Anwaltsakte: 47 990 XI
friedola Gebr. Holzapfel GmbH & Co. KG
Zerlegbarer Behälter und Behältersystem
Die Erfindung betrifft einen Behälter, der zerlegbar und aus den durch die Zerlegung erhaltenen Behälterbestandteilen wieder zusammenbaubar ist, und ein Behältersystem aus zu einem Behälter zusammenbaubaren Behälterbestandteilen.
Zerlegbare, wiederverwendbare Behälter haben den Vorteil, dass die durch die Zerlegung aus dem Behälter erhaltenen Behälterbestandteile in eine handliche Form zusammengelegt und raumsparend bis zu einer erneuten Verwendung gelagert oder zu einem neuen Verwendungsort transportiert werden können. Die Forderung nach Zerlegbarkeit und insbesondere die weitergehende Forderung nach Zusammenlegbarkeit hat in vielen Fällen jedoch die Folge, dass die Behälter bezüglich ihrer Höhe beschränkt sind und ihre Stabilität der von fest gefugten Behältern unterlegen ist.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen zerlegbaren und aus den durch die Zerlegung erhaltenen Bestandteilen wieder zusammenbaubaren Behälter mit verbesserter Funktionalität zu schaffen. Die Verbesserung der Funktionalität sollte sich insbesondere in einer verbesserten mechanischen Stabilität und/oder Variabilität des Behälters ausdrücken.
Die Erfindung betrifft einen zerlegbaren Behälter, der aus wenigstens einem Abschlussteil, Seitenwänden und wenigstens einem Multifunktionsprofil besteht. Der Behälter ist zerstörungsfrei von Hand zerlegbar, vorzugsweise ohne Werkzeug, und die Einzelbestandteile sind dadurch zerstörungsfrei voneinander separierbar. Das Multifunktionsprofil ist vereinzelbar. Vorzugsweise ist auch das Abschlussteil vereinzelbar. Die Seitenwände sind vorzugsweise gruppenweise, d. h. zu Seitenwandgruppen vereinzelbar. Der Behälter kann dem Transport oder auch nur der Lagerung von Gütern dienen.
Das Abschlussteil bildet einen Boden oder einen Deckel des Behältnisses. Die Seitenwände ragen von dem Abschlussteil in Richtung einer Behältnisachse auf. Richtungen, die parallel zu der Behältnisachse weisen oder mit ihr zusammenfallen, werden im Folgenden als axial bezeichnet. Dass die Seitenwände von dem Abschlussteil aufragen, soll besagen, dass sie von einer Abschlussfläche, d. h. von einer Bodenfläche oder Deckelfläche, in irgendeine Richtung aufragen, vorzugsweise senkrecht, insbesondere in Richtung der Vertikalen. Als Abschlussteil wird auch ein Zwischenboden verstanden. Vorzugsweise bildet das Abschlussteil jedoch den Deckel oder insbesondere den Endboden des Behälters, auf dem der Behälter bei vertikaler Aufstellung ruht.
Das Multifünktionsprofil verbindet wenigstens eine erste der Seitenwände mit dem Abschlussteil oder mit einer zweiten der Seitenwände. Falls das Multifünktionsprofil Seitenwände miteinander verbindet, handelt es sich um Seitenwände, die einander axial verlängern. Von den genannten Behälterbestandteilen ist zumindest das Multifünktionsprofil aus den genannten Verbindungen zerstörungsfrei lösbar und dadurch vereinzelbar.
Durch die Verwendung des Multifunktionsprofils zur Verbindung von Seitenwänden, die axial einander verlängern, wird die Variabilität in Bezug auf die Höhe, falls die Seitenwände vertikal weisen, oder in Bezug auf die Länge, falls sie nur horizontal weisen, erhöht. Falls das Multifünktionsprofil dazu dient, die Seitenwände oder einen Teil der Seitenwände mit dem Abschlussteil zu verbinden, können das Abschlussteil und die ihm benachbarten Seitenwände im Verbindungsbereich einfacher geformt sein als bei einer unmittelbaren Verbindung dieser Seitenwände mit dem Abschlussteil. Ferner kann bei Verwendung von vorzugsweise glatten Seitenwänden und einfacher Form eines Verbindungsbereichs des Abschlussteils eine stabilere Verbindung zwischen dem Abschlussteil und den angrenzenden Seitenwänden als durch eine unmittelbare Verbindung des Abschlussteils mit den Seitenwänden erhalten werden. Li bevorzugter Ausführung ist das Multifünktionsprofil jedoch allenfalls in Nebenfunktion für eine Verbindung des Abschlussteils mit einer der Seitenwände oder mehreren Seitenwänden geformt, sondern für die Verbindung von zwei einander axial verlängernden Seitenwänden. Das
Multifunktionsprofil erfüllt in diesem Fall nicht nur die Funktion der Verbindung der Seitenwände, sondern gleichzeitig auch die Funktion als Stabilisator. Die aus den beiden Seitenwänden und dem Multifunktionsprofil zusammengesetzte Seitenwand weist vorteilhafterweise eine größere Beulsteifigkeit auf als eine Seitenwand, die wie eine der einander verlängernden Seitenwände gebildet ist, aber die gleiche Fläche wie die zusammengesetzte Seitenwand hat.
Über die wenigstens zwei genannten Verbindungsfunktionen hinaus erfüllt das Multifunktionsprofil in bevorzugter Ausführung eine dritte Verbindungsfunktion, insbesondere Stützfunktion, für wenigstens ein Funktionselement, das in dem Behältnis angeordnet ist oder angeordnet werden kann. Das Multifunktionsprofil bildet in solchen Ausführungen eine Stützeinrichtung. Das wenigstens eine Funktionselement dient entweder der Aufnahme eines Guts oder der Befüllung oder Entleerung des Behältnisses oder der Versteifung des Behältnisses. Das Funktionselement kann auch so gebildet sein, dass es eine Kombination von mehreren der genannten Funktionen gleichzeitig erfüllt. In bevorzugten Ausführungen sind mehrere Funktionselemente, die je gleich sein können, aber nicht gleich sein müssen, an dem Multifunktionsprofil abstützbar oder sind an dem Multifunktionsprofil abgestützt, falls sie in dem Behältnis zur Erfüllung von wenigstens einer der genannten Funktionen tatsächlich angeordnet sind. Die Stützeinrichtung ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie nicht nur die reine Stützfunktion übernehmen kann, sondern darüber hinaus das wenigstens eine Funktionselement positioniert und gegebenenfalls sogar fixiert. Falls an der Stützeinrichtung mehrere Funktionselemente, gleiche oder ungleiche, abgestützt sind, gilt dies vorteilhafterweise für alle an der Stützeinrichtung abgestützten Funktionselemente.
Das Multifunktionsprofil bildet die Stützeinrichtung in Form eines Verbindungsprofils, das vorzugsweise quer zu der Behälterachse vorsteht. Das Verbindungsprofil steht vorzugsweise auch quer über die Seitenwand vor, mit der das Multifunktionsprofil verbunden ist. Allerdings soll nicht ausgeschlossen sein, dass das die Stützeinrichtung bildende Verbindungsprofil innerhalb des Behältnisses hinter der betreffenden Seitenwand zurücksteht oder zumindest nicht vorsteht. In solchen Fällen steht es jedoch vorzugsweise zumindest über ein Verbindungsprofil, das das Multifunktionsprofil zur Verbindung mit der
Seitenwand bildet, vor. Grundsätzlich könnte die Stützeinrichtung jedoch auch durch das für die Verbindung mit der Seitenwand gebildete Verbindungsprofil des Multifunktionsprofils integriert gebildet werden, beispielsweise in Form eines Durchbruchs oder mehrerer Durchbrüche, in die das wenigstens eine Funktionselement oder die mehreren Funktionselemente eingehängt oder eingesteckt werden kann bzw. können. Falls die Stützeinrichtung von einem quer zu der Bearbeitungsachse vorstehenden Verbindungsprofil gebildet wird, erhöht solch ein Verbindungsprofil vorteilhafterweise zusätzlich die Stabilität des Multifunktionsprofils, und es kann das wenigstens eine Funktionselement bei umlaufend gebildeten Multifunktionsprofilen besonders einfach auf dem betreffenden Verbindungsprofil aufgelegt, eingehängt, eingeclippt oder in sonst einer geeigneten Art und Weise abgestützt und vorteilhafterweise auch gleich positioniert und gegebenenfalls fixiert werden.
Das wenigstens eine Funktionselement kann insbesondere ein Versteifungsgebilde sein, das der Erhöhung der Beulsteifigkeit des Behältnisses dient. Das Versteifungsgebilde kann beispielsweise ein Versteifungsstab sein, der auf zwei Multifunktionsprofilen, die an einander gegenüberliegenden Seitenwänden angeordnet sind, ganz einfach aufgelegt wird. In diesem Fall wird das Behältnis allerdings nur gegen Druckkräfte, die von außen auf die Seitenwände wirken, stabilisiert. Um die Beulsteifigkeit gegen Druckkräfte von innen zu erhöhen, muss das Versteifungsgebilde zwischen den einander gegenüberliegenden Seitenwänden auf Zug beansprucht werden können. So können das Versteifungsgebilde und die Stützeinrichtung des Multifunktionsprofils so gebildet sein, dass das Versteifungsgebilde an seinen Enden mit dem jeweiligen Multifunktionsprofil je mittels eines Formschlusses verbunden ist, beispielsweise in Form eines einfachen Hintergriffs, durch den auf das Versteifungsgebilde wirkende Zugkräfte übertragbar sind. Andere Arten der Verbindung, wie beispielsweise eine Schraubverbindung, sind ebenfalls geeignet.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird mit mehreren Funktionselementen ein Gefach für die Aufnahme von Stückgütern gebildet, beispielsweise für je eines der Stückgüter ein Einzelfach des Gefachs. Die an der Stützeinrichtung des Multifunktionsprofils abgestützten Funktionselemente des Gefachs können gitterförmig angeordnet sein. Sie können auch aneinander befestigt sein und so ein vorgefertigtes Gitter
bilden. Vorzugsweise sind die Funktionselemente jedoch vereinzelt und werden durch die Stützeinrichtung nicht nur gestützt, sondern auch längs des Multifunktionsprofils zueinander beabstandet positioniert und vorzugsweise auch fixiert. Dies erhöht die Flexibilität bezüglich der Größe und Form der Einzelfächer des Gefachs. In besonders bevorzugter Ausführung sind die an dem Multifunktionsprofil abgestützten Funktionselemente als Trägerstangen gebildet, die an ihren beiden Enden an den einander gegenüberliegend angeordneten Multifunktionsprofilen abgestützt sind. An den Trägerstangen ist vorzugsweise ein flächenförmiges, flexibles Material gehalten, das sich je zwischen zwei benachbarten Trägerstangen durchhängend erstreckt. Auf diese Weise wird ein Gefach mit sackartigen Einzelfächern erhalten. Das flächenförmige Material kann insbesondere ein Gewebe, beispielsweise ein Tuch oder Vlies, aber grundsätzlich beispielsweise auch ein stabiles, d. h. reißfestes, Folienmaterial sein.
In einer weiteren bevorzugten Ausführung dient der Behälter als Schüttgutbehälter. Hierfür ist in dem Behälter ein Schüttguttrichter gebildet, durch den der Behälter entleert werden kann. Der Auslass des Trichters kann in einer der Seitenwände nahe des Behälterbodens oder vorzugsweise in dem Behälterboden gebildet sein. Der Trichter ist an dem Multifunktionsprofil abgestützt. Für die Zerlegbarkeit des Behälters, insbesondere für die Zusammenlegbarkeit, ist es vorteilhaft, wenn der Trichter aus mehreren separaten Schalenoder bevorzugter Plattenkörpern gebildet wird. Plattenkörper werden aufgrund ihrer Planität Schalenkörpern vorgezogen. Jeder einzelne der Schalen- oder Plattenkörper bildet ein Funktionselement. Diese den Trichter bildenden Funktionselemente sind an dem Multifunktionsprofil bevorzugt einzeln abgestützt. Vorzugsweise sind sie lose eingehängt und stützen sich im eingehängten Zustand mit ihren unteren Enden an dem Boden des Behälters ab. Durch das lose Einhängen der Funktionselemente, d. h. der Trichterplatten oder -schalen, können die Funktionselemente einfach und rasch mit dem Multifunktionsprofil verbunden und ebenso einfach und rasch wieder von ihm gelöst werden.
In besonders bevorzugten Ausführungen, in denen das Multifunktionsprofil zwei einander axial verlängernde Seitenwände oder eine Seitenwand und das Abschlussteil miteinander verbindet und gleichzeitig auch noch die Stützeinrichtung bildet, umfasst das
Multifunktionsprofil wenigstens drei, vorzugsweise genau drei Verbindungsprofile. Ein erstes Verbindungsprofil dient der Verbindung mit einer Seitenwand, ein zweites Verbindungsprofil dient der Verbindung mit einer anderen Seitenwand oder dem Abschlussteil, und das dritte Verbindungsprofil bildet die Stützeinrichtung für das wenigstens eine Funktionselement, das in dem Behältnis angeordnet ist oder mittels dem Funktionsprofil angeordnet werden kann.
Das Multifunktionsprofil ist mit den Seitenwänden vorzugsweise je formschlüssig und quer zu den Seitenwänden nicht bewegbar verbunden. Für die Verbindung kann es vorteilhaft sein, wenn zwischen dem Multifunktionsprofil und der betreffenden Seitenwand zusätzlich ein geringer Reibschluss besteht. Insbesondere kann eine Steckverbindung die in erster Linie formschlüssige und vorzugsweise ergänzend auch reibschlüssige Verbindung zwischen dem Multifunktionsprofil und der jeweiligen Seitenwand bilden.
Das erste Verbindungsprofil bildet vorzugsweise eine Aufnahme, beispielsweise eine Nut, in der ein Randstreifen der ersten Seitenwand aufgenommen ist. Bevorzugt ist das erste Verbindungsprofil ein einfaches U-Profil. Falls die Seitenwände je doppelwandig sind, kann beispielsweise auch ein T-Profil das erste Verbindungsprofil bilden, wobei der ungeteilte Balken des T-Profils in die doppelwandige Seitenwand hineinragt.
Das vorstehend Gesagte gilt vorzugsweise auch fur das zweite Verbindungsprofil des Multifunktionsprofils. In besonders bevorzugter Ausfuhrung bilden die beiden Verbindungsprofile zusammen ein H-Profil.
Das Multifunktionsprofil kann grundsätzlich einfach gerade oder sogar gekrümmt sein. Vorzugsweise umfasst es aber wenigstens zwei Profilschenkel, die miteinander einen Winkel einschließen und bezüglich des eingeschlossenen Winkels winkelsteif miteinander verbunden sind. Besonders bevorzugt bildet das Multifunktionsprofil einen geschlossenen Ring mit mehreren geraden, vorzugsweise vier geraden, Profilschenkeln, die je paarweise einen steifen Winkel einschließen. Der Behälter kann insbesondere ein Quadrat oder Quader sein.
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Die Seitenwände bilden in bevorzugten Ausführungen je paarweise miteinander ein Drehgelenk, um das sie klappbar und dadurch zusammenfaltbar sind. Vorzugsweise bilden mehrere Seitenwände, insbesondere vier Seitenwände, einen geschlossenen Seitenwandring, an dessen Kanten je zwei der Seitenwände das genannte Drehgelenk bilden. Ein geschlossener Seitenwandring mit Kanten, die je ein Drehgelenk des Rings bilden, umfasst vorzugsweise noch wenigstens zwei weitere Drehgelenke parallel zu den Kanten in den Flächenbereichen der Seitenwände des Rings. Falls die Seitenwandringe Vierecke bilden, sollten die beiden weiteren Drehgelenke an zwei im Viereck einander gegenüberliegenden Seitenwänden gebildet sein, so dass der Seitenwandring mittels M-Faltung 4-lagig zusammenfaltbar ist. Falls die axial gemessene Länge eines Seitenwandrings die Breite des Behälters überschreitet, sind in zwei gegenüberliegenden der Seitenwänden vorzugsweise zwei solcher Drehgelenke gebildet, so dass der Seitenwandring mittels Z-Faltung 6-lagig zusammenfaltbar ist.
Die Seitenwände sind vorzugsweise plan und glatt.
Ein erfindungsgemäßes Behältersystem umfasst zumindest das wenigstens eine Abschlussteil, Seitenwände, wenigstens ein Funktionselement, vorzugsweise eines der genannten Funktionselemente, und das Multifunktionsprofil. Das Multifunktionsprofil des Behältersystems ist vorzugsweise wie vorstehend beschrieben ausgebildet. So weist es wenigstens zwei Verbindungsprofile auf, von denen eines mit einer ersten der Seitenwände verbindbar ist. Das andere Verbindungsprofil ist für die Verbindung mit dem Abschlussteil oder einer die erste der Seitenwände axial verlängernden zweiten der Seitenwände oder für die Verbindung mit dem wenigstens einen Funktionselement ausgebildet. Es ist somit nicht unumgänglich erforderlich, dass die wenigstens zwei Verbindungspro file je mit einer der Seitenwände oder dem Abschlussteil verbindbar sein müssen. Es genügt, wenn eines der wenigstens zwei Verbindungsprofile in Erfüllung seiner Verbindungsfunktion die Stützfunktion für das wenigstens eine Funktionselement übernehmen kann. Falls eines der wenigstens zwei Verbindungsprofile nicht mit einer der Seitenwände oder dem Abschlussteil verbindbar ist, so wird es bevorzugt, wenn das Multifunktionsprofil noch ein weiteres Verbindungsprofil für diese Verbindung bildet. Falls das Multifunktionsprofil nicht über ein weiteres Verbindungsprofil für die Verbindung mit dem Abschlussteil oder
einer anderen Seitenwand verfügt, so kann es immerhin als Randversteifung für die Seitenwand dienen, mit der es mittels des einen seiner Verbindungsprofile verbunden ist. Mit dem anderen Verbindungsprofil kann es die Stützfunktion für das wenigstens eine Funktionselement oder mehrere Funktionselemente bilden. Zumindest die Verbindungen, die die Verbindungsprofile des Multifunktionsprofils mit den Seitenwänden bilden können, sind zerstörungsfrei von Hand, vorzugsweise ohne Werkzeug, lösbar.
Das Behältersystem kann, wie auch der Behälter, über die Minimalkonfiguration hinaus mehrere der Multiflinktionsprofile, mehrere Abschlussteile, insbesondere einen Boden und einen Deckel, Seitenwände in einer für die Höhenvariabilität erforderlichen Anzahl, insbesondere mehrere Seitenwandringe, umfassen. Ferner umfasst das Behältersystem vorzugsweise mehrere Funktionselemente nicht nur einer Art, sondern auch mehrerer Arten, beispielsweise die Trägerstangen und das flächenhafte, flexible Material zur Bildung eines Gefachs für Stückgüter und/oder die Trichterplatten oder -schalen für die Bildung des Schüttgutbehälters und/oder das Versteifungsgebilde oder mehrere Versteifungsgebilde zur Versteifung auf unterschiedlichen Höhen des Behälters. Die genannten Funktionselemente und daraus bildbaren Funktionsgebilde sind nur beispielhaft zu verstehen und können mittels des Multifunktionsprofils flexibel genutzt werden.
Das Abschlussteil oder die mehreren Abschlussteile des Behälters und des Behältersystems sind vorzugsweise je aus Kunststoff gefertigt, besonders bevorzugt je einstückig. Auch das Multifunktionsprofil oder die mehreren Multifunktionsprofile ist bzw. sind in bevorzugter Ausführung Kunststoffprofile. Das Abschlussteil und das Multifunktionsprofil bzw. die jeweils mehreren dieser Teile können insbesondere Kunststoffspritzgussteile sein. Die Seitenwände sind vorzugsweise ebenfalls Kunststoffteile. Besonders bevorzugt handelt es sich um extrudierte mehrlagige Stegplatten, insbesondere zweilagige Stegplatten mit Deckplatten und die Deckplatten verbindenden Stegen, die mit den Deckplatten im Querschnitt vorteilhafterweise ein Fachwerk bilden. Besonders geeignete Stegplatten werden in der deutschen Patentanmeldung Nr. 102 12 401 beschrieben, die diesbezüglich in Bezug genommen wird. Ein ebenfalls in besonderer Weise geeignetes Kunststoffmaterial für die Bildung der Seitenwände sind die Con Pearl® Platten der Anmelderin. Auch die Funktionselemente sind in bevorzugten Ausfuhrungen Kunststoffteile. Obgleich sämtliche
Komponenten des erfindungsgemäßen Behälters und des erfindungsgemäßen Behältersystems vorzugsweise Kunststoffteile sind, soll die Verwendung anderer Materialien jedoch nicht ausgeschlossen sein. So können die Seitenwände durchaus Wellpappenwände sein. Das Multifunktionsprofil kann durchaus auch ein Metallprofil sein.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung werden auch in den Unteransprüchen und durch deren Kombinationen beschrieben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Figuren erläutert. An den Ausführungsbeispielen offenbar werdende Merkmale bilden je einzeln und in jeder Merkmalskombination die Gegenstände der Ansprüche und auch die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen vorteilhaft weiter. Es zeigen:
Figur 12
einen erfindungsgemäßen Behälter in einem ersten Ausführungsbeispiel,
die voneinander gelösten Behälterbestandteile des Behälters der Figur 1,
den Behälter der Figur 1 in einem zusammengelegten Zustand,
ein Multifunktionsprofil einer ersten Ausführung im Querschnitt,
einen erfindungsgemäßen Behälter in einem zweiten Ausführungsbeispiel,
ein Multifunktionsprofil einer zweiten Ausführung in einer perspektivischen Teildarstellung,
ein Multifunktionsprofil einer dritten Ausführung, das Funktionselemente zur Bildung eines Gefachs abstützt,
das Multifunktionsprofil der dritten Ausführung in einer perspektivischen Teildarstellung,
das Multifunktionsprofil der dritten Ausführung mit einem modifizierten
Gefach,
einen erfindungsgemäßen Behälter in einem dritten Ausführungsbeispiel,
ein Multifunktionsprofil einer vierten Ausführung für den Behälter der Figur 10 in einem Querschnitt und
das Multifunktionsprofil der vierten Ausführung in einer perspektivischen Teildarstellung mit einem eingehängten Funktionselement.
Figur 1 zeigt einen Behälter, der aus mehreren Behälterbestandteilen zusammengesetzt ist. Die Behälterbestandteile sind zerstörungsfrei von Hand ohne Hilfsmittel voneinander lösbar, um den in seine Behälterbestandteile zerlegten Behälter raumsparend lagern und/oder an einen Einsatzort transportieren zu können. Die voneinander lösbaren Behälterbestandteile werden mittels einer Spanneinrichtung zusammengehalten.
Figur 2 zeigt die voneinander gelösten Behälterbestandteile in einer Explosionsdarstellung, in der sie zueinander je solch eine Position einnehmen, aus der sie in Richtung einer vertikalen Behälterachse V eines auf das andere gesetzt werden können, um den Behälter der Figur 1 zu bilden. Es fehlt in der Figur 2 lediglich die Spanneinrichtung, die die im zusammengebauten Behälter aufeinander sitzenden Behälterbestandteile zusammenhält. Ausgehend von dem zusammengebauten Behälter der Figur 1 können die Behälterbestandteile ebenfalls in der aus Figur 2 ersichtlichen Art und Weise voneinander gelöst und raumsparend zusammengelegt werden.
Figur 3 zeigt die Behälterbestandteile im zusammengelegten Zustand. In diesem Zustand nehmen die Behälterbestandteile einen im Vergleich zum zusammengebauten Behälter deutlich kleineren Raum . ein. Im Ausführungsbeispiel ist die Grundfläche im zusammengelegten Zustand die gleiche wie die des zusammengebauten Behälters, aber die in Richtung der Behälterachse V gemessene Höhe ist deutlich reduziert.
Der Behälter der Figur 1 ist aus zwei Abschlussteilen, nämlich einem Boden 1 und einem Deckel 2, drei Seitenwandringen 3, 4 und 5, zwei Multifunktionsprofilen 15 und mehreren Zurrgurten 7 gebildet. Die Zurrgurte 7 sind an dem Boden 1 und dem Deckel 2 die Seitenwandringe 3, 4 und 5 und die Multifunktionsprofile 15 überspannend befestigt und spannen den Boden 1 und den Deckel 2 in Richtung der Behälterachse V über die Seitenwandringe 3, 4 und 5 und die Multifunktionsprofile 15 gegeneinander. Der Behälter umschließt einen quaderförmigen, im Ausführungsbeispiel in etwa würfelförmigen Raum.
Der Boden 1 ist einstückig aus Kunststoff gebildet. Er bildet eine plane Bodenfläche 11 des Behälters und ist mit Fußelementen 12 versehen, zwischen denen Freiräume verbleiben, um die Standfestigkeit zu verbessern. Die Bodenfläche 11 ist rechteckig und wird von
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streifenförmigen Stützwänden 13 umrandet, die in Richtung der Behälterachse V von der Bodenfläche 11 aufragen, um den untersten Seitenwandring 3 eng einzufassen, wenn der Seitenwandring 3 auf die Bodenfläche 11 aufgestellt ist. Die Stützwände 13 sind mit Durchbrüchen 14 versehen, in die je einer der Zurrgurte 7 eingehakt wird, wie aus Figur 1 ersichtlich, um die Behälterbestandteile gegeneinander zu spannen und so aneinander zu befestigen. Der Deckel 2 bildet eine der Bodenfläche 11 am anderen Ende des Behälters gegenüberliegend zugewandte, parallele Bodenfläche. Die von dem Deckel 2 gebildete Bodenfläche ist den Durchbrüchen 14 je in etwa axial gegenüberliegend ebenfalls mit Durchbrüchen 2a versehen, in die je einer der Zurrgurte 7 mit seinem anderen Ende eingehakt werden kann, um die Spanneinrichtung zu bilden.
Die beiden Multifunktionsprofüe 15 dienen der Verbindung der drei Seitenwandringe 3, 4 und 5. Die Seitenwandringe 3, 4 und 5 bestehen je aus vier geraden, glattwandigen Seitenwänden, die entsprechend der Nummerierung der Seitenwandringe mit 3a bis 5d bezeichnet sind. Die Seitenwandringe 3, 4 und 5 sind identisch gebildet, so dass im Folgenden nur stellvertretend für die anderen der Seitenwandring 3 beschrieben werden soll. Die einzelnen Seitenwände 3a bis 3d des Seitenwandrings 3 sind je langgestreckt rechteckig und weisen die Höhe h auf. Die Seitenwände 3a bis 3d weisen je paarweise in einem rechten Winkel zueinander. Die Seitenwände 3a bis 3d bilden in den Kanten des Seitenwandrings 3 je paarweise ein Drehgelenk 6 mit einer zu der Behälterachse V parallelen Drehachse, um welche die an der betreffenden Kante zusammentreffenden Seitenwände 3a bis 3d jeweils klappbar und dadurch zusammenfaltbar sind. Die beiden in dem Seitenwandring 3 einander gegenüberliegenden Seitenwände 3a und 3c sind je in ihrer Mitte unterteilt, indem die beiden Hälften der Seitenwände 3a und 3c dort je ein weiteres Drehgelenk mit einer zu der Behälterachse V parallelen Drehachse bilden. Der Seitenwandring 3, und durch die identische Ausbildung auch die beiden Seitenwandringe 4 und 5, kann mittels einer M-Faltung, in der die beiden Hälften der Seitenwände 3a und 3c die mittleren Schenkel des M bilden, viertägig flach zusammengefaltet werden. Im zusammengefalteten Zustand weist der Seitenwandring 3 die Länge und die Höhe h der nicht geteilten S ei ten wände 3b und 3d und eine Dicke auf, die der Summe der Dicken der vier Seitenwände 3a bis 3d entspricht. Im Ausführungsbeispiel sind die Seitenwände 3a bis
3d gleich dick, so dass der Seitenwandring 3 im zusammengefalteten Zustand die vierfache Dicke seiner Einzelwände 3a bis 3d aufweist.
Die Multifunktionsprofile 15 sind zueinander identisch, so dass auch liier nur eines stellvertretend für die anderen beschrieben sei. Das Multifunktionsprofil 15 ist als rechteckiger Profilring gebildet, im Ausführungsbeispiel aus Kunststoff. Die vier geraden Profilschenkel bilden paarweise rechte Winkel. Bezüglich dieser Winkel ist das Multifunktionsprofil 15 winkelsteif. Des Weiteren sind die Profiischenkel des Multifunktionsprofils 15 biegesteif, nicht zuletzt aufgrund der im Querschnitt des jeweiligen Profilschenkels gesehenen Form des Profils. Die Profilform des Multifunktionsprofils 15 ist von seinen Eckbereichen abgesehen überall gleich.
Figur 4 zeigt das Multifunktionsprofil 15 in einem Querschnitt außerhalb der Eckbereiche. Das Multifunktionsprofil 15 bildet ein erstes Verbindungsprofil für die Verbindung mit einem ersten der Seiten wandringe 3, 4 und 5, beispielsweise mit dem Seitenwandring 3, und ein zweites Verbindungsprofil für die Verbindung mit einem zweiten der Seitenwandringe 3 bis 5, beispielsweise mit dem Seitenwandring 4. Die beiden Verbindungsprofile bilden je eine Aufnahme 16 und 20 für einen der Seitenwandringe 3 bis 5. Die beiden Aufnahmen 16 und 20 sind identisch. Im Ausführungsbeispiel sind sie als einfache Rechtecknuten gebildet. Die quer zu der Behälterachse V gemessene Breite b der Aufnahmen 16 und 20 entspricht der Breite der Stärke der Seitenwandringe 3 bis 5, gegebenenfalls mit einem geringen Unter- oder Übermaß. Die Breite b ist so bemessen, dass die Seitenwandringe 3 bis 5 in der jeweiligen Aufnahme 16 oder 20 formschlüssig aufgenommen werden und ergänzend ein leichter Reibschluss zwischen dem Multifunktionsprofil 15 und dem betreffenden Seitenwandring 3, 4 oder 5 besteht.
Im Ausführungsbeispiel ist das Multifunktionsprofil 15 im Querschnitt ein einfaches H-Profil mit einem Quersteg 18 und senkrecht zu dem Quersteg 18 und parallel zueinander weisenden, seitlichen Axialstegen, die im zusammengebauten Zustand des Behälters in Richtung der Behälterachse V weisen und daher als Axialstege bezeichnet werden. Das erste Verbindungsprofil mit der Aufnahme 16 wird von dem Quersteg 18 mit den beiden Teilstegen 17 der Axialstege gebildet. Ebenso bildet der Quersteg 18 mit den beiden
anderen Teilstegen 19 der Axialstege das zweite Verbindungsprofil mit der Aufnahme 20. Die beiden Aufnahmen 16 und 20 öffnen sich in entgegengesetzte axiale Richtungen. In diesem Sinne weisen die beiden Verbindungsprofile 16-18 und 18-20 in einander entgegengerichtete Axialrichtungen. Im zusammengebauten Behälter liegen die Seitenwandringe 3 bis 5 über die Querstege 18 der Multifunktionsprofile 15 Stoß an Stoß und verlängern einander exakt in axialer Richtung V. Indem die Seitenwandringe 3 bis 5 im Bereich schmaler Randstreifen in den Aufnahmen 16 und 20 der Multifunktionsprofile 15 eng eingefasst aufgenommen sind, werden die Seitenwandringe 3 bis 5 über die Multifunktionsprofile 15 je paarweise quer zu der axialen Richtung V verschiebesicher miteinander verbunden.
Um den Behälter aus den Behälterbestandteilen zusammenzubauen, wird zunächst der Boden 1 auf einer Unterlage aufgestellt. Anschließend wird der unterste Seitenwandring 3 in die Rechteckform aufgefaltet und innerhalb der durch die Stützwände 13 erhaltenen Umrandung auf die Bodenfläche 11 des Bodens 1 aufgestellt. Die Stützwände 13 fassen den Seitenwandring 3 an allen vier Seitenwänden 3a bis 3d eng ein. Anschließend wird der untere Multifunktionsring 15 von oben axial auf den Seitenwandring 3 aufgesetzt, so dass die Aufnahme 20 des Multifunktionsrings 15 einen oberen Randstreifen des Seitenwandrings 3 umlaufend einfasst. Im nächsten Schritt wird der mittlere Seitenwandring 4 in die Aufnahme 16 des Multifunktionsrings 15 eingesetzt und ist darin eng eingefasst. Anschließend wird der obere Seitenwandring 5 mittels des oberen Multifunktionsprofils 15 in gleicher Weise mit dem Seitenwandring 4 verbunden. Schließlich wird der Deckel 2 auf den oberen Seitenwandring 5 stumpf aufgesetzt. Der Deckel 2 weist für die Zentrierung auf dem Seitenwandring 5 insgesamt vier Zentrierelemente 2b auf, die an den Ecken des Deckels 2 über dessen dem Boden 1 zugewandte Unterseite axial vorragen. Die Zentrierelemente 2b bilden je einen rechten Innenwinkel, mit dem sie eng an dem Seitenwandring 5 im Bereich von dessen Kanten anliegen und so den Deckel 2 auf dem Seitenwandring 5 zentrieren. Im letzten Schritt des Zusammenbaus werden die Zurrgurte 7 sowohl mit dem Deckel 2 als auch mit dem Boden 1 verhakt und in axialer Richtung V gespannt. Die axiale Spannung kann beispielsweise durch die Bildung der ZuiTgurte aus einem elastischen Material erzielt werden, das bei dem
Einhängen gespannt wird. Die Zurrgurte können ebenso aber auch aus einem nicht elastischen Material bestehen und über geeignete zusätzliche Spanner verfugen.
Um den Behälter nach Gebrauch platzsparend lagem und/oder transportieren zu können, wird der Behälter in umgekehrter Reihenfolge wie bei dem Zusammenbau zerstörungsfrei von Hand zerlegt. Werkzeuge oder andere Hilfsmittel sind vorteilhafterweise weder für den Zusammenbau noch für das Zerlegen erforderlich. Der Behälter kann vorteilhafterweise zu einem handlichen Paket zusammengelegt und wieder mittels der Zurrgurte 7 verzurrt werden, so dass sämtliche Behälterbestandteile auch bei der Lagerung und/oder dem Transport des nicht benutzten Behälters eine Einheit bilden und nichts verloren gehen kann.
Figur 3 zeigt den Behälter im zusammengelegten Zustand. Nach der Vereinzelung der Behälterbestandteile entsprechend einem umgekehrten Zusammenbau werden die Seitenwandringe 3 bis 5 je vierlagig zusammengefaltet und auf der Bodenfläche 11 des Bodens 1 nebeneinander abgelegt. In dieser Anordnung werden sie wiederum von den seitlichen Stützwänden 13 des Bodens 1 eng eingefasst und in Position gehalten. Anschließend wird eines der Multifunktionsprofüe 15 auf den Boden 1 aufgesetzt. Das andere Multifunktionsprofil 15 wird seinerseits auf das Multifunktionsprofil 15 gesetzt, das auf dem Boden 1 sitzt. Der Deckel 2 wird dann auf dem oberen Multifunktionsprofil 15 abgelegt. Der Boden 1, der Deckel 2 und die Multifunktionsprofile 15 bilden einen neuen Behälter, in dem die Seitenwandringe 3 bis 5 aufgenommen sind. Der Deckel 2, die Multifunktionsprofile 15 und der Boden 1 liegen im zusammengelegten Zustand Stoß an Stoß. Der jeweils äußere der Axialstege 17/19 der Multifunktionsprofile 15 liegt axial exakt in der Verlängerung der jeweiligen Stützwand 13 und dem jeweiligen Rand des Deckels 2. Insgesamt wird im zusammengelegten Zustand an allen vier Seiten des aus den Behälterbestandteilen gebildeten Pakets eine glatte Außenwand erhalten. Die Zurrgurte 7 halten auch den zusammengelegten, neuen Behälter zusammen.
Um die Behälterbestandteile 1, 2, 3 bis 5 und 15 im zusammengelegten Zustand aneinander zu zentrieren, sind die Stützwände 13 des Bodens 1 an dessen Ecken unterbrochen. Jede der so erhaltenen vier Unterbrechungen la bildet ein Zentrierelement la des Bodens 1. Ferner ragen an jeder Ecke des Multifunktionsprofils 15 in eine axiale Richtung ebenfalls
Zentrierelemente 15b vor, die wie die Zentrierelemente 2b des Deckels 2 rechtwinklige Innenwinkel bilden, die genau in die Unterbrechungen la der Stützflächen 13 passen. Jedem dieser Zentrierelemente 15b axial gegenüberliegend ist der äußere Axialschenkel 17/19 des Multifunktionsprofils 15 unterbrochen, wobei die jeweilige Unterbrechung 15a die gleiche Form wie die Unterbrechung la des Bodens aufweist. Jede der Unterbrechungen 15a bildet ein Zentrierelement 15a des Multifunktionsprofils 15. Je eines der Zentrierelemente 15a des einen Multifunktionsprofils 15 wirkt zum Zwecke der Zentrierung zweier Multifunktionsprofile 15 aneinander mit einem der Zentrierelemente 15b des anderen Multifunktionsprofils 15 zusammen, indem je eines der Zentrierelemente 15b in je eines der Zentrierelemente 15a passt. Die Zentrierelemente 2a des Deckels 2 wiederum entsprechen den Zentrierelementen 15b. Insgesamt werden somit an dem Boden 1, dem Deckel 2 und den Multifunktionsprofilen 15 zwei Arten von Zentrierelementen gebildet, nämlich eine erste Art von Zentrierelementen la und 15a und eine zweite Art von Zentrierelementen 2b und 15b. Die Zentrierelemente der ersten Art sind identisch, und die Zentrierelemente der zweiten Art sind identisch. Ferner bilden die Zentrierelemente la und 15a der ersten Art je die Negativform der Zentrierelemente 2b und 15b der zweiten Art.
Figur 5 zeigt in einem zweiten Ausführungsbeispiel einen Behälter mit nur zwei Seitenwandringen 3 und 4. Bezüglich den Behälterbestandteilen, nämlich dem Boden 1, dem Deckel 2, den Seitenwandringen 3 und 4 und den beiden Multifunktionsprofilen 15 gilt das zu dem Behälter der Figur 1 Gesagte. Es werden lediglich die Unterschiede und Ergänzungen erläutert.
Figur 6 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Teil des Multifunktionsprofils 15 des Behälters der Figur 5. Das Multifunktionsprofil 15 ist von der Grundform des ersten Ausfuhrungsbeispiels abgewandelt, indem es zusätzlich ein drittes Verbindungsprofil in Form eines einfachen Querstegs 21 bildet, der von dem inneren Axialsteg 17/19 quer zu der axialen Richtung V abragt. Der Quersteg 21 ist umlaufend an allen Profilschenkeln des Multifunktionsprofils 15 gebildet.
Das als Quersteg 21 gebildete dritte Verbindungsprofil dient als Stützeinrichtung für beispielsweise eine Abdeckplatte, die auf den Quersteg 21 lose aufgelegt oder darauf
befestigt sein kann, um den Behälter auf der Höhe des unteren Multifunktionsprofils 15 horizontal zu unterteilen. Ein Versteifungsgebilde 22, das in dem Behälter des zweiten Ausführungsbeispiels angeordnet ist, um die Beulsteifigkeit der aus den Seitenwandringen 3 und 4 und den beiden Multifunktionsprofilen 15 gebildeten Seitenwände zu erhöhen, ist mit dem Multifunktionsprofil 15 vorzugsweise fest verbunden. Das Versteifungsgebilde 22 kann stoffschlüssig oder anderweitig mit dem Multifunktionsprofil 15 verbunden oder in einem Stück gebildet sein, oder auch nur lose auf dem Quersteg 21 aufliegen. Das Versteifungsgebilde 22 und der Quersteg 21 müssen auch nicht gleichzeitig vorgesehen sein. Das Versteifungsgebilde 22 weist die Form eines Kreuzes auf und erhöht die Beulsteifigkeit gegen von außen auf den Behälter wirkende Druckkräfte und auch gegen vom Gut ausgehende innere Druckkräfte. Jedes der Multifunktionsprofile 15 weist je ein solches Versteifungsgebilde 22 auf, so dass eine Versteifung auf unterschiedlichen Höhen des Behälters erhalten wird. Besonders vorteilhaft ist die Versteifung des offenen Behälters an dessen oberen Rand.
Ein weiteres besonderes Merkmal des Behälters des zweiten Ausführungsbeispiels ist, dass eines der Multifunktionsprofile 15 ein oberes Abschlussprofil für die von den Seitenwandringen 3 und 4 gebildeten Seitenwände bildet. Als Seitenwand-Abschlussprofil sorgt es insbesondere dafür, dass die Seitenwände 4a bis 4d an ihrem oberen Ende exakt die Rechteckform des Multifunktionsprofils 15 aufweisen, so dass der Deckel 2 mit seinen Zentrierelementen 2a wie im zusammengelegten Zustand des Behälters (Figur 3) zentriert durch die Zentrierelemente 15a des Multifunktionsprofils 15 den Behälter abschließt. Das als Abschlussprofil dienende obere Multifunktionsprofil 15 zwingt die Seitenwände 4a bis 4d entlang ihres oberen freien Rands in die durch das Multifunktionsprofil 15 vorgegebene Form. Hierdurch und insbesondere im Verbund mit der Versteifung mittels der Versteifungsgebilde 22 kann bei eckiger Form des Behälters die Zuladung von beispielsweise Schüttgut, aber grundsätzlich auch von Einzelgütern, nochmals vergrößert werden.
Die Figuren 7 und 8 zeigen in einer Einzeldarstellung ein Multifunktionsprofil 15 in einer dritten Ausführung, die ebenfalls von dem Multifunktionsprofil 15 der ersten Ausführung abgeleitet ist. Das Multifunktionsprofil 15 der dritten Ausführung weist ebenfalls das erste
Verbindungsprofil 16-18 und das zweite Verbindungspro ill 18-20 für die Verbindung mit den Seitenwandringen auf. Zusätzlich ragen von dem inneren Axialsteg 17/19 parallel zueinander beabstandet quer zu der axialen Richtung V zwei Querstege 23 und 24 ab. Der untere Quersteg 23 läuft um oder weist an gegenüberliegenden Seiten zwei auf gleicher Höhe gebildete erste Stegabschnitte und an den zwei winkelig dazu weisenden Seiten des Multifunktionsprofils 15 zwei weitere, zweite Stegabschnitte auf, die zu den ersten Stegabschnitten ein kleines Stück weit in axialer Richtung V versetzt sind. Der Quersteg 23 oder dessen mehrere Stegabschnitte dient oder dienen als Auflage der Abstützung einer Mehrzahl von Funktionselementen 25. Der Quersteg 23 oder jeder seiner Abschnitte kann als einfacher, glatter Steg gebildet oder mit Durchbrechungen oder anderen Formelementen gebildet sein, um die Funktionselemente 25 oder auch das Versteifungsgebilde 22 abstützen und gleichzeitig positionieren und gegebenenfalls sogar fixieren zu können. Der obere Quersteg 24 wird von regelmäßig beabstandeten Stegstücken gebildet, die entlang dem jeweiligen Profilschenkel des Multifunktionsprofils 15 zueinander solche Abstände aufweisen, dass je eines der Funktionselemente 25 zwischen je zwei benachbarten Stegstücken des Querstegs 24 von oben hindurchgeführt und auf dem unteren Quersteg 23 abgelegt werden kann. Ferner bildet jedes der Stegstücke des oberen Querstegs 24 in Kombination mit dem unteren Quersteg 23 ein Rastelement für die Bildung einer Rast- und/oder Klemmverbindung mit je einem der Funktionselemente 25. In der Rast- und/oder Klemmverbindung sind die Funktionselemente 25 je zwischen dem Quersteg 23 und einem der Stegstücke des Querstegs 24 gehalten.
Jedes der Funktionselemente 25 ist eine gerade Stange oder ein gerades Rohr, wobei erste Funktionselemente 25 sich über die Breite des Behälters und zweite Funktionselemente 25 über die Länge des Behälters erstrecken. Die ersten Funktionselemente 25 sind parallel beabstandet zueinander in einer ersten Ebene angeordnet, und die zweiten Funktionselemente 25 parallel zueinander in einer zweiten Ebene. Femer weisen die ersten Funktionselemente 25 rechtwinklig zu den zweiten Funktionseiementen 25, so dass insgesamt ein Gitter aus einzelnen Funktionselementen 25 erhalten wird, in dem die Funktionselemente 25 kreuzweise angeordnet sind.
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Die im Gitter angeordneten Funktionselemente 25 können als Trägerelemente eines Gefachs dienen, das mit diesen Trägerelementen 25 und einem von den Trägerelementen 25 gehaltenen, flexiblen, aber tragfähigen Gewebe gebildet wird. Das Gewebe bildet pro Fach je eine sackartige Aufnahme für ein Stückgut. Das Gewebe kann die Träger- bzw. Funktionselemente 25 an vier Gewebeseiten umschlingen und von dem Umschlingungsbereich unter Bildung des Aufnahmefachs einfach abhängen.
Figur 9 zeigt ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel für ein Gefach der vorstehend genannten Art. Allerdings sind Gewebestücke 26 je nur an ihren Längsseiten hängend an den Funktionselementen 25 befestigt.
Figur 10 zeigt den Blick in einen unteren Teil eines Behälters nach einer weiteren Ausführungsform. In dieser Ausführung ist der Behälter zu einem Schüttgutbehälter für die Lagerung und/oder den Transport eines Schüttguts, beispielsweise Schrauben oder Muttern, weitergebildet. In dem in Figur 10 dargestellten unteren Teil des Behälters ist ein Schüttguttrichter aus insgesamt vier Trichterplatten 30 gebildet. Die Trichterplatten 30 sind je so geformt, dass sie einen Rechtecktrichter bilden, der sich zu einem Trichterauslass 32 an seinem unteren Ende verjüngt. Die Trichterplatten 30 weisen dem Trichterauslass 32 zugewandt je eine kurze Auslass-Endseite und eine von der Auslass-Endseite abgewandte lange Verbindungsseite sowie je zwei Längsseiten auf, an denen sie paarweise lose und winkelig unter Bildung des Trichters zusammenstoßen. Die kurze Endseite und die beiden Längsseiten bilden je einfache, gerade Plattenränder. An ihrer Verbindungsseite bildet jede der Trichterplatten 30 jedoch einen Verbindungshaken 31, nämlich je mittels eines Verbindungsstegs 31, der an dem Rand der Verbindungsseite einen spitzen Winkel mit der Trichterplatte 30 einschließt. Der Verbindungshaken 31 wirkt mit einer entsprechend gebildeten Stützeinrichtung des Multifunktionsprofils 15 zusammen.
Das Multifunktionsprofil 15 entspricht einer vierten Ausführung. Es ist im Querschnitt in Figur 11 und in Figur 12 in einer perspektivischen Teildarstellung im Zusammenwirken mit dem Verbindungshaken 31 einer der Trichterplatten 30 dargestellt. Die Stützeinrichtung des Multifunktionsprofils 15 bildet ihrerseits ebenfalls einen Verbindungshaken, der dem Verbindungshaken 31 entgegengerichtet sich öffnet. Im Ausführungsbeispiel bilden ein
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Quersteg 27 und ein Axialsteg 28 ein die Stützeinrichtung bildendes drittes Verbindungsprofil. Der Quersteg 27 ragt von dem inneren Axialsteg 17/19 quer zu der axialen Richtung V ab und geht unter Bildung eines Hakens in den Axialsteg 28 über. Der Quersteg 27, der Axialsteg 28 und der innere Axialsteg 17/19 bilden zusammen eine dritte Aufnahme 29, die sich im zusammengebauten Zustand nach oben öffnet, so dass die Trichterplatte 30 mit ihrem Verbindungshaken 31 von oben in die Aufnahme 29 einfach eingehängt werden kann. Im eingehängten Zustand ist die Trichterplatte 30 um den oberen Rand des Axialstegs 28 um einen begrenzten Drehwinkel frei klappbar, so dass sie im eingehängten Zustand eine kurze Klappbewegung zu der Bodenfläche 11 des Bodens 1 ausfuhren kann. Die Trichterplatten 30 sind unter Bildung des Schüttguttrichters somit nur an dem Multifunktionsprofil 15 und auf der Bodenfläche 11 lose aufliegend abgestützt. Der Schüttguttrichter kann daher rasch und einfach gebildet und auch wieder abgebaut werden. Der Trichterauslass 32 ist im Ausführungsbeispiel in der Bodenfläche 11 zentral angeordnet, könnte bei entsprechend angepasster Formgebung der Trichterplatten 30 jedoch auch in einer Ecke in der Bodenfläche 11 oder auch in einer der Seitenwände des Seitenwandrings 3 vorgesehen sein. Der Trichterauslass 32 ist betätigbar, d. h. er kann je nach Bedarf verschlossen oder geöffnet werden, um den Behälter mit dem Schüttgut zu befüllen oder ihn zu entleeren. Insbesondere der Funktion als Schüttgutbehälter kommt die Vergrößerung der Beulsteifigkeit durch das Multifunktionsprofil 15 oder die mehreren Multifunktionsprofile 15 zugute. Gegebenenfalls kann zusätzlich auch noch ein Versteifungsgebilde, beispielsweise in der Art des Versteifungsgebildes 22, in dem Behälter angeordnet werden, um die Beulsteifigkeit weiter zu erhöhen.
Die Ausführuaigsbeispiele zeigen beispielhaft, wie mittels des Multifunktionsprofils 15 ein höhenvariabler Behälter mit verbesserter mechanischer Stabilität, insbesondere Beulsteifigkeit, erhalten werden kann und zum anderen die Funktionalität auch durch den Einbau von entsprechenden Funktionselementen, beispielsweise ein Schüttguttrichter oder ein Gefach für die Aufnahme von Stückgütern, noch weiter erhöht werden kann, um auf diese Weise den Behälter für eine bestimmte Aufgabe, beispielsweise die Lagerung und/oder den Transport eines Schüttguts oder von Stückgütern, optimal zu konfigurieren.