[go: up one dir, main page]

DE202024106567U1 - Kabelführungsvorrichtung und Kabelbaum - Google Patents

Kabelführungsvorrichtung und Kabelbaum Download PDF

Info

Publication number
DE202024106567U1
DE202024106567U1 DE202024106567.0U DE202024106567U DE202024106567U1 DE 202024106567 U1 DE202024106567 U1 DE 202024106567U1 DE 202024106567 U DE202024106567 U DE 202024106567U DE 202024106567 U1 DE202024106567 U1 DE 202024106567U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
guide
cable
closure
guide device
designed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DE202024106567.0U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ENGESER GMBH INNOVATIVE VERBINDUNGSTECHNIK, DE
Original Assignee
ENGESER INNOVATIVE VERBINDUNGSTECHNIK GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ENGESER INNOVATIVE VERBINDUNGSTECHNIK GmbH filed Critical ENGESER INNOVATIVE VERBINDUNGSTECHNIK GmbH
Publication of DE202024106567U1 publication Critical patent/DE202024106567U1/de
Priority to PCT/EP2025/064206 priority Critical patent/WO2025256889A1/de
Active legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Images

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G3/00Installations of electric cables or lines or protective tubing therefor in or on buildings, equivalent structures or vehicles
    • H02G3/30Installations of cables or lines on walls, floors or ceilings
    • H02G3/32Installations of cables or lines on walls, floors or ceilings using mounting clamps
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G3/00Installations of electric cables or lines or protective tubing therefor in or on buildings, equivalent structures or vehicles
    • H02G3/02Details
    • H02G3/04Protective tubing or conduits, e.g. cable ladders or cable troughs
    • H02G3/0406Details thereof
    • H02G3/0418Covers or lids; Their fastenings
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G3/00Installations of electric cables or lines or protective tubing therefor in or on buildings, equivalent structures or vehicles
    • H02G3/02Details
    • H02G3/04Protective tubing or conduits, e.g. cable ladders or cable troughs
    • H02G3/0431Wall trunking

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Installation Of Indoor Wiring (AREA)

Abstract

Kabelführungsvorrichtung (20) mit
- einem Führungselement (21), das mindestens zwei zum Einlegen jeweils eines zu führenden Kabels (30) ausgebildete, zu einer Einlegeseite (201) hin offene Führungskanäle (210) aufweist, die sich über eine Breite des Führungselements (21) erstrecken, und
- einem zum Verschließen zumindest eines der Führungskanäle (210) von der Einlegeseite (201) her ausgebildeten Verschlusselement (22), wobei das Führungselement (21) und das Verschlusselement (22) jeweils Komponenten (51, 52) eines zusammenwirkenden Rastverschlusses zur lösbaren Befestigung miteinander aufweisen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kabelführungsvorrichtung sowie einen vorkonfektionierten Kabelbaum mit mindestens einer ersten und einer zweiten solchen Kabelführungsvorrichtung.
  • Bei der Installation von elektrischen Anlagen, wie etwa Photovoltaikanlagen, ist regelmäßig eine Vielzahl von Kabeln zu verlegen. Üblicherweise werden die Kabel dazu an einer geeigneten Stelle in einem Kabelkanal geführt oder mit einem Kabelbinder, gegebenenfalls ortsfest, zusammengebunden. Ist dabei aber eine vorgegebene räumliche Anordnung der Kabel zu beachten, etwa falls im Verlegungsverlauf einzelne Kabel ausgeleitet werden müssen, kann dies typischerweise nur zeitintensiv und mit erheblichem Aufwand erfolgen. Zudem kommt es bei einer derartigen losen Kabelverlegung regelmäßig zu einer Verdrillung der Kabel, was der Nachverfolgbarkeit der Kabel und darüber hinaus auch der Materialqualität der Kabel abträglich ist.
  • Dies kann jedoch, insbesondere bei einer hohen Anzahl von Kabeln, regelmäßig nicht zufriedenstellend erreicht werden, und eine Kabelkonfektionierung im Feld erweist sich stets als sehr zeitintensiv.
  • Ausgehend hiervon werden erfindungsgemäß eine Kabelführungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein vorkonfektionierter Kabelbaum mit den Merkmalen des Anspruchs 26 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die erfindungsgemäße Kabelführungsvorrichtung kann beispielsweise als eine modulartig verwendbare Kabelführung zum parallelen Führen von zumindest acht oder zwölf Kabeln eines Kabelbaums einer Photovoltaikanlage ausgebildet sein.
  • Bei der Erfindung handelt es sich um eine vorteilhafte Ausgestaltung einer Kabelführungsvorrichtung, bei der in jeden der Führungskanäle jeweils ein zu führendes Kabel eingelegt werden kann. Auf diese Weise kann eine räumliche Strukturierung der geführten Kabel erreicht werden, was zum Beispiel auch eine entsprechende Kennzeichnung ermöglicht. Die Beibehaltung der so hergestellten Struktur, auch bei Krafteinwirkung auf das zu führende Kabel, kann durch das Verschließen des Führungskanals mittels des erfindungsgemäß vorgesehenen Verschlusselements sichergestellt werden. Die Befestigung des Verschlusselements mittels Rastverschluss an dem Führungselement ermöglicht eine besonders einfache Handhabung. Auf diese Weise kann eine räumlich geordnete, übersichtliche und nachverfolgbare Kabelführung auch bei einer Vielzahl zu verlegender Kabel, zum Beispiel eines vielstrangigen Kabelbaums, erreicht werden. Zudem sind Möglichkeiten zur ortsfesten Anbringung einer solchen Kabelführungsvorrichtung im Feld, zum beispielsweise mittels Schrauben, insbesondere selbstschneidender Schrauben, oder Kabelbinder, regelmäßig vorhanden, zum Beispiel an Gestellen von Photovoltaikanlagen.
  • Die Führungskanäle sind zur Einlegeseite des Führungselements hin offen. Die Führungskanäle können geeigneterweise einen im wesentlichen runden Querschnitt aufweisen. Die Öffnung der Führungskanäle kann beispielsweise in einem sich bereits wieder verjüngenden Abschnitt des (insbesondere runden) Querschnitts liegen. Die Weite bzw. der Durchmesser der Führungskanäle kann abhängig von einem Durchmesser eines zu führenden Kabels ausgebildet sein. Beispielsweise kann die maximale Weite der Führungskanäle 4 mm bis 10 mm, insbesondere 6 mm, betragen.
  • Es ist denkbar, dass das die Kabelführungsvorrichtung so ausgebildet ist, dass mehrere, beispielsweise drei oder vier, Verschlusselemente gleichzeitig, insbesondere nebeneinander, an einem einzigen Führungselement befestigbar sind. Entsprechend können dann die jeweiligen Komponenten des zusammenwirkenden Rastverschlusses zur lösbaren Befestigung miteinander ausgestaltet sein. Beispielsweise umfasst das Führungselement eine dreifache oder vierfache Anzahl von Komponenten des Rastverschlusses gegenüber der Anzahl der vom Verschlusselement umfassten Komponenten.
  • In einer Ausführungsform sind die Führungskanäle jeweils zu einer Seite senkrecht zur Einlegeseite hin offen. Zusätzlich kann eine Bewegung eines zu führenden Kabels zu der Seite senkrecht zur Einlegeseite hin durch das Verschlusselement in einem mit dem Führungselement befestigten Zustand begrenzt werden. Dies ermöglicht ein besonders einfaches Einlegen eines Kabels in einen der Führungskanäle, wobei dennoch eine ausreichend sichere Halterung des eingelegten Kabels in dem Kanal bereitgestellt wird.
  • Beispielsweise kann der Rastverschluss als Dreh-Rastverschluss ausgeführt sein. Die Komponenten des Rastverschlusses können auf Seiten des Verschlusselements zwei an einem Schaft ausgeformte, in einer durch korrespondierende Durchbrüche des Führungselement hindurch bewegbare Nasen ausgebildet sind, die nach Durchführung durch die Durchbrüche durch eine Rotation des Verschlusselements relativ zum Führungselement in dazu als korrespondierende Hinterschnitte ausgebildete Komponenten des Rastverschlusses auf Seiten des Führungselements verbringbar sind. Ein auf diese Weise ausgebildeter Rastverschluss entspricht einem Bajonettverschluss. Auf diese Weise kann eine besonders sichere aber dennoch einfach lösbare Befestigung von Verschlusselement und Führungselement aneinander realisiert werden.
  • Die Nasen können in zwei Ausrichtungen des Verschlusselements relativ zum Führungselement durch die Durchbrüche hindurch bewegbar, was eine einfache Ausformung eines solchen Dreh-Rastverschlusses ermöglicht. Weiter vereinfacht werden kann dies dadurch, dass die Nasen nur in einer ersten und in einer zweiten Ausrichtung des Verschlusselements relativ zum Führungselement durch die Durchbrüche hindurch bewegbar sind. Dabei kann die zweite Ausrichtung einer Rotation des Verschlusselements um 180 Grad gegenüber der ersten Ausrichtung entsprechen.
  • Zur ordnungsgemäßen Befestigung des Verschlusselements mit dem Führungselement können die Nasen durch eine Rotation des Verschlusselements um 90 Grad relativ zum Führungselement in die Hinterschnitte verbringbar sein. Dies erlaubt eine ausreichend sichere Befestigung des Verschlusselements an dem Führungselement.
  • Das Verschlusselement kann rotationssymmetrisch zu einer vertikalen Achse ausgeformt sein. Alternativ oder zusätzlich kann das Verschlusselement einen Handgriff aufweisen.
  • Wie bereits angedeutet kann eine Weite der Führungskanäle an der einlegeseitigen Öffnung jeweils geringer sein als die Weite im Inneren des Führungskanals. In diesem Fall ist die Weite des jeweiligen Führungskanals senkrecht zu einer Breite des Führungselements größer als die Weite der Öffnung an der Einlegeseite. Mit anderen Worten ist dann die Erstreckung des jeweiligen Führungskanals an der einlegeseitigen Öffnung geringer als die maximale Erstreckung des Führungskanals senkrecht zur Breite des Führungselements, das heißt die maximale Erstreckung des Querschnitts. Beispielsweise im Fall eines Führungskanals mit im Wesentlichen rundem Querschnitt ist dann die Weite des Führungskanals geringer als der Durchmesser des Querschnitts. Das Führungselement kann dazu aus einem Material ausgeformt sein, das eine dafür ausreichende Flexibilität bietet.
  • Insbesondere im Fall eines Durchmessers des zu führenden Kabels, der größer ist als die Weite der Öffnung des Führungskanals kann das zu führende Kabel so im Führungskanal festsitzend eingebracht werden. Dies erlaubt zumindest während der Installation einer Führungsvorrichtung oder während des Verlegens zu führender Kabel eine schnell und ohne zusätzliche Werkzeuge lösbare Halterung des Kabels innerhalb des Führungskanals, wodurch die Verlegung zusätzlich vereinfacht werden kann.
  • An zumindest einem, insbesondere an zumindest zweien der Führungskanäle können an der einlegeseitigen Öffnung zumindest eine Halteklammer, insbesondere zwei Halteklammern, zur lösbaren Halterung des zu führenden Kabels in dem jeweiligen Führungskanal angeordnet. Dabei kann zusätzlich die Halteklammer so ausgestaltet sein, dass sie eine Bewegung eines zu führenden Kabels zur Einlegeseite hin begrenzt, und eine Bewegung des zu führenden Kabels zu einer Seite senkrecht zur Einlegeseite hin, insbesondere zu derjenigen Seite, zu welcher die Führungskanäle jeweils hin offen sind, über die Erstreckung der Halteklammer hinaus ermöglicht. Auf diese Weise kann insbesondere auch bei einer zu einer Seite senkrecht zur Einlegeseite hin offenen Ausgestaltung des Führungskanals zumindest während der Installation einer Führungsvorrichtung oder während des Verlegens zu führender Kabel eine schnell und ohne zusätzliche Werkzeuge lösbare Halterung des Kabels innerhalb des Führungskanals ermöglicht werden, wodurch die Verlegung zusätzlich vereinfacht werden kann.
  • Das Führungselement kann vier, insbesondere acht oder zwölf, Führungskanäle aufweisen. Eine solche Ausstattung ist besonders geeignet für eine Vielzahl von Anwendungsfällen, wie etwa bei der Verlegung von Kabeln im Rahmen der Installation einer Photovoltaikanlage. So kann eine hinreichende Anzahl von Führungskanälen bereitgestellt und die Dimensionierung der Führungsvorrichtung dabei dennoch ausreichend klein für eine einfache Handhabung bleiben.
  • Zusätzlich können jeweils zwei Führungskanäle unmittelbar benachbart angeordnet sein. Auf diese Weise kann eine räumlich nahe Anordnung zweier zu führender Kabel erreicht werden, wie es etwa bei der Verlegung von Kabeln unterschiedlicher Polarität vorteilhaft ist. So lässt sich, etwa bei der Verlegung eines Kabelbaums einer Photovoltaikanlage, die dabei gewünschte räumlich nahe Abführung eines Kabelpaares unterschiedlicher Polarität zu einer Reihenanordnung von Solarpanelen bei Beibehaltung der strukturierten Anordnung weiterer zu führender Kabel erreichen.
  • In einer Ausführungsform verlaufen zumindest zwei Führungskanäle parallel zueinander. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass sämtliche Führungskanäle parallel zueinander verlaufen. Dies ermöglicht eine besonders platzsparende Ausgestaltung des Führungselements und eine besonders übersichtliche Anordnung der zu führenden Kabel.
  • Die Komponenten des Rastverschlusses können auf Seiten des Führungselements als auf der Einlegeseite angeordnete Rastnasen und auf Seiten des Verschlusselements als dazu korrespondierende hinterschnittene Ausnehmungen ausgebildet sein. Dies ermöglicht eine für die lösbare Befestigung des Verschlusselements an dem Führungselement besonders geeignete Verbindung in Form eines Clipverschlusses.
  • Das Führungselement und das Verschlusselement können jeweils mehrere, beispielsweise jeweils sechs, Komponenten des Rastverschlusses aufweisen. Denkbar ist auch, dass das Führungselement eine größere Anzahl von Komponenten, beispielsweise 18, aufweist, und insbesondere zur gleichzeitigen Verbindung mit mehreren Verschlusselementen ausgebildet ist. Zusätzlich können die Komponenten des Führungselements und des Verschlusselements jeweils zweireihig angeordnet sein. Die Komponenten des Führungselements können zweireihig senkrecht zur Breite des Führungselements angeordnet, und die Komponenten des Verschlusselements dazu korrespondierend ebenfalls zweireihig angeordnet sein.
  • Bei derartigen Ausgestaltungen kann jeweils eine für die lösbare Befestigung des Verschlusselements an dem Führungselement ausreichend flexible, aber dennoch ausreichend sichere Verbindung erreicht werden.
  • In dem Führungselement können zwischen den Komponenten senkrecht zur Breite des Führungselements jeweils zwei Führungskanäle angeordnet sein. Dabei kann es sich insbesondere um zwei benachbarte, gegebenenfalls parallele Führungskanäle handeln. Entsprechend kann dann das Verschlusselement zum Verschließen dieser beiden Führungskanäle ausgebildet sein.
  • Das Verschlusselement kann zum Verschließen von zumindest zwei, insbesondere vier, Führungskanälen ausgestaltet sein, insbesondere zum Verschließen von nur zwei oder nur vier Führungskanälen. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Führungselement mehr als zwei Führungskanäle oder mehr als zwei Paare von Führungskanälen aufweist, zu deren Verschluss jeweils ein weiteres Verschlusselement erforderlich ist. Auf diese Weise können zu führende Kabel nacheinander in die Kabelvorrichtung eingelegt und durch die Befestigung des Verschlusselements verschlossen und so wirksam gegen ein Herausfallen gesichert werden. Dies vereinfacht zusätzlich die Handhabung der Kabelführungsvorrichtung, insbesondere bei Verwendung zur Verlegung einer Vielzahl von zu führenden Kabeln oder auch bei einem nachstehend noch zu beschreibenden Vorkonfektionierung eines Kabelbaums.
  • Das Verschlusselement kann einen oder mehrere an einer Verschlussseite des Verschlusselements angeordnete Höcker bzw. Überstände zum jeweiligen Hineinragen in einen Führungskanal in einem mit dem Führungselement befestigten Zustand aufweisen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Höcker in einem gelösten Zustand der Elemente nicht in die Führungskanäle 210 hineinragen.
  • Bei der Verschlussseite handelt es sich um diejenige Seite des Verschlusselements, die bei einer ordnungsgemäßen Befestigung des Verschlusselements mit dem Führungselement auf der Einlegeseite des Führungselements aufliegt, und somit dieser gegenüberliegt.
  • Auf diese Weise kann eine kraftschlüssige Verbindung eines ordnungsgemäß befestigten Verschlusselements mit einem in dem Führungskanal eingelegten Kabel, und über den Rastverschluss auch mittelbar mit dem Führungselement, erreicht werden. Dies ermöglicht eine Zugentlastung der in der Kabelführungsvorrichtung geführten Kabel.
  • Das Verschlusselement kann in zumindest einem Teilbereich, insbesondere in zwei Teilbereichen, einer Verschlussseite des Verschlusselements abgeschrägte Kanten aufweisen. Durch eine entsprechende Ausgestaltung mit einem solchen Teilbereich wird ein geeigneter Ansatzpunkt zur Krafteinwirkung zu Zwecken des Lösens eines ordnungsgemäß befestigten Verschlusselements bereitgestellt, wodurch das Lösen des Verschlusselements von dem Führungselement vereinfacht wird.
  • In einer Ausführungsform ist die Kabelführungsvorrichtung zum Verbinden mit mindestens einer weiteren Kabelführungsvorrichtung zu Zwecken einer modulartigen Ergänzung ausgebildet. Dies ermöglicht, etwa bei einer Verwendung zur Verlegung eines besonders vielstrangigen Kabelbaums mit mehr zu führenden Kabeln als bei einer einzelnen Kabelführungsvorrichtung zur Verfügung stehenden Führungskanälen, dennoch einen Rückgriff auf zwar mehrere, aber gleichartige Kabelführungsvorrichtungen, sodass eine individuelle Fertigung für eine entsprechende Verwendung vermieden und die Fertigung so besonders effizient gestaltet werden kann. So können bedarfsweise weitere Führungskanäle zum Einlegen jeweils eines zu führenden Kabels auf einfache Art und Weise bereitgestellt werden.
  • Insbesondere können die Kabelführungsvorrichtungen so miteinander verbindbar sein, dass eine Vielzahl paralleler Führungskanäle besonders platzsparend bereitgestellt wird. Entsprechend kann ein Verbindungsbereich des Führungselements zur Befestigung eines weiteren Führungselements ausgestaltet sein. Des Weiteren ist es möglich, dass sich das Führungselement und das weitere Führungselement bei ordnungsgemäßer Befestigung miteinander in dem Verbindungsbereich überlappen. Zusätzlich kann das Führungselement in dem Verbindungsbereich eine Ausnehmung zur Aufnahme eines dazu korrespondierend ausgestalteten Vorsprungs des weiteren Führungselementsaufweist
  • Das Führungselement und/oder das Verschlusselement kann aus Kunststoff, beispielsweise aus Polycarbonat, ausgebildet sein. Dies erlaubt eine formstabile und robuste, aber dennoch leichte, und zudem bedarfsweise transparente, Ausgestaltung der jeweiligen Elemente.
  • Des Weiteren wird gemäß der Erfindung ein vorkonfektionierter Kabelbaum mit mindestens einer ersten und einer zweiten erfindungsgemäßen Kabelführungsvorrichtung offenbart, der mehrere Kabel umfasst, wobei jedes der Kabel jeweils in vorgegebenem Abstand entlang seiner Länge in einen Führungskanal der ersten Kabelführungsvorrichtung und der zweiten Kabelführungsvorrichtung eingelegt ist. Insbesondere können weitere Kabelführungsvorrichtungen vorgesehen und jedes der Kabel in vorgegebenem Abstand entlang seiner Länge in einen Führungskanal einer Mehrzahl von Kabelführungsvorrichtungen eingelegt sein.
  • Beispielsweise handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Kabelbaum um einen Kabelbaum, der abhängig von der Beschaffenheit einer auf einem Gestell zu errichtenden Photovoltaikanlage, beispielsweise abhängig von Position und Lage von Elementen des Gestells, so vorkonfektioniert ist, dass die Kabelführungsvorrichtungen entlang eines vorgesehenen Verlaufs des Kabelbaums an Elementen des Gestells befestigbar sind.
  • Auf diese Weise kann bereits vor der Installation einer Anlage im Feld witterungsunabhängig ein auf die individuelle Beschaffenheit der Anlage, wie etwa die Position geeigneter Befestigungspunkte für Kabelvorrichtungen, zugeschnittener Kabelbaum mit entsprechenden Kabelführungsvorrichtungen und darin geführten Kabeln bereitgestellt werden. Die einzelnen Kabel können dabei gemäß einem vorgegebenen Verlegeplan sukzessive aus dem Strang der Kabelführungsvorrichtungen herausgeleitet sein. Durch die Verwendung mehrerer erfindungsgemäßer Kabelführungsvorrichtungen kann so eine räumlich geordnete, übersichtliche und nachverfolgbare Kabelführung bereits vor der tatsächlichen Verlegung im Feld bereitgestellt werden, wodurch der Installationsaufwand erheblich reduziert werden kann.
  • Ferner wird ein Verfahren zum Führen eines Kabels durch eine, insbesondere erfindungsgemäße, Kabelführungsvorrichtung mit den folgenden Schritten offenbart: Bereitstellen einer Kabelführungsvorrichtung mit einem Führungselement, das mindestens zwei zum Einlegen jeweils eines zu führenden Kabels ausgebildete, zu einer Einlegeseite hin offene Führungskanäle aufweist, die sich über eine Breite des Führungselements erstrecken, und einem zum Verschließen des Führungskanals von der Einlegeseite her ausgebildeten Verschlusselement, wobei das Führungselement und das Verschlusselement jeweils Komponenten eines zusammenwirkenden Rastverschlusses zur lösbaren Befestigung miteinander aufweisen; Einlegen eines zu führenden Kabels in einen Führungskanal des Führungselements; und Befestigen des Verschlusselements an dem Führungselement zum Verschließen des Führungskanals.
  • Zusätzlich wird ein Verfahren zur Vorkonfektionierung eines Kabelbaums mit den folgenden Schritten offenbart: Bereitstellen zumindest einer ersten erfindungsgemäßen Kabelführungsvorrichtung mit einem ersten Führungselement und einem ersten Verschlusselement und einer zweiten erfindungsgemäßen Kabelführungsvorrichtung mit einem zweiten Führungselement und einem zweiten Verschlusselement; Bereitstellen mehrerer Kabel mit jeweils einer Länge; Einlegen jedes der bereitgestellten Kabel in einem vorgegebenen Abstand entlang seiner Länge in jeweils einen Führungskanal des ersten und des zweiten Führungselements; Befestigen zumindest des ersten Verschlusselements an dem ersten Führungselement und des zweiten Verschlusselements an dem zweiten Führungselement zum Verschließen zumindest eines der Führungskanäle der ersten und zweiten Führungselemente, in welche ein Kabel eingelegt ist.
  • Zur näheren Erläuterung weiterer vorteilhafter Weiterbildungen der Verfahren wird auf die vorstehend beschriebenen Weiterbildungen der Kabelführungsvorrichtung Bezug genommen. Ebenso kann die Kabelführungsvorrichtung mit weiteren Merkmalen fortgebildet werden, die in Zusammenhang mit den Verfahren beschrieben sind.
  • Die oben beschriebenen Ausführungsformen und Ausgestaltungen sind lediglich als beispielhaft zu verstehen und sollen die vorliegende Erfindung in keiner Weise einschränken.
  • Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand von vorteilhaften Ausführungsformen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
    • 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines mehrere erfindungsgemäße Kabelführungsvorrichtungen umfassenden, an einer Photovoltaikanlage montierten Kabelbaums;
    • 2-3 schematische Darstellungen eines Ausführungsbeispiels einer Kabelführungsvorrichtung;
    • 4 eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Kabelführungsvorrichtung;
    • 5-6 schematische Darstellungen eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Kabelführungsvorrichtung; und
    • 7 eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Kabelführungsvorrichtung.
  • In 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines Kabelbaums 10 schematisch dargestellt. Der Kabelbaum 10 umfasst eine erste und eine zweite Kabelführungsvorrichtung 20 sowie mehrere Kabel 30. Jedes der Kabel 30 wird jeweils durch die erste und zweite Kabelführungsvorrichtung 20 geführt und ist jeweils in vorgegebenem Abstand entlang seiner Breite in einem Führungskanal der ersten und der zweiten Kabelführungsvorrichtung 20 eingelegt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Kabelbaum 10 einer Photovoltaikanlage, der abhängig von der Beschaffenheit der Anlage, insbesondere von Position und Lage eines Gestells der Anlage, vor der Montage der Anlage so vorkonfektioniert sein kann, dass die Kabelvorrichtungen 20 entlang des vorgesehenen Verlaufs des Kabelbaums 10 an Elementen des Gestells befestigbar sind.
  • Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele einer Kabelführungsvorrichtung unter Bezugnahme auf die Darstellungen der 2 bis 7 beschrieben. 2 ist eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Kabelführungsvorrichtung 20 mit einem Führungselement 21 und einem Verschlusselement 22, wie sie auch im Beispiel der 1 bereits angedeutet sind. 3 zeigt eine Schnittansicht dieses Ausführungsbeispiels. In 4 ist eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Kabelführungsvorrichtung 20 dargestellt. Die 5 und 6 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiels einer Kabelführungsvorrichtung 20 in unterschiedlichen perspektivischen Ansichten. In 4 ist eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Kabelführungsvorrichtung 20 dargestellt. In den 2, 3, 5 und 6 sind das Führungselement 21 und das Verschlusselement 22 jeweils in voneinander gelöstem Zustand gezeigt. Die 4 und 7 stellen jeweils die Elemente 21, 22 im ordnungsgemäß miteinander befestigten Zustand dar. Das Führungselement 21 und das Verschlusselement 22 können beispielsweise jeweils aus Polycarbonat ausgebildet sein.
  • In den Ausführungsbeispielen der 1-4 weist das Führungselement 21 zwölf Führungskanäle 210 auf, die sich über eine Breite des Führungselements 21 erstrecken. Die Führungskanäle 210 sind zum Einlegen jeweils eines zu führenden Kabels 30 ausgebildet.
  • In den Ausführungsbeispielen der 1-4 sind Sämtliche Führungskanäle 210 verlaufen im Wesentlichen parallel zueinander. Jeweils zwei Führungskanäle 210 sind in dem Führungselement 21 unmittelbar benachbart angeordnet.
  • Zu einer Einlegeseite 201 des Führungselements 21 hin sind die Führungskanäle 210 offen. Entsprechend weisen die Führungskanäle 210 entlang der Breite des Führungselements 21 eine einlegeseitige Öffnung 211 auf. An dieser Öffnung 211 ist die Weite der Führungskanäle 210 geringer als im Inneren 221 des jeweiligen Führungskanals 210. Die Erstreckung der schlitzartigen Öffnung 211 senkrecht zur Breite des Führungselements 21 ist geringer als die maximale Erstreckung des Führungskanals 210 in dieser Richtung.
  • Das Verschlusselement 22 ist zum Verschließen von vier Führungskanälen 210 von der Einlegeseite 201 herausgebildet. Das Verschlusselement 22 weist eine Verschlussseite 202 auf, bei der es sich um diejenige Seite des Verschlusselements 22 handelt, die bei einer ordnungsgemäßen Befestigung des Verschlusselement 22 mit dem Führungselement 21 auf der Einlegeseite 201 des Führungselements 21 aufliegt. Entsprechend liegt bei einer solchen ordnungsgemäßen Befestigung die Verschlussseite 202 der Einlegeseite 201 gegenüber.
  • Das Verschlusselement 22 umfasst mehrere, im Beispiel der 2-4 sechs, an der Verschlussseite 202 angeordnete Höcker 212. Die Höcker 212 ragen bei einer ordnungsgemäßen Befestigung des Verschlusselements 22 mit dem Führungselement 21 jeweils in einen der Führungskanäle 210 hinein. In zwei Teilbereichen 222 der Verschlussseite 202 weist das Verschlusselement 22 abgeschrägte Kanten auf.
  • Das Führungselement 21 und das Verschlusselement 22 weisen jeweils Komponenten 51, 52 eines zusammenwirkenden Rastverschlusses zur lösbaren Befestigung miteinander auf. Auf Seiten des Führungselements 21 sind die Komponenten des Rastverschlusses als Rastnasen 51 ausgebildet, die auf der Einlegeseite 201 angeordnet sind. Auf Seiten des Verschlusselements 22 sind die Komponenten des Rastverschlusses als dazu korrespondierende hinterschnittene Ausnehmungen 52 ausgebildet.
  • Das Verschlusselement 22 umfasst sechs Ausnehmungen 52 und das Führungselement 21 umfasst 18 Rastnasen. Die Rastnasen 51 sind zweireihig senkrecht zur Breite des Führungselements 21 angeordnet. Die Ausnehmungen 52 sind dazu korrespondierend ebenfalls zweireihig angeordnet. Zwischen den Rastnasen 51 sind senkrecht zur Breite des Führungselements 21 jeweils zwei unmittelbar benachbarte Führungskanäle 210 angeordnet.
  • Die in den 1-4 dargestellte Kabelführungsvorrichtung 20 ist jeweils derart ausgestaltet, dass drei Verschlusselemente 22 nebeneinander auf dem Führungselement 21 mittels Rastverschluss befestigbar sind, wie es auch in den Beispielen der 1 und 4 - dort jeweils im ordnungsgemäß miteinander befestigten Zustand - gezeigt ist.
  • Die Kabelführungsvorrichtung 20 ist zum Verbinden mit mindestens einer weiteren Kabelführungsvorrichtung 20a zu Zwecken einer modulartigen Ergänzung ausgebildet, die wiederum ein weiteres Führungselement 21a und ein weiteres Verschlusselement 22a umfasst. Dabei ist ein Verbindungsbereich 40 des Führungselements 21 zur Befestigung des weiteren Führungselements 21a ausgestaltet. Bei ordnungsgemäßer Befestigung miteinander, wie in 4 dargestellt, überlappen das Führungselement 21 und das weitere Führungselement 21a in dem Verbindungsbereich 40. Das Führungselement 21 weist in dem Verbindungsbereich 40 eine Ausnehmung 42 auf, die zur Aufnahme eines dazu korrespondierende ausgestalteten Vorsprungs 41a des weiteren Führungselements 21a ausgebildet ist.
  • In den Ausführungsbeispielen der 5-7 weist das Führungselement 21 acht Führungskanäle 210 auf, die sich über eine Breite des Führungselements 21 erstrecken. Die Führungskanäle 210 sind zum Einlegen jeweils eines zu führenden Kabels 30 ausgebildet. Jeweils zwei Führungskanäle 210 sind in dem Führungselement 21 unmittelbar benachbart angeordnet.
  • Zu einer Einlegeseite 201 des Führungselements 21 hin sind die Führungskanäle 210 offen. Entsprechend weisen die Führungskanäle 210 entlang der Breite des Führungselements 21 eine einlegeseitige Öffnung 211 auf. Zusätzlich sind die Führungskanäle 210 zu einer Seite senkrecht zur Einlegeseite 201 hin offen.
  • In jedem der Führungskanäle 210 sind an der einlegeseitige Öffnung 211 zwei Halteklammern 241 zur lösbaren Halterung des führenden Kabels 30 in dem jeweiligen Führungskanal 210 angeordnet. Die Halteklammern 241 sind so ausgestaltet, dass sie jeweils eine Bewegung eines zu führenden Kabels 30 zu Einlegeseite 201 hin begrenzen und jeweils eine Bewegung des zu führenden Kabels 30 zu der Seite senkrecht zur Einlegeseite 201 hin, zu welcher die Führungskanäle jeweils hin offen sind, ermöglichen.
  • Das Verschlusselement 22 ist zum Verschließen zumindest eines, im dargestellten Beispiel von zwei Führungskanälen 210 von der Einlegeseite 201 her ausgebildet. Das Verschlusselement 22 weist eine Verschlussseite 202 auf, bei der es sich um diejenige Seite des Verschlusselements 22 handelt, die bei einer ordnungsgemäßen Befestigung des Verschlusselement 22 mit dem Führungselement 21 auf der Einlegeseite 201 des Führungselements 21 aufliegt. Entsprechend liegt bei einer solchen ordnungsgemäßen Befestigung die Verschlussseite 202 der Einlegeseite 201 gegenüber. Das Verschlusselement 22 ist rotationssymmetrisch zu einer vertikalen Achse ausgeformt und weist einen Handgriff 232 auf.
  • Das Führungselement 21 und das Verschlusselement 22 weisen jeweils Komponenten 51, 52 eines zusammenwirkenden Rastverschlusses zur lösbaren Befestigung miteinander auf. In den Ausführungsbeispielen der 5-7 ist der Rastverschluss als Dreh-Rastverschluss ausgeführt. Die Komponenten 51 des Rastverschlusses auf Seiten des Verschlusselements 22 sind als zwei an einem Schaft ausgeformte, in einer durch korrespondierende Durchbrüche 231 des Führungselements 21 hindurch bewegbare Nasen 52 ausgebildet. Dabei sind die Nasen 52 nur in einer ersten und in einer zweiten Ausrichtung des Verschlusselements 22 relativ zum Führungselement 21 durch die Durchbrüche 231 hindurch bewegbar, wobei die zweite Ausrichtung einer Rotation des Verschlusselements 22 um 180 Grad gegenüber der ersten Ausrichtung entspricht.
  • Nach Hindurchführung durch die Durchbrüche 231 sind die Nasen 52 durch eine Rotation des Verschlusselements 22 um 90 Grad relativ zum Führungselement 21 in dazu als korrespondierende Hinterschnitte 51 ausgebildete Komponenten des Rastverschlusses auf Seiten des Führungselements 21 verbringbar. Auf diese Weise können die Elemente 21, 22 von dem voneinander gelösten Zustand in den ordnungsgemäß miteinander befestigten Zustand überführt werden.
  • Das Verschlusselement 22 umfasst mehrere, in den Beispielen der 5-7 zwei, an der Verschlussseite 202 angeordnete Höcker 212. Die Höcker 212 sind dabei so an dem Verschlusselement 22 ausgeformt, dass sie im ordnungsgemäß miteinander befestigten Zustand der Elemente 21, 22 in die Führungskanäle 210 hineinragen, und im gelösten Zustand der Elemente 21, 22 nicht in die Führungskanäle 210 hineinragen.
  • Die in den 5-7 dargestellte Kabelführungsvorrichtung 20 ist jeweils derart ausgestaltet, dass vier Verschlusselemente 22 nebeneinander auf dem Führungselement 21 mittels Rastverschluss befestigbar sind, wie es auch im Beispiel der 7 - dort im ordnungsgemäß miteinander befestigten Zustand - gezeigt ist.
  • Analog zu den Ausführungsbeispielen der 1-4 ist auch die Kabelführungsvorrichtung 20 der in den 5-7 gezeigten Ausführungsbeispiele zum Verbinden mit mindestens einer weiteren Kabelführungsvorrichtung zu Zwecken einer modulartigen Ergänzung ausgebildet, die wiederum ein weiteres Führungselement und zumindest ein weiteres Verschlusselement umfasst. Dabei ist ein Verbindungsbereich 40 des Führungselements 21 zur Befestigung des weiteren Führungselements ausgestaltet. Bei ordnungsgemäßer Befestigung miteinander überlappen das Führungselement 21 und das weitere Führungselement in dem Verbindungsbereich 40. Das Führungselement 21 weist in dem Verbindungsbereich 40 eine Ausnehmung 42 auf, die zur Aufnahme eines dazu korrespondierend ausgestalteten Vorsprungs des weiteren Führungselements ausgebildet ist. Dieser Vorsprung des weiteren Führungselements entspricht in seiner Ausgestaltung dem Vorsprung 41 des Führungselements 21.
  • Bei einem Verfahren zum Führen eines Kabels 30 durch eine Kabelführungsvorrichtung 20 wird zunächst eine Kabelführungsvorrichtung 20 mit einem Führungselement 21 bereitgestellt, das mindestens zwei zum Einlegen jeweils eines zu führenden Kabels 30 ausgebildete, zu einer Einlegeseite 201 hin offene Führungskanäle 210 aufweist, die sich über eine Breite des Führungselements 21 erstrecken. Außerdem wird ein zum Verschließen des Führungskanals 210 von der Einlegeseite 201 her ausgebildeten Verschlusselement 22 bereitgestellt, wobei das Führungselement 21 und das Verschlusselement 22 jeweils Komponenten 51, 52 eines zusammenwirkenden Rastverschlusses zur lösbaren Befestigung miteinander aufweisen. Das zu führende Kabel 30 wird in einen Führungskanal 210 des Führungselements 21 eingelegt und das Verschlusselement 22 an dem Führungselement 21 zum Verschließen des Führungskanals 210 befestigt.
  • Bei einem Verfahren zur Vorkonfektionierung eines Kabelbaums werden zumindest eine erste und eine zweite Kabelführungsvorrichtung 20 mit jeweils einem Führungselement 21 und einem Verschlusselement 22 bereitgestellt, ebenso wie mehrere Kabel 30 mit jeweils einer Länge. Jedes der bereitgestellten Kabel 30 wird in einem vorgegebenen Abstand entlang seiner Länge in jeweils einen Führungskanal 210 der Führungselemente 21 der ersten und zweiten Kabelführungsvorrichtung 20 eingelegt. Eines der Verschlusselemente 22 wird am Führungselement 21 der ersten Kabelführungsvorrichtung 20 und ein weiteres der Verschlusselemente 22 am Führungselement 21 der zweiten Kabelführungsvorrichtung 20 befestigt, um zumindest jeweils einen der Führungskanäle 210 der Führungselemente 21 zu verschließen, in den ein Kabel 30 eingelegt ist. Diese Schritte werden ggf. mit weiteren Kabelführungsvorrichtungen wiederholt, wobei einzelne Kabel gemäß einem vorgegebenen Verlegeplan ausgeführt werden können, d.h. nach Erreichen einer entsprechenden Länge nicht mehr in die nächste Kabelführungsvorrichtung eingelegt werden. Der Kabelbaum kann geeigneterweise aufgerollt werden, um einfach und platzsparend an die Verlegestelle transportiert zu werden.

Claims (26)

  1. Kabelführungsvorrichtung (20) mit - einem Führungselement (21), das mindestens zwei zum Einlegen jeweils eines zu führenden Kabels (30) ausgebildete, zu einer Einlegeseite (201) hin offene Führungskanäle (210) aufweist, die sich über eine Breite des Führungselements (21) erstrecken, und - einem zum Verschließen zumindest eines der Führungskanäle (210) von der Einlegeseite (201) her ausgebildeten Verschlusselement (22), wobei das Führungselement (21) und das Verschlusselement (22) jeweils Komponenten (51, 52) eines zusammenwirkenden Rastverschlusses zur lösbaren Befestigung miteinander aufweisen.
  2. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 1, bei die Führungskanäle (210) jeweils zu einer Seite senkrecht zur Einlegeseite (201) hin offen sind.
  3. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 2, bei der eine Bewegung eines zu führenden Kabels (30) zu der Seite senkrecht zur Einlegeseite (201) hin durch das Verschlusselement (22) in einem mit dem Führungselement (21) befestigten Zustand begrenzt wird.
  4. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei der Rastverschluss als Dreh-Rastverschluss ausgeführt ist.
  5. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 4, wobei die Komponenten (51, 52) des Rastverschlusses auf Seiten des Verschlusselements (22) zwei an einem Schaft ausgeformte, in einer durch korrespondierende Durchbrüche (231) des Führungselement (21) hindurch bewegbare Nasen (52) ausgebildet sind, die nach Durchführung durch die Durchbrüche (231) durch eine Rotation des Verschlusselements (22) relativ zum Führungselement (21) in dazu als korrespondierende Hinterschnitte (51) ausgebildete Komponenten des Rastverschlusses auf Seiten des Führungselements (21) verbringbar sind.
  6. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 5, wobei die Nasen (52) nur in einer ersten und in einer zweiten Ausrichtung des Verschlusselements (22) relativ zum Führungselement (21) durch die Durchbrüche (231) hindurch bewegbar sind.
  7. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 5 oder 6, wobei zur ordnungsgemäßen Befestigung des Verschlusselements (22) mit dem Führungselement (21) die Nasen (52) durch eine Rotation des Verschlusselements (22) um 90 Grad relativ zum Führungselement (21) in die Hinterschnitte (51) verbringbar sind.
  8. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 1, wobei eine Weite der Führungskanäle (210) an der einlegeseitigen Öffnung (211) jeweils geringer ist als im Inneren (221) des Führungskanals (210).
  9. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 8, bei der zumindest zwei der Führungskanäle (210), insbesondere sämtliche, zueinander parallel verlaufen.
  10. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, bei der die Komponenten (51, 52) des Rastverschlusses auf Seiten des Führungselements (21) als auf der Einlegeseite (201) angeordnete Rastnasen (51) und auf Seiten des Verschlusselements (22) als dazu korrespondierende hinterschnittene Ausnehmungen (52) ausgebildet sind.
  11. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei der das Führungselement (21) und das Verschlusselement (22) jeweils mehrere, beispielsweise jeweils sechs, insbesondere das Führungselement (21) 18, Komponenten (51, 52) des Rastverschlusses aufweist.
  12. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 11, bei der die Komponenten (51, 52) des Führungselements (21) und des Verschlusselements (22) jeweils zweireihig angeordnet sind.
  13. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 11 oder 12, bei der im Führungselement (21) zwischen den Komponenten (51) senkrecht zur Breite des Führungselements (21) jeweils zwei Führungskanäle (210) angeordnet sind.
  14. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Verschlusselement (22) in zumindest einem Teilbereich (222), insbesondere in zwei Teilbereichen (222), einer Verschlussseite (202) des Verschlusselements (22) abgeschrägte Kanten aufweist.
  15. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Verschlusselement (22) zum Verschließen von zumindest zwei, insbesondere vier, Führungskanälen (210) ausgestaltet ist.
  16. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Verschlusselement (22) einen oder mehrere an einer Verschlussseite (202) des Verschlusselements (22) angeordnete Höcker (212) zum jeweiligen Hineinragen in einen Führungskanal (210) in einem mit dem Führungselement (21) befestigten Zustand aufweist.
  17. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei an zumindest einem, vorzugsweise an zumindest zweien der Führungskanäle (210) an der einlegeseitigen Öffnung (211) zumindest eine Halteklammer (241) zur lösbaren Halterung des zu führenden Kabels (30) in dem jeweiligen Führungskanal (210) angeordnet sind.
  18. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 17, wobei die Halteklammer (241) so ausgestaltet ist, dass sie eine Bewegung eines zu führenden Kabels (30) zur Einlegeseite (201) hin begrenzt, und eine Bewegung des zu führenden Kabels (30) zu einer Seite senkrecht zur Einlegeseite (201) hin über die Erstreckung der Halteklammer (241) hinaus ermöglicht.
  19. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Führungselement (21) vier, insbesondere acht oder zwölf Führungskanäle (210) aufweist.
  20. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 19, bei der jeweils zwei Führungskanäle (210) unmittelbar benachbart angeordnet sind.
  21. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Kabelführungsvorrichtung (20) zum Verbinden mit mindestens einer weiteren Kabelführungsvorrichtung (20a) zu Zwecken einer modulartigen Ergänzung ausgebildet ist.
  22. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 21, bei der ein Verbindungsbereich (40) des Führungselements (21) zur Befestigung eines weiteren Führungselements (21a) der weiteren Kabelführungsvorrichtung (20a) ausgestaltet ist.
  23. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 22, bei der sich das Führungselement (21) und das weitere Führungselement (21a) bei ordnungsgemäßer Befestigung miteinander in dem Verbindungsbereich (40) überlappen.
  24. Kabelführungsvorrichtung (20) nach Anspruch 23, bei der das Führungselement (21) in dem Verbindungsbereich (40) eine Ausnehmung (42) zur Aufnahme eines dazu korrespondierend ausgestalteten Vorsprungs (41a) des weiteren Führungselements (21a) aufweist.
  25. Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der das Führungselement (21) und/oder das Verschlusselement (22) aus Kunststoff, beispielsweise aus Polycarbonat, ausgebildet sind.
  26. Vorkonfektionierter Kabelbaum (10) mit mindestens einer ersten und einer zweiten Kabelführungsvorrichtung (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, der mehrere Kabel (30) umfasst, wobei jedes der Kabel (30) jeweils in vorgegebenem Abstand entlang seiner Länge in einen Führungskanal (210) der ersten Kabelführungsvorrichtung (20) und der zweiten Kabelführungsvorrichtung (20) eingelegt ist.
DE202024106567.0U 2024-06-12 2024-11-13 Kabelführungsvorrichtung und Kabelbaum Active DE202024106567U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
PCT/EP2025/064206 WO2025256889A1 (de) 2024-06-12 2025-05-22 Kabelführungsvorrichtung und kabelbaum

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE202024103139 2024-06-12
DE202024103139.3 2024-06-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE202024106567U1 true DE202024106567U1 (de) 2024-12-13

Family

ID=94170810

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE202024106567.0U Active DE202024106567U1 (de) 2024-06-12 2024-11-13 Kabelführungsvorrichtung und Kabelbaum

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE202024106567U1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH618251A5 (de)
WO2016074753A1 (de) Einrichtung zur fixierung und/oder führung von strangförmigen elementen
DE202017102147U1 (de) Leitungsdurchführung, insbesondere Zugentlastung für eine Energieführungskette
EP3699660B1 (de) Schaltschrank mit einer leerrohreinführung zur einführung einer vielzahl lichtwellenleiter in einen schaltschrankinnenraum
DE102009019337B4 (de) Modulare Haltevorrichtung für innerhalb eines Flugzeugrumpfs verlegte Anbauteile
DE68923618T2 (de) Befestigung eines Bündels von länglichen Gegenständen oder eines nichtkreisförmigen länglichen Gegenstandes auf einer Unterlage.
EP3221940B1 (de) Leitungsdurchführung
DE3717980A1 (de) Verschlusssystem fuer eine laengsgeteilte kabelmuffe aus kunststoff
DE202024106567U1 (de) Kabelführungsvorrichtung und Kabelbaum
DE10240999B4 (de) Vorrichtung zum winkligen Verbinden von Montageschienen
DE2820406B2 (de) Befestigungseinrichtung
WO2025256889A1 (de) Kabelführungsvorrichtung und kabelbaum
DE60001315T2 (de) Verteilervorrichtung
DE3637611A1 (de) Einrichtung zur brandhemmenden durchfuehrung von kabeln, leitungen od. dgl. durch oeffnungen in waenden, decken od. dgl.
EP0921595B1 (de) Anschlusskasten
DE69600406T2 (de) Abzweigdose für Leitungen zur Aufnahme von elektrischen Kabeln
DE69619021T2 (de) Gehäuse eines elektrischen Gerätes
DE7040540U (de) An Gebaudewandungen od dgl anbringbarer Kabelkanal
DE102004026224A1 (de) Halter für elektrische Leitungen und Rohre
DE8528318U1 (de) Hängedeckeneinheit
DE3729276C2 (de)
EP4454085B1 (de) Kabelkanal für die automatisierte verdrahtung einer elektrischen steuerungs- oder schaltanlage
DE102019118816A1 (de) Kontaktträger zum Bereitstellen einer Kontaktierung für eine Verkabelung in einem Fahrzeug
EP4006296B1 (de) Beschattungsvorrichtung
DE29607172U1 (de) Zugentlastung

Legal Events

Date Code Title Description
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: ENGESER GMBH INNOVATIVE VERBINDUNGSTECHNIK, DE

Free format text: FORMER OWNER: ENGESER GMBH INNOVATIVE VERBINDUNGSTECHNIK, 78713 SCHRAMBERG, DE

R207 Utility model specification
R082 Change of representative

Representative=s name: WITTE, WELLER & PARTNER PATENTANWAELTE MBB, DE