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Schnellmontagesystem für ein Gerüst Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Schnellmontagesystem für ein an einer Wandung aufzustellendes, aus ineinandersteckbarem
Gerüstrahmen und -Verbindungsbrettern gebildetes Gerüst.
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Allgemein werden Gerüste bei Neubauten mittels Turmdrehkranen montiert.
Dieses Verfahren kann jedoch dann keine Anwendung finden, wenn ein Gerüst an einem
bereits fertigen Bauwerk zu Reparatur- und Ausbesserungsarbeiten aufgestellt werden
soll.
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Man ist daher in diesen Fällen noch immer darauf angewiesen, die einzelnen
Gerüstbauteile entweder von Hand oder mittels
einer kleinen Winde
und einer am Gerüst befestigten Umlenkrolle zu transportieren. In der deutschen
Patentschrift 831 303 ist ein derartiges Gerät zum Errichten von Stahlrohrbaugerdsten
beschrieben, bei dem ein auf je zwei benachbarte aufgerichtete Serüsteinheiten aufsetzbares
Hebezeug zum Hochwinden der aufge stockten Gerüsteinheiten.verWendet wird. Diese
Anordnung, bei der ein Bockkran jeweils an den unteren Enden-der Bockstreben mittels
dort angeordneten Anschlußelementen an den Gerüste inheiten befestigt wird, ist
jedoch insofern als nachteilig anzusehen, als bei der Aufrichtung des Gerüstes nach
Vollendung jeweils eines Stockwerkes der Bockkran zerlegt und auf die nachste Etage
gebracht werden muß. Ein weiterer Nachteil dieser Anordnung ist darin zu sehen,
daß die an einem losen Seil hAngenden und heraufzuziehenden-GerGstteile ins Pendeln
geraten können, sich in den bereits fertigen Teilen des Gerüstes verhangen und zu
einer großen Gefährdung des darunter stehenden Bedienungspersonals führen können.
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Eine andere, aus Sicherheitsgründen auch bedenkliche Vorrichtung ist
in der deutschen Patentschrift 802 998 beschrieben, bei der sich eine Aufzugsbühne
zwischen dem tragenden Gerüst für dieselbe und der Gebäudewand befindet, wobei sich
das tragende Gerüst in Abhangigkeit von der Größe der auf der Aufzugsbühne angebrachten
Last und der Schr$gstellung des Gerüstes an die feste Wand punktförmig anlehnt.
Neben der fraglichen Sicher-, heit einer solchen Vorrichtung, die zudem das Bedienungspersonal
tragen 80114 ßt sich diese in Verbindung mit größeren Geresten nicht verwenden,
da die Gerüste in diesem Falle nicht in einem Stück lange der Wand aufgestellt worden
können.
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Neben den genannten Anordnungen sind noch weitere Bauaufzüge bekannt,
die jadoch wegen ihrer komplizierten Ausfthrungsform
und ihrer Anordnung
direkt an der Gebäudewand für die spezielle Aufgabe eines raschen Gerüstaufstellens
nicht geeignet sind.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Schnellmontagesystem für ein an einer Wandung aufzustellendes aus ineinanderstreckbarem
Gerüstrahmen und Verbindungsbrettern gebildetes Gerüst vorzuschlagen, dem die bisherigen
Ma;agel nicht mehr anhaften und das es ermöglichen soll, den Gerüstbauern ein Gesamtsytem
zu geben, das es gestattet, ihnen einen Akkord vorzugeben. Damit die Einsparungen
an Personalkosten aber nicht durch zu hohe Anschaffungskosten wieder aurgehoben
werden, muß das Schnellmontagesystem billig in seiner Herstellung und durch eine
entsprechende Abstimmung seiner ezelnen Teile einfach und rasch zu bedienen sein.
Diese Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß an der von der Wandung abgekehrten Seite
des Gerüstes' über eine oder mehrere ineinandergestackte Gerüstrahmen ein Montageaufzug
gehaltert ist, bei dem eine an einem Aufzugsmast geführte Bühne, welche den Transport
der bei fortschreitender Montage benötigten oder freiwerdenden Bauelemente übernimmt,
von zumindest einem Zugseil in vertikaler Richtung verschiebbar ist, daß der Aufzugsmast
aus ineinandersteckbaren Teilen verlängerbar ist, welche aus zwei mittels Querverstrebungen
leiterartig verbundenen Längsholen bestehen und senkrecht-zu dem Gerüstrahmen angeordnet
sind, und daX das Zugseil jeweils an dem Kopf des zusammengesetzten Aufzugs mastes
eine Umlenkung erfährt, so daß die Teile des Aufzugsmastes allein durch den Druck
des Seiles zusammengehalten sind.
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Die L&ngsholme des Aufzugsmastes sind hierbei bevorzugt Rohre
mit kreisförmigen Querschnitt, die, für die Ausbildung einer Steckverbindung innen
an einer Seite mit teilweise vorstehenden,
sternförmig ausgebildeten
und an den Enden leicht konisch verlaufenden Steckverbindern versehen sind.
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Vorteilhafterweise ist die Bühne an den beiden Längsholmen des Aufzugsmastes
mittels jeweils zwei Paaren von Rollen derart geführt, daß die Längsholme zwischen
den beiden Rollen jedes Rollenpaares verlaufen und daß durch eine entsprechende
konkave Ausbildung der Rollenoberflächen ein Herausgleiten der Bühne aus den Längsholmen
vermieden wird. Die Halterung der Rollenpaare erfolgt zweckmäßigerweise in einem
verstärkten Rahmen, der auf der dem Gerüst zugekehrten Seite offen ist, wobei die
dem Gerüst zugekehrten Rollen von jedem Rollenpaar mit ihren Achsen über Schnellverschlüsse
lösbar sind. Die Achsen der dem Gerüst zugekehrten Rollen sind hierzu bevorzugt
in Durchführungsbohrungen des vertikalen Rahmens eingepaßt, wobei sie an den durch
den Rahmen ragenden Enden eine Nut oder eine Bohrung enthalten, in welche eine starke
Feder nach Art eines Sprengringes oder ein Schwerspanstift lösbar eingreift, Gemäß
einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Aufzugsmast an dem oder den
Gerüstrahmen mittels wenigstens einer Verankerung gehaltert, welche an den tängsholmen
der Gerüst rahmen justierbar befestigt sind und jeweils an einer der Querverstrebungen
zwischen den Utngsholmen des Aufzugsmastes eingreifen und dabei denselben halten.
Die Verankerung besteht vorteilhafterweise aus einer steifen Schiene, welche an
den Langsholmen des jeweiligen Gerüstrahmens justierbar befestigt und an den dem
Aufzugsmast zugekehrten Seiten gabelartig ausgebildet ist, wobei die beiden durch
di-e gabelartige Ausbildaung entstandenen Enden Ausnehmungen und-/oder Zapfen tragen,
die in Zapfen und/oder Ausnehmungen an den Querverst-rebungen
eingreifen.
Vorteilhafterweise ist die Querverstrebung aus einem Winkeleisen gebildet, an welchem
das gabelartig ausgebildete Ende der Verankerung von unten anliegt.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind an dem Winkeleisen
zwei nach unten oder oben ragende Zapfen angebracht, welche durch die Ausnehmungen
der von unten anliegenden gabelartig ausgebildeten Enden der Schiene lose hindurchreichen.
Die Befestigung der Schiene an den Längeholmen des jeweiligen Gerüstrahmens erfolgt
zweckmäßigerweise durch ,Halbkupplungen.
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Vorteilhafterweise ist der Abstand zwischen den Zapfen und/oder den
Ausnehmungen für den Eingriff mit der Querverstrebung des Aufzugsmastes von der
einen, dem Aufzugsmast zugekehrten Halbkupplung fest gewählt, während der Abstand
zu der zweiten Halbkupplung durch Verschieben derselben in einem Langloch der Schiene
variiert werden kann.
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Es, hat sich als besonders zweckmäßig erwiesen, die Längshol@@@ der
untersten Gerüstrahmen undSoder die untersten Längsholme des Aufzugsmastes in höhenverstellbaren
Spindelfüßen zu haltern. Dabei ist es besonders günstig, wenn die Spindelfüße für
die Längsholme des Aufzugsmastes auf einer gemeinsamen Fußplatte angeordnet sind,
welche auch eine Halterung für eine Umkehrrolle für das zumindest eine Zugseil tragt,
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich die Bühne sowohl
längs der Vorderseite des Aufzugsmästes wie auch zu beiden Seiten desselben bis
unmittelbar an das Carüst heran. Die Bühne wird hierbei bevorzugt von einer Bolzen
platte gebildet, welche an ihrer Außenseite an bevorzugten Stellen Aufnahmeteile
enthlt, in welche je nach der Art der zu transportierenden Teile- Rohrgestelle und/odhr
Bewehrungen und/oder eine Absturzsicherung eingesteckt und in dieser Stellung gesichert
werden können Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, die Absturzsicherung
aus mindestens einer an der dem Gerüst zugekehrten Seite der Bühne an dieser befestigt
ten, nach außen öffnenden Türe auszubilden, so daß die zumindest eine Türe im geöffneten
Zustand bei einem Defekt des Zugseiles oder dessen Betatigungsvorrichtung die Bühne
auf den Verbindungsbrettern abstützt.
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Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsforn bestehen die in
die Aufnahmeteile eingesetzten Rohrgestelle aus vertikalten Rohren, welche an ihren
oberen Enden und/oder nahe der unteren Enden horizontale feste und/oder lösbare
Verstrebungen zur Aufnahme der zu transportierenden Gerüstrahmen, Ver-' bindungsh
retter und Teile des Aufzugsmastes enthalten. Als besonders zweckmäßig erweist es
sich, dabei die oberen Verstrebungen
an den nicht.andem Gerüst
anliegenden Seiten verlängerbar oder ausziehbar zu gestalten und/oder diese derart
auszubilden, daß zum Laden Vcrriegelungen an den Verstrebungen geöffnet werden können.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Bühne besteht die
Umwehrung aus zumindest an den Ecken derselbe eingesteckten Rohren gleicher Länge,
die an ihrem oberen Ende durch teilweise aufklappbare Querverstrebungen in Zusammenwirkung
mit der Oberseite der Türen ein Geländer bilden.
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Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Schnellmontagesystemes läßt
sich in kürzester Zeit ein Gerüst erstellen, bei dem in organischer Weise eine Verlängerung
des Aufzugsmastes mi dem Aufsetzen weiterer Gerüstrahmen und Verbindungsbretter
erfolgen kann. Eine zusätzliche Schraubverbindung zwischen den einzelnen Teilen
des Mastankers ist ebenfalls vermeidbar. Die gesamte Anordnung bietet auch ein Maximum
an Betriebssicherheit,-da es praktisch unmöglich ist, daß die Bühne aus den tängsholmen
des Aufzugsmastes herausgleiten kann,-ohne d2ß hierdurch besondere Schwierigkeiten
bei dem Aufstellen ics ttotageaufzuges auftreten.
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Die besondere Art der Befestigung des Aufzugsmastes stellt ferner
sicher, daß bei einem Absinken des Bodens der Mast nicht ausknicken kann >u,nd
daß die tbertragung von Kräften u das Gerüst weitgehend vermieden wird.
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Die Möglichkeit, die Bühne mit wenigen Handgriffen dem )zwei ligen
Transportzweck optimal anzupassen, stellt cin weiteres Hilfsmittel für einen reibungslosen
Auf- und Abbau des Gcrüstes sowie für eine rasche Durchführung der mit dem Gerüst
zu tätigenden Arbeiten dar.
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Die beiliegende Zeichnung dient der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Darin zeigen: Fig. 1 eine Aufsicht auf eine Hauswand, vor der mit dem erfindungsgemäßen
Schnellmontagesystem ein Gerüst errichtet wird; Fig. 2 eine, Seitenänsicht der in
Fig. 1 dargestellten Anordnung; Fig. 3 eine perspektivische Detailansicht, aus der
die Verbindung von Aufzugsmast und Gerüstrahmen ersichtlich ist; Fig. 4 eine teilgeschnittene
Ansicht des Aufzugsmastes; Fig. 5 einen Schnitt durch die in Fig. 2 dargestellte
Anordnung längs der Linie V-V, aus der die Führung der Bühne ersichtlich ist,
Fig
6 eine vergrößerte, teilgeschnittene Ansicht der in Fig. 2 an der Stelle VII gezeigten
Verankerung zwischen dem Aufzugsmast und dem Gerüstrahmen; Fig, 7 eine perspektivische
Ansicht der Bühne, wobei auf dieser anstelle des in Fig. 1 und 2 gezeigten Rohrgestelles
eine niedrigere Bewehrung eingesetzt ist.
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Fig. 1 und 2 geben eine oberlicht über das erfindungsgemäße Schnellmontagesystem.
An einer Wandung 1 wird ein Gerüst aus Gerüstrahmen 2 und geeignet ausgebildeten
Verbindungsbrettern 3 aufgestellt. Dies geschieht mit Hilfe eines speziell dafür
eingerichteten Montageaufzugs, der aus einem Aufzugsmast 4 besteht, an welchem eine
Bühne 5'mittels eines Zugseiles 6 vertikal verschiebbar ist. Das Zugseil 6 verläuft
hierbei über dem Xopf 7 des Aufzugsmastes und wird dort durch eine Rolle 8 derart
umgelenkt, daß die gesamte Last der Bühne 5 und von darauf zu beförderndes Material
in vertikaler Richtung auf den Aufzugsmast 4 wirkt. Am Fuße des Aufzugsmastes wird
das Zugseil 6 von einer weiteren Rolle 9, welche an einer Halterung 10 befestigt
ist, umgelenkt und einer entsprechenden Motorwinde 11 zugeführt.
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Durch Betätigung der.Motorwinde 11, welche gegen seitliche Verschiebung
durch eine entsprechende Verankerung gesichert ist, wird das Zugseil 6 auf einer
Seilttommel 12 auf- oder abgewikkelt. Hierdurch wird eine entsprechende Verschiebung
der Bühne 5 längs des Aufzugsmastes 4 bewirkt.
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Der Aufzugsmast 4 ist aus einer Reihe von ineinandersteckbaren Teilen
13,13' verlängerbar zusammengesteckt. An dem obersten dieser Teile ist jeweils das
Kopfstück 7 aufgesteckt, welches die Rolle 8 zu der Umlenkung des Seiles 6 trägt.
Die Teile 13, 13' bestehen aus zwei Langsholmen von denen aus der Sicht von
Fig.
1 der linke mit dem Bezugszeichen 14 und der rechte mit dem Bezugszeichen 15 gekennzeichnet
ist. Die beiden L0ngsholme 14 und 15 sind durch Querverstrebungen 16 miteinander
leiterartig verbunden. Die Längsholme 14 und 15 bestehen, wie aus Fig. 3 mit 5 ersichtlich
ist, aus Rohren mit kreisförmigem Querschnitt, die an ihren Enden zu Steckverbindungen
ausgebil det sind. Hierzu tragen die Längsholme in ihrem Inneren auf einer Seite
Steckverbinder 17, die, wie insbesondere aus Fig.5 ersichtlich ist, sternförmig
ausgebildet und mit den Längs holmen festverbunden sind, was beispielsweise durch
Verschweißen geschehen kann. An ihren Enden sind die Steckverbinder 17 leicht konisch
ausgebildet, so daß ein Zusammenstecken der Teile 13,13' leicht erfolgen kann. Die
genannten Steckverbinder 17 halten die einzelnen Teile des Aufzugsmastes zusammen.
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Die Führung der Bühne 5 an dem Aufzugsnast 4 erfolgt über die Längsholme
13,14. Die Bühne 5 enthalt hierzu einen versteiften Rahmen 18, der U-förmig-mii
seiner offenen Seite dem Gerüst zugekehrt-ausgebildet ist. Dies ist insbesondere
aus Fig. 8 ersichtlich. An der Innenseite des Rahmens 18 sind zu beiden Seiten jeweils
zwei übereinander angeordnete Paare von Rollen 19,19' und 20,20' auf der gemäß Fig.
1 linken Seite sowie 21, 21' und 22,22' auf der entsprechend Fig. 1 rechten Seite
angeordnet. Die Rollen sind bevorzugterweise aus Kunststoff gefertigt, damit sie
auf den Längsholmen 14,15, welche wie die Gerüstrahmen im allgemeinen aus feuerverzinktem
Eisen oder Stahl bestehen, mit geringer Reibung abrollen können. Wie aus Fig. 5
ersichtlich, sind die Lauffl&chen der Rollen derart konkav ausgebildet, daß
ein Herausgleiten derselben und damit auch ein Herausgleiten der Bühne aus den Ltngsholmen
sicher vermieden wird. Die Rollen 19,20,21 und 22, welche von den jeV weiligen Paaren
auf der dem Gerüst abgekehrten Seite der L&ngsholme
14,15
an diesen anliegen, sind fest mit dem Rahmen 18 verbunden. In Fig. 5 ist dies beispielshalber
für die Rolle 19 dargestellt, welche auf einer Achse 23 gehalten ist. Die auf der
anderen Seite an den Längsholmen anliegenden Rollen 19', 20',21' und 22' sind mit
ihren Achsen über Schnellverschlüsse von dem Rahmen 18 lösbar, damit die Bühne 5
ohne große Bemühungen in den Aufzugsmast 4 eingesetzt werden kann Die zu den Rollen
19',20',21' und 22' gehörenden Achsen - in Fig. 5 ist die zu der Rolle 19' gehördende
mit dem Bezugszeichen 24 versehen - sind in entsprechende Durchführungsbohrungen
des Rahmens 18 eingepaßt. Die Achsen sind an ihrem durch den Rahmen 18 hindurchragenden
Ende, wie dies für die Achse 24 in Fig. 5 gezeigt ist, mit einer Bohrung 25 versehen,
in welche ein Schwerspanstift eingreift. Es ist auch möglich, das Ende der Achsen
mit einer Nut zu versehen, in welche nach Art eines Sprengringes eine starke Feder
eingreift. Durch die genannte Anordnung lassen sich die Rollen 19',20',21' und 22'
einfach entfernen und wieder einsetzen.
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Die Verbindung zwischen dem Gerüstrahmen 2 und dem Aufzugsmast 4 erfolgt
silber Verankerungen 27, welche an den Längsholmen 28,29 von ineinandergesteckten
Gerüstrahmen justierbar befestigt sind und an den Querverstrebungen 16 zwischen
den Längsholmen 14 und 15 des Aufzugsmastes 4 eingreifen, um diesen zu halten. Die
Verankerung 27 besteht aus einer steifen Schiene 30, welche an ihrem vorderen Ende
gabelartig ausgebildet ist, so daß zwei Enden 31 und 32 entstehen. An den Enden
31 und 32 ist die Verankerung 27 mit durchgehenden Bohrungen versehen, von denen
die in Fig. 6 dargestellte mit dem Bezugszeichen 33 gekennzeichnet ist. Die-beiden
Enden 31 und 32 der Verankerung 27 liegen von unten an den Querverstrebungen 16
an, die in Form eines Winkeleisens ausgebildet sind, bei welchem sich der von den
Seitenflächen gebildete Winkel zu der von dem Gerüst
abgewandten
Seite hin öffnet An der inneren vertikalen Flache dieser Winkeleisen sind Zapfen
34 und 35 befestigt, die mit ihrem freien unteren Ende durch die Oeffnungen 33 der.
Enden 31 und 32 der Verankerung 27 hindurchreichen. Die Befestigung der Schiene
30 an den Längsholmen 28 und 29 erfolgt durch Halbkupplungen 36 und 37> welche
die Längsholme umgreifen und mittels Schrauben 38 und 39 festgezogen werden können,
Die Schrauben 38 und 39 greifen hierbei durch die Schiene 30 und werden an deren
Rückseite durch Muttern befestigt. Der Abstand der Halbkupplung 37, die auf dem
dem Aufzugsmast 4 zugekehrten Längsholm des Gerüstrahmens 2 befestigt wird, weist
von den Bohrungen 33 einen konstanten Abstand auf. Hierdurch wird sichergestellt,
daß der Aufzugsmast immer in einem definierten Abstand von dem Gerüst gehalten ist.
Die zweite Halbkupplung 36, die an dem Längsholm 28 befestigt wird, welcher sich
in der Nähe der Hauswand 1 befindet, läßt sich, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in ihrer
Entfernung zu den Bohrungen 33 verschieben. Zu diesem Zweck ist an dem hinteren
Ende der Schiene 30 eine Langloch 41 angebracht, in welchem die Schraube 38 und
die für die Konterung verwendete Mutter 40 gleiten können.
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Durch diese Anordnung wird erreicht, daß die Verankerung 27 auch
für unterschiedlich breite Gerüstrahmen 2 verwendet werden kann, und daß eine mögliche
Neigung vom Gerüst zu dem Aufzugsmast kompensiert werden kann. Bei einem Absacken
des Erdreichs unter dem Aufzugsmast kann zugleich vermieden werden, daß der Aufzugsmast
aus der Verhalterung ausknickt. Die beschriebene Verankerung, welche zudem eine
äußerst einfache Montage ermöglicht, vermeidet zusätzlich, daß von dem Aufzugsmast
große Kräfte auf das Gerüst übertragen werden, welche che dessen-StabiIitätbeeinträchtin
könnten.
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Es ist daher auch möglich, in dem ganzen Gerüst weitgehend auf zusätzliche
Verstrebungen zu verzichten, welche zusätzliche Gerüstteile und einen vermehrten
Arbeitsaufwand notwendig machen würden.
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Die Längsholme der untersten Gerüstrahmen'2können, wie aud Fig. 1
und 2 ersichtlich, zwecks Ausglseiich von Bcdenunebrnr.-heiten in Spindelfüßen 87..gehaltert
sein, Zweckmäßigerweise wird zwischen die Spindelfüße 87 und dem Boden, auf dem
das Gerüst aufgestellt werden soll, insbesondere wenn dieser nicht fest ist, eine
Platte oder ein Brett 88 untergelegt. Auch die untersten Längsholme 14 und 15 des
Aufzugsmastes sind vorzugsweise mit derartigen Spindelfüßen versehen. Bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel sind die Spindel füße für den Aufzugsmast und die Halterung
10 für die Rolle 9 auf einer gemeinsamen Fußplatte 48 angeordnet.
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Die Bühne 5 für den Montageaufzug, welche in der oben beschriegenen
Weise über den Rahmen 18 und die an diesem angebrachten Rollen an dem Aufzugsmast
4 geführt wird, ist mit dem Seil 6 über ein Befestigungsstück 49 verbunden, das
an dem Rahmen 18 angebracht ist, Mit dem Rahmen 18 ist auch die Grundplatte 50 verbunden,
welche gewöhnlicherweise mit Versteifungen versehen ist und wie aus Fig.-7 ersichtlich,
Löcher zum Ablauf von Regenwasser und sonstigen Flüssigkeiten aufweist. Die Grundplatte
50 erstreckt sich, wie insbesondere aus den Fig. 1,2 und 7 ersichtlich ist, längs
der Vorderseite des Aufzugsmastes 4.
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sowie zu dessen beiden Seiten, bis unmittelbar an das Gerüst heran,
Die G,'rundplatte.50 der Bühne 5 ist außen mit einer versteifenden Umrandung 51
ungeben, die an bevorzugten Stellen Aufnahmeteile 52 enthalt, in welche sich verschiedene
Ständer einstecken und mittels Schrauben 53 sichern lassen, Die Bühne 5 läßt sich
auf diese Weise unterschiedlichen Transportaufgaben vorteilhaft anpassen. Solange
das Gerüst selbst noch nicht völlig aufgebaut ist, wird man in die Aufnahmeteile
52 ein Rohrgestell einsetzen, wie es beispielsweise in
Fig. 1 und
2 dargestellt ist. Die Rohrgestelle 54 bestehen aus vertikalen Rohren, welche in
die Aufnahrneteile 52 eingesetzt sind. z ihren oberen Enden tragen sie horizontale
feste Verstrebungen 55, die jedoch verlängerbar oder ausziehbar 56 gestaltet sein
können so daß sich die obere Auslage der Roi.-rgestelle 54 auch an eine Breite von
Gerüstbauteilen anpassen läßt, welche die Breite der Grundplatte 50 überschreitet.
Um ein Verrutschen der einzelnen Gerüstbauteile zu vermeiden sind nahe den unteren
Enden der vertikalen Rohre weitere horizontale Verstrebungen 57 angebracht. Eisen
Teil der Verstrebungen 55 kann derart ausgebildet sein, daß er durch Uffnen von
Verriegelungen ein Aufklappen zum einfacheren Laden ermöglicht.
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Sobald das Gerüst fertig aufgestellt ist und, die gewünschten Arbeiten
mit Hilfe des Gerüstes dnrchgeführt werden sollen, erweist es sich als zweckmäßig,
die Bühne 5 mit einer Umwehrung 58 zu versehen, wie sie in Fig. 7 dargestellt ist.
Zumindest an den Ecken der Grundplatte 50 sind hier in die Aufnahmeteile 52 vertikale
Rohre von annähernd gleicher Länge eingesetzt, die an ihren oberen Enden durch Querverstrebungen
58 nach Art eines Geländers verbunden Sifldb Ein Teil dieser Querverstrebungen kann,
wie z,B. an der Verstrebung 59 dargestellt, derart ausgebildet sein, daß sie nach
Lösen einer entsprechenden' Verriegelung zum Zwecke des Beladene geöffnet werden
können, Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausfßhrungsforin sind an der RUckseite der Buhne
5 zwei Türen 60 und 61 angebracht, wobei die Türe 60 im geschlossenen, die Türe
61 im geöffneten Zustand dargestellt st, Wenn auf irgendeiner Etage des Gerüstes
der Bühne Material entnommen werden soll ist es notwendig, eine
der
Türen 60 oder 61 zu öffnen. Da sich die Türen nach außen, d.h. auf das Gerüst hin
öffnen, dienen sie im geöffneten Zustand zugleich als Absturzsicherung, da bdi einem
Seilriß oder einem sonstigen Defekt des Zugseiles oder dessen Betätigungsvorrichtung
die Bühne 5 auf den Verbindungsbrettern 3 des Gerüstes abgestützt wird. Die Türen
60 und 61 sind gegen unbeabsichtigtes Öffnen durch einfache Verschlußvorrichtungen
62 geschiltzts Die .Bef&stigung der Türen 60 und 61 erfolgt ebenfalls über die
Aufnahmeteile 52. Hierzu werden die vertikalen Ständer 63 und 64, die auch für das
Rohrgestell 54 Verwendung finden, eingesetzt. Die Ständer 63 und 64 dienen hierbei
als Drehachsen für die Türen 60 und 61, welche mittels rohrartiger Bänder 66 diese
umschließen. Um ein Aushängen der Türen zu vermeiden, wenn sich die Bühne auf denselben
aufstützt, ist an dem Rahmen 18, wie aus Fig. 2 ersichtlich, ein rohrartiges Durchgangsstück
65 angeschweißt, welches die Ständer 63 und 64 führt und gegen das sich die Türen
abstützen können.