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DE20215478U1 - Palettier-/Entpalettiervorrichtung für insbesondere Blechpakete in Blechlagern - Google Patents

Palettier-/Entpalettiervorrichtung für insbesondere Blechpakete in Blechlagern Download PDF

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DE20215478U1
DE20215478U1 DE20215478U DE20215478U DE20215478U1 DE 20215478 U1 DE20215478 U1 DE 20215478U1 DE 20215478 U DE20215478 U DE 20215478U DE 20215478 U DE20215478 U DE 20215478U DE 20215478 U1 DE20215478 U1 DE 20215478U1
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G47/00Article or material-handling devices associated with conveyors; Methods employing such devices
    • B65G47/22Devices influencing the relative position or the attitude of articles during transit by conveyors
    • B65G47/24Devices influencing the relative position or the attitude of articles during transit by conveyors orientating the articles
    • B65G47/248Devices influencing the relative position or the attitude of articles during transit by conveyors orientating the articles by turning over or inverting them
    • B65G47/252Devices influencing the relative position or the attitude of articles during transit by conveyors orientating the articles by turning over or inverting them about an axis substantially perpendicular to the conveying direction

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Abstract

Palettier-/Entpalettiervorrichtung für insbesondere Blechpakete (1) in Blechlagern, mit einem Gestell (4, 5, 6, 7) und einer Aufnahmevorrichtung (3) für das Blechpaket (1) ,dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (4, 5, 6, 7) einen Lastrahmen (6) und einen demgegenüber verfahrbaren Hubrahmen (5) mit der Aufnahmevorrichtung (3) aufweist, und dass das in dem Gestell (4, 5, 6, 7) von dem Lastrahmen (6) aufgenommene Blechpaket (1) mit der kopfseitig dagegen gefahrenen Aufnahmevorrichtung (3) in eine gebrauchsfertige Position um ca. 180° gedreht wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Palettier-/Entpalettiervorrichtung für insbesondere Blechpakete in Blechlagern, mit einem Gestell und einer Aufnahmevorrichtung für das Blechpaket.
  • Palettier-/Entpalettiervorrichtungen kennt man in vielfacher Ausgestaltung. So beschreibt die DE 41 22 953 A1 eine Vorrichtung zum Aufnehmen und Freigeben von Stückgütern, bei welcher auf einem drehbar gelagerten Tragarm mehrere Greiferköpfe und/oder Saugvorrichtungen und/oder Packtulpen-Einheiten angebracht sind. Auf diese Weise lassen sich Stückgüter wie z. B. Flaschen oder Gläser ein- bzw. auspacken, und zwar beispielsweise aus Flaschenkästen.
  • Bei einem Palettierer entsprechend DE 691 27 705 T2 geht es darum, Papierstapel u. a. von einer Palette zu entfernen. Zu diesem Zweck verfügt der Palettierer über mindestens zwei Schienen, die jeweils ein paar Klammern tragen.
  • Schließlich kennt man durch die DE 696 06 532 T2 eine Entpalettier-Maschine, welche sich in ein automatisches Lagersystem integrieren lässt. Diese wird hauptsächlich dazu eingesetzt, beispielsweise in Einkaufszentren Produkte oder Artikel von einer Palette auf einen Wagen oder rollenden Transportbehälter umzuladen.
  • Daneben sind aus der Praxis Entpalettiervorrichtungen bekannt, die dazu dienen, Blechpakete u. a. von ihrer Umreifung sowie ihrer Palette zu befreien und auf eine sogenannte Systempalette zu befördern. Diese Systempalette ermöglicht eine positionsgenaue Zufuhr eines solchermaßen vorbehandelten Blechpaketes für anschließende Bearbeitungsprozesse. Hierbei kann es sich um Blechschneide- und/oder Tiefziehvorgänge handeln, die in der Regel bei der Automobilproduktion eingesetzt werden.
  • Blechpakete bzw. fertig beschnittene Blechteile mit engen Toleranzen lassen sich mit einer vom Bandcoil arbeitenden Mehrlagen-Schneidlinie herstellen. Das geschieht zumeist mit Hilfe einer computergesteuerten Mehrlagen-Schneidstraße, welche fertig beschnittene Blechteile direkt vom Bandcoil mit besonders engen Toleranzen produziert. Die jeweils zumeist rechtwinklig geschnittenen Blechteile werden endseitig der Mehrlagen-Schneidstraße mit Hilfe eines Mehrfach-Staplers zu den beschriebenen Blechpaketen konfektioniert (vgl. "Computergesteuertes Trennen vom Coil gewickelter Bleche", Bänder Bleche Rohre, 12-1984, Seite 345).
  • Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Palettier-/Entpalettiervorrichtung für insbesondere Blechpakete in Blechlagern der eingangs beschriebenen Ausgestaltung so weiterzuentwickeln, dass ein einfaches Palettieren-/Entpalettieren gelingt und etwaige Beschädigungen einzelner Bleche unmittelbar erkannt werden.
  • Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist eine gattungsgemäße Palettier-/Entpalettiervorrichtung für insbesondere Blechpakete in Blechlagern erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell einen Lastrahmen und einen demgegenüber verfahrbaren Hubrahmen mit der Aufnahmevorrichtung aufweist, und dass das in dem Gestell von dem Lastrahmen aufgenommene Blechpaket mit der kopfseitig dagegen gefahrenen Aufnahmevorrichtung in eine gebrauchsfertige Position um ca. 180° gedreht wird, in welcher das Blechpaket von der Aufnahmevorrichtung bzw. dem Hubrahmen getragen wird und etwaige Verpackungen entfernt werden können.
  • Die Erfindung geht zunächst einmal von der Erkenntnis aus, dass zu palettierende oder zu entpalettierende Blechpakete entweder einem Lager entstammen oder unmittelbar zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt werden. In beiden Fällen sorgt vorzugsweise eine Fördervorrichtung für die Zufuhr des Blechpaketes zu der erfindungsgemäßen Palettier-/Entpalettiervorrichtung. Optional kann auch noch eine weitere Fördervorrichtung vorgesehen werden, welche das behandelte Blechpaket zu der anschließenden Weiterverarbeitung befördert. Diese kann so gestaltet sein, dass das Blechpaket in einem Regal bzw. einem weiteren Lager aufbewahrt wird oder unmittelbar den beschriebenen Schneid-/Tiefzieh- oder vergleichbaren Vorgängen, insbesondere bei der Herstellung von Automobilkarosserien, zugeführt wird.
  • Durch den beschriebenen Palettier-/Entpalettiervorgang steht das behandelte Blechpaket auf der Aufnahmevorrichtung zur Verfügung, welche wiederum von dem Hubrahmen getragen wird. Dabei erfolgt in der Regel eine positionsgenaue Ausrichtung des Blechpaketes im Vergleich zu der Aufnahmevorrichtung, so dass die exakte Weiterverarbeitung im Anschluss an das Palettieren/Entpalettieren gewährleistet ist. Bei der Aufnahmevorrichtung handelt es sich bevorzugt um eine sogenannte Systempalette, d. h. eine Palette, welche an die anschließenden Weiterverarbeitungsschritte, insbesondere dortige Greif- und Aufnahmevorrichtungen, angepasst ist.
  • Damit das Blechpaket positionsgenau im Vergleich zu der Aufnahmevorrichtung bzw. der Systempalette ausgerichtet werden kann, verfügt der Lastrahmen über wenigstens einen Längsanschlag. Auch der Hubrahmen ist bevorzugt mit einem Anschlag ausgerüstet, nämlich mit einem oder mehreren Queranschlägen. Beide Anschläge, nämlich Längsanschlag und Queranschlag, stellen sicher, dass das aus den zumeist rechtwinklig geschnittenen Blechteilen mit geringen Toleranzen hergestellte Blechpaket im Vergleich zu der Aufnahmevorrichtung bzw. Systempalette eine exakte Position für die Weiterverarbeitung einnimmt.
  • Die Aufnahmevorrichtung wird vor dem eigentlichen Palettier-/Entpalettiervorgang in dem Gestell aufgenommen. Zu diesem Zweck wird die Aufnahmevorrichtung mit Hilfe der Fördereinrichtung auf den Hubrahmen des Gestells aufgelegt bzw. in diesen eingefahren. Führungs-/Halteeinrichtungen an dem Hubrahmen sorgen nun dafür, dass die Aufnahmevorrichtung eine definierte Festlegung gegenüber dem Hubrahmen bzw. dem Gestell im Ganzen erfährt.
  • Nach dieser Beschickung des Hubrahmens mit der Aufnahmevorrichtung wird ein Wenderahmen des Gestells um ca. 180° gedreht, damit nun der Lastrahmen mit dem Blechpaket beaufschlagt werden kann. Das geschieht meistens mit Hilfe eines Gabelstaplers oder einer vergleichbaren Transporteinheit.
  • Nachdem das Blechpaket zwischen dem Lastrahmen und dem Hubrahmen aufgenommen worden ist, wird der Hubrahmen in Richtung auf den Lastrahmen verstellt. Zu diesem Zweck verfügt der Hubrahmen über einen Schlitten für seine Linearverstellung in Richtung auf den Lastrahmen. Um die Linearverstellung bewerkstelligen zu können, ist der Hubrahmen mit einem Linearantrieb, insbesondere einem Spindelantrieb, ausgerüstet.
  • Nun wird das Blechpaket zwischen dem Lastrahmen und dem Hubrahmen mit der daran angeordneten Aufnahmevorrichtung eingespannt, so dass in einem nachfolgenden Schritt der Wenderahmen des Gestells nach Auflegen des Blechpaketes auf den Lastrahmen mittels eines Drehantriebes gedreht werden kann.
  • Das geschieht in einem ersten Schritt zunächst um ca. 90°, so dass das Blechpaket im Wesentlichen senkrecht steht. Wenn nun der Hubrahmen kurzfristig gelüftet wird, so rutscht das Blechpaket insgesamt zur Anlage gegen den Längsanschlag, weil das Blechpaket auf dem Lastrahmen mit Hilfe des Gabelstaplers gegenüber den Anschlägen zunächst nur grob positioniert worden ist. In dieser Position mag der Lastrahmen ferner in Richtung einer Achse des Drehantriebes verfahren werden, damit das Blechpaket zur Anlage gegen die Queranschläge des Hubrahmens kommt.
  • In einem weiteren Schritt wird der Wenderahmen zusammen mit dem Hubrahmen und dem Lastrahmen um zusätzliche ca. 90° gedreht, um schließlich die gebrauchsfertige Position des Blechpaketes einzunehmen. Dann findet sich die Aufnahmevorrichtung bzw. Systempalette unten, während eine mit dem Blechpaket zumeist verbundene Palette an seinem Kopf angeordnet ist. In dieser Stellung (ggf. auch davor) lassen sich Umreifungen oder vergleichbare Verpackungsmaßnahmen für das Blechpaket unschwer entfernen. Die im Anlieferungszustand das Blechpaket aufnehmende Palette kann ebenfalls abgehoben werden.
  • Weil nun die auf der Palette im Anlieferungszustand aufliegenden untersten Bleche unmittelbar zugänglich sind, lassen sich durch den Transport beschädigte Bleche unschwer entfernen. Bisher sind solche Bleche meistens unentdeckt geblieben und haben bei einer automatischen Fertigung alle Bearbeitungsprozesse bis hin zum Lackieren durchlaufen und wurden erst dann entfernt, was natürlich enorm kostenaufwendig ist.
  • Weil die Ursprungspalette zur Aufnahme des Blechpaketes unmittelbar abgehoben werden kann, entfallen bisher erforderliche Verstellvorgänge für das Blechpaket insgesamt, so dass ergänzend die Unfallgefahr verringert ist.
  • Durch das beschriebene Anlegen des Blechpaketes an einerseits den Längsanschlag des Lastrahmens und andererseits den Queranschlag des Hubrahmens, wird das Blechpaket im Vergleich zu der Aufnahmevorrichtung bzw. Systempalette automatisch positioniert. Das alles gelingt größtenteils unabhängig davon, wo beispielsweise ein Staplerfahrer das zu behandelnde Blechpaket im Vergleich zu dem Lastrahmen abgesetzt hat.
  • Schließlich ersetzt die zumeist eingangsseitig und/oder ausgangsseitig realisierte Fördereinrichtung mit der beschriebenen Palettier-/Entpalettiervorrichtung zuvor erforderliche Materialtransportwagen mit Dornen, welche das jeweilige Blechpaket unmittelbar angehoben haben, damit die beim Transport vorhandene Palette entfernt werden konnte. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
  • Grundsätzlich lässt sich der beschriebene Palettier/Entpalettiervorgang halb- oder vollautomatisch mit einem bestehenden oder neu zu errichtenden Blechlagersystem verknüpfen, welches die angelieferten Blechpakete mit den zugehörigen Transportpaletten einerseits und andererseits die auf die Systempaletten überführten exakt ausgerichteten Blechpakete nach der Behandlung bevorratet. Dabei gelingt der beschriebene Vorgang in kürzester Zeit, meistens in wenigen Minuten.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
  • 1 bis 9 die einzelnen Schritte beim Entpalettieren mit Hilfe der erfindungsgemäßen Palettier-/Entpalettiervorrichtung.
  • In den Figuren ist eine Palettier-/Entpalettiervorrichtung dargestellt, die im Rahmen des Ausführungsbeispiels dazu dient, ein Blechpaket 1 von einer Transportpalette bzw. Ursprungsplatte 2 zu entfernen und auf einer Systempalette 3 als Aufnahmevorrichtung 3 positionsgenau abzulegen. Grundsätzlich kann die dargestellte Palettier-/Entpalettiervorrichtung natürlich auch für andere, zumeist flächige Güter eingesetzt werden, die von einer Transportpalette oder einer vergleichbaren Transportaufnahme entfernt und auf einer bestimmten Aufnahmevorrichtung 3 abgelegt werden sollen.
  • Die Palettier-/Entpalettiervorrichtung verfügt über ein Gestell 4, 5, 6, 7, welches sich aus einem Standrahmen 4, einem Hubrahmen 5, einem Lastrahmen 6 und schließlich einem Wenderahmen 7 zusammensetzt. Der Wenderahmen 7 verfügt über eine Antriebsscheibe 8, die über ein Antriebsmittel 9 mit einem Drehantrieb 10 verbunden ist. Bei dem Antriebsmittel 9 handelt es sich im Rahmen der Darstellung um eine Kette 9, welche auf das als Kettenrad 8 ausgeführte Antriebsmittel 8 arbeitet, um den Wenderahmen 7 zu nachfolgend noch erläuterten Schwenkbewegungen im Vergleich zum feststehenden Standrahmen 4 zu veranlassen. Der Hubrahmen 5 und der Lastrahmen 6 sind an den Wenderahmen 7 angeschlossen und bewegen sich zusammen mit ihm.
  • Der Hubrahmen 5 lässt sich gegenüber dem Lastrahmen 6 in der durch einen Doppelpfeil in 1 angedeuteten Art und Weise linear verstellen. Dazu ist ein Schlitten 11 mit zwei Linearführungen vorgesehen und im Übrigen ein lediglich angedeuteter Linearantrieb 12. Mit Hilfe dieses Linearan triebes 12 kann der Hubrahmen 5 inklusive darin aufgenommener Systempalette bzw. Aufnahmevorrichtung 3 in Richtung auf den feststehenden Lastrahmen 6 verfahren werden. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, den Lastrahmen 6 oder auch beide Rahmen 5, 6 linear verstellbar auszugestalten.
  • Eine Fördereinrichtung 13, 14 sorgt dafür, dass die Systempalette 3 in leerem Zustand zunächst auf den Hubrahmen 5 aufgeschoben wird. Hierzu mag die Fördereinrichtung 13, 14 über entsprechende Stellzylinder oder ein Förderband 13 verfügen, welches) die Systempalette 3 von einem Fördertisch 14 in Richtung auf in gleicher Höhe angeordnete Führungs-/Halteeinrichtungen 15 im Hubrahmen 5 verfahren bzw. verfährt (vgl. 1). Bei dieser Führungs-/Halteeinrichtung 15 handelt es sich im Rahmen des Ausführungsbeispiels um ein oder mehrere Führungsschlitze, in welche die Systempalette 3 eingeschoben wird, so dass ein Verrutschen ausgeschlossen ist. Das ist von besonderer Bedeutung, weil beim Übergang von der 2 zur 3 der Wenderahmen 7 (und mit ihm der Hubrahmen 5 und der Lastrahmen 6) mit Hilfe des Drehantriebes 10 eine Drehung um ca. 180° im Uhrzeigersinn erfährt, so dass in der dann erreichten Position entsprechend den 3 und 4 der zunächst mit dem Fördertisch 14 fluchtende Hubrahmen 5 zusammen mit der Systempalette 3 eine Überkopfposition einnimmt.
  • In dieser Stellung, wie sie auch in 4 gezeigt ist, wird nun das Blechpaket 1 zusammen mit der Transportpalette 2 auf den Lastrahmen 6 aufgelegt, und zwar von einer Bedienperson P mit Hilfe eines Gabelstaplers 16. Grundsätzlich kann dies aber auch automatisch oder wie auch immer erfolgen. Von besonderer Bedeutung ist nun, dass das Blechpaket 1 nur grob auf den nun unten befindlichen Lastrahmen 6 aufgelegt zu werden braucht. Insbesondere spielen Längsanschläge 17 am Lastrahmen 6 und Queranschläge 18 am Hubrahmen 5 bei diesem Vorgang keine Rolle. Zuvor mögen etwaige Umreifungsbänder oder vergleichbare Verpackungsmaßnahmen für das Blechpaket 1 entfernt worden sein, was jedoch nicht zwingend ist.
  • Im Anschluss an das Aufbringen des Blechpaketes 1 zusammen mit der Transportpalette 2 auf den Lastrahmen 6 wird nun der Hubrahmen 5 zusammen mit der Systempalette bzw. Aufnahmevorrichtung 3 in Richtung auf den Lastrahmen 6 abgesenkt. Dazu dient der Linearantrieb 12 des Hubrahmens 5 in Verbindung mit dem Schlitten 11 mit den beiden Linearführungen. Weil die Systempalette bzw. Aufnahmevorrichtung 3 rutschfrei und fest mit Hilfe der Führungs-Halteeinrichtung 15 gegenüber dem nun bewegten Hubrahmen 5 fixiert ist, nimmt die Systempalette 3 nach Beendigung des Absenkvorganges die in den 5 respektive 6 gezeigte Position ein. Das Blechpaket 1 verharrt in dieser Stellung unter Berücksichtigung eines Spaltes S gegenüber dem Längsanschlag 17. Auch im Vergleich zum Queranschlag 18 ist ein nicht ausdrücklich dargestellter Spalt vorhanden, welche sich beide durch den Beschickvorgang mit dem Gabelstapler 16 erklären und gewünscht sind.
  • Wenn nun beim Übergang von der 6 zur 7 der Wenderahmen 7 zusammen mit dem Hubrahmen 5 und dem Lastrahmen 6 eine ca. 90°-Drehnung gegen den Uhrzeigersinn vollführt, so liegt der Längsanschlag 17 nunmehr unten, so dass nach kurzer Freigabe des Blechpaketes 1 durch den Hubrahmen 5 das Blechpaket 1 gegen den Längsanschlag 17 rutschen kann. Um eine Beschädigung der Blechkanten zu vermeiden, ist der Längsanschlag 17 bzw. sind die mehreren Längsanschläge 17 mit Gummiauflagen oder Kunststoffauflagen versehen. In dieser Stellung nach 7 wird ergänzend das Blechpaket 1 in Richtung einer Achse 19 des Wenderahmens 7 verstellt, so dass zum Abschluss dieses Vorganges das Blechpaket 1 auch an den Queranschlägen 18 des Hubrahmens 5 anliegt.
  • Auf diese Weise ist das Blechpaket 1 exakt in der Ebene mit Hilfe der Längsanschläge 17 und der Queranschläge 18 positioniert und nimmt auch eine definierte Stellung im Vergleich zur Systempalette 3 ein. Das ist – wie dargelegt – von besonderer Bedeutung für nachfolgende Bearbeitungsschritte.
  • Zum Abschluss wird das Blechpaket 1 durch eine nochmalige ca. 90°-Gegenuhrzeigersinndrehung des Wenderahmens 7 in seine gebrauchsfertige Position nach 8 bzw. 9 gedreht. Die Drehung des Blechpaketes 1 erfolgt also in zwei jeweils ca. 90°-Schritten.
  • Beim Übergang von der 8 zur 9 nach der 180°-Drehung wird der Hubrahmen 5 abgesenkt. Das Maß der Verstellung des Hubrahmens 5 entspricht dabei demjenigen, welches beim Übergang von der 5 zur 6 überstrichen wurde. D. h. der Hubrahmen 5 wird nach Beendigung der 180°-Drehung so weit abgesenkt wie er zuvor kopfseitig in Richtung auf den Lastrahmen 6 verstellt wurde.
  • In dieser gebrauchsfertigen Position nach 8 bzw. 9 lässt sich unschwer die nun oben liegende Transportpalette 2 zusammen mit etwaigen Umreifungen entfernen. Nach dem optionalen Absenken auf das Höhenniveau des Fördertisches 14 kann die Fördereinrichtung 13, 14 das nunmehr auf der Systempalette 3 befindliche Blechpaket 1 übernehmen und der Weiterverarbeitung, beispielsweise Einlagerung, zuführen.

Claims (11)

  1. Palettier-/Entpalettiervorrichtung für insbesondere Blechpakete (1) in Blechlagern, mit einem Gestell (4, 5, 6, 7) und einer Aufnahmevorrichtung (3) für das Blechpaket (1) ,dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (4, 5, 6, 7) einen Lastrahmen (6) und einen demgegenüber verfahrbaren Hubrahmen (5) mit der Aufnahmevorrichtung (3) aufweist, und dass das in dem Gestell (4, 5, 6, 7) von dem Lastrahmen (6) aufgenommene Blechpaket (1) mit der kopfseitig dagegen gefahrenen Aufnahmevorrichtung (3) in eine gebrauchsfertige Position um ca. 180° gedreht wird.
  2. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lastrahmen (6) wenigstens einen Längsanschlag (17) aufweist.
  3. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubrahmen (5) eine Führungs-/Halteeinrichtung (15) für die Aufnahmevorrichtung (3) aufweist.
  4. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubrahmen (5) einen Schlitten (11) für seine Linearverstellung aufweist.
  5. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubrahmen (5) ein oder mehrere Queranschläge (18) aufweist.
  6. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubrahmen (5) mit einem Linearantrieb (12) ausgerüstet ist.
  7. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (4, 5, 6, 7) einen Drehantrieb (10) für einen Wenderahmen (7) besitzt.
  8. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wenderahmen (7) zusammen mit dem Hubrahmen (5) und dem Lastrahmen (6) nach Auflegen des Blechpaketes (1) auf den Lastrahmen (6) mittels des Drehantriebes (10) in einem ersten Schritt um ca. 90° gedreht wird, so dass das Blechpaket (1) bei kurzfristig gelüftetem Hubrahmen (5) zur Anlage gegen den Längsanschlag (17) rutscht.
  9. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wenderahmen (7) in einem zweiten Schritt um weitere ca. 90° zur Einnahme der gebrauchsfertigen Position des Blechpaketes (1) gedreht wird.
  10. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fördereinrichtung (13, 14) für die Zufuhr des Blechpaketes (1) sowie ggf. dessen Weiterverarbeitung vorgesehen ist.
  11. Palettier-/Entpalettiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechpaket (1) positionsgenau im Vergleich zur Aufnahmevorrichtung (3) ausgerichtet wird.
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