DE20307384U1 - Stanzmesser - Google Patents
StanzmesserInfo
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Classifications
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Description
Karl Marbach GmbH & Co. KG DEGD-81326.3
12. Mai 2003
Die Eirfindung betrifft ein bandförmiges Stanzmesser für ein Bandstahlstanzwerkzeug zum Ausstanzen von Teilen beliebiger Form aus Papier, Karton, Pappe, Kunststoff, Folien, Leder, Gummi und dergleichen.
Aus der DE 31 35 980 C1 ist ein bandförmiges Stanzmesser bekannt, dessen Messerkörper an seinem einen Ende eine spitze Schneide mit einem Schneidenwinkel von 56 bis 58° und einer Rockwell-Härte von 50 bis 52 umfasst. Der Messerrücken an dem anderen Ende des Messerkörpers ist weichgeglüht und weist eine Rockwell-Härte von nur etwa 36 bis 38 auf. Der Messerrücken ist beidseitig symmetrisch angefast, wobei der Verjüngungswinkel kleiner als 35° ist.
Durch ein solches Stanzmesser soll erreicht werden, dass die Schneide bei einer Überlastung nicht die gesamte Kraft aufnehmen muss, sondern dass eine Überlast auf den Messerrücken abgeleitet wird. Der Messerrücken ist bei solchen Stanzmessern in der Regel so verjüngt, dass er an seiner Stirnseite eine Breite von 0,02 mm hat. Durch diese Verjüngung sowie durch die verringerte Härte des Messerrückens ist es möglich, Höhenunterschiede in einem Bandstahlstanzwerkzeug, die zu einer Überlastung der Schneidenspitze führen würden, durch den Messerrücken auszugleichen, da sich dieser plastisch verformt.
Allerdings ist es problematisch ein solches Stanzmesser herzustellen. Die Mittellinie des Stanzmessers muss durch die Schneidenspitze und durch die Mitte des verjüngten Messerrückens gehen. Jede noch so geringe Abweichung von der Mittellinie kann zu einer Verbiegung des Messerrückens führen, so dass sich dieser nicht plastisch verformt, sondern ausv/eicht, wodurch er nicht nur unwirksam wird, sondern auch das Stanzergebnis weiter verschlechtert.
Aus der EP 0 715 933 B1 ist ein Stanzmesser bekannt, dessen Schneidenkante eine Verrundung mit einem Radius von 0,005 bis 0,020 mm aufweist, wobei der Schneidenwinkel der Schneidenkante 30 bis 60° beträgt. Durch die Verrundung und den Schneidenwinkel der
Schneidenkante des Stanzmessers wird von Stanzbeginn an eine optimale Schnittqualität erreicht. Darüber hinaus kann das Stanzmesser beim Zurichten und Stanzen hoch belastet werden, ohne sich unter dem Stanzdruck beim Auftreffen auf eine stählerne Stanzplatte plastisch schadhaft zu verformen. Allerdings ist die ausgleichbare Höhendifferenz begrenzt.
Der neuen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein stark belastbares Stanzmesser zu schaffen, das ausgezeichnete Zurichtungseigenschaften aufweist.
Diese Aufgabe wird durch ein Stanzmesser mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Stanzmessers ist Gegenstand des Schutzanspruchs 2.
Durch die Kombination der erfindungsgemäßen Schneidenkante mit dem erfindungsgemäßen Messerrücken werden die beiden Vorteile erreicht, dass zum einen Höhendifferenzen ausgeglichen werden können und zum anderen die Schneide höhere Belastungen aufnehmen kann. Darüber hinaus hat es sich jedoch überraschenderweise gezeigt, dass es möglich ist, den Messerrücken breiter auszubilden, als dies bei dem aus der DE 31 35 980 C1 bekannten Messerrücken möglich ist. Bei einer Breite des Messerkörpers zwischen 0,5 bis 1,05 mm kann die Breite der Stirnseite des Messerrückens 0,03 bis 0,3 mm betragen.
Dadurch dass der Rücken breiter gestaltet werden kann, wird die Gefahr verringert, dass bei einer fertigungsmäßigen Abweichung der Schneidenkante und des Messerrückens von der Mittellinie des Messerkörpers, der Messerkörper nicht plastisch verformt wird, sondern sich verbiegt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung, die einen Querschnitt eines Stanzmessers zeigt, näher erläutert.
Das Stanzmesser 10 weist einen Messerkörper 12 aus Stahl auf, an dessen in der Zeichnung oberen Ende eine Schneide 14 vorgesehen ist, die in einer Schneidenkante 16 endet, die eine Verrundung mit einem Radius R von 0,014 bis 0,022 mm aufweist. Der Messerkörper 12 hat eine Vickers-Härte von 380 bis 400 HV, während die Schneide eine Härte von 580 bis 620 HV aufweist.
An dem anderen Ende des Messerkörpers 12 mit einer Breite b von 0,5 bis 1,05 mm ist ein Mesjserrücken 18 ausgebildet, der sich beidseitig symmetrisch mit einem Verjüngungswinkel von 30 bis 60° verjüngt und in einer Stirnseite 20 endet, deren Breite s 0,03 bis 0,3 mm beträgt. Der Messerrücken 18 ist weichgeglüht und hat eine Härte von 250 bis 360 HV.
Ein besonders geeignetes Stanzmesser weist folgende Parameter auf:
Verrundungen der Schneidenspitze: 0,02 mm Schneidenwinkel: 52° Schneidenhärte: 550 HV Breite des Messerkörpers: 0,7 mm Härte des Messerkörpers: 400 HV Verjüngungswinkei des Messerrückens: Breite der Stirnseite des Messerrückens: 0,05 mm Härte des Messerrückens: 300 HV.
Claims (2)
1. Stanzmesser für ein Bandstahlstanzwerkzeug, mit einem Messerkörper (12) mit einer Vickers-Härte von 380 bis 400 HV, der
- an seinem einen Ende eine Schneide (14) mit einem Schneidenwinkel (α) zwischen 30° und 60° und einer Vickers-Härte von 580 bis 620 HV umfasst, die in einer Schneidenkante (16) endet, die eine Verrundung mit einem Radius (R) von 0,014 bis 0,022 mm aufweist, und
- an seinem anderen Ende einen Messerrücken (12) mit einer Vickers-Härte von 250 bis 360 HV umfasst, der sich beidseitig gleichmäßig verjüngt und in einer Stirnseite (20) endet, wobei der Verjüngungswinkel (β) 30° bis 60° beträgt.
2. Stanzmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Messerkörper (12) eine Breite (b) zwischen 0,5 bis 1,05 mm und die Stirnseite eine Breite (s) von 0,03 bis 0,3 mm aufweist.
Priority Applications (2)
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Publications (1)
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-
2004
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
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| R071 | Expiry of right |