DE20212917U1 - Anordnung zur Beurteilung des Sitzes und des Anpassungszustandes von Kontaktlinsen auf den Augen - Google Patents
Anordnung zur Beurteilung des Sitzes und des Anpassungszustandes von Kontaktlinsen auf den AugenInfo
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Description
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Anordnung zur Beurteilung des Sitzes und des Anpassungszustandes von Kontaktlinsen auf den Augen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung mit der Sitz und Anpassungszustand von Kontaktlinsen auf dem Auge beurteilt werden kann. Dazu wird im Vorfeld der Untersuchung Fluoreszein in üblicher Weise und Konzentration in die Augenflüssigkeit eingebracht. Anhand der erzeugten Fluoreszenzmuster können Rückschlüsse auf den Sitz und Anpassungszustand von Kontaktlinsen gezogen werden.
Nach dem bekannten Stand der Technik kann die Beurteilung des Sitzes und des Anpasszustandes von Kontaktlinsen auf dem Auge mit Hilfe von ophthalmologischen Untersuchungsgeräten, wie beispielsweise Spaltlampen erfolgen. Dazu wird nach [1] Fluoreszein in geeigneterweise und Konzentration in die Tränenflüssigkeit des zu untersuchenden Auges eingebracht. Bei der Verwendung von Fluoreszein ist für die Anregung des Fluoreszenzeffektes Licht mit einem möglichst hohen Blauanteil erforderlich. Die Beleuchtungseinrichtungen von Spaltlampen verfügen deshalb in der Regel über einen Blaufilter, der bei Bedarf eingeschwenkt werden kann. Eine Verbesserung des Beobachtungskontrastes kann durch ein zusätzlich in den Beobachtungsstrahlengang einzubringendes Gelbfilter erreicht werden, welches das unerwünschte Beleuchtungslicht ausfiltert.
Bei dem in der Patentschrift US 4,686,981 beschriebenen ophthalmologischen Gerät für die genaue Positionierung einer Kontaktlinse auf dem Auge wird auf die Verwendung eines Fluoreszein verzichtet. Die Kontrolle der Positionierung der Kontaktlinse erfolgt hierbei mit Hilfe von Abbildungen der vorderen Augensegmente (Pupille) sowie der anzupassenden Kontaktlinse. Aus den von einer Detektionseinheit ermittelten exakten Positionen von Pupille und Kontaktlinse wird durch eine Recheneinheit die relative Positionierung von Pupille und Kontaktlinse zueinander bestimmt.
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Die nach dem Stand der Technik bekannten technischen Lösungen zur Kontrolle von Sitz und Anpassungszustand einer Kontaktlinse auf dem Auge haben den Nachteil, dass der gerätetechnische Aufwand groß ist, meist ein ortsfestes Gerät vorliegt und durch die erforderliche Justierung und Anpassung des Gerätes an den Patienten ein nicht unerheblicher zeitlicher Aufwand entsteht. Nachdem der Patient vor dem Gerät platziert wurde ist das Gerät auf das jeweils zu untersuchende Auge zu positionieren und die entsprechenden Filter einzuschwenken. Erst dann kann der Anpassungszustand der Kontaktlinse kontrolliert werden. Bei einer Vielzahl derartiger Untersuchungen &iacgr;&ogr; mittels Fluoreszein summieren sich diese zusätzlichen Handgriffe zu einer erheblichen zeitlichen Mehrbelastung.
Literatur: [1] Rassow B u. a., „Ophthalmologisch-optische Instrumente", 1987, Ferdinand Enke Verlag Stuttgart, S. 99 ff
Der vorliegenden Lösung liegt die Aufgabe zugrunde eine Anordnung zu entwickeln, mit der eine einfache und schnelle Kontrolle des Sitzes und des Anpassungszustandes von Kontaktlinsen auf den Augen jederzeit ohne große Vorbereitung möglich ist.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Durch die Einfachheit der Anordnung und deren geringe Abmessungen kann die beschriebene Anordnung zur Beurteilung von Sitz und Anpassungszustand einer Kontaktlinsen auf dem Auge sowohl von Augenärzten als auch Optikern genutzt werden. Es sind dafür keine stationären Untersuchungsplätze nötig und die beschriebene Anordnung ist kompakt, leicht, netzunabhängig und transportabel. Eine Anwendung ist im Gegensatz zu anderen Geräten auch am liegenden Patienten möglich.
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Die technische Lösung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles beschrieben. Dazu zeigt:
Figur 1: eine Prinzipdarstellung der erfindungsgemäßen Anordnung.
Die Anordnung zur Beurteilung von Sitz und Anpassungszustand einer Kontaktlinse 12 auf einem Auge, durch die Erzeugung von Fluoreszenzeffekten in Verbindung mit einem in die Tränenflüssigkeit eingebrachten Fluoreszenzmittel, besteht aus einer Beleuchtungseinrichtung 1 und einer
&iacgr;&ogr; Beobachtungseinrichtung 2. Die Beleuchtungseinrichtung 1 sendet Licht in einem sehr begrenzten Wellenlängenbereich aus, welches eine auf das Fluoreszenzmittel abgestimmte Anregungswellenlänge enthält. Bei der Verwendung von Dinatriumfluoreszein als Fluoreszenzmittel ist eine blaue Lichtquelle wie z. B. eine Leuchtdiode 7 im Bereich 450 bis 480 nm erforderlich.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung verfügt die Beleuchtungseinheit 1 über mindestens eine Leuchtdiode 7 und über ein oder mehrere optische Elemente 8 zur Strahlformung und Erzielung einer gleichmäßigen Intensitätsverteilung. Zur Realisierung einer kompakten Form wird die Leuchtdiode 7 von einer schaltbaren, batteriebetriebenen Stromversorgung 9 versorgt, die über Steuermittel zur Helligkeitsregelung 13 verfügt und sich in einem gemeinsamen handlichen Gehäuse mit dieser befindet.
Die Beobachtungseinheit 2 besteht aus einem oder mehren optischen Bauteilen 10 zur vergrößerten Abbildung des zu untersuchenden Gebietes (Lupenfunktion) und verfügt zusätzlich über ein Sperrfilter 3 zur Unterdrückung des Beleuchtungslichtes. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das optische Bauteil 10 zur vergrößerten Abbildung gleichzeitig als Sperrfilter 3 für das Beleuchtungslicht ausgeführt, indem z. B. durch eine geeignete Einfärbung des Materials die gewünschte Wirkung erzielt wird. Bei der Verwendung von Dinatriumfluoreszein als Fluoreszenzmittel und einer blaue Leuchtdiode 7 ist ein gelbes Sperrfilter 3 erforderlich. Die Beobachtungseinheit 2 und die Beleuchtungseinheit 1 sind so miteinander verbunden, dass der von den
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optischen Achsen 4 und 5 eingeschlossenen Winkel variabel ist. Vorzugsweise schließen die optischen Achsen 4 und 5 einen Winkel von ca. 30- 40° ein. Die Verbindung 6 zwischen Beleuchtungs- und Beobachtungseinheit 1 und 2 ist nicht fest, so dass zum einen der eingeschlossene Winkel und zum anderen der Schnittpunkt der beiden optischen Achsen 4 und 5 variiert werden kann um eine Abstandsanpassung zum Auge 11 vornehmen zu können. Da es sich um eine direkte Beleuchtung handelt, liegt der Schnittpunkt der beiden optischen Achsen 4 und 5 im Auge 11. Dabei erfolgt die Beleuchtung in der Regel seitlich, um zentral beobachten zu können.
Eine Variation des von den optischen Achsen 4 und 5 eingeschlossenen Winkels bzw. des Abstandes deren Schnittpunktes ist zweckmäßig um eine Beobachtung bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gewährleisten zu können. Für eine einfache Ausführung ist jedoch auch eine feste Verbindung 6 denkbar, durch Schwenken um die Längsachse des Gehäuses ist ein schneller Wechsel von rechts nach links möglich. Zur besseren Handhabung der Anordnung kann das gemeinsame Gehäuse über einen Griff, vorzugsweise einen Pistolengriff verfügen.
Die Beurteilung von Sitz und Anpassungszustand einer Kontaktlinse 12 auf einem Auge 11 erfolgt durch Auswertung der erzeugten Fluoreszenzmuster. Bei einem guten Anpassungszustand ist der Abstand Kontaktlinse 12 zur Hornhaut und somit auch der dazwischenliegende Tränenfilm überall gleich. Das fluoreszierende Licht ist gleichmäßig, mit gleicher Helligkeit über die Linsenfläche verteilt. Bei einem schlechten Anpassungszustand ist der Abstand Kontaktlinse 12 zur Hornhaut und somit auch der dazwischenliegende Tränenfilm unterschiedlich. Das fluoreszierende Licht zeigt eine unterschiedlich helle Verteilung. Ein dünnerer Tränenfilm hat eine geringere Fluoreszenz und damit eine geringere Helligkeit zur Folge. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf den Sitz der Kontaktlinse 12 ziehen.
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Mit der dargelegten technischen Lösung ist eine Beurteilung von Sitz und Anpassungszustand einer Kontaktlinse 12 auf einem Auge 11 durch den Einsatz eines Fluoreszenzmittels schnell und vor allem ortsunabhängig möglich.
Claims (10)
1. Anordnung zur Beurteilung von Sitz und Anpassungszustand einer Kontaktlinse (12) auf einem Auge (11), unter Nutzung von Fluoreszenzeffekten in Verbindung mit einem in die Tränenflüssigkeit eingebrachtem Fluoreszenzmittel, bestehend aus einer Beleuchtungseinrichtung (1) und einer Beobachtungseinrichtung (2), dadurch gekennzeichnet,
- dass die Beleuchtungseinrichtung (1) Licht mit einer auf das Fluoreszenzmittel abgestimmten Anregungswellenlänge aussendet,
- dass die Beleuchtungseinrichtung (1) Licht in einem begrenzten Wellenlängenbereich aussendet,
- dass die Beobachtungseinrichtung (2) über ein zusätzliches Sperrfilter (3) zur Unterdrückung des Beleuchtungslichtes verfügt und
- dass die Beleuchtungseinrichtung (1) und die Beobachtungseinrichtung so (2) miteinander verbunden sind, dass der von den optischen Achsen (4, 5) eingeschlossenen Winkel variabel ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Verbindung zwischen Beleuchtungseinheit (1) und Beobachtungseinheit (2) so ausgebildet ist, dass der eingeschlossene Winkel und damit der Abstand zum Objekt variiert werden kann.
3. Anordnung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Verbindung (6) zwischen Beleuchtungs- (1) und Beobachtungseinheit (2) so ausgebildet ist, dass der Schnittpunkt der beiden optischen Achsen (4, 5) variiert werden kann.
4. Anordnung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Beleuchtungseinheit (1) über mindestens eine Leuchtdiode (7) verfügt.
5. Anordnung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Beleuchtungseinheit (1) zusätzlich über ein oder mehrere optische Elemente (8) zur Strahlformung und Erzielung einer gleichmäßigen Intensitätsverteilung verfügt.
6. Anordnung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Beleuchtungseinheit (1) über eine batteriebetriebene, schaltbare Stromversorgung (9) verfügt,
- dass diese Stromversorgung (9) Mittel zur Helligkeitsregelung (13) aufweist und
- dass sich die Stromversorgung (9) und die Mittel zur Helligkeitsregelung (13) in die Beleuchtungseinheit (1) integriert sind.
7. Anordnung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Beobachtungseinrichtung (2) über ein oder mehrere optische Bauteile (10) zur vergrößerten Abbildung des zu untersuchenden Auges (11) verfügt.
8. Anordnung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass das optische Bauteil (10) zur vergrößerten Abbildung des zu untersuchenden Auges (11) gleichzeitig als Sperrfilter (3) für das Beleuchtungslicht ausgeführt ist.
9. Anordnung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Beleuchtungseinheit (1), bei Verwendung von Dinatriumfluoreszein als Fluoreszenzmittel, über mindestens eine blaue Leuchtdiode (7) mit einer zur Anregung der Fluoreszenz geeigneten Wellenlänge verfügt und
- dass die Beobachtungseinheit (2), bei Verwendung von Dinatriumfluoreszein als Fluoreszenzmittel, über ein gelbes Sperrfilter (3) zur Kontraststeigerung verfügt.
10. Anordnung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Beleuchtungseinheit (1) zur besseren Handhabung über einen Griff, vorzugsweise Pistolengriff verfügt.
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Cited By (1)
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