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DE20305085U1 - Dampfsperrefreier Wandaufbau - Google Patents

Dampfsperrefreier Wandaufbau

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DE20305085U1
DE20305085U1 DE20305085U DE20305085U DE20305085U1 DE 20305085 U1 DE20305085 U1 DE 20305085U1 DE 20305085 U DE20305085 U DE 20305085U DE 20305085 U DE20305085 U DE 20305085U DE 20305085 U1 DE20305085 U1 DE 20305085U1
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Germany
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outermost layer
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DE20305085U
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Renolit Haus GmbH
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Renolit Haus GmbH
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Publication date
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Description

Renolit Haus GmbH 28. März 2003
RE61982IB/WH/vo/zzg
Dampfsperrefreier Wandaufbau
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wandkonstruktion mit verbessertem Feuchtaufnahme- und Feuchtabgabeverhalten, insbesondere zum Einsatz im Fertighausbereich.
Bei der Errichtung von Ein- oder Mehrfamilienhäusern in konventioneller Bauweise, d.h. durch auf der Baustelle erfolgendes Hochmauern tragender Wände sowie Zwischenwände oder in Fertigbauweise wird besonderes Augenmerk einerseits auf einen günstigen u-Wert gelegt, andererseits besteht bei Bauherren heute zunehmend der Wunsch nach einem sommerlichen Wärmeschutz. Unter sommerlichen Wärmeschutz ist im vorliegenden Fall zu verstehen, den Temperaturdurchgang durch eine Begrenzungswand eines Hauses so verzögert zu gestalten, dass die höchste Temperatur des Tages während der Mittags- bzw. der frühen Nachmittagsstunden erst dann im Innenraum des betreffenden Gebäudes wahrgenommen wird, wenn es außerhalb dieses Gebäudes bereits wieder abgekühlt ist. Ist im Außenbereich eine Abkühlung eingetreten, so kann der nun zeitverzögernd folgenden Aufheizung des Innenraumes des Gebäudes durch eine Lüftung entgegengewirkt werden, da die Temperatur der Außenluft niedriger als die Temperatur im Innenraum des Gebäudes ist.
In der Fertighausindustrie werden heute bei den Herstellern, die mit einem Holzfachwerksystem arbeiten, in Wandsegmenten durchgängig verlaufende Dampfsperren eingebaut. Mit einer Dampfsperre versehene Wandsegmente von Fertighaussegmenten sind nicht atmungsfähig, da die Dampfsperre den Feuchtigkeitsdurchtritt von Innen nach Außen wirksam unterbindet. Die Bewohner eines Hauses produzieren jedoch beim Ausatmen ständig Feuchtigkeit innerhalb des Gehäuses, dessen Wandung jedoch durch den Einbau der Dampfsperre nicht atmungsaktiv ist. So produziert z.B. eine 4-köpfige Familie ca. 10 1 Wasser pro Tag allein über die ausgeatmete Atemluft, die von der Luft im Innenraum des Gebäudes aufzunehmen ist. Aufgrund der Dampfsperre kann die
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Raumluftfeuchte innerhalb des Gebäudes durch die Wand nicht reguliert werden; es stellt sich eine zunehmende Raumluftfeuchte ein. Im Einzelfall kann dies zu Kondensatbildung an kalten Bauelementen wie z.B. Fenster- und Türrahmen sowie an den eingesetzten Glasscheiben führen. Weitere Nachteile liegen im jeweils subjektiv empfundenen, von Bewohner zu Bewohner unterschiedlich starken Behaglichkeitsverlusten durch die Raumluftfeuchtigkeit innerhalb des Gebäudes sowie in einer möglichen Schimmelpilzbildung bei unzureichender Belüftung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wandaufbau bereitzustellen, der einerseits ein verbessertes Feuchtaufnahme- und Feuchtabgabeverhalten und andererseits einen verzögerten Temperaturdurchgang ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass ein Wandaufbau einer Fertighauskomponente, mehrere Wandschichten umfasst, wobei eine glatte erste Schicht einem Innenraum zuweist und die äußerste Schicht aus Sichtmauerwerk oder als verputzte Vormauerung ausgebildet ist, mehrere dampfsperrefreie Wandschichten umfasst.
Der Vorteil dieser Lösung liegt darin, dass die Atmungsaktivität eines solcher Art beschaffenen Wandaufbaus einer Fertighauskomponente wesentlich verbessert wird, da sämtliche Schichten des Wandaufbaus zum Feuchttransport nach außen beitragen. Durch die fehlende Dampfsperre innerhalb des Wandaufbaues können sich nach der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung keine Feuchtigkeitsnester ausbilden, welche über die Lebenszeit des Gebäudes gesehen, die Festigkeit tragender Wände schwächen könnten. Durch Einsatz einer als Holzfaserdämmplatte ausgebildeten Wandschicht kann eine Diffusionsoffenheit des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wandaufbaus erreicht werden, durch den der ausdiffundierenden Feuchtigkeit ein geringerer Widerstand entgegengesetzt wird. Der erfindungsgemäß Wandaufbau bietet einen wirksamen Wärmeschutz bei sommerlichen Temperaturen durch ein hohes Wärmespeichervermögen und trägt im hohem Maße zu einem baubiologisch hervorragenden Raumklima bei. Ferner ist der erfindungsgemäß vorgeschlagene Wandbau in ökologischer Sicht unbedenklich und daher besonders umweltverträglich.
Daneben bietet der erfindungsgemäße Wandaufbau einen verzögerten Temperaturdurchgang von der Außenseite des Gebäudes zur Innenseite der Räume, welche insbesondere durch eine Hinterlüftung der äußersten Schicht des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wandaufbaus unterstützt wird, da der Temperaturdurchgang durch die
Wahl der Schichtwerkstoffe hinsichtlich der Temperaturgradienten in jeder Schicht mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung um bis zu 12 Stunden verschoben werden kann.
In vorteilhaften Ausgestaltungsvarianten kann der Wandaufbau entweder als Sichtmauerwerk oder als verputzte Vormauerschale ausgebildet werden. In der Ausführungsvariante des Wandaufbaus als Sichtmauerwerk wird zwischen der äußersten Schicht, d.h. dem Sichtmauerwerk und einer in Richtung auf das Gebäudeinneren folgenden Folgeschicht eine eine Luftzirkulation ermöglichende Hinterlüftung angeordnet. Die Hinterlüftung wird vorteilhafterweise durchgängig zwischen der Innenseite der äußersten Schicht und der Außenseite der Folgeschicht angeordnet. Die Folgeschicht kann z.B. als eine vollflächig verbaute Wärmedämmplatte ausgebildet sein. Wird der Wandaufbau hingegen mit einer verputzten Vormauerschale versehen, ist zwischen der äußersten Schicht, d.h. der verputzten Vormauerung und einer auf diese in Richtung auf das Gebäudeinnere folgenden Folgeschicht ein Luftspalt vorgesehen, in der sich eine stehende Luftschicht einstellt. Auch in dieser Ausführungsvariante kann die Folgeschicht z.B. als eine vollflächig verbaute Wärmedämmplatte ausgebildet werden.
Die erste Schicht des Wandaufbaus, z.B. ausgebildet als eine Gipsbauplatte, kann auf einer orientierten - Langfaser-Holzwerkstoffplatte (OSB) aufgebracht werden. Zwischen einer auf die erste Schicht folgenden als Bauplatte ausgeführten Wandschicht und einer weiteren als Holzfaserdämmplatte ausgeführten Wandschicht wird bevorzugt eine Holzfachwerkkonstruktion angeordnet, deren Fachhohlräume mit einem mineralischen Dämmmaterial verfüllt sind. Als mineralisches Dämmmaterial kommt z.B. Steinwolle in Betracht oder auch Mineralwolle. Wird als mineralisches Dämmmaterial Steinwolle eingesetzt, so hat diese den Vorteil einer höheren Wärmespeicherkapazität, da deren spezifische Masse innerhalb des Gefaches, d.h. der Holzfachwerkkonstruktion größer ist.
Die durchgängig sich zwischen der Folgeschicht und der Innenseite der äußersten Schicht erstreckende Hinterlüftung kann in einer lichten Weite zwischen 4 cm und 10 cm ausgeführt werden, so dass eine stetige Hinterlüftung der äußersten Schicht des Wandaufbaus gewährleistet wird. Besonders bevorzugt wird bei Fertighauskomponenten die Ausführung der Hinterlüftung in einer lichten Weite zwischen 4 und 5 cm.
Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Wandaufbau kann z.B. eine erste Schicht als Gipsbauplatte, eine als Bauplatte ausgeführte Wandschicht, eine sich an diese anschließende Wärmedämmschicht, die in eine Holzfachwerkkonstruktion integriert ist
und eine weitere, als Holzfaserdämmplatte ausgeführte weitere Wandschicht umfassen, die insbesondere den Dampfdiffusionswiderstand in Richtung auf die Außenseite des Gebäudes hin absenkt. Die Holzfaserdämmplatte begrenzt eine Hinterlüftung, die von der Innenseite der äußersten Schicht begrenzt wird, wobei der Wandschichtaufbau dampfsperrefrei ausgebildet ist.
Die äußerste Schicht enthält bevorzugt ein Material mit einer ersten Wärniespeicherkapazität. Da die äußerste Schicht des Wandaufbaus unmittelbar der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, ist die Wärmespeicherkapazität des zur Ausbildung der äußersten Schicht verwendeten Materials relativ hoch zu werten. Die zwischen der Folgeschicht und der äußersten Schicht liegende Hinterlüftung in Gestalt eines durchgängigen Kanals zwischen der äußersten Schicht und der Folgeschicht bewirkt einen trägen Temperaturübergang von der Innenseite der äußersten Schicht an die Außenseite der Folgeschicht. Der Verbund aus erster Schicht, der Wandschicht, der Wärmedämmschicht sowie der Holzfaserdämmplatte weist ein Wärmeübertragungsverhalten mit flachem Temperaturgradienten auf.
Durch die Kombination der sich in den jeweiligen Schichten bzw. Schichtverbunden einstellenden Temperaturgradienten, von der Außenseite der äußersten Schicht bis zu der die Raumwand begrenzenden ersten Schicht, kann durch den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wandaufbau ein verzögerter Wärmedurchgang erreicht werden. Der erste Temperaturgradient stellt sich über die Dicke der äußersten Schicht, welche als Sichtmauerwerk ausgebildet ist, ein, während sich ein weiterer Wärmegradient, einen trägen Temperaturübergang bewirkend, über die Hinterlüftung einstellt. Über den verbleibenden Schichtverbund des Wandaufbaus, d.h. von der Folgeschicht und die zwischen dieser und der ersten Schicht liegenden weiteren Schichten, stellt sich ein im wesentlichen flach verlaufender Temperaturgradient ein, so dass mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wandaufbau einer Fertighauskomponente eine Phasenverschiebung der Temperaturübertragung von der Außenseite an die Innenseite des Gebäudes zwischen 10 und 12 Stunden erzielt werden kann. Andererseits kann durch die Integration einer Holzfaserdämmplatte ein diffusionsoffener Wandaufbau erreicht werden, welcher einen Feuchtetransport von innen nach außen begünstigt.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
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Es zeigt:
Figur 1 den Wandaufbau einer hinterlüfteten Fassade,
Figur 2 die Dicke der einzelnen Wandschichten eines dampfsperrefreien
Wandaufbaus gemäß Figur 1 und
Figur 3 den Temperaturverlauf von einem Wandaufbau einer hinterlüfteten Fassade.
Ausführungsvarianten
Der in Figur 1 dargestellte, schematisch wiedergegebene erfindungsgemäße Wandaufbau ist mit Bezugszeichen 3 gekennzeichnet und trennt eine Innenseite 1 von der Gebäudeaußenseite 2. Der Wandaufbau 3 gemäß der Darstellung in Figur 1 umfasst eine erste Schicht 4, die z.B. als Gipsbauplatte ausgestaltet sein kann. Die erste Schicht 4 ist gemäß der Darstellung in Figur 1 auf einer Bauplatte 5, die beispielsweise als Orientierte-Langfaser-Holzwerkstoffplatte (O SB-Platte) gefertigt ist, aufgenommen. Anstelle der Bauplatte 5 aus einem orientierten Langfaser-Holzwerkstoff kann die Bauplatte 5 z.B. als Langfaserspanplatte beschaffen sein. An die Wandschicht, beispielsweise als Bauplatte ausgebildet, schließt sich eine Wärmedämmschicht 6 an. Die Wärmedämmschicht 6 umfasst eine Holzfachwerkkonstruktion, deren Hohlräume mit einem mineralischen Dämmmaterial verfüllt sein können. Als mineralisches Dämmmaterial kommt z.B. Steinwolle in Betracht, während es andererseits auch durchaus möglich ist, als Dämmmaterial auch Mineralwolle einzusetzen. Im ökologischen Bausektor kommen Materialien wie z.B. Holzwolle oder Zellulosedämmstoffe (ökologisches Iso-Flock) zum Einsatz. An die Wärmedämmschicht 6, eine Holzfachwerkkonstruktion umfassend, schließt sich eine weitere Wandschicht 8 an, die bevorzugt als Holzfaserdämmplatte in einer Stärke von etwa 80 mm ausgebildet werden kann.
Im Wandschichten-Verbund gemäß der Darstellung in Figur 1 schließt sich eine weitere, als Holzfaserdämmplatte beschaffene Wandschicht 8 an. Deren Außenseite ist mit Bezugszeichen 12 gekennzeichnet und bildet die Begrenzung einer Hinterlüftung 10, die gemäß der Darstellung in Figur 1 als durchgängig verlaufender Luftkanal ausgebildet ist.
Die Hinterlüftung 10 ist in einer lichten Weite 11 ausgestaltet und wird in Richtung auf die
Außenseite 2 des Wandaufbaus 3 von der Innenseite 13 einer äußersten Schicht 14 begrenzt.
Die äußerste Schicht 14, deren Außenseite 15 dem Sonnenlicht und den Witterungseinflüssen direkt ausgesetzt ist, kann z.B. als Sichtmauerwerk im wilden Verband ausgebildet sein oder eine verputzte Vormauerung darstellen. Ist die äußerste Schicht 14 z.B. als Sichtmauerwerk 16 beschaffen, so sind die einzelnen zwischen den vermauerten Steinen bezeichneten Fugen mit Bezugszeichen 17 gekennzeichnet. Mit Bezugszeichen 19 ist der Feuchtetransport von der Rauminnenseite 1 an die Außenseite 2 des Wandaufbaus 3 gemäß der Darstellung in Figur 1 wiedergegeben, der ungehindert durch den Wandaufbau 3 erfolgen kann, da dieser zwischen den einzelnen Wandschichten 4, 5, 6, 8 und 14 dampfsperrefrei aufgebaut ist.
Figur 2 zeigt die Stärke der einzelnen Wandschichten eines dampfsperrefreien Wandaufbaus gemäß der Darstellung in Figur 1.
Der Darstellung gemäß Figur 2 lässt sich die Gesamtstärke 21 des Wandaufbaus 3 entnehmen. Die Gesamtstärke des Wandaufbaus 3, mit Bezugszeichen 21 gekennzeichnet, beträgt etwa 40 cm, wobei die lichte Weite 11 der Hinterlüftung 10 zwischen der äußersten Schicht 14 und der Außenseite 12 der Wandschicht 8 im Bereich zwischen 2 und 10 cm ausgebildet werden kann. Bei industrieller Herstellung von Fertighauswandsegmenten liegt die lichte Weite 11 der Hinterlüftung 10 der Ausführung des Wandaufbaus 3 als Sichtmauerwerk bevorzugt im Bereich zwischen 5 cm und 6 cm. Wird der Wandaufbau 3 mit einer verputzten Vormauerschale versehen, so liegt die Weite des die stehende Luftschicht aufnehmenden Luftspaltes etwa bei 3 cm.
Die erste Schicht, welche mit Bezugszeichen 4 gekennzeichnet ist, ist in einer Stärke 22 ausgebildet, die im Bereich zwischen 10 und 15 mm liegt. Bei der ersten Schicht 4 handelt es sich beispielsweise um eine Gipsbauplatte. Die der ersten Schicht 4 folgende Wandschicht 5 ist zum Beispiel als Orientierte-Langfaser-Holzwerkstoffplatte (OSB) beschaffen, so als Langfaserspanplatte und in einer Bauplattenstärke 23 ausgeführt, die zwischen 10 und 15 mm liegen kann. Besonders bevorzugt beträgt die Bauplattenstärke 23 12 mm. Bei raumabschließenden Bauplatten beträgt die Plattenstärke nur unwesentlich mehr so z.B. etwa 12,5 mm. Die sich an die Wandschicht 5 aus einem Orientierten-Langfaser-Holzwerkstoff um ein Beispiel zu nennen, anschließende Wärmedämmschicht
6, wird in Richtung auf die Außenseite des Wandaufbaus 3 von einer weiteren Wandschicht 8 begrenzt, die bevorzugt als Holzfaserdämmplatte ausgebildet werden kann.
Die Wärmedämmschicht 6 umfasst eine Holzfachwerkkonstruktion, deren Hohlräume (Gefache) mit einem mineralischen Dämmmaterial verfüllt werden können. Als Dämmmaterial hat sich insbesondere Steinwolle durchgesetzt. Die Stärke 24 der Wärmedämmschicht 6 im Gefach, der Holzfachwerkkonstruktion, liegt zwischen 10 cm und 14 cm, besonders bevorzugt bei 14 cm. Die sich an die Wärmedämmschicht 6 anschließende weitere Wandschicht 8, die als Holzfaserdämmplatte 8 ausgebildet sein kann, wobei deren Stärke 25 etwa 8 cm betragen kann. Diese Wandschicht 8, begrenzt mit ihrer Außenseite 12 die Innenseite der Hinterlüftung 10 zwischen der äußersten Schicht 14 und der Wandschicht 8, wenn der Wandaufbau 3 als solcher mit Sichtmauerwerk ausgebildet ist. Die Hinterlüftung 10 zwischen der Außenseite der Wandschicht 8 und der Innenseite der äußersten Schicht 14 ist in einer lichten Weite 11, zwischen 4 cm und 10 cm liegend aufgeführt und gewährleistet eine störungsfreie Zirkulation von Außenluft zwischen der Außenseite 12 der Wandschicht 8 und der Innenseite der äußersten Schicht 14.
Figur 3 zeigt den Temperaturverlauf an einem erfindungsgemäß konfigurierten Wandaufbau gemäß der Figuren 1 und 2, welche eine hinterlüftete Fassade repräsentiert.
Aus Figur 3 geht der Temperaturverlauf 30 an einer hinterlüfteten Fassade hervor. Die Temperatur nimmt an der Außenseite 15 der äußersten Schicht 14 ihr Maximum an. Das Maximum der Temperatur an der Außenseite 15 der äußersten Schicht 14 ist mit Bezugszeichen 35 gekennzeichnet. Über die Dicke 26 (vergleiche Darstellung gemäß Figur 2) der äußersten Schicht 14, stellt sich ein mit Bezugszeichen 39 identifizierter Temperaturgradient ein. Entsprechend des verwendeten Materials für die äußerste Schicht 14 und der dem verwendeten Material innewohnenden Wärmespeicherkapazität stellt sich der in Figur 3 dargestellte Temperaturgradient 39 ein. An der Innenseite 13 der äußersten Schicht 14 stellt sich demzufolge eine erheblich niedrigere Temperatur, verglichen mit dem Temperaturmaximum 35 an der Außenseite 15 der äußersten Schicht 14 ein. Innerhalb der eine Luftzirkulation ermöglichenden Hinterlüftung 10 stellt sich ein weiterer, jedoch flacher verlaufender Temperaturgradient 37 ein. Die Hinterlüftung 10 zwischen der äußersten Schicht 14 und der Wandschicht 8 bewirkt durch die diese durchtretende Luftzirkulation einen trägen Temperaturübergang von der äußersten Schicht 14 an die restlichen Wandschichten des Wandaufbaus 3 gemäß der Darstellung in Figur 1 und 2.
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Von der die Hinterlüftung 10 begrenzenden Außenseite der Wandschicht 8 mit einer Temperatur 34, bis zur Innenseite der ersten Schicht 4, das heißt der dem Innenraum des Gebäudes begrenzenden Wandschicht, stellt sich ein Temperaturgradient 38 ein, der erheblich flacher verläuft, als die Temperaturgradienten 37 beziehungsweise 39 in der Hinterlüftung 10 beziehungsweise der äußersten Schicht 14.
Durch die Wahl der verwendeten Materialien, die Wahl der lichten Weite 11 der Hinterlüftung 10 sowie die Stärke der einzelnen Wandschichten 4, 5, 6, 8 und 14 sowie die Hinterlüftung 10 können die Temperaturgradienten in idealer Weise miteinander kombiniert werden, so dass eine Phasenverschiebung der Erwärmung im Innenraum des Gebäudes durch eine Entkopplung der Erwärmung des Innenraumes eines Gebäudes von der Erwärmung der Außenseite 15 des Wandaufbaus 3 gemäß den Figuren 1 und 2 eintritt.
Der gesamte Temperaturabfall, der sich über die Außenseite 15 der äußersten Schicht 14 bis zur Innenseite der ersten Schicht 4 einstellt, ist mit Bezugszeichen 36 gekennzeichnet und bildet die Differenz zwischen der Maximaltemperatur 35 und der Oberflächentemperatur 33 der ersten Schicht 4 des Wandaufbaus 3. Die Oberflächentemperatur 33 der ersten Schicht 4 entspricht der Raumtemperatur 32 im inneren des Gebäudes. Mit Bezugszeichen 31 ist die Temperaturskala in 0C bezeichnet, während s die Laufkoordinate über die Wandstärke des Wandaufbaus wiedergibt.
Mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wandaufbau 3 gemäß der Darstellungen in den Figuren 1 und 2, der einerseits dampfsperrefrei ist und damit einen Feuchtetransport von innen nach außen zulässt und andererseits eine Hinterlüftung 10 der äußersten Schicht 14 umfasst, ist ein wesentlich niedrigeres, Temperaturniveau 44 im Innenraum des Gebäudes realisierbar. Der Feuchtetransport von der Innenseite des Gebäudes an die Außenseite des Gebäudes wird dadurch signifikant begünstigt, dass der erfindungsgemäß vorgeschlagene Wandaufbau 3 eine als Holzfaserdämmplatte beschaffene Wandschicht 8 umfasst, die den Dampfdiffusionswiderstand in Richtung auf die Außenseite des Wandaufbaus 3 absenkt, so dass die diffundierende Feuchtigkeit einen in Richtung auf die Außenseite des Wandaufbaus 3 hin immer kleiner werdenden Diffusionswiderstand zu überwinden hat. Im Gegensatz dazu stellt sich bei anderen Wärmeverbundsystemen aufgrund der geringeren Gesamtwandstärke und aufgrund des vom erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wandaufbau 3 unterschiedlichen Wandaufbaus ein höher liegendes Temperaturniveau bezogen auf den Innenraum des Gebäudes ein.
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Durch den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Wandaufbau 3, sei er als solcher mit Sichtmauerwerk auf der Außenseite oder als solcher mit einer verputzten Vormauerungsschale ausgebildet, wird der Übertragung eines Temperaturgefalles zwischen der Wandaufbauaußenseite und der Wandaufbauinnenseite, d.h. der raumseitigen Wandseite entgegengewirkt. Schwankungen der Lufttemperatur und der Sonneneinstrahlung rufen entsprechende Schwankungen der äußeren oder inneren Wandoberfläche hervor. Die äußeren Temperaturschwankungen werden durch die Außenwand gedämpft, so dass sich auf der den Raum begrenzenden inneren Wandoberfläche Temperaturschwankungen in erheblich reduzierter Größe einstellen. Das Verhältnis von äußerer Temperatur zur inneren Temperatur lässt sich durch die Amplitudendämpfung, auch als Temperaturamplitudendämpfungsverhältnis TAV bezeichnet, charakterisieren. Der Kehrwert der Amplitudendämpfüng wird als Amplitudendämpfungsfaktor bezeichnet und dient zur Kennzeichnung der instationären Wärmeleitung nicht transparenter Bauteile.
-10-
Bezugszeichenliste
1 Innenseite
2 Außenseite
3 Wandaufbau
4 erste Schicht
5 Bauplatte
6 Wärmedämmschicht in Verbindung mit Holzfachwerkkonstruktion
7 Dämmmaterial
8 Holzfaserdämmplatte
10 Hinterlüftung
11 lichte Weite Hinterlüftung
12 Luftkanalinnenseite = Außenseite Holzfaserdämmplatte
13 Luftkanalaußenseite = Innenseite äußerste Schicht 14 äußerste Schicht
15 Außenseite
16 S ichtmauerwerk/verputzte Vormauerung
17 Fuge
18 wilder Verbund 19 Feuchtetransport
21 Gesamtwandaufbaustärke
22 Stärke erste Schicht
23 Bauplattenstärke
24 Stärke Wärmedämmschicht/Holzfachwerkkonstruktion
25 Stärke Holzfaserdämmplatte
26 Stärke Außenschicht
30 Temperaturverlauf hinterlüftete Fassade
31 Temperaturverlauf
32 Raumtemperatur
33 Oberflächentemperatur erste Schicht raumseitig
34 Temperatur Innenseite Hinterlüftung
35 Außentemperatur Außenschicht
36 Temperaturabfall außen nach innen
37 Temperaturgradient Hinterlüftung
i··
Mi VS i.;S : :
38 Temperaturgradient Schichten 4, 5, 6, 7 (Dämmmaterial), 8
39 Temperaturgradient äußerste Schicht
44 erstes Temperaturniveau s Wandstärkeverlauf

Claims (13)

1. Wandaufbau (3) einer Fertighauskomponente, die mehrere Wandschichten (4, 5, 6, 8, 9, 14) umfasst, wobei eine erste Schicht (4) einem Innenraum (1) zuweist und die äußerste Schicht (14) als Sichtmauerwerk (16) oder verputzte Vormauerung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mehrere Wandschichten (4, 5, 6, 8, 14) aufweisende Wandaufbau (3) aus Gipskartonplatte (4), Bauplatte (5), Holzkonstruktion mit Dämmung (6) und Holzfaserdämmplatte sowie Abschussvermauerung und Verputz dampfsperrefrei aufgebaut ist und eine dampfdiffusionsoffene Wandschicht (8) umfasst.
2. Wandaufbau gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer äußersten Schicht (14), ausgeführt als Sichtmauerwerk (16) und den weiteren Wandschichten (4, 5, 6, 8) eine Luftzirkulation ermöglichende Hinterlüftung (10) angeordnet ist.
3. Wandaufbau gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterlüftung (10) zwischen der Innenseite (13) der äußersten Schicht (14) und der Außenseite (12) der Wandschicht (8) durchgängig verläuft.
4. Wandaufbau gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dampfdiffusionsoffene Wandschicht (8) als vollflächige Holzfaserdämmplatte ausgeführt ist.
5. Wandaufbau gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (4) der mehreren Wandschichten (4, 5, 6, 8) auf einer Orientierten-Langfaser- Holzwerkstoffplatte (5) aufgebracht ist.
6. Wandaufbau gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmschicht (6) eine Holzfachwerkkonstruktion enthält, deren Hohlräume mit einem mineralischen Dämmmaterial verfüllt sind.
7. Wandaufbau gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mineralische Dämmmaterial Steinwolle ist.
8. Wandaufbau gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mineralische Dämmmaterial Mineralwolle ist.
9. Wandaufbau gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterlüftung (10) eine lichte Weite (11) aufweist, die zwischen 4 cm und 10 cm liegt.
10. Wandaufbau gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterlüftung (10) bevorzugt in einer lichten Weite (11) zwischen 5 cm und 6 cm ausgeführt ist.
11. Wandaufbau gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die äußerste Schicht (14) ein erstes Material mit einer ersten Wärmespeicherkapazität enthält.
12. Wandaufbau gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterlüftung (10) der äußersten Schicht (14) des Sichtmauerwerkes (16) einen trägen Temperaturübergang bewirkt.
13. Wandaufbau gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbund aus erster Schicht (4), Wandschicht (5), Wärmedämmschicht (6) und der Wandschicht (8) ein Wärmeübertragungsverhalten mit flachem Temperaturgradienten (38) aufweist.
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CN102704581A (zh) * 2011-03-28 2012-10-03 王宪辉 一种复合保温系统
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RU201290U1 (ru) * 2020-06-25 2020-12-08 Государственное автономное образовательное учреждение Астраханской области высшего образования "Астраханский государственный архитектурно-строительный университет" (ГАОУ АО ВО "АГАСУ") Энергосберегающее шатровое укрытие

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EA010822B1 (ru) * 2006-10-05 2008-12-30 Научно-Исследовательское И Проектно-Технологическое Республиканское Унитарное Предприятие "Институт Ниптис Им. Атаева С.С." Наружное вентилируемое ограждение здания
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