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Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungsmittel nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Aus dem Stand der Technik sind grundsätzlich Beleuchtungsmittel
bekannt, die unter Einsatz eines Lichtleiters Licht aussenden. Dabei
wird das Licht der Lichtquelle meist an einer Stelle in den Lichtleiter
eingekoppelt und an seinem Ende wieder aus dem Lichtleiter ausgekoppelt.
Der Lichtleiter selbst wirkt transparent, so dass sein Zweck kaum
zu erkennen ist.
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Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Beleuchtungsmittel
zu schaffen, das einerseits für
den täglichen
Gebrauch bestimmte, aber dezente Lichtbilder erzeugt, gleichzeitig
aber bedarfsweise auch als dekoratives Leuchtobjekt eingesetzt werden
kann.
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Diese Aufgabe wird durch ein Beleuchtungsmittel
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Die Lichtleiter sind dafür so beschaffen,
dass sie über
Auskoppelbereiche verfügen,
in denen das in den Lichtleiter eingestrahlte Licht quer zum Lichtleiter
ausgekoppelt werden kann. Die Form des Lichtleiters ist dabei beliebig
wählbar,
wobei im Ausführungsbeispiel
röhrenförmige Elemente
verwendet werden. Stattdessen können
aber genauso gut Kugeln oder sonst wie geartete Lichtleiter beliebiger
geometrischer Form eingesetzt werden.
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Vorzugsweise sind die Lichtleiter
der als Beleuchtungsmittel verwendeten Innen- und/oder Außenleuchten ineinander geschachtelt,
wobei gemäß Anspruch
3 die Lichtauskoppelstellen voneinander beabstandet sind. Damit
ergibt sich der Eindruck einer schwebenden Beleuchtung.
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Nach Anspruch 9 können die Effekte des Beleuchtungsmittels
dadurch gesteigert werden, dass verschiedene farbige Einschübe vorgesehen
werden, die je nach Tiefe des eingeschobenen Farbfilters eine unterschiedlich
starke Durchfärbung
des Lichtleiters als auch der Lichtaustrittsstellen bewirken.
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Da die Lichtleiter selbst abnehmbar
ausgebildet sind, ist es aber auch möglich, die Lampe gemäß Anspruch
16 mit einem Deckel zu verschließen, wobei dann im Basisteil
gemäß den Ansprüchen 10 bis
15 verschiedene Lichtaustrittsstellen vorgesehen sind, so dass damit
das üblicherweise
als Basisleuchte ausgebildete Beleuchtungsmittel bedarfsweise mit
verschiedenen Aufsätzen
zu einer Effektleuchte umgestaltet werden kann, ohne dass es weiterer elektrischer
Installationen oder Anbauten bedarf.
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Weitere Vorteile ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand
eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 Eine
Seitenansicht des Beleuchtungsmittels mit Basisteil,
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2 eine
Draufsicht auf das Haltemittel,
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3 einen
Schnitt durch das Haltemittel.
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Gemäß 1 besitzt das Beleuchtungsmittel wenigstens
eine Lichtquelle 10, vorzugsweise ein einziges energiesparendes
Leuchtmittel in Form einer Energiesparlampe. Diese Lichtquelle strahlt
Licht in wenigstens einen Lichtleiter 11, 12, 13 ein,
der z.B. über
oder an der Lichtquelle angeordnet ist. Hilfsmittel sind vorgesehen,
damit die Lichtquelle 10 das Licht tatsächlich nur in die Lichtleiter
einstrahlt. Im Ausführungsbeispiel
werden als Lichtleiter röhrenförmige Elemente
verwendet, grundsätzlich
sind jedoch beliebige geometrische Formen möglich, sofern lediglich sicher
gestellt ist, dass von der Lichtquelle Licht in diese Lichtleiter
eintreten kann.
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Diese Lichtleiter 11, 12, 13 besitzen
Auskoppelbereiche 11a, 12a, 13a, an denen
Licht quer zum Lichtleiter auskoppelbar ist. Die Lichtleiter können z.B.
aus Plexiglas oder Glas bestehen, wobei in den Auskoppelbereichen 11a, 12a, 13a das
Material mit einem Diffusor versehen ist. Ein derartiger Diffusor kann
z. B. durch Sandstrahlen des Basismaterials erzeugt werden. Die
geometrischen Formen, die die Lichtleiter bilden, bestehen also
aus durchsichtigem Material, wobei die durchsichtige Fläche/Außenwand das
Licht leitet, aber erst an entsprechend Oberflächen behandelten Stellen das
Licht quer zum Lichtleiter auskoppelt. Dies bewirkt, dass der Raum
zwischen dem Fuß des
Beleuchtungsmittels und dem Abstrahlort wie leer erscheint und die
Leuchte im Raum schwebt. Dieser Effekt kann noch verstärkt werden,
indem mehrere geometrische Körper übereinander
gesetzt werden, die an unterschiedlichen Stellen einer Oberflächenbehandlung
unterzogen sind. Die Folgen sind mehrere übereinander schwebende Lichtbündel, die
jeweils am unteren Rand stärker
und nach oben hin abnehmend Licht abgeben.
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Vorzugsweise sind die Lichtleiter 11, 12, 13 wie
in 1 gezeigt ineinander
geschachtelt. Die Auskoppelbereiche 11a, 12a, 13a der
verschiedenen Lichtleichter können
von der Lichteinkoppelstelle 14, die sich im Bereich des
Basisteils 15 befindet und an der das Licht der Lichtquelle 10 eingekoppelt
wird, unterschiedlich weit beabstandet sein. Es spricht auch nichts
dagegen, dass ein und derselbe Lichtleiter an verschiedenen Stellen
Oberflächen
behandelte Bereiche, also Auskoppelbereiche aufweist. Wenn dies
auch nicht zwingend ist, so sind im Ausführungsbeispiel die Auskoppelbereiche 11a, 12a, 13a der verschiedenen
Lichtleiter 11, 12, 13 so angeordnet, dass
sie sich nicht überschneiden.
Zum Schutz des gesamten Beleuchtungsmittels ist äußerlich eine transparente Röhre vorgesehen,
die im Ausführungsbeispiel
nicht über
einen Auskoppelbereich verfügt. Gleichwohl
kann auch dort ein Auskoppelbereich vorgesehen werden, der dann
vorzugsweise nach innen gerichtet sein sollte, um eine Reinigung
des Beleuchtungsmittels zu erleichtern.
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Die Lichtleiter 11, 12, 13 sind
vorzugsweise an oder auf einem die Lichtquelle 10 aufnehmenden Basisteil
abnehmbar angeordnet. Nach oben sind die Lichtleiter durch einen
Deckel 26 verschlossen, so dass auch am Ende der Lichtleiter
kein Licht austreten kann. Ist jedoch ein entsprechender Lichtaustritt erwünscht, kann
auf den Deckel 26 verzichtet werden oder er kann teilweise
transparent ausgebildet werden, um zusätzliche Effekte zu erzeugen.
Zwischen Lichtquelle 10 und Lichtleiter 11, 12,
13 ist
vorzugsweise am Basisteil 15 ein Halteelement 16 z.B.
in Form einer Ringscheibe vorgesehen. Die Ringscheibe ist allerdings
nur durch die geometrische Röhrenform
der Lichtleiter bedingt. Eine andere Form der Ringscheibe ist daher
möglich.
Die Ringscheibe selbst verfügt über Haltemittel 16a zum
Einfügen
der Lichtleiter. Gemäß 2 und 3 handelt es sich dabei um ringförmige Nuten,
in die die Lichtleiter einfügbar sind.
Genau im Bereich dieser Nuten sind auch die Lichteinkoppelstellen 14 vorgesehen.
Das Halteelement 16 ist damit ein Element bestehend aus
mehreren konzentrischen, transparenten Kreisen, die auch teilweise
unterbrochen sein können
und die zugleich die Lichteinkoppelstellen 14 bilden. Genau
dort befinden sich aber auch die Haltemittel 16a für das Einfügen der
Lichtleiter.
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Will man die Eftekte der Lichtleiter 11, 12, 13 noch
steigern, kann im Bereich des Basisteils 15 eine Einschubvorrichtung 18 für farbige,
lichtdurchlässige Flächen vorgesehen
werden. Diese farbigen Flächen werden
mehr oder weniger tief in die Lampe eingeschoben, wobei sich durch
die Funktion des Lichtleiters dennoch eine gleichmäßige Ausbreitung
der Farbe über
die Lichtleiter ergibt. Wird jedoch die lichtdurchlässige Fläche 19 tiefer
in die Einschubvorrichtung 18 eingeschoben, so intensiviert
sich die Farbe. Ferner ist es möglich,
die lichtdurchlässigen
Flächen 19 auch
bunt auszubilden, so dass jeder Lichtleiter mit einer anderen Farbe
beaufschlagt wird. Oder es können
verschiedene farbige Flächen
gleichzeitig eingeschoben werden, um Mischfarben zu erhalten.
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Das Basisteil 15 kann jedoch
auch ohne die Lichtleiter 11, 12, 13 eingesetzt
werden. Das Basisteil kann insofern fest installiert sein oder an
einem bestimmten Ort stehen. Ohne weitere elektrische Installation
oder weiteren Anbauten von Leuchtmitteln können an diesem Basisteil die
geometrischen Formen der verschiedenen Lichtleiter auf- oder ineinander oder übereinander
gesteckt oder gestellt werden, die als Lichtleiter das Licht flächig oder
punktuell abstrahlen. Dabei wird das lichtleitende Material oder seine
Halte- oder Abdeckkomponenten zusätzlich am Basisteil angebracht.
Um das Basisteil selbst auch als Beleuchtungsmittel zu verwenden
besitzt es weitere Lichtaustrittsöftnungen, die ergänzend oder alternativ
zu den Lichtleitern eingesetzt werden können. Das Basisteil 15 besitzt
insofern eine vorzugsweise verschließbare Lichtaustrittsöftnung 20,
die von den Lichtleitern unabhängig
ist. Die Lichtaustrittsöff nung 20 wird
vorzugsweise durch einer Schiebemechanismus geöffnet und geschlossen. Dazu
ist am Basisteil wenigstens ein Schiebeelement 21 vorgesehen,
das mit der Außenwand
des Basisteils zusammenwirkt. Grundsätzlich können wenigstens zwei konzentrische
Schiebeelemente 21, 22 vorgesehen sein, von denen
wenigstens eines durch Relativverschiebung gegenüber dem anderen die Lichtaustrittsöffnung 20 öffnet oder
schließt.
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Im Inneren des Basisteils 15 ist
ein vorzugsweise verstellbarer oder verschwenkbarer Reflektor 23 vorgesehen,
der im Ausführungsbeispiel
mehrteilig ist. Im Rahmen der Drehbewegung zur Öffnung der Lichtaustrittsöffnung wird
auch der Reflektor verstellt, so dass Licht durch die Lichtaustrittsöffnung abgestrahlt
werden kann. Zum Verstellen der Teile des Beleuchtungsmittels kann
ein Motor 24 vorzugsweise im Basisteil 15 integriert
sein. Unabhängig
von der Lichtaustrittsöffnung 20 kann
am oberen Rand des Basisteils 15 eine weitere Lichtaustrittsöffnung 25 vorgesehen
sein. Diese weitere Lichtaustrittsöffnunq 25 ist von
der Relativverschiebung der Schiebeelemente 21, 22 unbeeinflusst.
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Soll die Basisleuchte mit dem Basisteil 15 ohne
die Lichtleiter betrieben werden, so kann die Lichteinkoppelstelle 14 durch
einen transparenten Deckel, der zeichnerisch nicht dargestellt ist,
abgedeckt werden. Die Regelung der Intensität des Leuchtmittels und damit
des Beleuchtungsmittels kann durch Steuerung von einer zentralen
oder dezentralen Steuereinheit aus erfolgen. Insofern kann z. B.
ein Bussystem oder auch eine Fernbedienung eingesetzt werden. Das
Basisteil 15 besitzt an wenigstens einer Stelle ein durchsichtiges
oder halbtransparentes Material. Durch Drehung der Außenhaut
kann der innenliegende Reflektor geöffnet, geschlossen oder in
eine halboffene oder teilweise offene Position gedreht werden, so
dass nur ein Teil des Lichts aus dem Gehäuse austritt. Ist der Reflektor 23 geschlossen,
kann das Licht nur nach oben austreten, nämlich entweder durch die weitere
Lichtaustrittsöffnung 25 oder
durch die Lichteinkoppelstellen 14. Diese Funktion kann
auch vom Motor 24 im Basisteil übernommen werden, der entweder
eine weitere Übersetzung
hat oder die Drehfunktion der Gesamtleuchte nicht mehr übernimmt.
Zur Kühlung
ist im Gehäuse
ein Ventilator 28 vorgesehen.
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Durch das damit gebildete modulare
System ist es möglich,
aus einer Basisleuchte eine völlig
andere Optik zu gestalten. Der vorzugsweise wenigstens zweiteilige
Reflektor 23 kann dabei Licht so lenken, dass es weiterhin
teilweise nach unten aus der Basisleuchte bzw. dem Basisteil 15 ausgestrahlt
wird oder bis zu 100 % nach oben hin, in Richtung auf die aufgesetzten/aufgesteckten
Lichtleiter abgestrahlt wird.
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Bei vollständig geöffneten Reflektor 23 kann das
Beleuchtungsmittel zur Beleuchtung bestimmter Bereiche in Garten
oder Wohnraum benutzt werden. Der Lichtstrahl tritt aus der Lichtaustrittsöffnung 20 nach
außen,
so dass ein keilförmiges
Lichtareal entsteht. Durch entgegen gerichtetes Drehen von Außenhaut
und Reflektor kann das Beleuchtungsmittel bis auf einen Winkel von
180° eingestellt
werden, ohne dass ihre Installation am Boden verändert werden muss. Dies hat
den Vorteil, dass ohne große
Veränderung
verschiedene Bereiche beleuchtet werden können und so immer wieder ein
neues Raumgefühl bzw.
Erscheinungsbild geschaffen wird.
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Wird das gesamte Licht gebündelt nach
oben abgestrahlt gelangt es durch das Halteelement 16,
im Ausführungsbeispiel
einem Ring, der teils durchsichtig, teils undurchsichtig ist. Nur
aus den durchsichtigen Flächen
des Halteelements kann Licht ausstrahlen und wird dort in die Lichtleiter 11, 12, 13 eingekoppelt.
Das Halteelement 16 weist Vertiefungen als Haltemittel
für die
aufzusteckenden Formen der Lichtleiter auf, so dass diese dort quasi
geführt
sind. Im Ausführungsbeispiel
werden bis zu vier unterschiedlich große geometrische Formen aufgesteckt oder
aufgestellt, die entweder einzeln oder in verschiedenen Größen ineinander
wirken. Durch die einfache Umrüstung
der Leuchte ohne dass zusätzliche
Kabel verlegt werden müssen,
eignet sich diese für
jedermann, der gerne z. B. zu bestimmten Feierlichkeiten ein festliches
Ambiente schaffen möchte, oder
einfach Gefallen an abwechslungsreicher Beleuchtung hat. Bedarfsweise
kann auch das Licht aus den Lichtaustrittsöffnungen 20 und 25 ausstrahlen und
zudem auch in die Lichteinkoppelstellen 14 geleitet werden.
Dabei wird der Deckel der Basisleuchte entfernt, so dass Licht nach
oben austreten kann, der Reflektor 23 aber nicht ganz verschlossen,
so dass weiterhin ein bestimmter, ausgewählter Bereich beleuchtet wird.
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Bezugszeichenliste
- 10
- Lichtquelle
- 11,
12, 13
- Lichtleiter
- 11a,
12a, 13a
- Auskoppelbereich
- 14
- Lichteinkoppelstelle
- 15
- Basisteil
- 16
- Halteelement
- 16a
- Haltemittel
- 17
- Außenröhre
- 18
- Einschubvorrichtung
- 19
- farbige,
lichtdurchlässige
Oberfläche
- 20
- Lichtaustrittsöffnung
- 21,
22
- Schiebeelement
- 23
- Reflektor
- 24
- Motor
- 25
- weitere
Lichtaustrittsöffnung
- 26
- Deckel
- 28
- Ventilator