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DE20202480U1 - Wärmegeschützte Gründung als Klimafundamentplatte für ein- und mehrgeschossige Gebäude - Google Patents

Wärmegeschützte Gründung als Klimafundamentplatte für ein- und mehrgeschossige Gebäude

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Publication number
DE20202480U1
DE20202480U1 DE20202480U DE20202480U DE20202480U1 DE 20202480 U1 DE20202480 U1 DE 20202480U1 DE 20202480 U DE20202480 U DE 20202480U DE 20202480 U DE20202480 U DE 20202480U DE 20202480 U1 DE20202480 U1 DE 20202480U1
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DE
Germany
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insulation
load
foundation
climate
concrete
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DE20202480U
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THERMO FUNDAMENTE BAU AXEL GRA
Original Assignee
THERMO FUNDAMENTE BAU AXEL GRA
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Publication of DE20202480U1 publication Critical patent/DE20202480U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D27/00Foundations as substructures
    • E02D27/01Flat foundations
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
    • F24D3/00Hot-water central heating systems
    • F24D3/12Tube and panel arrangements for ceiling, wall, or underfloor heating
    • F24D3/14Tube and panel arrangements for ceiling, wall, or underfloor heating incorporated in a ceiling, wall or floor
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24FAIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
    • F24F13/00Details common to, or for air-conditioning, air-humidification, ventilation or use of air currents for screening
    • F24F13/32Supports for air-conditioning, air-humidification or ventilation units
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02BCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO BUILDINGS, e.g. HOUSING, HOUSE APPLIANCES OR RELATED END-USER APPLICATIONS
    • Y02B30/00Energy efficient heating, ventilation or air conditioning [HVAC]

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Description

Heitsch Patentanwaltskanzlei
Wärmegeschützte Gründung als Klimafundamentplatte für ein- und mehrgeschossige Gebäude
[0001] Die Erfindung betrifft eine wärmegeschützte Gründung als Klimafundamentplatte
für ein- und mehrgeschossige Gebäude, bestehend im Wesentlichen aus Isolationsmitteln, gießbaren Baumaterialen, Grund- und Verteilungsleitungen und einem frostsicheren Gründungspolster.
[0002] Energiesparender Wärmeschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben bei der Errichtung von Ge-bäuden und stellt eine grundlegende bauphysikalische Aufgabe dar. In allen Stoffen und zwischen allen aneinandergrenzenden Stoffen geschieht Wärmeleitung, aber unterschiedlich stark. Deshalb kann man Wärmeverluste nie ganz vermeiden, aber wesentlich verringern. Dichte schwere Stoffe - wie Beton - haben eine hohe Wärmeleitfähigkeit, poröse leichte Stoffe - wie beispielsweise Hartschäume - eine geringe. Ziel des energiesparenden Wärmeschutzes ist es, die Wärmeleitung von schweren, festen Stoffen durch Porosierung zu verringern oder poröse, gut dämmende Schichten im Baukörper einzubringen, um dadurch ihren Wärmeschutz zu verbessern. Für den Energieverbrauch und das Wohlbefinden in einem Gebäude ist der U-Wert der Außenbauteile - also auch der der Gründung - entscheidend. Raumumschließungsflächen, die Wärme nicht ableiten, erhöhen die Behaglichkeit, sparen Energie und entlasten dadurch u. a. auch die Umwelt.
[0003] Eine praxisübliche Faustformel besagt, das der Liter-Öl-Verbrauch pro m2 pro
Jahr für die Heizung direktproportional vom U-Wert abhängt. Der Wärmeverlust und damit der Heiz-wärmebedarf ist also geringer, je niedriger der U-Wert einer Umfassungshülle ist. Um den U-Wert möglichst niedrig zu bekommen, könnte die Schichtdicke der Materialien erhöht werden. Das hätte zur Konsequenz, einen Fußbodenaufbau auf einem Fundament unwirtschaftlich stark
zu gestalten, um heutigen Wärmeschutzanforderungen gerecht zu werden. Es ist daher schon übliche Praxis, unter oder auf einer Bodenfundamentplatte entsprechende Wärmeisolationen einzubringen. Das findet allerdings seine Grenze an der statischen Belastbarkeit eine solchen Fundamentplatte. Es wurde also in der Vergangenheit nach Lösungen gesucht, weniger gut dämmende, aber gut statisch belastbare Baustoffe mit leichten dämmenden Materialien zu kombinieren. Derartige Fundamentplatten konnten in der Vergangenheit aber nur für die Leichtbauweise, d. h. im Wesentlichen für eingeschossige Fertighäuser, konzipiert werden.
[0004] Eine wesentliche Aufgabe besteht also darin, durch die Kombination von weniger
gut dämmenden, aber gut statisch belastbaren Baustoffen mit leichten und besser dämmenden Materialien einen energiesparenden und wärmebrückenfreien Wärme- und umlaufenden Feuchtigkeitsschutz zu gewährleisten.
[0005] Aus der DE 198 01 123 Al ist ein Fundamentaufbau mit vorgefertigten Sockelelementen bekannt, die beispielsweise aus einem Polystyrol-Leichtbeton bestehen. Nach dem Verlegen von Sockelelementen wird gemäß dieser Schrift ein Leichtortsbeton bis zur Oberkante der Sockelelemente eingebracht. In die Sockelelemente werden mit Nut und Feder versehene Schalungsprofilelemente eingebracht und bis zu deren Oberkante Beton und ein Estrich gefertigt. Ein derartiger mehrschichtiger Bodenaufbau mit vorgefertigten Elementen weist hohe Verfahrens- und Transportaufwendungen für die mit Nut und Feder versehenen Schalungsprofilelemente, die Sockelelemente, den Leichtorstbeton und den weiteren Fußbodenaufbau auf. Vor Ort müssen, insbesondere für Fundamentecken, die Sockelelemente auf Gärung geschnitten werden. Insgesamt weist auch dieser Fundamentaufbau noch keinen wärmebrückenfreien Wärmeschutz auf und ist wegen der hohen Verfertigungsaufwendungen sehr kostenintensiv.
[0006] Mit der DE 44 94 455 Tl wird ein Verfahren zur Herstellung von Baufundamenten und ein Fundamentaufbau beschrieben. Der Aufbau der Fundamentplatte erfolgt ebenfalls aus vorgefertigten wärmeisolierenden Bodenteilen aus zellularem Kunststoff, die umlaufend am Rand des Fundamentes bzw. im Bereich unterhalb der Wandung eine Nut aufweisen, in welche ein Kantenbalken ebenfalls aus wärmeisolierendem Material, insbesondere aus zellularem Kunststoff bestehend, eingesetzt wird, wobei dieser Kantenbalken mit einem Befestigungsmittel aus einem bandförmigen Keil in dieser Nut gehalten wird. Der Fundamentaufbau weist zwar eine
gute Wärmeisolierung auf, ist aber sowohl in der Vorfertigung als auch in der Fundamentherstellung aufwendig und nicht für mehrgeschossige und insbesondere nicht für Massivbauten geeignet. Darüber hinaus weisen derartige Fundamentplatten den Mangel auf, dass sie mit ihrer unteren Isolierlage horizontal unterhalb der üblichen vertikalen Fundamentbegrenzung hinausragen und dort eine Nut aufweisen, in die besagtes Befestigungsmittel eingebracht ist, welches allerdings nach Jahren einen Feuchtigkeitseintritt nicht mehr zurückhält, so dass durch eindringende Nässe in den Bereich dieser Befestigungsnut es im unteren Isoliermaterial durch Frosteinwirkungen zu Zerstörungen des Isoliermaterials kommt und somit die Statik des Fundaments gefährdet ist. Das gesamte Fundamentsystem liegt im Erdfeuchtigkeitsbereich und es sind damit, insbesondere die Isolierungen, wegen dem fehlenden Feuchtigkeitsschutz, Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und Frost ausgesetzt. Ein unbedingt notwendiger und geforderter Spritzwasserschutzbereich oberhalb der Oberkante Gelände (OKG) ist nach dieser Schrift nicht gegeben. Die vorgeschlagene Lösung ist daher nicht in der Praxis anwendbar.
[0007] Aus der DE 40 15 474 Al ist ein Fundamentaufbau mit Fußbodenheizung bekannt. Zwischen einer das Fundament umfassenden Fundamentwand ist ein Betonbett als Unterbau mit inliegenden großdimensionierten Rohren angeordnet. Zwischen dem Betonbett und der umfassenden Fundamentwand ist eine Isolierung angeordnet. Über dem Betonbett ist wiederum eine Isolierung mit einer darüber liegenden Wärmespeicherschicht und darin inliegender Fußbodenheizung angeordnet. Ein solcher Fundamentaufbau ist in seiner Herstellung kompliziert und aufwendig, erfordert einen hohen Vorfertigungsaufwand und ist wegen der Verwendung von relativ engliegenden großdimensionierten Rohren kostenintensiv.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, die bestehenden Mängel, wie sie im Stand der
Technik beschrieben sind, zu beheben. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung eine Baufundamentplatte vorzuschlagen, die in einfacher und kostengünstiger Weise herstellbar und ohne wesentlichen Vorfertigungsaufwand an der Baustelle ausführbar ist. Die vorzuschlagende Baufundamentplatte gewährleistet einen umlaufenden wärmebrückenfreien Wärmeschutz, ein gutes Wohnklima und eine ausreichende Festigkeit.
[0009] Die Aufgabe wird mit einer wärmegeschützten Gründung als Klimafundamentplatte für ein- und mehrgeschossige Gebäude, bestehend im Wesentlichen aus Isolationsmitteln,
gießbaren Baumaterialen, Grund- und Verteilungsleitungen und einem frostsicherem Gründungspolster gemäß der Haupt- und Nebenansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen werden in den Unteransprüchen beschrieben. Es wird eine wärmgeschützte Gründung vorgeschlagen, die ihrer Funktion nach erfindungsgemäß eine Klimafundamentplatte ist.
[0010] In dem fur die Errichtung eines Gebäudes ausgewählten Gelände wird Mutterboden bis zur tragfähigen Gründungssohle ausgehoben und die Gründungssohle verdichtet. An sich bekannte Erdregister für Luftvorwärmung für eine Wärmepumpenanlage werden auf der Gründungssohle verlegt und es erfolgt ein üblicher schichtenweiser Aufbau eines frostunempfindlichen Gründungspolster aus Füllboden vorzugsweise aus einem Kies-Sandgemisch oder einem Sand-Kiesgemisch. Dieser Füllboden wird verdichtet und ein Feinplanum hergestellt. Entsprechend der künftigen Nutzungserfordernisse für das zu errichtende Gebäude werden Entwässerungs- und Schutzrohre für die Installation von Medien sowie ein Ring- und Erdungsband in bzw. auf dem Füllboden verlegt. Über den soweit vorbereiteten Fundamentaufbau wird eine Baufolie ausgelegt. Auf dieser wird in den Ausmaßen des künftigen Fundaments mit allen Vorsprüngen und Winkelungen eine, das Fundament begrenzende Perimeterdämmung für den Wärme- und Feuchtigkeitsschutz aufgestellt und verankert. Die Verankerung erfolgt in herkömmlicher Art und Weise von außen oder durch Verbindung mit noch einzubringenden Bewehrungen. Die Perimeterdämmung wird vor Ort zugeschnitten. Sie bildet einen als Fundamentbestandteil äußeren Rahmen des Fundaments. Die Perimeterdämmung besteht aus geschäumten, feuchtigkeitsabweisendem Kunststoff von hoher Tragfähigkeit. Der mittels Perimeterdämmung errichtete Fundamentrahmen bildet mit seiner Oberkante gleichzeitig auch die Oberkante für den künftigen Aufbau der Klimafundamentplatte.
[0011] Innerhalb der als äußerer Fundamentrahmen aufgestellten Perimeterdämmung
wird horizontal ein Streifen ein Lastdämmung verlegt. Die Lastdämmung wird ebenfalls vor Ort zugeschnitten. Diese besteht aus einem geschäumten Kunststoff mit einer hohen Tragfähigkeit und einer Mindestrohdichte von > 40 kg/m3. Die Lastdämmung wird entlang der Perimeterdämmung und in Streifen auch dort ausgelegt, wo künftig auf der Fundamentplatte tragende Wände errichtet werden. Die beiden Dämmschichten werden miteinander verbunden. Vorzugsweise werden die Perimeterdämmung und die Lastdämmung miteinander verschweißt oder verklebt.
[0012] Alternativ ist gemäß der Erfindung vorgesehen, die Perimeterdämmung und die
Lastdämmung als einstückige, industriell vorgefertigte Dämmkörper in die Klimafundamentplatte einzubauen. Es versteht sich dabei von selbst, dass die Perimeterdämmung die gleichen Druckfestigkeitsanforderungen wie die Lastdämmung erfüllen muss. Als industriell vorgefertigte Dämmformkörper werden Winkel- und U-Formen bevorzugt, wobei bei Verwendung eines uförmigen Dämmkörpers dieser mit seinen zwei vertikalen Schenkeln so aufgestellt wird, dass ein vertikaler Schenkel als Perimeterdämmung und äußere Fundamentbegrenzung fungiert und ein weiterer vertikaler Schenkel eine Begrenzung innerhalb des Fundamentes darstellt.
[0013] Wird ein industriell vorgefertigter Dämmkörper als einstückige U-Form verwendet, so liegt es im Bereich der Erfindung, dass der im Inneren des Fundaments angeordnete vertikale Schenkel des Dämmkörpers mit einer Ausformung für die Aufnahme von Luftverteilrohren versehen ist. Es ist auch denkbar als industriell vorgefertigten Dämmkörper für Perimeterdämmung und Lastdämmung einen Winkel einzusetzen und einen separaten Formkörper aus Dämmstoff für die Aufnahme von Luftverteilrohren vertikal neben den winkelförmigen Dämmkörper also zwischen die Lastdämmung bzw. den winkelförmigen Dämmkörper und der Innendämmung anzuordnen. Der nunmehr verbleibende Hohlraum des u-förmigen Dämmkörpers bzw. des winkelförmigen Dämmkörpers und des vertikal angeordneten Formkörpers wird später mit einem fließfähigen Baumaterial ausgefüllt.
[0014] Die noch nicht mit Dämmstoffen belegte Fläche des Fundamentaufbaus wird nun
exakt mit einer Innendämmung beschichtet, die wiederum vor Ort zugeschnitten wird. Auch die Innendämmung wird mit der sie eingrenzenden Lastdämmung bzw. den winkel- oder u-förmigen Dämmkörpern verbunden. Das Verbinden erfolgt durch Verkleben oder Verschweißen. Die Innendämmung weist eine geringere Mindestrohdichte als die Lastdämmung auf Die Hauptdämmung ist in ihrer vertikalen Ausdehnung von mindestens doppelter Stärke als die Lastdämmung. Es liegt im Bereich der Erfindung Dämmstoffe, insbesondere für die Lastdämmung, aus Schaumglas zu verwenden.
[0015] Auf die an ihren vertikalen Stosskanten fest miteinander verbundenen einzelnen
horizontal angelegten Dämmschichten wird eine Trennfolie ausgelegt und Kalt- und Warmwasserleitungen sowie ein definiertes Netz von Luftverteilrohren verlegt. Alternativ ist gemäß der
Erfindung vorgesehen, in oder auf der Innendämmung oder in den noch aufzubringenden fließfähigen Baumaterialen eine stationäre Saugleitung für einen Staubsaugeranschluss mit einem entsprechenden Übergang, in den auf dem Fundament zu errichtenden Baukörper, anzuordnen. Beim Verlegen sämtlicher Leitungen ist zu beachten, dass Zu- und Ableitungen sämtlich vertikal erfolgen, so dass sie nicht in den Bereich der verlegten Lastdämmung gelangen.
[0016] Über der Lastdämmung - sowohl im Randbereich als auch in den tragenden Bereichen - wird eine statisch tragende Bewehrung und alternativ eine konstruktive Bewehrung für Spannungsausgleich und zur Vermeidung von Rissbildung ausgelegt. Wie bereits oben ausgeführt, können einzelne Bewehrungen mit der Perimeterdämmung derart verbunden sein, dass die den äußeren Fundamentrahmen bildende Perimeterdämmung von der Bewehrung während der Bauausführung gehalten und gestützt wird. Es entfällt damit das konventionelle Verankern der Perimeterdämmung von außen. Vor dem Einbringen fließfähiger Baumaterialen in den so vorbereiteten Fundamentaufbau wird das über den äußeren Fundamentrahmen also über die Perimeterdämmung überstehende, mit Baufolie abgedeckte Gründungspolster leicht abgeschrägt. Dies ist notwendig, um einen Feuchtigkeitseintritt zwischen ausgelegter Baufolie und Perimeterdämmung bzw. Lastdämmung vorzubeugen.
[0017] Der weitere Fundamentaufbau erfolgt gemäß der Erfindung in verschiedenen Varianten. In den vorbereiteten Fundamentaufbau wird nunmehr über der Lastdämmung im Randbereich und in den tragenden Bereichen innerhalb der Klimafundamentplatte Beton eingebracht. Dabei werden die statisch tragenden Bewehrungen und die konstruktiven Bewehrungen vollständig von Beton eingeschlossen. Der Beton wird verdichtet und es erfolgt eine Nivellierung und ein Feinabzug desselben. In der Innendämmung werden die Luftverteilrohre entsprechend der späteren vorgesehenen Nutzung verlegt, wobei die Luftverteilrohre mit Formstücken als Verbindung zu den auf der Klimafundamentplatte zu errichtenden Räumlichkeiten versehen werden. Diese Formstücke sind vorteilhafterweise als Teleskopformstücke ausgebildet, damit ein entsprechender Höhenausgleich erfolgen kann. Über der Innendämmung wird nun ein Trockenestrich so verlegt, dass entsprechende Schlitzöffnungen sich oberhalb der Luftverteilrohre befinden und eine Verbindung zu diesen durch die Formstücke hergestellt werden kann. Wahlweise kann auch über den randseitig bzw. in den tragenden Bereichen eingebrachten Beton ein Trockenestrich eingelegt
werden. Somit ist der Aufbau der Klimafundamentplatte abgeschlossen und der weitere Gebäudeaufbau kann erfolgen.
[0018] Eine weitere sinnvolle Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass mit dem Eintrag von Beton über der Lastdämmung zugleich auch ein Beton über der Innendämmung also über die gesamte Fundamentplatte hinweg erfolgt. In diesem Fall wird auf das Auslegen von einem Trockenestrich verzichtet. Die Luftverteilrohre können hier wahlweise in der Innendämmung oder in der über der Innendämmung liegenden Betonschicht angeordnet werden und - wie bereits beschrieben - durch den Beton hinweg teleskopartige Formstücke als Verbindung zwischen den Luftverteilrohren und der Oberkante des Fundamentsaufbaus eingebracht werden.
[0019] Ebenfalls im Rahmen der Erfindung liegt es, wenn die Luftverteilrohre im äußeren
Randbereich im Beton eingelegt werden. Eine solche Verfahrensweise wird bevorzugt für Wandaufbauten mit sogenannten Luftkanalsteinen, d. h. die aufzubauenden Wände weisen vertikal verlaufende Strömungskanäle auf. Für derart vorgesehene Aufbauten werden in dem Betonstreifen über der Lastdämmung Zu- und Abluftkanäle vorgesehen.
[0020] Die nach den beschriebenen Ausgestaltungsvarianten hergestellte Klimafundamentplatte ist geeignet für ein- und mehrgeschossige Gebäude im Fertigteil- und Massivbau. Die Klimafundamentplatte besteht aus einem Trockenstrich mit definierten Öffnungen für Luftzirkulation, einem in Rand- und tragenden Bereichen eingebrachten Beton, in welchem statisch tragende Bewehrungen und/oder konstruktive Bewehrungen vorhanden sind. Unter dem Trockenestrich liegt eine Innendämmung, wobei diese in ihrer vertikalen Ausdehnung um ein Vielfaches stärker dimensioniert ist als der darüber liegende Trockenestrich. In den Rand- und tragenden Bereichen ist unter dem Beton eine Lastdämmung angeordnet, die einen inneren Fundamentrahmen bildet, wobei die Lastdämmung eine höhere Tragfähigkeit als die Innendämmung hat. Die Lastdämmung ist in ihrer vertikalen Ausdehnung geringer dimensioniert als die Innendämmung, vorzugsweise weist sie eine Höhe auf, die kleiner oder gleich ist als die halbe Höhe der Innendämmung.
[0021] Die gesamte Klimafundamentplatte wird außen durch eine Perimeterdämmung
begrenzt. Sie bildet zugleich einen äußeren Rahmen und ist mit der Last dämmung fest verbun-
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• ·
den. Die Perimeterdämmung ist in ihrer horizontalen Ausdehnung geringer dimensioniert als die Höhe der Lastdämmung und weist vorzugsweise eine Materialstärke auf, die gleich oder kleiner ist als die halbe Höhe der Lastdämmung. Die Perimeterdämmung ist oberhalb der Oberkante Gelände angeordnet und dient demzufolge gleichzeitig als Spritzwand. Die Perimeterdämmung, die Lastdämmung und die Innendämmung bilden im ausgelegten bzw. im montierten Zustand eine kanalartige Ausnehmung, die mit Beton gefüllt ist, in welchem sich - wie erwähnt - die Bewehrungen befinden.
[0022] Die für die spätere Nutzung vorgesehene Klimatisierung der Räumlichkeiten befindet sich in der Klimafundamentplatte ein definiertes Netz von Luftverteilrohren. Dieses definierte Netz von Luftverteilrohren kann gemäß der verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung in der Innendämmung oder in einem, über der Innendämmung angeordneten Beton oder im Beton, der in Randbereichen der Lastdämmung eingebracht ist, angeordnet sein. So sieht eine Ausführungsform vor, die Luftverteilrohre unmittelbar in die Innendämmung einzubringen oder die Luftverteilrohre in Formkörpern aus Dämmstoff anzuordnen, welche als ein gesondertes E-lement zwischen Lastdämmung und Innendämmung während des Fundamentaufbaus vertikal eingestellt werden. Sowohl bei einem Aufbau mit Trockenestrich als auch bei Verwendung eines Nassbetons werden unabhängig von dem weiteren Aufbau der Fundamentplatte Formstücke zur Verbindung der Luftverteilrohre mit der Oberkante des Fundamentaufbaus vorgesehen. Diese Verbindungen erfolgen mit vorgefertigten teleskopartigen Formstücken. Soll auf der errichteten Fundamentplatte ein Gebäude mit Außenwänden mit darin befindlichen Strömungskanälen errichtet werden, so sind zweckmäßigerweise in dem randseitig eingebrachten Beton Zu- und Abluftkanäle angeordnet.
[0023] Es ist bekannt, dass sich die Heiztemperatur ohne Minderung der Wohnbehaglichkeit energiesparend um einige Grad senken lässt, wenn dem eine entsprechend hohe Oberflächentemperatur der raumumschließenden Bauteile gegenüber steht. In der Praxis hat man sich hier im Wesentlichen aber mit Wandaufbauten beschäftigt. Insbesondere für Fertigteilhäuser werden nach den vorgegebenen Maßen und Angaben des Fertighausanbieters Fundamentplatten errichtet und die Heiz-, Lüftungs- und/oder Klimatisierungsanlagen erst mit dem auf der Fundamentplatte zu errichtenden Gebäude in Betracht gezogen bzw. mit diesem geliefert. Mit der vorliegenden
• ·
Erfindung sollen alle raumumschließenden Bauteile also auch das Fundament mit in die Konzeption der Gestaltung einer besseren Wohnbehaglichkeit einbezogen werden.
[0024] Die in dieser Erfindung anhand des Verlegens von Rohren für Erdregister für
Klimatisierung und Luftverteilung beschriebenen Grundgedanken für die Verteilung von Energieträgermedien bezieht sich nicht ausschließlich auf das Energieträgermedium Luft. Es wird ausdrücklich hervorgehoben, dass auch alle anderen gasförmigen und flüssigen Energieträgermedien in Betracht kommen.
[0025] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Aufbau einer Klimafundamentplatte mit Trockenestrich im Schnitt,
Fig. 2 eine Alternative nach Fig. 1 mit Betoneintrag über der Innendämmung,
Fig. 3 eine Alternative nach Fig. 1 mit Formkörper aus Dämmstoff,
Fig. 4 eine Alternative nach Fig. 2 mit Luftverteilrohr im randseitigen Beton,
Fig. 5 eine Alternative nach Fig. 4 mit zwei Luftverteilrohren im randseitigen Beton,
Fig. 6 einen Teilschnitt des Fundamentes mit im Beton angeordneter stationärer Saugleitung für Staubsaugeranschluss.
[0026] Beispiel 1
Die Erfindung sieht gemäß der Fig. 1 vor, zunächst in konventioneller Weise den Mutter boden bis zur tragfähigen Gründungssohle auszuheben. Die Gründungssohle wird verdichtet und es erfolgt ein schichtenweiser Aufbau eines frostunempfindlichen Gründungspolsters 1 aus einem Kies-Sand-Gemisch oder einem Sand-Kies-Gemisch mit Verdichten und anschließendem Feinplanum. In oder unter das Gründungspolster 1 werden Entwässerungsrohre und Schutzrohre für die Aufnahme weiterer Medienleitungen und ein Ring - Erdungsband verlegt. Weitere Leitungen werden als Erdregister für Luftvorwärmung für eine Wärmepumpe während der Gründungsarbeiten eingebracht. Diese Erdregister nehmen Erdwärme als Wärmequelle auf und führen diese der Wärmepumpe zu. Die Wärmepumpe kann auch über weitere Wärmesammler von Ab- und/oder Außenluft gespeist werden. Exakt in den Ausmaßen des künftigen Fundaments mit allen Vorsprüngen und Winkelungen wird auf einer Baufolie eine das Fundament begrenzende, Perimeterdämmung 5 für den Wärme- und Feuchtigkeitsschutz aufgestellt und verankert. Diese
Perimeterdämmung 5 wird vor Ort zugeschnitten und bildet einen als Fundamentbestandteil äußeren Rahmen des Fundamentes. Die Perimeterdämmung 5 besteht aus geschäumten feuchtigkeitsabweisenden Kunststoff von hoher Tragfähigkeit. Die Oberkante der Perimeterdämmung 5 ist zugleich Oberkante des Aufbaus der Klimafundamentplatte. Innerhalb der Perimeterdämmung 5, die wie erwähnt, den äußeren Rahmen des künftigen Fundamentsaufbaus bildet, wird horizontal in Streifen eine Lastdämmung 6 verlegt. Diese besteht ebenfalls aus geschäumten Kunststoff, weist eine hohe Tragfähigkeit mit einer Mindestrohdichte von > 40 kg/m3 auf und ist ebenfalls feuchtigkeitsabweisend. Die Lastdämmung 6 bildet einen inneren Rahmen und wird beim Verlegen mit der Perimeterdämmung 5 verbunden. Das Verbinden beider Dämmschichten erfolgt durch Verschweißen oder Verkleben. Es liegt im Bereich der Erfindung alternativ die Perimeterdämmung 5 und die Lastdämmung 6 einstückig in Winkel- oder U-Form anzufertigen. Dies erfolgt entweder durch Verbinden auf der Baustelle oder bereits industriell, dann aber als kompakte Winkel- oder U-Form als Perimeterdämmung 5 und mit entsprechenden Druckfestigkeitswerten, wie sie für die statische Lastaufnahme erforderlich sind. Die Lastdämmung 6 kann auch aus Schaumglas gefertigt sein.
[0027] Sofern der Fundamentaufbau für die Aufnahme von tragenden Wänden im Bauwerksinneren vorgesehen ist, wird an entsprechenden Stellen des Fundamentaufbaues ebenfalls eine Lastdämmung 6 verlegt. Die noch nicht mit Dämmung ausgelegten inneren Flächen werden nun mit einer Innendämmung 8 ausgelegt. Die Innendämmung 8 ist in ihrer vertikalen Ausdehnung größer dimensioniert als die vorher verlegte Lastdämmung 6. Auch die Innendämmung 8 besteht aus einem geschäumten Kunststoff. Sie weist eine definierte Tragfähigkeit auf und ist ebenfalls feuchtigkeitsabweisend. Für den bisherigen Fundamentaufbau bedurfte es keiner gesonderten Vorfertigung, da sowohl die Perimeterdämmung 5 als auch die Lastdämmung 6 und die Innendämmung 8 vor Ort zugeschnitten werden. Die Innendämmung 8 wird mit der zuvor verlegten Lastdämmung 6 durch Verschweißen oder Verkleben fest verbunden.
[0028] In die Innendämmung 8 wird ein definiertes Netz von Luftverteilrohren 10 für die
Klimatisierung eingebracht. Diese und die mit einem obenliegenden Schlitz versehenen Luftverteilrohre 10 werden mit dem weiteren Fundamentaufbau so verbunden, dass ein Luftaustritt in über dem Fundament liegende Räumlichkeiten erfolgen kann. Die Luftverteilrohre 10 bestehen entweder aus Metall oder Metallverbundrohren oder aus Fertigteilen aus Kunststoff bzw. Kera-
mik. In der Figur 1 ist die Ausführungsform dargestellt, bei welcher die Luftverteilrohre 10 in der Innendämmung 8 eingelegt sind und die schlitzförmigen Verbindungen der Luftverteilrohre 10 durch einen anschließenden weiteren Fundamentaufbau - nämlich einen Trockenestrich 12 - führen. Anstelle eines Trockenestrich 12 ist auch jeder andere weitere Fundament- bzw. Fußbodenaufbau denkbar, wobei dieser weitere Fußbodenbau oder der Trockenestrich 12 von der Innendämmung 8 mittels Trennfolie 9 abgegrenzt wird. Die Trennfolie 9 wird aber gleichsam über der Lastdämmung 6 ausgelegt. Über der Lastdämmung 6 wird Beton 4 mit Bewehrungen 11, eingebracht. Über dem ausgehärtetem Beton 4 wird ebenfalls ein Trockenestrich 12 verlegt oder ein weiterer Fußbodenaufbau vorgenommen.
[0029] Das definierte Netz aus Luftverteilrohren 10 ist so dimensioniert und so verlegt,
dass nach Fertigstellung der Klimafündamentplatte eine Klimatisierung in gewünschten Temperaturbereichen in den künftig genutzten Räumen erfolgen kann. Die Luftverteilrohre 10 stehen über die Wärmepumpe mit dem Erdregister (in Fig. 1 nicht dargestellt) eines unterhalb der Oberkante Gelände angeordneten Wärmesammeisystems und/oder über Abluft und/oder Außenluft gespeisten Wärmesammlern in Verbindung. Für die Wärmegewinnung können auch andere Anlagen (z. B. Gas- oder Ölfeuerungsanlagen) Verwendung finden. Nach Aushärtung des eingebrachten Betons 4 erfolgt ein Feinabzug der erfindungsgemäßen Klimafundamentplatte und des Randbereiches sowie ein Scheiben bzw. ein Abreiben des Oberfußbodens.
[0030] Beispiel 2
Der Fundamentaufbau nach Fig. 2 ist prinzipgleich wie der in Beispiel 1 beschriebene. Nach diesem Ausführungsbeispiel erfolgt der Eintrag von Beton 4 über der Lastdämmung 6 bis zur Oberkante der Perimeterdämmung 5. Über der Innendämmung 8 wird anstelle eines Trockenestrichs 12 ein Betonfußbodenaufbau 14 errichtet. Die Luftverteilrohre 10 sind in der Innendämmung 8 angeordnet und nach oben hin mit einer Teleskopverbindung versehen, so dass ein Luftaustritt ungehindert durch den Betonaufbau 14 erfolgen kann.
[0031] Beispiel 3
In der Fig. 3 ist der Aufbau einer Klimafundamentplatte dargestellt, die ebenso - wie in Beispiel 1 beschrieben - mit einem Trockenestrich 12 versehen wurde. In Unterscheidung von den vorangegangenen Ausfuhrungsbeispielen ist hier das Luftverteilrohr 10 in einem speziellen Formkörper
13 angeordnet. Der Formkörper 13 kann aus einem Dämmmaterial bestehen, muss dann allerdings eine Mindestrohdichte aufweisen, wie die Innendämmung 8. Es ist aber auch denkbar, diesen Formkörper aus jedem anderen Material vorzufertigen. So kann er beispielsweise auch als ein Winkelteil aus Lastdämmung 6 und Formkörper 13 einstückig gefertigt sein. Auch eine Ausgestaltung als u-förmiges Dämmteil, d.h. eine u-förmige Verbindung von Perimeterdämmung 5, Lastdämmung 6 und Formkörper 13 liegt im Bereich der Erfindung.
[0032] Beispiel 4
Der in diesem Beispiel zu beschreibende Aufbau einer Klimafundamentplatte ist in Fig. 4 und Fig. 5 näher erläutert. In Abwandlung vom Beispiel 2 ist hier das Luftverteilrohr 10 nicht in der Innendämmung 8 angeordnet, sondern für einen speziellen Wandaufbau eines der über der Klimafundamentplatte zu errichtenden Gebäudes ist hier vorgesehen, dass das Luftverteilrohr 10 in den randseitig über der Lastdämmung 6 eingebrachten Beton 4 angeordnet ist. Diese Art der Anordnung der Luftverteilrohre 10 ist für spezielle Wandbelüftungssysteme vorgesehen. In Fig. 5 ist dazu eine Ausführungsform dargestellt, bei der in den randseitig eingebrachten Beton 4 ein Zuluftkanal 10' und ein Abluftkanal 10" angeordnet ist. Die Anordnung von Luftverteilrohren 10 und/oder Zuluftkanälen 10' und Abluftkanälen 10" in dem randseitig eingebrachten Beton 4 ermöglicht die Errichtung von darüber zu errichtenden Wänden, zum Beispiel nach dem Prinzip der sogenannten Hypokaustenfeuerung.
[0033] Beispiel 5
In der Fig. 6 ist eine für alle vorgenannten Beispiele einsetzbare Ausfuhrungsform dargestellt, bei welcher in oder auf der Innendämmung oder in den einzubringenden Beton 14 eine stationäre Saugleitung 15 für einen Staubsaugeranschluss mit einem entsprechenden Übergang, in den auf dem Fundament zu errichtenden Baukörper, angeordnet ist. Die stationäre Saugleitung 15 wird durch den Fundamentaufbau hindurchgefühlt, endet während des Aufbaus des Fundaments in einer vorrübergehend verschließbaren Verbindungsmuffe 16, in welche mit dem Aufbau einer Innenwand 18 eine in dieser angeordnete flexible Saugleitung 17 eingelassen wird. Derartige Fundamentaufbauten sind insbesondere für Gewerbebauten vorgesehen, ersparen spätere Aufstemmarbeiten und gewährleisten einen reibungslosen Bauablauf. Bei derartiger Vorfertigung wird ein solcher Fundamentaufbau auch im individuellen Wohnungsbau Einzug halten.
[0034] Die Vorteile der hier beschriebenen Klimafundamentplatte liegen darin, dass die
Klimafundamentplatte einen wärmebrückenfreien Wärmeschutz mit einem umlaufenden Feuchtigkeitsschutz garantiert und durch die Nutzung der kostenlosen Wärme aus der Wärmequelle Natur und Umwelt sowie durch die Wärmeleitung und Klimatisierung ein wesentlicher Beitrag zur Senkung der Energiekosten bei der späteren Nutzung und damit Senkung der CO2 - Emissionen beiträgt. Die Klimafundamentplatte weist darüber hinaus den Vorteil auf, dass für einzelne Räume des Gebäudes vorgegebene definierte Temperaturbereiche regelbar zur Verfügung gestellt werden. Durch die Vor-Ort-Zuschnitte der einzelnen Dämmschichten und -lagen kommt auch eine Transportoptimierung in Betracht, so dass insgesamt bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Klimafundamentplatte Umweltbelastungen reduziert und durch die kostengünstige Einsatzmöglichkeit energiesparender Anlagentechniken erhebliche Bau- und Energiekosten eingespart werden.

Claims (11)

1. Klimafundamentplatte für ein- und mehrgeschossige Gebäude in Fertigteil- und Massivbauweise, bestehend aus
- einem Trockenestrich (12) mit definierten Öffnungen,
- einem Beton (4), wobei dieser in Rand- und tragenden Bereichen eingebracht ist und in diesen Bereichen statisch tragende Bewehrungen (11) und/oder konstruktive Bewehrungen für einen Spannungsausgleich angeordnet sind,
- einer unter dem Trockenestrich (12) liegenden Innendämmung (8), wobei diese in ihrer vertikalen Ausdehnung um ein Vielfaches stärker dimensioniert ist als der darüber liegende Trockenestrich (12),
- einer in Rand- und tragenden Bereichen unter dem Beton (4) liegende Lastdämmung (6), die einen inneren Fundamentrahmen bildet, wobei die Lastdämmung (6) eine höhere Tragfähigkeit als die Innendämmung (8) hat und in ihrer vertikalen Ausdehnung geringer dimensioniert ist als die Innendämmung (8), vorzugsweise eine Höhe ≤ die halbe Höhe der Innendämmung (8) aufweist,
- einer die Klimafundamentplatte randseitig vertikal begrenzenden Perimeterdämmung (5), wobei diese in ihrer horizontalen Ausdehnung geringer dimensioniert ist als die Höhe der Lastdämmung (6), vorzugsweise eine Materialstärke von ≤ der halben Höhe der Lastdämmung (6) aufweist, die Perimeterdämmung (5) oberhalb der Oberkante Gelände angeordnet ist und mit der Lastdämmung (6) und diese wiederum mit der Innendämmung (8) jeweils fest verbunden sind,
- einem eine kanalartige Ausnehmung bildenden Zwischenraum zwischen Perimeterdämmung (5) und Innendämmung (8), der nach unten von der Lastdämmung (6) begrenzt ist, wobei dieser Zwischenraum mit Beton (4) ausgefüllt ist,
- einem unter dem Trockenestrich (12) angeordneten definierten Netz von Rohren für Energieträgermedien, vorzugsweise Luftverteilrohren (10) für eine Klimatisierung und einem Gründungspolster (1), mit einem darin oder darunter eingebetteten System von Leitungen als Erdregister für die Aufnahme von Erdwärme.
2. Klimafundamentplatte für ein- und mehrgeschossige Gebäude in Fertigteil- und Massivbauweise, bestehend aus
- einer auf der Innendämmung (8) liegenden Betonplatte (14) mit definierten Öffnungen,
- dem auf der Lastdämmung (6) liegenden Beton (4), wobei dieser in Rand- und tragenden Bereichen eingebracht ist und in diesen Bereichen statisch tragende Bewehrungen (11) und/oder konstruktive Bewehrungen für einen Spannungsausgleich enthält,
- einer unter der Betonplatte (14) liegenden Innendämmung (8), wobei diese in ihrer vertikalen Ausdehnung um ein Vielfaches stärker dimensioniert ist als die darüber liegende Betonplatte (14),
- einer in Rand- und tragenden Bereichen unter dem Beton (4) liegende Lastdämmung (6), die einen inneren Fundamentrahmen bildet, wobei die Lastdämmung (6) eine höhere Tragfähigkeit als die Innendämmung (8) hat und in ihrer vertikalen Ausdehnung geringer dimensioniert ist als die Innendämmung (8), vorzugsweise eine Höhe der halben Höhe der Hauptdämmung (8) aufweist,
- einer die Klimafundamentplatte randseitig vertikal begrenzenden Perimeterdämmung (5), wobei diese in ihrer horizontalen Ausdehnung geringer dimensioniert ist als die Höhe der vorzugsweise eine Materialstärke von ≤ der halben Höhe der Lastdämmung (6) aufweist, die Perimeterdämmung (5) oberhalb der Oberkante Gelände angeordnet ist und mit der Lastdämmung (6) und diese wiederum mit der Innendämmung (8) jeweils fest verbunden sind,
- einem eine kanalartige Ausnehmung bildenden Zwischenraum zwischen Perimeterdämmung (5) und Innendämmung (8), der nach unten von der Lastdämmung (6) begrenzt ist, wobei dieser Zwischenraum mit Beton (4) ausgefüllt ist,
- einem unter und/oder in der Betonplatte (14) und/oder in dem Beton (4) angeordneten definierten Netz von Rohren für Energieträgermedien, vorzugsweise Luftverteilrohren (10) für eine Klimatisierung und
- einem Gründungspolster (1), mit darin oder darunter eingebetteten System von Leitungen (2) als Erdregister für die Aufnahme von Erdwärme.
3. Klimafundamentplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei die Luftverteilrohre (10) in einem Formkörper (13), der vertikal zwischen Lastdämmung (6) und Innendämmung (8) steht, angeordnet sind.
4. Klimafundamentplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei die den äußeren Rahmen des Fundaments bildende Perimeterdämmung (5) und die Lastdämmung (6) als einstückiges Winkelelement angeordnet ist und dieses eine Mindestrohdichte von > 40 kg/m3 aufweist.
5. Klimafundamentplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei im äußeren Rahmen des Fundaments industriell vorgefertigte einstückige u-förmige Teile als Perimeterdämmung (5), Lastdämmung (6) und Formkörper (13) angeordnet sind und diese eine Mindestrohdichte von > 40 kg/m3 aufweisen.
6. Klimafundamentplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei die definierten Öffnungen im Trockenestrich (12) und im Beton (4; 14) vorzugsweise schlitzförmig sind und diese Öffnungen mit Luftverteilrohren (10) und/oder mit vorgefertigten Bauelementen für eine Luftverteilung in Verbindung stehen.
7. Klimafundamentplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei die definierten Öffnungen im Trockenestrich (12) und im Beton (14) in Randbereichen, versetzt oberhalb der Lastdämmung (8) in der Klimafundamentplatte angeordnet sind, so dass ein Luftaustritt unmittelbar an zu errichtenden Wänden erfolgt.
8. Klimafundamentplatte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Perimeterdämmung (5), und/oder die Lastdämmung (6) und/oder die Innendämmung (8) und/oder der Formkörper (13) aus geschäumten Kunststoff besteht.
9. Klimafundamentplatte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Perimeterdämmung (5) und/oder die Lastdämmung (6) und/oder die Innendämmung (8) und/oder Formkörper (13) aus Schaumglas bestehen.
10. Klimafundamentplatte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, wobei das definierte Netz von Rohren für Energieträgermedien einen Zuluftkanal (10') und einen Abluftkanal (10") aufweisen und diese im Beton (4; 14) und/oder der Innendämmung (8) angeordnet sind.
11. Klimafundamentplatte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, wobei in oder auf der Innendämmung oder in dem Beton (14) eine stationäre Saugleitung für einen Staubsaugeranschluss mit einem Übergang, in den auf dem Fundament zu errichtenden Baukörper, angeordnet ist.
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