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DE20303275U1 - Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge - Google Patents

Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE20303275U1
DE20303275U1 DE20303275U DE20303275U DE20303275U1 DE 20303275 U1 DE20303275 U1 DE 20303275U1 DE 20303275 U DE20303275 U DE 20303275U DE 20303275 U DE20303275 U DE 20303275U DE 20303275 U1 DE20303275 U1 DE 20303275U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sand
signal
sand spreading
processes
spreading
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE20303275U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IBEG SYSTEMS GmbH
Original Assignee
IBEG SYSTEMS GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IBEG SYSTEMS GmbH filed Critical IBEG SYSTEMS GmbH
Priority to DE20303275U priority Critical patent/DE20303275U1/de
Publication of DE20303275U1 publication Critical patent/DE20303275U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C15/00Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
    • B61C15/08Preventing wheel slippage
    • B61C15/10Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials
    • B61C15/105Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials with gravity activated sanding equipment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge
l. Moderne Schienenfahrzeuge verfügen heute in der Regel über einen Gleit- und Schleuderschutz. Dieser wird bei Beschleunigungs- oder Bremsvorgängen über das Antriebssteuergerät (ASG) angesteuert. Ein Gleiten oder Schleudern (Durchdrehen) der Räder kann während des Beschleunigens oder des Bremsens eines Fahrzeugs auftreten. Spricht der Gleit- und Schleuderschutz an, kann das fahrzeugseitige Sandstreusystem automatisch ausgelöst werden. Neben dieser automatischen Ansteuerung kann der Fahrer in der Regel über einen Schalter das Sandstreusystem auslösen (Darstellung 1). Im Fall einer automatischen Ansteuerung des Sandstreusystems wird so lange gesandet, wie das Signal ansteht. Löst der Fahrer das Sandensignal aus, so steht dieses so lange an, wie der Fahrer den Schalter betätigt und damit das Signal auslöst.
Moderne Sandstreusysteme werden heute luftbetätigt. D. h. entweder springt bei Signalgebung ein kleiner Kompressor an, um einen Überdruck aufzubauen, oder das System bedient sich aus einem fahrzeugseitig vorhandenen Überdruckbehälter mit komprimierter Luft. Beide Betätigungsweisen benötigen eine Reaktionszeit (= Zeit von Erhalt des Ansteuersignals bis zum Eintreffen der ersten Sandkörner vor dem Rad), die je nach Sandstreusystem, Abstand zwischen Sandbehälter und Austrittsdüse, Länge und Lage des Sandschlauches zwischen 0,4 und 2 Sekunden betragen kann (Darstellung 2).
Problematisch sind Anforderungsimpulse, die das Sandstreusystem nur kurzzeitig ansprechen und ggfs. unterhalb der Reaktionszeit eines Systems liegen. Die Reaktionszeit ist die Zeit von der Signalgebung bis zum Eintreffen des Sandes am Rad. Das Ansteuern der Sandstreuanlage erbringt in diesem Fall entweder keine oder nur eine geringe Wirkung. Der Sandschlauch wird jedoch vollständig oder teilweise mit Sand gefüllt. Dieser kann aufgrund der geringen Impulsdauer nur schwerlich oder gar nicht abfließen. Ein mit Sand gefüllter Sandschlauch ist insbesondere bei Regenfahrten aufgrund des möglichen
Zusammentreffens von Sand und Feuchtigkeit der Hauptgrund für Verstopfungen, die nur sehr aufwendig wieder entfernt werden können.
Das IBEG Sandsteuergerät (Sand Controller, Darstellung 4) sorgt dafür, dass der Impuls auf das Sandstreusystem zumindest solange ansteht, bis ein kontinuierlicher Sandfluss entstanden ist.
Die Dauer des Impulses ist einstellbar (programmierbar). Hierdurch wird gewährleistet, dass die Dauer des Impulses ein Auftreffen einer ausreichenden Sandmenge zwischen Rad und Schiene ermöglicht und dass sich zumindest kurzzeitig ein kontinuierlicher Sandfluss einstellt. Dadurch verringert sich der Anteil des im Schlauch liegen bleibenden Sandes und Verstopfungen werden verhindert.
Wenn das Fahrzeug unterschiedliche Signale für einen Brems-, Anfahrvorgang oder anderes zur Verfügung stellt, dann kann der Sand Controller diese Signale unterschiedlich verarbeiten. Z. B. in der Form, dass er bei dem Signal „Sanden beim Anfahren" eine kurze Zeit abwartet, ob das Signal „langer" (einstellbar) ansteht und es erst dann weiterverarbeitet, oder dem Signal „Gleiten beim Bremsen" hohe Priorität gibt und unverzüglich den Erstimpuls auslöst.
Fahrzeugbedingt kann ein Signal oder mehrere Signale dem Sandcontroller zur Verfügung gestellt werden. Diese können unterschiedlich verarbeitet werden und können ebenfalls unterschiedliche Aktionen zur Folge haben.
2. Sandvorratsbehälter werden auf die individuellen Fahrzeugverhältnisse hin angepasst. Sie unterscheiden sich gravierend in Größe und Form. Um den Füllstand eines Sandbehälters festzustellen, werden Schaugläser angebracht, die einen Einblick in das Innere des Behälters ermöglichen, und/oder es werden Sensoren in den Behälter eingesetzt, die bei Unterschreiten eines gewissen Füllstandes ein Signal geben. Da sich die Lage und Oberflächenkontur des Sandes im Sandbehälter durch dynamische Kräfte des Fahrzeugs und durch das Betätigen des Sandsystems ständig verändern (Darstellung 3), können Sensoren (insbesondere wenn nur in geringer Anzahl vorhanden) nur
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grobe Anhaltswerte über den Füllstand bieten. Im Behälter integrierte Schaugläser unterliegen immer dem subjektiven Eindruck des Betrachters, können leicht verschmutzen und können nur sehr aufwendig kontrolliert werden.
Über den Sandcontroller können sehr spezifische Daten gespeichert werden, die für den Betreiber eine interessante Aussage über den Füllstand und den Betrieb der Anlage liefern. Diese können durch die Speicherung der Dauer (Zeitmessung), der Art (handelt es sich um einen Erstimpuls oder Folgeimpuls) hinterlegt werden. Durch die Eingabe spezifischer Parameter (Sandstreumenge pro Erstimpuls, Sandmenge pro Folgeimpuls jeweils pro Sekunde) können sehr spezifische Daten ermittelt werden, die eine Aussage zum Sandverbrauch und damit zum Restinhalt des Sandbehälters abgeben können. Weiterhin können weitere Daten (z. B. Anzahl der Impulse) gespeichert und verwaltet werden. Diese Daten können entweder einem fahrzeugseitigen Managementsystem zur Verfügung gestellt werden oder an ein externes Auswertungssystem über eine entsprechende Schnittstelle bekannt gegeben werden.
3. Der Aufbau des Sandcontrollers ist derart gestaltet, dass eine Steuerplatine wie in Abbildung 5 in ein Steuergehäuse integriert ist oder dass die Steuerplatine auch einzeln an einer anderen Stelle montiert werden kann. Es können dem Sandcontroller ein oder mehrere Eingangssignale zugeführt werden (siehe Abbildung 5, z. B. Eingang Bremsen und Eingang Anfahren). Dem „Datenausgang Sanden" wird das verarbeitete Steuersignal zugeführt. Dem „Datenausgang Fahrzeugmanagement" werden gespeicherte und verarbeitete Daten zur Verfügung gestellt.
Das Eingangssignal Bremsen wird entweder auf eine Mindestsignaldauer verlängert (Tsmin). Ist das Eingangssignal länge als Tsmin, so wird es in „Originallänge" dem Ausgang Sanden übergeben. Um auf ein Eingangssignal am Eingang Anfahren zu reagieren, muss das Signal eine einstellbare Mindestdauer (tamin) anstehen. Es gilt jedoch, dass die Mindestsignaldauer am Ausgang Sanden (Tsmin) größer ist als die Mindestsignaldauer am Eingang Anfahren.
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Die Neuerung der Erfindung besteht insbesondere darin, dass das Sand Controller System eingehende Signale, die zum Einsetzen des Sandstreuens bei Schienenfahrzeugen dienen, in der Form verarbeitet und optimiert, dass das Signal entweder unterdrückt oder auf eine Mindestdauer, die dann auch eine Wirkung erzielt, verlängert wird.
Die Neuerung der Erfindung besteht weiterhin darin, dass die eingehenden Signale für ein Fahrzeugmanagementsystem derart aufgearbeitet werden, dass
Dauer des Signals
Art des Signals Anzahl der Signale
Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Funktion und Technik der Anlage abgeben können und weiterhin eine möglichst exakte Aussage über den Sandverbrauch bieten.

Claims (1)

  1. Die Neuerung der Erfindung besteht insbesondere darin, dass das Sand Controller System ein oder mehrere Eingangssignale, die zum Einsetzen des Sandstreuens bei Schienenfahrzeugen dienen, speichert und verarbeitet und an den Signalausgang derart optimiert weitergibt, dass die Funktion und der Betrieb von Sandstreuanlagen verbessert wird. Der Aufbau ist derart gestaltet, dass das System separat an ein Sandstreusystem angeschlossen wernden kann oder dass das System in die vorhandene Fahrzeugsteuerung integriert werden kann.
    Die Neuerung der Erfindung besteht weiterhin darin, dass die eingehenden Signale für ein Fahrzeugmanagementsystem derart aufgearbeitet werden, dass die
    - Dauer des Signals
    - Art des Signals
    - Anzahl der Signale
    Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Funktion und Technik der Anlage abgeben können und weiterhin eine möglichst exakte Aussage über den Sandverbrauch bieten.
DE20303275U 2003-03-03 2003-03-03 Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge Expired - Lifetime DE20303275U1 (de)

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DE20303275U DE20303275U1 (de) 2003-03-03 2003-03-03 Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge

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DE20303275U1 true DE20303275U1 (de) 2003-08-14

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ID=27763079

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DE20303275U Expired - Lifetime DE20303275U1 (de) 2003-03-03 2003-03-03 Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge

Country Status (1)

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DE (1) DE20303275U1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10333637A1 (de) * 2003-07-24 2005-02-10 Zeppenfeld Industrie-Verwaltungs-Gmbh Sandaustrageinrichtung für ein Schienenfahrzeug mit variierender Leistung angesteuertem Kompressor
DE102023203658A1 (de) * 2023-04-20 2024-10-24 Siemens Mobility GmbH Füllstands-Überwachung

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DE102023203658A1 (de) * 2023-04-20 2024-10-24 Siemens Mobility GmbH Füllstands-Überwachung
WO2024217821A1 (de) * 2023-04-20 2024-10-24 Siemens Mobility GmbH Füllstands-überwachung

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R207 Utility model specification

Effective date: 20030918

R150 Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years

Effective date: 20060224

R151 Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years

Effective date: 20090303

R152 Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years

Effective date: 20110223

R071 Expiry of right
R071 Expiry of right