DE20302798U1 - System zum Bestimmen von Zentrierdaten für Brillengläser - Google Patents
System zum Bestimmen von Zentrierdaten für BrillengläserInfo
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Description
Argus Individuell Optic Gmbh S 22.617 G-DE/ah
SYSTEM ZUM BESTIMMEN VON
ZENTRIERDATEN FÜR BRILLENGLÄSER
ZENTRIERDATEN FÜR BRILLENGLÄSER
Die vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet der Augenoptik; insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein System zum Bestimmen von Daten und/oder von Parametern für das Zentrieren und Anpassen von Brillengläsern oder von optischen Gläsern, insbesondere von Gleitsichtbrillengläsern, aufweisend
mindestens ein mittels mindestens einer Hubsäule höhenverstellbares Gehäuse, das mindestens eine Aufzeichnungseinrichtung, insbesondere mindestens eine digitale Videokamera, trägt, deren Objektiv zusammen mit mindestens einem Spiegel und mit mindestens einer Lichtquelle im Bereich der Frontfläche des Gehäuses angeordnet,
mindestens eine mit der Aufzeichnungseinrichtung verbundene, insbesondere digitale
Datenverarbeitungseinrichtung,
wobei sich eine Person an einer markierten Stelle, vorzugsweise in einer Entfernung von etwa drei Metern, vor dem Spiegel, mit mindestens einer zur Aufnahme der Brillengläser oder optischen Gläser vorgesehenen Fassung, insbesondere Brillengestell,
aufstellen kann,
wobei auf der Fassung mindestens ein Aufsteckbügel aufsteckbar ist, der mit mindestens einer Visiereinrichtung ausgerüstet ist, die mindestens eine Skala aufweist, an der die Neigung der Fassung ablesbar ist,
wobei die Haltung des Kopfes der Person und die Neigung der Fassung mittels der Datenverarbeitungseinrichtung, insbesondere mittels eines Computerplatzes mit Bildschirm, überprüfbar sind,
wobei der Aufsteckbügel in vorbestimmtem, dem durchschnittlichen Abstand der Augen entsprechenden Abstand zueinander zwei Kalibrierpunkte aufweist und
wobei nach Einfrieren des mittels der Aufzeichnungseinrichtung aufgenommenen Bildes des Kopfes der Person
die Lage der zwei Kalibrierpunkte des Aufsteckbügels sowie
die Lage der Reflexpunkte der Lichtquelle auf der Hornhaut des Auges der Person
mittels der Datenverarbeitungseinrichtung, insbesondere durch jeweilige automatische Ermittlung von deren Helligkeitsmittelpunkten, exakt bestimmbar sind.
Unter den verschiedenen Daten und Parametern, die anzupassen sind, wenn optische Gläser, insbesondere Brillengläser, korrekt in die zur Aufnahme der optischen Gläser vorgesehene Fassung, insbesondere Brillengestell, einzupassen und die optischen Zentren der Gläser mit den visuellen Achsen der
entsprechenden Augen in Deckung zu bringen sind, sind üblicherweise der Abstand der Pupillen sowie die Hähe der Pupillen bekannt.
Des weiteren ist es von Bedeutung, die Hohe der
optischen Zentren der Gläser im Verhältnis zum
unteren oder oberen Rand des Gestells, in das die Gläser eingesetzt werden sollen, zu bestimmen.
Die konventionellerweise alltägliche Verfahrensweise eines Optikers - und damit der allgemein geläufige Stand der Technik - besteht darin, daß sich die Person, für die die Fassung mit den optischen Gläsern vorgesehen ist, und der Optiker einander gegenüber sitzen und daß die Person die Fassung, das heißt das Gestell seiner Wahl mit einer Glasscheibe darin aufgesetzt hat.
Die Person wird dann gebeten, "in die Ferne" zu blicken, und der Optiker zeichnet nach Augenschein auf der Glasscheibe oder auf einer KontaktStrichfolie mit einem Zentrierkreuz den Durchblickpunkt (<--> Nahteilhöhe) an, wie ihn der Optiker beim gegenseitigen Anblick erkennt. Durch das Zentrierkreuz wird dann die Lage des optischen Mittelpunkts des in die Fassung einzusetzenden optischen Glases, insbesondere des in das Gestell einzusetzenden Brillenglases, bestimmt.
Der vorbeschriebene Vorgang erfolgt konventionellerweise monokular, das heißt wird für jedes Auge separat vorgenommen; man erhält
gewissermaßen empirisch - den Pupillenabstand, jedoch einschließlich aller möglichen, beispielsweise durch Anzeichnungsfehler, Parallaxe oder dergleichen
gewissermaßen empirisch - den Pupillenabstand, jedoch einschließlich aller möglichen, beispielsweise durch Anzeichnungsfehler, Parallaxe oder dergleichen
bedingten Ungenauigkeiten.
Um nun ein möglichst präzises und schnelles Ermitteln der erforderlichen Zentrierdaten zu ermöglichen, schlägt die Druckschrift WO 01/84222 Al ein System der eingangs genannten Art vor. Weitere Anordnungen zum Zentrieren und Anpassen von Brillengläsern oder von optischen Gläsern sind in den Druckschriften DE 43 23 384 Al, DE 296 02 582 Ul und DE 197 00 488 Al offenbart.
Ein weiterer Ansatz zum Bestimmen von Daten und/oder von Parametern für das Zentrieren und Anpassen von Brillengläsern oder von optischen Gläsern basiert auf einem binokularen Prinzip, wobei konventionellerweise davon ausgegangen wird, daß zwischen beiden Augen bei Betrachten eines (unendlich) fernen Objekts eine (absolute) Parallelität der Fixierlinien besteht (vgl. Figur 1).
In derartigen Fällen werden Meßwerte erzielt, die mit konventionellen Methoden bei angepaßter Brille nicht erreichbar sind. Probleme treten jedoch dann auf, wenn die Parallelität der Fixierlinien nicht gegeben ist, das heißt wenn eine sogenannte Winkelfehlsichtigkeit vorliegt (vgl. Figur 2: Fehlstellung des linken Auges).
Zwar ist es nun theoretisch denkbar, das Problem der Winkelfehlsichtigkeit dadurch zu lösen, daß mit der Aufzeichnungseinrichtung zwei Aufnahmen gemacht werden, wobei jeweils ein Auge manuell oder motorisch abgedeckt wird; allerdings ist in diesem Zusammenhang zu bedenken, daß diese beiden Aufnahmen naturgemäß nur nacheinander gemacht werden können, so daß die
hierdurch entstehende zeitliche Parallaxe in die Überlegungen miteinzubeziehen ist.
So ist davon auszugehen, daß zwischen den beiden Aufnahmen ein Zeitraum von mindestens einer Sekunde vergeht, bis das zuvor abgedeckte Auge wieder am Sehprozeß teilnehmen kann. In dieser mindestens einen Sekunde ist jedoch mit Kopfbewegungen der Person zu rechnen, wodurch auch dieses Prinzip aufgrund der unzuverlässigen Ergebnisse wieder ernsthaft in Frage gestellt ist.
Festzuhalten bleibt also, daß eine Methode mit einer Abdeckscheibe, bei der zunächst das eine Auge der Person und sodann das andere Auge der Person vermessen wird, insofern nicht voll aussagekräftig ist, als eine gewisse, als zeitliche Parallaxe bezeichnete Zeitspanne zwischen den beiden Messungen besteht.
Ausgehend von den vorstehend aufgeführten Nachteilen und Unzulänglichkeiten sowie unter Würdigung des umrissenen Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein System der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, daß ein möglichst exaktes und rasches Ermitteln der für die Anfertigung von Brillen, insbesondere von Gleitsichtbrillen, erforderlichen Zentrierdaten auch im Falle einer sogenannten Winkelfehlsichtigkeit (= Schiel- oder Stellungsfehler, das heißt keine Parallelität der Fixierlinien; vgl. Figur 2) ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird durch ein zur Videozentrierung vorgesehenes System gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs gelöst, bei welchem System gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung
daß dem Kopf der Person mindestens ein Lasermodul, insbesondere mindestens ein Strichlasermodul, zuordbar ist, dessen Laserstrahl in Richtung der dem Aufsteckbügel zugewandten Frontfläche des Gehäuses emittierbar ist, und
an der Frontfläche des Gehäuses mindestens ein zum Detektieren des Laserstrahls vorgesehenes Sensormodul, insbesondere mindestens eine Photodiode oder mindestens ein Phototransistor, zum Zwecke des Gewährleistens einer in bezug auf die Aufzeichnungseinrichtung bei jeder Aufnahme bzw. Aufzeichnung im wesentlichen identischen Position des Kopfes der Person so angeordnet ist, daß das Einfrieren des mittels der Aufzeichnungseinrichtung aufgenommenen Bildes des Kopfes der Person in dem Moment erfolgt, in dem das Sensormodul den Laserstrahl detektiert.
Durch die Anordnung des Lasermoduls wird bewirkt, daß der Kopf der zu vermessenden Person, für die die Fassung mit den optischen Gläsern vorgesehen ist, bei jeder im Rahmen des Bestimmens von Daten und/oder von Parametern für das Zentrieren und Anpassen der optischen Gläser erfolgenden Meßaufnahme die gleiche Position zum Fixpunkt einnimmt, ohne daß hierzu eine als unangenehm sowie störend empfundene Kopfstütze oder dergleichen erforderlich wäre.
In diesem Zusammenhang bietet der Strahl des Lasermoduls, insbesondere des Strichlasermoduls, mit
seinem genau scharf abgegrenzten Licht beste Voraussetzungen für eine exakt reproduzierbare Kopfhaltung.
Hierzu kann das Lasermodul auf einen vorzugsweise mitgelieferten Aufstecker in einer Position derart montiert werden (alternativ oder in Ergänzung hierzu kann das Lasermodul auch dem Aufsteckbügel zugeordnet, insbesondere am Aufsteckbügel befestigt werden) , daß ein Blitz auslösbar und das vom Sensormodul (= zum Beispiel Photodiode oder Phototransistor) aufgenommene Bild einfrierbar ist, wenn der Laserstrahl durch möglichst gleichmäßiges, langsames und nur von einer Seite aus erfolgendes Drehen des Kopfes das Sensormodul erreicht.
Das Sensormodul reagiert also als Empfänger auf den vom Lasermodul ausgehenden, im wesentlichen senkrechten Lichtstrahl, was gewissermaßen als Signal zum Einfrieren des mittels der Aufzeichnungseinrichtung aufgenommenen Bildes des Kopfes der Person verstanden wird.
Um das Meßgerät an die unterschiedlichen Helligkeiten anpassen zu können, ist die Empfindlichkeit des Sensormoduls, insbesondere der Photodiode oder des Phototransistors, beispielsweise mittels eines Schraubendrehers an mindestens einem Potentiometer einstellbar (zum Beispiel rechte obere Seite).
Auf die vorbeschriebene Weise kann bei Personen, bei denen Winkelfehlsichtigkeit (= Schiel- oder Stellungsfehler, das heißt keine Parallelität der Fixierlinien) vorliegt, eine exakte binokulare Messung unter monokularen Bedingungen vorgenommen
• ·
werden.
Das hier vorgestellte neue, einfach bedienbare (--> keine lange Einarbeitungszeit) und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisende System gemäß der vorliegenden Erfindung setzt sich - neben den auch in der Binokularmessung verwendeten Komponenten, wie etwa Aufzeichnungseinrichtung, insbesondere Videokamera, und Datenverarbeitungseinrichtung, insbesondere Computer - also unter anderem auch aus dem Lasermodul und dem Sensormodul, also aus gegenüber dem Stand der Technik zusätzlichen, in der Elektronik verwendeten Teilen zusammen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Lasermodul praktischerweise mittels Fernbedienung steuerbar, insbesondere ein- und ausschaltbar. Unabhängig hiervon kann das Lasermodul zum Beispiel die (unschädliche) Gefahrenklasse 2 aufweisen und in einem Systemabstand von nur etwa drei Metern einen scharfen senkrechten Strich erzeugen.
In einer besonders erfinderischen Weiterbildung ist das Sensormodul lateral an der Frontfläche des Gehäuses, insbesondere zwischen der Lichtquelle und dem Rand des Gehäuses, angebracht; beispielsweise kann sich das Sensormodul an der in Aufsicht auf die Frontfläche linken Seite des Spiegelgehäuses oder Spiegelkopfes befinden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung sind zum Regeln des wechselweisen Sehens zwei Abdeckscheiben vorgesehen, wobei die eine Abdeckscheibe dem linken Auge der
Person und die andere Abdeckscheibe dem rechten Auge der Person vorschaltbar ist.
In funktioneller Entsprechung hierzu kann gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der vorliegenden Erfindung auf das Gehäuse der Hubsäule mindestens eine insbesondere schwarze Platte mit zwei insbesondere symmetrisch zueinander angeordneten Fixpunkten aufgesetzt werden, wobei jeder der beiden Fixpunkte zur Symmetrieachse der Platte jeweils einen halben Mittenabstand aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform kann
der eine Fixpunkt durch mindestens eine linke,
insbesondere mittels Fernbedienung ein- und ausschaltbare Visierleuchte, insbesondere in Form mindestens einer Leuchtdiode, und
der andere Fixpunkt durch mindestens eine
rechte, insbesondere mittels Fernbedienung ein- und ausschaltbare Visierleuchte, insbesondere in Form mindestens einer Leuchtdiode,
gegeben sein.
In diesem Zusammenhang korrespondiert das Vorschalten der linken Abdeckscheibe vor das linke Auge der Person mit dem rechten Fixpunkt der Platte, und zwar dergestalt, daß, nachdem die Person bei ausgeschaltetem Lasermodul das sich beispielsweise auf der linken Seite der Frontfläche des Gehäuses befindliche Sensormodul mittels Kopfdrehung anvisiert hat, zunächst der rechte Fixpunkt der Platte, das heißt die rechte Visierleuchte und dann das Lasermodul jeweils mittels Fernbedienung eingeschaltet werden.
Nachdem nun links von der Frontfläche des Gehäuses der im wesentlichen senkrechte, zum Beispiel rote Strich des Lasermoduls sichtbar ist, wird die Person gebeten, unter Beibehalten der Kopfposition nur die Blickrichtung auf die eingeschaltete rechte Visierleuchte der Platte einzunehmen.
Während die Datenverarbeitungseinrichtung bereit ist, das Bild einzufrieren, soll die Person nun möglichst gleichmäßig, möglichst langsam und nur von einer Seite den Kopf in Richtung des rechten Fixpunktes (= der rechten Visierleuchte) drehen, wobei in dem Moment, in dem der vom Lasermodul emittierte Laserstrahl das Sensormodul erreicht, der Blitz ausgelöst und das Bild eingefroren wird.
Im Ergebnis bedeutet dies (vgl. Figur 3): Wenn die Visierlinie der Person den rechten Fixpunkt erreicht, trifft der Laserstrahl bei gleichzeitiger Kopfdrehung und bei gerader Kopfhaltung das Sensormodul (die Differenz zwischen dem rechten Fixpunkt und Unendlich ist entsprechend korrigiert).
In entsprechender Weise korrespondiert das Vorschalten der rechten Abdeckscheibe vor das rechte Auge der Person mit dem linken Fixpunkt, das heißt mit der linken Visierleuchte der Platte; durch die Refraktion ist ermittelbar, ob das linke Auge oder das rechte Auge das die Grundlage für die Messung darstellende Führungsauge ist.
Auf die vorbeschriebene Weise ist es möglich, die binokulare Messung unter monokularen Bedingungen gemäß der Viktorinschen Methode zu realisieren; diese bezieht sich auf den sogenannten "Viktorin-Test" zum
Ermitteln relevanter Zentrierdaten und -parameter unter dem vorstehend erläuterten Einsatz der Lasertechnik in der Augenoptik.
In zweckmäßiger Weise ist dem System gemäß der vorliegenden Erfindung zum Bestimmen des Abstands zwischen der Fassung und dem Scheitelpunkt der Hornhaut des Auges der Person mindestens eine H[ornhaut]S[cheitel]A[bstand]-Meßeinrichtung
mitlieferbar.
mitlieferbar.
Diese HSA-Meßeinrichtung weist vorteilhafterweise neben mindestens einer Federhaltung mindestens einen vorzugsweise aus Stahl gefertigten Stab, beispielsweise von einem Durchmesser von etwa einem Millimeter, auf, an dessen Enden jeweils eine Kugel befestigt ist. Die beiden Kugeln werden von der Datenverarbeitungseinrichtung, insbesondere vom Computer, markiert, und der Abstand zum Auge wird gemessen. Mit dieser Abstandsangabe zuzüglich Pfeilhöhe wird eine bislang nicht gekannte Exaktheit in der HSA-Messung erzielt.
Zusammenfassend besteht der wesentliche Vorteil der Laservermessung gemäß der vorliegenden Erfindung in erster Linie darin, daß der Kopf der zu vermessenden Person bei jeder Aufnahme die gleiche Position zur Aufzeichnungseinrichtung, insbesondere zur Videokamera, hat und die Zeit zwischen beiden Aufnahmen absolut keine Rolle spielt, so daß das Phänomen der zeitlichen Parallaxe ausgeschaltet ist.
Wie bereits vorstehend erörtert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Hierzu wird einerseits auf die dem Anspruch 1 nachgeordneten Ansprüche verwiesen, andererseits werden weitere Ausgestaltungen, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung nachstehend anhand der durch die Figuren 1 bis 14 veranschaulichten exemplarischen Implementierung gemäß einem Ausführungsbeispiel näher erläutert:
Es zeigt:
Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Fall von
(absoluter) Parallelität der Fixierlinien beider
Augen bei Betrachten eines (unendlich) fernen Objekts;
Fig. 2 in schematischer Darstellung einen Fall von Winkelfehlsichtigkeit, das heißt von Nicht-Parallelität der Fixierlinien beider Augen bei Betrachten eines (unendlich) fernen Objekts;
Fig. 3 in schematischer Darstellung das Prinzip
einer binokularen Messung unter monokularen
Bedingungen gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 in Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel eines in einen Meßstand integrierten Systems gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 in Vorderansicht ein Ausführungsbeispiel einer Hubsäule, die Teil des Systems aus Fig. 4 ist;
>····■ »et· <t
Fig. 6 in perspektivischer Vorderansicht ein Ausführungsbeispiel eines Aufsteckbügels, der Teil des Systems aus Fig. 4 ist;
Fig. 7 in perspektivischer Rückansicht den Aufsteckbügel aus Fig. 6;
Fig. 8 in vertikaler Teilschnittansicht und in vergrößertem Maßstab den Aufsteckbügel aus Fig. 6 und 7 entlang der in Fig. 6 eingezeichneten Schnittlinie VIII - VIII;
Fig. 9 in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines Computerbildes einer Person mit auf der ausgewählten Fassung aufgestecktem Aufsteckbügel nach Ausrichten des Kopfes der Person;
Fig. 10 in schematischer Darstellung analog Fig. 9 das Computerbild der Person nach Setzen der Meßkreuze und nach Positionieren der horizontalen Meßlinie am unteren Rand der Fassung sowie der beiden vertikalen Meßlinien am linken inneren Rand der Fassung bzw. am rechten inneren Rand der Fassung;
Fig. 11 in schematischer Darstellung analog Fig. 10 das Computerbild der Person mit zusätzlichen Hilfslinien und mit dem Meßergebnis;
Fig. 12 und 13 in stark schematischer Darstellung auf dem Bildschirm erscheinende Schaltflächen bzw. Fenster; und
Fig. 14 in seitlicher Schnittansicht ein Ausführungsbeispiel einer H[ornhaut]S[cheitel] A [bstand]-Meßeinrichtung, die Teil des Systems aus
Fig. 4 ist.
Identische Bezugszeichen beziehen sich auf gleich oder ähnlich ausgebildete Elemente oder Merkmale in den Figuren 1 bis 14.
Zur Montage des zur Videozentrierung vorgesehenen Systems 100 (vgl. Figur 4) gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Bodenteil 14 (exemplarische Breite: 0,52 Meter; exemplarische Gesamttiefe: 0,18 Meter) einer Hubsäule 10 (sogenanntes Modell "Videoreflect") aufgestellt und mit dem feststehenden Teil 12 der Hubsäule 10 verschraubt.
Sodann wird die Frontfläche 26 mit einem Spiegel 22 vom Gehäuse 18 der Hubsäule 10 abgeschraubt und das Gehäuse 18 mit einer Halterung für eine Aufzeichnungseinrichtung, das heißt mit einer Kämerahalterung und mit einer Lichtquelle 24 auf den beweglichen Teil 16 der Hubsäule 10 aufgeschraubt.
Nachfolgend wird ein (aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht explizit dargestelltes) Stromkabel mit dem Bodenteil 14 der Hubsäule 10 verbunden und ein (aus Gründen der Übersichtlichkeit ebenfalls nicht explizit dargestelltes) Kabel einer Datenverarbeitungseinrichtung 32, das heißt ein Computerkabel in eine vorgesehene Steckerbuchse eingesteckt; ebenso wird ein Stecker eines für den beweglichen Teil 16 der Hubsäule 10 bestimmten Hubmotors eingesteckt.
Schließlich wird die Aufzeichnungseinrichtung, das heißt die digitale Videokamera mit ihrem Objektiv 2 0 vorsichtig so in die Kamerahaiterung eingesetzt, daß sich das Objektiv 20 in oder hinter einer Ausnehmung 21 im Spiegel 22 befindet; die Videokamera wird festgeschraubt und mit Kamerakabeln verbunden.
Nach dem Festschrauben der Front fläche 26 ist der Spiegel 22 in der Höhe zu verfahren, das heißt die Hubsäule 10 mit dem Spiegel 22 ist in der Höhe zu verfahren, bis die Mitte des Spiegels 22 die Null-Blickrichtung 27 erreicht hat.
Generell gilt in diesem Zusammenhang, daß beispielsweise die Wandausführung einer derartigen Hubsäule 10
im eingefahrenen Zustand einen Abstand von 1,295 Metern zwischen unterem Rand des Bodenteils 14 und Mitte des Spiegels 22 und
im ausgefahrenen Zustand einen Abstand von 1,985 Metern zwischen unterem Rand des Bodenteils 14 und Mitte des Spiegels 22
aufweist.
aufweist.
Der Kopf der Person 40, für die die Fassung 41 mit den optischen Gläsern vorgesehen ist, sollte nun sowohl in der Mitte des Spiegels 22 als auch in der Mitte des Bildschirms 34 des Computers 32 sein. Wenn dies nicht der Fall ist, ist das Bild durch Verstellen der Justierung an der Kamerahaiterung seitlich und gegebenenfalls auch in der Höhe entsprechend einzustellen.
Die optische Achse 28 (vgl. Figuren 3 und 4) des Objektivs 2 0 der Videokamera, das eine Brennweite von
beispielsweise sechzig Millimeter oder siebzig Millimeter aufweisen kann, muß die Null-Blickrichtung 2 7 der Person 4 0 im Bereich der Augen AL, AR der Person 4 0 schneiden; die Bildschärfe und die Helligkeit können an der Videokamera eingestellt werden.
Nachdem sämtliche (aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht explizit dargestellten) Kabel des Systems 100 mit dem Computer 32 verbunden sind, erscheint nach Einschalten des Hauptschalters auf dem Bildschirm 34 das Bild der aufzunehmenden Person 40, die an einer vorzugsweise durch Metallfüße markierten Stelle 42 in einer Meßentfernung d von nur etwa drei Metern vom Spiegel 22 der Hubsäule 10 steht (vgl. Figur 4); hieraus ergibt sich durch die Inanspruchnahme des Spiegels 2 eine reale Entfernung von sechs Metern.
Unabhängig hiervon wird ein Fachmann auf dem vorliegenden Gebiet der Augenoptik, insbesondere mittels des Prinzips der Videozentrierung, zu schätzen wissen, daß das System 100 ab einer Meßentfernung d von etwa 2,5 Metern grundsätzlich entfernungsunabhängig arbeitet.
Der Person 40 wird auf die bereits angepaßte Brille 41 ein Aufsteckbügel 50 aufgesetzt, der mit einer Visiereinrichtung 66 mit einer als Fixierleuchte fungierenden Leuchtdiode 76 ausgestattet ist (vgl. Figuren 6, 7 und 8).
Zur Visiereinrichtung 66 des Aufsteckbügels 50 gehört noch ein Schalter 80 mit Betätigungshebel 83 und mit zwei Knopfzellen 84, die in einem Isolierteil 72 angeordnet sind, das wiederum in einem allgemein
hohlzylindrisehen Bauteil 68 angeordnet ist.
Die in den Figuren 6, 7 und 8 dargestellte Ausführungsform des Aufsteckbügels 50 weist einen Träger 52 auf, auf dem zwischen Anschlägen 58 mit federnden Armen 55, 56 versehene Halteteile 54 verschiebbar und mittels Schrauben 59 feststellbar sind. Der Träger 52 ist durch eine Lasche 53 und durch eine Schraube 57 mit dem Vorsprung 70 der Visiereinrichtung 66 verbunden.
Die Leuchtdiode 76 der Visiereinrichtung 66 ist in einer Ausnehmung 75 eines lichtdurchlässigen Zylinders 74 angeordnet und mit ihren Anschlußdrähten 77 und 78 mit dem einen Pol einer Batterie 84 bzw. mit einem ersten Stift 81 eines Schalters 80 verbunden.
Ein zweiter Stift 82 des Schalters 80 liegt am anderen Pol der Batterie 84 an, wobei ein eine axial gerichtete Federkraft ausübender, sich an einer Seite an einem Klemmring abstützender Federring 86 die Bauteile 72 (= Isolierteil) , 80 (= Schalter) , 84 ( = Batterie) und 74 (= Zylinder) axial zusammendrückt und gegen den Ringbund 69 des Hohlzylinders 68 drückt.
Auf der Vorderseite der Leuchtdiode 76 befindet sich eine Skala 93, an der die Neigung der Brille 41 mittels der horizontal verlaufenden Linien 94, 95, 96, 97 ablesbar ist. Je mehr die Person 40 ihren Kopf neigt, umso tiefer senkt sich ein kugelförmiges Korn 92 der Visiereinrichtung 66 und umso größer wird der Neigungswinkel.
Von einem Computerplatz 3 0 aus kann, insbesondere über den Bildschirm 34, überprüft werden, ob die Person 40 die richtige Kopfhaltung hat. Nach dem Positionieren der Person 4 0 etwa drei Meter mittig vor dem Spiegel 22 wird der Spiegel 22 mittels der Hubsäule 10 aufwärts oder abwärts gefahren, bis das Gesicht der Person 40 in der Mitte des Bildschirms 34 zu sehen ist. Die Person 40 soll entspannt über den Spiegel 22 die Fixierleuchte 76 betrachten.
Durch Drehen des Kopfes soll die Fixierlinie am Aufsteckbügel 50 mittig eingestellt werden, indem das Korn 92 mit der vertikalen Mittellinie 91 zur Deckung gebracht wird. Hierdurch ist bei Vorliegen von (absoluter) Parallelität der Fixierlinien beider Augen AL, AR gewährleistet, daß das Gesicht parallel zum Spiegel 22 steht.
Wenn bei der Person 40 allerdings ein Fall sogenannter Winkelfehlsichtigkeit (= Schiel- oder Stellungsfehler, das heißt keine Parallelität der Fixierlinien; vgl. Figur 2) gegeben ist, so wird eine identische Kopfposition bei jedem im Rahmen des Bestimmens der Zentrierdaten und -parameter erfolgenden Meßvorgang gemäß der Viktorinschen Methodik erfindungsgemäß folgendermaßen bewerkstelligt:
Da durch das rationelle Computerprogramm (--> sehr schnelle Meßergebnisse) die Möglichkeit besteht, vier Meßaufnahmen nacheinander zu erstellen, sollte dies auch genutzt werden, um ein reales Bild der gewohnten, das heißt habituellen Kopfhaltung zu erhalten; der Computer 32 liefert dann den Mittelwert dieser vier Aufnahmen.
Hierzu wird zunächst auf den Oberkasten, das heißt an das Gehäuse 18 der Hubsäule 10 eine schwarze Platte 98 (vgl. Figur 3) aufgesetzt, die einen linken Fixpunkt FL (= linke Leuchtdiode; vgl. Figur 3) sowie einen rechten Fixpunkt FR (= rechte Leuchtdiode; vgl. Figur 3) aufweist; beide Leuchtdioden FL, FR weisen jeweils einen halben Mittenabstand von 0,5*MA zur Symmetrieachse S der schwarzen Platte 98 auf und können unabhängig voneinander mittels Fernbedienung ein- und ausgeschaltet werden.
Bei angepaßter Brille 41 wird sodann der Aufsteckbügel 50 auf die Brille 41 gesetzt, wobei darauf zu achten ist, daß die Brille 41 eine zentrale Lage einnimmt sowie eine Neigung von etwa zehn Grad aufweist.
Von zwei zum Regeln des wechselweisen Sehens vorgesehenen Abdeckscheiben 88L, 88R wird die dem linken Auge AL der Person 40 zugeordnete Abdeckscheibe 88L nun diesem linken Auge AL vorgeschaltet (vgl. Figur 3).
Sodann wird die zu vermessende Person 40 aufgefordert, ein sich auf der in Draufsicht linken Seite der Frontfläche 26 des Gehäuses 18 (also des sogenannten Spiegelkastens oder Spiegelkopfes) befindliches, zum Detektieren von Laserstrahlen vorgesehenes Sensormodul 90 (= Photodiode oder Phototransistor) mittels Kopfdrehung anzuvisieren.
In diesem Zusammenhang korrespondiert das Vorschalten der linken Abdeckscheibe 88L (vgl. Figur 3) vor das linke Auge AL der Person 40 mit dem rechten Fixpunkt,
das heißt mit der rechten Leuchtdiode FR der schwarzen Platte 98 dergestalt, daß zunächst diese rechte Leuchtdiode FR und dann ein dem Aufsteckbügel 50 zugeordnetes, insbesondere am Aufsteckbügel 50 nach unten hängend befestigtes, Lasermodul 60 jeweils mittels Fernbedienung eingeschaltet werden.
Dieses Strichlasermodul 60 ist dem Kopf der Person 40 zugeordnet und kann in Richtung der dem Aufsteckbügel 50 zugewandten Frontfläche 26 des Gehäuses 18 einen Laserstrahl L emittieren.
Nachdem nun ein links vom Spiegelkasten 18 der senkrechte rote Strich des Lasermoduls 60 sichtbar ist, wird die Person 40 aufgefordert, unter Beibehalten der Kopfposition nur die Blickrichtung auf die eingeschaltete rechte Leuchtdiode FR einzunehmen.
Während der Computer 32 bereit ist, das Bild einzufrieren, soll die Person 40 nun möglichst gleichmäßig, möglichst langsam und nur von einer Seite den Kopf in Richtung des rechten Fixpunktes FR drehen, wobei in dem Moment, in dem der vom Lasermodul 60 emittierte Laserstrahl L das zwischen der Lichtquelle 24 und dem Rand des Gehäuses 18 angeordnete Sensormodul 90 erreicht, der Blitz ausgelöst und das Bild eingefroren wird.
Das Sensormodul 90 ist zum Zwecke des Gewährleistens einer in bezug auf die Videokamera bei jeder Aufnahme bzw. Aufzeichnung im wesentlichen identischen Position des Kopfes der Person 40 so angeordnet, daß das Einfrieren des mittels der Videokamera aufgenommenen Bildes des Kopfes der Person 40 in dem
Moment erfolgt, in dem das Sensormodul 90 den Laserstrahl L detektiert.
Im Ergebnis bedeutet dies (vgl. Figur 3): Wenn die Visierlinie der Person 4 0 den rechten Fixpunkt FR erreicht, trifft der Laserstrahl L bei gleichzeitiger Kopfdrehung und bei gerader Kopfhaltung das Sensormodul 90 (die Differenz zwischen dem rechten Fixpunkt FR und Unendlich ist entsprechend korrigiert).
In entsprechender Weise korrespondiert das Vorschalten der rechten Abdeckscheibe 88R vor das rechte Auge AR der Person 40 mit dem linken Fixpunkt, das heißt mit der linken Leuchtdiode FR der schwarzen Platte 98; durch die Refraktion ist ermittelbar, ob das linke Auge AL oder das rechte Auge AR das die Grundlage für die Messung darstellende Führungsauge ist (im Beispiel gemäß den Figuren 2 und 3 ist das rechte Auge AR das Führungsauge).
Die Ermittlung des Mittelwerts aus den vier Messungen wird nachfolgend exemplarisch erläutert:
Bei zugrunde gelegtem rechten Führungsauge AR (vgl. Figuren 2 und 3) beträgt der Drehwinkel bei gewohnter, das heißt habitueller Kopfhaltung drei Grad, was sich in einer Drehrichtung nach rechts äußert. Ein gemessener Mittenabstand MAr von 33 Millimetern rechts und MA^ von 34 Millimetern links ergibt in der Summe MAg = 67 Millimeter.
Eine Messung gemäß der Viktorinschen Methode ergibt einen Mittenabstand MAr von 34,5 Millimetern rechts und MAj von 31,5 Millimetern links, das heißt in der
Summe MAg = 66 Millimeter, so daß sich durch den Stellungsfehler des linken Auges AL eine Differenz von 67mm - 66mm, das heißt von einem Millimeter ergibt.
Bei gewohnter, das heißt habitueller Kopfhaltung ergeben sich also als neue Werte ein Mittenabstand MAr von 33 Millimetern rechts (dieser Wert bleibt wie der oberste Wert bei der Erstmessung) und ein Mittenabstand MA &khgr; von 33 Millimetern links, nämlich von MAg = 66 Millimetern gesamt abzüglich MAr = 33 Millimetern rechts (der Drehfehler von 0,07 Millimetern bei drei Grad Drehwinkel kann in diesem Zusammenhang vernachlässigt werden und demzufolge unberücksichtigt bleiben).
Auf vorbeschriebene Weise wird also automatisch das Bild eingefroren und die Messung durchgeführt, so daß ein Anklicken der Schaltfläche (des Buttons) "Bild einfrieren" (vgl. Figur 12) nicht mehr erforderlich ist.
Das Bild kann jetzt in Ruhe bearbeitet werden, wobei die Person 41 ihren Platz verlassen und die weitere Arbeit beobachten kann. Hierdurch kann der Brillenoptiker nicht nur der Person, das heißt dem Kunden 41 seine Fachkompetenz am Monitor 34 demonstrieren, sondern den Kunden 41 auch an der Vermessung, an der Durchmesserermittlung, an der Glasauswahl und an dergleichen teilnehmen lassen, was als vertrauensbildende Maßnahme gewertet werden kann.
Fährt der Brillenoptiker auf dem Bildschirm 34 nun mit dem Mauszeiger nach rechts in das eingefrorene Bild, so verwandelt sich der Mauszeiger automatisch
in ein quadratisches Kästchen; mittels dieses quadratischen Kästchens werden beispielsweise fünfzehn mal fünfzehn Bildpunkte des Bildschirms 34 selektiert, die zum Ermitteln des Helligkeitsmittelpunkts eines Kalibrierpunkts 62 bzw. 64 des Aufsteckbügels 50 oder des Helligkeitsmittelpunkts der auf dem Bildschirm abgebildeten Lichtreflexe 42 bzw. 44 der Hornhaut HL bzw. HR der Augen AL bzw. AR dienen.
Innerhalb dieses quadratischen Kästchens werden nur die Bildpunkte zur Auswertung herangezogen, deren Helligkeit über einer von außen wählbaren vorgegebenen Schwelle liegt. Die Auswertung erfolgt über eine "gewichtete" Mittelwertbildung; hierzu werden von drei Merkmalen der auszuwertenden Bildpunkte die folgenden Summen gebildet:
erste Summe = Helligkeit der ausgewählten Bildpunkte
erste Summe = Helligkeit der ausgewählten Bildpunkte
multipliziert mit x-Koordinate,
zweite Summe = Helligkeit der ausgewählten Bildpunkte
zweite Summe = Helligkeit der ausgewählten Bildpunkte
multipliziert mit y-Koordinate,
dritte Summe = Helligkeit der ausgewählten Bildpunkte
dritte Summe = Helligkeit der ausgewählten Bildpunkte
Durch Division der ersten Summe durch die dritte Summe ergibt sich die x-Koordinate des Helligkeitsmittelpunkts; entsprechend ergibt sich durch Division der zweiten Summe durch die dritte Summe die y-Koordinate des Helligkeitsmittelpunkts.
Das quadratische Kästchen wird nun über den linken Kalibrierpunkt 62 des Aufsteckbügels 50 positioniert, wobei der weiße (Kalibrier-)Punkt 62 nicht unbedingt in der Mitte des Kästchens sein muß; vielmehr muß sich dieser weiße (Kalibrier-)Punkt 62 nur innerhalb des Kästchens befinden, an welcher Stelle ist egal.
Durch Drücken der linken Maustaste sucht sich das Programm automatisch die Mitte des weißen (Kalibrier-)Punkts 62 und setzt ein rotes Meßkreuz 63. Danach wird zum nächsten Kalibrierpunkt 64 gefahren, und der Vorgang wiederholt sich, so daß das Meßkreuz 65 automatisch durch das Programm gesetzt wird.
Nun wird zum weißen Reflexpunkt 42 im linken Auge AL bzw. danach zum Reflexpunkt 44 im rechten Auge AR gefahren, so daß die Meßkreuze 43 bzw. 45 gesetzt werden. Wenn das rote Meßkreuz 45 im rechten Auge AR gesetzt ist, erscheint automatisch eine horizontale Meßlinie 46, und der Mauszeiger verwandelt sich in eine Hand. Dann wird die Meßlinie 46 dazu gebracht, an den unteren Fassungsrändern der Brille 41 anzuliegen, indem die Maus aufwärts, abwärts oder nach links und rechts bewegt wird.
Durch Klicken der linken Maustaste erscheint sodann eine erste vertikale Meßlinie 47, die mittels der Maus am linken inneren Fassungsrand der Brille 41 positioniert wird. Durch anschließendes Klicken der linken Maustaste erscheint eine zweite vertikale Meßlinie 48, die mittels der Maus am rechten inneren Fassungsrand der Brille 41 positioniert wird.
Durch nochmaliges Klicken der linken Maustaste wird der Meßvorgang abgeschlossen, und die Meßergebnisse werden am unteren Rand des Bildschirms 34 angezeigt, wie bei Bezugszeichen 104 in Figur 11 dargestellt. Angegeben werden hierbei die beiden Mittenabstände RD für das rechte Auge AR und für das linke Auge AL und auch die Höhen von Glasunterkante zu den Meßpunkten
43 bzw. 45 und damit die zum Anfertigen einer exakt zentrierten Brille 41 erforderlichen Daten und Parameter.
Infolge der vorbeschriebenen Reflexpunktmessung ist mittels des Systems 100 gemäß der vorliegenden Erfindung höchste Präzision in der Messung erreichbar. Dies wird beispielsweise in der Tatsache widergespiegelt, daß sich der Computer 32 alle wichtigen Punkte selbst sucht oder daß Schätzungen, wie etwa bei der Irisrandvermessung, entfallen.
Beim in Figur 12 dargestellten Bildschirm 34 befindet sich am linken Bildschirmrand eine Leiste 100 mit Schaltflächen (Buttons) 111 bis 124 und mit zugehörigen Erläuterungen 102, die jedoch nur insoweit sichtbar werden, wie eine Schaltfläche mit dem Mauszeiger angesteuert und aktiviert wird, indem der Mauszeiger auf der Schaltfläche positioniert und mit der linken Maustaste angeklickt wird.
Mit der Schaltfläche 111 "Bild laden" können früher gespeicherte Bilder wieder aufgerufen werden; bei Anklicken dieser Schaltfläche erscheint das in Figur 13 dargestellte Fenster. Die Namen aller bisher gespeicherten Bilder werden angezeigt. Bei Anklicken eines Namens wird auf der rechten Seite des Fensters zum leichteren Orientieren eine Vorschau des Bilds angezeigt.
Mit Doppelklick oder durch Anwählen des Punkts "Öffnen" wird das Bild am Hauptbildschirm mit allen Meßwerten angezeigt.
Durch Anklicken der Schaltfläche 112 "Bild speichern"
können von der Videokamera aufgenommene Bilder abgespeichert werden. Die Bilder können mit oder ohne Meßwerte gespeichert werden, abhängig davon, ob das Speichern vor dem Vermessen oder nach dem Vermessen der Augen AL, AR erfolgt, wobei nach dem Vermessen auch durch Anwählen des Punktes "OK" abgespeichert werden kann.
Durch Anwählen der Schaltfläche 113 "Kamera ein bzw. Bild einfrieren" wird die Videokamera eingeschaltet. Das Gesicht der Person 40 wird nun auf dem Bildschirm 34 angezeigt. Der Spiegel 22 ist abhängig von der Position nach oben oder nach unten zu bewegen, bis sich das Gesicht in der Mitte des Bildschirms 34 befindet.
Wie bereits vorstehend erläutert, wird das mittels der Videokamera aufgenommene Bild des Kopfes der Person 4 0 in dem Moment eingefroren, in dem das Sensormodul 90 den vom Lasermodul 60 emittierten Laserstrahl L detektiert. Nach Einfrieren des Bildes kann das Vermessen beginnen.
Die Schaltfläche 114 "Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung" erlaubt es, Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung einzustellen; hierdurch kann bei ungünstigen Lichtverhältnissen die Qualität des Bildes verbessert werden, was normalerweise jedoch nicht notwendig ist.
Durch Anklicken der Schaltfläche 115 "Spiegel aufwärts" kann der Spiegel 22 aufwärts bewegt werden.
Durch Anklicken der Schaltfläche 116 "Spiegel abwärts" kann der Spiegel 22 abwärts bewegt werden.
Die Schaltfläche 117 betrifft das manuelle Setzen des Fadenkreuzes. Falls Probleme mit der automatischen Mittenzentrierung auftreten, kann das Meßkreuz nach Anwählen der Schaltfläche 117 manuell gesetzt werden. Beim nächsten Meßpunkt wird wieder auf automatische Mittenzentrierung gewechselt.
Durch Anklicken der Schaltfläche 118 "zurück" geht der Computer 32 zum Beginn des Meßvorgangs zurück. Alle Daten, die seit Beginn der Messung ermittelt wurden, werden verworfen.
Durch Anklicken der Schaltfläche 119 "Drucken" werden das Bild und die Meßwerte ausgedruckt, falls ein Drucker angeschlossen ist.
Die Schaltfläche 12 0 "Abstand der Kalibrierpunkte eingeben" ist nur bei Verwendung eines neuen Aufsteckbügels 50 und bei der ersten Inbetriebnahme des Systems 100 durchzuführen. Der Abstand der Kalibrierpunkte 62 bzw. 64 kann eingegeben werden.
Durch Anklicken der Schaltfläche 121 "Helligkeitsschwelle für automatische Zentrierung" kann die Ansprechschwelle verändert werden, falls bei ungünstigen Lichtverhältnissen Probleme mit der automatischen Zentrierung auftreten; normalerweise ist dies jedoch nicht der Fall.
Durch Anklicken der Schaltfläche 122 "Glastabelle auswählen" kann die Glastabelle eines bestimmten Herstellers ausgewählt werden. Durch Doppelklicken auf den Namen des Herstellers oder durch Eingeben des Namens des Herstellers wird die Glastabelle
• •••&igr; · · · ·.
übernommen.
Bei Anwählen der Schaltfläche 123 erscheinen die Copyrightbestimmungen.
Durch Anwählen der Schaltfläche 124 "Programm beenden" wird das Programm beendet. Vor dem Ausschalten ist der Computer 32 in vorgeschriebener Weise herunterzufahren.
Ein wesentlicher Vorteil des Systems 100 gemäß der vorliegenden Erfindung besteht unter anderem darin, daß sich die Entfernung d durch den Einsatz des Spiegels 22 auf 2*d verdoppelt, so daß auch bei beengten Räumlichkeiten ein de facto-Meßabstand von etwa sechs Metern erreichbar ist und dadurch eine nahezu Parallelstellung der Achsen der Augen AL, AR erzielt wird.
Da die Blickrichtung der Person 40 exakt in das Zentrum des von der Ringleuchte 24 umrandeten Spiegels 22 gerichtet ist, wird eine Abbildung der Ringleuchte 24 in Form eines hellen Punkts auf der Hornhaut HL bzw. HR der Augen AL bzw. AR erhalten. Mit diesen Reflexpunkten läßt sich auf dem Computerbild eine in ihrer Exaktheit kaum zu übertreffende Punktgenauigkeit der Reflexpunkte und des Abstands derselben zueinander messen.
Figur 14 zeigt die Bestimmung des H[ornhaut]S[cheitel]A[bstands] im Wege einer Aufnahme im Profil (mit lotrechter Ebene der Fassung 41 sowie mit horizontaler Blickrichtung) , wobei mittels eines Programmschritts "HSA-Bestimmung" das quadratische Kästchen automatisch auf dem Bildschirm 34 erscheint.
Die Mittelpunkte der Reflexionspunkte 2 72 bzw. 274
sind automatisch ermittelbar; durch Setzen der
Markierungskreuze 273 bzw. 275 ist die Gerade 276
durch diese beiden Markierungskreuze 273 und 275 ermittelbar.
Diese Gerade 276 erstreckt sich parallel zum Brillenglas; zu dieser Geraden 276 wird eine Parallele 278 ermittelt, die durch den Scheitelpunkt 2 77 der Hornhaut HL bzw. HR des Auges AL bzw. AR hindurchgeht, wobei die Größe des HSA mittels des Computerprogramms errechenbar ist und mittels der Geraden 276 auch der Neigungswinkel der Brille 41 bestimmt werden kann.
Zum konkreten Bestimmen des Abstands zwischen der Fassung 41 und dem Scheitelpunkt 277 der Hornhaut HL bzw. HR des Auges AL bzw. AR der Person 40 weist die Hfornhaut]S[cheitel]A[bstand]-Meßeinrichtung 200 neben einer Federhaltung einen aus Stahl gefertigten Stab 202 mit einem Durchmesser von etwa einem Millimeter auf, an dessen Enden jeweils eine Kugel 204 bzw. 206 befestigt ist.
Abschließend wird in Form der nachstehenden Übersicht noch die Änderung &Dgr; des Durchblickpunktes (der Nahteilhöhe) in Millimeter bei Drehung des Kopfes in Grad angegeben, wobei ein H[ornhaut]S[cheitel]A[bstand] von fünfzehn Millimetern bei einem M[itten]A[bstand] von 66 Millimetern zugrunde gelegt wird:
&Dgr; = 0,5 Millimeter bei Drehung um ein Grad;
&Dgr; = 1,0 Millimeter bei Drehung um zwei Grad;
&Dgr; = 1,5 Millimeter bei Drehung um drei Grad;
&Dgr; = 0,5 Millimeter bei Drehung um ein Grad;
&Dgr; = 1,0 Millimeter bei Drehung um zwei Grad;
&Dgr; = 1,5 Millimeter bei Drehung um drei Grad;
SS*
&Dgr; = 2,0 Millimeter bei Drehung um vier Grad; &Dgr; = 2,5 Millimeter bei Drehung um fünf Grad; &Dgr; = 3,0 Millimeter bei Drehung um sechs Grad.
Durch die Drehung des Kopfes in Grad reduziert sich natürlich auch der Gesamtmittenabstand MA3 um minimale Werte, was aus nachfolgender Tabelle hervorgeht:
| Grad | cos | MAs60 | MAS62 | MAS64 | MAS66 | MAS68 | MAs70 |
| 1 | 1,000 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2 | 0,999 | 0,06 | 0,07 | 0,07 | 0,07 | 0,07 | 0,07 |
| 3 | 0,999 | 0,06 | 0,07 | 0,07 | 0,07 | 0,07 | 0, 07 |
| 4 | 0,998 | 0,12 | 0,13 | 0,13 | 0,14 | 0,14 | 0,14 |
| 5 | 0,996 | 0,24 | 0,25 | 0,26 | 0,27 | 0,28 | 0,28 |
| 6 | 0,995 | 0,30 | 0,31 | 0,32 | 0,33 | 0,34 | 0,35 |
| 7 | 0,993 | 0,42 | 0,44 | 0,45 | 0,47 | 0,48 | 0,49 |
| 8 | 0,990 | 0,60 | 0,62 | 0,64 | 0,66 | 0,68 | 0,70 |
| 9 | 0,988 | 0,72 | 0,75 | 0,77 | 0,80 | 0,82 | 0,84 |
| 10 | 0,985 | 0,90 | 0,93 | 0,96 | 0,99 | 1,02 | 1,05 |
Claims (9)
1. System zum Bestimmen von Daten und/oder von Parametern für das Zentrieren und Anpassen von Brillengläsern oder von optischen Gläsern, insbesondere von Gleitsichtbrillengläsern, aufweisend dadurch gekennzeichnet,
- mindestens ein mittels mindestens einer Hubsäule (10) höhenverstellbares Gehäuse (18), das mindestens, eine Aufzeichnungseinrichtung, insbesondere mindestens eine digitale Videokamera, trägt, deren Objektiv (20) zusammen mit mindestens einem Spiegel (22) und mit mindestens einer Lichtquelle (24) im Bereich der Frontfläche (26) des Gehäuses (18) angeordnet,
- mindestens eine mit der Aufzeichnungseinrichtung verbundene, insbesondere digitale Datenverarbeitungseinrichtung (32),
- wobei sich eine Person (40) an einer markierten Stelle (42), vorzugsweise in einer Entfernung (d) von etwa drei Metern, vor dem Spiegel (22), mit mindestens einer zur Aufnahme der Brillengläser oder optischen Gläser vorgesehenen Fassung (41), insbesondere Brillengestell, aufstellen kann,
- wobei auf der Fassung (41) mindestens ein Aufsteckbügel (50) aufsteckbar ist, der mit mindestens einer Visiereinrichtung (66) ausgerüstet ist, die mindestens eine Skala (93) aufweist, an der die Neigung der Fassung (41) ablesbar ist,
- wobei die Haltung des Kopfes der Person (40) und die Neigung der Fassung (41) mittels der Datenverarbeitungseinrichtung (32), insbesondere mittels eines Computerplatzes (30) mit Bildschirm (34), überprüfbar sind,
- wobei der Aufsteckbügel (50) in vorbestimmtem, dem durchschnittlichen Abstand der Augen (AL, AR) entsprechenden Abstand zueinander zwei Kalibrierpunkte (62, 64) aufweist und
- wobei nach Einfrieren des mittels der Aufzeichnungseinrichtung aufgenommenen Bildes des Kopfes der Person (40)
- die Lage der zwei Kalibrierpunkte (62, 64) des Aufsteckbügels (50) sowie
- die Lage der Reflexpunkte (42, 44) der Lichtquelle (24) auf der Hornhaut (HL, HR) des Auges (AL, AR) der Person (40) mittels der Datenverarbeitungseinrichtung (32), insbesondere durch jeweilige automatische Ermittlung von deren Helligkeitsmittelpunkten, exakt bestimmbar sind,
- daß dem Kopf der Person (40) mindestens ein Lasermodul (60), insbesondere mindestens ein Strichlasermodul, zuordbar ist, dessen Laserstrahl (L) in Richtung der dem Aufsteckbügel (50) zugewandten Frontfläche (26) des Gehäuses (18) emittierbar ist, und
- daß an der Frontfläche (26) des Gehäuses (18) mindestens ein zum Detektieren des Laserstrahls (L) vorgesehenes Sensormodul (90), insbesondere mindestens eine Photodiode oder mindestens ein Phototransistor, zum Zwecke des Gewährleistens einer in bezug auf die Aufzeichnungseinrichtung bei jeder Aufnahme bzw. Aufzeichnung im wesentlichen identischen Position des Kopfes der Person (40) so angeordnet ist, daß das Einfrieren des mittels der Aufzeichnungseinrichtung aufgenommenen Bildes des Kopfes der Person (40) in dem Moment erfolgt, in dem das Sensormodul (90) den Laserstrahl (L) detektiert.
2. System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lasermodul (60)
- dem Aufsteckbügel (50) zuordbar, insbesondere am Aufsteckbügel (50) befestigbar, ist und/oder
- mittels Fernbedienung steuerbar, insbesondere ein- und ausschaltbar, ist.
3. System gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sensormodul (90) lateral an der Frontfläche (26) des Gehäuses (18), insbesondere zwischen der Lichtquelle (24) und dem Rand des Gehäuses (18), angebracht ist.
4. System gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Gehäuse (18) mindestens eine insbesondere schwarze Platte (98) mit zwei insbesondere symmetrisch zueinander angeordneten Fixpunkten (FL, FR) aufsetzbar ist, wobei jeder der beiden Fixpunkte (FL, FR) zur Symmetrieachse (S) der Platte (98) jeweils einen halben Mittenabstand (MA) aufweist.
5. System gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
- der eine Fixpunkt (FL) durch mindestens eine linke, insbesondere mittels Fernbedienung ein- und ausschaltbare Visierleuchte, insbesondere in Form mindestens einer Leuchtdiode, und
- der andere Fixpunkt (FR) durch mindestens eine rechte, insbesondere mittels Fernbedienung ein- und ausschaltbare Visierleuchte, insbesondere in Form mindestens einer Leuchtdiode, gegeben ist.
6. System gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den Reflexpunkt (42, 44) auf der Hornhaut (HL, HR) des Auges (AL, AR) der Person (40) erzeugende Lichtquelle (24)
- als Ringleuchte ausgebildet ist, die um den Rand des als Rundspiegel ausgebildeten Spiegels (22) angeordnet ist, oder
- durch zwei Leuchten gebildet ist, die jeweils an einer Seite des Rands des Spiegels (22) etwa in Höhe des Objektivs (20), insbesondere etwa in Höhe unmittelbar oberhalb der Oberkante des Objektivs (20), der Aufzeichnungseinrichtungangeordnet sind.
7. System gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Visiereinrichtung (66) des Aufsteckbügels (50)
- mindestens eine insbesondere ein- und ausschaltbare Fixierleuchte (76), insbesondere in Form mindestens einer Leuchtdiode, und
- mindestens eine mit der Skala (93) versehene Mattscheibe, vor der in einem vorbestimmten Abstand, insbesondere von etwa zwanzig Millimeter, mindestens ein insbesondere kugelförmiges Korn (92) angeordnet ist,
- wobei bei Beleuchten des Korns (92) mittels der Lichtquelle (24) auf der Skala (93) mindestens ein insbesondere etwa punktförmiger Schatten entsteht, der zum Ablesen der Neigung, insbesondere des Neigungswinkels, der Fassung (41) ausgelegt ist,
- wobei mindestens eine im wesentlichen horizontale, insbesondere einem Neigungswinkel von etwa elf Grad entsprechende Skalenlinie (95) der Skala (93) als dicker ausgebildete Normlinie hervorgehoben ist und
- wobei oberhalb und unterhalb dieser Skalenlinie (95) weitere, im wesentlichen horizontale Skalenlinien (94, 96, 97) angeordnet sind, die jeweils einer Änderung der Neigung, insbesondere des Neigungswinkels, der Fassung (41) um etwa fünf Grad entsprechen.
8. System gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum Regeln des wechselweisen Sehens zwei Abdeckscheiben (88L, 88R) vorgesehen sind, wobei die eine Abdeckscheibe (88L) dem linken Auge (AL) der Person (40) und die andere Abdeckscheibe (88R) dem rechten Auge (AR) der Person (40) vorschaltbar ist.
9. System gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zum Bestimmen des Abstands zwischen der Fassung (41) und dem Scheitelpunkt (277) der Hornhaut (HL, HR) des Auges (AL, AR) der Person (40) mindestens eine H[ornhaut]S[cheitel]A[bstand]-Meßeinrichtung (200) vorgesehen ist, die
- mindestens einen vorzugsweise aus Stahl gefertigten Stab (202), beispielsweise mit einem Durchmesser von etwa einem Millimeter, an dessen Enden jeweils eine Kugel (204, 206) befestigbar ist, sowie
- mindestens eine Federhalterung aufweist.
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| DE20302798U DE20302798U1 (de) | 2003-02-20 | 2003-02-20 | System zum Bestimmen von Zentrierdaten für Brillengläser |
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102009018694A1 (de) | 2008-04-24 | 2009-11-05 | Ollendorf, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. | Einrichtung zur optischen Erfassung relevanter Werte einer Brillenfassung |
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-
2003
- 2003-02-20 DE DE20302798U patent/DE20302798U1/de not_active Expired - Lifetime
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| R207 | Utility model specification |
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