DE2029004A1 - Einrichtung und Verfahren zur Züchtung und Pflege eines Rasens, insbesondere Sportrasens - Google Patents
Einrichtung und Verfahren zur Züchtung und Pflege eines Rasens, insbesondere SportrasensInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E01C13/00—Pavings or foundations specially adapted for playgrounds or sports grounds; Drainage, irrigation or heating of sports grounds
- E01C13/08—Surfaces simulating grass ; Grass-grown sports grounds
- E01C13/083—Construction of grass-grown sports grounds; Drainage, irrigation or heating arrangements therefor
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Description
- winr-*chtung und Verfahren zur ZSchtung und Pflege eines Rasens, insbesondere Sportrasens Die Erdindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Züchtung und Pflege eines Rasens, insbesondere Sportrasens, und auf ein Verfahren zur Herstellung eines mit einer solchen Einrichtung versehenen Rasens.
- Die bisher üblichen Arten, Rasen und insbesondere oportrasen anzulegen, konnten verschiedene nachteilige Erscheinungen nicht beseitigen. Hierzu gehört beispielsweise Pfützenbildung und stagnierendes Wachstum der Gräser. Beides ist, insbesondere auf Sportplätzen, die Folge einer nachhaltigen Bodenverdichtung an manchen Stellen bis zu einer Tiefe von ca. 10 cm. Durch die PfUtzenbildung ergeben sich aufgeweichte Flächen, die durch mechanische Einwirkung beim Spielbetrieb so zerstört werden können, daß ein Verwachsen der Gräser nicht mehr möglich ist.
- Das stagnierende Wachstum äußert sich in der Weise, daß nicht nur der normale Wuchs unterbunden wird, sondern auch durch mechanische Einwirkung entstandene Schadstellen (Kahlstellen) nur sehr schlecht oder Uberhaupt nicht wieder dichtwachsen.
- Anstelle von Rasengräsern siedeln sich Unkräuter an und nehmen )5berhand. Schlechtwetterperioden haben das Entstehen eines tiefen Morasts mit einem seifigen Boaen zur Folge, und im Winter beeinträchtigen hartgefrorener Boden, Eis und Schnee die Spieltätigkeit. Für den Rasensport ergeben sich dadurch Spielausflle, Zuzchauerschwund und wlrtsnhaftliche Schwierigkeiten für die Veranstalter sowie Terminschwierigkeiten und erhöhte Verletzungsgefahr Hinzu kommt, daß der Rasen so stark leidet, aaß hohe Reparaturkosten in der folgenden Sommerpause entstehen Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, einen Rasen, insbesondere Sportrasen, zur Vermeidung der geschilderten Nachteile mit einer Einrichtung zu versehen, die es ermöglicht, jederzeit und bei allen Witterungsbedingungen günstige Verhältnisse f:ir die Grasnarbe hinsichtlich Be- und Entwässerung sowie Temperaturbeeinflussung zu schaffen ine solche Einrichtung besteht erfindungsgemäß aus einem in den Erdboden unterhalb des Rasens, in einer Tiefe, die von den Graswurzeln nicht erreichbar ist, eingebetteten System von im wesentlichen waagerecht verlegten, auf dem oberen Teil ihres Umfangs mit Perforationen in Form von Schlitzen, Rundlöchern oder dergl. versehenen, vorzugsweise aus Kunststoff geformten Rohren, das nach einer Richtung hin eine sanfte Neigung aufweist, an seinem unteren Ende in eine absperrbare Abflußleitung mündet und mit einem absperrbaren Anschluß für eine Wasserzufuhr sowie mit einem absperrbaren Anschluß für Luft-, insbesondere Warmluftzufuhr, aus einem Geblase bzw. einer Heizungsanlage versehen ist. Dadurch wird es ermöglicht, Jeweils nach Bedarf einen unerwünschten Feuchtigkeitsüberschuß abzuleiten, während der Trockenperiode und insbesondere auch zur Forderung des ,4Jachstums des Rasens, wenn dieser neu angelegt ist, den Rasen von unten her zu bewässern bzw. zu belüften, sowie auch das Gefrieren des Bodens zur kalten Jahreszeit zu verhindern.
- Um weiterhin auch den Dichtheitszustand des Rasenbodens gleichmäßig zu halten, kann nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung eine elastische Zwischenschicht in dem Bereich zwischen der Grasnarbe und dem Rohrsystem vorgesehen sein. Vorzugsweise ist diese durch eine durchlässige, etwa 4 cm dicke, teppichartige elastische Matte aus gespritzten, gekräuselten und stellenweise zusammenhangenden Kunststoffäden gebildet, deren Zwischenräume mit Humuserde ausfüllbar sind.
- Ein Verfahren zur Herstellung eines mit einer Einrichtung der vorstehend beschriebenen Art versehenen Rasens, insbesondere Sportrasens, ist durch folgende Schritte gekennzeichnet: Auf einen vorbereiteten ebenen Untergrund wird zunächst eine etwa 5 cm starke Schicht Deckende aufgebracht, eingeebnet und ihre Oberfläche mit einer Neigung von etwa 1/2 $ festgewalzt.
- Dabei werden in Abständen von etwa 0,5 bis 1 m, vorzugsweise etwa 60 cm, Profillatten mit eingewalzt, die der Form der Rohre entsprechen, soweit diese in die Deckerdschicht eingreifen sollen.
- Danach werden die Profillatten herausgenommen und stattdessen die Rohre eingelegt, zu einem Rohrsystem miteinander verbunden und mit den Anschlüssen von Abflußleitung, Wasserzufuhrleitung und Warmluftzufuhrleitung versehen. Hiernach wird eine Schicht von einem Sand-Kiesgemisch in einer Stärke von etwa 19 cm aufebracht und mit waagerechter Oberfläche festgestamprt und ;ewalzt, so åa3 die Rohre in ihrer Lage festgelegt werden.
- Dann wira- eine sandige Humusschicht von etwa 5 cm Stärke qarer:ebracht, auf welcher die oben erwähnte durchlässige, teppichartige elastische Matte aus gespritzten, gekräuselten und stellenweise zusammenhängenden Kunststoffäden angeordnet, mit Huere eingeschlämmt und mit einer Humuslage von sandiger, steinfreier Struktur als Ausgleichsschicht mit etwa 2 bis 5 cm Stärke bedeckt werden kann. Hierauf kann dann eine Grasnarbe, entweder als Fertigrasen aufgelegt oder als Neuansaat angelegt werden. Im letzteren Falle, wenn eine Neuansaat angelegt werden soll, empfiehlt es sich, eine weitere, etwa 5 cm starke Mutterbodenschicht aufzubringen.
- Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung gemäß der Erfindung im Grundriß gesehen.
- Fig. 2 eine Schnittansicht der Anordnung einer solchen Einrichtung im Boden mit Blickrichtung in Längsrichtung der Kanäle, und zwar in stark vergrößertem Maßstab, Fig. 3 eine entsprechende Schnittdarstellung mit Blickrichtung quer zu den Kanälen.
- Die schematische Darstellung gemäß Fig. 1 zeigt das Rohrsystem einer Einrichtung gemäß der Erfindung innerhalb der Umgrenzungen 0 eines Rasensport-Spielfelds, beispielsweise eines Fußballplatzes. 1 sind die parallel verlaufenden Kunststoff-.
- rohre, deren Flachprofil auf der Unterseite und deren Perforierung in Form von Schlitzen, Rundlöchern oder dergl.
- in Fig. 2 bzw. in Fig. 3 veranschaulicht sind. An ihren beiden Enden sind diese, vorzugsweise aus PVC-Kunststoff bestehenden Rohre durch Sammelleitungen 2 zusammengefaßt. Die Sammelleitung auf der linken Seite von Fig. 1 ist über ein Absperrventil 5 mit einer Abflußleitung 4 verbunden, die in einen Drainageschacht 5 mündet. Die Sammelleitung 2 auf der rechten Seite in Fig. 1 ist über eine Anordnung von Steuerventilen 7 an eine Wasserpumpe 8 bzw. ein Gebläse und gegebenenfalls eine l-Warmluftheizung 9 angeschlossen.
- Die Anordnung der neuen Einrichtung mit dem Rohrsystem unterhalb des Rasens ist aus Fig. 2 und Fig. 7 zu ersehen.
- Auf den vorher planierten, natürlichen Untergrund ist zunächst eine Deckerdschicht 10 aufgebracht, die in Querrichtung zu den Rohren 1 ein Dachgefälle nach beiden Seiten hin von etwa 1/2 % aufweist. Der ganze Rasenplatz erhält vorzugsweise ein Dachgefälle von 1/2 % derart, daß der Abstand von jedem Rohr zu der darüberliegenden Rasenoberfläche überall gleich ist. Die Rohre greifen, wie ersichtlich, mit ihrem unteren, geschlossenen Flachprofilteil in die Deckerdschicht 10 ein. Der obere, perforierte Teil des Rohrproflls ist in die Sand-Kiesschicht 11 eingebettet. Über dieser liegt die Humusschicht 12, auf der die durchlässige elastische Matte ruht, deren gespritzte, gekräuselte und stellenweise zusammenhängende Kunststoffäden vorzugsweise aus Polyamid bestehen. Diese durchlässige elastische Matte ist mit Humuserde eingeschlämmt und mit einer Humuslage 14 als Ausgleichsschicht bedeckt. Darüber befindet sich die Grasnarbe 15, die beispielsweise als Fertigrasen aufgelegt sein kann oder auf einer zusatzlichen Humusschicht von einigen Zentimetern an Ort und Stelle angezüchtet ist Der Aufbau der verschiedenen Bodenschichten sowie die miteingebaute Kunststoffmatte gewährleisten günstige Bedingungen für das ~Wachstum und Gedeihen der Gräser. Durch die Sunststoffe matte läßt sich außerdem eine auf Sportplätzen sonst unvermeidw lichte stellenweise Verdichtung und Verschlammung des Bodens verhindern. Außerdem läßt sich infolge der Möglichkeit einer Beheizung in den Wintermonaten der Rasenplatz schnee- und frostfrei halten. Der vorhandene Bodenaufbau bleibt wasserdurchlässig und läßt sich bei einem Überschuß von Feuchtigkeit drainieren.
- Durch eine einfache und schnelle Unterflurbewässerung und -belüftung läßt sich außerdem das Wachstum des Grases fördern.
- Da das Rohrsystem in einer Tiefe verlegt ist, die von den Wurzeln der Pflanzen nicht erreicht werden kanne ist auch eine Verstopfung der Perforation der Rohre kaum möglich Die glatten Innenwände der Rohre verhindern außerdem Ablagerungen von Sand.
- Durch das vorhandene Gefälle ist es auch möglich, von Zeit zu Zeit die Rohre zu durchspülen. Die Steuerventile gestatten eine Verteilung der Warmluft nach Bedarf. Schließlich können auch gewünschtenfalls die verschiedenen Funktionen des Rohrnetzes selbsttätig, beispielsweise mit Hilfe von Thermostaten, gesteuert werden.
Claims (1)
- Pat ontans prücheW Sinrlchtung zur Pflege eines Rasens, insbesondere Sportrasens, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem in den Erdboden unterhalb des Rasens in einer Tiefe, die von den Graswurzeln nicht erreichbar ist, eingebetteten System von im wesentlichen waagerecht verlegten, auf dem oberen Teil ihres Umfangs mit Perforationen in Form von Schlitzen, Rundlöchern oder dergl. versehenen, vorzugsweise aus Kunststoff geformten Rohren besteht, das nach mindestens einer Richtung hin eine sanfte Neigung aufweist, an seinem einen Ende in eine absperrbare Abflußleitung mündet und mit einem absperrbaren Anschluß für eine Wasserzufuhr sowie mit einem absperrbaren Anschluß für Luft-, insbesondere Warmluftzufuhr, aus einer Heizungsanlage versehen ist.2. Binrirhtung nych Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine elastische Schicht zwischen der Grasnarbe und dem Rohrsystem vorgesehen ist.5. Verfahren zur Herstellung eines mit einer Einrichtung nach Anspruch 1 versehenen Rasens, insbesondere Sportrasens, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem vorbereiteten ebenen Untergrund zunächst eine etwa 5 cm starke Schicht Deckerde (7) aufgebracht, eingeebnet und ihre Oberfläche mit einer Neigung von etwa 1/2 g Steigung festgewalzt wird, worauf in Abständen von etwa 0,1 bis 1 m, vorzugsweise etwa 60 cm, Profillatten mit eingewalzt werden, die der Form der Rohre (1) entsprechen, soweit diese in die Deckerdschicht eingreifen sollen daß kann anstelle der Profillatten die Rohre eingelegt, zu dem Rohrsystem miteinander verbunden und mit den Anschlüssen von Abflußleitung, Wasserzufuhrleitung und Luft- bzw. Warm-Luftzufuhrleitung versehen werden» worauf eine Schicht von einem Sand-Kiesgemisch (11) in einer Stärke von etwa 19 cm aufgebracht und mit waagerechter Oberfläche festgestampft sind -rewalzt wird, so daß die Rohre in ihrer Lage festgelegt {werden, daß danach eine sandige Humusschicht (12) von etwa cm Stärke daraufgebracht und auf diese eine durchlässige, etwa 4 m dicke» teppichartige elastische Matte (13) aus gespritzten, gekräuselten und stellenweise zusammenhängenden Kunststoffäden gelegt, mit Humuserde eingeschlämmt und mit einer Humus lage von sandiger steinfreier Struktur als Ausgleichsshicht (14) mit etwa 2 bis 5 cm Stärke bedeckt wird, auf der eine Grasnarbe (15) entweaer als Fertigrasen aufgelegt oder als Neuansaat angelegt werden kann.
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| DE (1) | DE2029004A1 (de) |
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-
1970
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| DE102007030305B4 (de) * | 2007-05-24 | 2010-10-07 | Ingenieurgesellschaft Prof. Dr.-Ing. Sieker Mbh | Wasserbewirtschaftungssystem für urbane und/oder landwirtschaftlich genutzte Flächen und Verfahren zu seiner Bereitstellung |
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