DE20307774U1 - Vorrichtung zum Einrichten einer menschlichen oder tierischen Wirbelsäule, vorzugsweise im Bereich der Halswirbel - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung
zum Einrichten einer menschlichen oder tierischen Wirbelsäule, vorzugsweise im
Bereich der Halswirbel, mit einer Platte (4, 6), an der mindestens
eine Öffnung
(5) zur Aufnahme einer Halswirbelschraube (1) vorgesehen ist, wobei
sich die Öffnung
(5) zum Halswirbel hin konisch verjüngt, dadurch gekennzeichnet,
dass die Halswirbelschraube (1) einen Senkkopf (3) aufweist, und
dass eine der Öffnung
(5) zugewandte Oberfläche
des Senkkopfes (3) und/oder eine Oberfläche der Öffnung (5) zumindest teilweise
aufgeraut ausgebildet ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einrichten einer menschlichen oder tierischen Wirbelsäule, vorzugsweise im Bereich der Halswirbel, mit einer Platte, an der mindestens eine Öffnung zur Aufnahme einer Halswirbelschraube vorgesehen ist, wobei sich die Öffnung zum Halswirbel hin konisch verjüngt.
- Aus dem DE-G 83 09 326.5 ist eine Platte für die Spondylodese der Wirbelsäule bekannt, die eine Anzahl von länglichen Öffnungen mit kreisförmigen Ausnehmungen aufweist, wobei in jede kreisförmige Ausnehmung eine Schraube einsetzbar ist. Die längliche Öffnung ist in ihrer vom Wirbel abgewandten Seite angepasst, so dass die Schraube hier passgenau aufgenommen werden kann. Nachdem diese Platte mit den dazugehörigen Schrauben an der Wirbelsäule implantiert ist, kann es erfahrungsgemäß vorkommen, dass sich aufgrund der Bewegung der einzelnen Wirbel die eine oder andere Schraube wieder löst. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Schraube nicht 100%ig an der Platte zur Anlage kommt, so dass die verbleibende Kontaktfläche klein ist und somit wenig Widerstand gegen das Lösen der Schraube darstellt.
- Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zum Einrichten einer menschlichen oder tierischen Wirbelsäule zu schaffen, bei der die Halswirbelschraube auch bei starker Bewegung der Wirbel zuverlässig in ihrer Position bleibt.
- Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die eingangs genannte Vorrichtung dahingehend weiterzubilden, dass die Halswirbelschraube einen Senkkopf aufweist, und dass eine der Öffnung zugewandte Oberfläche des Senkkopfes und/oder eine Oberfläche der Öffnung zumindest teilweise aufgeraut ausgebildet ist.
- Eine nach dieser technischen Lösung ausgebildete Vorrichtung hat den Vorteil, dass im Kontaktbereich zwischen Platte und Hatswirbelschraube aufgrund der Oberflächenrauhigkeit ein gewisser Formschluss entsteht, der eine Relativbewegung von Schraube zur Platte verhindert und der folglich auch ein Lösen der Schraube erschwert.
- Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass erfindungsgemäß eine spezielle Halswirbelschraube verwendet wird, die mit ihrem Knochengewinde sehr zuverlässig im Wirbel gehalten wird.
- In einer bevorzugten Weiterbildung ist der Senkkopf der Halswirbelschraube so ausgewählt, dass die Oberkante des Senkkopfes bündig mit der Oberseite der Platte abschließt, sobald die Halswirbelschraube ordnungsgemäß eingesetzt ist. Hierdurch entsteht eine relativ glatte Oberfläche des gesamten Implantats, so dass ein späteres Einklemmen von Wirbeln zwischen Halswirbelschraube und Platte verhindert wird.
- Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigen:
-
1 eine Frontansicht einer erfindungsgemäßen Halswirbelschraube; -
2 eine Seitenansicht der Halswirbelschraube gemäß1 ; -
3 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Platte; -
4 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Platte; -
5 eine Ausschnittsvergrößerung der Platte gemäß4 in geschnitten dargestellter Seitenansicht, geschnitten entlang Linie IV – IV in4 . - In den
1 und2 ist eine Halswirbelschraube1 dargestellt, an dessen Schaft2 ein Knochengewinde ausgebildet ist, wobei sich an dem Schaft2 ein konisch ausgebildeter Senkkopf3 anschließt, dessen Oberfläche, zumindest des konischen Abschnittes, sehr stark aufgeraut ausgebildet ist. - In
3 ist eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Platte4 dargestellt, bei der in zwei nebeneinander angeordneten Reihen jeweils versetzt Öffnungen5 zur Aufnahme einer Halswirbelschraube1 gemäß den1 und2 ausgebildet ist. - In
4 ist eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Platte6 dargestellt, bei der die Öffnungen5 einreihig angeordnet sind. - In
5 ist eine Öffnung5 vergrößert dargestellt. Hieraus ist ersichtlich, dass die Öffnung5 sich konisch verjüngend ausgebildet ist, wobei die kleinere Öffnung dem Halswirbel zugeordnet ist, während die große Öffnung vom Halswirbel abgewandt ist. Hinter der Öffnung5 wird die Halswirbelschraube1 eingesetzt, wobei der Schaft mit dem Gewinde vollständig durch die Öffnung5 hindurchreicht und wobei der Senkkopf3 im Idealfall bündig an der Oberfläche der Öffnung5 zur Anlage kommt. Dabei ist die Oberfläche der Öffnung ebenfalls stark aufgeraut ausgeführt. - Durch die stark aufgeraute Oberfläche der Öffnung
5 und durch die stark aufgeraute Oberfläche des Senkkopfes3 entsteht zwischen beiden ein gewisser Formschluss, zumindest jedoch eine erhöhte Reibung, so dass die Halswirbelschraube1 hierdurch gegen ungewolltes Rückdrehen gesichert ist. Folglich wird ein unbeabsichtigtes Öffnen der Halswirbelschraube nach deren Implantation vermieden. - Diese Wirkung tritt auch dann ein, wenn die Halswirbelschraube
1 nicht exakt in der Öffnung fixiert ist, d. h. wenn die Halswirbelschraube1 schräg oder verkantet in der Platte4 ,6 zur Anlage kommt. In diesem Fall liegt der Senkkopf3 nur teilweise an der Oberfläche der Öffnung5 an. Auch in diesem Falle wird durch die aufgeraute Oberfläche des Senkkopfes3 und durch die aufgeraute Oberfläche der Öffnung5 ein gewisser Formschluss und eine erhöhte Reibung erreicht, so dass die Halswirbelschraube gesichert ist. - In einer anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsform ist wahlweise nur der Senkkopf oder die Öffnung aufgeraut ausgebildet. Auch in diesem Falle tritt eine erhöhte Reibung zwischen Halswirbelschraube und Platte auf, bis ein unbeabsichtigtes Herausdrehen der Halswirbelschraube unwahrscheinlich wird.
- In noch einer anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsform ist die Oberfläche der Senkkopfschraube und/oder die Oberfläche der Öffnung wellig, geriffelt oder geätzt ausgebildet. Auch diese Varianten werden als aufgeraut im Sinne dieser Erfindung verstanden, da auch hierdurch eine Sicherung der Halswirbelschraube an der Platte erreicht wird.
Claims (2)
- Vorrichtung zum Einrichten einer menschlichen oder tierischen Wirbelsäule, vorzugsweise im Bereich der Halswirbel, mit einer Platte (
4 ,6 ), an der mindestens eine Öffnung (5 ) zur Aufnahme einer Halswirbelschraube (1 ) vorgesehen ist, wobei sich die Öffnung (5 ) zum Halswirbel hin konisch verjüngt, dadurch gekennzeichnet, dass die Halswirbelschraube (1 ) einen Senkkopf (3 ) aufweist, und dass eine der Öffnung (5 ) zugewandte Oberfläche des Senkkopfes (3 ) und/oder eine Oberfläche der Öffnung (5 ) zumindest teilweise aufgeraut ausgebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Senkkopf (
3 ) der Halswirbelschraube (1 ) im montierten Zustand bündig mit der Platte (4 ,6 ) abschließt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20307774U DE20307774U1 (de) | 2003-05-19 | 2003-05-19 | Vorrichtung zum Einrichten einer menschlichen oder tierischen Wirbelsäule, vorzugsweise im Bereich der Halswirbel |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20307774U1 true DE20307774U1 (de) | 2004-09-23 |
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ID=33039397
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20307774U Expired - Lifetime DE20307774U1 (de) | 2003-05-19 | 2003-05-19 | Vorrichtung zum Einrichten einer menschlichen oder tierischen Wirbelsäule, vorzugsweise im Bereich der Halswirbel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20307774U1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0530585A2 (de) * | 1991-09-03 | 1993-03-10 | Synthes AG, Chur | Selbstsichernde resorbierbare Schrauben und Platten zum inneren Festmachen von Knochenbrüchen und Befestigen von Sehnen an Knochen |
| DE4409833A1 (de) * | 1994-03-22 | 1995-10-05 | Biedermann Motech Gmbh | Stabilisierungseinrichtung, insbesondere zur Stabilisierung der Wirbelsäule |
| WO1997022306A1 (en) * | 1995-12-20 | 1997-06-26 | Smith & Nephew Inc. | Osteosynthesis apparatus |
| DE19950270A1 (de) * | 1999-10-18 | 2001-05-31 | Schaefer Micomed Gmbh | Knochenplatte |
| US20020058939A1 (en) * | 1997-08-04 | 2002-05-16 | Spinal Concepts, Inc. | System and method for stabilizing the human spine with a bone plate |
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2003
- 2003-05-19 DE DE20307774U patent/DE20307774U1/de not_active Expired - Lifetime
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Effective date: 20091201 |