DE2021395B2 - Verfahren zum herstellen gesinterter tabletten aus einfachen oder gemischten actiniden-oxiden - Google Patents
Verfahren zum herstellen gesinterter tabletten aus einfachen oder gemischten actiniden-oxidenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen gesinterter Tabletten aus einfachen oder gemischten
Actiniden-oxiden, wobei pulverförmiges Uranoxid oder gemischtes Uran- und Plutoniumoxid zu Tabletten
gepreßt und dann in reduzierender Atmosphäre während einer zum Sintern ausreichenden Zeit auf eine unterhalb
des Schmelzpunkts der Oxide liegende Temperatur erhitzt werden. Die so hergestellten Tabletten sind
für Kernbrennstoffelemente verwendbar.
Die hier als »Sintern« bezeichnete Wärmebehandlung erfolgt bei einer erheblich unterhalb des Schmelzpunkts
der Oxide liegenden Temperatur und ermöglicht besonders durch einen Diffusionsvorgang zwischen benachbarten
Körnern des zuvor gepreßten Pulvers die Herstellung homogener T^^tten mit gutem mechanischen
Zusammenhalt
Zur Herstellung von Tabletten aus Urandioxid UO2
oder gemischtem Uran-Plutoniumdioxid (U1Pu)O2, die
Die Untersuchungen haben gezeigt, daß verschiedene Parameter der Ausgangsprodukte und insbesondere die
Korngrößenverteilung dieser Produkte und ihr Reinheitsgrad einen sehr großen Einfluß haben Fs komim jedoch
häufig vor, daß diese Ausgangsprodukte sich beim Lagern zersetzen und insbesondere die geeignete stöchiometrische
Zusammensetzung verlieren. Man muß sie daher kurz vor dem eigentlichen Sintern aus einer
anderen Verbindung herstellen, und die Eigenschaften dieser letztgenannten Verbindung beeinflussen somit
die Sintereignung des zu sinterndes Produktes. Insbesondere wurde festgestellt, daß die Korngröße beim
Übergang von der Verbindung zum zu sinternden Produkt erhalten bleibt, und in diesem Fall muß die Verbindung
die geeignete Korngrößenverteilung besitzen.
Beispielsweise sei bemerkt, daß Urandioxid UO2,
welches sich an der Luft leicht oxidiert, normalerweise nach Bedarf aus einer lagerfähigen Verbindung des
Urans hergestellt wird. Man geht häufig aus von Ammoniumdiuranat, das durcrt Glühen bei 9000C in das
Oxid U3O8 umgewandelt wird. Dieses Oxid wird anschließend
durch Reduktion bei einer Temperatur von etwa 9000C in einer 10% Wasserstoff und 90% Argon
enthaltenen Atmosphäre auf die stöchiometrische Zusammensetzung von höchstens UO2 reduziert. Unter
diesen Bedingungen erhält man ein Urandioxid, dessen Korngrößenverteilung im wesentlichen gleich der des
Selbstverständlich findet man im Dioxid die aus dem Herstellungsverfahren des Diuranats herkommenden
Verunreinigungen wieder, und es ist bekannt, daß diese Verunreinigungen, zumindest die nicht bereits zu Beginn
des Sinterns verdampften Verunreinigungen, die Dichte des gesinterten Endprodukts verringern, insbesondere
wegen der durch sie eingeführten Poren.
Im übrigen sollte das Ausgangsprodukt vorzugsweise aus einem Pulver bestehen, das in praktisch hydrostatischer
Weise in die Kammer der Presse fließen kann, wo die Tabletten vor dem Sintern gepreßt werden. Wenn
diese Eigenschaft nicht vorhanden ist, besteht die Gefahr, daß bei gleichbleibenden Einfüllvolumina des Pulvers
die entsprechenden Gewichte verschieden sind. Wenn das Ausgangspulver diese Eigenschaft nicht besitzt,
muß man im allgemeinen eine Zwischenstufe, die sogenannte »Granulation« durchführen, welche darin
besteht, das Pulver zu mahlen, ein erstes Mal zu kompakten Preßlingen zu pressen, diese zu mahlen und nur
eine Fraktion bestimmter Korngröße zurückzubehalten. Diese zusätzlichen Verfahrensschritte erhöhen wesentlich
die Kosten des Sinterns.
(1967) und »Atomwirtschaft«, 1967, S.524 bis 526 bekannten
Verfahren wird ein aus UF6 durch Fällung als (NH4)<i[UO2(CO3)3]und dessen Reduktion im Wirkelbett
erzeugtes UO2-Pulver ohne weitere Vorbehandlung und
ohne jeden Zusatz auf speziellen Pressen mit automatischer Matrizenschmierung zu Tabletten verpreüt und
anschließend direkt gesintert Statt eines dem UO2-PuI-ver
zugesetzten Bindemittels wird also hier eine Spezialpresse
mit automatischer Matrizenschmierung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Verdichtungsstößen benutzt,
um ein Festfressen der Presse zu verhindern und das Entformen der Tabletten zu erleichtern: Damit wird
aber mindestens in die Außenschicht der Tabletten ein Fremdstoff eingeführt, der während der folgenden
Sinterbehandlung wieder beseitigt werden muß. Abgesehen von dem infolge der Spezialpresse hohen apparativen
Aufwand ist dieses bekannte Verfahren offensichtlich nur zur Herstellung von oxydischen Tabletten
aus gegebenenfalls angereichertem Uran zu verwenden, nicht jedoch für die Herstellung von Tabletten aus gemischten
Actiniden oxiden, weil die erforderlichen verschiedenen Ausgangsprodukte nicht nach den gleichen
Verfahren verarbeitet werden können und man so nicht homogene, gut verpreßbare und sinterbare Pulvergemische
erhält, um reproduzierbar Tabletten mit den geforderten Eigenschaften herzustellen. Außerdem ist bei
diesem bekannten Verfahren die Enddichte der Kernbrennstofftabletten durch die Dichte des Ausgangsprodukts
festgelegt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen gesinterter Tabletten aus einfachen
oder gemischten Actinidenoxiden zu schaffen, das einfach, mit einem Minimum an Verfahrensschritten
durchzuführen ist und reproduzierbar Tabletten mit den geforderten Eigenschaften und mit einstellbarer Enddichte
ohne eine zwischengcschaitete Granulationsstufe liefert.
Es wurde gefunden, daß die Sintereignung von Actiniden-Oxidpulvern
auch erheblich beeinflußt wird durch die verfahrensbedingte Hydratation und Solvatation der
Pulver, welche als geringfügige Verunreinigung wirken. Mit dem Ausdruck »Solvatation« wird bekanntlich eine
mehr oder weniger feste Bindung eines in Lösung befindlichen Ions oder eines Moleküls eines Niederschlags
an eine bestimmte Zahl von Molekülen des Lösungsmittels bezeichnet. So bleibt bis zu Endstufe der Herstellung
der zu sinternden Pulver ein bestimmter Grad an Hydratation und Solvatation erhalten. Das ist besonders bei
UO2 und PuO2 der Fall, da weder das Glühen noch die
Reduktion selbst geeignet sind, die entsprechenden, von den Oxalat- oder Diuranatmolekülen zurückgehaltenen
Produkte zu beseitigen.
Die gestellte Aufgabe wird nun erfindungsgemäß bei einem Verfahren der eingangs angegebenen Art dadurch
gelöst, daß das pulverförmige Oxid oder die gemischten oder ungemischten pulverförmigen Oxide zum
Entgasen mehrere Stunden lang unter Teilvakuum auf eine Temperatur zwischen HOO und 130O0C erhitzt, gegebenenfalls
gemischt, dann zu Tabletten verpreßt und diese gesintert werden.
Die Entgasung wird vorteilhafterweise bei einer Temperatur von etwa 1200° und einem Druck von etwa
10 Torr durchgeführt.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die entgasende Wärmebehandlung bewirkt eine Kornvergrößerung und eine Glättung von Rauhigkeiten,
wie die Röntgendiffraksionsdiagramme zeigen. Die Fließfähigkeit des Pulvers wird durch diese Entwicklung
verbessert, so daß die bisher erforderliche Granulationsstufe weggelassen werden kann. Diese günstige
Wirkung wird noch zusätzlich zum Hauptergebnis erhalten, das in der Beseitigung von auf die Hydratation
und Solvatation zurückgehenden verunreinigenden Molekülen besteht, deren Anwesenheit für den Sintervorgang
ungünstig wäre.
Als Beispiel wird im folgenden ein Vergleich zwischen
ίο dem gegenwärtig am häufigsten angewandten Verfahren zur Herstellung von Tabletten des gemischten Oxids
von Uran und Plutonium und einem erfindungsgemäßen Verfahren bei Verwendung gleicher Ausgangsverbindungen
des Urans und Plutoniums angegeben.
Bezweckt wird die Herstellung von Tabletten aus einem gemischten Oxid von Uran und Plutonium mit einer Dichte von 95,5% ±2% der theoretischen Dichte, einem Durchmesser von 57 mm ±0,05 mm und einer leicht unter-stöchiometrischen Zusammensetzung (einem Verhältnis von Sauerstoff zu U + Pu zwischen 135 und 2). Die Ausgangsprodukte bestehen aus Ammoniumdiuranat und Plutoniumoxalat
Bezweckt wird die Herstellung von Tabletten aus einem gemischten Oxid von Uran und Plutonium mit einer Dichte von 95,5% ±2% der theoretischen Dichte, einem Durchmesser von 57 mm ±0,05 mm und einer leicht unter-stöchiometrischen Zusammensetzung (einem Verhältnis von Sauerstoff zu U + Pu zwischen 135 und 2). Die Ausgangsprodukte bestehen aus Ammoniumdiuranat und Plutoniumoxalat
Nach einem üblichen Verfahren glüht man das Diuranat bei etwa 9000C an der Luft, um zu U3O8 zu gelangen,
das anschließend in einer Argon/Wasserstoff-Atmosphäre zu UO2 reduziert wird. Das Plutoniumoxalat
wird ebenfalls bei 7000C geglüht, um PuO2 zu liefern.
gemahlen, wodurch die Mischung homogenisiert wird.
wobei nur die Fraktion mit einer Korngröße zwischen 315 und 630 Mikron zurückbehalten wird. Die Körner
werden zu Tabletten gepreßt, welche gesintert werden.
Dieses Verfahren weist den Nachteil auf, daß bei jeder neuen Charge des Ausgangspulvers Sinterversuche
durchgeführt werden müssen, um die Herstellungsnormen einhalten zu können. Außerdem bewirkt
das Mahlen zum Herstellen der Mischung Verzerrungen der Kristallgitter.
Ein Teil der diesem Verfahren innewohnenden Fehler, welche zu einem erheblichen Anteil an Ausschuß führen
können, ist anscheinend auf die Anwesenheit von Hydratations- und Solvatationsverunreinigungen zurückzuführen,
die nicht genügend flüchtig sind, daß sie während der Glüh- und Reduktionsstufen entfernt werden
können.
Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens auf die gleichen Uran und Plutonium liefernden Ausgangsverbindungen
werden zunächst die gleichen Verfahrensschritte durchgeführt, um Urandioxid und Plutoniumdioxid
zu erhalten. Man muß vor allem von Pulvern ausgehen, welche einen Gesamtgehalt an Verunreinigungen
unter 3000 ppm aufweisen, wobei der Gehalt an jedem als Verunreinigung vorliegendem Element (z. B.
Fluor) unter 100 ppm liegen muß. Im Hinblick darauf, daß die Dioxide nicht gemahlen werden, ist es ferner erforderlich,
daß die Korngröße der Uran- und Plutoniumausgangsverbindungen geeignet ist, sowohl hinsichtlich
der Grenzen der Kornabmessungen wie hinsichtlich der Korngrößenverteilung. Da das Oxalat praktisch stets in
Form eines sehr feinkörnigen Pulvers mit einer Korngröße unter 100 Mikron vorliegt, wird vorteilhafterweise
das Diuranat mit einer Korngrößenverteilung zwischen 100 und 1 mm benutzt.
Das Urandioxid und Plutoniumdioxid werden in geeigneten Anteilen (z. B. 75 und 25) gemischt und mecha-
nisch gerührt, um eine gleichmäßige Verteilung der beiden
Bestandteile zu erhalten. Dieser VerfahrensschriU wird in einem beliebigen Mischer durchgeführt, der mil
einer komplexen Bewegung im Raunt·angetrieben wird.
Die so erhaltene pulverförmige Mischung, die bd
etwa 1300° C zu sintern beginnt, wird einer entgasenden Wärmebehandlung unterworfen, indem sie zwei Stunden
lang (für eine Schichtdicke von unter 10 mm) in einer bei einem Druck von etwa 10 Torr gehaltenen
Kammer auf 1200°C erhitzt wird Das so behandelte Pulver wird mit Bindemittel versetzt und zum Einfüllen
in eine Presse benutzt, in welcher die Tabletten unter einem zwischen 45 und 7000 Bar liegenden Druck
gepreßt werdea Die UOr und RuCVPulver können selbstverständlich auch vor ihrem Vermischen entgast
werdea Das Sintern erfolgt, indem die Tabletten allmählich
auf 800° C erhitzt, eine Stunde bng zur Verdampfung
des Bindemittels bei dieser Temperatur gehalten und anschließend bis auf 1650°C gebracht und bei
dieser Temperatur etwa fünf Stunden lang gehalten werden. Das Sintern wird in einer reduzierenden Atmosphäre
durchgeführt, die beispielsweise auf das Volumen bezogen 10% Wasserstoff und 90% Argon enthält.
Die erhaltenen Tabletten werden den üblichen Kontrollen hinsichtlich Dichte, Abmessung, Oberflächenbeschaffenheit,
Röntgenbeugung unterworfen. Sie werden anschließend bis zum Einfüllen in die Hüllen in neutraler
Atmosphäre aufbewahrt
Man kann so Tabletten erhzJten, welche den oben
angegebenen Bedingungen und Toleranzen entsprechen.
Das gleiche erfindungsgemäße Verfahren kann auch zur Herstellung von Tabletten aus Urandioxid benutzt
worden.
Wie ersichtlich, ist das erfindungsgemäße Verfahren
ίο wirtschaftlicher als die bisherigen Verfahren, welche als
Verfahrensstufen nacheinander Mahlen, Pressen, erneutes Mahlen, Sieben, Rückführung des Feinguts, um
fassen, und führt gleichzeitig zu Tabletten, welche die gestellten Bedingungen besser erfüllen. Selbstverständ-
lieh ist die Erfindung, welche eine besonders wichtige
Anwendung bei der Herstellung von Oxid-Kernbrennstofftabletten findet, auch überall dort anwendbar, wo
Tabletten mit reproduzierbarer Dichte und genauen geometrischen Abmessungen aus Verbindungen erhal-
ten werden sollen, die Verunreinigungen enthalten, welche mindestens zur Hauptsache bei einer niedrigeren
Temperatur verdampfbar sind als die Temperatur, bei der das Sintern des Produkts beginnt, das zur Herstellung
der Tabletten bestimmt ist. Die Enddichle der Ta-
bletten wird auch durch den Bindemittelzusatz beeinflußt.
Claims (7)
1. Verfahren zum Herstellen gesinterter Tabletten aus einfachen oder gemischten Actiniden-oxiden,
wobei pulverförmiges Uranoxid oder gemischtes Uran- und Plutoniumoxid zu Tabletten verpreßt und
in reduzierender Atmosphäre während einer zum Sintern ausreichenden Zeit auf eine unterhalb des
Schmelzpunkts der Oxide liegende Temperatur erhitzt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß das pulverförmige Oxid oder die gemischten oder ungemischten pulverförmigen Oxide zum Entgasen
mehrere Stunden lang unter Teilvakuum auf eine Temperatur zwischen 1100 und 13000C erhitzt,
gegebenenfalls gemischt, dann zu Tabletten gepreßt und diese gesintert werden.
2 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entgasung bei einer Temperatur
von 12000C und bei einem Druck von etwa 10 Torr durchgeführt wird
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tabletten durch Pressen des
mit einem Bindemittel versetzten Oxids unter einem Druck von 4500 bis 7000 Bar in der Kälte geformt
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tabletten im Verlauf der Sinterbehandlung
allmählich bis auf eine Temperatur von etwa 8000C gebracht, mindestens eine Stunde lang
bei dieser Temperatur gehalten, anschließend auf etwa 1650° C gebracht und etwa 5 Stunden lang bei
dieser Temperatur gehalten werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das als Ausgangsprodukt
verwendete Urandioxid aus Ammoniumdiuranat mit einer Korngröße unter 1 mm hergestellt ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsoxide Urandioxid, das aus
Ammoniumdiuranat mit einer Korngröße zwischen 100 Mikron und lmm hergestellt ist, und Plutoni- 4c
umdioxid, das aus Plutoniumoxalat mit einer Korngröße unter 100 Mikron hergestellt ist, verwendet
werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die pulverförmigen Dioxide der Entgasungs
Wärmebehandlung unterworfen werden, nachdem sie in geeigneten Mengenanteilen gemischt
worden sind.
in Kernbrennstoffelementen verschiedener Typen von Kernreaktoren, besonders Leichtwasserreaktoren und
mit schnellen Neutronen arbeitenden Reaktoren benutzt werden wird fast ausschließlich das Sintern angewandt
Die so hergestellten Tabletten müssen mit oft geringen Toleranzen bestimmte physikalische und chemische
Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise wünscht man im Fall von Kernbrennstofftabletten eine homogene
und reproduzierbare Dichte, einen wohldefinierten und ebenfalls reproduzierbaren Durchmesser eine genaue
stöchiometrische Zusammensetzung, ein befriedigendes
Aussehen und eine Einphasenstruktur.
Es wurden bereits zahlreiche Untersuchungen ausgeführt,
um die zur Erfüllung der obigen Bedingungen erforderlichen Eigenschaften der Ausgangsprodukte und
die erforderlichen Verfahrensbedingungen zu bestim
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