DE2021988C - Verschluß fur gasdichte Akku mulatoren - Google Patents
Verschluß fur gasdichte Akku mulatorenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verschluß für gasdichte Akkumulatoren mit einem becherförmigen
Zellengefäß und einem Zellendeckel mit Entgasungsöffnung und einem Dichtungsteil, das über einen Halter
am Zellendeckel festgelegt ist.
Derartige Verschlüsse sind beispielsweise durch die französischen Patentnschriften 1498 875 und
1461569 und die deutschen Gebrauchsmuster 6 909 499 und 1 769 476 bekannt, bei denen jedoch
das aus elastischem Werkstoff bestehende Dichtungsteil als Ganzes zwischen einer Schließ- und Offenlage
bewegbar ist.
Ferner ist durch die USA.-Patentschrift 3 320 097 ein ringförmiges Dichtungsteil bekannt, das zum Freilegen
der Entgasungsöffnung gedehnt wird. Bei den bekannten Bauarten wird die Entgasungscffnung
während des gesamten Abblasens voll geöffnet, und zwar mit einem Querschnitt, der weit größer ist als
zur Abführung der Gase erforderlich ist. Hierdurch besteht die Gefahr, daß Elektrolyt nach außen gelangen
kann, wie auch Luft von außen in das Zellengefäß eindringen kann, dessen Kohlensäuregehalt dem
Akkumulator schädlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschluß der eingangs erwähnten Art so weiter auszugestalten,
daß bei der Entlüftung zum Absenken des Druckes im Zellengefäß der Austritt von Elektrolyt
und der Eintritt von Luft verhindert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Dichtungsteil als Dichtungskörper aus
elastisch verformbarem Werkstoff mit einem konvexen Teil in eine die Entgasungsöffnung des Zellendeckeis
umgebende konkave Ausnehmung paßt, zwischen der Ausnehmung und dem Halter unter Druck
gehalten und ohne Anheben des Dichtungskörpers als Ganzes nach beendetem Ausströmen des Gases wieder
dicht verschlossen ist.
Der Weg für das austretende Gas wird also nicht
völlig geöffnet, sondern durch örtliche Verformung des Dichtungsteils im Bereich der austretenden Gasblase
geschaffen, während der nicht verformte Teil
die Abdichtung aufrecht erhält.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vo: ge
sehen, daß der Dichtungskörper einen kegelstumpfförmigen Teil mit einer den konvexen Teil bildenden
abgerundeten Spitze aufweist. Bei einer anderen Au> führungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der
Dichtungskörper eine Kugel ist, die mit einem Teil ihrer Oberfläche in die konkave Ausnehmung im Zellendeckel
paßt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine zum Teil geschnittene Seitenansicht
eines Akkumulators mit einem Verschluß nach ik r Erfindung.
Fig. 2 einen Teilschnitt durch eine andere Au^-
führungsfor. des Dichtungskörpers.
Der in Γ i g. 1 dargestellte Nickel-Cadmium-Akkumulator
enthält positive und negrtive Platten 10, die in einem abgedichteten Behälter enthalten sind, der
aus einem Zellengefäß 11 aus nickelplattiertem Stahl und einem Zellendeckel 12 aus Stahl gebildet ist, wobei
zwischen dem Zellengefäß und dem Zellendeckt'.
eine übliche Gadichtung 13 vorgesehen ist. Der Zellendeckel 12 ist durch elektrisch leitende Streifen
17 mit den positiven Platten verbunden, während das Zellengefäß durch nicht gezeichnete elektrische Verbindungen
an die negativen Platten angeschlossen ist.
Die ringförmige Gasdichtung 13 besteht aus elektrisch isolierendem Werkstoff, z. B. Polyamid, und
trennt die gebildeten elektrischen Pole des Akkumulators voneinander. Die Gasdicht., ης 13 umfaßt
den Rand des Zellendeckels 12 und liegt unten gegen eine Sicke 14 am Zellengefäß 11 an, während sie oben
gegen einen nach dem Einsetzen des Zellendeckels 12 radial nach innen umgebördelten Ringflansch 15 anliegt.
Zur Verbesserung der Abdichtung kann die Gasdichtung 13 mit einem Füllstoff bekleidet sein,
z. B. mit vor dem Zusammenbau aufgebrachtem Bitumen.
Beim Aufladen des Akkumulators bildet sich an den positiven Platten Sauerstoff, und um einen
Druckanstieg in dem Zellengefäß über einen vorgegebenen Wert zu unterbinden, ist eine Entgasung vorgesehen,
die erfindungsgemäß so ausgebildet ist, daß sie nach dem Auslassen von Sauerstoff sofort wieder
abdichtend schließt, um weitere Verluste an Sauerstoff oder Elektrolyt zu verhindern, und das Eintreten
von Luft auszuschließen, die für den Akkumulator schädliche Kohlensäure enthält.
Hierzu enthält der Zellendeckel 12 eine Entgasungsöffnung 20, die von ein^r konkaven Ausnehmung
19 in der oberen Fläche des Zellendeckels 12 ausgeht. Diese Ausnehmung bildet einen Ventilsitz
für eine konvexe Fläche 25 an einem Dichtungskörper 23 aus einem elastisch verformbaren Werkstoff,
der die Entgasungsöffnung 20 verschließt. Der Dichtungskörper 23 ist von einem napfartigen Halter 21
überdeckt, der mit der oberen Fläche des Zellendekkels 12, beispielsweise durch Punktschweißen, verbunden
ist. Im Ausführungsbeispiel enthält der Halter 21 zusätzlich eine Gasauslaßöffnung 22. Die Höhe
des Halters 21 ist auf den Dichtungskörper 23 so ab-
if-
gestimmt, daß letzterer gegen die konkave Fläche der
Ausnehmung 19 unter Druck gehalten wird und gegen ein Ausweichen gesichert ist Bei Überschreiten eines
vorgegebenen Gasdruckes im Zellengefäß 11 verformt sich der Dichtungskörper 23, um im Bereich
der Ausnehmung 19 einen Weg für das Gas freizugeben, der soujrt bei Beenden des Abströmens des
Gases wieder dicht verschlossen wird. Dieses Öffnen der Entgasungsöffnung 20 erfolgt also ohne ein Anheben
des Dichtungskörpers 23 als Ganzes. Es wurde festgestellt, daß durch diese Ausbildung das Wieder-
\ erschließen der Entgasungsöffnung 20 schnell und zuverlässig erfolgt, so daß Kohlensäure nicht in das
ZcitengeFäß gelangen kann. Das abströmende Gas gehmgt
über den Halter 21 ins Freie. Dies kann bei (<·.!>
<τ gasdichten Verbindung des Halters21 mit dem
/.:;cndeckel 12 allein durch die Gasauslaßöffnung
:; . i folgen, die aber entbehrlich sein kann, wenn der
i',. ter21 nicht gasdicht mit dem Zellender'cel 12 verbinden
wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 liegt der
[i^htungskörper 23 mit einer ebenen Fläche gegen
(' η Halter 21 an und hat neben diesem einen zylindrischen
Teil 26. Die· ■:% geht in einen kegelstumpff.'-rmigen
Teil 27 übei, an den sich ein abgerundeter 1 jil 28 anschließt, an dem die konvexe Fläche 25 ge-ί
;det ist, die gerben die konkave Ausnehmung 19 des 7 jllendeckels 12 anliegt.
Dei der abgewandelten Bauform nach Fig. 2 hat der Dichtungskörper die Form einer Kugel 23a, die
zwischen dem Halter 21 und der konkaven Ausnehmung 19 eingespannt ist. Diese Kugel 23 a weist einen
über einen Größtkreis reichenden Bund 24 auf. Wird die Kugel aus zwei Teilen als Preßteil hergestellt, so
befindet sich der Bund 24 im Bereich der Trennebene, so da3 der Grat an der Trennfläche nicht in den Bereich
der konkaven Ausnehmung 19 gelangen kann. Die konvexe Fläche 25 des Dichtungskörpers wird in
diesem FaIh durch einen Teil der Oberfläche der Kugel 23 α gebildet.
Bei der Auswahl des Werkstoffs für Dichtungsieil
23 oder 23 α muß zunächst der Wert des Druckes berücksichtigt werden, bei dem Gas entweichen soll.
Hieraus ergibt sich Formgebung, Abmessung und Art des Werkstoffs, um die erforderliehe Verformung des
Dichtungsteils bei diesem Druck zu erhalten. Diese Verformung ist so zu bestimmen, daß bei Druckentlastung
die Rückverformung in die ursprüngliche Ge-
S stalt schnell erfolgt.
Der für den Dichtungskörper verwendete Werkstoff soll unempfindlich gegen Alkalien sein, damit er vom
Elektrolyten des Akkumulators nicht beschädigt werden kann. Chloroprenkautschuk ist für diesen Zweck
ίο besonders geeignet. Zu bevorzugen ist ein schwefelfreier
modifizierter Chloroprenkautschuk, dem verschiedene erwünschte Zusätze beigemischt werden
können, um folgende Eigenschaften zu erhalten:
'5 Härte 52°I.R.H.
(International Rubber Hardness Digrees)
Zugfestigkeit 171 kg/cm-
Elastizitätsmodul
bei 300 °/o Dehnung 63 kg/cm-'
Bruchdehnung (i50%>
a5 Bfeibende Verfoimung
bei 70° C 17,4<Vo
Torsionsmodul bei ~20~ C _
Torsionsmodul bei +200C
Torsionsmodul bei +200C
Die Zusätze bestehen aus Antioxydationsmitteln,
Weichmachern, Schmiermitteln und Härtemitteln. Die
Dichtungskörper werden aus einem solchen Werkstoff
unter Druck und Wärme während einer bestimmten Zeit gepreßt.
Es können auch andere Werkstoffe für die Dichtungskörper verwendet werden, wie z. B. Äthylen-Propylen-Gummi,
Butylgummi, Thiokol oder Polyurethane, die in entsprechender Weise auf die gewünschten
Eigenschaften einzustellen sind.
Die Dichtungskörper sind einfach in der Herstellung, also billig, und leicht zu montieren. Sie arbeiten
in zuverlässiger Weise und unterstützen damit, daß der Akkumulator eine höhere Lebenszeit erhält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verschluß für gasdichte Akkumulatoren mit einem becherförmigen Zellengefäß und einem
Zellendeckel mit Entgasungsöffnung und einem bichtungsteil, das über einen Halter am Zellendeckel
festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtungsteil als Dichtungskörper (23) aus elastisch verformbaren Werkstoff
mit einem konvexen Teil (25) in eine die Entgasungsöffnung (20) des Zeüendeckels (12) umgebende
konkave Ausnehmung (19) paßt, zwischen der Ausnehmung (19) und dem Halter (21) unter Druck gehalten und ohne Anheben des
Dichtungskörpers (23) als Ganzes nach beendetem Ausströmen des Gases wieder dicht verschlossen
ist.
2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungskörper (23) einen
kegelstumpfförmigen Teil (27) mit einer den konvexen
Teil (25) bildenden abgerundeten Spitze (28) aufweist.
3. Verschluß nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtungskörper eine Kugel (23a) ist, die mit einem Teil ihrer Oberfläche
in die konkave Ausnehmung (19) im Zellendeukel (12) paßt
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3855069 | 1969-07-31 | ||
| GB38550/69A GB1271286A (en) | 1969-07-31 | 1969-07-31 | Improvements in or relating to rechargeable electric cells and sealing devices therefor |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2021988A1 DE2021988A1 (de) | 1971-02-11 |
| DE2021988B2 DE2021988B2 (de) | 1972-07-20 |
| DE2021988C true DE2021988C (de) | 1973-02-22 |
Family
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