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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung und Rückbildung von bestehenden Hämorrhoiden und entgegenwirken von neu entstehenden Hämorrhoiden und der damit einhergehenden akuten Beschwerden sowie gleichzeitig zur Stützung und Schutz des Rückens/der Bandscheiben, beispielsweise bei Lendenwirbelbandscheibenproblemen, hier bekannt bei Segment L5/S1, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Durch Benutzung sind Gürtel bekannt, welche ein um die Körpermitte getragenes Gurtband umfassen. Das Gurtband kann beispielsweise aus Leder oder auch als Geflecht ausgebildet sein. Gürtel werden neben dekorativen Aspekten hauptsächlich zum Halt von Beinkleidern wie Hose und Rock verwendet. Des Weiteren sind Hämorrhoiden-Beschwerden bekannt, welche durch eine Vergrößerung des Corpus cavernosum recti entstehen und oftmals eine Operation erforderlich machen. Auch Rückenschmerzen sind hinlänglich als Volkskrankheit bekannt und haben Ihre Ursache häufig im Bereich der Lendenwirbel und ihrer Bandscheiben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, welche einfach getragen und angezogen werden kann und sowohl eine verbesserte Behandlung von Hämorrhoiden-Beschwerden als auch eine Stützung des Rückens und insbesondere der Bandscheiben ermöglicht.
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Die diese Aufgabe lösende Vorrichtung ist gekennzeichnet durch ein längliches Andrückelement, dessen Enden an einem Gurtband eines Gürtels befestigt sind. Eine derartige Vorrichtung ermöglicht durch die Anlage des Gürtels nahe der Lendenwirbel zum einen eine Stützung des Rückens und durch das daran befestigte längliche Andrückelement, welches in der Gesäßspalte angeordnet werden kann, zum Anderen einen Druck auf den Anus bzw. auf dort angeordnete symptomatische Hämorrhoiden. Hierdurch kann eine erhebliche Linderung der Beschwerden erreicht werden.
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Vorteilhaft kann das längliche Andrückelement als Band, Seil, Schnur oder Riemen ausgebildet sein. Zudem kann das Andrückelement Y-förmig ausgebildet sein, also eine Verzweigung aufweisen, wobei vorteilhaft alle drei Enden des Andrückelements an dem Gurtband befestigt sind.
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Um einen besonders zuverlässigen Druck auf den Anus bzw. die symptomatischen Hämorrhoiden ausüben zu können, kann das Andrückelement mindestens ein Schlauchelement umfassen, welches in der Gesäßspalte angeordnet werden kann. Das Schlauchelement kann vorteilhaft aus Kunststoff gebildet sein, welches eine ausreichende Flexibilität und Stabilität aufweist.
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Für eine zuverlässige Halterung des Schlauchelements kann vorgesehen sein, dass ein Band, ein Seil, eine Schnur oder ein Riemen des Andrückelements durch das mindestens eine Schlauchelement geführt ist. Hierdurch kann das Schlauchelement auch entlang des Andrückelements besonders einfach verschoben werden.
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Zudem kann mindestens ein Positionierelement vorgesehen sein, um ein Verrutschen des Schlauchelements zu verhindern. Bei dem Positionierelement kann es sich beispielsweise um eine Schelle, insbesondere eine Schlauchschelle handeln, welche an dem Band, dem Seil, der Schnur oder den Riemen befestigt ist und als Anschlag für das Schlauchelement dient.
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Um das Andrückelement an eine Person besonders einfach anpassen zu können, kann eine Verstelleinrichtung vorgesehen sein, um die Länge des Andrückelements verändern zu können. Hierzu können beispielsweise Schnallen oder D-Ringe vorgesehen sein, über welche das Andrückelement an seinen Enden verstellbar an dem Gurtband befestigt ist.
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Vorteilhaft kann die Vorrichtung zudem eine Gurtschnalle zum Verschließen des Gurtbands umfassen, wobei zwei Enden des Andrückelements benachbart der Gurtschnalle an dem Gurtband befestigt sind, vorzugsweise im Abstand von 1 cm bis 20 cm, insbesondere in einem Abstand von 3 cm bis 15 cm.
Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
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In 1 ist eine Vorrichtung 1 zur Behandlung von Hämorrhoiden-Beschwerden und zur Stützung des Rückens gezeigt, welche einen Gürtel 2 mit einem Gurtband 3 umfasst. Zudem ist ein Andrückelement 5 vorgesehen, dessen Enden an dem Gurtband 3 befestigt sind.
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Das längliche Andrückelement 5 umfasst ein Band 6, welches alternativ auch als Seil, Schnur oder Riemen ausgebildet sein kann. Wie der Darstellung zu entnehmen ist, ist das Andrückelement Y-förmig ausgebildet mit einer Zweigstelle 7. Zudem ist an dem Andrückelement 5 ein Schlauchelement 8 vorgesehen, durch welches hindurch das Band 6 im unteren Schenkel der Y-Form hindurchgeführt ist.
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In einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform kann zudem mindestens ein Positionierelement beispielsweise in Form einer Schlauchschelle oder eines Kabelbinders vorgesehen sein, um ein Verrutschen des Schlauchelements 8 zu verhindern. Insbesondere können zwei Positionierelemente vorgesehen sein, welche an den gegenüberliegenden Enden des Schlauchelements 8 angeordnet sind und hierdurch in beide Richtungen ein unbeabsichtigtes Verschieben des Schlauchelements 8 verhindern. Die Positionierelemente können auch lösbar ausgebildet sein, um die Position des Schlauchelements 8 entlang des Andrückelements 5 zu verändern.
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Zudem kann eine hier ebenfalls nicht dargestellte Verstelleinrichtung vorgesehen sein, um die Länge des Andrückelements 5 verändern zu können. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass das Andrückelement 5 und insbesondere das Schlauchelement 8 korrekt positioniert und mit ausreichend Druck in der Gesäßspalte am Anus anliegt.
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Wie aus der Darstellung weiter zu entnehmen ist, sind die zwei Enden des Andrückelements der oberen Schenkel der Y-Form benachbart der Gurtschnalle 4 befestigt, wobei der Abstand zu der Gurtschnalle 4 vorzugsweise zwischen 1 cm und 20 cm liegt, insbesondere zwischen 3 cm und 15 cm zu jeder Seite.
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Folglich kann die Vorrichtung 1 ein längliches Andrückelement 5 mit einem Schlauch 8 umfassen, welcher geführt wird von einem Band 6 bzw. Seil, dessen Enden an einem Gürtelband 3 eines Gürtels 2 befestigt werden. Das Band 6 bzw. das Seil verläuft von der rechten Seite der Gürtelschnalle 4 zwischen den Beinen hindurch - durch das Schlauchelement 8 - zur Rücken-Seite des Gürtels 2, wird dort richtig positioniert und drumherum geführt. Anschließend wird das Band 6 bzw. Seil zur linken Seite der Gürtelschnalle 4 durch die Beine und das Schlauchelement 8 zurückgeführt.
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Vor der Arretierung/Fixierung an den zwei benachbarten Gürtelpunkten vorderseitig wird das Band 6 bzw. Seil in das ausgewählte und angepasste Schlauchelement eingeführt und nach Anpassen des genauen Sitzpunktes (am Anus im Hämorrhoiden-Bereich) wird das andere Ende des Band 6 bzw. Seils an dem linken Fixierungspunkt neben der Gurtschnalle 4 fixiert.
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Einerseits ermöglicht diese Vorrichtung durch den Sitz des Gürtels 2 über oder nahe der Lendenwirbel mit Bandscheiben einen Schutz und eine Stützung des Rückens und zum anderen durch das daran befestigte längliche Andrückelement 5 bzw. das Schlauchelement 8, welches in der Gesäßspalte positioniert werden muss - einen Gegendruck auf den Anus bzw. auf dort vorhandene symptomatische Hämorrhoiden. Hierdurch wird bei akut auftretenden Hämorrhoidenproblemen quasi der Druck durch den Gegendruck kompensiert und somit die äußerst unangenehmen Schmerzen unterbunden
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Um einen besonders zuverlässigen Druck um die Region um den Anus bzw. die symptomatischen Hämorrhoiden ausüben zu können, kann mindestens ein Schlauchelement 8 zum Andrücken vorhanden sein, welches in der Gesäßspalte positioniert werden kann.
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Das Schlauchelement 8 kann vorteilhaft aus Kunststoff/Kautschuk gebildet sein, welches eine ausreichende Flexibilität und Stabilität aufweist.
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Für eine zuverlässige Sitzposition des Schlauchelements 8 kann das Band 6 bzw. ein Seil, eine Schnur oder ein Riemen verwendet werden, welcher durch das Schlauchelement 8 durchgeführt ist und mit Fixierungspunkten am Band 6 bzw. Seil vor Verrutschen gesichert werden kann.
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Daher ist es möglich, dass das Schlauchelement 8 vor Fixierung sehr leicht verschoben werden kann sowie der Anpressdruck durch Verkürzung des Bands 6 bzw. des Seils erhöht werden kann.
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Um ein Verrutschen des Schlauchelements 8 zu verhindern kann es sich beispielsweise um eine Schelle, insbesondere eine Schlauchschelle handeln, welche an dem Band 6 bzw. Seil 6 befestigt wird und als Anschlag für das Schlauchelement 8 dient. Aus Komfortgründen kann auch die individuelle Fixierung mit Vliestape priorisiert werden.
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Um das Andrückelement 5 an eine Person besonders einfach anpassen zu können, kann eine Verstelleinrichtung vorgesehen sein, um die Länge des Bands 6 bzw. Seils oder Riemens verändern zu können.
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Hierzu können beispielsweise Schnallen, Klettband oder Vliestape sinnvoll sein, über welche das Seil an seinen Enden verstellbar an dem Gürtel befestigt wird. Das Band 6 bzw. Seil besteht aus einem Stück und verläuft von rechtsseitig der Gürtelschnalle 4 zwischen den Beinen durchgeführt in Richtung der Rückenseite des Gürtels, dann ist es in das Schlauchelement 8 einzuführen, welches nach Einführung in das Schlauchelement 8 das Gurtband 3 umschließt und führt wieder zurück, wobei jetzt das Band 6 bzw. Seil wieder durch das Schlauchelement 8 geführt wird und linksseitig neben der Gurtschnalle provisorisch fixiert wird bis die Einstellungen exakt vorgenommen wurden. Dies ermöglicht eine einfache Einstellung und Fixierung des Andrückelements 5 bzw. des Schlauchelements 8 an gewünschter Stelle.
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Die Vorrichtung 1 hat gezeigt zur Behandlung von Hämorrhoiden-Beschwerden auch die Stützung des Rückens mit schützendem Druck auf die Bandscheiben zum Ziel. Wie in 1 gezeigt, wird ein Band 6 bzw. Seil durch das Schlauchelement 8 geführt und beim Rückführen teilt sich dieses Band 6 bzw. Seil wieder an der Zweigstelle 7 der Y-Form. Das erste Ende des Bands 6 bzw. Seils wird rechtsseitig neben der Gurtschnalle 4 fixiert und das zweite Ende wird an dem Gurtband 3 in Höhe der Gurtschnalle 4 linksseitig provisorisch und nach Endeinstellung korrekt befestigt.
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Bezugszeichenliste:
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- 1
- Vorrichtung
- 2
- Gürtel
- 3
- Gurtband
- 4
- Gurtschnalle
- 5
- Andrückelement
- 6
- Band
- 7
- Zweigstelle
- 8
- Schlauchelement