DE20305748U1 - Vorsatzrahmen - Google Patents
VorsatzrahmenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
HVG 10 T1.doc
Vorsatzrahmen
Die Erfindung betrifft einen Vorsatzrahmen zum Anbringen einer Zusatzscheibe auf einem Fensterrahmen oder Türblatt.
Um vorhandene Fenster oder verglaste Türen einbruchhemmend oder durchschusshemmend auszurüsten, können nachträglich schlagfeste Zusatzscheiben auf den vorhandenen Fensterrahmen oder das vorhandene Türblatt aufgesetzt werden. Dies erfolgt insbesondere von der Gebäudeinnenseite her, da solche Zusatzscheiben oftmals aus transparentem Kunsststoff bestehen, der weniger kratzfest und lichtbeständig ist als die Glasscheibe des fensters oder der Tür.
Es ergibt sich beim Anbringen einer Zusatzscheibe einmal das Problem der unterschiedlichen Wärmedehnung der Zusatzscheibe und des Fensterrahmens, so dass eine feste Verbindung z.B. durch Kleben meist nicht in Betracht kommt. Außerdem werden Zusatzscheiben, die als solche erkennbar sind, aus ästhetischen Gründen oft nicht akzeptiert. Schließlich ist es in einigen Anwendungsfällen nicht wünschenswert, dass die mit der Zusatzscheibe be-
wirkte Schutzversträkung des Gebäudes offensichtlich erkennbar ist.
Es stellt sich dabei die Aufgabe, bei Anbringung einer Zusatzscheibe ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild bei einem mit einer Zusatzscheibe versehenen Fenster bzw. Türblatt zu erhalten und eventuell die Zusatzverglasung für einen Betrachter an der Gebäudeaußenseite gänzlich zu kaschieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Vorsatzrahmen zum Anbringen einer Zusatzscheibe auf einem Fenster- oder Türrahmen gelöst, der wenigstens umfasst: ein Einfassungsprofil, das die Seitenkanten der Zusatzscheibe wenigstens teilweise umschließt und das wenigstens einen Rastquerschnittsbereich aufweist, - wenigstens ein Befestigungselement, das durch ein elastomeres Ringelement und durch eine Befestigungsausnehmung in der Zusatzscheibe hindurch mit dem Einfassungsprofil zu verbinden ist und ein Abdeckprofil, das mit dem wenigstens einen Rastquerschnittsbereich des Einfassungsprofils formschlüssig zu verbinden ist und durch das ein mit dem Einfassungsprofil verbundenes Befestigungselement abdeckbar ist.
Der erfindungsgemäßen Vorsatzrahmen besteht somit aus einem Einfassungsprofil, das auf die Innenseite eines vorhandenen Verglasungselements aufgesetzt und vorzugsweise zusammen mit der Zusatzscheibe an dem Rahmen oder Türblatt angeschraubt ist. Die Befestigung der Zusatzscheibe über ein Befestigungselement mit einem zusätzlichen elastomeren Ringelement ermöglicht dabei den Ausgleich von
Länqenänderungen infolge von unterschiedlichem Wärmeausdehnungsverhalten des Fensterrahmens, des Einfassungsprofils und der Zusatzscheibe, die vorzugsweise aus Polycarbonat besteht.
Das Abdeckprofil rastet formschlüssig auf dem Einfassungsprofil ein, so dass keine zusätzlichen Befestigungselemente, die optisch störend wirken, mehr notwendig sind, um das Abdeckprofil mit dem Einfassungsprofil zu verbinden. Das Abdeckprofil verdeckt die Befestigungselemente von Einfassungsprofil und Zusatzscheibe vollständig.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Querschnitt des Einfassungsprofils gebildet aus wenigstens: einem Auflagequerschnittsbereich, - einem Einfassungsquerschnittsbereich, der senkrecht an dem Auflagequerschnittsbereich angeordnet ist und an den sich der Rastquerschnittsbereich anschließt und einem Verbindernutquerschnittsbereich.
Durch den Auflagequerschnittsbereich wird eine ebene Auflagefläche für die Zusatzscheibe bereitgestellt. Die dazu senkrechte Kante, die durch den Einfassungsquerschnittsbereich gebildet ist, umgibt die Zusatzscheibe umlaufend und bildet Anschlagkanten, die die Ausrichtung der Zusatzscheibe bei der Montage erleichtern.
Der Verbindernutquerschnittsbereich ermöglicht eine Verbindung von mehreren Abschnitten des Einfassungsprofils zu einem insbesondere rechteckigen Vorsatzrahmen durch Winkelverbindungselemente, die in den insbesondere als T-Nut ausgebildeten Verbindernutquerschnittsbereich einge-
schoben werden und so jeweils zwei Abschnitte des Einfassungsprofils winkelgenau miteinander verbinden.
Der Querschnitt des Abdeckprofils ist vorzugsweise aus wenigstens:
- einem ersten, dem Auflagequerschnittsbereich des Einfassungsprofils wenigstens teilweise gegenüberliegenden Nutbereich zur verdeckten Aufnahme der über die Oberfläche der Zusatzscheibe ragenden Teile des Befestigungselements und
- einem zweiten, den Rastquerschnittsbereich des Einfassungsprofils wenigstens teilweise umfassenden Nutbereich
gebildet.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen und werden nachfolgend mit Bezug auf ein Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Die Figur zeigt einen erfindungsgemäßen Vorsatzrahmen in perspektivischer Darstellung, der im wesentlichen aus einem Einfassungsprofil 10, einem Abdeckprofil 20 und einem oder mehreren Befestigungselementen 30 besteht.
Das Einfassungsprofil 10 weist zunächst einen Auflagequerschnittsbereich 11 auf, an den sich, senkrecht dazu, ein Einfassungsquerschnittsbereich 16 als Anschlagkante für eine Zusatzscheibe 3 anschließt. Mit seiner Unterseite 15 wird das Einfassungsprofil 10 auf das vorhandene Fenster aufgelegt.
Der Einfassungsquerschnittsbereich 16 setzt sich schließlich in einem Rastquerschnittsbereich 13 fort, der vorzugsweise schräg dazu angestellt ist.
An dem Abdeckprofil 20 ist der zweite Nutbereich 25 durch einen ersten gebogenen Stegbereich 22 und einen zweiten gebogenen Hintergreifungsstegbereich 23 gebildet. Der erste gebogene Stegbereich 22 gleitet beim Aufdrücken des Abdeckprofils 20 auf das Einfassungsprofil 10 auf dem schräg gestellten Rastquerschnittsbereich 13 und führt dabei den Hintergreifungsstegbereich 23 unter den Rastquerschnittsbereich 13.
Im montierten Zustand des erfindungsgemäßen Vorsatzrahmens 100 greift der Hintergreifungsstegbereich 23 dann von hinten unter den schräg angestellten Rastquerschnittsbereich 13 des Einfassungsprofils 10, während der Stegbereich 22 an der Vorderseite des Rastquerschnittsbereichs 13 anliegt.
Hinter der Anschlagkante 16, also an deren von dem Auflagequerschnittsbereich 11 abgewandten Seite, ist bei der in der Figur dargestellten bevorzugten Ausführungsreform durch Stege 12, 14 ein Verbindernutquerschnittsbereich gebildet, der eine insbesondere T-förmige Nut definiert, in die ein Winkelverbinderelement 2 eingeschoben werden kann.
Um die wechselnden thermischen Belastungen sowie Stoßoder Schlagbelastungen abzufangen, sind in die Zusatzscheibe 3 Befestigungsausnehmungen eingebracht, die größer sind als der Durchmesser des Befestigungelements 30. Zwischen dem Befestigungselement 30, das vorzugsweise eine Schraube ist, und dem Rand der Befestigungsausnehmun-
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gen in der Zusatzscheibe 3 ist somit ein Luftspalt gebildet, in dem die Zusatzscheibe 3 verschiebbar ist.
Unter dem Kopf des Befestigungselements 30 ist ein elastomeres Ringelement 31, insbesondere aus Neopren, angeordnet, dass zum einen die Flächenpressung des Schraubenkopfes auf die Oberfläche der Zusatzscheibe 3 vergleichmäßigt und das zum anderen Bewegungen der Zusatzscheibe innerhalb der durch den Luftspalts der Befestigungsausnehmung begrenzten Strecke ermöglicht. Damit wird eine Belastung durch Wärmedehnungen bei der Zusatzscheibe 3 oder auch bei dem Fenster bzw. der Tür, an dem der Vorsatzrahmen 100 angebracht ist, vermieden.
Claims (13)
1. Vorsatzrahmen (100) zum Anbringen einer Zusatzscheibe (3) auf einem Fensterrahmen oder Türblatt, wenigstens umfassend:
- ein Einfassungsprofil (10), das die Seitenkanten der Zusatzscheibe (3) wenigstens teilweise umschließt und das wenigstens einen Rastquerschnittsbereich (13) aufweist,
- wenigstens ein Befestigungselement (30), das durch ein elastomeres Ringelement (31) und durch eine Befestigungsausnehmung in der Zusatzscheibe hindurch mit dem Einfassungsprofil (10) zu verbinden ist und
- ein Abdeckprofil (20), das mit dem wenigstens einen Rastquerschnittsbereich (13) des Einfassungsprofils (10) formschlüssig zu verbinden ist und durch das ein mit dem Einfassungsprofil (10) verbundenes Befestigungselement (30) abdeckbar ist.
2. Vorsatzrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Einfassungsprofils (10) gebildet ist aus wenigstens:
- einem Auflagequerschnittsbereich (10),
- einem Einfassungsquerschnittsbereich (16), der senkrecht an dem Auflagequerschnittsbereich (10) angeordnet ist und an den sich der Rastquerschnittsbereich (13) anschließt und
- einem Verbindernutquerschnittsbereich (12, 14)
3. Vorsatzrahmen (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Abdeckprofils (20) gebildet ist aus wenigstens:
- einem ersten, dem Auflagequerschnittsbereich (11) des Einfassungsprofils (10) wenigstens teilweise gegenüberliegenden Nutbereich (26) und
- einem zweiten, den Rastquerschnittsbereich (13) des Einfassungsprofils (10) wenigstens teilweise umfassenden Nutbereich (25).
4. Vorsatzrahmen (100) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckprofil (20) an einer neben dem ersten Nutbereich (26) gelegenen Außenkante (27) eine Dichtungsprofilnut (21) aufweist.
5. Vorsatzrahmen (100) einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Einfassungsprofil (10) der Rastquerschnittsbereich (13) schräg zu zu dem Einfassungsquerschnittsbereich (16) angestellt ist und dass an dem Abdeckprofil (20) der zweite Nutbereich (25) durch einen ersten gebogenen Stegbereich (22) und einen zweiten gebogenen Hintergreifungsstegbereich (23) gebildet ist, wobei bei einem mit dem Einfassungsprofil (10) verbundenen Abdeckprofil (20) der Hintergreifungsstegbereich (23) unter den schräg angestellten Rastquerschnittsbereich (13) greift.
6. Vorsatzrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzscheibe (3) aus Polycarbonat besteht.
7. Vorsatzrahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Rand der Befestigungsausnehmung in der Zusatzscheibe (3) und einem Schaft des Befestigungselements (30) ein Luftspalt von wenigstens 1 mm Breite gebildet ist.
8. Vorsatzrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (30) eine Schraube mit Schraubenkopf ist, wobei das elastomere Ringelement (31) zwischen dem Schraubenkopf und der Oberfläche der Zusatzscheibe (3) angeordnet ist.
9. Vorsatzrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Abschnitte des Einfassungsprofils (10) durch ein Winkelverbindungselement (2), das in die jeweiligen einem Verbindernutquerschnittsbereich (12, 14) eingeschoben ist.
10. Vorsatzrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindernutquerschnittsbereich (12, 14) als nach oben offene T-Nut ausgebildet ist.
11. Vorsatzrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ringelement (31) aus Neopren gebildet ist.
12. Einfassungsprofil (10) für einen Vorsatzrahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Abdeckprofil (10) für einen Vorsatzrahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
Priority Applications (1)
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE202015102465U1 (de) | 2015-05-13 | 2015-07-03 | Kai Lütke Wenning | Vorsatzfenster mit Holzrahmen |
| DE102014106326A1 (de) | 2014-05-07 | 2015-11-12 | Steffi Mattheis | Zusatz-Schutzelement für ein Fenster oder eine Tür |
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2003
- 2003-04-08 DE DE20305748U patent/DE20305748U1/de not_active Expired - Lifetime
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| DE202015102465U1 (de) | 2015-05-13 | 2015-07-03 | Kai Lütke Wenning | Vorsatzfenster mit Holzrahmen |
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