DE2022385B2 - Walzgerüst mit über eine Walzenwechselvorricntun9 durch die Fenster der Wal2enständer ein- und ausfahrbaren Arbeitswalzensätzen - Google Patents
Walzgerüst mit über eine Walzenwechselvorricntun9 durch die Fenster der Wal2enständer ein- und ausfahrbaren ArbeitswalzensätzenInfo
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- B21B—ROLLING OF METAL
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- B21B31/08—Interchanging rolls, roll mountings, or stand frames, e.g. using C-hooks; Replacing roll chocks on roll shafts
- B21B31/10—Interchanging rolls, roll mountings, or stand frames, e.g. using C-hooks; Replacing roll chocks on roll shafts by horizontally displacing, i.e. horizontal roll changing
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Description
45
Die Erfindung betrifft ein Walzgerüst mit über eine Walzenwechselvorrichtung durch die Fenster der Walzenständer
ein- und ausfahrbaren Arbeitswalzensätzen, deren Walzen beim Ein- und Ausfahren auf Abstand
voneinander gehalten sind, wobei die Walzenwechselvorrichtung mit den Einbaustücken der Unterwalze
kuppelbar und mittels dieser die Walzen des Walzensatzes gemeinsam verfahrbar sind.
Nach Patent 16 02 145 - welches durch die FR-PS 69 363 vorveröffentlichter Stand der Technik ist sind
bei einem solchen Walzgerüst die Einbaustücke der Unterwalze an ihrer Oberseite und die Einbaustükke
der Oberwalze an ihrer Unterseite in Richtung der Walzenachse abgestuft ausgebildet und diese Stufen
greifen beim Walzbetrieb passend ineinander, während vor dem Walzenwechsel durch Abheben der Walzen
voneinander und begrenztes Seitwärtsschieben derselben zueinander die tiefere Stufe der Oberwalzen-Einbaustücke
auf die höhere Stufe der Unterwalzen-Einbaustücke absetzbar ist.
Durch diese Maßnahmen wird erreicht, daß beim Ein- und Ausbauen des Walzensatzes eine Abstandshalterune
zwischen Ober- und Unterwalze gewährleistet ist. ohne daß die Einbaustücke für den Walzbeirieb
einer Walzspalteinstellung auf das Maß 0 hinderlich
sein können. Die in die Einbaustücke der Unterwalze an deren Oberseite und in die Einbaustücke der Oberwalze
an deren Unterseite eingearbeiteten Stufen sind jedoch einerseits noch aufwendig und damit teuer in
ihrer Herstellung, weil sie nur durch komplizierte Fräsvorgänge exakt herstellbar sind. Andererseits erlauben
die in die Einbaustücke eingearbeiteten Abstufungen auch nur einen beschränkten Höhenversatz zwischen
den zum Walzenwechseln mit Abstand voneinander fixierten Walzen, weil durch Einarbeiten verhältnismäßig
großer Stufenhöhen eine übermäßige Schwächung der Einbaustücke herbeigeführt wurde. Daher sind für die
in den Walzgerüsten zum Einsatz gelangenden Walzen unterschiedlicher Ballendurchmesser auch verschiedene
Sätze von Einbaustucken erforderlich, mit der Folge,
daß sich ein verhältnismäßig hoher Anlagenaufwand der Walzengerüste ergibt.
Die erfindungsgemäße Weiterbildung des Walzgerüstes nach Patent 16 02 145 läuft darauf hinaus, eine die
Abstandshalterung zwischen Ober- und Ünterwalze eines Walzensatzes beim Walzenwechsel sicherstellender
Ausbildung für die Einbaustücke zu finden, welche leicht und billig hergestellt werden kann, sowie dabei
auch einen Höhenversatz ermöglicht, mit dem eine größere Walzen-Durchmesserdifferen/ überbrückt werden
kann. Zugleich wird aber auch eine Lösung angestrebt.
die eine genaue Fixierung der Walzen eines Walzensatzes zueinander und eine sichere Mitnahme derselben
während des Wechselvorganges gewährleistet.
Das der Erfindung zugrunde liegende Hauptproblem wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Einbaustücke
einer Walze an ihrer dem Walzspalt zugewandten Fläche als höhere Stufe mindestens zwei Zapfen
tragen, denen in der dem Walzspalt zugewandten Fläche an den Einbaustücken der anderen Walze als tiefere
Stufe Bohrungen zugeordnet sind, in welche die Zapfen
beim Walzbetrieb berührungslos eintauchen, während zuir. Walzenwechsel die die Bohrungen aufweisenden
Einbaustücke mit einem in Richtung der Walzenachse neben den Bohrungen liegenden Flächenbereich
auf den freien Zapfenenden abslützbar sind bzw. eine Stützauflage für die freien Zapfenenden bilden.
Die Lösung des weiteren Erfindungsproblems ergibt sich in vorteilhafter Weise dadurch, daß die freien Enden
der Zapfen konische Zenlrieransätze aufweisen, deren in dem in Richtung der Walzenachse neben den
Bohrungen liegenden Flächenbereich passende Zentriermulden zugeordnet sind.
Durch die DT-OS 19 13 757 ist zwar bereits ein Walzgerüst bekannt, bei dem die Einbaustücke der Unterwalze
an ihrer dem Walzspalt zugewandten Fläche zwei konisch zugespitzte Zapfen tragen, während die
Einbaustücke der Oberwabe in ihrer dem Walzspalt zugewandten Fläche entsprechend konische Bohrungen
aufweisen.
Bei diesem Walzgerüst sind aber Zapfen und Bohrungen während des Walzbetriebes völlig außer Eingriff
gebracht und nur für den Walzenwechsel tauchen die Zapfen zentrierend und fixierend in die Bohrungen
Diese bekannte, dem Walzenwechsel dienliche Abstandshalterung zwischen Ober- und Unterwalze ist jedoch
nicht im Sinne des Patentes 16 02 145 einsatzfähig, weil iie nämlich während des Walzbetriebes einer
WalzspaUeinstellung auf das Maß 0 hinderlich ist.
Durch die US-PS 2140 929 ist ferner schon mit
einem Stütz tvalzenpaar und einem Arbeitswalzenpaar arbeitendes Walzgerüst bekannt, wobei die Einbaustükke
der Stützwalzen an ihren gegeneinander gerichteten Flächen einerseits mit Zapfen und andererseits mit
Bohrungen ausgestattet sind Auch hierbei sind jedoch Zapfen und Bohrungen während des Walzbetriebes
völlig außer Eingriff. Sie können auch nur nach vorherigem Ausfahren des Arbeitswalzensatzes durch entsprechendes
Anheben der unteren Stützwalze miteinander in Eingriff gebracht werden, derart, daß (*ie beiden
übereinanderliegenden Stützwalzen- Einbaustücke durch Einführen von Querbolzen miteinander kuppelbar
sind und sodann gemeinsam ausgefahren werden können. Zapfen uad Bohrungen dienen in diesem Falle
nicht der Distanzhaltung zwischen den Walzenballen eines Walzensatzes und können daher auch keine Anregung
zur Lösung eines Distanzhalteproblems geben.
Obwohl nach der DT-OS 19 13 757 ist konisch zugespitzten
Zapfen zusammen mit den konischen Bohrungen während des Walzenwechsels der gegenseitigen zo
Lagenfixierung und Zentrierung von Ober- und Unterwalze dienen, können sie keine Anregung geben, eine
solche Zentrieranordnung auch bei einem erfindungsgemäßen Walzgerüst zu benutzen, weil im bekannten
Falle Bohrungen und Zapfen nicht nur während des Walzbetriebes, sondern auch während des Walzenwechsels
in Achsfluchtlage zueinander ausgerichtet bleiben, während erfindungsgemäß für den Walzenwechsel
ein Achsversatz zwischen Bohrungen und Zapfen vorgenommen werden muß.
Die Zeichnung ?:eigt den Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel, und zwar in
F i g. 1 die schematisch vereinfachte Darstellung eines Walzgerüstes in seiner Betriebsstellung und in
Richtung der Walzachse gesehen,
Fig. 2 das Walzgerüst nach Fig. 1, jedoch mit für die Durchführung des Walzenwechsels vorbereitetem
Walzensatz und
F i g. 3 die schematische Seitenansicht des Walzgerüstes
mit für die Durchführung des Walzenwechsels vorbereitetem Walzensatz.
In den Fenstern I der beiden Walzenständer 2 ist die Oberwalze 3 über ihre Einbaustücke 5 und die Unterwalze
4 durch ihre Einbaustücke 6 in Höhenrichtung verstellbar gelagert.
Die Einbaustücke 5 der Oberwalze können an Ausbalancierungen aufgedrängt sein, während sich die Einbaustücke
6 der Unterwalze auf entsprechenden Ausfahrschienen der Walzenständer abstützen. Die Ausbalancierungen
können auch dazu benutzt werden, die Oberwalze mit ihren Einbaustücken 5 von der Unterwalze
abzuheben und wieder aufzusetzen, wenn der aus Oberwalze 3 und Unterwalze 4 bestehende Walzensatz
zum Zwecke des Walzenwechsels aus den Fenstern 1 der Walzenständer 2 seitwärts ausgefahren werden
soll. Damit die beiden Walzen 3 und 4 des Walzensatzes unter Aufrechtcrhaltung einer gegenseitigen stabilen
Stützlage auch dann mit Abstand voneinander gehalten werden, wenn sie mit Hilfe der Walzenwechselvorrichtung
13 aus dem Bereich der Walzenständer 2 gefahren worden s:nd, werden besondere Vorkehrungen
getroffen.
Hierzu besitzen die Einbaustücke 6 der Unterwalze an ihrer dem Walzspalt zugewandten Fläche je zwei
Zapfen 18. welche sich in der Nähe der beiden an den Gleitflächen der Fenster 1 anliegenden seitlichen Führungsflächen
der Einbaustücke befinden. Die Einbaustücke 5 der Oberwalze sind an ihrer dem Walzspalt
zugewandten Fläche dementsprechend mit zwei Bohrungen 19 versehen, in weiche die Zapfen 18 der Einbaustücke
6 während des Walzbetriebes, vorzugsweise berührungslos, eintauchen können, wie dies aus F i g. 1
der Zeichnung ersichtlich wird.
Zweck Vorbereitung eines Walzenwechsels wird die OberA-alze 3 mit ihren Einbaustücken 5, beispielsweise
über die Ausbalancierungen, soweit angehoben, bis die Zapfen 18 der Einbaustücke 6 aus den Bohrungen 19
der Einbaustücke 5 völlig herausgetreten sind. Daraufhin wird die Unterwalze 4 mit ihren Einbaustücken 6
durch die Walzenwechselvorrichtung 13 in Richtung der Walzenachse um ein vorbestimmtes Ausmaß χ in
den Fenstern 1 der Walzenständer 2 verfahren. Die Zapfen 18 gelangen so aus dem Bereich der Bohrungen
19 und werden unter einen neben diesen Bohrungen 19 liegenden Flächenbereich 20 der Oberwalzen-Einbaustücke
5 verlagert. Mittels der Ausbalancierungen kann dann die Oberwalze 3 mit ihren Einbaustücken 5 abgesenkt
und mit ihren Flächenbereichen 20 auf das freie Ende der Zapfen 29 abgesetzt werden. Die Walzenballen
von Oberwalze 3 und Unterwalze 4 sind dabei auf Abstand voneinander gehalten, d. h.. sie können sich bei
der Durchführung des Wechselvorganges nicht berühren.
Damit sichergestellt ist, daß die beiden Wal/cn 3 und
4 Jes Walzensatzes während des Walzenwechsels ihre berührungsfreie Stützlage zueinander stabil beibehalten,
sind einerseits die freien Enden der Zapfen 18 mit konischen Zentrieransätzen 21 versehen und andererseits
sind in die Flächenbereiche 20 der Einbaustücke 5 passende Zentriermulden 22 eingearbeitet.
In der aus F i g. 2 ersichtlichen Versetztlage χ der
Walzen 3 und 4 sowie der Einbaustücke 5 und 6, kommen die Zentrieransätze 21 der Zapfen 18 und die Zentriermulden
22 der Einbaustücke 5 miteinander in Eingriff und bilden somit eine Lagensicherung zwischen
den einzelnen Elementen des Walzensatzes gegen horizontale Krafteinwirkungen.
Die Bohrungen 19 und die Zentriermulden 22 in den Einbaustücken lassen sich in der bekannt einfachen Art
und Weise einbringen. Die Zapfen 18 brauchen nämlich nicht einstückig mit den Einbaustücken hergestellt zu
werden. Sie können vielmehr als Drehteile ausgebildet und dann auf einfache Weise in die Einbaustücke fest
eingesetzt werden. Ihre Länge richtet sich dabei jeweils nach dem gewünschten Höhenversatz zwischen den
Walzen 3 und 4 des Walzensatzes während des Walzenwechsels. Daher ist es auf einfache Weise möglich,
ein und denselben Satz von Walzeneinbaustücken 5 und 6 zur Lagerung und Führung von Walzen 3 und 4
zu benutzen, deren Ballen eine größere Durchmesser-Differenz aufweisen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:*Ii Walzgerüst mit über eine Walzenwechselvorrichtung durch die Fenster der Walzenständer ein- S und ausfahrbaren Arbeitswalzensätzen, deren Walzenbeim Ein- und Ausfahren auf Abstand voneinander gehalten sind, wobei die Walzenwechselvorrichtung mit den Einbaustücken der Unterwalze kuppelbar und mittels dieser die Walzen des Walzensatzes gemeinsam verfahrbar sind, wobei die Einbaustücke der Unterwalze an ihrer Oberseite und die Einbaustücke der Oberwalze an ihrer Unterseite in Richtung der Walzenachse abgestuft ausgebildet sind und diese Stufen beim Walzbetrieb passend ineinandergreifen, während vor dem WaI-zenw^chsel durch Abheben dei Walzen voneinander und begrenztes Seitwärtsschieben derselben zueinander die tiefere Stufe der Oberwalzen-Einbaustücke auf die höhere Stufe der Unterwalzen-Einbaustücke absetzbar ist, nach Patent 16 02 145, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbaustücke (6) einer Walze (4) an ihrer dem Walzspalt zugewandten Fläche als höhere Stufe mindestens zwei Zapfen (18) tragen, denen in der dem Walzspalt zugewandten Fläche an den Einbaustücken (5) der anderen Walze (3) als tiefere Stufe Bohrungen (19) zugeordnet sind, in welche die Zapfen (18) beim Walzbetrieb berührungslos eintauchen, während zum Walzenwechsel die die Bohrungen (19) aufweisenden Einbaustücke (5) mit einem in Richtung der Walzenachse neben den Bohrungen (19) liegenden Flächenbereich (20) auf den freien Zapfenenden abstützbar sind bzw. eine Stützauflage für die freien Zapfenenden bilden.
- 2. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Zapfen (18) konische Zentrieransätze (21) aufweisen, denen in dem in Richtung der Walzenachse neben den Bohrungen (19) liegenden Flächenbereich (20) passende Zentriermulden (22) zugeordnet sind.
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