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Die
Erfindung betrifft ein Heilklimagerät mit einem Gehäuse, das
einen Wasservorratsbehälter umfasst,
aus dem eine Einrichtung zum Anreichern der Luft mit Wasser gespeist
wird, um einen feuchten Luftstrom zu erzeugen, der insbesondere
mit Hilfe eines Gebläses
durch das Gehäuse
gefördert
wird, und mit einer Ionisierungseinrichtung zur Abgabe von Ionen.
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Aus
der deutschen Offenlegungsschrift
DE 100 54 562 A1 ist ein Heilklimagerät mit einem
Gehäuse
bekannt, in dem eine Ionisierungseinrichtung angeordnet ist. Die
Ionisierungseinrichtung ist in einem separaten Aufnahmeraum für elektronische Bauteile
in dem Gehäuse
angeordnet. Die Offenlegungsschrift enthält keine Hinweise darauf, wohin
die von der Ionisierungseinrichtung erzeugten Ionen abgegeben werden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Heilklimagerät der eingangs geschilderten
Art bereitzustellen, das ein besseres Klima schafft als herkömmliche
Geräte.
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Die
Aufgabe wird durch ein Heilklimagerät gelöst, das die Merkmale des Patentanspruchs
1 aufweist. Bevorzugte Ausführungsbeispiele
des Heilklimageräts
sind in den Unteransprüchen
offenbart.
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Das
Heilklimagerät
weist ein Gehäuse
auf, das einen Wasservorratsbehälter
umfasst. Der Wasservorratsbehälter
kann als separates Bauteil ausgebildet sein, er kann aber auch in
das Gehäuse
integriert sein. Der Wasservorratsbehälter dient zur Aufnahme von
Wasser, das wiederum zum Anreichern des Luftstroms mit Wasser ver wendet
wird. Es können
zum Beispiel Wassertropfen in einem Wasserverteilerrohr gebildet
werden, das über
eine Pumpe mit Wasser aus dem Wasservorratsbehälter versorgt wird und in dessen
Unterseite mehrere Wasserdurchtrittsöffnungen vorgesehen sind. Es
können
aber auch andere Verdunstungs- oder Vernebelungseinrichtungen verwendet
werden, um den Luftstrom mit Wasser anzureichern. Das Wasser wird
in dem durch das Gehäuse
geförderten
Luftstrom vernebelt. Das resultierende Aerosol/Luft-Gemisch wird
aus dem Gehäuse
in die Umgebung gefördert.
In der Ionisierungseinrichtung werden insbesondere negative Ionen
gebildet. Diese Ionen werden dem durch das Gehäuse geförderten Luftstrom zugeführt. Die
dem Luftstrom zugeführten
Ionen dienen einerseits zum Reinigen des Luftstroms. Andererseits
wird ein Teil der Ionen auch mit dem Luftstrom aus dem Gehäuse heraus
in die Umgebung gefördert
und entfaltet dort seine Reinigungswirkung.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ionisierungseinrichtung in
dem Gehäuse
angeordnet ist. Das liefert den Vorteil, dass die Ionisierungseinrichtung
vor unerwünschten
Zugriffen von außen
geschützt
ist.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Ionenabgabeeinrichtung in
dem Gehäuse
im Bereich des Luftstroms angeordnet ist. Dadurch wird gewährleistet,
dass die abgegebenen Ionen in den durch das Gehäuse geführten Luftstrom gelangen.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ionenabgabeeinrichtung in einem
Luftführungskanal
angeordnet ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die abgegebenen
Ionen nur dem durch das Gehäuse
geführten
Luftstrom zugeführt
werden.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein mit der Ionisierungseinrichtung
in Verbindung stehendes Ionenabgabeelement außen an dem Gehäuse angeordnet
ist. Das Freisetzen der Ionen außerhalb des Gehäuses liefert
den Vorteil einer verstärkten
Luftreinigungswirkung.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Ionenabgabeelement so außen an dem
Gehäuse
angebracht ist, dass der durch das Gehäuse geförderte Luftstrom außerhalb
des Gehäuses
mit insbesondere negativen Ionen beaufschlagt wird. Dadurch wird
einerseits eine zusätzliche
Reinigung des Luftstroms sichergestellt. Darüber hinaus werden die Ionen
durch den Luftstrom in der Umgebung verteilt.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Ionenabgabeelement im Bereich
mindestens einer Austrittsöffnung
für den
Luftstrom aus dem Gehäuse
angeordnet ist. Das Ionenabgabeelement ist vorzugsweise direkt am
Rand der Austrittsöffnung
angeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass ein erheblicher Teil
der erzeugten Ionen in den Luftstrom gelangt.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Ionenabgabeelement oberhalb
der Austrittsöffnung
für den
Luftstrom aus dem Gehäuse angeordnet
ist. Mit dieser Anordnung wurden bei im Rahmen der vorliegenden Erfindung
durchgeführten Untersuchungen
die besten Ergebnisse erzielt.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ionisierungseinrichtung oberhalb
des Wasservorratsbehälters
angeordnet ist. Dadurch wird sicher verhindert, dass die Ionisierungseinrichtung
mit aus dem Wasservorratsbehälter
austretendem Wasser in Kontakt kommen kann.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Ionisierungseinrichtung
und dem Wasservorratsbehälter
ein Zwischenboden angeordnet ist. Der Zwischenboden schließt den Wasservorratsbehälter nach
oben ab und schützt
die Ionisierungseinrichtung vor aus dem Wasservorratsbehälter herausschwappendem
Wasser.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Wasservorratsbehälter und dem
Zwischenboden eine Strahlungseinrichtung angeordnet ist. Die Strahlungseinrichtung
gibt vorzugsweise UV-C-Strahlung ab, die dazu dient, im Wasser eventuell
vorhandene Keime oder Bakterien abzutöten.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass in dem Zwischenboden eine Aussparung zur
Aufnahme der Strahlungseinrichtung vorgesehen ist. Statt einer Aussparung
kann auch eine entsprechende Mulde für die Strahlungseinrichtung
in dem Zwischenboden vorgesehen sein.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Wasservorratsbehäl ter abgewandten
Seite der Strahlungseinrichtung eine Abdeckung vorgesehen ist. Der
strahlungsabgebende Teil der Strahlungseinrichtung ist auf der dem
Wasservorratsbehälter
zugewandten Seite angeordnet. Die elektrischen Anschlüsse der
Strahlungseinrichtung sind auf der entgegengesetzten Seite der Abdeckung angeordnet,
um zu verhindern, dass die elektrischen Anschlüsse mit Wasser in Kontakt kommen.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung einstückig mit
dem Zwischenboden ausgebildet ist. Das hat sich unter fertigungstechnischen
Gesichtspunkten als besonders vorteilhaft erwiesen.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Heilklimageräts
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenboden als Spritzgussteil
aus Kunststoff gebildet ist. Dadurch wird eine besonders kostengünstige Herstellung
des Heilklimageräts
gewährleistet.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung
ein Ausführungsbeispiel
im Einzelnen beschrieben ist. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines Heilklimageräts im geöffneten Zustand von vorne;
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2 das
Heilklimagerät
aus 1 im geschlossenen Zustand;
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3 einen
Teilschnitt durch ein Heilklimagerät gemäß einer weiteren Ausführungsform
und
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4 eine
Vorderansicht eines Heilklimageräts
gemäß einer
weiteren Ausführungsform.
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In 1 ist
ein Gehäuse
insgesamt mit 1 bezeichnet. Das Gehäuse 1 kann beispielsweise
aus Metall oder aus Kunststoff gebildet sein. In 1 ist die
vordere Wand des Gehäuses 1 nicht
dargestellt, um das Innere des Gehäuses 1 sichtbar zu
machen. Im unteren Bereich des Gehäuses 1 ist ein Wasservorratsbehälter 2 angeordnet.
Der Wasservorratsbehälter 2 ist
nach oben hin durch einen Zwischenboden 4 begrenzt.
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In
dem Zwischenboden 4 ist eine Aussparung 6 vorgesehen,
durch die der Sockel eines UV-C-Strahlers 8 ragt. Der Sockel
des Strahlers 8 ist an einer Abdeckung 10 befestigt,
die einstückig
mit dem Zwischenboden 4 ausgebildet ist. Die Anschlüsse 12 des
Strahlers 8 ragen durch die Abdeckung 10 hindurch.
Durch die Abdeckung 10 ist sichergestellt, dass kein Wasser
aus dem Vorratsbehälter 2 zu
den Anschlüssen 12 des
Strahlers 8 gelangen kann.
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Oberhalb
des Zwischenbodens 4 ist ein Ventilatorgehäuse 14 vorgesehen.
In dem Ventilatorgehäuse 14 ist
ein (nicht dargestellter) Ventilator angeordnet, der Luft aus der
Umgebung durch die Rückwand
des Gehäuses
zu einer Austrittsöffnung 16 des Ventilatorgehäuses 14 fördert.
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Oberhalb
des Ventilatorgehäuses 14 ist
eine Vorrichtung 17 zur Bildung von Wassertropfen angeordnet.
Die Vorrichtung 17 steht über eine (nicht dargestellte)
Leitung mit einer (ebenfalls nicht dargestellten) Pumpe in Verbindung,
die dazu dient, Wasser aus dem Vorratsbehälter 2 zu der Vorrichtung 17 zu
fördern.
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Oberhalb
der Vorrichtung 17 zur Bildung von Wassertropfen ist eine
Ionisierungseinrichtung 18 angeordnet. Die Ionisierungseinrichtung 18 dient
dazu, negative Ionen zu erzeugen.
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In 2 ist
das Gehäuse 1 durch
eine vordere Gehäusewand 20 geschlossen.
In der vorderen Gehäusewand 20 ist
eine Austrittsöffnung 22 ausgespart.
Der mit Hilfe des Ventilators durch das Gehäuse 1 geförderte Luftstrom
wird mit Hilfe der Vorrichtung 17 mit Wassertropfen angereichert
und tritt durch die Austrittsöffnung 22 aus
dem Gehäuse 1 aus.
Die Vorrichtung 17 dient dazu, den Luftstrom zu befeuchten.
Die Befeuchtung des Luftstroms kann aber auch auf andere Art und
Weise, zum Beispiel durch ein mit Wasser getränktes Vlies, erfolgen, das von
dem Luftstrom durchströmt
wird.
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Oberhalb
der Austrittsöffnung 22 sind
in der vorderen Gehäusewand 20 drei
Ionenabgabeelemente 24, 25 und 26 gleichmäßig beabstandet
auf einer Linie angeordnet. Die Ionenabgabeelemente 24 bis 26 haben
nadelartige Körper,
deren Spitzen zur Umgebung gerichtet sind. Aus diesen Spitzen treten die
in der Ionisierungseinrichtung 18 erzeugten Ionen aus.
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Die
von den Ionenabgabeelementen 24 bis 26 abgegebenen
negativen Ionen gelangen in den aus der Austrittsöffnung 22 austretenden
Luftstrom. Die Ionenabgabeelemente können auch in dem Gehäuse angeordnet
sein. Entscheidend ist, dass die Ionen dem Luftstrom beziehungsweise
Luft-Nebelstrom zugeführt
werden.
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Der
UV-C-Strahler 8 ist so oberhalb des Wasservorratsbehälters 2 angeordnet,
dass die gesamte Wasseroberfläche
bestrahlt werden kann, um in dem Wasser eventuell enthaltene Keime
oder Bakterien abzutöten.
Statt einem Strahler 8 können auch mehrere Strahler
oberhalb der Wasseroberfläche
angeordnet sein.
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In 3 ist
ein Heilklimagerät
teilweise im Schnitt dargestellt. Das Heilklimagerät umfasst
ein Gehäuse 31,
in welchem ein Luftführungskanal 32 angeordnet
ist. Der Luftführungskanal 32 wird
durch eine (nicht dargestellte) Einrichtung mit feuchter Luft gespeist,
die mit Hilfe eines Gebläses 34 durch
den Luftführungskanal 32 aus
dem Gehäuse 31 heraus gefördert wird,
wie durch Pfeile 35 und 36 angedeutet ist. Eine
Ionenabgabeeinrichtung 38, die mit einer (nicht dargestellten)
Ionisierungseinrichtung in Verbindung steht, ist in dem Luftführungskanal 32 angeordnet.
Die Ionenabgabeeinrichtung 38 dient dazu, Ionen an den
durch den Luftführungskanal 32 geführten Luftstrom
abzugeben.
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In 4 ist
eine Vorderansicht eines Heilklimageräts dargestellt, wobei es sich
um das in 3 dargestellte Heilklimagerät handeln
kann. Da es sich aber auch um ein anderes Heilklimagerät handeln kann,
werden zur Bezeichnung gleicher Teile nicht die gleichen Bezugszeichen
verwendet. Das in 4 dargestellte Heilklimagerät umfasst
ein Gehäuse 41, das
eine Luftaustrittsöffnung 42 aufweist,
die wiederum durch ein luftdurchlässiges Gitter 43 teilweise
abgedeckt ist. Im Bereich der Luftaustrittsöffnung 42 ist eine
Ionenabgabeeinrichtung 48 angeordnet. Die Ionenabgabeeinrichtung 48 ist
mit einer Ionisierungseinrichtung im Inneren des Gehäuses 41 verbunden. Die
Ionenabgabeeinrichtung 48 dient dazu, dem aus der Luftaustrittsöffnung 42 austretenden
Luftstrom Ionen zuzuführen.
Im Inneren des Gehäuses 41 kann eine
weitere (nicht dargestellte) Ionenabgabeeinrichtung angeordnet sein,
wie es zum Beispiel bei dem in 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel
gezeigt ist.