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Die
Erfindung betrifft eine Dämpfungsvorrichtung
für bewegliche
Möbelteile,
beispielsweise für Türen oder
Schubladen, bestehend aus einem in einem Hohlkörper, z. B. einem Zylinder,
gleitend geführten
Kolben oder Stößel, der
durch Federkraft in seine ausgeschobene Stellung beaufschlagt ist.
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Vorrichtungen
dieser Art dienen dazu, bewegliche Möbelteile, beispielsweise Türen, Klappen oder
Schubladen, beim schwungvollen Bewegen in ihre Schließstellung
abzubremsen, um Geräusche beim
Anstoßen
an Korpusteile von Möbeln
oder festen Teilen und Stoßbeanspruchungen
zu verringern. Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art werden die der
Dämpfung
oder dem Abbremsen der Möbelteile dienenden
Dämpfungseinrichtungen
nur über
einen verhältnismäßig kleinen
Weg im Schließbereich
der beweglichen Möbelteile
beaufschlagt, so dass sie nur eine entsprechend geringe Dämpfung oder
Abbremsung zu bewirken vermögen.
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In
den älteren,
aber nicht vorveröffentlichten Gebrauchsmustern
20 302 524.4 und 20 303 534.8 sind Vorrichtungen zur Dämpfung der
Bewegung beweglicher Mö belteile
beschrieben, bei denen zur Erreichung einer starken Abbremsung und
Dämpfung der
Möbelteile
deren verhältnismäßig kleine
Schließbewegung über mindestens
zweistufige Getriebemittel mit einem Übersetzungsverhältnis ins
Schnelle auf einen Rotationsdämpfer
oder den Kolben eines Dämpfungszylinders übertragen
wird. Diese Dämpfungsvorrichtungen
sind wegen der notwendigen zweistufigen Getriebemittel verhältnismäßig aufwendig.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, eine kostengünstig herstellbare Dämpfungsvorrichtung
der eingangs angegebenen Art zu schaffen, die auch bei einem kurzen
Hub des Stößels oder
Kolbens eine große
Bremswirkung gewährleistet.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe bei einer Dämpfungsvorrichtung
der eingangs angegebenen Art dadurch gelöst, dass der Hohlkörper mit
mindestens einem Abschnitt eines wendelförmigen Innengewindestegs und/oder
der Kolben oder Stößel mit
mindestens einem Abschnitt eines wendelförmigen Außengewindestegs versehen sind,
dass sich die Gewindestege gleitend aufeinander oder jeweils Nocken
oder Zapfen des Hohlkörpers
oder des Kolbens oder Stößels auf
einem Gewindeabschnitt des anderen Teils abstützen und dass die Steigung
der Gewindestege größer ist
als die, bei der Selbsthemmung eintritt. Die erfindungsgemäße Dämpfungsvorrichtung
gewährleistet
dadurch mit einer sehr kurzen axialen Bewegung des Kolbens oder
Stößels eine sehr
große
Bremskraft, dass der axialen Bewegung eine Drehbewegung überlagert
ist, so dass durch die reibend aufeinander mit einer wendelförmigen oder spiraligen
Bewegung gleitenden Teile in axialer Richtung eine sehr hohe Bremskraft
erreicht wird.
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Zweckmäßiger Weise
ist eine Druckfeder zwischen dem Boden des Zylinders und dem Stößel oder
Kolben eingespannt. Die Kraft der Druckfeder ist so bemessen, dass
sie bei entlastetem Stößel oder Kolben
diese in ihre ausgefahrene Stellung zu verschieben vermag.
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Zwischen
der Druckfeder und dem Stößel oder
Kolben kann ein Zwischenstück
angeordnet sein, das undrehbar mit der Druckfeder verbunden ist.
Dieses Zwischen stück
kann eine aufgeraute Stirnfläche
aufweisen, die sich die Reibungskraft erhöhend auf dem Stößel oder
dem Kolben abstützt. Das
andere Ende der Druckfeder kann undrehbar an einem den Boden des
Zylinders bildenden Deckel gehaltert sein.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stößel mit
einem Abschnitt drehbar in eine Bohrung eines Kolbens greift, der
mit mindestens einem Gewindeabschnitt oder Zapfen versehen ist.
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Ist
es erwünscht,
dass der aus dem Zylinder austretende Zapfen des Stößels nur
eine Bewegung in axialer Richtung ausführt, der keine Drehbewegung überlagert
ist, kann der Stößel einen
unrunden, mehreckigen oder mit Nuten oder Längskeilen versehen Querschnitt
aufweisen und einen Rand oder Deckel des Zylinders mit komplementärem Querschnitt durchsetzen.
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Nach
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass der Kolben einen im Durchmesser größeren Abschnitt
aufweist, der eine umlaufende Stufe von sägezahnartiger Form mit schrägen, wendelförmigen Flanken
und zwischen diesen liegenden etwa achsparallelen Flanken bildet, wobei
sich auf den wendelförmigen
Flanken Zapfen eines den Kolben einfassenden Zylinders abstützen. Nach
einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass die sägezahnförmige Stufe
eine Flanke einer in den Kolben eingearbeiteten Nut ist, deren obere
Flanke im Bereich der Spitzen der Stufen Taschen mit Gleitflanken
bildet, deren Grund jeweils achsparallel neben den Spitzen im Anfangsbereich
der wendelförmigen
Flanken liegen. Diese Ausgestaltung stellt sicher, dass bei Beaufschlagung
der Vorrichtung mit einer Stoßkraft
die Zapfen immer im Anfangsbereich auf die wendelförmigen Gleitflanken stoßen, so
dass im wesentlichen deren gesamte Länge zur Dämpfung der Stoßkraft ausgenutzt
werden kann.
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Zweckmäßiger Weise
ist der Zylinder von einem äußeren Zylinder
eingefasst. Der Kolben kann mit der Bodenplatte des äußeren Zylinders
verbunden sein. Zweck mäßiger Weise
ist der Kolben ein Hohlkörper,
wobei zwischen dem Grund dieses Hohlkörpers und des Zylinders eine
Druckfeder eingespannt ist.
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Zur
Erhöhung
der Reibungskraft kann aufeinander gleitenden Teile der Dämpfungsvorrichtung und/oder
auf die Flanken der wendelförmigen
Gewindestege ein Fett hoher Viskosität aufgetragen sein.
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Zweckmäßiger Weise
sind auf die die Stöße aufnehmenden
Stößel, Kolben
oder Zylinder Kappen aus elastomerem Material aufgesetzt, wodurch
zusätzlich
noch die dämpfende
Reibungskraft erhöht werden
kann.
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Ist
keine Drehung der Kappen relativ zu den auf diese stoßenden Teile
aber unerwünscht,
können die
Kappen drehbar mit den Stößeln oder
Zylindern verbunden sein.
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Nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die Dämpfungsvorrichtung
derart in den Scharniertopf eines Scharniers eingesetzt oder mit
diesem einstückig
aufgebaut ist, dass der Stößel oder
Zylinder beim Schließen
auf einen Scharnierarm oder einen Lenker des Scharniers trifft.
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Nach
einer anderen Ausführungsform
wird die gestellte Aufgabe bei einer Dämpfungsvorrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass der Kolben mit einer
axialen Bohrung und mit mindestens einem Abschnitt eines wendelförmigen Innengewindestegs
und der Stößel mit
mindestens einem Abschnitt eines wendelförmigen Außengewindestegs versehen sind,
dass der Kolben oder der Stößel axial
verschieblich und drehbar und der andere Teil axial verschieblich
und undrehbar in dem Hohlkörper
geführt
sind, dass der drehbar geführte
Kolben oder Stößel mit
Kupplungseinrichtungen versehen sind, die mit Gegenkupplungseinrichtungen
eines in dem Hohlkörper
gegen Widerstand verdrehbaren Elements in der vorgeschobenen Stellung
des drehbaren Kolben oder Stößels kuppelbar sind,
und dass die Steigung der Gewindestege größer ist als die, bei der Selbsthemmung
eintritt.
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Diese
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung
ermöglicht
zusätzlich zu
der relativen Drehung des Kolbens zu dem in diesen eingeschraubten
Stößel und
der Axialverschiebung beider in dem Hohlkörper eine starke Bremswirkung
auf kurzem Wege dadurch, dass das verdrehbare Element ein starkes
bremsendes Gegenmoment auf den mit diesem gekuppeltem Kolben oder Stößel ausübt. Die
Dämpfungsvorrichtung
kann so ausgeführt
sein, dass der undrehbare Teil, also entweder der in dem Hohlkörper axial
verschieblich aber undrehbar geführte
Kolben oder Stößel, aus
dem Hohlkörper
soweit herausgeführt
ist, das er unter Eindrücken
in den Hohlkörper
den Stoß des
zu bremsenden Teils aufnimmt.
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Zweckmäßiger Weise
ist der in den Kolben einschraubbare Stößel mit mindestens einem radialen
Nocken oder einer Feder versehen, der oder die in einer Längsnut der
Innenwand des Hohlkörpers oder
einer diesen abschließenden
Buchse geführt
ist.
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Der
Stößel oder
der Kolben kann auch dadurch undrehbar in dem Hohlkörper geführt sein,
das er mit einer unrunden äußeren Kontur
versehen ist, die durch einen komplementären Abschnitt des Hohlkörpers undrehbar
gehalten ist.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das gegen
ein bremsendes Drehmoment verdrehbare Element aus einem rohrförmigen Abschnitt
besteht, der in einer Ringnut im Bodenbereich des Hohlkörpers drehbar
gehalten ist. Der drehbare Abschnitt kann zusätzlich durch ein Fett hoher
Viskosität
in der Ringnut eingebettet sein. Dieses Fett erhöht die Reibung bzw. den Drehwiederstand des
rohrförmigen
Abschnitts. Zur Erhöhung
der bremsenden Eigenschaften des Fetts hoher Viskosität können diesem
klebende Bestandteile zugesetzt sein.
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Zweckmäßiger Weise
bestehen die Kupplungs- und Gegenkupplungseinrichtungen aus auf den
ringförmigen
Stirnseiten des rohrförmigen
Abschnitts und des rohnförmigen
Kolbens angeordneten sägezahnförmigen Zähnen, die
beim Eindrücken des
Stößels in
kuppelndem Eingriff miteinander kommen. Diese sägezahnförmigen Zähne weisen im kuppelnden Eingriff
zur Mitnahme des rohrförmigen
Abschnitts etwa in axialer Richtung des Stößels verlaufende Flanken auf.
Die anderen Flanken der sägezahnförmigen Zähne sind
abgeschrägt,
so dass durch Federkraft die im Eingriff befindlichen Teile wieder
auseinander geschoben werden können,
ohne dass das bremsende, verdrehbare Element die Trennung und das
Ausschieben verhindert.
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Zweckmäßiger Weise
ist eine Druckfeder zwischen der Stirnseite des durch die Ringnut
freigelegten Zapfens am Grund des Hohlkörpers und dem hinteren Ende
des Stößels eingespannt.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. In
dieser zeigt
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1: eine perspektivische
Ansicht der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung,
die in einem Adaptergehäuse
an einer Ecke eines Schranks gehaltert ist,
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2: eine perspektivische
Ansicht der auseinander gezogenen Einzelteile einer ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung,
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3: einen Längsschnitt
durch die Dämpfungsvorrichtung
nach 2 im montierten
Zustand,
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4: eine perspektivische
Darstellung der auseinander gezogenen Einzelteile einer zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung,
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5: einen Längsschnitt
durch die Dämpfungsvorrichtung
nach 4 im montierten
Zustand,
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6: einen Längsschnitt
durch eine dritte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung,
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7 u. 8: perspektivische Ansichten eines Doppellenkerscharniers,
in deren Scharniertopf Dämpfungsvorrichtungen
der erfindungsgemäßen Art
integriert sind,
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9: eine perspektivische
Ansicht einer vierten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung,
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10: eine perspektivische
Ansicht des inneren zylindrischen Teils der Dämpfungsvorrichtung nach 9,
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11: eine perspektivische
Ansicht des kolbenförmigen
Teils der Dämpfungsvorrichtung nach 9,
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12: eine Seitenansicht des
kolbenförmigen
Teils nach 11,
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13: einen Querschnitt durch
die Dämpfungsvorrichtung
nach 9,
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14: eine weitere Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung
im auseinander gezogenen Zustand seiner Einzelteile und mit einer
eingekreisten vergrößerten Darstellung
A einer Einzelheit,
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15: einen Längsschnitt
durch die montierte Dämpfungsvorrichtung
nach 14 im ausgeschobenen
Zustand seines Stößels und
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16: eine der 15 entsprechenden Darstellung
im eingedrückten
Zustand des Stößels und
mit einer vergrößert dargestellten
eingekreisten Einzelheit B.
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Aus 1 ist die obere linke Ecke
eines Schranks ersichtlich, in der an der Innenseite einer Seitenwand 1 in
einem Adaptergehäuse 2,
das an der Seitenwand befestigt ist, eine Dämpfungsvorrichtung gehaltert
ist, deren Stößel 3 die
Stirnseite der Seitenwand 1 in der Weise überragt,
dass der Schlag einer auf dieses treffenden Tür gedämpft wird.
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Eine
erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung
ist aus den 2 und 3 ersichtlich. Diese besteht
aus einem Zylinder 4, der an seiner offenen Seite mit einem
Innengewinde 5 versehen ist. In dieses Innengewinde ist
mit Spiel das Außengewinde 6 des
Stößels 3 eingeschraubt. Der
rechte Teil des Zylinders 4 ist in der dargestellten Weise
glattwandig ohne Innengewinde ausgeführt. Der Zylinder 4 ist
durch einen Deckel 7 geschlossen. Zwischen dem Deckel 7 und
dem Stößel 3 ist
eine Druckfeder 8 eingespannt. Der Stößel weist zwischen seinem Gewindeabschnitt 6 und
seinem runden, glattwandigen aus dem Zylinder austretenden Abschnitt 3 eine
Stufe 9 auf, mit der er sich auf eine Stufe 10 abstützt, die
durch den nach innen hin eingezogenen Rand des Zylinders 4 gebildet
ist.
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Das
Ausführungsbeispiel
nach den 4 und 5 unterscheidet sich von
dem nach den 2 und 3 im wesentlichen nur dadurch,
dass das stößelseitige
Ende der Feder 8 undrehbar an einem im Durchmesser verjüngten Abschnitt
eines Bolzens 11 gehaltert ist, der sich mit seinem im
Durchmesser verdickten Abschnitt auf dem Stößel 3 abstützt. Die Stirnfläche des
verdickten Endteils des Bolzens 11 kann aufgeraut sein,
so dass sich diese mit erhöhter Reibung
auf der ebenen Stirnfläche
des Stößels 3 abstützt. Der
den Zylinder 4 schließende
Deckel ist an seiner inneren Seite mit einer Stufe 12 versehen, an
der sich das äußere Ende
der Feder 8 undrehbar abstützt.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
nach 6 sind der Stößel 13 und
das mit einem Außengewinde versehene
kolbenförmige
Teil 14 voneinander getrennt. Das kolbenförmige Teil 14 besteht
aus einem mit einem Außengewinde
versehenen Bolzen, das mit einer Sacklochbohrung versehen ist. In
diese Sacklochbohrung greift mit Spiel ein Zapfen 15 des Stößels 13 ein,
so dass der kolbenförmige
Bolzen 14 relativ zu dem Stößel 13 drehbar ist.
Der Stößel 13 ist mit
einem Bund 16 versehen, auf dessen innerer Ringstufe sich
die ringförmige
Stirnseite des kolbenartigen Bolzens 13 abstützt. Die äußere Ringstufe des
Bundes 16 liegt im ausgefahrenen Zustand des Stößels an
einer Ringstufe des Rands des Zylinders 4 an. Der an die
Ringstufe 16 anschließende
Teil des Stößels 13 ist
unrund ausgeführt,
wobei auch die Austrittsöffnung
aus dem Zylinder 4 komplementär unrund ausgeführt ist,
so dass der Stößel 13 axialverschieblich
aber undrehbar an dem Zylinder 4 gehaltert ist. Auf die äußere Stoßfläche des
Stößels 13 ist eine
Kappe 17 aus elastomerem Material aufgesetzt.
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Aus 7 ist eine perspektivische
Darstellung eines Doppellenkerscharniers ersichtlich, bei dem der
Befestigungsflansch 20 des Scharniertopfs in seiner Mittelebene
mit einem gehäuseartigen
Teil 21 versehen ist, in dem eine Dämpfungsvorrichtung der erfindungsgemäßen Art
in der Weise gehaltert ist, dass deren Stößel 3 in die topfförmige Ausnehmung ragt.
Beim Schließen
des Scharniers stößt der äußere Lenker 22 des
Doppellenkerscharniers auf den Stößel 3, so dass er
mit großer
Bremskraft auf kurzem Weg gedämpft
wird.
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Die
Ausführungsform
nach 8 unterscheidet
sich von der nach 7 nur
dadurch, dass der Scharniertopf in seiner Längsmittelebene geteilt und
die dadurch gebildeten Hälften
in der Weise zusammengesetzt sind, dass sich der Zylinder der Dämpfungsvorrichtung
aus zugewandten Ausnehmungen beider geteilten Hälften zusammensetzen lässt. Der
Stößel 3 der
Dämpfungsvorrichtung
ragt wieder in die topfartige Ausnehmung in der Weise, dass der äußere Lenker 22 auf
diesen trifft und beim Schließen
eine große
Bremskraft erfährt.
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Die
aus den 9 bis 13 ersichtliche Ausführungsform
der Dämpfungsvorrichtung
besteht aus einem zylindrischen Teil 30, das an seinem
inneren offenen Endbereich auf einander gegenüberliegenden Seiten mit zwei
gegeneinander gerichteten zapfenförmigen Nocken 31 versehen
ist. Diese Nocken 31 greifen in sägezahnförmige Nuten 32 eines
kolbenförmigen
Teils 33. Die unteren Flanken dieser sägezahnförmigen Nuten bestehen aus wendelförmigen Abschnitten 34,
die sich über
einen Umfangswinkel von beispielsweise 90° erstrecken können. Die wendelförmigen Abschnitte 34 enden
in Spitzen 35 an die etwa achsparallele Flanken 36 anschließen, die
den Übergang
zu der folgenden wendelförmigen Flanke 34 bilden.
Die oberen Flanken der Nut 32 sind im Bereich der Spitzen
taschenförmig
erweitert, wobei der Grund 37 dieser Taschen in achsparalleler Projektion
angrenzend an die Spitzen 35 auf den wendelförmigen Flanken 34 liegt.
Zum Einführen
der Nocken 31 in die sägezahnförmigen Nuten 32 sind frei
auslaufende Nuten 38 vorgesehen, die in die seitlichen
Flanken der taschenförmigen
Ausnehmungen münden.
Durch diese Ausführungsform
folgt der spiraligen Bewegung des Kolbens seine lineare Rückkehr,
die damit erleichtert und beschleunigt wird.
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Um
eine gute Führung
des eindrückbaren
zylindrischen Teils 30 an dem kolbenförmigen Teil 33 zu erreichen,
ist der Kolben 33 mit einer sacklochförmigen zylindrischen Ausnehmung 39 versehen,
in die ein inneres zylindrisches Teil 40 des Zylinders 30 greift,
der derart konzentrisch zu dem Zylinder 30 ausgebildet
ist, dass der ebenfalls zylindrische Kolben in dem Ringraum 41 zwischen
dem Zylinder 30 und dem Innenzylinder 40 geführt ist.
Zur weiteren Stabilisierung ist der Zylinder 30 von einem äußeren Zylinder 42 eingefasst,
der auf einer Bodenplatte 43 gehaltert ist, die vorzugsweise
einstückig
mit dem zylindrischen Kolben 33 ausgebildet ist. Zwischen
dem Bund der zylindrischen Ausnehmungen des Kolbens 33 und
des Innenzylinders 40 ist eine Druckfeder 44 eingespannt,
die auf einer zapfenförmigen
Erhöhung 45 der
Grundplatte 33 gehaltert und zentriert ist. Der äußere Zylinder 42 ist
an seinem Rand mit einer inneren Ringstufe und der Zylinder 30 an
seinem Rand mit einer äußeren Ringstufe
versehen, die bei vollausgefahrenem Zylinder 30 aneinander
liegen. In den gemeinsamen Boden des Zylinder 30 und des
Innenzylinders 40 ist in einer entsprechenden Ausnehmung
ein Puffer 48 aus elastomerem Material gehaltert.
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Zur
Einstellung gewünschter
Reibwerte können
auf die wendelförmigen
Stege oder Flanken Fette geeigneter Viskosität aufgetragen sein. Vorzugsweise
wird aber das Fett auf der Innenwandung der Ausnehmung 39 sowie
auf der äußeren Wandung des
Innenzylinders 40 aufgetragen, so dass diese in dem von
der Relativbewegung dieser Teile geschaffene Spalt die gewünschte Bremskraft
ausüben kann.
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Die
in den 14 bis 16 dargestellte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung
besteht aus einem Hohlkörper
in Form eines Zylinders 50. In dem Zylinder 50 ist
ein mit einer Durchgangsbohrung versehener Kolben 51 axial
verschieblich und frei drehbar geführt. Der rohrförmige Kolben 51 ist
an seiner Innenwandung mit einem Innengewinde 52 versehen.
Der Zylinder 50 ist an seiner rechten offenen Seite durch
eine Buchse 53 geschlossen, die sich mit einem Flansch 54 auf
dem Rand des Zylinders abstützt
und mit diesem durch bekannte Mittel drehfesf und in axialer Richtung
unverschieblich verbunden ist. In der Buchse 53 ist ein Stößel 55 axial
verschieblich, aber undrehbar geführt. Der Stößel überragt den Flansch 54 im
wesentlichen um seine in den Zylinder unter Stoßwirkung eindrückbaren
Länge.
Der Stößel weist
im Anschluss an seinen den Zylinder überragenden Abschnitt auf gegenüberliegenden
Seiten Nocken 56 auf, die sich in dem aus 15 ersichtlichen ausgeschobenen Zustand
des Stößels 55 auf
einer Ringstufe der Buchse 53 abstützen, die durch nach innen
hin eingezogene Randabschnitte der Buchse 53 gebildet sind.
Die Buchse 53 ist an ihrem in den Zylinder 50 greifenden
rohrförmigen
Abschnitt mit gegenüberliegenden
axial verlaufenden Nuten versehen, in denen die Nocken 56,
die eine Drehsicherung bilden, geführt sind. Die Nocken 56 sind
in der eingekreisten Einzelheit A in 14 in
vergrößerter Form
dargestellt. Im Anschluss an die Nocken 56 ist der Stößel 55 mit
einem Abschnitt 57 versehen, der einen wendelförmig verlaufenden
Gewindesteg 58 mit einer Steigung trägt, die größer ist als die, bei der Selbsthemmung
eintritt. Der mit dem Gewinde 58 versehene Abschnitt 57 des
Stößels 55 ist
bei dessen Eindrücken
in den Zylinder 55 in das Innengewinde 52 des rohrförmigen Kolbens 51 einschraubbar.
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Durch
eine Ringnut im Bodenbereich des Zylinders 50 ist ein Zapfen 60 freigeschnitten.
In die Ringnut ist mit Spiel ein Rohrstück 61 eingesetzt.
Das Rohrstück 61 weist
im Anschluss an die Stirnseite des Zapfens 60 einen verbreiterten
Abschnitt 62 auf, der innere und äußere Ringstufen bildet, mit
denen sich dieser ver breiterte Abschnitt 62 auf Ringstufen abstützt, die
beidseits der Nut zwischen dieser und der inneren Zylinderwandung
einerseits und andererseits zwischen dieser und der Stirnseite des
Zapfens 60 gebildet sind.
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Die
einander zugewandten ringförmigen Stirnseiten
des verbreiterten Abschnitts 62 des Rohrstücks 61 und
des rohrförmigen
Kolbens 51 sind mit sägezahnförmigen Zähnen 63, 64 versehen,
die in der eingekreisten Einzelheit 8 der 16 vergrößert dargestellt sind. Die
Zähne 63, 64 weisen
in axialer Richtung verlaufende Flanken 65 und schräg verlaufende
Flanken 66 auf. Zwischen der Stirnseite 67 des Zapfens 60 und
dem im Durchmesser verjüngten Ende 68 des
Stößels 55 ist
eine Druckfeder 69 eingespannt. Diese Druckfeder 29 ist
bestrebt, den Stößel 55 aus
seiner aus 16 ersichtlichen
eingedrückten
Stellung seine aus 15 ersichtliche
ausgeschobene Stellung zu drücken.
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Das
Rohrstück 61 ist
durch ein Fett hoher Viskosität,
das auch zur Erhöhung
seiner Zähigkeit klebende
Bestandteile aufweisen kann, in der Ringnut im Bodenbereich des
Zylinders 50 gehalten, so dass es seiner Verdrehung einen
erhöhten
Widerstand entgegensetzt.
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Wird
der den Zylinder 50 überragende
Abschnitt des Stößels 55 durch
einen Stoß oder
Druck beaufschlagt, schiebt er auf kurzem Wege den ringförmigen Kolben 51,
in den der Stößel bereits
eingeschraubt ist, gegen die Stirnseite des verbreiterten rohrförmigen Abschnitts 62,
so dass die Zähne 63, 64 nach
Art einer Klauenkupplung miteinander in Eingriff kommen. Sobald
der rohrförmige
Kolben 51 gegen das rohrförmige Teil 61, 62 stößt, wird
er durch weiteres Eindrücken
des Stößels 55 durch
Abgleiten der Innen- und Außengewindestege
aufeinander in eine Linksdrehung versetzt, so dass der rohrförmige Kolben 51 mit
dem rohrförmigen
Abschnitt 61, 62 in eine gekuppelte Verbindung
gelangt. Da sich der rohrförmige
Abschnitt 61, 62 nur gegen einen erhöhten Reibungswiderstand
drehen lässt, übt er beim
weiteren Eindrücken
des Stößels 55 in
den Zylinder 50 auf diesen eine stark dämpfende Wirkung aus. Ist die
Stoßwirkung
und ein auf den Stößel 55 wirkender
Druck beendet, schiebt die Druckfeder 59 den Stößel unter schraubender
Rückdre hung
des rohrförmigen
Kolbens 51 wieder in seine aus 15 ersichtliche Ausgangsstellung.