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DE20219191U1 - Bandmass - Google Patents

Bandmass

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DE20219191U1
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tape measure
rotor
housing
spool
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DE20219191U
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    • GPHYSICS
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    • G01B3/10Measuring tapes
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Tape Measures (AREA)

Description

BANDMASS
[Technisches Gebiet]
Die Erfindung betrifft ein Bandmaß, insbesondere ein solches mit einer koaxialen Aufwicklungsbremse zur Verzögerung der Geschwindigkeit des Meßbands bei seiner Aufwicklung, mit welcher die Gefahr der Verletzung eines Benutzers durch die zu schnell rückgewickelte Bandkante bzw. die durch die zu schnelle Rückwicklung entstehende Beschädigung oder Wicklungsabweichung des Bandmaßes vermieden werden kann.
[Stand der Technik]
Bandmasse verschiedener Länge und Arten finden in vielen Gebieten Verwendung. Zur Kompaktierung des Bandmaßes, das im allgemeinen eine Länge von 3 bis 5m aufweist, wird das kalibrierte Meßband auf einer Spulenachse zu einer Spule aufgewickelt und in einem D-förmigen Gehäuse aufgenommen, wie aus Figur 5 ersichtlich ist. Um eine vollständige Hineinziehen des freien Endes des Meßbands zu vermeiden und das Herausziehen desselben zu erleichtern, ist dieses an seinem freien Ende mit einem L-förmig abgewinkelten Ziehwinkel versehen, der beim völlig aufgewickelten Meßband außen an der Austrittsöffiiung des Gehäuses bleibt. Um ein selbststätiges Aufwickeln nach jeder Messung zu erzielen, wird die Spulenachse mit einer Rückstell-Torsionsfeder ausgestattet. Um das Meßband in jeder herausgezogenen Länge halten zu können, ist eine Sperrbremse zum kraftschlüssigen Greifen desselben vorgesehen, die durch einen am Gehäuse angeordneten Schieber betätigt wird. Wenn man die Sperrbremse durch eine Verschiebung des Schiebers löst, so erfolgt durch die Federkraft eine automatische Aufwicklung des Meßbands.
Dabei bestehen die folgenden Gefahren, wenn die Federkraft zu stark ausgewählt und damit das Meßband mit einer zu schnellen Geschwindigkeit aufgewickelt wird:
1) Die Geschwindigkeit beschleunigt sich mit der steigenden
aufgewickelten Länge und erreicht bei Ende der Aufwicklung ihr Maximun, wodurch der Ziehwinkel sehr stark an das Gehäuse angestoßen, was zur Folge hat, daß das meistens aus Kunststoff bestehende Gehäuse durch den starken Stoß beschädigt oder verformt wird und der Ziehwinkel vom Bandende gelöst wird und herausfällt; Gleichzeitig entsteht daraus ein unbequemes Geräusch;
2) Die dünnen Bandkanten des Meßbands können bei der zu schnellen Aufwicklung wie ein scharfes Messer den Benutzer gefährden;
3) Die zu hohe Aufwicklungsgeschwindigkeit kann zu einer seitlichen Schwingung der Bewegunh und damit einer seitlichen Abweichung des Meßbands fuhren. Die Abweichungsmenge kann mit den wiederholten Ab-und Aufwicklungszyklen immer größer betragen, was zur Folge der immer unkompakteren und damit erschwerten Aufwicklung.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bandmaß der o.g. Art zu schaffen, mit welchem die Gefahr der Verletzung eines Benutzers durch die zu schnell rückgewickelte Bandkante bzw. die durch die zu schnelle Rückwicklung entstehende Beschädigung oder Wicklungsabweichung des Bandmaßes vermieden werden kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Bandmaß eine koaxiale einseitige Geschwindigkeitsbremse aufweist, die bei einer zu hohen Aufwicklungsgeschwindigkeit eine Verzögerung bewirkt, wodurch die o.g. damit verbundenen Gefahren vermieden werden.
Zur wahlweisen Erzeugung der Bremswirkung bei einer hohen Aufwicklungsgeschwindigkeit sind bogenförmige Bremsbacken vorgesehen, die jeweils mit ihrem in Aufwicklungsrichtung gesehenen vorderen Ende an einem drehfest an der Spulenachse befestigten Rotor gelenkig gelagert und die mit einem engen Spiel im Gehäuse gehalten werden. Jeder Bremsbacke ist eine vorgespannte Zugfeder zugeordnet, die die Bremsbacke mit einer vorbestimmten Vorspannung radial nach innen zieht. Dadurch wird erreicht, daß eine Bremsbacke bei einer
• · · i &iacgr; ·
schnellen Aufwicklung, deren Geschwindigkeit so hoch beträgt, daß die Fliehkraft die Federkraft (d.h. der Vorspannung) der Zugfeder überwindet, radial nach außen verschoben und mit der inneren Wandung des Gehäuse in Berührung kommt. Infolgedessen erfolgt eine Bremswirkung und damit eine Verzögerung der Aufwicklung. Bei einer Aufwicklung mit einer gefahrlosen Geschwindigkeit oder bei einer Herausziehung des Meßbands bleiben die Bremsbacken mit Spiel von der Gehäuse beabstanden, so ist die Auf- bzw. Abwicklung durch keine Reibung gehemmt.
Zur Aufnahme der koaxialen Geschwindigkeitsbremse hat das erfindungsgemäße Bandmaß sowohl in seiner Spulenachse und als auch in seinem Gehäuse eine gegenüber dem bekannten Bandmaß verlängerte axiale Abmessung, wodurch ein axialer Forsatz und ein Innenraum für die Bremse hergestellt werden.
Eine Ausgestaltung sieht vor, daß zur Erhöhung der Standzeit das Gehäuse an seiner inneren Wandung im durch die Bremsbacken zu beruhenden Bereich aus einem verschleißfesten Werkstoff besteht.
Die Erfindung wird anhand einer in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsform näher erläutert.
Es zeigt:
[Zeichnung]
Figur 1 in perspektivischer Explosionsansicht
erfindungsgemäßes Bandmaß,
Figuren 2 und 3 in teilweise geschnitter Draufsicht ein erfindungsgemäßes Bandmaß jeweils mit den von der inneren Wandung des Gehäuse beabstandenen Bremsbacken und mit den diese berührenden Bremsbacken,
Figur 4 einen Schnitt des erfindungsgemäßen Bandmaßes, und
Figur 5 ein bekanntes Bandmaß.
[Erläuterung der bevorzugten Ausfuhrungsform]
In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Bandmaß dargestellt, welches wie das bekannte Bandmaß in Figur 5 ein auf einer Spulenachse 11 aufgewickeltes Meßband 12 und ein Gehäuse 1,3 mit einer Austrittsöffiiung 13 aufweist, das aus zwei Gehäuse-hälften, nämlich einem Haupteil 1 und einem Deckteil 3 besteht. Ln Unterschied zum bekannten Bandmaß weist die Erfindung eine koaxiale einwegige Geschwindigkeitsbremse 2 mit einer Vielzahl (hier drei) bogenförmigen Bremsbacken 23 auf, die an einem als Bremsbackenträger dienenden Rotor 21 gehalten sind, der koaxial und drehfest an einem Fortsatz 15 der Spulenachse 11 gehalten. Zur drehfesten Halterung des Rotors 21 an der Spulenachse 11 weist der Fortsatz 15 einen von Kreis abweichenden Querschnitt mit zwei gewindefreien Abflachungen 14 auf. Dementsprechend hat der Rotor 21 zentral in einer Ausnehmung 211 eine Bohrung 213 mit zwei Abflachung 212 zur formschlüssigen Kupplung mit dem Fortsatz 15, an dem eine Mutter 22 daran geschraubt wird, die in der Ausnehmung 211 aufgenommen wird und mit ihrem Innengewinde in den beiden Teilgewinden (nur ein gezeigt) eingreift. Dadurch kann der die Bremsbacken 23 tragende Rotor 21 durch die Spulenachse 11 in Mitdrehung gebracht werden.
Vorzugsweise sind die Bremsenbacken 23 symmetrisch zur Spulenachse 11 angeordnet, um eine Schwankung des Massenmittelpunkts und damit der Unstabilität des Bandmaßes bei der Ab- und Aufwicklung infolge der Unsymmetrie zu vermeiden.
Zur komplementären Aufnahme der drei Bremsbacken 23 weist der Rotor 21 drei Aussparungen 215. Jede Bremsbacke 23 wird an ihrem in Aufwicklungsrichtung(im Gegenuhrzeigersinn in Fig. 3, wie dies durch die umlaufenden Pfeile gezeigt wird) vorderen Ende mittels eines Lagerbolzens 24 am Rotor 21 gelagert und liegt mit ihrer inneren Seite durch die Federkraft einer vorgespannten Zugfeder 25 eng am Rotor 21 an(Figur 2). Falls die Geschwindigkeit des Rotors 21 einen der
Vorspannung entsprechenden Schwellwert übersteigt, so wird die Bremsbacke 23 durch die überschüssige Fliehkraft(die durch die radialen Pfeile in Fig. 3 dargestellt wird ) radial nach außen verschoben und kommt zur Berührung mit der inneren Wandung des Gehäuseteils 3(siehe Figur 3), wodurch eine Bremswirkung der Aufwicklung erreicht wird.
Zur Lagerung der Bremsbacken 23 am Rotor 21 ist jeder Bremsbacke 23 ein Lagerungssitz 214 mit einer Öse 218 für den Lagerbolzen zugeordnet. Komplementär dazu weist jede Bremsbacke 23 an ihrem vorderen Ende zwei Ohren 232 mit einem Zwischenraum 231 für die Öse 218 aufweist. Der Lagerbolzen 24 wird durch die Ohren 232 und die Öse 218 hindurchgefüht.
Zur frei ausdehnbaren Halterung der Zugfedern 25 zwischen Bremsbacke 23 und dem Rotor 21 bildet jede der Zugfedern 25 an ihren beiden Enden jeweils eine Schleife 251 bzw. 252, die jeweils an einerm Stift 234 in einer eingearbeiteten Kerbe oder Nut 233 in Form eines gesplitterten Sacklochs der Bremsbacke 23 bzw. an einem Stift 216 in einer eingearbeiteten ählichen Kerbe 217 gehalten und verankert sind. Dadurch wird jeder Zugfeder 25 in einem "Schützengraben" vor der schädlichen Berührung der fremden Teile sicher geschützt.
Bei einer zu hohen Aufwicklungsgeschwindigkeit berührt die Bremsbacke 23 mit seinem hinteren bremswirkenden Ende 235 die inneren Wandung des Gehäuseteils 3. Je schneller das Meßband 12 aufgewickelt wird, desto stärker die Fliehkraft und damit die Bremswirkung ist. Demzufolge kann eine hohe Sicherheit bei der Aufwicklung gewährleistet werden. Hierzu weist dieses Ende 235 eine hohe Rauhigkeit auf. Dementsprechend ist zur Erhöhung der Standzeit des Bandmaßes der Gehäuseteil 3 vorzugweise aus einem Metall hergestellt oder an seiner inneren Wandung mit einer verschleißfesten Schicht beleget.
Beim Herausziehen des Meßbands wird die Bremsbacke 23 sowohl durch eigene zentralpetale Trägheit und die Vorspannung der
• ·
• ·
Zugfeder 25 radial nach innen hineingezogen und damit liegt eng in der Aussparung 215 am Rotor 21 an. Bei einer Auswicklung mit einer unkritischen Geschwindigkeit, bei der die Fliehkraft nicht dafür ausreicht, die Vorspannung der Zugfeder 25 zu überewinden, bleibt die Bremsbacke 23 eng anliegend am Rotor 21. In beiden Fällen sind die Bremsbacken 23 mit Spiel im Gehäuse gehalten. Demzufolge kann die Auf- bzw. Abwicklung reibungsfrei (und damit bemühungslos) ungehindert erfolgen.
Gegenüber dem Bandmaß nach dem Stand der Technik hat die Erfindung die folgenden Vorteile:
(1) Mit der Sicherheitsbremse, die bei einer unzulässig hohe Aufwicklungsgeschwindigkeit ausgelöst ist, wird ein starkes Anstoßen des Ziehwinkels am Gehäuse an der Austrittsöffhung 13 weitgehend vermieden.
(2) Die Bremswirkung wird mit steigernder Aufwicklungsgeschwindigkeit verstärkt. Deshalb erhält das freie Bandende mit dem Ziehwinkel kurz vor der Austrittsöffhung statt einer durch Beschleunigung zum Maximun gebrachten, zu schnellen Geschwindigkeit eine Verzögerung.
(3) Dank der Bremswirkung wird die Gefahr der Verletzung durch die dünne Kante des zu schnell aufgewickelten Meßbands sicher vermieden.
(4) Hinzu kommt, daß wegen der verzögerten Aufwicklung keine seitliche Abweichung entstehen kann, was eine einwandfreie Zuverlässikeit bei dauernder Benutzung und eine verlängerte Standzeit voraussetzt.

Claims (8)

1. Ein Bandmaß, das ein auf einer Spulenachse 11 zu einer Spule aufgewickeltes kabriertes Meßband 12, ein die Spule aufnehmendes Gehäuse 1, 3, in dem die Spulenachse 12 drehbar gelagert ist und eine Rückstell-torsionsfeder zur automatischen Aufwicklung des Meßbands 12 aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine koaxial zur Spule auf einem Fortsatz 15 der Spulenachse 11 drehfest gehaltene, einwegige Geschwindigkeitsbremse 2 mit einem Rotor 21 und einer Vielzahl von daran getragenen bogenförmigen Bremsbacken 23 mit Spiel im Gehäuse vorgesehen ist, welche jeweils an ihrem in der Aufwicklungsrichtung vorderen Ende am Rotor 21 schwenkbar angelenkt und an ihrem mittlen Bereich über eine vorgespannte Zugfeder 25 mit dem Rotor 21 verbunden sind, derart, daß bei einer über einen der Vorspannung der Zugfeder 25 entsprechenden vorbestimmten Schwellwert übersteigenden Aufwicklungsgeschwindigkeit die Bremsbacken 23 durch eigene Fliehkraft mit ihrer bremswirkenden hinteren Ende zur Berührung mit der inneren Wandung des Gehäuses 3 kommt.
2. Bandmaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse 1, 3 zweiteilig aus einem Hauptteil 1, in dem sich die Spule befindet, und einem Deckteil 3, in dem die Geschwindigkeitsbremse 2 angeordnet ist und der aus Metall besteht.
3. Bandmaß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseteil 3 an seiner inneren Wandung entsprechend dem bremswirkenden Ende 235 mit einer verschleißfesten Schicht aufgetragen ist.
4. Bandmaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Forsatz 15 einen von Kreis abweichenden Querschnitt aufweist, und der Rotor 21 komplementär dazu eine zentrale Bohrung 213 hat.
5. Bandmaß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz 15 Teilgewinden für eine Mutter 22 und Abflchungen 14 zur Zusammenwirkung mit den Abflachungen 212 der Bohrung 213 aufweist.
6. Bandmaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Zugfedern 25 jeweils in einer Nut 217 des Rotors 21 und in einer Nut 233 einer Bremsbacke 23 geschüzt geführt ist.
7. Bandmaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Zugfeder 25 weist an ihren beiden Enden jeweils eine Schleife 251, 252 auf, die jeweils an einem Stift 234 bzw. 216 an der Bremsbacke 23 bzw. am Rotor 21 gehalten sind.
8. Bandmaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbacken 23 symmetrisch zur Spulenachse 11 angeordnet sind.
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