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DE2023173A1 - Polster - Google Patents

Polster

Info

Publication number
DE2023173A1
DE2023173A1 DE19702023173 DE2023173A DE2023173A1 DE 2023173 A1 DE2023173 A1 DE 2023173A1 DE 19702023173 DE19702023173 DE 19702023173 DE 2023173 A DE2023173 A DE 2023173A DE 2023173 A1 DE2023173 A1 DE 2023173A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
foam
fiber layer
fibers
fiber
elastic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702023173
Other languages
English (en)
Inventor
Takeo Ikeda
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19702023173 priority Critical patent/DE2023173A1/de
Publication of DE2023173A1 publication Critical patent/DE2023173A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C27/00Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas
    • A47C27/22Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas with both fibrous and foamed material inlays

Landscapes

  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)

Description

  • Polster Gegenstand der Erfindung ist ein Polster bzw. ein Kissen mit einem Schichtkörper aus einem Gemisch aus massiven elastischen Faserstoffen utid einem Elastomerenschaum, wobei das Gemisch so beschaffen ist, daß der massive elastische Faserstoff teilweise einen Teil des Schaums umgibt, während ein Teil des Schaums ei.nen Teil der Fasern umgibt, so daß die Fasern und der Schaum in sich gegenseitig ergänzender Beziehung einen abgegrenzten Raum einnehmen und der Schaum eine Schaumschicht einschließt, die aus einem Stück mit dem von dem massiven elastischen Faserstoffen umgebenen Schaumteil gebildet wird und sich über dieses Schaumteil hinaus erstreckt.
  • Die Erfindung betrifft somit Polsterungen und dergleichen und insbesondere Polsterungen für Fahrzeugsitze, Rücklehnen, Sofas, Betten und anderes Mobiliar sowie ein wirtschaftliches Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Polsterungen mit hervorragenden Eigeschaften.
  • bisher hat man elastische Schäume, Abfallflachs, Lumpen, ubliche weiche Fasern, Haare, Schraubenfedern und andere Materialien einzeln oder kombiniert für die Herstellung von Polstern verwendet. Diese Materialien hat man im Hinblick auf eine optimale Wirkung ihrer Eigenschaften verwendet, was in der Praxis jedoch nicht immer zu einer zufriedenstellenden Polsterwirkung führte Viele Polsterungen aus derartigen Materialien können, wenn sie der Belastung von schweren Personen ausgesetzt werden, zurückfedern oder zusamnenkrechen, wahren andere sehr, teuer sind..
  • Es ist bereits eine Polsterung mit Federn bekannt, bei welcher miteinander verbundene Sprungfedern mit Stoff überzogen sind. Diese Polsterung hat: jedoch den Nachteil, daß sie, wenn sie beispielsweise einen Sitz bildet anfänglich einen ziemlieh.hohen Druck auf den Fahrer ausübt, wenn dieser sich in einen Fahrzeugsitz mit einer derartigen Federpolsterung setzt oder wenn er unmittelbar nach dem Platznehmen losfährt, so daß er ein Härtegefühl spührtv Diese Erscheinung tritt bei allen vorgenannten Polsterungen gemeinsam auf.
  • Es wurde festgestellt, daß die meisten Verbesserungen bei herkömmlichen Polsterungen auf die Bequemlichkeit gerichtet sind, es hat sich jedoch gezeigt, daß die Stabilität der Polsterung ziemlich bedeutsam ist.
  • Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, eine Polsterung zu schaffen, die in der Lage ist, als weiche und feste Unterlage für schwere Lasten zu dienen und heftige Stöße wirksam zu absorbieren, die ihre Qualität mit der Zeit nicht ändert, äußerst dauerhaft und in hohem Ausmaß für damit zu versorgende Gegenstände geeignet ist und aus billigen Materialien auf wirtschaftliche Weise hergestallt wird. Die Polster sollen ein zusätzliches Strukturmerkmal aufweisen, welches zur Verbesserung der Polsterwirkung dient Das Verfahren zur Herstellung der Polsters rungen soll durch Verwendung einer einfachen und billigen Vorrichtung durchgeführt werden, die leicht und ohne Fachkenntnis gebaut werden kann.
  • Dies wird erfindungsgemäß durch eine Polsterung mit einem Schiclltlcorper aus einem Gemisch aus massiven elastischen Faserstoffen, die aus Palmen, Kokosnußpalmen und dergleichen hergestellt werden, und aus einem Elastomcrenschaunt erreicht, wobei das Gemisch derart beschaffen ist, daß die massiven elastischen Faserstoffe teilweise den Schaum umgebe, während ein Teil des Schaums einen Teil der Fasern umgibt, so daß die Fasern und der Schaum einen abgegrenzten Raum zusammen einnehmen, wobei der Schaum eine Schaumschicht umfaßt, die aus einem Stück mit dem Schaum von dem massiven elastischen Faserstoffen umgebenen Schaumteil gebildet wird und sich darüber hinaus erstreckt.
  • Bei einem solchen Polster1 wo die massiven elastischen Faserstoffe und der Elastomerenschaum zusammengemischt sind, wird die hohe Dehnbarkeit des Schaums durch die Festigkeit der starken Fasern reguliert Die Fasern haben zusammen mit dem damit vermischten hochelastischen Schaum kombiniert derartige stoßabsorbierende und polsternde Eigenschaften, daß das Polster im wesentlichen frei von der Härte des Anfangsdrucks ist, die herkömmlichen Polsterungen anhaftet. Weiterhin sind die Fasern, welche die Polsterung bilden, steif, haben jedoch rauhe Oberflächen und behalten die wesentliche Eigenschaft, nämlich daß sie faserig sind, bei. Der Schaum steht deshalb mit den Fasern nicht nur'ion einer Oberflächen zu-Oberflächen Verbindung, sondern tritt auch in Fasermizellen und in Mizellenzwischenräume ein, so daß die Fasern direkt und fest mit dem Schaum gekoppelt sind und für den Schaum als festes Rahmenwerk dienen.
  • Eine Person, die sich gegen den erfindungsgemäßen Polsteraufbau lehnt oder sich darauf setzt, fühlt sich lagefest gehalten und empfindet die Polsterung als bequem. Derartige Polsterungen sind bei Verwendung als Automobilsitzpolsterusigen, Rückenlehnen und dergleichen gegenüber Vibrationen und starken Stößen von einer Seite zur anderen, nach oben und nach unten, rückwärts und vorwärts und in verschiedenen Schrägrichtungen stabil und sorgen auch für einen Sitzkcmfort selbst bei holperigen Straßen. Das erfindungsgemäße Polster ist auch für Sofas, Matratzen und andere Anwendungen bei Möbeln geeignet, da es frei von lokalen Einpressungen ist und somit ein Entstehen einer Rückgradkrümmung nicht zuläßt bzw.
  • in der Lage ist, ein durchgebogenes Rückgrad geradezurichten.
  • Sowohl der Schaum als auch die Fasern sind luftdurchlässig.
  • Der vorstehend beschriebene Mischaufbau erlaubt außerdem, daß die Polsterung eine ausreichende Luftmenge für eine gute Wärmespeicherung aufnimmt, sowie eine erwünschte Ausdünstung bzw. ein Schwitzen. Bei Verwendung für Betten sorgt die Polsterung für eine bequeme Ruhelage und einen ruhigen Schlaf.
  • Das erfindungsgemäße Polster kann dadurch hergestellt werden, daß ein flüssiges, schaumbildendes Material und massive bzw.
  • starke elastische Faserstoffe in einer Form angeordnet werden, die Form geschlossen wird und die flüssigen Stoffe zum Schäumen gebracht werden. Durch das Vorsehen von Haltestangen direkt oder indirekt in der Form wird verhindert, daß sich die Fasern in der Form aufgrund des Schäumungsdrucks des flüssigen, schaumerzeugenden Mate.rials bewegen, wodurch die Schäumung beeinträchtigt-oder unzureichend werden könnte.
  • Die Haltestangen werden von dem erzeugten Schaum umgeben, so daß nach dem Entfernen der Stangen die verbleibende Schaumschicht entsprechende Anzahl von Löchern hat. Wenn eine Polsterung mit einer derartigen durchlöcherten Schaumschicht als Autositz verwendet wird; fühlt sich der Fahrer, der direkt auf dem Kissen oder auf einem Überzug darüber sitzt, bequem und in stabiler Lage gehalten.
  • Aus diesem Grund umfaßt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Polsterung eine relativ dicke und durchlöcherte Schaumschicht als zusätzliches Merkmal des Aufbaus.
  • Anhand der beiliegenden Zeichnungen werden beispielsweise Ausführungsfonnen der vorliegenden Erfindung näher erläutert.
  • Fig. la zeigt perspektivisch ein erfindungsgemäßes Polster teilweise aufgebrochen.
  • Fig. Ib zeigt perspektivisch eine weitere Polsterung, ebenfalls teilweise aufgebrochen.
  • Fig. lc zeigt perspektivisch eine mit Überzug versehene, teilweise aufgebrochene Kissenpolsterung.
  • Fig. 2 zeigt perspektivisch und teilweise aufgebrochen vergrößert ein Teil der Polsterung von Fig0 ib.
  • Fig. 3 zeigt in einem Vertikalschnitt eine Formvorrichtung für die erfindungsgemäße Polsterung.
  • Fig. 4 zeigt im Schnitt einen Teil der Anordnung von Fig. 3.
  • Fig. 5 ist ein Vertikalschnitt einer abgeänderten Formvorrichtung für die Polsterung.
  • Fig. 6 zeigt eine Faserschichtmasse.
  • Fig. 7 zeigt in einer vergrößerten teilweisen Ansicht einen sehr viel kleineren Teil der Faserschicht von Fig. 6, der mit einem Bindemittel behandelt ist.
  • Fig. 8 zeigt in einem Schnitt den Teil der Faserschicht von Fig. 7, dessen Zwischenraum mit elastischem Schaum ausgefüllt ist.
  • In den Figuren 3 und 4 ist eine Vorrichtung für das Formen eines erfindungsgemäßen Autositzpolsters gezeigt Die Form M umfaBt zwei zueinander passende Formteile bzwO Formhä.lften 1 und 2, von denen eine an einem Rahmen 27 angebracht ist. Die Körper der Formteile sind aus einem passenden Material, wie Metallblech oder Gußmetall, hergestellt. Wenn die beiden Formteile miteinander verbunden werden1 bilden ihre inneren Oberflächen einen Formhohlraum in Form einer Autositzpolsterung. Die Körper der Formhälften 1 und 2 sind jeweils mit Flanschen 3 und 3a versehen, die längs der Umfangsränder angeordnet sind und im wesentlichen horizontal vorstehend Klammern 4 und 4a sind aus Blech so gebogen, daß sie L-förmige Querschnitte haben. Jede davon ist auf einer Seite der Flansche 3 und 3a durch Schweißen, Kleben oder dergleichen befestigt. Die-Klammern 4 und 4a mit L-förmigen Querschnitten bilden Ausnehmungen 5 bzw. 5a. Die Klammern 4 sind jeweils mit einer Einkerbung 25 gegenüber der Ausnehmung 5 versehen. Die anderen Klammern 4a haben einen Vorsprung 9 für das Einpassen eines später noch zu beschreibenden Halters 6. Der Vorsprung 9 ist an der Klammer durch Schweißens wie durch das Bezugszeichen 26 dargestellt ist, befestigt. Anstelle des Schweißens kann jedoch für die Befestigung des Vorsprungs auch ein starkes Klebemittel verwendet werden Es ist außerdem auch möglich, den Vorsprung 9 so auszubilden, daß er mit der Klammer aus einem Stück besteht. Jeder der Halter 6 hat ein Griffstück 8, einen Klemnring 7 und zwei kleine Löcher 8b und 8c, die am Basisteil 8a gebohrt sind. Eine Achse lo ist durch das kleine Loch 8c und den Vorsprung 9 gefuhrt, wodurch der Halter 6 durch die Achse mit dem Vorsprung 9 der Klammer 4a drehbar verbunden ist.
  • Der Basisteil 8a des Halters ist in der Klammerausnehmung 5a angeordnet. Der Klemmring 7 wird durch das andere kleine Loch 8b des Halters 6 geführt. Das obere Teil des Klemmrings 7 ist für die Aufnahme in der Einkerbung 25 der Klammer 4 ausgelegt. Dadurch haben der Halter 6 und die Einkerbung 25 eine Lagebeziehung, die der Beziehung zwischen dem Klemmring und der Einkerbung entspricht. Fig. 4 zeigt den Halter 6 in der Freigabelage, wobei der Klemmring 7 von der Auskerbung 25 getrennt ist.
  • Es sei angenommen, daß1 wie in Fig. 4 gezeigt, das Griffstück 8 gegen die Form N gedreht wird. Der Klenmring 7 nähert sich dann der Einkerbung 25, bis der Ring mit der Einkerbung, wie in Fig. 3 gezeigt, in Eingriff kommt und durch die Klammer 4 die Formhälfte 1 (direkt den Flansch 3) in Richtung der komplementären Formhälfte 2 (direkt den Flansch 3a) drückt, so daß beide Formteile bei geschlossener Form miteinander in Eingriff stehen. In die Formhälfte 2 sind Auslaßlöcher il, wie nachstehend beschrieben, gebohrt.
  • Im Folgenden werden die massiven bzw starken elastischen Faserstoffe beschrieben. Starke, aus Palmen, Kokosnußpalmen und dergleichen hergestellte Fasern werden zu einem Bündel zusammengefaßt. Das Faserbündel wird zwangsweise in Form einer Schraubenfeder verdrillt. Das verdrillte Bündel ist hart wie eine Holsstange, so daß das Reiben der llände an dem verdrillten Bündel schmerzhaft ist. Die fest verdrillten Fasern werden aufgedreht und ausgebreitet. Die Fasern haben dann Kräuselungen und bilden eine massige und feste Schicht 28 mit einer Vielzahl von Zwischenräumen 28b und Kreuzung stellen 28a, wie in Fig. 6 gezeigt ist. Bei diesem Arbeitsstadium werden die Stärke der Faserschicht und das Fasergewicht pro Flächeneinheit wahllfeise eingestellt Es sei erwähnt, daß eine Vielzahl von zusammengesetzten Faserschiehten anstelle der einzigen Faserschicht 28 verwendet werden kann.
  • Die Faserschicht wird mit einem Bindemittel besprüht, beispielsweise der Dispersiollsflüssi$keit oder Lösung von natürlichem oder synthetischem Kautschuklatex, dem in ausreichendem Maße Compoundier- und Vulkanisiermittel zugesetzt sind, oder einer Kunstharzlösung2 der ausreichend Zusatzstoffe zugegeben sind. Die Faserschicht kann auch in das Bindemittel eingetaucht werden, wobei die überschüssige Flüssigkeit aus der eingetauchten Schicht herausgequetscht wird.
  • Durch ein derartiges Sprühen oder Tauchen wird das Bindemittel an der Faseroberfläche zum Anhaften gebracht, wobei besonders Wert auf die Kreuzungsstellen gelegt. wird. Ein zufriedenstellendes Gewichtsverhältnis von Fasern zu Bindemittel (fest) liegt bei 1 bis o,1. Die so mit Bindemittel versehenen Fasern werden dann einem Trocknungs- und/oder Vulkanisiervorgang ausgesetzt. Die Trocknung kann beendet werden, wenn die Feuchtigkeit und dergleichen entfernt ist.
  • Wenn Kautschuk verwendet wird, ist es in vielen Fällen vorteilhaft, einen Druckbehälter für die Ausführung einer Druckvulkanisierung zu verwenden. Jedes der oben genannten Bindemittel kann eine geringe Menge Schäummittel enthalten oder ohne irgendein Schäummittel verwendet werden. Nachstehend sind zwei Beispiele für die Bindenlittelzusammensetzung aufgeführt. Das im folgenden Beispiel angeführte Schäummittel kann gegebenenfalls weggelassen werden. Die so behandelten Fasern werden auf geeignete Größe und Form für die IIerstellung einer in den Figuren 3 und 4 gezeigten Faserschicht 12 geschnitten.
  • Bindemittelrezept, Beispiel I Gewichtsteile Natürlicher oder synthetischer Kautschuklatex 170 (fest 60 %) Schwefel 2 bis 5 Zinkoxyd 2 bis -5 to % ammoniakalische Caseinlösung 5 bis 1o Mittel gegen Alterung (Diphenylamin) o,5 Vulkanisationsaccelerator (Diäthyiammonium, Diäthyldithicarbamat) 110 Füllmittel (Lithopone) 20,0 Schäummittel (Benzolsulfonylhydrazid) 10,0 Bindemittelrezept, Beispiel II Emulsion aus Vinylharz, beispielsweise Polyvinylchlorid 170 (fest 6o fo) Weichmacher (Dibutylphthalat) loo Stabilisator (zweibasisches Bleiphosphit) 2 in Fig. 7 ist ein Teil einer Faserschicht 12, die mit einem Bindemittel versehen ist, in großem Maßstab gezeigt Massive bzw. steife elastische Faserstoffe 28c weisen eine Vielzahl von Öffnungen 28b und Kreuzungsstellen 28a auf. Die Fasern sind jeweils von einer Bindemittelschicht 28d eingeschlossen. Das Bindemittel verklebt die Fasern an den Kreuzungsstellen, wie bei 28e gezeigt ist. Mittlerweile wird getrennt ein flüssiges Schaumbildungsmaterial hergestellt. Die schaumbildende Flüssigkeit kann den Schaum durch ihre eigene chemische Veränderung oder hauptsächlich durch die Wirkung eines Schäummittels erzeugen.
  • Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Polsters können v2rschiedene schaumerzeugende Kunstharze verwendet werden.
  • Bezogen auf die Eigenschaft des Polsters und vom wirtschaftw lichen Gesichtspunkt aus bevorzugt man bei der Verwendung Polyurethanschäume, die durch die Reaktion von Polyisocyanat mit einer Verbindung hergestellt werden, die zwei oder mehr aktive Wasserstoffreste aufweisen, wie Hydroxylgruppen, Carboxylgruppen, Aminogruppen, aktive Methylengruppen.
  • Das für die Herstellung von Polyurethanschaum zu verwendende Polyisocyanat kann Tolylen-diisocyanat; 3,3'-Bitolylen-4,41-diisocyanat; Dihenylmethan-4, 4' -diisocyanat; 3,3 -Dimethyldiphenylfilethan-4,4'-diisocyanats 2,4-Tolylen-diisocyanatdimeres oder dergleichen sein. Das Tolylendiisocyanat kann Tolylen-2,4-diisocyanat oder Tolylen-2,6-diisocyanat oder ein Gemisch davon sein, wobei das Verhältnis des Anteils von Tolylen-2,4-diisocyanat zu Tolylen-2,6-diisocyanat 80 - 65/20 - 35 betragen kann (diese Mischung wird im allgemeinen verwendet).
  • Die typische Verbindung mit wenigstens zwei aktiven Wasserstoffresten kann von den Polyäthern und Polyestern ausgewählt werden.
  • Polyester, insbesondere Polyätherglycole oder Polyoxyalkylenglycole haben die allgemeine Formel HO-R-O-R-O R-O-R-OH, wobei "R" für eine Alkylgruppe steht. Sie werden durch Ringöffnungspolymerisation oder Mischpolymerisation von cyklischen Äthern erhalten, wie Äthylenoxyd, Propylenoxyd, Trimetl.yloxyd, Butylenoxyd, oC-Methyltrimethylenoxyd, 313' -Dimethyltrimethylenoxyd, Tetrahydrofuran und Dioxan.
  • Die Polyäther werden im einzelnen näher beschrieben.
  • Einzeln oder in adäquater Kombination können verwendet werden: Diole, wie Polyoxypropylenglycole (Pluracol P-2o1o1 hergestellt von der Wyandotte Chemical Corp., USA; Niax Diol PPG 2025 von der Union Carbide Corp, USA), die durch Ringöffnungspo lymerisation von Propylenoxyd hergestellt werden Polyoxypropylen-polyoxyäthylenglycole (Pluronic L61 der Firma Wyandotte Chemical CorP.1 USA), die durch Ringöffnungspolymerisation von Propylenglycol und Äthylenoxyd hergestellt werden1 Triole, wie Mischpolymerisate von Propylenoxyd und Glyzerin (Polyglycol 1t-2oo1 li-300 und i1-4oo der Dow Chemical Co., USA; Niax Triol LG- 168 der Union Carbide Chemicals Corp., USA) sowie Mischpolymerisate von Propylenoxyd und 1,2,6-Hexantriol (Niax Triol LHT42 und LHT67 der Union Carbide Chemicals Corp., USA). Bei Verwendung eines Diols in Kombination mit einem Triol besteht die Neigung, daß bei zunehmendem Prozentsatz von Triol der erzeugte Schaum härter wird. Außerdem können Polyolpolyäther (Tetronic 701 der Wyandotte Chemical Corp., USA), die durch Zusetzen von Blockpolymerisaten von Propylenoxyd und Äthylenoxyd zu Äthylendiamin hergestellt werden, für die Herstellung von flexiblen Urethanschäumen verwendet werden.
  • Andererseits sind Polyester Verbindungen, die in Hydroxylgruppen enden und aus polybasischen organischen Säuren, insbesondere Dicarbonsäuren und Polyolen erzielt werden. Verwendbare Dicarbonsäuren sind gesättigte Fettsäuren, wie Oxalsäure, Bernsteinsäure und Adipinsäure, ungesättigte Fettsäuren, wie Maleinsäure und Fumarsäure und dimere Säuren davon, aromatische Säuren wie Phthalsäure und Isophthalsäure sowie Anhydride der oben genannten organischen Säuren. Die Dicarbonsäuren können einzeln oder in Kombination verwendet werden.
  • Polyole, die mit diesen Dicarbonsäuren zur Reaktion gebracht werden, können Diole sein, wie Athylenglycol, Diäthylenglycol, Triäthylenglycol, Propylenglycol und Butylenglycol, Triole, wie Trimethylolpropan, Trimethyloläthan, Hexantriol und Glycerin, Hexite wie Sorbit und dergleichen. Diese Polyole werden geeigneterweise mit den vorstehend erwähnten Dicarbonsäuren kombiniert, um eine weitgespannte Vielfalt von Polyestern zu erzeugen. Verbreitet sind sogenannte Hydroxylpolyester, die an beiden Eettenenden Hydroxylgruppen haben.
  • Diese Polyester können dadurch hergestellt werden, daß die Polyolkomponente in einem überschüssigem Ausmaß verwendet wird. Besonders gebräuchlich sind die Polyester, die man aus der Adipinsäure oder einer diemeren Säure und Diäthylenglycol erhält, womit in ihren Eigenschaften hervorragende und wirtschaftlch vorteilhafte Polyurethanschäume erzeugt werden können. Als weitere Aktivwasserstoffverbindungen können einzeln oder in Kombination mit den vorstehenden Pölyäthern, Polyestern und dergleichen aus der Ringöffnungspolymerisation von Lactonen erzielte Polyester9 Mischpolymerisate, die durch Mischpolymerisation von Dimethyl-g-caprolacton und Äthylenglycol oder Propylenglycol in Anwesenheit eines Katalysators aus einer nietallorganischen Verbindung, wie von Zink oder Blei, hergestellt werden, Polyester, die tertiäre Stickstoffreste (US-Patentschrift 2 802 795), Polythioäther und Polyole enthalten, die man als Ergebnis einer Reduktion von Kettenpolyketon (US-Patentschrift 2 495 286) erhält, das durch Copolymerisation von Kohlenmonoxyd und einem Olefin gebildet wird, verwendet werden.
  • Urethanschäume können leicht hergestellt werden durch adäquates Mischen von Polyäther oder Polyester, Isocyanat, einem Katalysator, einem Wasseraktivator und weiteren Zusätzen, wobei man die Mischung den Schaum bei Raum- oder höherer Temperatur entwickeln läßt. Es kann das herkömmliche einstufige Verfahren (one-shot) oder ein Präpolymerverfahren bei der Herstellung der Urethanschäume verwendet werden. Bevorzugt wird jedoch das einstufige Verfahren bezüglich der Arbeitsweise. Dieses Verfahren beseitigt die Notwendigkeit der Vorpolymerisaterzeugung und Wärmebehandlung und ermöglicht eine wirtschaftlich vorteilhafte Herstellung von Urethanschäumen mit hervorragenden Eigenschaften.
  • Bei dem Vorpolymerisationsverfahren tritt eine Gelierung ein, wenn das erzeugte Vorpolymerisat über einen festgelegten Zeitraum hinaus gelagert wird. Um dies zu verhindern, ist es erforderlich, die Produktion angemessen auszuführen und das erzeugte uorpolymerisat in einem geschlossenen Behälter und kalt zu lagern, um es vor Verunreinigungen, insbesondere Feuchtigkeit, zu schützen. Das Vorpolymerisat, das über die Zeitgrenze der Lagerung hinaus gelagert ist, hat eine erhöhte Viskosität und einen verringerten wirksamen Isocyanatgehalt. Deshalb sind die Eigenschaften des unter Verwendung dieses Vorpolymerisats erzeugten Schaums schlechter. Als Verbindungen zur Stabilisierung von Vorpolymerisat können solche Verbindungen verwendet werden, die ein aktives Wasserstoffatom haben, beispielsweise tertiäre Alkohole, aromatische sekundäre Amine, Mercaptane, Lactame, einwertige Phenole, Imido-Verbindungen, Enolformverbindungen und Verbindungen wie PhthalylchloridO Bei der Herstellung von Polyurethanschaum werden verschiedene Hilfsmittel verwendet, um die Schaumbildung zu beschleunigen oder zu regulieren und um die Eigenschaften des Erzeugnisses zu verbessern. Als bedeutendes Hilfsmittel dient ein Katalysator sowie ein Emulgiermittel oder ein Oberflächen aktivators Der Katalysator beschleunigt di Polymerisation und die Brückenbildungsreaktion und dient zur Bildung eines Schaums guter Qualität, während das Emulgiermittel mithilft, die Ingredientien gut zu vermischen und zu dispergieren und die Stabilität des erzeugten Schaums zu erhöhens Weitere verfügbare Hilfsmittel sind spezielle Schäummittel, ein Brückenbildungsmittel zur Erhöhung der Schaumfestigkeit, ein Verstärkungsfilmmittel, ein feuerfestes bzw. wärmebeständiges Mittel, ein wasserdicht machendes Mittel, ein antibiotisches Mittel, ein Färbstoff wie ein Pigment oder ein Farbstoff, ein Formfreigebemittel usw0.
  • Katalysatorstoffe sind beispielsweise tertiare Amine wie Tetraalkyldiamin,lnetallorganische Verbindungen wie Dibutyl zinndilaurat, Dibutylzinn-di(2-äthylhexoat) 2-Athyl-Zinn-II-caproat und Zinn-II-oleat, Alkalimetallverbindungen und Radikale erzeugende Mittel, wie Benzoylperoxyd und Lauroylperoxyd. Eine größere Aktivität als jede der Komponenten einzeln ausübt zeigt insbesondere ein Katalysator, der aus einem Gemisch einer organischen Zinnverbindung und eines tertiären Amins zusammengesetzt ist.
  • Anhand der nachstehenden Beispiel wird die herstellung der erfindungsgemäßen Polsterung näher erläutert.
  • BEISPIEL 1 Rezept für den Polyurethanschaum vom Äthertyp.
  • Gewichtsteile Polyätherglycol loo (fest: 80 %) Toiylendiisocyanat 38 Wasser 2,9.
  • N-methylmorpholin 0 bis lo Triäthylendiamin os5 Polydinjethylsiloxan o,5 Die Zusatzstoffe in dem oben erwähnten Schaumrezept (1) werden durch Hochgeschwindigkeitsrührung veririscht. Die so vermischten flüssigen schaumbildenden Ingredientien, die nachstehend oft als "flüssige Materialien" bzeichnet werden, werden unmittelbar in die Formhälfte 1 der Form M injiziert, so daß die flüssigen Materialien gleichförmig am Boden des Formteils 1 liegen, wie es mit 13 in Fi.g. 3 bezeichnet ist.
  • Auf die flüssigen Materialien wird dann die vorstehend erwähnte Faserschicht 12 aufgebracht, die dann mit der anderen Formhälfte 2 bedeckt wird. Um zu verhindern, daß die Faserschicht aufschwimmt und hin- und herschxfingt sowie für weitere Zwecke, werden in dem Formteil 2 Haltestangen 2a vorgesehen, so daß die Faserschicht gehalten ist. Die Halt er 6 werden in Richtung der Form geschwenkt, so daß die Klemmringe 7 mit den Einkerbungen 25 in Eingriff korijiije so daß die Fornihälften durch den Schäumdruck nicht getrennt werden können. Die flüssigen Materialien reagieren bei Zimmertemperatur ohne äußere Wärmezufuhr und werden in mehreren Sekunden zu Schaum. Der erzeugte Schaum füllt die Faserschicht und dehnt sich auch auf die Außenseite der Faserschicht aus.
  • Die Ausweichlöcher 11, bei denen beispielsweise ein Durchmesser von etwa 5 bis lo mm bevorzugt wird und die in die Formhälfte2 eingebracht sind, ermöglichen es, daß Luft und Reaktionsgase sowie überfließende, flüssige Stoffe, wenn überhaupt vorhanden, ausströmen können. Auf diese Weise füllt der Schaum die Zwischenräume voll aus, die bei den massiven elastischen Fasern in der Faserschicht vorliegen, und dehnt sich auch unter Bildung einer elastischen Schaumschicht nach außen außerhalb der Faserschicht aus. Die so gegossenen Stoffe werden aus der Form entfernt und für etwa eine Stunde in einen Ofen bei einer Temperatur von etwa 70 bis iooOC gebracht. Danach wird das Erzeugnis aus dem Ofen genommen.und so verwendet oder in einer geringfügig endbearbeiteten Form.
  • Die Menge der der Form zuzuführenden flüssigen Materialien variiert entsprechend der Kapazität der Form und des Schaumexpansionsfaktors, der bei der Berechnung der gewünschten Materialmenge berücksichtigt wird. Der Anteil des Urethans kann abhängig von seinen Eigenschaften variiert werden.
  • In Fig. 5 ist die Form von Fig. 3 umgekehrt gezeigt. Der Gebrauch der Form, das Formungsverfahren usw. ergibt sich aus der Beschreibung von Fig. 3. Die Halter werden an der Formhälfte 1 anstatt an dem Teil 2 angebracht. Die Funktion und Arbeitsweise der Halter und der damit verbundenen Teile ist einfach zu verstehen. Bei der Anordnung von Fig. 5 werden die flüssigen Materialien i3 in das Formteil 1 injiziert, sie können auch über die Faserschicht 12, wie in der Figur gezeigt ist, zugeführt werden.
  • Das auf diese Weise hergestellte Schaumpolster ist in den Fig, 1b und 2 gezeigt. Wie daraus zu ersehen ist, ist die große Zahl von Zwischenräumen 28b in der Faserschicht 12 mit dem Urethanschaum 14 gefüllt, während die die Faserschicht bildenden massiven elastischen Fasern mit dem Urethanschaum 15 überzogen sind, Der Urethanschaum 14 in dem Zwischenraum 28b setzt sich kontinuierlich zu dem Schaum 15 fort, der außerhalb der Faserschicht aufgeschichtet ist. Die obige Beschreibung bezieht sich auf eine erfindungsgemäße Ausführungsform, bei der die Faserschicht mit Bindemittelschichten versehen ist. Das erfindungsgemäße Polster kann jedoch auch ohne Bindemittel unter Verwendung der Faserschicht 28 hergestellt werden bei gleichem Arbeitsablauf wie vorstehend beschrieben, Das vorangehende Aufbringen des Bindemittels auf die Faserschicht 12, wie sie durch die Bezugszeichen 28d und 28e veranschaulicht ist, dient dazu, die Elastizität und Festigkeit des sich ergebenden Polsters zu erhöhen. Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal besteht darin, daß, obwohl die Faserschicht dazu neigt, durch den von den flüssigen Materialien verursachten Schäuniungsdruck zusammenzubrechen, die Neigung geringer ist als in dem Fall1 wo kein Bindemittel aufgebracht wird. Deshalb kann der durch die flüssigen Materialien in der Form erzeugte Schaum die in der Faserschicht vorhandenen Zwischenräume leichter füllen. Es hat sich auch gezeigt, daß die Fasern fester mit dem Schaum durch das auf den Fasern aufgebrachte Bindemittel verbunden sind.
  • Es ist jedoch selbstverständlich, daß auch das unter Verwendung der Faserschicht 28 ohne Bindemittel hergestellte Polster den gewünschten Sitzkomfort und die erfindungsgemäße Stabilitätseigenschaft mit sich bringt, da die Fasern elastisch und starr sind, die Zwischenräume in der Faserschicht mit elastischem Schaum gefüllt sind und die Faserkreuzungsstelw len von Schaum umgeben sind.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Polster kann die Schichtdicke des sich außerhalb der Faserschicht erstreckenden Schaums 15 verschiedene Werte haben, obwohl eine dünne Schaumschicht nicht dargestellt ist. Die Schaumschicht der Polsterung von Fig. 2 hat eine große Stärke Das Polster mit der dicken Schicht von Schaum 15, die mit der schaumgefüllten Faserschicht 30 verbunden ist; gibt der sitzenden Person eine weiche Unterlage und scheint eine hochklassige Ware trotz der Tatsache zu sein, daß die Fasern einen beträchtlichen Anteil der Kissenmaterialien halten.
  • Die dicke Schaumschicht 15 des in den Figuren Ib, lc und 2 gezeigten Polsters hat Locher 16, die durch Haltestangen 2ahervorgerufen werden, die von der Innenwand der Forknhälfte 2 vorstehen. Der Lochdurchmesser beträgt annähernd 3 bis 30 mm, was nicht als Beschrankung aufzufassen ist, und vorzugsweise etwa 5 bis 20 mm. Die Haltestangen haben einen entsprechenden Durchmesser. Die Tiefe und anzahl der Löcher können ebenfalis entsprechend festgelegt werden. Wenn die Löcher In angemessenem Umfang vorgesehen sind und die Faserschicht 36 it elastischem Schaum gefüllt ist, hat das Polster bzw. Kissen 31 einen Luftkisseneffekt. dadurch weist diB die' Polsterung eine besondere Elastizität und Stabilität auf, so das der auf dem Polster sitzende Fahrer auch nach lang Fahrt nicht müde ist. Außerdem wirkt das Polster als Wärmespeicher, als Temperaturreglerj Schailsperre, absorbiert Schall Ü5w.. Das Kissen dient beispielsweise dazu, das Geräusch eines laufenden Wagens zu absorbieren und zu dämpfen, bevor das Geräusch das Ohr erreicht.
  • Ein in den flüssigen Materialien enthaltener Oberflächenstabilisator und dergleichen dienen dazu, die Oberfläche der Schaumschicht 15 glänzend und gleichförmig zu gestalten, so daß. das Polster sehr gut aussieht.
  • Fig. lc zeigt ein erfindungsgemäßes Schaumpolster 33, das mit einem Überzug 34 versehen ist. Bezüglich des bezogenen Kissens ist eine weitere Beschreibung nicht erforderlich.
  • BEISPIEL 2 Polyurethanschaumrezept (Äthertyp) Gewichtsteile (A) Polyoxypropylentriol, Glycerinbasis, Molekulargewicht: 5ooo; 32 Hydroxylgruppen 400,0 (B) Polyoxypropylenglycol, Glycerinbasis, Molekulargewicht: 2000; 86 Hydroxylgruppen 60,0 (C) Triäthylendiamin o,7 (D) Dimethyläthanolaminoxalat (E) Siliconöl 1,5 (F) Wasser 5,5 (G) Tolylen-2, 4-diisocyanat 50,8 Tolylen-2, 6-diisocyanat 12,7 Die Bestandteile A bis F werden vorher gemischt. Danach wird dem Gemisch das Material G zugegeben, die auf diese Weise zusammengegebenen Bestandteile insgesamt etwa-3 bis 5 Sekunden lang schnell gerührt. Das sich ergebende-flüssige Gemisch wird in die Form anstelle des nach dem Rezept I hergestellten Gemisches injiziert. Dann wird der gleiche Formvorgang durchgeführt. Das Erzeugnis ist ein gleiches bzw. ähnliches Schaumpolster.
  • BEISPIEL 3 Polyurethanschaumrezept (Estertyp) Volumenteile Polyester (220C) ioo Tolylendiisocyanat (180cm 47 N-diäthylaminoäthanoladipat 4 Ammoniumoleat 1,3 Sulfoniertes Rizinus öl 2 Wasser 2 Paraffinöl o,7 Die obigen Bestandteile können nach gleichförmiger Vermischung anstelle der des Rezepts I verwendet werden. Den Polyester erhält man durch die Reaktion von 16 Molen Adipinsäure, 16 Molen Diäthylenglycol und 1 Mol Trimethylolpropan.
  • BEISPIEL 4 Polyurethanschaumrezept (Äthertyp) Gewichtsteile Propylenoxyd-glycerin-Mischpolymerisat lot 0 Niax TriolLG-56 der Union Carbide Corp. USA Tolylendiisocyanat 45,ö Zinn-II-octoat o,5 Polyoxyäthylen-oxypropylen Blockmischpolymerisat o,,9 Wasser 3,5 N-methylmopholin o,6 Die obenstehenden Stoffe werden durch schnelles Rühren gut vermischt und können anstelle der des Rezepts I verwendet werden.
  • BEISPIEL 5 Kautschukschaumrezept Gewichtsteile Natürlicher Kautschuklatex oder loo (Harzfestsynthetischer Kautschuklatex stoff: 60 s Schwefel 1,5 Zinkweiß Zinkdiäthyldithiocarbamat 2,0 N,N'-di--naphthyl-p-phenylendiamin o,8 Casein o,2 Caliumoleat 3,o Natriumsilicofluorid 1,5 Der natürliche Kautschuklatex wird vorher gut gerührt und einer Absaugung ausgesetzt, um seine Ammoniumkomponente zu entfernen. Die Bestandteile, ausgenommen dem Latex, dem Schäummittel und dem Koaguliermittel, werden in einer Kugelmühle innig gerührt, so daß eine Paste aus feinen Teilchen gebildet wird.
  • Der Latex wird gewogen und in einen Behälter gebracht. Danach wird die in der Kugelmühle hergestellte Paste gewogen und zusammen mit dem Schäummittel dem Latex in dem Behälter zugegeben. Die in den Behälter eingebrachten Materialien werden dann mit Hilfe einer sich mit hoher Geschwindigkeit drehenden Stange zur Schaumerzeugung gerührt. Der gewünschte Schaumausdehnungsfaktor wird in Termen der Schaumhöhe festgelegt. Wenn der Schaum in dem Behälter die gewünschte Höhe erreicht, wird in den Behälter das Natriumsolicofluorid zugegeben. Die Stoffe in dem Behälter werden wiederum gerührt und die Hälfte davon unmittelbar in die Form gebracht. Dann wird die Faserschicht 12 oder 28 in der Form placiert und von Hand eingedrückt, so daß der hergestellte Schaum in die in der Faserschicht gebildeten Zwischenräume eintritt. Die restliche Hälfte des Stoffgemisches wird dann in die Form eingebracht, so daß es gerade überströmt. Dann wird die Abdeckung angeordnet und befestigt. Nach etwa 5 Minuten bringt man die Form in einen dampfbeheizten Druckbehälter, wo der geformte Schaum etwa 30 Minuten lang einer Vulkani-2 /sierung unter einem Druck von annähernd 3 kg/cm² ausgesetzt ist. Nach dem Vulkanisieren wird der Schaum aus der Form entfernt, gespült, getrocknet usw.. Die Polstereigenschaften des Erzeugnisses sind im wesentlichen die gleichen wie bei den vorstehenden Beispielen0 Die Füllmenge die spezifische Dichte der Fasermasse und andere Zustandsgrößen sind die gleichen, als wenn Polyurethanschaum verwendet wird.
  • BEISPIEL 6 Vinylschaumrezept Gewichtsteile Polyvinylchloridpaste ioo Polyesterderivatweichmacher 100 (Paraplex von Rohm & Haas Co., USA) Zweibasisches Bleiphosphit 5 N,N' -dimethyl-N,N' -dinitrosoterephthalamid lo (Schäummittel, Nitrosan der Firma E.I. du Pont de Nemours & Co, USA) Die obigen Bestandteile werden in eine offene Form gegeben und mit der Faserschicht 12 oder 28 zugedeckt, dann bei etwa loo 0C 15 Minuten für die Schaumerzeugung erhitzt. Dann werden die Stoffe für die Gelierung bei etwa 180°C 20 bis 30 Minuten lang erhitzt. Das Erhitzen wird mittels einer Vorrichtung durchgeführt, die Luft konstanter Temperatur umwälzt. Die Vervollständigung der Schäumreaktion wird vorher durch die Farbänderung des,Schaummittels bestimmt. In diesem Fall ändert sich die Farbe von Gelblichgrun in Wei.
  • Der erzeugte Vinylschaum hat eine Dichte von etwa o,12. Das mit dem Vinylschaum verwendete Bindemittel für die Faserschicht ist vorzugsweise eine Vinylacetatemulsion. Die Vinylacetatemulsion mit 50 96 Feststoff soll zu einer etwa io zeigen Flüssigkeit für das Sprühen verdünnt werden. In den anderen Punkten ist dieses Beispiel ähnlich dem vorhergehenden mit der Ausnahme, daß eine Vulkanisierung nicht erforderlich ist.
  • BEISPIEL 7 Polyurethanschaumrezept (Äthertyp, Vorpolymerisat-Verfahren) (1) Vorpolymerherstellung Gewichtsteile (A) Polyoxypropylen-polyoxyäthylenglycol 66,7 (Prupylenoxyd-äthylenoxyd Blockmischpolymerisat Pluronic L61 der Wyandotte Chemical Corp., USA) (B) Polyolpolyäther, hergestellt durch Zusetzen von Propylenoxyd-äthylenoxyd Blockmischpolymerisat zu Äthylendiamin 33,3 (Tetronic 701 der Wyandotte Chemical Corp., USA) (C) Tolylendiisocyanat 33,8 Der Bestandteil A und io,i Teile des Bestandteils C werden in einen Reaktor eingebracht und gerührt, während man in einer inaktiven Gasatmosphäre auf etwa 120 C erhitzt, bis die Viskosität 5000 Zentipoise (250C) erreicht. Dann wird das Material B den gerührten Stoffen zugegeben und das Gemisch bei einer erhöhten Temperatur von etwa 70 C gerührt, bis die Viskosität 7500 Zentipoise (250C) erreicht. Danach werden die restlichen 23,7 Teile des Bestandteils C zugegeben. Das Gemisch wird weiterhin 30 Minuten lang gerührt und dann schnell auf oOC abgekühlt. Die Viskosität des sich ergebenden Vorpolymerisats beträgt 4500 bis 5500 Zentipoise (250C), der freie Isocyanatgehalt beträgt 8,2 bis-8,4 5'.
  • (II) Schaumbildung aus Vorpolymerisat Gewichtsteile Bestandteile (1) Vorpolymerisat, hergestellt wie oben ioo beschrieben Dimethylsiliconöl o,4 Bestandteile 2) N-methylmorpholin i,o Triäthylamin o,2 Wasser 2,3 Die Bestandteile 1 und 2 werden getrennt gemischt, beide Mischungen zusammengebracht und schnell mit einem Hochgeschwindigkeitsrührer gerührt und danach in die Form injiziert.
  • L'r darauffolgende Arbeitsvorgang und die Behandlung für die Herstellung des gewünschten Schaumpolsters sind gleich dem vorstehend beschriebenen Arbeitsablauf.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    Polster, gekennzeichnet durch einen Schichtkörper, der aus einem Gemisch von massiven elastischen Faserstoffen und einem Elastomerenschaum gebildet ist, wobei das Gemisch so beschaffen ist, daß der'starre elastische Faserstoff teilweise den Schaum umgibt, während ein Teil des Schaums einen Teil der Fasern umgibt, so daß die Fasern und der Schaum zusammen einen abgegrenzten Raum einnehmen, wobei der Schaum eine Schaumschicht einschließt, die sich außerhalb des von den massiven elastischen Faserstoffen umgebenden Schauniteils erstreckt und mit ih;n aus einem Stück geformt ist.
  2. 2. Polster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das massive elastische Fasermaterial aus Polen und Kokosnußpalmen hergestellt ist.
  3. 3. Polster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich außerhalb der schaumgefüllten Faserschicht erstreckende elastomere Schaumschicht relativ dick ist.
  4. 4. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die starren elastischen Faserstoffe gekräuselt sind und die sich außerhalb erstreckende Schaumschicht eine Vielzahl von Löchern aufweist.
  5. 5. Polster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gekräuselten starken elastischen Faserstoffe mit einem Bindematerial auf jeder Faseroberfläche und an den Faserkreuzungsstellen überzogen sind, so daß die Fasern und der Schaum mittels des Bindematerials verbunden sind.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung eines Polsters nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine elastische, steife,, massige Faserschicht durch Verwirren und Ausbreiten einer Viel-zahl von gekräuselten massiven elastischen Faserstoffen hergestellt wird, um eine große Anzahl von Zwischenräumen zwischen den Fasern zu schaffen, daß'die Faserschicht und die schaumbildenden Stoffe in eine Form gebracht werden, die schaumbildenden Stoffe dazu gebracht werden, einen Elastomerenschaum zu erzeugen, wodurch der erzeugte elastomere Schaum zwangsweise die zwischen den Fasern vorgesehenen Zwischenräume füllt, und daß eine elastische schaumige Feststoffschjcht gebildet wird, die sich kontinuierlich außerhalb der Faserschicht erstreckt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Heizmedium verwendet wird, um das schaumbildende Material zur Schaumbildung zu bringen.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen durch die Reaktionswärme der Schäumung erfolgt.
  9. 9. Verfahren zur Herstellung eines Polsters nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine elastische, steife, massige Faserschicht durch Verwirren und Ausbreiten einer Vielzahl von gekräuselten, federnden, starken Fasern aus Palmen, Kokosmußpalmen und dergleichen gebildet wird, um eine Vielzahl von Zwischenräumen zwischen den Fasern zu schaffen, daß auf diese Faserschicht ein Bindemittel aufgebracht wird, dann durch Erhitzen und/oder Trocknen der Fasern mit dem Bindemittel über der ganzen Umfangsoberfläche und an den Faserkreuzungsstellen eine Verbindung hergestellt wird, die Faserschicht und schaumbildende Stoffe in eine Form gebracht werden und die schaumbildenden Stoffe zur Erzeugung eines elastomeren Schaums unter der Faserschicht fixiert in eine regulierte Lage gebracht werden, wodurch der erzeugte Elastomerenschaum die Zwischenräume zwischen den Fasern füllt und eine elastische schaumige Festschicht bildet, die sich außerhalb der Faserschicht erstreckt und aus einem Stück mit dem Schaum, der die Faserschicht enthält, besteht.
  10. Io. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die schaumbildenden Stoffe die Faserschicht durch den Schäumdruck pressen und daß die Faserschicht zeitweise in einer festen Lage durch Einrichtungen zum in Lage Halten der Faserschicht gehalten werden, wodurch der erzeugte Schaum die Zwischenräume innerhalb und außerhalb der Faserschicht ausreichend füllt.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum in Lage Halten der Faserschicht von Elastomerenschaum umgeben werden.
  12. 12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 6 bis il, gekennzeichnet durch zwei miteinander verbindbare sich ergänzende Formhälften (i, 2) in Form von Hohlkörpern, Einrichtungen, die einen Formhohlraum für die Herstellung eines schaumigen elastischen Fest stoffs aus schaumbildenden Stoffen begrenzen, die zusammen mit Fasern eingebracht werden, und Flansche (3, 3a), die längs des Umfangs der Körper angeordnet sind, um einen fluchtenden Eingriff der beiden Formhälften (1, Z) zu schaffen, wobei wenigstens eines der Formteile mit wenigstens einer Haltestange (2a) eine Einrichtung zum in Lage Bringen der Polsterstoffe aufweist, sowie durch Halter (6) zum Verklammeni der Flansche (3, 3a).
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltestange (2a) von dem Innenboden der Formhälfte im wesentlichen rechtwinklig zu der Oberfläche des Innenbodens vorsteht, daß das Ende der Haltestange (2a) so angeordnet ist, daß es mit der Oberfläche der Faserschicht in Berührung kommt, und daß die Umfangsoberfläche der Stange mit den schaumbildenden Stoffen in Berührung kommt und als Einrichtung für die Erzeugung eines Loches in dem elastomeren Schaum dient, der aus den schaumbildenden Stoffen erzeugt wird.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Formstange entsprechend der Querschnittsform des Loches in dem Elastomerenschaum festgelegt ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (6) jeweils mit einem Klemmring (7) und einem Griffstück (8) für das Betätigen des Klemmrings (7) versehen sind, daß wenigstens eine der Formhälften Klammern (4, 4a) aufweist, und daß die Halter (6) an diesen Klammern (4, 4a) angebracht sind.
    Leerseite
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DE102017214401B4 (de) * 2017-08-18 2020-01-16 Audi Ag Mehrlagige Lautsprecherabdeckung und Fahrzeug

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DE102017214401B4 (de) * 2017-08-18 2020-01-16 Audi Ag Mehrlagige Lautsprecherabdeckung und Fahrzeug
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