DE20311254U1 - Gasgeneratorbaugruppe - Google Patents
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Abstract
Gasgeneratorbaugruppe, mit einem ein Gehäuse aufweisenden Gasgenerator (10), wobei das Gehäuse eine zylindrische Außenwand (12) mit mehreren Ausströmöffnungen (14) hat, die zusammen schubneutral angeordnet sind, und wenigstens einem Befestigungsbauteil (16), das mittels separater Befestigungselemente (22) am Gehäuse montiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich Befestigungselemente (22) vom Inneren des Gasgenerators (10) durch einige Ausströmöffnungen (14) nach außen erstrecken.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Gasgeneratorbaugruppe, mit einem ein Gehäuse aufweisenden Gasgenerator, wobei das Gehäuse eine zylindrische Außenwand mit mehreren Ausströmöffnungen hat, die zusammen schubneutral angeordnet sind, und wenigstens einem Befestigungsbauteil, das mittels separater Befestigungselemente am Gehäuse montiert ist.
- Gasgeneratoren für Fahrzeuginsassen-Rückhaltesysteme unterliegen besonderen Transportbestimmungen. Die geringsten gesetzlichen Anforderungen werden an schubneutrale Gasgeneratoren gestellt. Da der Gasgenerator unmittelbar im Einblasmund eines Gassacks befestigt wird, ist ein üblicherweise in Form eines Blechformteils ausgebildetes Befestigungsbauteil vorgesehen, an dem der Gasgenerator arretiert wird. Dieses Befestigungsbauteil ist insbesondere eine sogenannte Modulwanne, also ein Blech mit einer wannenartigen, der zylindrischen Außenkontur des Generators angepaßten Einbuchtung. Die Gasgeneratoren werden üblicherweise mit am Gehäuse angeschweißten Bolzen oder mit Schellen an der Modulwanne befestigt. Der Gassack selbst wird bei dieser Befestigung zwischen Gasgenerator und Modulwanne geklemmt.
- Beim Ausströmen des Gases tritt auch Gas aus denjenigen Ausströmöffnungen aus, die an die Modulwanne angrenzen. Hier könnte es zu Luftsackbeschädigungen kommen, wenn dieser beispielsweise unbeschichtet ist. Ein weiterer Nachteil der bekannten Ausführungsform ist die hohe Teileanzahl.
- Die Erfindung schafft eine Gasgeneratorbaugruppe, die mit wenigen Bauteilen auskommt und eine sehr einfache Arretierung des Befestigungsbauteils am Gasgenerator vorsieht.
- Dies wird bei einer Gasgeneratorbaugruppe der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß sich Befestigungselemente vom Inneren des Gasgenerators durch einige Ausströmöffnungen nach außen erstrecken, um das Befestigungsbauteil am Gehäuse des Gasgenerators zu arretieren.
- Bei der Erfindung werden die Ausströmöffnungen für die Befestigung verwendet, über die das Gas aus dem Gasgenerator ausströmen würde und die zur Schubneutralität des Gasgenerators beitragen.
- Der Gasgenerator kann schubneutral hergestellt werden und wird beispielsweise von Zulieferern an den Modulhersteller, noch nicht mit dem Befestigungsbauteil verbunden, geliefert. Die Herstellung des Gehäuses ist ebenfalls billig, denn es wird kein Unterschied zwischen Befestigungsöffnungen und Ausströmöffnungen gemacht, vorzugsweise haben sämtliche Öffnungen denselben Durchmesser. Die Befestigungselemente schließen schließlich die zugeordneten Ausströmöffnungen, so daß über diese keine erwähnenswerten Gasströme mehr nach außen treten können. Dies erhöht die Leistungsfähigkeit des Gasgenerators und schont den Gassack.
- Die Befestigungselemente können Schraubbolzen sein, z.B. selbstschneidende Schrauben, die von außen in die Ausströmöffnungen gedreht werden. Vorzugsweise jedoch sind die Befestigungselemente von außen montierte Niete, z.B. Blindniete. Darüber hinaus sind auch sogenannte Schlagbolzen einsetzbar.
- Der Gassack kann auch bei dieser Ausführungsform zwischen dem Gehäuse und dem Befestigungsbauteil geklemmt sein.
- Bei einer anderen Ausführungsform liegt das Befestigungsbauteil großflächig am Gehäuse an, ohne daß der Gassack zwischengelegt ist. Bei dieser Ausführungsform ist von Vorteil, daß eine großflächige Wärmeleitung vom Gehäuse des Gasgenerators in das Befestigungsbauteil stattfinden kann, was gerade bei einem mehrstufigen Gasgenerator im Hinblick auf die zu vermeidende Überzündung bei Aktivierung nur einer Stufe von Vorteil ist. Außer Schraubbolzen oder Niete können natürlich auch andere form- und/oder kraftschlüssige Befestigungselemente vorgesehen sein, z.B. auch Rastverbindungen.
- Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß der Gasgenerator bereits vor der Faltung in den Luftsack eingelegt sein kann und dann erst von außen mit dem Befestigungsbauteil verbunden werden muß.
- Zusätzliche Befestigungshilfen wie Bleche, Schellen und dergleichen können entfallen.
- Das Befestigungsbauteil hat vorzugsweise einen wannenförmigen, vertieften Abschnitt, in dem der Gasgenerator sitzt. Seitlich des wannenförmigen Abschnitts sind Befestigungsflansche zur Arretierung der Gasgeneratorbaugruppe am Modul oder am Fahrzeug vorteilhaft.
- Die bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß sämtliche Öffnungen, an denen das Befestigungsbauteil anliegt, durch Befestigungselemente geschlossen sind. Damit kann kein oder kaum noch Gas rückseitig des Gasgenerators in das Gassackmodul strömen und die Modulwände thermisch beanspruchen. Damit können auch Ablagerungen in Form von Partikeln an den Modulwänden reduziert oder sogar ausgeschlossen werden.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird.
- In den Zeichnungen zeigen:
-
1 eine Querschnittsansicht durch eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gasgeneratorbaugruppe, -
2 eine Draufsicht auf die Gasgeneratorbaugruppe nach1 , und -
3 eine Querschnittsansicht durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gasgeneratorbaugruppe. - In den
1 und2 ist eine Gasgeneratorbaugruppe gezeigt, mit einem Gasgenerator10 , der ein langgestrecktes, eine kreiszylindrische Außenwand12 aufweisendes Gehäuse hat, das auf dem Umfang verteilt mehrere Ausströmöffnungen14 besitzt. - Die Ausströmöffnungen
14 sind so angeordnet, daß der Gasgenerator10 selbst schubneutral ist. - Am Gasgenerator
10 ist ein Befestigungsbauteil16 , auch Modulwanne genannt, montiert. Das Befestigungsbauteil16 besitzt einen wannenförmigen Abschnitt18 , der in seiner Form der kreiszylindrischen Form der Außenwand12 angepaßt ist, und davon ausgehend zwei seitliche Flansche20 . Im wannenförmigen Abschnitt18 sind Löcher vorgesehen, die mit denjenigen Ausströmöffnungen14 fluchten, die im Bereich des Befestigungsbauteils16 liegen. - Befestigungselemente
22 , vorliegend Blindniete, werden nach dem Einlegen des Gasgenerators10 in den wannenförmigen Abschnitt18 von außen eingesetzt und montiert und ragen in das Innere des Gasgenerators10 . - Es entsteht eine flächige Anlage zwischen dem Gasgenerator
12 und dem wannenförmigen Abschnitt18 , der für eine gute Wärmeleitung sorgt. - Durch die Befestigungselemente
22 werden alle zum Befestigungsbauteil16 weisenden Ausströmöffnungen14 geschlossen. Gas kann nur noch über die in entgegengesetzte Richtung, vorliegend nach oben weisenden Ausströmöffnungen14 in einen Gassack24 entweichen. - Dieser Gassack
24 ist über ein oder mehrere Befestigungsbleche26 an den Flanschen20 geklemmt. - Um die Position des Gasgenerators
10 in Umfangsrichtung zum Befestigungsbauteil16 und damit die Lage der freiliegenden Ausströmöffnungen14 festzulegen, kann eine Indexierung vorgesehen sein, z.B. eine vom Gehäuse12 abstehende Nase28 , die auf einem Flansch20 anliegt. - Die in
3 dargestellte Ausführungsform entspricht der in den1 und2 dargestellten Ausführungsform mit der Ausnahme, daß der Gassack24 zwischen dem Gehäuse12 und dem wannenförmigen Abschnitt18 geklemmt ist, so daß die Bleche26 entfallen können.
Claims (8)
- Gasgeneratorbaugruppe, mit einem ein Gehäuse aufweisenden Gasgenerator (
10 ), wobei das Gehäuse eine zylindrische Außenwand (12 ) mit mehreren Ausströmöffnungen (14 ) hat, die zusammen schubneutral angeordnet sind, und wenigstens einem Befestigungsbauteil (16 ), das mittels separater Befestigungselemente (22 ) am Gehäuse montiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich Befestigungselemente (22 ) vom Inneren des Gasgenerators (10 ) durch einige Ausströmöffnungen (14 ) nach außen erstrecken. - Gasgeneratorbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente Schraubbolzen oder Schlagdübel sind.
- Gasgeneratorbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungselemente (
22 ) Niete sind. - Gasgeneratorbaugruppe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Niete Blindniete sind.
- Gasgeneratorbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Gehäuse und dem Befestigungsbauteil (
16 ) ein Gassack (24 ) geklemmt ist. - Gasgeneratorbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsbauteil (
16 ) einen wannenförmigen Abschnitt (18 ) hat, in dem der Gasgenerator sitzt. - Gasgeneratorbaugruppe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsbauteil (
16 ) seitlich des wannenförmigen Abschnitts (18 ) Flansche (20 ) hat. - Gasgeneratorbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Ausströmöffnungen (
14 ), an denen das Befestigungsbauteil (16 ) anliegt, durch Befestigungselemente (22 ) geschlossen sind.
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US20240317172A1 (en) * | 2021-12-03 | 2024-09-26 | Daicel Corporation | Gas generator and airbag device |
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2003
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