DE20213225U1 - Temperiermantel für Infusionsschläuche - Google Patents
Temperiermantel für InfusionsschläucheInfo
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Description
TER MEER STEINMEISTER & PARTNER GBR PATENTANWÄLTE - EUROPEAN PATENT ATTORNEYS
Dr. Nicolaus ter Meer, Dipl.-Chem. Peter Urner, Dipl.-Phys. Gebhard Merkle, Dipl.-Ing. (FH) Mauerkircherstrasse 45 D-81679 MÜNCHEN
Helmut Steinmeister, Dipl.-Ing. Manfred Wiebusch
Artur-Ladebeck-Strasse 51 D-3361 7 BIELEFELD
BAR P04 / 02 / G
St/zs
28.8.2002
Mönkebergstr. 9 33619 Bielefeld
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BAR P04 / 02 / G
28.8.2002
Die Erfindung betrifft einen Temperiermantel als wärmeisolierende Hülle zur Aufnahme von Infusionsschläuchen wahrend eines Infusionsvorganges in der Form eines geschlitzten Schlauches aus elastischem Material, dessen Elastizität derart beschaffen ist, daß die Ränder des Schlitzes zum Eindrücken eines Infusionsschlauches in den Temperiermantel trennbar und andererseits in Richtung der geschlossenen Stellung des Schlitzes vorgespannt sind und in dessen Schlauchwand wenigstens ein Heizdraht oder Heizfluidkanal eingebettet ist.
Ein derartiger Temperiermantel ist aus der DE 44 44 180.0 C2 des Anmelders bekannt. Dieser bekannte Temperiermantel hat sich in der Praxis vielfach bewährt. Bei sehr tiefen Temperaturen und hohen Fliessgeschwindigkeiten des zu temperierenden Mediums kann die Heizleistung jedoch unzureichend sein. Aus Platzgründen ist es schwierig, die Heizleistung durch zusätzliche Heizdrähte oder Heizleitungen zu erhöhen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Heizleistung eines Temperiermantels der obigen Art mit verhältnismäßig geringem Aufwand und im wesentlichen ohne zusätzlichen Energiebedarf zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird bei einem Temperiermantel der obigen Art dadurch gelöst, daJ3 der Schlauch auf dem Umfang in Abstand zur Außenwand des Schlauches durch eine Schutzhülle umgeben ist.
Vorzugsweise ist die Schutzhülle im Bereich des Schlitzes des Schlauches unterbrochen und hier über zwei radiale Stege mit den Schlitzrändern verbunden. Darüber hinaus können weitere radiale Stege zwischen dem Schlauch und der Schützhülle vorgesehen sein. Auf diese Weise werden Luftkammem zwischen dem Schlauch und der Schutzhülle gebildet, die eine Wärmeisolierung bewirken. Die Stege befinden sich vorzugsweise in versetzten Positionen in Bezug auf die in den Schlauch eingebetteten Heizleitungen, so dajS auch insoweit die Bildung von Wärmebrücken über die Stege vermieden wird.
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Da der Schlauch mit der Schutzhülle nur über einzelne Stege verbunden ist, bleibt die Gesamtanordnung sehr flexibel, so daß sowohl das Einlegen und Entnehmen der Infusionsleitungen ohne Schwierigkeiten möglich ist und andererseits der Temperiermantel keinerlei Sperrigkeit aufweist und weich der Bahn des zugehörigen Infusionsschlauches folgt.
Wie oben erwähnt wurde, ist die Anordnung aus dem inneren Schlauch und der äußeren Schutzhülle elastisch und so vorgespannt, daß sie bestrebt ist, den Schlitz vollständig oder im wesentlichen zu schließen. Das bedeutet, daß die Vorspannung in Richtung einer Schließung des Schlitzes geht. Wenn ein Infusionsschlauch mit entsprechend großem Durchmesser in den Temperiermantel eingelegt ist, kann eine vollständige Schließung des Schlitzes ausgeschlossen sein.
Der Zwischenraum zwischen dem Schlauch und der Schutzhülle kann alternativ mit einem lockeren, relativ großporigen Schaum gefüllt sein.
In Verbindung mit der Schutzhülle ermöglicht es der Temperiermantel auch bei tieferen Raum- und Außen-Temperaturen und/oder hohen Fliessgeschwindigkeiten des zu temperierenden Mediums, einen relativ raschen Temperaturanstieg in dem Infusionsleiter hervorzurufen, da die Wärmeverluste auf der Außenseite des Temperiermantels sehr gering geworden sind.
Die erfindungsgemäße Ausführung ermöglicht auch die Herstellung von Temperiermänteln für größere Schlauchdurchmesser, beispielsweise für extracorporale Kreisläufe.
Vorzugsweise sind der Temperiermantel und die Schutzhülle einstückig hergestellt. So kann es sich beispielsweise um ein Extrusionsteil handeln, bei dem in den Temperiermantel zugleich Kanäle für Heizdrähte oder Heizleiter eingearbeitet werden. Als Material kommen Kunststoffe, insbesondere Silikonkautschuk in Betracht.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Volker Barkey * ·· ·· ·· ·· ····
BAR P04 / 02 / G
28.8.2002
Fig. 1 ist eine schematische Gesamtdarstellung einer Temperiervor
richtung für Infusionsschläuche mit einem erfindungsgemäßen
Temperiermantel;
Temperiermantel;
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine Ausführungsform eines er
findungsgemäßen Temperiermantels mit äußerer Schutzhülle;
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäJSen
Temperiermantels.
Fig. 1 zeigt einen Infusionsbehälter 10, der über einen Haken 12 an einem Infusionsgestell 14 aufgehängt ist. Von dem Infusionsbehälter 10 aus läuft die Infusionslösung unter Schwerkrafteinfluß durch einen Tropfenzähler 16 in einen Infusionsschlauch 18.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäJ3en Temperiermantels mit Schutzhülle. Der Temperiermantel 20 hat die Form eines mit einem Längsschlitz 22 versehenen Schlauches. In den Temperiermantel sind beispielsweise vier in gleichmäßigen Winkelabständen verteilte Heizdrähte 38, 40, 42, 44 eingebettet, die es in Verbindung mit dem Steuergerät 30 gestatten, einen in den Temperiermantel eingelegten, nicht dargestellten Infusionsschlauch zu temperieren und dessen Inhalt auf eine vorgegebene Temperatur zu bringen oder auf dieser Temperatur zu halten. Anstelle der Heizdrähte 38, 40, 42, 44 können Heizleitungen für ein Temperierfluid, insbesondere eine Temperierflüssigkeit vorgesehen sein.
Der Temperiermantel 20 ist über fünf radiale Stege 46, 48, 50, 52, 54 mit einer konzentrischen Schutzhülle 56 verbunden, die den Temperiermantel mit Abstand umgibt. Die Schutzhülle 56 bildet zusammen mit den Stegen 46, 48, 50, 52, 54 und dem Temperiermantel 20 Luftkammern 58, 60, 62, 64, die wärmeisolierend wirken. Die Luftkammern 58, 60, 62, 64 können auch zur Aufnahme von Sensorleitungen für die Temperaturüberwachung oder sonstige Leitungen für Regel- und Steuervorgänge dienen.
In jedem Fall befinden sich zwei Stege 46, 48 an den beiden Rändern des
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Temperiermantels 20 beiderseits des Schlitzes 22. Von hier aus können die Stege 46, 48 leicht schräg auseinanderlaufen, so daj3 insgesamt der Schlitz bis hin zur äußeren Schutzhülle leicht keilförmig erweitert, wie es in Fig. 1 gezeigt ist.
Die Luftkammem 58, 60, 62, 64 gemäß Fig. 2 oder der gesamte Zwischenraum zwischen dem Temperiermantel 20 und der äußeren Schutzhülle 56 kann auch mit einem wärmeisolierenden Schaummaterial gefüllt sein, wie es Fig. 3 zeigt.
Die Stege 46, 48, 50, 52, 54 können stellenweise verjüngt sein und auf diese Weise die Wärmeisolierung erhöhen. Die Luftkammern können ein Temperierfluid aufnehmen.
Claims (7)
1. Temperiermantel als wärmeisolierende Hülle zur Aufnahme von Infusionsschläuchen während eines Infusionsvorganges in der Form eines geschlitzten Schlauches aus elastischem Material, dessen Elastizität derart beschaffen ist, daß die Ränder des Schlitzes (22) zum Eindrücken eines Infusionsschlauches in den Temperiermantel (20) trennbar und andererseits in Richtung der geschlossenen Stellung des Schlitzes vorgespannt sind und in dessen Schlauchwand wenigstens ein Heizdraht (38, 40, 42, 44) eingebettet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch auf dem Umfang in Abstand zur Außenwand des Schlauches durch eine Schutzhülle (56) umgeben ist.
2. Temperiermantel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzhülle (56) wenigstens beiderseits des Schlitzes (22) des Schlauches über Stege (46, 48) mit den Rändern des Schlitzes (22) des Temperiermantels (20) verbunden ist.
3. Temperiermantel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzhülle (26) über im Umfang verteilte Stege (46, 48, 50, 52, 54) mit dem Temperiermantel (20) verbunden ist.
4. Temperiermantel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum zwischen der Schutzhülle (56) und dem Temperiermantel (20) mit einem Schaum ausgefüllt ist.
5. Temperiermantel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperiermantel und die Schutzhülle als einstückiges Extrusionsteil ausgebildet sind.
6. Temperiermantel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperiermantel und die Schutzhülle aus Silikonkautschuk bestehen.
7. Temperiermantel nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (46, 48), die von den Rändern des Schlitzes (22) des Temperiermantels zur Schutzhülle (56) verlaufen, nach außen keilförmig auseinanderlaufen.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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- 2002-08-29 DE DE20213225U patent/DE20213225U1/de not_active Expired - Lifetime
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| R071 | Expiry of right |