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DE2021667B2 - Verfahren zur Herstellung von Schmelztabletten für die Stoffanalyse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schmelztabletten für die Stoffanalyse

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Publication number
DE2021667B2
DE2021667B2 DE19702021667 DE2021667A DE2021667B2 DE 2021667 B2 DE2021667 B2 DE 2021667B2 DE 19702021667 DE19702021667 DE 19702021667 DE 2021667 A DE2021667 A DE 2021667A DE 2021667 B2 DE2021667 B2 DE 2021667B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melted
tablet
production
analyzed
cooled
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19702021667
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English (en)
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DE2021667A1 (de
Inventor
Heinrich Dipl.- Chem. 8520 Erlangen Opitz
Berthold Dipl.-Phys. 7500 Karlsruhe Thiele
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE19702021667 priority Critical patent/DE2021667B2/de
Priority to NL7105244A priority patent/NL7105244A/xx
Priority to FR7115687A priority patent/FR2091037A5/fr
Publication of DE2021667A1 publication Critical patent/DE2021667A1/de
Publication of DE2021667B2 publication Critical patent/DE2021667B2/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/28Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q
    • G01N1/44Sample treatment involving radiation, e.g. heat
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N23/00Investigating or analysing materials by the use of wave or particle radiation, e.g. X-rays or neutrons, not covered by groups G01N3/00 – G01N17/00, G01N21/00 or G01N22/00
    • G01N23/22Investigating or analysing materials by the use of wave or particle radiation, e.g. X-rays or neutrons, not covered by groups G01N3/00 – G01N17/00, G01N21/00 or G01N22/00 by measuring secondary emission from the material
    • G01N23/2202Preparing specimens therefor

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Description

40
Bei der quantitativen Röntgenfluoreszenzanlage von festen pulverförmigen Oxiden können bei festgehaltenen Konzentrationen eine Anzahl intensitätsändernder Faktoren das Meßergebnis verfälschen. Diese sind vor allem Korngröße, Kornform, Kristalltracht und Dichte der Analysenprobe. Diese Einflüsse kann man durch Homogenisierung der Proben durch Phasenumwandlung in geeignete Schmelz- oder Lösungsmitteln ausschalten. Dazu gehören die sauren und basischen Aufschlüsse, wie sie in der Naßchemie bekannt sind. Diese Aufschlüsse werden in Tiegeln aus geeigneten Materialien durchgeführt. Bei den ausgezeichnet wirksamen Borataurschlüssen dient Platin als Tiegelmaterial. Alle Tiegelmaterialien reagieren in irgendeiner Weise mehr oder weniger mit dem schmelzflüssigen Aufschlußmittel. Dabei treten folgende Störungen auf:
1. Das Tiegelmaterial löst sich im Aufschluß und verfälscht das Analyseresultat.
2. Der Aufschluß haftet so stark am Tiegel, daß eine quantitative Entfernung des Aufschlusses aus dem Tiegel nicht ohne weiteres möglich ist.
Diese letztere Komplikation wirkt sich besonders ungünstig bei einer Automatisierung der Analyse aus, da man den Tiegel in einem besonderen Arbeitsgang zeitaufwendig reinigen müßte. Bei wertlosen Tiegel-Materialien kann man den Tiegel verwerfen. Bei Verwendung von Edelmetalltiegeln ist dies nicht angezeigt.
Durch Anlegen einer geeigneten Hochvolt-Gleichspannung hat man bereits die zwischen Edelmetalltiegelwand und Schmelze sich abspielenden chemischen Vorgänge unterdrückt und damit ein Anhaften des erkalteten Schmelzkuchens an der Tiegelwand vermieden.
Das hierfür bekannte Verfahren ist mit gewissem technischen Aufwand verknüpft, und es erfordert auch ein vorheriges »Calcinieren« carbonathaltiger Substanzen durch hohes Erhitzen.
Dem Anmeldungsgegenstand liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Schmelztabletten für die Stoffanalyse durch Aufschließen von zu analysierendem gepulvertem oxidischen Material anzugeben, das zur Vermeidung der geschilderten Nachteile tiegelfrei arbeitet.
Erfindungsgemäß wird dies durch den Gegenstand des Anspruches 1 erreicht.
Der innere Verbund mit der Grundschichtmasse bieibt erhalten. Durch das Homogenisieren und die eintretenden Phasenumwandlungen mittels Schmelzen in Schmelzmitteln werden die Matrixeffekte wie Korngrößeneffekt und mineralogische Effekte eliminiert. Dadurch wird die Genauigkeit der Röntgenfluoreszenzanalyse wesentlich erhöht. Es ist eine vollautomatische Herstellung in einem geschlossenen Zyklus mit tragbarem technischen Aufwand möglich, wobei an ein und derselben Tablette die Messungen zur Ermittlung der chemischen Zusammensetzung in der aufgeschmolzenen Schicht und der mineralogischen Struktur in der Schicht aus der Grundmasse vorgenommen werden können.
Geeignete Ausgangsmaterialien sind z. B. mineralogische Materialien wie Kalkstein, Ton, Mergel und ferner Zementrohmehl, Glas- und Keramikrohmaterialien, Erze und Sintermaterialien.
Das Herstellen der Tabletten kann in automatischen Probepressen, die bereits auf dem Markt sind, erfolgen. Die nach der Preßtechnik hergestellte Tablette ist automationsgerecht.
Geeignete Aufschlußmittel sind z. B. Borate und Mischungen von Boraten mit anderen Alkalisalzen und gegebenenfalls Oxydationsmitteln. Als ganz besonders geeignet haben sich Natrium- und Lithiumtetraborat erwiesen.
Das Aufschmelzen einer Tablettenoberfläche, das von der Oberfläche der Tablette her erfolgt, kann nach verschiedenen Erwärmungstechniken beispielsweise durch Gasflammen, Plasmastrahlen, Ultrarotstrahlung, Lichtbogenstrahlung, hochfrequente Erhitzung und insbesondere durch Laserstrahlen erfolgen. Die Aufschlußtiefe muß größer sein als die höchste kritische Schichtdicke der zu analysierenden Elemente. Außerdem muß diese Schicht in ihrer Zusammensetzung repräsentativ für die Zusammensetzung der gesamten Tablette sein. Durch die beim Aufschmelzen erzielte Phasenumwandlung werden im Temperaturbereich zwischen 800 und 3000° C röntgenographisch homogene Oberflächen erhalten. Sie gestatten eine hohe Meßgenauigkeit zu erreichen. Besonders gute Ergebnisse wurden mit Mischungsverhältnissen im Verhältnis 1:1 und 1:1 bis 1:2 erreicht.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird tiegelfrei gearbeitet. Dies ist von ganz besonderem Vor-
teil beim Aufschließen von Materialien, die reduzierende Sulfide enthalten. Diese greifen bekanntlich bei den herkömmlichen Tiegelverfahren die Platinwand stark an, wodurch analysenfremde Materialien aus der Tiegelwand gelöst werden und ein beachtlicher Verschleiß an den teuren Edelmetalltiegeln erfolgt. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zur Vollautomatisierung der Analyse, wie sie beispielsweise im Rahmen der in der Zementindustrie üblichen Prozeßautomatisierung durchgeführt wird. Die Analysenergebnisse können über einen Rechner zum Steuern von Aufgabevorrichtungen, Mühlen und öfen verwendet werden.
Die Erfindung wird durch das folgende Beispiel näher erläutert.
Beispiel
4 g Zementrohmehl werden mit 8 g Lithiumtetraborat versetzt und tablettiert und eine Oberfläche durch eine Gasflamme aufgeschmolzen. Beim Aufschmelzen zersetzt sich CaCO3 unter CO2-Abgabe. Dadurch schäumt die Schmelze stark. Ist die Tablette bis in eine Tiefe von 5 mm aufgeschmolzen, wird das Erhitzen unterbrochen und auf Raumtemperatur abgekühlt. Nun wird erneut mit einer sehr heißen Flamme die Oberfläche bis zum Schmelzpunkt erhitzt, so daß nur die obersten Schichten des von Blasen durchsetzten Aufschlusses dünnflüssig werden. Die störenden Gasblasen verschwinden rasch aus der angeschmolzenen Oberfläche, bevor aus der Tiefe der ungeschmolzenen Aufschlußschicht neue Gasblasen nachsteigen können. Mit einem heißen hochglanzpolierten Stahlstempel wird die Glasschmelze eben gepreßt. Das fertige Präparat wird bei 600° C getempert, danach abgekühlt und in das !Röntgenspektrometer eingesetzt.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Schmelztabletten für die Stoffanalyse durch Aufschließen von zu analysierendem gepulvertem oxidischen Material, bei dem das zu analysierende Material, das eine Restfeuchte von weniger als 5% hat, mit einem Aufschlußmittel innig vermischt wird und die Mischung geschmolzen und dann abgekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung vor dem Schmelzen tablettiert wird und nachfolgend eine Oberfläche der Tablette bis zu einer Tiefe von 20 bis 50% der Gesamtdicke, die bis zu 10 mm betragen kann, durch unmittelbare '5 Einwirkung einer Wärmequelle geschmolzen und dann abgekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Proben gleichzeitig aufbereitet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als aufzuschließendes Material Zementrohmehl, Erze, mineralogische Proben und Rohstoffe und als Aufschlußmittel Lithiumtetraborat, gegebenenfalls mit oxydierenden Zusätzen, verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tablettieren in einer automatischen Presse erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tablette in einer Schichtdicke von 20 bis 50% mit einer Flamme aufgeschmolzen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tablette in einer Schichtdicke von 20 bis 50% mit einem Laser aufgeschmolzen wird.
DE19702021667 1970-05-02 1970-05-02 Verfahren zur Herstellung von Schmelztabletten für die Stoffanalyse Withdrawn DE2021667B2 (de)

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NL7105244A NL7105244A (de) 1970-05-02 1971-04-19
FR7115687A FR2091037A5 (en) 1970-05-02 1971-04-30 Extraction of powdered material

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DE2021667A1 DE2021667A1 (de) 1971-11-25
DE2021667B2 true DE2021667B2 (de) 1978-07-27

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DE4428920A1 (de) * 1994-08-16 1996-02-22 Krupp Polysius Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Materialprobe für eine Röntgenfluoreszenzanalyse

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DE102015103192A1 (de) * 2015-03-05 2016-09-08 Thyssenkrupp Ag Verfahren zur Herstellung einer ein Probenmaterial umfassenden Tablette
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Publication number Publication date
FR2091037A5 (en) 1972-01-14
DE2021667A1 (de) 1971-11-25
NL7105244A (de) 1971-11-04

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