-
Die Erfindung betrifft ein Überwachungssystem
für den
Betrieb wenigstens einer Energieführungskette, die mehrere miteinander
gelenkig verbundene Kettenglieder umfasst und zwischen zwei relativ
zueinander beweglichen Anschlussstellen Schläuche, Kabel oder dergleichen
führt.
Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Energieführungskette und
ein Kettenglied einer Energieführungskette,
wobei die Energieführungskette
und das Kettenglied vorzugsweise für das Überwachungssystem verwendet
werden können.
-
Wird eine Anschlussstelle der Energieführungskette
bewegt, bewegt sich auch die der Anschlussstelle folgende Energieführungskette
oder zumindest ein Teil der Energieführungskette. Die Bewegung der
Kette verursacht aufgrund Reibung und Trägheit immer eine der Bewegung
entgegengesetzte Kraft. Insbesondere bei langen und schweren Energieführungsketten
wie zum Beispiel für
Lastkräne können diese
Reibkräfte
und Trägheitskräfte erhebliche
Ausmaße
annehmen.
-
Durch ein Überwachungssystem kann die auf
die Kette wirkende Kraft gemessen werden. Übersteigt dabei der Messwert
einen vorbestimmten Grenzwert, wird üblicherweise die Bewegung der
beweglichen Anschlussstelle gestoppt, sodass ein weiterer Anstieg
der Kraft und damit eine mögliche
Beschädigung
der Energiefüh rungskette
vermieden wird. Dabei wird in der Regel an der beweglichen Anschlussstelle
die Kraft in Längsrichtung
der Energieführungskette
gemessen. Diese resultierende Kraft am Ende der Energieführungskette
entspricht der Summe der auf die einzelnen Kettenglieder wirkenden
Einzelkräfte.
Erzeugt daher ein Kettenglied aufgrund Beschädigung oder verstärkten Verschleißes eine
erhöhte
Reibung, wirkt sich dies auch auf die gemessene Kraft am Ende der
Energieführungskette aus.
Somit kann anhand der gemessenen Kraft am Ende der Energieführungskette
sicher festgestellt werden, ob an einem beliebigen Kettenglied eine
erhöhte
Reibung durch Beschädigung
oder Verschleiß vorliegt.
Jedoch ist daraus nicht ableitbar, welches Kettenglied für die erhöhte Kraft
am Kettenende verantwortlich ist.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, ein Überwachungssystem
für eine
Energieführungskette
bereitzustellen, die nicht nur einen ordnungsgemäßen Betrieb der Energieführungskette
sicherstellt, sondern auch eine schnelle Identifizierung der Stelle
der Energieführungskette
ermöglicht,
an welcher eine Beschädigung
oder ein erhöhter
Verschleiß aufgetreten
ist.
-
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch ein Überwachungssystem
für den
Betrieb wenigstens einer Energieführungskette mit der Merkmalskombination
des Anspruchs 1 gelöst.
Das Überwachungssystem
umfasst dabei eine erste Messeinrichtung, die eine auf ein Kettenglied
wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an diesem
Kettenglied misst, und wenigstens eine zweite Messeinrichtung, die
eine auf ein anderes Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere
physikalische Größe an diesem
anderen Kettenglied misst. Des Weiteren umfasst das erfindungsgemäße Überwachungssystem eine
Auswerteeinheit, die wenigstens einen Messwert einer Messeinrichtung
mit einem jeweiligen Sollwert vergleicht und wenigstens ein Signal
erzeugt, wenn der Messwert außerhalb
eines Toleranzbereiches des jeweiligen Sollwerts liegt.
-
Beispielsweise kann die erste Messeinrichtung
die auf ein Kettenendglied wirkende Kraft messen, während weitere
Messeinrichtungen die Kräfte an
unterschiedlichen Kettengliedern der Energieführungskette, beispielsweise
im mittigen Bereich, messen. Aufgrund der Messwerte von den einzelnen
Kettengliedern und durch Vergleich der einzelnen Messwerte untereinander
kann festgestellt werden, in welchem Teilbereich der Kette sich
ein Kettenglied befindet, das durch die Bewegung der Energieführungskette
eine besonders hohe Reibung verursacht. Dadurch lässt sich
ein möglicherweise
beschädigtes Kettenglied
schneller finden, da man aufgrund der Analyse der einzelnen Messwerte
den Ort der Beschädigung
schneller eingrenzen kann.
-
Vorzugsweise liefert jede Messeinrichtung einen
Messwert, der mit dem jeweiligen Sollwert verglichen wird. Das Überwachungssystem
kann dabei so konfiguriert werden, dass ein Signal erzeugt wird, wenn
lediglich ein Messwert außerhalb
seines Toleranzbereiches des entsprechenden Sollwertes liegt, während die
Messwerte der anderen Messeinrichtungen innerhalb der entsprechenden
Toleranzbereiche liegen.
-
Das erzeugte Signal kann zu einer
Einrichtung übertragen
werden, die aufgrund des ursprünglichen
oder gegebenenfalls verarbeiteten Signals den Betriebszustand der
Energieführungskette ändert. Somit
führt eine
zu hohe Kraft oder auch eine zu niedrige Kraft automatisch zu einer Änderung
des Betriebszustandes der Energieführungskette. Beispielsweise
kann der Betriebszustand der Energieführungskette durch die Verlangsamung
der Bewegung einer Anschlussstelle geändert werden. Auch kann das
zu der Einrichtung übertragene
Signal zu einem Nothalt führen,
bei dem die Bewegung der Anschlussstelle beziehungsweise die Relativbewegung der
Anschlussstellen gestoppt wird.
-
Der jeweilige Sollwert und/oder jeweilige
Toleranzbereich hängt
vorzugsweise von der Position wenigstens einer beweglichen Anschlussstelle
ab. Durch die Position der beweglichen Anschluss stelle ist bei ordnungsgemäßem Betrieb
die Lage der mit der Anschlussstelle verbundenen Energieführungskette
und damit die Lage jedes Kettengliedes eindeutig festgelegt. In
Abhängigkeit
der Lage eines Kettengliedes kann dem entsprechenden Kettenglied
ein Sollwert für
die Kraft zugeordnet werden, die aufgrund der durch die Bewegung
der Energieführungskette
verursachte Reibung beispielsweise bei einem Probelauf in Längsrichtung
der Kette an dem Kettenglied angreift. Die Reibung ist dabei eine
Funktion der Lage der beweglichen Anschlussstelle, da je nach Lage
der Energieführungskette
sich die die Reibung beeinflussenden Parameter ändern können (z. B. Beschaffenheit
und Länge
der Auflagefläche, über die die
Energieführungskette
gleitet). Dies bedeutet, dass bei ordnungsgemäßem Betrieb der Energieführungskette
je nach Lage oder Position der beweglichen Anschlussstelle für einzelne
Teilbereiche der Energieführungskette
mit unterschiedlichen Reibkräften
zu rechnen ist.
-
Wenn in einem Ausführungsbeispiel
der vorbestimmte Sollwert und/oder der vorbestimmte Toleranzwert
von der Position der beweglichen Anschlussstelle abhängt, wird
der Auswerteeinheit neben den gemessenen Kraftwerten ein Wert zugeführt, durch
den die Position der beweglichen Anschlussstelle bestimmt beziehungsweise
berechnet werden kann. In einem einfachen Fall wird der zurückgelegte
Weg der Anschlussstelle von einem Bezugspunkt gemessen. Es ist aber
auch möglich,
die Position durch andere Größen wie
Zeit, Geschwindigkeit oder Beschleunigung zu ermitteln.
-
Auch die absolute oder relative Breite und/oder
die auf den Sollwert bezogene Lage des vorbestimmten Toleranzbereiches
kann von der Position der Anschlussstelle abhängen. Dadurch ist beispielsweise
die Möglichkeit
gegeben, bei vergleichsweise hohen Sollwerten einen entsprechend
breiten Toleranzbereich vorzugeben.
-
Der jeweilige Sollwert und/oder der
jeweilige Toleranzbereich kann von der Bewegungsrichtung wenigstens
einer beweglichen Anschlussstelle abhängen. Durch die Abhängigkeit
des Sollwertes von der Bewegungsrichtung wird sichergestellt, dass
sich der Sollwert auch an der Wirkrichtung der der Bewegungsrichtung
der Energieführungskette
entgegenwirkenden Reib- beziehungsweise Trägheitskräften orientiert. Hierbei ist
es notwendig, dass die Bewegungsrichtung der Anschlussstelle ermittelt
wird und eine entsprechende Information der Auswerteeinheit zugeführt wird.
In diesem Fall umfasst das Überwachungssystem
ein Mittel zur Erfassung der Bewegungsrichtung der beweglichen Anschlussstelle.
-
Der jeweilige Sollwert und/oder der
jeweilige Toleranzbereich kann nicht nur von der augenblicklichen
Bewegungsrichtung der Anschlussstelle abhängen, sondern auch von der
Bewegungsrichtung, in die sich die Anschlussstelle zuvor bewegt
hat. Bewegt sich beispielsweise die Anschlussstelle in eine Richtung,
wird dann gestoppt, und schließlich
weiter in die gleiche Richtung bewegt, werden sich ohne jegliche
Zeitverzögerung
die einzelnen Kettenglieder der Energieführungskette ebenfalls in Bewegung
setzen, weil die einzelnen Kettenglieder in der entsprechenden Bewegungsrichtung
ohne Spiel in Längsrichtung
der Energieführungskette
aneinander anliegen. Wechselt hingegen nach einem Stopp der beweglichen
Anschlussstelle die Bewegungsrichtung, tritt eine Bewegung der einzelnen
Kettenglieder aufgrund des gegebenen Spiels zwischen den einzelnen Kettengliedern
mit zeitlicher Verzögerung
ein. Dies bedeutet aber auch, dass auch die an den einzelnen Kettengliedern
gemessenen Kräfte
erst mit zeitlicher Verzögerung
gemessen werden. Diese zeitliche Verzögerungen können ebenfalls bei der Festlegung
der Sollwerte und/oder Toleranzbereiche berücksichtigt werden.
-
Vorzugsweise weist die Auswerteeinheit
einen Speicher auf, der die erfassten Messwerte speichert. Somit
besteht die Möglichkeit,
anhand gespeicherter Messwerte einen allmählichen Verschleiß der Energieführungskette
zu erkennen. Bei spielsweise können
bei der Inbetriebnahme der Energieführungskette die gemessenen
Werte als Grundlage für
die Festlegung der Sollwerte und/oder der Toleranzbereiche verwendet
werden. Dabei werden in einem Probelauf die Messwerte erfasst und
gespeichert. Diese dienen dann für
den Normalbetrieb als Sollwerte.
-
Es ist auch möglich, dass nicht nur bei der
Inbetriebnahme, sondern auch in gewissen Prüfabständen die dann derzeitigen Messwerte
als Grundlage für
neu einzustellende Sollwerte und/oder Toleranzbereiche verwendet
werden. So kann eine zu sensible Abschaltung vermieden werden, wenn
aufgrund moderaten Verschleißes
der Energieführungskette
die Reibkräfte
zwar ansteigen, jedoch noch in einem tolerierbaren Bereich liegen.
-
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird
der Messwert der ersten Messeinrichtung als Grundlage für die Festlegung
des Sollwerts und/oder des Toleranzbereiches des Messwerts der zweiten Messeinrichtung
verwendet. Misst beispielsweise eine Messeinrichtung die Kraft,
die an einem Kettenglied in der Mitte der Energieführungskette
angreift, und eine Messeinrichtung die Kraft, die an der beweglichen
Anschlussstelle auf das entsprechende Kettenendglied wirkt, so könnte die
Hälfte
des Messwerts am Kettenendglied als Sollwert für den Messwert des in der Mitte
befindlichen Kettengliedes dienen.
-
Für
das Überwachungssystem
kann vorzugsweise eine Energieführungskette
mit mehreren miteinander gelenkig verbundenen Kettengliedern zur
Führung
von Schläuchen,
Kabeln oder dergleichen zwischen zwei relativ zueinander beweglichen Anschlussenden
verwendet werden, bei der wenigstens zwei Kettenglieder jeweils
eine Messeinrichtung zur Erfassung der Kräfte in Längsrichtung der Kette umfassen.
Beispielsweise kann sich ein Kettenglied mit einer Messeinrichtung
an der beweglichen Anschlussstelle und ein Kettenglied mit einer anderen Messeinrichtung
in der Mitte der Energieführungskette
befinden. Bei dieser Anordnung kann zum einen die auf die gesamte
Energieführungskette
wirkende Kraft und zum anderen die Kraft erfasst werden, die auf
das entsprechende Kettenglied in der Mitte der Energieführungskette
wirkt. Diese gemessenen Kraftwerte ermöglichen eine differenzierte
Aussage über
die beiden Teilbereiche der Kette.
-
Vorteilhafterweise umfasst bei der
erfindungsgemäßen Energieführungskette
eine Messeinrichtung ein Dehnungsmessstreifen. Dieser kann in einem
Bauteil des Kettengliedes eingegossen sein oder in einer Aussparung
im Kettenglied eingesetzt sein.
-
Die Erfindung betrifft auch ein Kettenglied
für eine
Energieführungskette,
die zwischen zwei relativ zueinander beweglichen Anschlussstellen
Schläuche,
Kabel und/oder dergleichen führt,
wobei das Kettenglied gelenkig mit einem anderen Kettenglied verbunden
werden kann. Das Kettenglied zeichnet sich dadurch aus, dass es
eine Messeinrichtung umfasst, mit der eine auf das Kettenglied wirkende
Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an dem Kettenglied gemessen
werden kann.
-
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Kettenglieds
umfasst die Messeinrichtung wenigstens einen Dehnungsmessstreifen.
Mit dem Dehnungsmessstreifen kann die Dehnung in dem Kettenglied
gemessen werden, die durch Krafteinwirkung auf das Kettenglied verursacht wird.
Daraus kann unter Berücksichtigung
des Elastizitätsmoduls
und der Geometrie des Kettenglieds die auf das Kettenglied wirkende
Kraft bestimmt werden. Die Messeinrichtung kann auch mehrere Dehnungsmessstreifen
umfassen, die an verschiedenen Stellen am Kettenglied angebracht
sein können.
-
Ein Vorteil von Dehnungsmessstreifen
besteht darin, dass sie vergleichsweise wenig Platz benötigen und
den für
die Schläuche
oder Kabel benötigten
Raum nicht unnötig
einschränken.
-
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
der Dehnungsmessstreifen in einer Seitenlasche des Kettenglieds
angeordnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
umfasst das Kettenglied zwei zueinander beabstandete Seitenlaschen,
die über
wenigstens einen Quersteg miteinander verbunden sind. Die Seitenlaschen
des Kettenglieds nehmen, wenn das Kettenglied mit anderen Kettengliedern
zu einer Kette zusammengesetzt wird, die in Längswirkung der Energieführungskette
wirkenden Kräfte
auf. Dies führt
in den Seitenlaschen der Kettengliedern zu Verformungen, die von
dem Dehnungsmessstreifen gemessen werden können. Zu beachten ist, dass
die Dehnungsmessstreifen entsprechend der Richtung der zu messenden
Kraft ausgerichtet sind.
-
Die Messeinrichtung kann wenigstens
zum Teil in einem Bauteil des Kettenglieds eingegossen sein. Beispielsweise
lässt sich
so ein Dehnungsmessstreifen vor Schmutz und anderen äußeren Einwirkungen
wirkungsvoll schützen,
in dem es vollständig
in einem Bauteil des Kettenglieds eingegossen ist.
-
Die Messeinrichtung kann einen Einsatz
umfassen, mit dessen Hilfe die Messeinrichtung beim Gießen des
Bauteils des Kettenglieds in einer gewünschten Position gehalten werden
kann. Sind beispielsweise Position und Ausrichtung eines Dehnungsmessstreifen
nicht eindeutig festgelegt, sind die mit dem Dehnungsmessstreifen
ermittelten Werte nicht brauchbar.
-
Der Einsatz kann eine Steckverbindung
aufweisen. In diese Steckverbindung können beispielsweise ein oder
mehrere Stifte eines Werkzeuges greifen, das den Einsatz mit der
Messeinrichtung in einer Gussform für das Bauteil der Messein richtung fixiert
und ein Wegschwemmen beim Gießen
verhindert.
-
Der Einsatz kann auch als Schmelzeinsatz ausgebildet
sein. Beim Gießen
des Bauteils des Kettenglieds verbindet sich das Material des Schmelzeinsatzes
mit dem Gussmaterial für
das Bauteil beziehungsweise geht mit dem Gussmaterial eine Verbindung
ein.
-
Eine andere vorteilhafte Möglichkeit,
die Messeinrichtung an einem Bauteil des Kettenglieds zu befestigen,
besteht darin, die Messeinrichtung in eine Aussparung einzusetzen.
Durch beispielsweise Harz oder Kunststoff lässt sich die in der Aussparung befindliche
Messeinrichtung abdecken. Auch kann die Aussparung mit wenigstens
einer Hintergreifung ausgestattet sein, so dass eine Abdeckung in
Form eines Clips möglich
ist.
-
Anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
wird die Erfindung näher
beschrieben. Dabei zeigen
-
1 eine
erfindungsgemäße Energieführungskette;
-
2 in
schematischer Weise ein Überwachungssystem
mit einem vereinfachten mechanischen Modell für die Energieführungskette
sowie ein Diagramm von Sollwerten in Abhängigkeit eines Verfahrwegs;
-
3 eine
Seitenlasche eines Kettenglieds der Energieführungskette mit einem Dehnungsmessstreifen
sowie einer vergrößerten Darstellung
des Dehnungsmessstreifens;
-
4 die
Seitenlasche der 3 als
Schnitt in der Draufsicht sowie eine vergrößerten Teildarstellung der
Seitenlasche mit einer Aussparung;
-
5 eine
vergrößerte Teildarstellung
der Seitenlasche entsprechend der 4 mit
einer anderen Ausführungsform
für die
Aussparung;
-
6 eine
vergrößerte Teildarstellung
der Seitenlasche entsprechend der 4,
wobei der Dehnungsmessstreifen komplett umspritzt ist;
-
7 eine
vergrößerte Teildarstellung
der Seitenlasche entsprechend der 4,
wobei der Dehnungsmessstreifen einen Einsatz zur Fixierung umfasst;
und
-
8 eine
vergrößerte Teildarstellung
der Seitenlasche entsprechend der 4,
wobei der Dehnungsmessstreifen einen Schmelzeinsatz umfasst.
-
1 zeigt
eine Energieführungskette 1,
die eine feste Anschlussstelle 2 und eine bewegliche Anschlussstelle 3 aufweist.
An der beweglichen Anschlussstelle 3 kann die Energieführungskette 1 mit einem
beweglichen Verbraucher (nicht dargestellt) verbunden werden.
-
Der festen Anschlussstelle 2 schließt sich
ein gerader Kettenabschnitt an, der Untertrum genannt wird und mit 4 bezeichnet
wird. Der Untertrum 4 geht über einen Umlenkbereich 5 der
Energieführungskette 1 in
einen Obertrum 6 über,
der zumindest teilweise (hier nicht dargestellt) auf dem Untertrum 4 beziehungsweise
auf Gleitschienen einer Führungsrinne gleitend
gelagert ist. Der Obertrum 6 ist mit der beweglichen Anschlussstelle 3 verbunden.
-
Die Energieführungskette umfasst eine Vielzahl
von Kettengliedern, von denen einige Kettenglieder 7a bis 7e dargestellt
sind. Die Kettenglieder 7a und 7e sind als Kettenendglieder
ausgebildet, während
die Kettenglieder 7b bis 7d sich an ver schiedenen
Stellen der Energieführungskette 1 befinden.
-
Bewegt sich die bewegliche Anschlussstelle 3 in
die Richtung des Pfeils 8, werden zumindest die Kettenglieder 7e und 7d,
also Kettenglieder im Obertrum 6, in Längsrichtung der Energieführungskette auf
Zug beansprucht, da die Führung
des Obertrums 6 nicht reibungsfrei ist. Auch werden im
Umlenkbereich 5 Kettenglieder bei der Bewegung der beweglichen
Anschlussstelle gegeneinander verschwenkt, was ebenfalls reibungsbehaftet
ist und die Zugspannung im Obertrum erhöhen dürfte. Da je nach Position der
beweglichen Anschlussstelle 3 die Länge des Obertrums 6 unterschiedlich
ist und damit auch die Anzahl der Kettenglieder, die reibungsbehaftet
entlang des Untertrums 4 oder einer Führungsschiene gleiten, stellen
sich bei der Bewegung der beweglichen Anschlussstelle 3 unterschiedlich
große
Kräfte in
den einzelnen Kettengliedern ein. Eine auf ein Kettenglied wirkende
Kraft kann jeweils durch eine Messeinrichtung 9b bis 9e gemessen
werden.
-
2 zeigt
ein vereinfachtes mechanisches Modell für die Energieführungskette 1 mit
den einzelnen Kettengliedern 7c, 7d, 7e.
An Kettenglied 7e ist ein beweglicher Verbraucher 10 angeschlossen,
der durch die in der Energieführungskette 1 geführten Kabel,
Schläuche
oder dergleichen (nicht dargestellt) versorgt wird. An das Kettenglied 7c schließen sich weitere,
nicht dargestellte Kettenglieder an, wie beispielsweise die Kettenglieder 7a und 7b an,
die aber der Einfachheit halber in 2 nicht
dargestellt werden. Bewegt sich der beweglicher Verbraucher 10 in die
Bewegungsrichtung entsprechend des unter dem Verbraucher 10 dargestellten
Pfeil 11, werden die einzelnen Kettenglieder, wie oben
bereits ausgeführt, aufgrund
der der Bewegung entgegengesetzten Reibkräfte 12 auf Zug beansprucht.
-
Die Messeinrichtung 9c, 9d, 9e messen
die jeweils auf die entsprechenden Kettenglieder wirkende Kraft
Fc, Fd und Fd in
Längsrichtung
der Energieführungskette 1.
Die Messwerte Fc, Fd und Fd werden einer
Auswerteeinheit 13 zugeführt, die die Messwerte mit
zuvor bestimmten Sollwerten Sc, Sd und Se vergleicht.
Des weiteren wird der Auswerteeinheit 13 ein Wert bezüglich des
Verfahrweges 14 des Verbrauchers 9 zugeführt.
-
Die Sollwerte sind in dem Diagramm
der 1 über dem
Verfahrweg 14 des beweglichen Verbrauchers 10 aufgetragen.
Mit größer werdendem Verfahrweg 14 steigen
die Sollwerte Sc, Sd und
Se an, da in diesem Beispiel mit dem Verfahrweg 14 die
Anzahl der Kettenglieder der Energieführungskette 1 wächst, deren
Bewegung in beispielsweise einer Führungsrinne Reibung erzeugt.
-
Unter der Annahme, dass beispielsweise das
Kettenglied 7e aufgrund eines erhöhten Verschleißes eine
sehr starke Reibung verursacht, wird der gemessene Kraftwert Fe außerhalb
des Toleranzbereiches des Sollwerts Se liegen,
während
die Messwerte Fc und Fd innerhalb des vorbestimmten Toleranzbereiches
liegen. Aufgrund der unzulässigen Abweichung
von Fe kommt es zu beispielsweise einer Abschaltung
der Bewegung der Energieführungskette.
Da die Kräfte
Fc und Fd nicht unzulässig von ihren Sollwerten abgewichen
sind, kann die Abschaltung nur durch Kettenglied 7e verursacht
sein. Das erfindungsgemäße Überwachungssystem
ermöglicht
anhand der an unterschiedlichen Stellen der Energieführungskette 1 gemessenen
Werte damit eine schnellere Lokalisierung eines schadhaften oder
verschleißten
Kettenglieds.
-
3 zeigt
eine Seitenlasche 15 eines Kettenglieds einer Energieführungskette.
Die Seitenlasche 15 bildet mit einer zweiten, parallel
ausgerichteten Seitenlasche (nicht darstellt) und mit wenigstens einem
Quersteg (nicht dargestellt), der den Abstand der beiden Seitenlaschen
zueinander bestimmt, im wesentlichen das Kettenglied. In Längserstreckung 16 der
Seitenlasche 15 würden
sich im Verbund einer Energieführungskette
dann die Seitenlaschen benachbarter Kettenglieder anschließen.
-
Die Seitenlasche 15 umfasst
einen Dehnungsmessstreifen 17, der in Richtung der Längserstreckung 16 der
Seitenlasche 15 ausgerichtet ist. Mit dem Dehnungsmessstreifen 17 lassen
sich somit die Kräfte
in Längsrichtung
der Energieführungskette 1 bestimmen.
Wie der 4, die die Seitenlasche 15 im
Schnitt in der Draufsicht zeigt und eine Vergrößerung eines Teils der Seitenlasche 15 beinhaltet,
zu entnehmen ist, ist der Dehnungsmessstreifen 17 in einer
Aussparung 18 der Seitenlasche 15 angeordnet.
Die Aussparung 18 ist durch eine Abdeckung 19 ausgefüllt, die
durch Ausspritzen der Aussparung mit Kunststoff, Harz oder dergleichen
entstehen kann.
-
Entsprechend 5 kann die Aussparung 18 Hinterschneidungen 20 aufweisen,
so dass ein entsprechend ausgebildeter Befestigungsclip 21 als Abdeckung
oder Schutz des Dehnungsmessstreifens 17 fungieren kann.
-
Eine andere Möglichkeit, den Dehnungsmessstreifen 17 sicher
und geschützt
in der Seitenlasche 15 anzuordnen, zeigt 6. Der Dehnungsmessstreifen 17 ist
komplett von dem Material der Seitenlasche 15 umspritzt.
-
Um den Dehnungsmessstreifen 17 in
der Gussform für
die Seitenlasche zu fixieren, umfasst gemäß des Ausführungsbeispiels der 7 der Dehnungsmessstreifen
einen Einsatz 22 mit zwei beabstandeten Vorsprüngen 23,
die jeweils eine Bohrung 24 umfassen. In diese Bohrungen 24 kann
jeweils ein Steg 25 eines Haltewerkzeugs gesteckt werden,
so dass der Dehnungsmessstreifen beim Gießen in Position gehalten wird.
Nach Beendigung des Gießvorgangs
können
die Stege 25 des Haltewerkzeugs wieder aus dem Einsatz 22 herausgezogen
werden.
-
8 zeigt
einen Dehnungsmessstreifen 17 mit einem Schmelzeinsatz 27.
Beim Gießen
der Seitenlasche 15 verbindet sich das Material des Schmelzeinsatzes 27 mit
dem Gussmaterial für
die Seitenlasche bzw. bildet mit dem Gussmaterial einen feste Ver bund.
-
- 1
- Energieführungskette
- 2
- Feste
Anschlussstelle
- 3
- Bewegliche
Anschlussstelle
- 4
- Untertrum
- 5
- Umlenkbereich
- 6
- Obertrum
- 7
- Kettenglieder
(7a bis 7e)
- 8
- Pfeil
- 9
- Messeinrichtung
(9b bis 9e)
- 10
- Beweglicher
Verbraucher
- 11
- Pfeil
- 12
- Reibkraft
- 13
- Auswerteeinheit
- 14
- Verfahrweg
- 15
- Seitenlasche
- 16
- Längserstreckung
- 17
- Dehnungsmessstreifen
- 18
- Aussparung
- 19
- Abdeckung
- 20
- Hinterschneidung
- 21
- Befestigungsclip
- 22
- Einsatz
- 23
- Vorsprung
- 24
- Bohrung
- 25
- Steg
- 26
- Haltewerkzeug
- 27
- Schmelzeinsatz