DE20303275U1 - Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge - Google Patents
Sandstreusystem für SchienenfahrzeugeInfo
- Publication number
- DE20303275U1 DE20303275U1 DE20303275U DE20303275U DE20303275U1 DE 20303275 U1 DE20303275 U1 DE 20303275U1 DE 20303275 U DE20303275 U DE 20303275U DE 20303275 U DE20303275 U DE 20303275U DE 20303275 U1 DE20303275 U1 DE 20303275U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sand
- signal
- sand spreading
- processes
- spreading
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000004576 sand Substances 0.000 title claims abstract description 51
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims abstract description 7
- 238000010276 construction Methods 0.000 abstract 1
- 244000309464 bull Species 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 2
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 description 1
- XUFQPHANEAPEMJ-UHFFFAOYSA-N famotidine Chemical compound NC(N)=NC1=NC(CSCCC(N)=NS(N)(=O)=O)=CS1 XUFQPHANEAPEMJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 230000035484 reaction time Effects 0.000 description 1
- 230000026676 system process Effects 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C15/00—Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
- B61C15/08—Preventing wheel slippage
- B61C15/10—Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials
- B61C15/105—Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials with gravity activated sanding equipment
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
l. Moderne Schienenfahrzeuge verfügen heute in der Regel über einen Gleit- und Schleuderschutz. Dieser wird bei Beschleunigungs- oder Bremsvorgängen über das Antriebssteuergerät (ASG) angesteuert. Ein Gleiten oder Schleudern (Durchdrehen) der Räder kann während des Beschleunigens oder des Bremsens eines Fahrzeugs auftreten. Spricht der Gleit- und Schleuderschutz an, kann das fahrzeugseitige Sandstreusystem automatisch ausgelöst werden. Neben dieser automatischen Ansteuerung kann der Fahrer in der Regel über einen Schalter das Sandstreusystem auslösen (Darstellung 1). Im Fall einer automatischen Ansteuerung des Sandstreusystems wird so lange gesandet, wie das Signal ansteht. Löst der Fahrer das Sandensignal aus, so steht dieses so lange an, wie der Fahrer den Schalter betätigt und damit das Signal auslöst.
Moderne Sandstreusysteme werden heute luftbetätigt. D. h. entweder springt bei Signalgebung ein kleiner Kompressor an, um einen Überdruck aufzubauen, oder das System bedient sich aus einem fahrzeugseitig vorhandenen Überdruckbehälter mit komprimierter Luft. Beide Betätigungsweisen benötigen eine Reaktionszeit (= Zeit von Erhalt des Ansteuersignals bis zum Eintreffen der ersten Sandkörner vor dem Rad), die je nach Sandstreusystem, Abstand zwischen Sandbehälter und Austrittsdüse, Länge und Lage des Sandschlauches zwischen 0,4 und 2 Sekunden betragen kann (Darstellung 2).
Problematisch sind Anforderungsimpulse, die das Sandstreusystem nur kurzzeitig ansprechen und ggfs. unterhalb der Reaktionszeit eines Systems liegen. Die Reaktionszeit ist die Zeit von der Signalgebung bis zum Eintreffen des Sandes am Rad. Das Ansteuern der Sandstreuanlage erbringt in diesem Fall entweder keine oder nur eine geringe Wirkung. Der Sandschlauch wird jedoch vollständig oder teilweise mit Sand gefüllt. Dieser kann aufgrund der geringen Impulsdauer nur schwerlich oder gar nicht abfließen. Ein mit Sand gefüllter Sandschlauch ist insbesondere bei Regenfahrten aufgrund des möglichen
Zusammentreffens von Sand und Feuchtigkeit der Hauptgrund für Verstopfungen, die nur sehr aufwendig wieder entfernt werden können.
Das IBEG Sandsteuergerät (Sand Controller, Darstellung 4) sorgt dafür, dass der Impuls auf das Sandstreusystem zumindest solange ansteht, bis ein kontinuierlicher Sandfluss entstanden ist.
Die Dauer des Impulses ist einstellbar (programmierbar). Hierdurch wird gewährleistet, dass die Dauer des Impulses ein Auftreffen einer ausreichenden Sandmenge zwischen Rad und Schiene ermöglicht und dass sich zumindest kurzzeitig ein kontinuierlicher Sandfluss einstellt. Dadurch verringert sich der Anteil des im Schlauch liegen bleibenden Sandes und Verstopfungen werden verhindert.
Wenn das Fahrzeug unterschiedliche Signale für einen Brems-, Anfahrvorgang oder anderes zur Verfügung stellt, dann kann der Sand Controller diese Signale unterschiedlich verarbeiten. Z. B. in der Form, dass er bei dem Signal „Sanden beim Anfahren" eine kurze Zeit abwartet, ob das Signal „langer" (einstellbar) ansteht und es erst dann weiterverarbeitet, oder dem Signal „Gleiten beim Bremsen" hohe Priorität gibt und unverzüglich den Erstimpuls auslöst.
Fahrzeugbedingt kann ein Signal oder mehrere Signale dem Sandcontroller zur Verfügung gestellt werden. Diese können unterschiedlich verarbeitet werden und können ebenfalls unterschiedliche Aktionen zur Folge haben.
2. Sandvorratsbehälter werden auf die individuellen Fahrzeugverhältnisse hin angepasst. Sie unterscheiden sich gravierend in Größe und Form. Um den Füllstand eines Sandbehälters festzustellen, werden Schaugläser angebracht, die einen Einblick in das Innere des Behälters ermöglichen, und/oder es werden Sensoren in den Behälter eingesetzt, die bei Unterschreiten eines gewissen Füllstandes ein Signal geben. Da sich die Lage und Oberflächenkontur des Sandes im Sandbehälter durch dynamische Kräfte des Fahrzeugs und durch das Betätigen des Sandsystems ständig verändern (Darstellung 3), können Sensoren (insbesondere wenn nur in geringer Anzahl vorhanden) nur
• · et * * ·
grobe Anhaltswerte über den Füllstand bieten. Im Behälter integrierte Schaugläser unterliegen immer dem subjektiven Eindruck des Betrachters, können leicht verschmutzen und können nur sehr aufwendig kontrolliert werden.
Über den Sandcontroller können sehr spezifische Daten gespeichert werden, die für den Betreiber eine interessante Aussage über den Füllstand und den Betrieb der Anlage liefern. Diese können durch die Speicherung der Dauer (Zeitmessung), der Art (handelt es sich um einen Erstimpuls oder Folgeimpuls) hinterlegt werden. Durch die Eingabe spezifischer Parameter (Sandstreumenge pro Erstimpuls, Sandmenge pro Folgeimpuls jeweils pro Sekunde) können sehr spezifische Daten ermittelt werden, die eine Aussage zum Sandverbrauch und damit zum Restinhalt des Sandbehälters abgeben können. Weiterhin können weitere Daten (z. B. Anzahl der Impulse) gespeichert und verwaltet werden. Diese Daten können entweder einem fahrzeugseitigen Managementsystem zur Verfügung gestellt werden oder an ein externes Auswertungssystem über eine entsprechende Schnittstelle bekannt gegeben werden.
3. Der Aufbau des Sandcontrollers ist derart gestaltet, dass eine Steuerplatine wie in Abbildung 5 in ein Steuergehäuse integriert ist oder dass die Steuerplatine auch einzeln an einer anderen Stelle montiert werden kann. Es können dem Sandcontroller ein oder mehrere Eingangssignale zugeführt werden (siehe Abbildung 5, z. B. Eingang Bremsen und Eingang Anfahren). Dem „Datenausgang Sanden" wird das verarbeitete Steuersignal zugeführt. Dem „Datenausgang Fahrzeugmanagement" werden gespeicherte und verarbeitete Daten zur Verfügung gestellt.
Das Eingangssignal Bremsen wird entweder auf eine Mindestsignaldauer verlängert (Tsmin). Ist das Eingangssignal länge als Tsmin, so wird es in „Originallänge" dem Ausgang Sanden übergeben. Um auf ein Eingangssignal am Eingang Anfahren zu reagieren, muss das Signal eine einstellbare Mindestdauer (tamin) anstehen. Es gilt jedoch, dass die Mindestsignaldauer am Ausgang Sanden (Tsmin) größer ist als die Mindestsignaldauer am Eingang Anfahren.
| Φ &phgr; &phgr;&phgr;&phgr; | &phgr; &phgr; | &phgr; |
&phgr;
&phgr; |
&phgr; &phgr; | &phgr; | ·< | &phgr; |
&phgr; &phgr;
&phgr; |
&phgr; |
&phgr; &phgr;
&phgr; &phgr; |
&phgr;&phgr;&phgr; | &phgr; |
&phgr;
&phgr; |
&phgr; &phgr;
&phgr; &phgr; |
&phgr; |
&phgr; &phgr; &phgr; &phgr;
&phgr; |
&phgr; &phgr; &phgr;&phgr;
&phgr; |
&phgr;&phgr;&phgr;
&phgr; &phgr; &phgr; &phgr; |
| &phgr; &phgr;&phgr;&phgr; | &phgr; | &phgr; &phgr; | &phgr; | &phgr; &phgr; | • |
&phgr;
• |
&phgr; | &phgr; |
&phgr; &phgr; &phgr;
&phgr;&phgr;&phgr; |
|||||||||
|
&phgr; &phgr;
&phgr; &phgr; |
&phgr; &phgr; | &phgr; | &phgr; |
&phgr;
&phgr;&phgr;&phgr; |
&phgr;&phgr;&phgr;
&phgr; &phgr; &phgr; &phgr; |
Die Neuerung der Erfindung besteht insbesondere darin, dass das Sand Controller System eingehende Signale, die zum Einsetzen des Sandstreuens bei Schienenfahrzeugen dienen, in der Form verarbeitet und optimiert, dass das Signal entweder unterdrückt oder auf eine Mindestdauer, die dann auch eine Wirkung erzielt, verlängert wird.
Die Neuerung der Erfindung besteht weiterhin darin, dass die eingehenden Signale für ein Fahrzeugmanagementsystem derart aufgearbeitet werden, dass
Dauer des Signals
Art des Signals Anzahl der Signale
Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Funktion und Technik der Anlage abgeben können und weiterhin eine möglichst exakte Aussage über den Sandverbrauch bieten.
Claims (1)
- Die Neuerung der Erfindung besteht insbesondere darin, dass das Sand Controller System ein oder mehrere Eingangssignale, die zum Einsetzen des Sandstreuens bei Schienenfahrzeugen dienen, speichert und verarbeitet und an den Signalausgang derart optimiert weitergibt, dass die Funktion und der Betrieb von Sandstreuanlagen verbessert wird. Der Aufbau ist derart gestaltet, dass das System separat an ein Sandstreusystem angeschlossen wernden kann oder dass das System in die vorhandene Fahrzeugsteuerung integriert werden kann.
Die Neuerung der Erfindung besteht weiterhin darin, dass die eingehenden Signale für ein Fahrzeugmanagementsystem derart aufgearbeitet werden, dass dieAufschluss über die Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Funktion und Technik der Anlage abgeben können und weiterhin eine möglichst exakte Aussage über den Sandverbrauch bieten.- Dauer des Signals- Art des Signals- Anzahl der Signale
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20303275U DE20303275U1 (de) | 2003-03-03 | 2003-03-03 | Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20303275U DE20303275U1 (de) | 2003-03-03 | 2003-03-03 | Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20303275U1 true DE20303275U1 (de) | 2003-08-14 |
Family
ID=27763079
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20303275U Expired - Lifetime DE20303275U1 (de) | 2003-03-03 | 2003-03-03 | Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20303275U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10333637A1 (de) * | 2003-07-24 | 2005-02-10 | Zeppenfeld Industrie-Verwaltungs-Gmbh | Sandaustrageinrichtung für ein Schienenfahrzeug mit variierender Leistung angesteuertem Kompressor |
| DE102023203658A1 (de) * | 2023-04-20 | 2024-10-24 | Siemens Mobility GmbH | Füllstands-Überwachung |
-
2003
- 2003-03-03 DE DE20303275U patent/DE20303275U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10333637A1 (de) * | 2003-07-24 | 2005-02-10 | Zeppenfeld Industrie-Verwaltungs-Gmbh | Sandaustrageinrichtung für ein Schienenfahrzeug mit variierender Leistung angesteuertem Kompressor |
| DE102023203658A1 (de) * | 2023-04-20 | 2024-10-24 | Siemens Mobility GmbH | Füllstands-Überwachung |
| WO2024217821A1 (de) * | 2023-04-20 | 2024-10-24 | Siemens Mobility GmbH | Füllstands-überwachung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP3243374B1 (de) | Verfahren und steuerungseinrichtung zum betreiben eines landwirtschaftlichen transportwagens sowie transportwagen | |
| DE4140327A1 (de) | Verfahren zum vermeiden von kollisionen von kraftfahrzeugen | |
| EP0365953B1 (de) | Reifendruckregelanlage für geländegängige Kraftfahrzeuge | |
| WO2005014358A1 (de) | Verfahren zum wiederbefüllen von bremskreisen nach einem starken druckluftverbrauch und vorrichtung zur durchführung des verfahrens | |
| DE19603593C1 (de) | Pneumatisches bzw. hydropneumatisches Federungssystem | |
| DE20303275U1 (de) | Sandstreusystem für Schienenfahrzeuge | |
| DE3124481C2 (de) | ||
| DE4118500C2 (de) | Detektor vorzugsweise als Unfalldetektor | |
| DE3105037C2 (de) | ||
| DE19713084A1 (de) | Bremsdruckregeleinrichtung | |
| EP0152627B1 (de) | Bremsanlage für Fahrzeuge | |
| EP3768610B1 (de) | Container zum transport von fliessfähigem füllgut | |
| DE10225447B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Regelung wenigstens einer Fahrdynamikgröße | |
| EP3390194B1 (de) | Wagen mit einer mehrzahl von frisch- oder trinkwasserbehältern sowie verfahren zur befüllung einer mehrzahl von frisch - oder trinkwasserbehältern | |
| EP2355991B1 (de) | Verfahren zur funktionsüberprüfung eines ventils einer fahrzeugluftfederung | |
| WO2008113533A2 (de) | Verfahren zur feststellung eines fahrtrichtungswechsels eines fahrzeugs und steuerungsmodul hierfür | |
| EP0907539B1 (de) | Hydraulische bremsanlage für kraftfahrzeuge | |
| DE102005002241A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Auslösung einer reversiblen Insassenschutzfunktion in einem Kraftfahrzeug | |
| WO2019057614A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum steuern einer feststellbremse | |
| EP2757542B1 (de) | Abstandswarnvorrichtung und Verfahren zur Erhöhung der Verkehrssicherheit | |
| DE102004029002A1 (de) | Sensoreinrichtung zur Erfassung einer tatsächlichen Fahrzeuggeschwindigkeit | |
| DE756955C (de) | Vorrichtung zur Regelung des Radreifeninnendruckes von Kraft-fahrzeugen waehrend derFahrt | |
| DE4031551C1 (en) | Braking installation with electronically-regulated pressure medium - keeps 3-2 way valve in working position during slip-regulated braking process by electromagnet valve | |
| DE102012223143A1 (de) | Verfahren zum Überprüfen der korrekten Montage und/oder Funktionsweise eines Höhensensors eines Luftfedersystems eines Fahrzeuges | |
| DE436457C (de) | Vorrichtung zum Feststellen von Fahrzeugen in bestimmten Stellungen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20030918 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20060224 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20090303 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20110223 |
|
| R071 | Expiry of right | ||
| R071 | Expiry of right |