelement durch die Trommel 22 gebildet. Wie die Querschnittsansicht nach 7 zeigt, weist der Rotor 18 auf seinem äußeren Umfang vier in radialer Richtung gleichmäßig ansteigende erste Sperrflächen 30 auf, die an Stufen 32 ineinander übergehen. Eine zylindrische Innenfläche 34 der Trommel 22 bildet eine zweite Sperrfläche, wobei zwischen den ersten und zweiten Sperrflächen vier bogenförmige Bremskeile 36 angeordnet sind, von denen in 7 lediglich einer dargestellt ist. Die Bremskeile 36 weisen jeweils eine zylindersektorförmige Außenfläche 38 und eine demgegenüber exzentrisch angeordnete zylindersektorförmige Innenfläche 40 auf, deren Form bzw. Radius mit den ersten Sperrflächen 30 des Rotors 18 zumindest im wesentlichen übereinstimmt. Die Bremskeile 36 weisen ferner einen hakenförmigen Halteabschnitt 42 auf, mit dem sie jeweils durch eine Stufe 32 bei einer Drehung des Rotors 18 im Gegenuhrzeigersinn (7), d.h. in der ersten Drehrichtung 48, mitgenommen werden.
  • Wie 3 und 7 ferner zeigen, ist der Rotor 18 mit einer im Querschnitt sechseckigen, in Richtung der Längsachse 8 verlaufenden Aufnahmeöffnung 44 zur Aufnahme und drehfesten Verbindung mit einer nicht dargestellten Antriebsspindel versehen, die mit einem ebenfalls nicht dargestellten Antrieb in beiden Drehrichtungen antreibbar ist. Alternativ wäre hier eine Verbindung mit Innengewinde in der Aufnahmeöffnung 44 möglich.
  • Das mit der Rücklauf-Bremseinheit abzubremsende bzw. statisch zu haltende Antriebselement kann die genannte Antriebsspindel oder ein sonstiges mit dem Schneckenrad 10 über eine Rücklaufsperre (Freilauf) verbundenes Element sein.
  • 8 und 9 zeigen in einer auseinandergezogenen Darstellung, in perspektivischer bzw. Seitenansicht, die vorstehend genannten Komponenten der erfindungsgemäßen Rücklauf-Bremseinheit 1. Insbesondere sind die radial keilförmig ansteigenden ersten Sperrflächen 30 auf dem Rotor 18 sowie die damit und mit der Trommel 22 zusammenwirkenden Bremskeile 36 deutlich zu erkennen. Unter Bezugnahme auf 6 sei noch darauf verwiesen, daß die Bremskeile 36 im montierten Zustand der Rücklauf-Bremseinheit 1 zwischen dem Stützring 24 und dem O-Ring 28 in axialer Richtung leicht klemmend und reibungsbehaftet gehalten sind.
  • 10 zeigt in einer vergrößerten Querschnittsdarstellung ähnlich wie 7 die Trommel 22, den Rotor 18 mit den ersten Sperrflächen 30 sowie zwei beispielhaft dargestellte, dazwischen angeordnete Bremskeile 36, wobei der in 10 unten dargestellten Bremskeil in Zusammenwirken mit der ihm zugeordneten ersten Sperrfläche 30 und der Innenfläche bzw. zweiten Sperrfläche 34 der Trommel 22 bei einer Drehung des Rotors 18 in Sperrichtung 46 (und stillstehend angenommener Trommel 22) blockiert ist, während der in 10 oben dargestellte Bremskeil 36 bei einer Drehung des Rotors 18 in der ersten Drehrichtung bzw. Löserichtung 48 von der Stufe 32 der ihm zugeordneten ersten Sperrfläche 30 mitgenommen und somit gelöst ist. Wie 10 weiter zeigt, sind die Bremskeile 36 auf ihrer Außenfläche 38 nicht glatt zylindrisch, sondern weisen einen Rastvorsprung 50 auf, der im blockierten Zustand in eine von mehreren entsprechenden, in der zweiten Sperrfläche 34 vorgesehenen Rastausnehmungen 52 formschlüssig einrasten kann. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß bei Drehrichtungsumkehr des Rotors 18 aus der ersten Drehrichtung in Sperrichtung nach einem minimalen Verdrehwinkel bereits eine Blockierung bzw. Bremswirkung der Rücklauf-Bremseinrichtung eintritt, sofern der Reibkontakt zwischen den Bremskeilen und der Trommel nicht jegliche Bewegung in Sperrichtung 46 unterbindet.
  • Die erfindungsgemäße Rücklauf-Bremseinheit kann in einen manuell oder motorisch angetriebenen Antriebszug integriert sein, in dem eine mit dem Rotor 18 drehfest verbundene Antriebsspindel in beiden Drehrichtungen antreibbar ist. Bei Drehung der Antriebsspindel und damit des Rotors in der ersten Drehrichtung 48 bzw. im Gegenuhrzeigersinn in 7 und 10 greifen die Stufen 32 des Rotors auf die Hakenabschnitte 42 der Bremskeile, die dadurch gelöst bzw. mitgeschleppt werden. Bei Drehung in Sperrichtung 46 bzw. im Uhrzeigersinn in 7 und 10 verschiebt sich der Rotor relativ zu den zwischen Stützring 24 und O-Ring 28 festgehaltenen Bremskeilen und klemmt diese zwischen Rotor und Trommel fest. Dadurch kann ein Drehmoment von dem Rotor auf die Trommel und somit auf das Bremsschneckengetriebe (Schneckenrad 10 und Bremsschnecke 14) übertragen werden, welches einen relativ geringen Wirkungsgrad aufweist und so durch seine Bremswirkung ein Zurückdrehen der Antriebswelle bzw. des Rotors, d.h. ein Rückwärtslaufen des Antriebs, bis zu einem gewissen Drehmoment verhindert. Übersteigt das in Sperrichtung wirkende Drehmoment jedoch einen bestimmten Wert, so werden das Schneckenrad 10 und die Bremsschnecke 14 in Drehung versetzt. Dies ist bspw. dann der Fall, wenn der Antrieb die Last in Sperrichtung verfährt oder die Last einen bestimmten Wert übersteigt. Die Bremswirkung bzw. das Drehmoment, bei dem das Bremsschneckengetriebe noch nicht in Drehung versetzt wird, ist durch die Wahl des Übersetzungsverhältnisses des Bremsschneckengetriebes und dessen Wirkungsgrad einstellbar.
  • Die erfindungsgemäße Rücklauf-Bremseinheit kann wie dargestellt in einem eigenen Gehäuse untergebracht sein, sie kann aber auch integraler Bestandteil eines elektrischen, manuellen oder sonstigen Antriebs sein. Hierfür kann es zweckmäßig sein, wenn das Gehäuse z.B. über einen Montageflansch verfügt, um es an einen elektromotorischen Antrieb nachträglich ansetzen zu können.
  • Weiterhin sind unterschiedliche Lagerungen und unterschiedliche Konstellationen des inneren Aufbaus möglich. Das Ausführungsbeispiel zeigt einen Rotor, der für vier Bremskeile ausgelegt ist. Je nach Bedarf, gewünschter Bremswirkung usw. können auch andere Rotoren zum Einsatz kommen, die ein oder mehrere Bremselemente aufnehmen können. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn die Winkelteilung der ersten Sperrflächen 30 ungleichmäßig, symmetrisch oder unsymmetrisch ist. Weiterhin kann ein Federelement verwendet werden, um die Bremskeile leicht stützend gegen die zylindrische Innenfläche bzw. zweite Sperrfläche der Trommel angedrückt zu halten. Dadurch kann eine Relativbewegung zwischen Trommel und Bremskeil bei Beginn einer Drehrichtungsumkehr von der ersten Drehrichtung in Sperrichtung praktisch unterbunden werden.
  • Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn die Bremskeile über einen Gabelmechanismus oder dergleichen aus der Sperrstellung in eine Lösestellung bewegbar sind. Ein solcher Gabelmechanismus kann bspw. von einem relativ zu dem Gehäuse feststehenden Schalthebel oder einer feststehenden Schaltmuffe betätigt werden. Diese außenliegenden Bauteile können wiederum manuell, elektrisch oder dergleichen betätigt werden.
  • In Abwandlung der vorstehend im einzelnen beschriebenen Freilaufkupplung mit bogenförmigen Bremskeilen kann die Rücklaufsperre auch durch eine an sich bekannte reibschlüssig wirkende Freilaufkupplung mit Klemmrollen oder Klemmkörpern gebildet sein, wie sie beispielhaft in 11 und 12 dargestellt ist. Ein Rotor 118 weist in diesem Fall fünf erste Sperrflächen 130 auf und ist über lose gelagerte Klemmwalzen 136 mit einer Trommel 122 in Eingriff bringbar oder frei gegenüber dieser drehbar. Die Sperrflächen 130 steigen ausgehend von einem achsnächsten Bereich 130a entgegen einer Sperrichtung 146 radial an. Bei einer Bewegung des Rotors in Sperrichtung 146 (11) laufen die Klemmwalzen 136 auf den ersten Sperrflächen 130 auf, wodurch sie gegen die zylindrische Innenfläche bzw. zweite Sperrflä che 134 der Trommel 122 angedrückt werden. Durch die Klemmwirkung wird nun die Trommel 122 durch den Rotor 118 in Sperrichtung 146 mitgenommen. Bei einer Drehung des Rotors 118 entgegen der Sperrichtung 146 (12) gelangen die Klemmwalzen 136 in den achsnächsten Bereich 130a der ersten Sperrflächen 130 und sind nicht mehr zwischen diesen und der zweiten Sperrfläche 134 festgeklemmt, so daß sich Rotor 118 und Trommel 122 nahezu reibungsfrei gegeneinander drehen können.
  • In Abwandlung von der vorstehend im einzelnen beschriebenen Ausführung der Freilaufkupplung als reibschlüssig bzw. im wesentlichen reibschlüssig wirkend kann die Freilaufkupplung auch ausschließlich formschlüssig wirkend ausgeführt sein, wie es gemäß Anspruch 2 und 3 vorgesehen ist.
  • 1
    Rücklauf-Bremseinheit
    2
    Gehäuse
    3
    Stirnseite (von 2)
    4
    Gehäusedeckel
    6
    Befestigungsansatz
    8
    Längsachse (Drehachse von 10, 18)
    10
    Schneckenrad
    12
    Drehachse (von 14)
    14
    Bremsschnecke
    16
    Gehäuseansatz
    18
    Rotor (erstes Freilaufelement)
    20
    Lager
    22
    Trommel (zweites Freilaufelement)
    24
    Stützring
    26
    Haltesteg
    28
    Aufnahmehülse
    29
    O-Ring
    30
    erste Sperrfläche
    32
    Stufe
    34
    zylindrische Innenfläche von 22 (zweite Sperrfläche)
    36
    Bremskeil
    38
    Außenfläche (von 36)
    40
    Innenfläche (von 36)
    42
    Halteabschnitt
    44
    Aufnahmeöffnung
    46
    Sperrichtung
    48
    erste Drehrichtung
    50
    Rastvorsprung
    52
    Rastausnehmung
    118
    Rotor
    122
    Trommel
    130
    erste Spannfläche
    130a
    achsnächster Bereich (von 130)
    134
    zweite Sperrfläche
    136
    Klemmwalze
    146
    Sperrichtung

Claims (19)

  1. Rücklauf-Bremseinheit (1) für ein drehbares Antriebselement, das über eine Rücklaufsperre mit einem Schneckenrad (10) gekoppelt ist, wobei das Schneckenrad (10) mit einer Bremsschnecke (14) nicht selbsthemmend zusammenwirkt, so daß das Antriebselement in einer ersten Drehrichtung (48) reibungsarm gegenüber dem Schneckenrad (10) drehbar ist und in einer dazu entgegengesetzten Sperrichtung (46) drehfest damit zusammenwirkt und die Bremsschnecke (14) antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufsperre durch eine wenigstens teilweise reibschlüssig wirkende Freilaufkupplung gebildet ist, die ein erstes Freilaufelement (18) mit ersten Sperrflächen (30) und ein zweites Freilaufelement (22) aufweist, wobei den ersten Sperrflächen (30) Sperrelemente (36) zugeordnet sind, die in Sperrichtung (46) mit dem zweiten Freilaufelement (22) wenigstens teilweise reibschlüssig zusammenwirken.
  2. Rücklauf-Bremseinheit (1) für ein drehbares Antriebselement, das über eine Rücklaufsperre mit einem Schneckenrad (10) gekoppelt ist, wobei das Schneckenrad (10) mit einer Bremsschnecke (14) nicht selbsthemmend zusammenwirkt, so daß das Antriebselement in einer ersten Drehrichtung (48) reibungsarm gegenüber dem Schneckenrad (10) drehbar ist und in einer dazu entgegengesetzten Sperrichtung (46) drehfest damit zusammenwirkt und die Bremsschnecke (14) antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücklaufsperre durch eine formschlüssig wirkende Freilaufkupplung mit einem ersten und einem zweiten Freilaufelement gebildet ist, wobei das erste oder zweite Freilaufelement drehfest mit dem Schneckenrad verbunden ist.
  3. Rücklauf-Bremseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem ersten Freilaufelement Sperrelemente gehalten sind, die in Sperrichtung formschlüssig in Sperrflächen des zweiten Freilaufelements eingreifen.
  4. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrelemente durch Klemmrollen (136) gebildet sind.
  5. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrelemente durch Klemmkörper gebildet sind.
  6. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrelemente durch bogenförmige Bremskeile (36) gebildet sind, die jeweils gegen eine in der ersten Drehrichtung (48) radial ansteigende erste Sperrfläche (30) anliegen und an dem ersten Freilaufelement (18) in Umfangsrichtung begrenzt verschieblich gehalten sind.
  7. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Sperrflächen (30) einen gleichmäßig radial ansteigenden Abschnitt und einen stufenartigen Übergang (32) zu einer benachbarten ersten Sperrfläche aufweisen.
  8. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Freilaufelement (22) eine zylindrische zweite Sperrfläche (34) aufweist.
  9. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Bremskeil (36) eine zylindersektorförmige Außenfläche (38) und eine relativ dazu exzentrisch angeordnete, zylindersektorförmige Innenfläche (40) aufweist.
  10. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Außenfläche (38) jedes Bremskeils (36) ein Rastvorsprung (50) und in einer zweiten Sperrfläche (34) des zweiten Freilaufelements (22) eine Anzahl von Rastausnehmungen (52) angeordnet sind, in die die Rastvorsprünge (50) formschlüssig einrastbar sind.
  11. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet; daß die Bremskeile (36) durch ein mit dem zweiten Freilaufelement (22) verbundenes Reibelement (29) mit einer Reibungskraft beaufschlagt sind, die einer Bewegung der Bremskeile (36) relativ zu dem zweiten Freilaufelement (22) entgegenwirkt.
  12. Rücklauf-Bremseinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Reibelement (29) durch ein nachgiebiges, eine Reibungskraft erzeugendes Element gebildet ist, insbesondere durch einen O-Ring (29) oder eine gewellte federnde Scheibe.
  13. Rücklauf-Bremseinheit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Reibelement (29) durch eine Aufnahmehülse (28) an dem zweiten Freilaufelement (22) gehalten ist.
  14. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Freilaufelement (18), das Schneckenrad (10) und die Bremsschnecke (14) in einem gemeinsamen Gehäuse (2) gelagert sind.
  15. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Freilaufelement (18) mit einer abzubremsenden Antriebsspindel insbesondere eines Möbelantriebs verbunden und das Gehäuse (2) ortsfest fixiert ist.
  16. Rücklauf-Bremseinheit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Freilaufelement (18) eine zentrische Aufnahmeöffnung (44) für die Antriebsspindel aufweist, insbesondere mit Innengewinde oder Mehrkantquerschnitt.
  17. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der vorangehenden-Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Freilaufelement (22) formschlüssig mit dem Schneckenrad (10) verbunden ist.
  18. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Freilauf-Element (22) einen Stützring (24) zum Andrücken der Bremskeile (36) gegen das Reibelement (29) aufweist.
  19. Rücklauf-Bremseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Sperrelementen (36) ein Mittel zum Lösen aus einer mit dem zweiten Freilauf-Element (22) zusammenwirkenden Sperrstellung zugeordnet ist.
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