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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung mit einem Leuchtmittel
sowie einem das Leuchtmittel aufnehmenden Lampengehäuse für einen
das Lampengehäuse
tragenden Lampenmast, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Stand der Technik
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Es
ist bekannt, Beleuchtungseinrichtungen, insbesondere solche für den öffentlichen
Bereich wie beispielsweise für
die Straßen-,
Fußwege-
und Parkbeleuchtung, als ein auf der Spitze eines Lampenmastes angeordnetes
Leuchtmittel auszuführen.
Dadurch kann ein großes
Umfeld um eine solche Beleuchtungseinrichtung beleuchtet werden
und das Leuchtmittel ist gegen Beschädigung und Verschmutzung geschützt. Eine
gattungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
ist beispielsweise aus dem deutschen Geschmacksmuster M 8907946.9
bekannt. Eine Rundumabstrahlung des Lichtes weist zwar den Vorteil
einer einfachen Herstellung auf, da es ausreicht, ein Leuchtmittel
auf der Spitze des Lampenmastes anzuordnen, sie weist aber auch
den Nachteil einer ungezielten Beleuchtung von Bereichen die nicht
beleuchtet werden müssen
oder nicht beleuchtet werden sollen auf. Darüber hinaus eignen sich solche
bekannten Beleuchtungseinrichtungen nicht für die Anstrahlung von Gebäuden oder
Objekten im öffentlichen
Raum, da die emittierte Lichtstrahlung aufgrund des großen Streuwinkels
meist nicht ausreicht, um eine befriedigende Ausleuchtung, beispielsweise
einer Fassade zu erhalten.
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Zur
Beleuchtung von Fassaden von Gebäuden
ist es bekannt Hochleistungsstrahler zu verwenden, welche im Boden
eingelassen sind, oder auf gegenüberliegenden
Gebäuden
oder auf Masten angeordnet sind. Diese bekannten Beleuchtungseinrichtungen
weisen jedoch den Nachteil auf, dass Personen, welche sich zwischen
dem Hochleistungsstrahler und der zu beleuchtenden Fassade befinden, stark
geblendet werden und dass zusätzlich
die Fassaden benachbarter Gebäude
durch die daran angeordneten Hochleistungsstrahler oft verschandelt
werden, weil sie sich nicht in die Fassade einfügen. Die mangelnde Ästhetik
erlaubt bei der Montage solcher Strahler auf der Spitze eines Lampenmastes
nur einen begrenzten und meist nicht dauerhaften Einsatz in urbanem
Gebiet bzw. im öffentlichen
Raum, zumal zusätzliche
Beleuchtungseinrichtungen für
die normale Straßen-
und Wegebeleuchtung notwendig sind. Die bekannten Beleuchtungseinrichtungen,
insbesondere für öffentliche
Wege und Straßen
weisen zusätzlich
den Nachteil auf, dass notwendige Reparaturen an den Leuchten, den
Leuchtmitteln oder der zugehörigen
Elektronik immer vor Ort erfolgen müssen, wodurch hohe Instandhaltungskosten
entstehen.
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Technische Aufgabe der
Erfindung
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine wartungsfreundliche
Beleuchtungseinrichtung zu entwickeln, welche es erlaubt, mehrere Objekte
und Bereiche gezielt zu beleuchten und welche darüber hinaus
in öffentliche
und private Bereiche unauffällig
integriert werden kann.
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Ein
zusätzlicher
Zweck der Erfindung besteht darin, eine aufgrund der technischen
Gestaltung auch ästhetisch
befriedigende Beleuchtungseinrichtung zu schaffen, welche von der
Bevölkerung
als Bereicherung des öffentlichen
Raumes angenommen wird.
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Offenbarung der Erfindung
und deren Vorteile
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Die
Lösung
der Aufgabe besteht darin, dass erfindungsgemäß das Lampengehäuse als
ein auf den Lampenmast aufsetzbares und demontierbares Modul ausgeführt ist,
welcher Modul mindestens einen mindestens ein Leuchtmittel aufnehmenden
Innenraum sowie über
einen Teil seines Außenumfanges
eine sektorförmig
ausgeschnittene Lichtausfallöffnung
aufweist, wobei der Modul an seinem unteren Ende auf der dem Lampenmast
zugewandten Unterseite und an seinem oberen Ende auf der dem Lampenmast
abgewandten Oberseite jeweils eine Durchführungsöffnung mit jeweils einer Befestigungseinrichtung
für ein
weiteres, gleichgestaltetes Modul aufweist, wobei die Durchführungsöffnungen
fluchtend übereinander
angeordnet und die Befestigungseinrichtungen auf der Oberseite und
auf der Unterseite miteinander korrespondierend ausgeführt sind.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs weist gegenüber dem
Stand der Technik den Vorteil auf, dass das Lampengehäuse als
ein auf den Lampenmast aufsetzbares und demontierbares Modul ausgeführt ist.
Dieser Modul besitzt mindestens einen gegenüber der Witterung geschützten, mindestens
ein Leuchtmittel und gegebenenfalls eine für das Leuchtmittel erforderlichen
Vorschaltelektronik und einen Lampenreflektor aufnehmenden Innenraum sowie
mindestens eine sektorförmige
Lichtausfallöffnung,
die sich über
einen Teil seines Außenumfanges erstreckt
zur gezielten Abstrahlung des von dem in dem Innenraum angeordneten
Leuchtmittel emittierten Lichts. Der Abstrahlwinkel des Lichts in
Umfangrichtung entspricht höchstens
dem Sektorenwinkel der Lichtausfallöffnung. Der Modul weist auf
der dem Lampenmast zugewandten Unterseite des unteren Endes des
Moduls und auf der dem Lampenmast abgewandten Oberseite des oberen
Endes des Moduls jeweils eine Durchführungsöffnung für die Versorgungsleitungen
der in dem Innenraum angeordneten Leuchtmittel und/oder sonstiger
technischer Geräte und
jeweils eine Befestigungseinrichtung für ein weiteres Modul auf, wobei
die Durchführungsöffnungen fluchtend übereinander
angeordnet und die Anschlüsse
auf der Ober- und auf der Unterseite miteinander korrespondierend
ausgeführt
sind, so dass die Befestigungseinrichtung auf der Unterseite des
Moduls auf die Befestigungseinrichtung auf der Oberseite des Moduls
passt und mindestens zwei Module übereinander auf dem Lampenmast
anordbar sind. Durch das Modulgehäuse, den Innenraum, sowie mindestens
eine Lichtausfallöffnung
am Außenumfang
des Modulgehäuses
und die Befestigungseinrichtungen an der Ober- und der Unterseite
sowie die Durchführungsöffnungen
umfassende Modul wird eine standardisierte Baugruppe geschaffen,
wobei die Module der Baugruppe untereinander beliebig austauschbar
sind, so dass die Baugruppe oder Set standardisierte Befestigungseinrichtungen
und Durchführungsöffnungen
aufweist. Damit können
beliebige Module, welche unterschiedliche Funktionen aufweisen können, an
den hierfür
vorgesehenen Befestigungseinrichtungen miteinander verbunden werden.
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Die
Abstrahlung des von dem Leuchtmittel emittierten Lichts innerhalb
eines begrenzten Sektors hat den Vorteil, dass das Licht gezielt
eingesetzt werden kann, und dass Helligkeitsunterschiede, beispielsweise
bei der Fassadenbeleuchtung aus einem kurzen Abstand durch die einfacher
werdende Formgebung des Reflektors besser ausgeglichen werden können. So
kann auch störendes
oder unerwünschtes
Streulicht, beispielsweise bei neben Privatgrundstücken oder
Teichen angeordneten Beleuchtungseinrichtungen, gezielt verhindert
werden und die Lichtausbeute an den zu beleuchtenden Stellen oder Flächen verbessert
werden. Die Abstrahlung ist dabei nicht nur auf horizontale Sektoren
beschränkt, sondern
kann auch für
vertikale Sektoren beschränkt werden,
so dass beispielsweise bei der Fassadenbeleuchtung eine Blendung
von sich zwischen Beleuchtungseinrichtung und der Fassade aufhaltende
Menschen durch gezieltes Beleuchten oberhalb einer Mindesthöhe vermieden
werden kann.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass übereinander
angeordnete Module gegeneinander in der horizontalen Ebene verschwenkt
anordbar sind, wobei ihre Lichtausfallöffnungen in verschiedene Richtungen
weisen. Dadurch ist eine gezielte, von Modul zu Modul einzeln regulier-
und einstellbare Beleuchtung möglich,
wodurch von einem Lampenmast aus mehrere Gegenstände, Gebäude, Gebäudeteile oder Bodenbereiche gezielt
beleuchtet werden können.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Modul
einen in Form und Abmessungen der Grundfläche des Lampenmastes entsprechenden
horizontalen Querschnitt aufweist. Vorzugsweise sind die Querschnitte
des Moduls und des Lampenmastes gleich und bilden damit eine bauliche
und optische Einheit. Hierdurch entsteht eine ästhetische, geschlossene äußere Form
des Lampenmastes, ohne hervorstehende Teile, welche darüber hinaus
den Vorteil einer geringen Auffälligkeit
im Stadtbild und eine geringe Anfälligkeit gegenüber Verschmutzung
zeigt.
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Eine
andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet
durch einen auf der Oberseite des obersten, auf dem Lampenmast angeordneten
Moduls angeordneten, die Zylindergrundfläche des Moduls einnehmenden,
bombierten Deckel, welcher die Durchführungsöffnung an der Oberseite und
gegebenenfalls die Befestigungseinrichtungen wasserdicht verschliefst
und von welchem durch die Bombierung beispielsweise das Regenwasser abfließen kann.
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In
weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind in den Durchführungsöffnungen
Abdichtungen für
Kabeldurchführungen
angeordnet, so dass bei einem Wassereintritt in eines der oberen Module,
die darunter angeordneten Module und der Lampenmast vor einem Wassereintritt
geschützt
werden.
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Eine
andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
die Grundfläche
des Lampenmastes kreisförmig
und der Lampenmast ein Zylinder ist. Eine solche Form ist leicht
herstellbar, wodurch die vorzugsweise aus einem Aluminiumguss herzustellenden
Module einfach herstellbar und damit kostengünstig sind.
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Eine
andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
die sektorförmige
Lichtausfallöffnung
durch ein die Außenkontur
des Moduls bündig
nachbildendes Glas verschließbar
ist, so dass auch das Glas in Ebene oder der gekrümmten Fläche der
Außenkontur
des Lampenmastes liegt.
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Eine
zusätzliche,
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Modul
mindestens einen weiteren, sektorförmigen Ausschnitt aufweist, welcher
durch eine bündig
in die Außenkontur
des Moduls eingelassene Revisionsklappe verschließbar ist,
so dass der Innenraum und insbesondere das Leuchtmittel, der Reflektor
und die Lamellen von dem durch die Revisionsklappe verschließbaren Ausschnitt
zugänglich,
austauschbar und einstellbar sind.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist somit der Modul
zwei Ausschnitte auf, nämlich den
einen, welcher die Lichtaustrittsöffnung bildet zum Einsetzen
des Glases sowie den weiteren, welcher eine Revisionsöffnung darstellt
und mit der Revisionsklappe verschlossen wird.
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Eine
zusätzliche,
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Modul
an seiner dem Lampenmast zugewandten Unterseite einen durch eine
umlaufende Schulter gebildeten Auflageboden aufweist, in dem die
Durchführungsöffnung und
der Befestigungseinrichtung zu einem weiteren Modul angeordnet ist,
wobei der Auflageboden in seinem horizontalen Querschnitt einer
verkleinerten Zylindergrundfläche
des Moduls entspricht, so dass in Verbindung mit dem oberen Ende
des unterhalb des Moduls angeordneten Lampenmastes oder der Oberseite
eines darunter angeordneten Moduls eine umlaufende Schattenfuge
entsteht.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
anstelle eines Leuchtmittels oder zusätzlich zu einem Leuchtmittel
eine Kamera in dem Innenraum eines Moduls anordbar ist.
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Eine
andere, besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht
vor, dass anstelle der Durchführungsöffnungen
miteinander korrespondierende elektrische Schnittstellen, wie miteinander
korrespondierende Steckverbindungen oder elektro-optische Kupplungen,
an der Oberseite und der Unterseite des Moduls angeordnet sind,
so dass zum Austausch einzelner Module keine Kabelverbindungen, sondern
nur die Schraubverbindungen und die Steckverbindungen gelöst werden
müssen.
Darüber hinaus
erlaubt die Verwendung von Steckverbindungen den Einbau einer Bus-Architektur,
beispielsweise bei mehreren, in verschiedenen Modulen angeordneten
und in unterschiedlicher Richtung beobachtender Kameras.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass in dem
Modul wenigstens ein Reflektor integriert ist, so dass Leuchtmittel
ohne eigene Reflektoren eingesetzt werden können. Eine vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung sieht vor, dass der Reflektor in die Revisionsklappe
integriert ist bzw. an der Revisionsklappe befestigt ist.
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Eine
andere, vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
das Modul mit dem Mast und/oder mit einem anderen Modul durch Schraubenbolzen
verbunden ist, wobei die Schraubverbindung vorzugsweise durch die
Revisionsklappe zugänglich
sind, so dass eine einfache Austauschbarkeit defekter oder wartungsbedürftiger
Module möglich
ist. Die Befestigungseinrichtungen sind somit bevorzugt lösbare Schraubverbindungen,
bestehend aus Schrauben und korrespondierenden Gewindelöchern, so
dass der Modul mit dem Lampenmast und/oder mit einem weiteren Modul
durch die Schraubverbindung verbunden ist.
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Eine
weitere, vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
der Innenraum beispielsweise horizontal unterteilt ist, so dass
eine Vorschaltelektronik, ein Sender oder ein Empfänger, beispielsweise
für die Übertragung
der Daten und die Fernsteuerung einer Kamera in dem unteren Bereich des
Gehäuses
getrennt von dem Leuchtmittel und/oder der Kamera anordbar ist.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der horizontale Öffnungswinkel der
Lichtaustrittsöffnung
und vorzugsweise auch des Ausschnitts kleiner als 150° ist.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung bilden somit die Beleuchtungseinrichtung
mit Leuchtmittel, einem das Leuchtmittel aufnehmenden Lampengehäuse mit
dem Lampengehäuse
tragenden Lampenmast sowohl eine technische als auch eine optische
und ästhetische
Einheit bzw. ein Set, wobei das Lampengehäuse als ein auf den Lampenmast
aufgesetztes und demontierbares Modul ausgeführt ist, welcher Modul mindestens
einen mindestens ein Leuchtmittel aufnehmenden Innenraum sowie über einen
Teil seines Außenumfanges
eine sektorförmig
ausgeschnittene Lichtausfallöffnung
aufweist, wobei der Modul an seinem unteren Ende auf der dem Lampenmast zugewandten
Unterseite und an seinem oberen Ende auf der dem Lampenmast abgewandten
Oberseite jeweils eine Durchführungsöffnung mit
jeweils einer Befestigungseinrichtung für ein weiteres, gleichgestaltetes
Modul aufweist, wobei die Durchführungsöffnungen
fluchtend übereinander
angeordnet und die Befestigungseinrichtungen auf der Oberseite und auf
der Unterseite miteinander korrespondierend ausgeführt sind.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnung, in der zeigen:
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1 einen vertikalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit einer Leuchtstoffröhre,
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2 einen horizontalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit einer Leuchtstoffröhre,
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3 eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
mit einem Modul auf einem niederen Lampenmast,
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4 eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
mit zwei Modulen auf einem hohen Lampenmast,
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5 einen vertikalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit zwei ausrichtbaren Spotreflektoren zur Objektanstrahlung,
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5a einen vertikalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit zwei ausrichtbaren Lichtstrahlern zur Fassadenanstrahlung,
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5b einen vertikalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit einem Reflektor zur Fassaden- und Straßenbeleuchtung,
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6 einen horizontalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit zwei Lichtstrahlern zur Objektanstrahlung,
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7 eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
mit zwei Modulen auf einem hohen Lampenmast,
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8 einen vertikalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit einem Reflektor zur Straßenbeleuchtung,
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8a einen vertikalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit einer Kamera zur Straßen-
und Objektüberwachung,
sowie
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9 einen horizontalen Querschnitt
durch ein erfindungsgemäßes Modul
mit einem Reflektor zur Straßenbeleuchtung
und
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10 eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
mit vier Modulen auf einem hohen Lampenmast.
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Wege zur Ausführung der
Erfindung
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Ein
in 1 dargestellter Modul 1 besteht aus
einem aus Aluminiumguss hergestellten Modulgehäuse 2, welches eine
sektorförmige
Lichtaustrittsöffnung 3 und
einen durch eine Revisionsklappe 4 verschließbaren Ausschnitt 34 aufweist,
welcher vorzugsweise ebenfalls sektorförmig ist. Der Modul 1 ist auf
seiner Oberseite 5, 5' bzw. an seinem oberen Ende sowie
auf seiner Unterseite bzw. seinem unteren Ende geschlossen ausgeführt, so
dass das Modulgehäuse 2 prinzipiell
als Röhre
gestaltet ist. An seinem unteren, einem beispielsweise in 3 dargestellten Lampenmast 21 zugewandten
Ende, weist das Modulgehäuse 2 eine
umlaufende Schulter 15 auf, welche einen Auflageboden 16 ausbildet,
dessen Querschnitt oder Durchmesser um die nach innen ragende Tiefe
der Schulter 15 kleiner ist als der Querschnitt oder Durchmesser
des Modulgehäuses 2 oberhalb
der Schulter 15. Die Lichtaustrittsöffnung 3, welche ebenfalls
durch einen sektorförmigen
Ausschnitt 3 innerhalb des Modulgehäuses 2 gebildet ist, ist
durch ein Glas 6 verschließbar.
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Der
Modul 1 weist an seiner Oberseite 5 und an dem
Auflageboden 16 jeweils korrespondierende Befestigungseinrichtungen
auf, welche lösbare Schraubverbindungen 14 sind,
bestehend aus Schrauben und korrespondierenden Gewindelöchern, so
dass der Modul 1, 1', 1", 1"' mit dem Lampenmast 21, 22, 28 und/oder
mit einem weiteren Modul 1, 1', 1", 1"' durch
derartige Schraubverbindungen 14 verbunden ist. Auf diese
Weise können
mehrere gleichartiger Module lösbar übereinander
angeordnet werden, wobei die Montage auf der Spitze eines Lampenmastes 21, 22, 28 ebenfalls
mit durch die selben Anschlüsse
in dem Auflageboden 16 geführte Schraubverbindungen erfolgt.
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Durchführungsöffnungen 11 und 12,
jeweils an der Oberseite 5 und an dem Auflageboden 16 angeordnet,
dienen der Durchführung
von Kabelverbindungen für
die elektrische Stromversorgung der in dem Innenraum 31 angeordneten
Leuchtstoffröhre 18.
Die Leuchtstoffröhre 18 wird
von einer Leuchtenhalterung 20 getragen, an welcher darüber hinaus
ein Vorschaltgerät 19 angeordnet
ist. Hinter der Leuchtstoffröhre 18,
auf deren der Revisionsklappe 4 zugewandten Seite ist ein
goldbedampfter oder ein sonstiger hochreflektierender Reflektor 10 angeordnet.
In Richtung der sektorförmigen
Lichtaustrittsöffnung 3 vor
der Leuchtstoffröhre
ist eine einstellbare Lamellenblende 17 als Blendschutz
angeordnet. Die Schraubverbindung 14, der Reflektor 10,
das Vorschaltgerät 19,
die Durchführungsöffnungen 11 und 12 sowie
die Lamellenblende 17 und die Leuchtstoffröhre 18 sind
von der Revisionsklappe 4 aus und durch die Revisionsöffnung 34 hindurch
einsehbar und erreichbar.
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Zur
einfachen Ermöglichung
des Verdrehens von mehreren Modulen untereinander in einer horizontalen
Ebene können
die Gewindelöcher
der Schraubverbindungen 14 zur Aufnahme der korrespondierenden
Schrauben auf einem zentrisch um den Mittelpunkt des Auflagebodens 16 angeordneten Lochkreis
liegen, auf welchem die Gewindebohrungen in äquidistanten Bogenabständen angeordnet sind.
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Durch
den die kreiszylindrische Zylindergrundfläche des Modulgehäuses 2 mit
einem kleineren Durchmesser nachbildenden Auflageboden 16 entsteht
in Verbindung mit der durch die umlaufende Schulter 15 und
der Oberseite 5' des oberen
Endes eines darunter angeordneten Moduls 1' eine Schattenfuge 13,
welche die ansonsten glatte Außenfläche der
erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung unterbricht
und einen ästhetischen
Halt für
das Auge eines Betrachters bildet. Jeweils auf die Oberseite 5 des
obersten, auf einem Lampenmast 21, 22 angeordneten
Modul 1 wird ein bombierter Deckel 7 montiert,
welcher die Durchführungsöffnung 11 an
der Oberseite 5 verschließt und durch die gewölbte Oberfläche das
Ablaufen von Regenwasser gewährleistet.
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Gleichermaßen können der
Querschnitt des Moduls bzw. der Module und der Querschnitt des Lampenmastes
quadratisch oder fünf-
oder sechseckig und somit als Mehreck ausgebildet sein, wobei jedoch
die Querschnitte gleich sind, so dass die äußere Kontur von Modul und Lampenmast
ineinander übergehen.
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2 zeigt das Modul der 1 in einem horizontalen
Querschnitt von oben. Der Reflektor 10 beschränkt den
Abstrahlwinkel der Leuchtstoffröhre auf
den Öffnungswinkel
des Sektors der Lichtaustrittsöffnung 3,
wodurch die Lichtausbeute im Vergleich zu einer Rundumabstrahlung
deutlich verbessert wird. Das Glas 6 und die Revisionsklappe 4 sind
mittels jeweils einem gekröpften,
vorzugsweise umlaufenden Anschlag 9 für das Glas 6 und an
einem gekröpften,
ebenfalls vorzugsweise umlaufenden Anschlag 8 für die Revisionsklappe 4 bündig in
die Außenfläche eingelassen.
Die sektorförmige
Lichtaustrittsöffnung 3 weist
vorzugsweise einen Öffnungswinkel
von 120° auf.
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In
den 3 und 4 sind Beleuchtungseinrichtungen
dargestellt, bei denen ein beziehungsweise zwei Module 1 auf
einem Lampenmast 21 beziehungsweise 22 angeordnet
sind. Der Lampenmast 21 in 3,
welcher beispielsweise eine Pollerleuchte darstellt, ist durch den
Lampenmast 22 in 4 ebenfalls
modular verlängert,
wobei die einzelnen Module jeweils durch Schattenfugen voneinander
getrennt sind.
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Bei
dem in 5 dargestellten
Modul 1 sind zwei einzeln verstellbare Spotreflektoren 24 und 25 hinter
einer Lamellenblende in dem Innenraum 31 angeordnet. Von
der Revisionsklappe 4 aus durch die Revisionsöffnung 34 hindurch
zugänglich,
können die
Spotreflektoren nach der Montage des Moduls 1, beispielsweise
auf der Spitze eines in 7 dargestellten
Lampenmastes 28, genau ausgerichtet werden. Ein Vorschaltgerät 26 ist
unterhalb der Spotreflektoren 24 und 25 in dem
Innenraum 31 des Modulgehäuses 2 angeordnet.
Wie in 1 ist auch in 5 der modulare Aufbau durch
ein unter dem Auflageboden 16 des Modul 1 angeordnetes
Modul 1' verdeutlicht.
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6 zeigt, wie die Spotreflektoren 24 und 25 in
dem Innenraum 31 des Moduls 1 angeordnet sind,
ohne dass die äußere, kreiszylindrische
Form durch herausstehende Teile oder dergleichen gestört wird.
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5a zeigt eine Bestückung eines
Moduls 1 mit zwei unterschiedlich ausrichtbaren Reflektoren 27 zur
Fassadenanstrahlung. Die Reflektoren 27 sind hinter einer
Lamellenblende 33 mit einzeln verstellbaren Lamellen angeordnet,
so dass sowohl die Blendwirkung, als auch die Verteilung des diffusen Lichts
durch die Lamellen präzise
gesteuert werden kann.
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Das
in 5b dargestellte Modul 1 ist
mit einem Wallwasher-Reflektor 23 zur Fassaden und Straßenbeleuchtung
ausgestattet.
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Die
in der 7 dargestellte
Beleuchtungseinrichtung besteht aus zwei auf einem Lampenmast 28 angeordneten
Modulen 1 und 1',
wobei die Trennung zwischen benachbarten Modulen wiederum durch
die Schattenfugen 13 erkennbar ist.
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8 zeigt einen vertikalen
Schnitt durch ein Modul 1, welches mit einem Reflektor
zur Straßenbeleuchtung 29 ausgestattet
ist. Unterhalb des Reflektors zur Straßenbeleuchtung 29 ist
ein Vorschaltgerät 26 angeordnet.
In 9 ist ein horizontaler
Schnitt durch ein solches, mit einem Reflektor zur Straßenbeleuchtung 29 ausgestattetes
Modul 1 dargestellt. Auch hier kragen keine Teile des Reflektors
zur Straßenbeleuchtung 29 über die
kreiszylindrische Form des Moduls 1 hinaus.
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Das
in 8a in einem vertikalen
Querschnitt dargestellte Modul 1 ist mit einer Kamera ausgestattet.
Durch den Einbau einer Kamera in ein Modul 1 ist diese besser
vor Verschmutzung und Vandalismus geschützt und wird insbesondere bei
der Objektüberwachung,
beispielsweise an sensiblen Punkten im Stadtbild im öffentlichen
Raum nicht wahrgenommen.
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10 verdeutlicht den flexiblen,
modularen Aufbau der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung.
Auf einem Lampenmast 31 sind vier Module 1, 1', 1" und 1"' angeordnet, welche
unabhängig
voneinander verschiedene Funktionen, beispielsweise für die Straßenbeleuchtung,
für die
Fassadenbeleuchtung, für
die Beleuchtung eines Eingangsbereichs und für die Überwachung des Eingangsbereichs übernehmen
können.
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Je
nach Verwendungszweck und nach der auszuführenden Funktion, ist zur Wahrung
der geschlossenen, insbesondere bevorzugten kreiszylindrischen Form
der Module und des Lampenmastes in Abhängigkeit von der Bestückung der
Module ein anderer Außendurchmesser
der Module 1, 1', 1", 1"' erforderlich, welche
auf den selben Durchmesser wie ein Modul aufweisende Lampenmaste 21, 22, 28 montiert
werden. Einige einer ästhetisch-schlanken Form
besonders zuträgliche
Höhen-Durchmesser-Verhältnisse
sind in den 3, 4, 7 und 10 dargestellt.
So beträgt
die in 3 mit l1 bezeichnete Höhe 1240mm bei einem Durchmesser
d1 von 120mm. Die in 4 mit l2 bezeichnete
Höhe beträgt 3840mm
bei einem Durchmesser d2 von ebenfalls 120mm.
Die in 7 mit l3 bezeichnete Höhe beträgt 5420mm bei einem Durchmesser
d3 von 170mm. Die in 10 mit l4 bezeichnete
Höhe beträgt 9440mm bei
einem Durchmesser d4 von 240mm.
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Gewerbliche Anwendbarkeit
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Die
Erfindung ist insbesondere für
die Beleuchtung privater und öffentlicher
Gebäude
und Wege und Straßen,
insbesondere im öffentlichen Raum,
gewerblich anwendbar.
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- 1,1',1",1"'
- Modul
- 2
- Modulgehäuse
- 3
- sektorförmige Lichtausfallöffnung
- 4
- Revisionsklappe
- 5,
5'
- Oberseite
des Moduls
- 6
- Glas
- 7
- bombierter
Deckel
- 8
- gekröpfter, umlaufender
Anschlag für
die Revisionsklappe
- 9
- gekröpfter umlaufender
Anschlag für
das Glas
- 10
- Reflektor
- 11
- obere
Durchführungsöffnung
- 12
- untere
Durchführungsöffnung
- 13,
13'
- Schattenfuge
- 14
- Schraubverbindung
- 15
- umlaufende
Schulter
- 16
- Auflageboden
- 17,
33
- Lamellenblende
- 18
- Leuchtstoffröhre
- 19,
26
- Vorschaltgerät
- 20
- Leuchtenhalterung
- 21,
22, 28, 31
- Lampenmast
- 23
- Wallwasher-Reflektor
- 24,
25
- Leuchtmittel
mit Spotreflektor
- 27
- Reflektor
zur Gebäude-
und Objektanstrahlung
- 29
- Reflektor
für die
Straßenbeleuchtung
- 30
- Kamera
- 31
- Innenraum
- 32
- Lamellenband
mit einzeln verstellbaren Lamellen
- 34
- sektorförmige Revisionsöffnung bzw.
Ausschnitt