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Die Erfindung betrifft ein Schmuckstück nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Dieses weist einen bogenförmigen Grundkörper auf, der ein erstes Ende und ein zweites Ende bildet. Zudem weist das Schmuckstück eine Schließanordnung auf, mittels der in einem verbundenen Zustand eine geschlossen umlaufende Tragestellung des Schmuckstückes herstellbar ist. Hierzu weist die Schließanordnung an einem sich vom ersten Ende weg erstreckenden ersten Endabschnitt Formschlussmittel und an einem sich vom zweiten Ende weg erstreckenden zweiten Endabschnitt Formschlussgegenmittel auf, die zur Herstellung der Tragestellung in eine gegenseitige Eingriffsstellung verbracht werden können.
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Aus
CN 207912237 U ist ein Schmuckstück in Form eines Armbandes bekannt, das einen umlaufend schließbaren Grundkörper aufweist. Zum Öffnen und Schließen des Grundkörpers ist dabei ein Rastmechanismus vorgesehen. Dieser weist an einem ersten Ende des Grundkörpers eine federnd gelagerte Rastaufnahme auf, in die ein an einem zweiten Ende des Grundkörpers gehaltener Rasthaken eingerastet werden kann.
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Nachteilig an dem bekannten Schmuckstück ist, dass die Schließanordnung aufgrund des verwendeten Rastmechanismus mit der federnd gelagerten Rastaufnahme eine gewisse Größe und ein relativ hohes Gewicht aufweist. Dadurch wird insbesondere bei filigranen Schmuckstücken deren Optik und Tragegefühl beeinträchtigt. Zudem verursacht der bekannte Rastmechanismus einen relativ hohen Montageaufwand und weist eine begrenzte Lebensdauer auf.
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Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Schmuckstück die genannten Nachteile zu vermeiden und, insbesondere auch für filigrane Schmuckstücke, eine einfach herzustellende und langlebige Schließanordnung zur Verfügung zu stellen.
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Diese Aufgabe wird durch ein Schmuckstück mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dabei ist der bogenförmige Grundkörper durch ein elastisch federndes Metallelement gebildet, das die Formschlussmittel und die Formschlussgegenmittel in der Verbindungsstellung in die gegenseitige Eingriffsstellung vorspannt. Auf diese Weise kann der Grundkörper selbst als elastischer Teil der Schließanordnung genutzt werden, der die Formschlussmittel und Formschlussgegenmittel in die Tragestellung vorspannt und damit sichert. Hierdurch werden keine weiteren Federmittel benötigt, was wiederum eine besonders filigrane Ausbildung der Schließanordnung und des Schmuckstückes insgesamt ermöglicht.
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In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform spannt der Grundkörper die Formschlussgegenmittel entlang einer Umfangsrichtung gegen die Formschlussmittel vor. Auf diese Weise kann eine zuverlässige Sicherung des Schmuckstückes in der geschlossenen Tragestellung gewährleistet werden. Zudem kann die Tragestellung in einfacher Weise durch Aufbringung einer manuellen Kraft in entgegengesetzter Umfangsrichtung aufgehoben werden, um das Schmuckstück zu öffnen.
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Dabei ist es günstig, wenn der Grundkörper den Endabschnitt in der Tragestellung gegen eine Innenseite des ersten Endes vorspannt, wodurch die Schließanordnung an der von einer einsehbaren Außenseite abgewandten Innenseite angeordnet ist, an der die Optik des Schmuckstückes während des Tragens nicht beeinträchtigt wird.
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Der bogenförmige Grundkörper weist in einer besonders bevorzugten Ausführungsform zudem eine ovale Form auf, durch die ein besonders hoher Tragekomfort erzeilt werden kann, wie insbesondere beim Tragen des Schmuckstückes um Handgelenk.
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Vorteilhafterweise ist der bogenförmige Grundkörper durch ein einteiliges Blechband gebildet, wodurch dieser besonders filigran hergestellt werden kann.
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Zudem ist es günstig, wenn das Blechband aus einer Gold- und/oder Platinlegierung hergestellt ist, um eine besonders hochwertig anmutende Optik des Schmuckstückes generieren zu können.
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Vorteilhafterweise weist da Blechband eine Stärke zwischen 0,4 und 1,0 mm auf, um eine ausreichende elastische Rückstellkraft gewährleisten zu können.
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Ferner ist es günstig, wenn der bogenförmige Grundkörper zur Einstellung einer geeigneten Elastizität kaltverformt ist. Auf diese Weise kann in Abhängigkeit des verwendeten Materials und der gewählten Materialstärke eine besonders geeignete Elastizität des Grundkörpers eingestellt werden.
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Alternativ oder zusätzlich hierzu ist der bogenförmige Grundkörper zur Einstellung der geeigneten Elastizität thermisch behandelt beziehungsweise gehärtet.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weisen die Formschlussmittel ein am ersten Endabschnitt abstehendes Eingriffselement und die Formschlussgegenmittel eine am zweiten Endabschnitt angeordnete Eingriffsaufnahme zur formschlüssigen Aufnahme des Eingriffselementes auf oder umgekehrt. Hierdurch kann eine besonders einfach herzustellende und langlebige Schließanordnung zur Verfügung gestellt werden.
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Ferner ist es günstig, wenn das Eingriffselement hakenförmig und die Eingriffsaufnahme durch eine Materialausnehmung gebildet ist, um eine besonders stabile formschlüssige Verbindung und geschlossen umlaufende Tragestellung des Schmuckstückes zu gewährleisten.
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Vorteilhafterweise ist am ersten Endabschnitt benachbart zum Eingriffselement eine Sichtausnehmung eingearbeitet, durch die hindurch der zweite Endabschnitt während eines Verbindungsvorganges von außen zumindest teilweise einsehbar ist. Durch diese Möglichkeit der teilweisen Einsichtnahme der Formschlussmittel und Formschlussgegenmittel kann das Schließen und/oder Öffnen des Schmuckstückes deutlich vereinfacht werden.
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Bevorzugterweise ist die Sichtausnehmung hierbei in ein Zierelement integriert, das am ersten Endabschnitt gehalten ist. Auf diese Weise kann die Sichtausnehmung derart in das Schmuckstück integriert werden, dass dessen Optik nicht beeinträchtigt wird.
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Es wird darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Merkmale des erfindungsgemäßen Gegenstandes untereinander austauschbar beziehungsweise kombinierbar sind, sofern ein Austausch oder eine Kombination derselben aus technischen Gründen nicht ausgeschlossen ist.
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In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schmuckstückes mit einer Schließanordnung in einer Offenstellung,
- 2 eine Seitenansicht der Schließanordnung nach 1,
- 3 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schmuckstückes mit einer Schließanordnung in einer Tragestellung,
- 4 eine Seitenansicht der Schließanordnung nach 3
- 5 eine Seitenansicht des Schmuckstückes nach 3 mit einem ovalen Grundkörper.
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Die 1 und 2 zeigen ein Schmuckstück 2, wie beispielsweise ein Arm- oder Halsband, in einer Offenstellung, in der es an ein Handgelenk oder an einem Hals H angelegt beziehungsweise von diesem abgenommen werden kann. Das Schmuckstück 2 weist einen Grundkörper 4 auf, der sich von einem ersten Ende 6 zu einem zweiten Ende 8 erstreckt. Um dabei das Schmuckstück 2 im angelegten Zustand von der dargestellten Offenstellung in eine geschlossen umlaufende Tragestellung des Grundkörpers 4 beziehungsweise des gesamten Schmuckstückes 2 gemäß der 3 und 4 verbringen zu können, um es sicher an dem betreffenden Handgelenk beziehungsweise Hals H festzulegen, weist das Schmuckstück 2 eine Schließanordnung 10 auf.
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Wie aus den 1 und 2 zu entnehmen ist, umfasst die Schließanordnung 10 dabei Formschlussmittel 12, die an einem Zierelement 14 angeordnet sind, das an einem ersten Endabschnitt 16 des Grundkörpers 4 gehalten ist. Dieser erste Endabschnitt 16 erstreckt sich dabei vom ersten Ende 6 des Grundkörpers 4 weg. Das Zierelement 14 weist dabei beispielhaft die Form einer Gürtelschnalle auf.
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An einem zweiten Endabschnitt 18, der sich vom zweiten Ende 8 des Grundkörpers 4 weg erstreckt, weist die Schließanordnung 10 zudem Formschlussgegenmittel 20 auf, die mit den Formschlussmitteln 12 formschlüssig verbindbar sind, um die geschlossen umlaufende Tragestellung gemäß der 3 und 4 herzustellen.
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Wie insbesondere aus 2 zu entnehmen ist, weisen die Formschlussmittel 12 beispielhaft ein hakenförmiges Eingriffselement 22 auf, während die Formschlussgegenmittel 20 durch eine Materialausnehmung 24 gebildet sind. Alternativ hierzu können die Formschlussmittel 12 und Formschlussgegenmittel 20 auch umgekehrt ausgebildet sein. In jedem Fall können die Formschlussmittel 12 und die Formschlussgegenmittel 20 auf diese Weise, wie insbesondere aus 4 zu entnehmen ist, in eine formschlüssige Verbindung gebracht werden, um die geschlossen umlaufende Tragestellung herzustellen.
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Um die Schließanordnung 10 in der Tragestellung sicher im formschlüssig verbundenen Zustand zu halten, ist der Grundkörper 4 durch ein elastisch federndes Metallelement gebildet, das die Formschlussmittel 12 und die Formschlussgegenmittel 20 in die gegenseitige Eingriffsstellung vorspannt. Wie in 4 dargestellt, erzeugt der Grundkörper 4 in der Tragestellung hierdurch in einer Umfangsrichtung U zueinander entgegengesetzte elastische Rückstellkräfte F an den Formschlussmitteln 12 und Formschlussgegenmitteln 20, die diese in Eingriff halten. Zudem wird der zweite Endabschnitt 18 durch die elastischen Rückstellkräfte F und die Bogenform des Grundkörpers 4 gegen eine Innenseite 26 des ersten Endabschnittes 16 vorgespannt, wodurch der formschlüssige Eingriff zusätzlich gesichert wird. Durch die Herstellung und Sicherung des formschlüssigen Eingriffes an der Innenseite 26 des ersten Endabschnittes 16 ist zudem gewährleistet, dass die in der Tragestellung sichtbare Außenseite 28 des angelegten Schmuckstückes 2 optisch nicht durch die Formschlussmittel 12 und/oder Formschlussgegenmittel 20 beeinträchtigt wird.
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Um ein dauerhaft geeignetes elastisches Materialverhalten gewährleisten zu können und gleichzeitig ein hochwertig anmutendes Schmuckstück zur Verfügung zu stellen, ist der Grundkörper 4 vorzugsweise durch ein einteiliges Blechband gebildet, das beispielsweise aus Gold und/oder Platin, beziehungsweise aus Gold- und/oder Platinlegierungen hergestellt ist. Die Stärke des Blechbandes liegt dabei in Abhängigkeit der Art und Größe des Schmuckstückes 2 vorzugsweise in einem Bereich zwischen 0,4 und 1,0 mm.
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Um hierbei eine für die oben beschriebene Funktionsweise dauerhaft geeignete Elastizität des Grundkörpers 4 gewährleisten zu können, kann dieser durch Kaltverformung in der gewünschten Bogenform hergestellt sein. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann der Grundkörper 4 im Zuge seiner Herstellung zudem auch thermisch behandelt beziehungsweise gehärtet worden sein.
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Wie insbesondere aus den 1 und 2 zu entnehmen ist, kann eine Sichtausnehmung 30 vorgesehen sein, durch die hindurch der unter dem ersten Endabschnitt 16 angeordnete zweite Endabschnitt 18 teilweise von der Außenseite 28 zu sehen ist. Diese Sichtausnehmung 30 ist dabei benachbart zu den ersten Formschlussmitteln 12 ausgebildet. Hierdurch können beim Anlegen des Schmuckstückes 2 beziehungsweise am Herstellen der Tragestellung die Formschlussgegenmittel 20 besser eingesehen werden, um diese leichter mit den Formschlussmitteln 12 verbinden zu können.
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Um die Optik des Schmuckstückes 2 nicht durch die bereitgestellte Sichtausnehmung 30 zu beeinträchtigen, ist diese in das Zierelement 14 integriert. Hierzu ist das Zierelement beispielsweise in der Form einer Gürtelschnalle ausgebildet.
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Wie aus 5 zu entnehmen ist, weist der Grundkörper 4 beziehungsweise das Schmuckstück 2 in der geschlossen umlaufenden Tragestellung vorzugsweise eine ovale Form auf, um insbesondere beim Tragen an einem Handgelenk ein gleichmäßiges Anliegen und einen besonders hohen Tragekomfort zu gewährleisten. Alternativ hierzu kann der Grundkörper 4 in der Tragestellung auch jede andere bekannte und geeignete geschlossen umlaufende Form aufweisen, wie insbesondere eine Kreis-, Ellipsen- oder Nierenform.
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Es wird darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Elemente und Merkmale der verschiedenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenstandes untereinander austauschbar beziehungsweise kombinierbar sind, sofern ein Austausch oder eine Kombination derselben aus technischen Gründen nicht ausgeschlossen ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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