DE20312298U1 - Elektronisches Vorschaltgerät mit beschreibbarem Parameterspeicher und zugeordnete Kommunikationsvorrichtung - Google Patents
Elektronisches Vorschaltgerät mit beschreibbarem Parameterspeicher und zugeordnete KommunikationsvorrichtungInfo
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Description
Elektronisches Vorschaltgerät mit beschreibbarem
Parameterspeicher und zugeordnete Kommunikationsvorrichtung
Die Erfindung betrifft ein elektronisches Vorschaltgerät zum &iacgr;&ogr; Betrieb einer Gasentladungslampe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine zugeordnete Kommunikationsvorrichtung.
Die Verwendung von elektronischen Vorschaltgeräten (EVGs) beim Betrieb von Gasentladungslampen, insbesondere Niederdruckgasentladungslampen, weist den Vorteil auf, dass elektrische Energie eingespart werden kann, zusätzlich erhöht sich gleichzeitig der Lampenwirkungsgrad, insofern ist die Verwendung derartiger elektronischer Vorschaltgeräte weit verbreitet. Diese arbeiten mit einem Hochfrequenzgenerator zur Erzeugung von Strömen im 0 Frequenzbereich über 10 kHz um die genannten Vorteile beim Betrieb einer derartigen Lampe zu erreichen. Das Vorschaltgerät umfasst eine Steuereinrichtung, welche den Hochfrequenzgenerator in einer für die jeweilige Lampe angepassten und optimierten Weise steuert. Demnach ist das Vorschaltgerät auf die Be-5 triebsparameter der verschiedenen Betriebsphasen, wie das Vorheizung, das Zünden und den Normalbetrieb (Lampenbetrieb) einzustellen. Zu diesem Zweck weist ein elektronisches Vorschaltgerät häufig einen Speicher auf, in welchem die jeweiligen Betriebsparameter abgelegt sind.
Auf dem Gebiet sind ferner elektronische Vorschaltgeräte bekannt, die zum Erkennen des an das Vorschaltgerät angeschlossenen Lampentyps eingerichtet sind. Im Betriebsdatenregister sind alle mit dem Vorschaltgerät betreibbaren Lampentypen mit den jeweiligen Betriebsdaten abgelegt, so dass eine Lampe nach der Lampenerkennung mit den für sie optimierten Betriebsparametern
betrieben werden kann. Ein derartiges Vorschaltgerät bzw. ein Verfahren zu dessen Betrieb ist beispielsweise in der europäischen Patentschrift EP 1 125 477 offenbart.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektronisches Vorschaltgerät bereitzustellen, das eine noch größere Flexibilität für den Betrieb mit verschiedenen Lampen zur Verfügung stellt.
Diese Aufgabe wird auf überraschend einfache Weise durch die Erfindung schon mit einem elektronischen Vorschaltgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. einer zugeordnet ausgebildeten externen Kommunikationsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst.
Dabei weist das erfindungsgemäße elektronische Vorschaltgerät eine Anschlusseinrichtung auf, mit welcher eine Versorgungsspannung an das Vorschaltgerät angelegt werden kann und einen eingangsseitig mit der Anschlusseinrichtung verbundenen Wechselrichter zur Erzeugung einer hochfrequenten, von einer Steuereinrichtung angesteuerten Wechselrichter zu Versorgung der Gasentladungslampe. Am Ausgang des Wechselrichters ist eine Drossel angeschlossen, wobei die Lampe zur Begrenzung des Lampenstroms in Reihe zur Drossel anschließbar ist. Um der Steuereinrichtung für die verschiedenen Betriebsphasen die entsprechenden Betriebsparameter bereitzustellen, ist ferner eine Speichereinrichtung vorgesehen, in welcher von der Steuereinrichtung abrufbare Betriebsparameter ablegbar sind. Das erfindungsgemäße elektronische Vorschaltgerät zeichnet sich durch eine digitale Datenschnittstelle aus, die einen Anschluss an eine externe Kommunikationsvorrichtung bereitstellt, wobei zumindest ein Teil der angegebenen Speichereinrichtung als beschreibbarer, nicht flüchtiger Speicher ausgebildet ist. Ferner ist ein Mittel zum Einschreiben der über die Datenschnittstelle zu übertragenden Betriebsparameter in den nicht flüchtigen Speicher vorgesehen. Die erfindungsgemäße Gestaltung des elekt-
ronischen Vorschaltgerates ermöglicht demnach, dass vor dem eigentlichen Betrieb der Lampe anwenderspezifische Betriebsparameter, beispielsweise zum Betrieb spezieller Lampentypen oder gar eigenen Lampengestaltungen in den Betriebsdatenspeicher des elektronischen Vorschaltgerates eingeschrieben werden können. Demnach ist das erfindungsgemäße EVGs so ausgestaltet, dass es vor dessen Betrieb programmiert werden kann. Hierdurch kann das erfindungsgemäße Vorschaltgerät vor dem Betrieb mit der jeweiligen Lampe auf den angeschlossenen oder anzuschließenden Lampentyp speziell eingestellt werden, so dass jede Lampe mit ihren eigenen, optimierten Betriebsparametern betrieben werden kann, solange diese Betriebsparameter vom elektronischen Vorschaltgerät umgesetzt werden können. Dies erlaubt eine bislang nicht erreichte Flexibilität an den jeweiligen Bedarf des Nutzers, so dass beispielsweise mit einem einzigen erfindungsgemäßen Vorschaltgerät eine sehr große Anzahl von Lampentypen eingestellt werden kann. Gegenüber den Vorschaltgeräten, welche die Betriebsdaten einer Reihe von Lampentypen vorab gespeichert haben, weist das erfindungsgemäße Vorschaltgerät auch den Vorteil auf, dass die Speichereinrichtung zur Speicherung der Betriebsdaten aller Lampen nicht groß sein muss, da vom Anwender angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse die relevanten Betriebsparameter in den beschreibbaren Speicher eingeschrieben werden können. In vielen Fällen ist es damit auch möglich, die 5 Betriebsdaten nur von einem einzigen Lampentyp abzulegen, nämlich genau von dem Lampentyp der gerade mit dem erfindungsgemäßen Vorschaltgerät betrieben werden soll. Insofern kann in vielen Fällen auch die sonst übliche Lampenerkennungsschaltung entfallen, ohne dass die beschriebene Flexibilität verloren geht.
Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, ein elektronisches Vorschaltgerät mit einer hohen Adaptierbarkeit an die jeweiligen Bedürfnisse bereitzustellen, indem dem Nutzer die Möglichkeit 5 gegeben wird, die für den Betrieb der jeweiligen Lampe benötigten Betriebsdaten in den digitalen Betriebsdatenspeicher des
EVGs einzuschreiben. Ein derartiger Speicher kann beispielsweise ein PROM, ein EPROM, oder ein EEPROM oder auch einem Flash-Speicher umfassen. Während das EEPROM Schreibspannung von 20 V benötigt und zeilenweise löschbar und beschreibbar ist, kann ein Flash-Speicher blockweise gelöscht bzw. beschrieben werden wobei die ganze Ansteuerelektronik einschließlich der Schreibspannung von 12 V oder 5 V schon vom Speicherstein selbst zur Verfügung gestellt wird. Als mögliche Datenschnittstelle sind prinzipiell alle digitale Schnittstellen möglich, mit welchen
&iacgr;&ogr; Daten zum elektronischen Vorschaltgerät übermittelbar sind, beispielsweise eine serielle, parallele oder auch eine Luftschnittstelle wie eine Infrarotschnittstelle oder eine BlueTooth-Schnittstelle. Während ein PROM vom Anwender nur einmal mit den notwendigen Betriebsdaten der Lampe beschrieben werden, weisen die löschbaren Speicher zusätzlich den Vorteil auf, dass ein damit ausgestattetes erfindungsgemäßes Vorschaltgerät auch im eingebauten Zustand leicht auf neue Bedürfnisse angepasst werden kann, indem alte Betriebsdaten durch neue ausgetauscht werden können, ohne dass Hardware ausgetauscht werden muss.
Um den Hardware-Aufwand gering zu halten, kann vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung des Vorschaltgerätes, welche beispielsweise den Wechselrichter ansteuert auch über einen Datenpfad mit der Datenschnittstelle verbunden ist und damit die 5 empfangenen Daten weiterverarbeiten und/oder in dem beschreibbaren, nicht flüchtigen Speicher ablegen kann. Auf diese Weise wird eine weitere Steuereinrichtung zur Steuerung des Einschreibvorganges eingespart.
0 Vorteilhaft kann das erfindungsgemäße elektronische Vorschaltgerät auch eine Lampenerfassungsschaltung wie sie beispielsweise in dem oben genannten europäischen Patent offenbart ist, aufweisen. Damit können dem erfassten Lampentyp zugeordnete Informationen über die Datenschnittstelle zur externen Kommunika-5 tionsvorrichtung übermittelt werden, in welcher nachfolgend eine diesbezügliche Informationsverarbeitung stattfindet.
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In dem beschreibbaren, nicht flüchtigen Speicher sind prinzipiell beliebige Betriebsparameter ablegbar, die von der Steuereinrichtung zum Betrieb der jeweiligen an das erfindungsgemäße elektronische Vorschaltgerät angeschlossenen Lampe benötigt werden. Diese Betriebsparameter können natürlich auch verschiedenen Phasen des Betriebes, wie dem Vorheizbetrieb, dem Zündbetrieb und/oder dem Lampenbetrieb umfassen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn in einem Speicher des elektronischen Vorschaltgerätes Information abgelegt ist, welche das Vorschaltgerät betreffen, beispielsweise dieses identifiziert oder Betriebsgrenzen angeben, wobei diese Information über die Datenschnittstelle übertragbar ist. Auf diese Weise kann elektronisch verarbeitbare Information über das Vorschaltgerät weitergegeben werden und insbesondere von einer angeschlossenen externen Kommunikationsvorrichtung empfangen und weiterverarbeitet werden.
0 Die Aufgabe der Erfindung wird ferner durch eine externe Kommunikationsvorrichtung gelöst, die über die angegebene Schnittstelle an das erfindungsgemäße elektronische Vorschaltgerät für die Zeit der Programmierung des nichtflüchtigen Speichers im EVG und vor dem eigentlichen Betrieb der Lampe anschließbar ist. Zu diesem Zweck weist die externe Kommunikationsvorrichtung eine entsprechend der Datenschnittstelle des Vorschaltgerätes ausgebildete digitale Datenschnittstelle zum Anschluss an das elektronische Vorschaltgerät auf. Ferner ist eine Prozessoreinrichtung zur Steuerung der Vorrichtung und eine Eingabeeinrichtung zum Festlegen von über die Datenschnittstelle zum Vorschaltgerät zu sendende und in den beschreibbaren, nicht flüchtigen Speicher des Vorschaltgerätes abzulegende Betriebsparametern umfasst.
5 Mit der erfindungsgemäßen externen Kommunikationsvorrichtung wird ermöglicht, die vom elektronischen Vorschaltgerät benötig-
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ten Betriebsparameter festzulegen. Die Kommunikationsvorrichtung dient ferner dazu, vor dem eigentlichen Betrieb des EVGs mit einer Lampe, das EVG durch das Übertragen der Lampenspezifischen Betriebsparameter und dessen Einschreiben in den nichtflüchtigen Speicher zu programmieren und an die jeweilige Lampe anzupassen. Danach werden das EVG und die externe Kommunikationsvorrichtung wieder getrennt.
Dabei kann vorgesehen sein, dass in der Vorrichtung die Betriebsparameter mittels der Eingabeeinrichtung direkt auswählbar sind oder indirekt durch die Auswahl eines Lampentyps, wobei die dem ausgewählten Lampentyp zugeordneten Betriebsparameter identifizierbar sind und über die Datenschnittstelle zum elektronischen Vorschaltgerät übermittelbar sind. Zur Erleichterung der Festlegung der zum Vorschaltgerät zu übermittelnden Betriebsparameter kann die externe Kommunikationsvorrichtung Programmmittel umfassen, über welche dieser Festlegungsprozess, insbesondere im Ansprechen auf Eingaben mittels der Eingabeeinrichtung, gesteuert wird. Insbesondere kann das Programmmittel 0 den Anwender menügesteuert zur Auswahl der optimalen Betriebsparameter für die jeweilige Lampe führen.
Es kann zweckmäßig sein, dass die externe Kommunikationsvorrichtung eine Speichereinrichtung umfasst, in welcher Betriebs-5 parametern für unterschiedliche Lampentypen abgelegt sind. Wird beispielsweise ein bestimmter Lampentyp ausgewählt, können die zugehörigen Betriebsparameter aus der Speichereinrichtung ausgelesen und von der Kommunikationsvorrichtung an das elektronische Vorschaltgerät übermittelt und dort im nichtflüchtigen 0 Speicher abgelegt werden.
Vorteilhaft kann die externe Kommunikationsvorrichtung ein Mittel, insbesondere ein Programmmittel, zum automatischen Auswählen zumindest eines Lampentyps aus einer vorgegebenen Anzahl 5 von Lampentypen und ein Mittel zur Ermittlung der dem ausgewählten Lampentyp zugehörigen, über die Datenschnittstelle zum
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Vorschaltgerät zu übermittelnden Betriebsparameter aufweisen.
Zweckmäßig kann die externe Kommunikationsvorrichtung auch ein Mittel umfassen zur Überprüfung im Ansprechen auf über die Datenschnittstelle von dem Vorschaltgerät übertragenen Information betreffend das Vorschaltgerät und/oder betreffend eine an das Vorschaltgerät angeschlossene Lampe, ob ausgewählte Betriebsparameter mit den vom Vorschaltgerät empfangenen Informationen vereinbar sind. Damit kann erreicht werden, dass der Anwender keine Betriebsdaten in das Vorschaltgerät einschreiben kann, welche mit dem elektronischen Vorschaltgerät nicht ausführbar sind.
Um dem Nutzer der erfindungsgemäßen externen Kommunikationsvorrichtung eine einfache Bedienung zu ermöglichen, kann vorgesehen sein, dass ein Mittel, insbesondere ein Programmmittel zum Auswählen von Lampentypen und/oder von Betriebsparametern im Ansprechen auf die Datenschnittstelle übertragenen Information betreffend das Vorschaltgerät und/oder betreffend eine an das 0 Vorschaltgerät angeschlossene Lampe vorgesehen ist. Auf diese Weise kann dem Anwender Arbeit insoweit abgenommen werden, als dass automatisch nur die in der jeweiligen Situation sinnvollen Betriebsparameter bzw. Lampentypen auf einer Anzeigeeinrichtung angezeigt werden, aus welcher der Anwender dann die von ihm Gewünschte auswählen kann.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beiliegende Figur beschrieben, welche eine Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten elektronischen Vorschaltgerätes 0 zeigt, das an eine erfindungsgemäße externe Kommunikationsvorrichtung angeschlossen ist.
In Fig. 1 dargestellt ist ein erfindungsgemäß ausgebildeten elektronisches Vorschaltgerätes 100, das an eine externe Kommunikationsvorrichtung 200 angeschlossen ist. Das Vorschaltgerät weist in dieser Ausführung einen Netzanschluss 110 auf, dem ein
Gleichrichter 111 nachgeschaltet ist. Über einen Sinusregler 112 wird der Gleichstrom auf einen Speicherkondensator 113 gegeben. Die Gleichspannung wird vorliegend von einer Halbbrücke zerhackt, dessen Schalter als MOSFET-Transistoren 114, 115 ausgebildet sind. Am Ausgang des Wechselrichters ist eine Drosselspule 116 angeordnet, welcher die Lampe 117 in Reihe geschaltet ist. Die Halbierungskondensatoren 119, 120 komplettieren den Wechselrichter zum Betrieb der Lampe. Ein Zündkondensator 118 ist an den Wendeln 117a, 177b der Lampe 117 angeschlossen. Eine Erfassungseinrichtung 124 zur Erfassung des Stromes und/oder der Spannung der Lampe 117 führt den erfassten Werten zugeordnete digitalisierte Daten der Steuereinrichtung zu, die als zentrales Bauelement einen Prozessor 121 umfasst. Dieser 121 steuert einen Taktgenerator 125 an, welcher die Schalttransistoren 114, 115 der Halbbrücke treibt. Der Prozessor besitzt Zugriff auf eine Speichereinrichtung 122, die als nicht flüchtige Komponenten ein ROM 122a sowie einen schreib- und löschbaren Flash-Speicher 122b aufweist. Ferner ist eine serielle Schnittstelle 123 umfasst, über welche Daten mit externen Vor-0 richtungen ausgetauscht werden können. Dabei dient der Prozessor 121 als Verarbeitungseinrichtung, welche die von außen zugeführten Daten aufnimmt und beispielsweise im Flash-Speicher 122b ablegt. Dieser Flash-Speicher ist mit einer nicht im einzelnen dargestellten Steuerleitung verbunden, mit welcher der Prozessor dem Speicher 122b mitteilen kann, dass neue Daten eingeschrieben werden sollen. Wie dem Fachmann bekannt, weist der Flash-Speicher die notwendigen Mittel zum Einschreiben der vom Prozessor 121 an diesen übertragenen Daten auf, wobei diese Mittel mittels der erwähnten Steuerleitung vom Prozessor akti-0 vierbar sind. In diesem Fall nimmt der Flash-Speicher die Daten auf und führt die übliche Flash-Steuerung durch, bei welcher die entsprechenden Zellen im Speicherzellenfeld mit einem kurzen Spannungsimpuls von hier 5 V mit einer typischen Dauer von 100 &mgr;3 angesteuert werden. Dieser Schreibvorgang ist genauso wie der Löschvorgang auf dem Gebiet wohl bekannt, weshalb im folgenden darauf nicht weiter eingegangen werden muss.
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Im Folgenden soll kurz die Betriebsweise des in Fig. 1 dargestellten elektronischen Vorschaltgerätes im Hinblick auf die Lampenansteuerung beschrieben werden. Dabei sei angenommen, dass für die eingesetzte Lampe die entsprechenden Betriebsparameter im ROM 122a oder im Flash-Speicher 122b abgelegt sind. Mit dem Starten des elektronischen Vorschaltgerätes beginnt zuerst eine Vorheizzeit, bei welcher über einen vorgegebenen Zeitpunkt mit einem vorgegebenen Strom die Wendeln 117 a, 117 b
&iacgr;&ogr; der Lampe 117 durch einen Stromfluss durch die Wendeln vorgeheizt werden. Vorliegend liest der Prozessor 121 für die Vorheizphase den Flash-Speicher 122b aus, in welchem für den verwendeten Lampentyp eine Vorheizzeit von 1 s bei einem Strom von 1 A abgelegt ist. Der Prozessor steuert nun den Taktgenerator 125 so an, dass die beiden vorgegebenen Werte eingehalten werden. Die Taktfrequenz ist dabei so hoch gewählt, dass der Heizstrom über den Zündtransistor 118 fließen kann. Dabei wird über die Erfassungseinrichtung 124 der Strom gemessen und durch den Prozessor auf den Sollstrom, hier 1 A geregelt. Nach einer Se-0 künde ist die Vorheizzeit beendet und die Zündphase kann beginnen .
Die für die Zündphase relevanten Parameter sind vorliegend die Ausgangsspannung, mit welcher die Zündversuche gestartet werden, ein oberer Schwellwert, bei welchem die Zündphase unterbrochen wird, wenn die Lampe vor Erreichen dieses Schwellwertes nicht gezündet hat sowie die Spannungshübe, um welche die angelegte Zündspannung jeweils erhöht wird. Diese Parameter werden wieder aus dem Flash-Speicher 122b ausgelesen und danach die Transistoren 114, 115 gesteuert. Ausgehend von der Basisspannung, hier 300 V, wird für den Zeitraum von 100 ms die Zündspannung angelegt und über die Erfassungseinrichtung 124 überprüft, ob ein Lampenstrom fließt, d. h. die Lampe gezündet hat. Ist dies nach dem angegebenen Zeitraum nicht der Fall, wird die 5 Spannung um einen Hub von 70 V erhöht und wieder für den angegebenen Zeitraum von 100 ms an die Lampe angelegt. Erkennt die
Steuereinrichtung auch nach Erreichen der Schwellenspannung, hier 800 V noch kein Zünden der Lampe, wird eine Fehlermeldung, durch die Ansteuerung einer LED ausgelöst.
Ist jedoch die Lampe gezündet, wird diese für den Lampenbetrieb angesteuert, vorliegend für eine Leistung von 40 W bei einem Betriebsstrom von 300 mA. Auch diese Parameter wurden vor deren Einstellung und Regelung von dem Prozessor 121 aus dem Flash-Speicher 122b ausgelesen.
Die beschriebene Arbeitsweise betreffend die Ansteuerung der Lampe 117 ist identisch mit der eines herkömmlichen elektronischen Vorschaltgerätes, bei welchem die Betriebsdaten in einem Betriebsdatenspeicher abgelegt sind.
Wie schon erläutert, weist das in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße elektronische Vorschaltgerät eine serielle Schnittstelle 123 auf, über die Daten mit einer externen Kommunikationseinrichtung 200 ausgetauscht werden können, siehe Fig. 1.
Diese Kommunikationsvorrichtung 200 weist eine Anzeigeeinrichtung 214 in Form eines Bildschirms und eine Eingabeeinrichtung 212 in Form einer Tastatur auf. Ein zentraler Prozessor 211 besitzt Zugriff auf einen Speicher 213. Die über die Datenschnittstelle 210 empfangenen Daten werden von dem Prozessor 211 verarbeitet bzw. dieser kann ausgewählte Daten über die serielle Schnittstelle 210 zum Vorschaltgerät versenden. Vorliegend sind die beiden seriellen Datenschnittstellen als USB-Schnittstelle ausgebildet, insofern erkennen die nicht dargestellten Bus-Controller den Anschluss des jeweils anderen Gerätes. Im ROM 122a des elektronischen Vorschaltgerätes ist eine eindeutige Kennzeichnung betreffend das Vorschaltgerät abgelegt, die vom Prozessor 121 ausgelesen wird und über die seriellen Schnittstellen 123, 210 zur Kommunikationseinrichtung 200 übermittelt. Deren Prozessor 211 nimmt die Kennzeichnung auf und erkennt, welches elektronisches Vorschaltgerät angeschlossen ist. Im Speicher 213 ist eine Datenbank abgelegt mit
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möglichen Lampentypen und deren zugehörigen Betriebsparametern. Im gleichen Speicher 213 ist in einer zweiten Datenbank eine Zuordnung von verschiedenen elektronischen Vorschaltgeräten und deren möglichen Betriebsdaten abgelegt, so dass mit dieser Information erfasst ist, welche Betriebsparameter das angeschlossene elektronische Vorschaltgerät unterstützen kann. Im Ansprechen auf diese Information wählt der Prozessor 211 aus der Lampentyp-zu-Betriebsparameter-Datenbank diejenigen aus, welche von dem angeschlossenen elektronischen Vorschaltgerät (EVG) unterstützt werden. Diese werden dann auf dem Bildschirm 214 angezeigt. Der Anwender kann nun über die Tastatur 212 den entsprechenden Lampentyp auswählen und die Übertragung der zugeordneten Betriebsparametern an das EVG starten. Die übermittelten Daten werden vom Prozessor 121 erfasst, zum Flash-Speicher 122b übermittelt und gleichzeitig die Schreibsteuerung des Flash-Speichers ausgelöst. Daraufhin werden die übermittelten Daten nach herkömmlicher Art im Flash-Speicher 122b eingeschrieben und stehen für den nachfolgenden Betrieb des EVGs mit der ausgewählten Lampe zur Verfügung.
Nach der Programmierung des EVGs 100 wird die Verbindung mit der externen Kommunikationsvorrichtung 200 wieder gelöst und das EVG kann mit der angeschlossenen Lampe mit den programmierten Betriebsparametern betrieben werden.
In einem weiteren, programmgestützten Modus ist es möglich, dass vom Anwender an der externen Kommunikationsvorrichtung direkt die einzelnen Betriebsparameter auswählbar sind und dann an das EVG übermittelt und in den Flash-Speicher eingeschrieben 0 werden.
In einem automatischen Modus wird die Eigenschaft des in Fig. 1 dargestellten EVG genutzt, den an das EVG angeschlossenen Lampentyp gemäß des oben stehend angegebenen europäischen Patentes zu erfassen. Diese Information wird von der Steuereinrichtung 121 über die Schnittstellen 123 und 210 zur Kommunikationsvor-
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richtung übertragen und von dessen Prozessor aufgenommen. Dieser liest die dem Lampentyp zugeordnete Betriebsparameter aus seinem Speicher aus und übermittelt diese an das EVG, in welchem die Daten wie beschrieben in den Flash-Speicher 122b eingeschrieben werden.
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Elektronisches Vorschaltgerät mit beschreibbarem Parameterspeicher und zugeordnete Kommunikationsvorrichtung
Bezugszeichenliste
100 Vorschaltgerät
110 Netzanschlüsse
111 Gleichrichter 112 Sinusregler
113 Speicherkondensator
114 Transistor
115 Transistor
116 Drossel
0 117 Lampe
0 117 Lampe
117a,
117b Wendel
118 Zündkondensator
119 Halbierungskondensator 120 Halbierungskondensator
121 Prozessor
122 Speichereinrichtung 122a ROM
122b Flash-Speicher 123 serielle Schnittstelle
124 Erfassungseinrichtung
125 Taktgenerator
200 Kommunikationseinrichtung 210 serielle Schnittstelle 211 Prozessor
212 Eingabeeinrichtung
213 Speicher
214 Anzeigeeinrichtung
Claims (9)
1. Elektronisches Vorschaltgerät zum Betrieb einer Gasentladungslampe umfassend: gekennzeichnet, durch eine digitale Datenschnittstelle (123), die einen Anschluss an eine externe Kommunikationsvorrichtung (200) bereitstellt, wobei zumindest ein Teil der Speichereinrichtung als beschreibbarer, nichtflüchtiger Speicher (122b) ausgebildet ist, sowie ein Mittel zum Einschreiben der über die Datenschnittstelle zu übertragenden Betriebsparameter in den nichtflüchtigen Speicher, so dass das Vorschaltgerät vor dem Betrieb programmierbar ist.
- eine Anschlusseinrichtung zum Anlegen einer Versorgungsspannung an das Vorschaltgerät;
- ein eingangsseitig mit der Anschlusseinrichtung verbundener Wechselrichter zur Erzeugung einer hochfrequenten Wechselspannung zur Versorgung der Gasentladungslampe, der von
- einer Steuereinrichtung angesteuert ist;
- eine Drossel, welche an den Ausgang des Wechselrichters angeschlossen ist, wobei die Lampe in Reihe zur Drossel anschließbar ist, und
- eine Speichereinrichtung, in welcher Von der Steuereinrichtung abrufbare Betriebsparameter ablegbar sind,
2. Elektronisches Vorschaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenschnittstelle (123) mit der Steuereinrichtung (121) zur Ansteuerung des Wechselrichters verbunden ist.
3. Elektronisches Vorschaltgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (121) zur Erfassung des an das Vorschaltgerät angeschlossenen Lampentyps ausgebildet ist, wobei dem erfassten Lampentyp zugeordnete Information über die Datenschnittstelle zur externen Kommunikationsvorrichtung übermittelbar ist.
4. Elektronisches Vorschaltgerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den beschreibbaren, nichtflüchtigen Speicher (122b) Betriebsparameter betreffend den Vorheizbetrieb, den Zündbetrieb und/oder den Lampenbetrieb abgelegt sind.
5. Elektronisches Vorschaltgerät nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Speicher (122a) Information, das Vorschaltgerät betreffend abgelegt ist, die über die Datenschnittstelle (123) übertragbar ist.
6. Externe Kommunikationsvorrichtung (200) für ein elektronisches Vorschaltgerät (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Programmieren desselben vor dessen Betrieb mit
- einer digitalen Datenschnittstelle (210) zum Anschluss an ein elektronisches Vorschaltgerät (100),
- eine Prozessoreinrichtung (211) zur Steuerung der Vorrichtung,
- Mittel, insbesondere eine Eingabeeinrichtung (212), zum Festlegen von über die Datenschnittstelle (210) zum Vorschaltgerät zu sendenden und in den beschreibbaren, nichtflüchtigen Speicher abzulegenden Betriebsparametern.
7. Externe Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein Mittel zum Auswählen zumindest eines Lampentyps aus einer vorgegebenen Anzahl von Lampentypen und ein Mittel zur Ermittlung der dem ausgewählten Lampentyp zugehörigen, über die Datenschnittstelle zum Vorschaltgerät zu übermittelnden Betriebsparameter.
8. Externe Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet durch ein Mittel zum Überprüfen im Ansprechen auf über die Datenschnittstelle von dem Vorschaltgerät übertragenen Information betreffend das Vorschaltgerät und/oder betreffend eine an das Vorschaltgerät angeschlossene Lampe, ob ausgewählten Betriebsparameter mit den übertragenen Informationen vereinbar sind.
9. Externe Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 6, 7 oder 8, gekennzeichnet durch ein Mittel zum Auswählen von Lampentypen und/oder von Betriebsparametern im Ansprechen auf über die Datenschnittstelle übertragenen Information betreffend das Vorschaltgerät und/oder betreffend eine an das Vorschaltgerät angeschlossene Lampe und ein Mittel zum Anzeigen der ausgewählten Lampentypen und/oder Betriebsparametern auf einer Anzeigeeinrichtung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20312298U DE20312298U1 (de) | 2003-08-05 | 2003-08-05 | Elektronisches Vorschaltgerät mit beschreibbarem Parameterspeicher und zugeordnete Kommunikationsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20312298U DE20312298U1 (de) | 2003-08-05 | 2003-08-05 | Elektronisches Vorschaltgerät mit beschreibbarem Parameterspeicher und zugeordnete Kommunikationsvorrichtung |
Publications (1)
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2003
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